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Etappe auf dem Wege zur Wiedererftarfung der französischen Morgen treffen sich auf den zerstörten Schlachtfeldern| Figung des Reichstages vom 14. Juli 1922 von dem Reichsjuftiz­und der internationalen Arbeiterbewegung unerwartet und Nordfrankreichs weitere deutsche und franzöfifche Großindu- minister dahin gekennzeichnet worden, daß die Wiederbeschaffungs­viel zu früh verschieden. strielle; sie werden darin übereinstimmen, daß ihre beider- fosten nur dann berücksichtigt werden können, wenn sie Am Vorabend ihrer Wiedervereinigung, von der wir seitigen Regierungen nichts können, unfähig sind und ver- nicht der Ausdruck einer Notmartilage sind. An dieser Auffassung wissen, daß sie von Sembat und von allen übrigen Führern dienen, durch junge Leute aus den Privatkontoren der Groß- hat sich nichts geändert. Besteht teine normale Marktlage und des französischen Sozialismus mit besonderer Sehnsucht als industriellen ersetzt zu werden. Man wird sich weiter darüber man wird bei der heutigen Gestaltung des Warenmarktes, insbe das notwendige Signal zur Sammlung aller gesund gebliebe- einig sein, daß heute, da weder Frankreich noch Deutschland fondere der Zurückhaltung der Lieferanten und der zögernden Be­men Kräfte des europäischen Proletariats gegen die internatio- auf dem Weltmarkt weiter ernsthaft etwas gewinnen fann, darfsdeckung des Handels dieses annehmen müssen, so ist der Ber­nale Reaktion erhofft wurde, entbietet die deutsche Sozialdemo- da beide einen völlig zerrütteten inneren Markt vor sich haben faufspreis nach wie vor auf der Grundlage der individuellen Ge­fratie den französischen Genossen ihren schmerzerfüllten Gruß, und beide vom russischen Geschäft durch England und Amerifa fiehungskosten zu errechnen, wie fie in Anlehnung an die amtliche der zugleich ein Gelöbnis fein foll, ganz im Sinne der Mah- ausgeschloffen worden sind daß deswegen jetzt der Begründung der Preistreibereiverordnung vom Reichsgericht ent­nung Sembats, sowohl für die Republik , wie auch für Wiederaufbau auch ein Geschäft sei. widelt worden sind. den Frieden mit ihnen gemeinsam zu fämpfen.

Die Einigung.

Nach Fertigstellung des Aktionsprogramms der fünfti­gen Bereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands , das wir heute morgen zum Abdruck brachten, sind Vertreter der beiden Parteivorstände heute vormittag auch in Beratun­gen über die organisatorische Wiedervereini­gung eingetreten, die in erfreulicher Weise fortschreiten. Zum Entwurf des Aktionsprogramms nimmt die Freiheit" in zustimmender Weise Stellung, in dem sie

schreibt:

Gewiß fann man noch manche Einzelheiten aufzählen, die auf­genommen werden könnten, man kann für manche Fragen eine andere Formulierung wünschen. Aber die Frage für die Mitglie­Der beider Parteien ist ja nicht die, ob alle ihre Wünsche und For­derungen in dem Programm restlos erfüllt sind, sondern ob die Durch das Programm dokumentierte Uebereinstimmung in allen wesentlichen Punkten vorhanden ist. Und das ist der Fall.

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Deshalb ist das Attionsprogramm als Ganzes eine Grund Tage der Vereinigung, die von den sehnsüchtig die Einigung wünschenden Massen der Sozialdemokratischen Partei wie der Un­abhängigen Sozialdemokratischen Partei mit Freuden begrüßt wer­den wird. Aus dieser Ueberzeugung heraus rufen wir: Es lebe die Vereinigte Sozialdemokratische Barter Deutschlands !"

Die besten Männer Deutschlands haben seit Jahren um Es soll aber nicht verfannt werden, daß diese Berechnungsart einen ehrlichen Wiederaufbau gerungen und gelitten. Erz- bei der sprunghaft fortschreitenden Geldentwertung zu einer Minde berger und Rathenau mußten darum sterben. Die Rechtspresse rung des Betriebskapitals und damit zu voltswirtschaftlich uner­hat die Regierung und nicht zuletzt die Sozialdemokratie mäh- wünschten Folgen führen kann. Diesem Umstand hat das Reichs­rend der vergangenen Jahre wegen ihres ehrlichen Wiederauf- gericht Rechnung getragen und in einer Entscheidung vom 7. Juli bauwillens geradezu im Schmuß zu ersticken versucht. Jetzt 1921 anerkannt, daß dem zwischen Ein- und Verkaufszeit einge­fommen die Geschäftsleute, die jenen Blättern nahe- tretenen Ginten des Geldwertes Rechnung zu tragen sei. Die stehen und machen das auf ihre fapitalistische Art, was auf Berücksichtigung der Geldentwertung darf jedoch nicht bis zur vollen tilligere und nur im Interesse der beteiligten Völker und Abgeltung des eingetretenen Wertunterschiedes gehen. Staaten liegende Art bisher mißlungen ist. " Hosianna" gerufen und dabei an die verhaßte Reichsregie­rung gedacht!

Nun wird

Einzelhandel und Preisgestaltung.

Nur eine angemessene Berteilung der durch das Sinken der

deutschen Währung herbeigeführten Lasten zwischen Händler und Verbraucher wird zugelassen, nicht aber die Abwälzung der gesamten Last auf den Verbraucher. Wenn man auch auf die Erhaltung des produktiven Rapitals Rücksicht nehmen muß, so tann doch im allge­meinen wirtschaftlichen Interesse der wichtige Produktionsfattor Aus dem Reichswirtschaftsministerium wird uns geschrieben: ,, Arbeitstraft" in seiner Wiederherstellung und Erhaltung Die überaus schwierige Lage des Einzelhandels, der nicht weiterhin gefährdet werden. Es entsteht nun unter der Herrschaft der Wuchergesetze seine Waren zu Preisen ab die Schwierigkeit, zu entscheiden, nach welchem Maßstab die Berück geben muß, die häufig um ein Bielfaches hinter den gegenwärtigen fichtigung der Geldentwertung erfolgen folle. Das willkürliche Er­Tagespreisen zurückbleiben, hatte die Führer des Einzelhandels messen der Gerichte und der Verwaltungsbehörden führt zu star­veranlaßt, persönlich bei dem Reichswirtschaftsminister vorstellig zu fen Unterschieden in der Beurteilung mit allen ihren nach­werden und die Frage vorzulegen, was die Reichsregierung zu tun teiligen Folgen. Nun haben sich innerhalb der Händlerschaft seit gedente, um weiteren Verlusten des Betriebskapitals, die zur Ein- einiger Zeit selbsttätig gewisse Maßstäbe für die Preisbildung her­ftellung der Betriebe und damit zur Verschärfung der Versorgungs- ausgebildet, die sich bestreben, eine gewisse Mittellinie einzuhalten. schwierigkeiten führen müßten, vorzubeugen. Insbesondere wurde So zieht man z. B. als Maßstab für den Umfang der Geldent­barauf hingewiesen, daß Großhandel und Industrie in steigendem wertung den vom Statistischen Reichsamt monatlich herausgegebenen Maße dazu übergegangen seien, in Auslandswährung zu Lebensmittelinder heran. Der Verkäufer ist hiernach be­Der Entwurf wird den beiden Parteitagen von Augs- fatturieren, so daß der Einzelhandel gar nicht anders rechtigt, für eine im Juni eingekaufte und im Juli verkaufte Ware burg und Gera sowie dem Einigungstag pon Nürn- tönne, als den Wiederbeschaffungspreis, als weicher der Tagespreis der im Vormonat des Berkaufs eingetretenen Geldentwertung von berg unterbreitet werden, der über ihn das letzte Wort zu anzusehen sei, seinem Berkaufspreise zugrunde zu legen. beispielsweise 32 Broz. durch einen entsprechenden Aufschlag Rech sprechen haben wird. Der Reichswirtschaftsminister gab durchaus die schwierige Lage, nung zu tragen. Der so gewonnene Preis wird vielfach hinter dem mit der der Einzelhandel zu kämpfen hat, zu. Man beschuldige durch Tagespreis zurückbleiben, weil bei den heutigen schnellen Verände Deutschnationaler Wiedergutmachungswille aus unberechtigt den Einzelhandel, daß er der Preistreiberei Bor- rungen des Preisniveaus bie Bekanntgabe des Inder hinterherhintt. Herr Stinnes ist doch ein großer Mann; er hat es fertig schub leiste. Gewiß fämen Einzelfälle vor, aber im allgemeinen fei Ohne gerade dieser Berechnungsart für alle Fälle den Vorzug zu gebracht, die schwarzweißrote Welt auf den Kopf zu stellen. zu beobachten, daß im Vergleich zu den Großhandelspreisen im Klein geben, stehe ich nicht an, in einem solchen Vorgehen der beteiligten Die Deutsche Tageszeitung" wartet, wie sie heute morgen handel das Tempo fich verlangsamt. Allerdings sehe die Be Kreise selbst, das einen Ausgleich der widerstreitenden Interessen schreibt, nur noch auf die Beseitigung des nationalen Bloces völkerung nur die Kleinhandelspreise in den Kaufläden der Stadt, erstrebt, gerade wegen der freiwilligen Uebernahme der Berant­in Frankreich ( obwohl sie nur die deutsche Ausgabe davon ist), und deshalb der Unwille gegen sprunghafte Preiserhöhung der wortung einen erheblichen Fortschritt zu erblicken. um eine grundsätzliche Richtungsänderung der französischen Waren. Gegen die Preiserhöhung aller vom Ausland bezogenen An Stelle des schwankenden Begriffs Berücksichtigung der Geld­Politik gegenüber Deutschland entstehen zu sehen. Die Kreuz- oder im wesentlichen aus ausländischen Rohstoffen hergestellten entwertung" gilt es einen festen Maßstab zu sehen und einen Beitung" freut sich über das Lubersac- Stinnes- Abkommen, waren seien wir machtlos; wohl aber fragt es sich, ob die Produ- Ausgleich zu finden zwischen den Forderungen des Handels und den­weil es ein Beweis dafür sei, daß die Privatinitiative das zenten von Waren aus heimischen Rohstoffen sowie die Landwirte jenigen der breiten Verbrauchermassen, denen die fofortige An­fertig bringe, was der jetzigen Regierung unmöglich ge- mit den Lebensmitteln, die wir im Inland erzeugen, im Preis mit passung der Preise an die aus der Notmarktlage sich ergebenden wesen sei. Die Kreuz- Beitung" vermag aus den verschieden- dem Dollarturs mitlaufen müssen. Tagespreise nicht zugemutet werden tann. sten Gründen den Leistungen des Herrn Stinnes, und wenn Das müsse er bestreiten, und hier liege eine ungesunde Preis­fie auch den Wiederaufbau angehen, mancherlei gute Seiten entwicklung vor, die beim Produzenten beginne. Der Mi Jugendliche Dummhelfen. Während eines Demonstrationszuges abzugewinnen. Nur eines versteht sie nicht, und das ist amü- nifter erflärte weiter, daß das Verlangen des Großhandels und der fommunistischen Jugend in Offenbach brangen am Sonntag fanterweise der Kernpunkt der Stinnesschen Politit. Seine der Industrie, der Einzelhändler solle in ausländischer Wäh- nachmittag größere Trupps in die Wohnung des Stadtverordneten Tägliche Rundschau" hat in den letzten Tagen stets erneut rung bezahlen, eine außerordentliche Ueberspannung des Strebens Reffel, der der Zentrumspartei angehört, ein und zwangen ihn, mit­wiederholt: der Luberfac- Stinnes- Vertrag bedeute die deutsch - nach Risikoficherung darstelle, die außerdem zu einer beschleunigteren zugehen. Neffel mußte ein Schild mit der Aufschrift: Ich bin der französische Annäherung. Dazu meint die Kreuz- Zeitung ": Entwertung der Mart erheblich beitragen würde. Wahrscheinlich größte ehrlingsfinder" tragen. Als Polizei erschien, " Daß sich das haßerfüllte Frankreich durch solche Abmachungen, werde sich der Kartellbeirat baldigst mit dieser Frage befassen müssen. 3ogen sich die Kommunisten auf Frankfurter Gebiet zurück, woselbſt wie sie jetzt abgeschlossen find, in irgendeiner Weise beeinflussen lassen Ebenso trat der Minister der vielfach beobachteten Neigung, die fie für die Offenbacher Polizei unerreichbar waren. fönnte, ist wieder einmal ein Zeichen findlicher Auffassung von dem Preise in fürzester Frist entsprechend dem jeweiligen Dollar stande hinaufzusetzen, entschieden entgegen, indem er ausführte, daß der Kurs der Mart leider zu sehr abhängig sei von den Stim mungen der ausländischen Spekulation, die sich nicht durch die wahre Wirtschaftslage des Reiches, sondern lediglich von den polis tischen Ereignissen beeinflussen lasse.

Lauf der Geschichte."

Damit trifft die Kreuz- Beitung" völlig das Falsche. Der neue Wiederaufbauvertrag ist, geschäftlich und kapitalistisch ge­fehen, bewundernswert großzügig; er wächst auf dem Boden des Rathenau- Abkommens von Wiesbaden ; die auf seinem Boden beriebene Stinnes- Bolitit erscheint nur findlich. Sie ist aber nicht kindlich, dazu ist sie zu ge­fährlich.

In der Ferne.

Von Hans Bauer.

Havas veröffentlicht ein Telegramm aus Angora, nach dem die Türken die Stadt Estefchehir nach erbittertem Rampfe befeht haben. Die griechische Division foll fast völlig vernichtet sein. Die griechische Front ist an drei Punkten durchbrochen.

Auf die Frage an den Minister, wie er sich zu der Anerkennung der Wiederbeschaffungspreise stelle, erwiderte er etwa folgendes: Der Standpunkt der Reichsregierung ist in der Plenar die Tendenz der Echönfärberei, der Inanspruchnahme fremden Ruhmes für eigenen bei den türkischen Generälen. Was auch alles dahinten in der Türkei geschieht; es tann nur so geschehen, wie es schon einmal geschah. Saget mir, wo Krieg tobt. Und ich will Euch sagen, wo die größten Lügner sind.

Die Bekämpfung des Haarausfalls. Die eigentliche Ursache des So so! An drei Punkten durchbrochen! Und wir wissen: Haarausfalls beim Menschen hat sich troy allen Forschungen noch Die Konstantinopeler Neuesten Nachrichten" bringen einen Leit immer nicht ergründen lassen. Es läßt sich aber wie F. M. Meŋer artikel, darinnen die Feldherrngröße des türkischen Oberbefehls- in der Klinisch- Therapeutischen Wochenschrift" mitteilt, vermuten, habers gefeiert, aber auch der bewunderungswürdigen Heldentaten daß das Ausfallen des Haares entweder durch eine örtliche Er­ der braven Truppen gedacht wird. Und wir wissen: die türkischen frankung, wie z. B. eine Hautinfektion, bedingt wird oder aber als Wizblätter fcherzen in grellen Farben über den feig- dumm- gewiffen. Begleiterscheinung einer allgemeinen Erfrankung des Körpers, wie losen Griechen. Und wir wissen: Ein Kriegsberichterstatter tele- etwa Typhus, Grippe, Ruhr und dergleichen auftritt. In vielen graphiert einen langen Bericht nach Hause, der die zähe Tatkraft, Fällen stellt der Haarausfall auch eine Folgeerscheinung der Unter­Den unbeirrbaren Siegeswillen, den stürmischen Drang nach vor ernährung in der Kriegs- und Nachkriegszeit dar. wärts bei den türkischen Soldaten schildert. Am besten charakteri Wo Haarausfall lediglich als Symptom eines Leidens zu be­fiere der Ausspruch des gemeinen Soldaten Ali Kem Bimba vom trachten ist, muß bei seiner Behandlung vor allem auch die Be­37. Artillerieregiment die Stimmung bei der Truppe. Der habe fämpfung der Grundursache erstrebt werden. Auch genügt es nicht, nach zehnstündiger schwerer Schlacht wonnetriefend gesagt: A fu das tereits vorhandene Haar derart zu kräftigen, daß es nicht mehr a Gaudi!" Und wir wissen: Der Siegeswille testeht darin, daß in so leicht ausfällt, sondern es muß vielmehr auch der junge Nach allen türkischen Rantinen geflucht wird: Wenn doch der Affenmist wuchs gestärkt werden. Denn nur dann, wenn die durch die Er. vorüber wäre, die zähe Tatkraft darin, daß zerquälte, stumpf- frantung geschwächte Papille gefräftigt und angeregt wird, vermag gewordene Menschen Läuse tnaden, Hunger haben und an ihre sie ein Haar von normaler Länge und Lebensdauer hervorzubrin Frauen denken. gen. Es hat sich denn auch erwiesen, daß gerade bei denjenigen Patienten, die in diesem Sinne behandelt worden waren, die ge­wünschte Wirkung am schnellsten eintrat.

Und wir wissen dieses: In den Athener Blättern und im griechi. schen Heeresbericht ist teine Rede von einer an drei Stellen durch­brochenen Front. Nur davon, daß an einigen Stellen die Front aus strategischen Gründen um einige Kilometer hat zurüdgenommen werden müssen und davon, daß Afium- Karahijfar eine militärisch pöllig belanglose Position fei, an deren Ausläufern sich die Türken hätten vorübergehend festsegen fönnen. Und wir wissen, daß in der Griechischen Allgemeinen Zeitung" erflärt wird, ein fauler Friede fei der wirtschaftliche und kulturelle Zusammenbruch Griechen­ lands . Man folle der großen Ahnen gedenken. Und wir wissen, daß die Hilfsgeistlichen in Griechenland ausgefnobelt haben, daß Gott im Himmel fich persönlich für die griechische Sache einseht und auf dem Standunkt steht, daß alle Türfen Schweinehunde find.

Und wir wissen: In Ather ist heute die Wurst teurer ge­worden. Dem Oberleutnant Alexandrowitsch, der seiner Beziehun. gen zu dem konservativen Grafen Paramenos wegen, der erster Schriftführer der Griechischen Vaterlandspartei ist, noch heute in einem Refrutendepot in Athen flebt, dem macht das freilich nicht viel aus, aber die Witwe Menander in der Vorstadt, die ist ganz entsetzt darüber und stöhnt einmal über das andere, wohin das noch führen solle.

Wir wissen alles! Wir kennen den Betrieb.

Die Front ist an drei Stellen durchbrochen worden!" Dante! Da sehen wir der Dreck der Front, das Ungeziefer in den Anzügen der Soldaten, die Poesielosigkeit verschweinter Latrinen, da jehen wir die journalistischen Gemeinheiten und da sehen wir die Suche nach Ausreden und den Willen zur Abwälzung bei den griechischen,

Als die einfachste und sicherste Heilbehandlung des Haaraus. falls hat man nun neuerdings die Quarzlichtbeftrahlung der Kopf­haut erkannt, durch die eine örtliche Blutüberfüllung der Hautgefäße hervorgerufen wird; in Verbindung mit dieser Lichttehandlung, bei der die Kopfhaut in Scheitelabteilungen bestrahlt wird, kann dann noch eine Haarwasserbehandlung vorgenommen werden. Bei Blut­armen wendet man gleichzeitig Arsen und bei ausgesprochenen Sautleiden auch Salben an, wie denn überhaupt jeder Haarausfall individuell behandelt werden sollte. Jede Ondulation und Kopf­massage ist zu vermeiden, ebenso Staubfämme und scharfe Bürsten; auch soll der Kopf nicht öfter als höchstens einmal im Monat ge. waschen werden. Ist der Haarausfall die Folge einer förperlichen Krankheit, so fann er auf diesem Wege fast immer mit Erfolg be­kämpft werden. Biel schwerer ist es jedoch, die Fälle von haar ausfall zu heilen, die im Gefolge von Meurasthenie auftreten; denn hier nimmt fast jeder Fall einen anderen Verlauf und erfordert dementsprechend verschiedene Behandlungsweisen.

Tödliche Injettenffiche. Von der tödlichen Wirkung eines Mückenstiches, dem ein junges Mädchen in London zum Opfer ge­fallen ist, war in Nr. 417 die Rede. Nicht sehr bekannt dürfte fein, daß auf ähnliche Weise ein hervorragender deutscher Denfer ums Leben gekommen ist ist- Johann Kaspar Schmidt , genannt Ma Stirner. Er wirfte in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahr­hunderts in Berlin als Gymnasial- und Mädchenschullehrer und ließ 1844 sein Wert Der Einzige und fein Eigentum" erscheinen, in

lich des Jahresfestes der Kommunistischen Jugend- Internationale am Kommunistenverfolgung in Polen . In Warschau find anläß. Sonntag zchlreiche Kommunisten verhaftet worden. Berhaftungen und Beschlagnahmen von Druckschriften und Flugzetteln werden auch aus der Provinz gemeldet. In Posen ist ein großer Rom­munistenprozeß im Gange. Die ganze Attion wird in Zusammen hang mit der beginnenden Wahltampagne gebracht.

Der englische Gewerkschaftstongreß hat beschlossen, das Londoner Blatt" Daily Herald" anzukaufen und in eigene Berwaltung zu nehmen.

dem er die Philosophie als ausgesprochensten Individualismus ver­trat und den Grundfaz betonte:" Ich hab' man Sach' auf nichts gestellt." Damals, in der vormärzlichen Zeit, fand es nur wenig Beachtung, war auch nach den Stürmen der Revolutionsjahre bald ebenso vergessen wie die Person des Verfassers. Stirner schied zeitig aus dem Schulamt und lebte in Berlin als Privatgelehrter in dürftigen Verhältnissen. Im Sommer 1856 befiel ihn infolge des Stiches einer Fliege am Kopfe Blutvergiftung, und am 26. Juni starb er im Alter von noch nicht ganz fünfzig Jahren. Als am Ende des Jahrhunderts der Niehsche- Kultus auf der Höhe stand, gedachte man auch Stirners, durch dessen Wert Nietzsche zweifellos hochgradige Anregung erhalten hatte. Der aus Schottland gebürtige Dichter John Henry Macan nahm die Forschung über ihn in die Hand und gab 1898 feine Schrift Mag Stirner , sein Leben und fein Wert" heraus. Ihm gelang es auch, Stirners Grab auf dem Sophienfriedhof in Berlin zu ermitteln, und das wurde dann auch mit einem würdigen Denkstein geschmückt.

Der Endeffekt.

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Dies ist des Krieges Endeffekt: Man ist mit sechs Prozent gedeckt! Das Kriegsgeschäft in Rompagnie Ward nunmehr liquidiert und wie! Dem Sozius, der sich Stinnes nennt, Erblüh'n besagte sechs Prozent. Das Spiel ist aus. Man bilanziert, Die Provision wird affordiert. Mit sechs Prozent Welt, tröste dich!- Berzinst das große Sterben sich! Man denkt an dies, man denkt an das, An Rathenau und sonst noch was

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Und tommt zum Schluß und resümiert: Die Provision, fie triumphiert!

Fridolin.

M. Sch.

Kunktchronit. In der Galerie Ferdinand Möller , Potsdamer Straße 134 c, ist loeben die erfte Herbstausstellung mit einer Sammlung Gemälde von Adolf Erbslöh München , eröffnet worden.

Das Schicksal von Amundsens Gefährten. Während der ersten Ueberwinterung Amundsens im Norden Sibiriens famen zwei Expeditions. bindungen herzustellen, nicht zurüd. Sett tommt die Melbung aus Peters­mitglieder Teffen und Knudsen, die ausgeschickt waren, um Ver burg, daß ihre Zeichen( oder wenigstens Gegenstände und Tagebücher von ihnen) beim Flusse Biasina in Nordwestsibirien gefunden wurden.

Neiche Fischbeute in England. Ungewöhnlich große Heringsfänge werden aus Jarmouth, dem Zentrum der englischen Fischerei an der Cit tüste, gemeldet. Der Ertrag eines einzigen Tages belief fich auf 1%, Millio nen Heringe. Die einzelnen Boote hatten Ergebnijje zwischen 120000 und 170000 Stud. Das Zausend wurde mit 20-99 Schilling abgegeben.