worden.
Die Not der Presse.
Dr. Breitscheid hatte sich dem Verfahren als Nebenfläger ange. Das Gericht fam nach längerer Beratung zu folgendem U. gen, daß die Wirtschaftslage umgeschlagen ist. Die Arbeits-| losigkeit aber bedroht nicht nur den einzelnen mit Unsicherheit schlossen. Die Klage stützte sich darauf, daß Kloth im Freien Wort" teil: Die Artitel stellen Behauptungen auf, die schwer belei der Existenz, sondern sie ist wie eine ansteckende Krankheit, die einen Artikel Mehrere neue Majestäten" veröffentlicht hat. In digender Natur sind. Der Wahrheitsbeweis set diesem Artikel beschäftigt er sich eingehend mit der Politit des Ab- nicht erbracht worden. Der Vorwurf, daß Dr. Breitscheid Lar alle bedroht. So steht die deutsche Wirtschaft also am Beginn einer geordneten Dr. Breitscheid und behauptet, daß bie Außenpoli desverrat geübt und dabei ein schönes Stück Geld aus französisch fit der USP. während des Krieges die deutschen Interessen schwer neuen schweren Erschütterung. Ihre Wirkungen geschädigt habe. Insbesondere habe Breitscheid das Bater Hilfsquellen verdient habe, fei einer der schwersten Vorwerden um so verhängnisvoller sein, als sie uns völlig unvor land verraten,(!) bie von ihm im Auslande veröffentlichte würfe, die einen Politiker treffen könnten. Bei Berücksichtigung des bereitet treffen. Anstatt den Produktionsapparat zu intensi- vertrauliche Dentschrift der wirtschaftlichen Ver Strafmaßes habe das Gericht erwogen, daß es Dr. Breitscheid weni vieren, haben Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft bände von 1915 würde wohl ein schönes Stüd Geld eingebracht ger darum zu tun sei, seinen Gegner einer schweren Strafe auszu die mühelos verdienten riesigen Milliardengewinne der letzten haben. Der Angeflagte Kloth legte in längeren Ausführungen dar, setzen, als vor Gericht festzustellen, daß die gegen ihn erhobenen Be Jahre zum größten Teil völlig unproduktiv angelegt. Sie daß die Tätigkeit der USP. zu einem guten Teil auf ausländische schuldigungen unwahr seien. Das Gericht hat auch dem Angeflaghaben stets nur an sich selbst gedacht, haben riesige Kapitalien Unterstützung angewiesen sei. Er erinnere an die Sowjetrubel, die ten zugebilligt, daß er geglaubt habe, was er gejagt habe. Daher Ostar Cohn für Revolutionszwede erhalten habe. Zweifellos wären hat das Gericht auch nicht auf eine Freiheitsstrafe erkannt, sondern der deutschen Wirtschaft entzogen, im Auslande oder in auch franzöfifche Gelder in die Parteitaffe geflossen. Breitscheid auf die höchste Geldstrafe von 500 Mart, da das neue fremden Zahlungsmitteln angelegt, in der Erwartung, habe bei Beginn des Krieges in der dänischen Parteipreffe 1914 einen Höchststrafengesetz noch nicht auf diesen Fall, der vor Einführung damit gegen alle Gefahren der Wirtschaft gesichert zu sein. Artikel veröffentlicht, in dem er fälschlicherweise behauptet, daß die des Gesetzes liegt, Anwendung finden konnte. Wie der Sturz der Mart sie in ihrer Banitstimmung zur An- Arbeitslosigkeit in Deutschland im Anwachsen begriffen sei, während des Gesetzes liegt, Anwendung finden konnte. lage ihres Vermögens in fremden Werten veranlaßte, so dürf- das Gegenteil der Fall war. Dadurch habe er den Eindruck im ten sie jezt durch rücksichtslose Abstoßung von entbehrlichen Ausland erweckt, als ob Deutschland am Zusammenbrechen sei. Die Arbeitskräften, das Risiko wiederum auf die Arbeiter abwälzen USP. habe auch das Buch" J'accuse" lanciert und sei offenbar von der französischen Regierung hoch bezahlt Das Hamburger Echo" erscheint nur einmal täglich. wollen. Hamburg , 28. September. ( Eigener Drahtbericht.) Eine Des Es geht nicht an, daß wir dieser Entwicklung tatenlos Dr. Rudolf Breitscheid , der Nebentläger, trat diesen Darlegun legiertenverfammlung der Sozialdemokratischen Partei für das Ham gegenüberstehen. Ebenso verfehlt aber ist es, unsere Kraft auf Balliatiomittelchen zu beschränken, die schön aussehen, aber gen entschieden entgegen. Er bestritt, daß er jemals auch burger Staatsgebiet beschloß heute abend, dem Vorschlag der Partei feinen wirklichen Erfolg bringen. Der Kampf gegen Wucher Obwohl er nichts mit der Parteileitung zu tun habe, wäre er doch ab 1. Oftober nurmehr siebenmal wöchentlich erscheinen nur einen Pfennig Geld vom Auslande bekommen habe. vorstände und der Pressekommission, daß das Hamburger Echo" und Preissteigerungen ist gewiß notwendig. Seine Wirkungen wohl in der Lage zu beschwören, daß diese Bartei niemals ausaber werden so lange zweifelhaft sein, als die Geld entwerländische Gelber erhalten habe. Die Denkschrift habe er foll, zuzustimmen. Damit ist das einzige sozialistische Organ, das tung fortschreitet und unsere Erzeugung hinter dem Bedarf niemals in das Ausland verschickt; er habe sie nur seiner Korrespon in Deutschland neben dem Vorwärts" noch zweimal täglich zurückbleibt. denz für Deutschland beigelegt mit dem ausdrücklichen Zusah, daß erschien, zur einmaligen Ausgabe übergegangen. In der VersammWir müssen deshalb alle Kräfte anspannen, um das Uebel fein Eremplar davon ins Ausland dürfe. Auch gegen den Vorwurf, lung sprachen dann noch je cin Vorstandsmitglied der Sozialdemo an der Wurzel zu bekämpfen, das heißt der Marfentwertung daß er selbst oder seine Partei in der Außenpolitik französisch fratie und des Ortsvereins der ehemaligen USP. über die voll Einhalt zu gebieten. Nachdem Deutschland durch das Abkom- orientiert fei, erhebt Dr. Breitscheid entschieden Widerspruch. Er zogene Einigung und die Aufgaben der einigen Partei. Der Zumen mit Belgien eine wenn auch ungenügende Atempause er fei für eine arbeiterfreundliche Bolitik auf Grund einer Verſtändi fammenschluß in Hamburg wurde von der Bersammlung mit Be geisterung begrüßt. halten hat, muß die damit gegebene Möglichkeit zu einer gung zwischen Deutschland und Frankreich . planmäßigen Stügungsattion der Mark auch benügt werden. Wenn Hand in Hand damit handels-, wir schafts- und finanzpolitische Maßnahmen erfolgen, so kann neben der Steigerung der Produktion auch die Beseitigung des Defizits in der Handels- und Zahlungsbilanz und die Herstellung des Gleichgewichts im Reichshaushalt erzielt werden. Dann ist auch ein erfolgreicher Kampf gegen Teuerung und Wucher, sowie ein Schutz der von der Arbeitslosigkeit bedrohten Massen möglich.
Gewerkschaften und Teuerung.
Der Bundesausschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes ist am Donnerstag zu einer mehrtägigen Sizung im Berliner Gewerkschaftshaus zu fammengetreten. Die Verhandlungen begannen mit dem Bericht des Bundesvorstandes über die bisherigen Maß nahmen zur Bekämpfung der Teuerung, an den fich eine ausführliche Aussprache anschloß. Zum ersten Male nehmen entsprechend dem Beschluß des Leipziger Gewerkschaftstongresses auch die Vertreter der Bezirksausschüsse des ADGB . aus dem ganzen Reich an der Ausschußsizung teil. Die Debatte über die Aktion der Gewerkschaften gegen Teuerung und Wucher wird fortgesetzt.
Volksparteiliche Verleumdungen.
Beleidigungsprozeß Breitscheid- Kloth.
Vor der 4. Straftammer des Landgerichts II wurde gestern der Prozeß gegen den ehemaligen Sozialdemokraten, jezigen besol deten Agitator der Deutschen Bolts partei, Emil Roth verhandelt. Kloth ist beschuldigt, den Reichstagsabgeord
Auf Antrag des Verteidigers Dr. Alsberg wurde dann der Herausgeber der Breußischen Jahrbücher, Dr. Schotte, vernommen, der, als Sachverständiger aussagen sollte. Er äußerte sich dahin, daß bei den nationalen Parteien die Politik der USB. und insbesondere die Auslandspolitik Dr. Breitscheids als Deutschland fchädigend betrachtet worden sei. Nach dem Beispiel der russischen Hilfsgelder sei der Berdacht naheliegend, daß die USP. vom Ausland auch anderweitig finanziert worden sei. Das nachzuweisen, fei aber nicht möglich, da jede Bartei ihre Finanzierung aus begreif lichen Gründen verschleiere. Der Sachverständige ist der Meinung, daß Dr. Breitscheid feine ausgedehnte Betätigung auf dem Gebiete der Auslandspolitik nicht aus eigenen journalistischen Mitteln habe aufbringen fönnen.
Der Nebenkläger, Dr. Breitscheid, trat diesen Ausführun gen sehr scharf entgegen und beftritt insbesondere, daß er für seine Auslandsreifen irgendwelche besonderen Aufwendungen gehabt habe. Wenn der Sachverständige seine Reise nach Paris angezogen habe, so bemerte er, daß er auf Einladung der französischen Journalisten zum Todestage von Jaurès eingeladen worden sei. Auch über die anderen Angaben des Sachverständigen kommt es zu lebhaften Auseinandersetzungen.
Als Sachverständiger der Gegenseite wird bann ber Abgeordnete Eduard Bernstein vernommen, der sich dahin äußert, daß die annegionistische Denkschrift der Wirtschaftsverbände von den Gesichtspunkt aus zu betrachten sei, daß sie sich gegen bie Regierung Bethmann richtete. Sie sei in Tausenden vo11 Exemplaren in Deutschland verbreitet gewesen und auch schon in einem Flugblatt, das er mit Haaje und Rautsky 1915 veröffentlicht habe, fei auf die annegionistische Agitation hingewiesen worden. Mit der Beröffentlichung habe Breitscheid nichts zu tun gehabt. Der Vorwurf, den der Angeklagte dem Dr. Britscheid gemacht habe, daß er das Vaterland verraten habe, nur des Vorteils wegen, fei das Beleidigendfte, was einen Politifer treffen tönne.
Der Staatsanwalt hielt den Wahrheitsbeweis für mißlungen. Er beantragte für Kloth eine Gefängnisstrafe von 1 Mo. nat. R.-A. Dr. Alsberg war im Gegensatz dazu der Meinung, auf Grund der Aeußerungen, die die dem Nebenkläger nahestehenden fozialistischen Zeitungen, wie die Münchener Post", über ihn ver breitet hätten. Durch die Verschidung der Denkschrift habe Breit scheid fahrlässig gehandelt, benn er habe damit rechnen müssen, daß die Schrift auch in das Auslano tam. Bon den Franzosen sei diese Dentschrift dann auch als ein Trumpf behandelt worden.
Der Untergang der
Der Untergang der„ Hammonia".
Anklagen gegen die Schiffsführung.
Ueber den Untergang der„ Hammonia", die am 9. September vor Bigo fant, wobei zahlreiche Menschen ertranfen, bringt did Rote Fahne" den Bericht eines Besatzungsangehörigen, der den Untergang des Hapag- Dampfers auf schwere Fahrlässigkeiten der Leitung zurückführt. Die Afchotten( Deffnungen, durch die Asche und Echlade ausgestoßen wird) sollen nicht vorschriftsmäßig gefchloffen gewesen sein, die Meldung eines Kohlentrimmers, daß durch die Deffnungen Wasser eindringe, sei von dem angeblich betrunkenen ersten Maschinisten mißachtet worden. Die Maschinenpumpen, die Das eindringende Waffer hätten bewältigen fönnen, feien entzwei gewesen, ebenso eine von zwei vorhandenen Handpumpen. Es sei auch noch möglich gewesen, wenn die Schiffsleitung rechtzeitig die Gefahr beachtet hätte, einen Hafen anzulaufen.
Wir geben diese Mitteilungen unter allem Borbehalt wieder, fönnen aber das Verlangen der„ Roten Fahne" nach genauer Untersuchung des Falles nur unterstützen.
Bezahlung der Besatzungskosten.
Amerika fordert Farbstoffe ohne Geldbezahlung.
New York , 28. September. ( WTB.- Juntspruch.) Wie der New York Times " aus Washington gemeldet wird, hat Staatsjefretär Hughes einen plan ausgearbeitet, wonach vorbehaltlich der zustimmung der Reparationskommission den Bereinigten Staaten gestattet sein soll, ihren Anteil in Gestalt von deutschen Farbstoffen ohne Geldbezahlung zu erhalten. Der Preis der Farbstoffe soll der amerikanischen Forderung von 256 Millionen Dollar für die Erhaltung der amerikanischen Be
neten Gen. Dr. Breitscheid beleidigt zu haben. Die Anklage gegen daß der Angeklagte zu seinen scharfen Worten berechtigt gewefen fei jahungstruppen am Rhein gutgeschrieben werden. Kloth hatte bereits einmal Kloth hatte bereits einmal angestanden, war aber von der Straf fammer an den Staatsgerichtshof verwiesen worden, um zu prüfen, ob die Sache, da es sich bei Breitscheid um einen früheren preußischen Volksbeauftragten, also einen ehemaligen Minister handle, vor sein Forum gehöre. Der Staatsgerichtshof hat den Fall wieder an die Straftammer zurückverwiesen.
Schlick.
Strandfischer.
Bon J. Kliche.
Der Reichsausschuß der deutschen Landwirtschaft, in dem alle landwirtschaftlichen Körperschaften zusammengeschlossen sind, fordert in einem Aufruf die gesamte deutsche Landwirtschaft auf, den durch die Polenaufstände in Not geratenen deutschen Landwirten Ober fchlesiens mit Spenden zu Hilfe zu kommen.
in der Fabrit am Schraubftod stehen oder über die Ackerfurchen| sie das Opium los werden sollte. Aber sie war ja nicht nur Opiumschreiten. Und also nur Sonntags diefem Sport nachgehen.
Ein Grund für die durchnäßten Männer, unterwegs erst mal in der„ Seemöwe" einzukehren und zwei Doornfaats hinunterzugießen.
"
Nun
händlerin, sie war auch feit jeher Beschüterin des Selbstbestim mungsrechts und der Meinungsfreiheit, und vor allem der Handelsfreiheit. Sie fonnte es nicht vertragen, daß das arme chinesische Bolt so schmählich vergewaltigt wurde, daß man ihm den Genuß des Am Nordseestrand Bon seewärts her bläst frischer Herbstwind Opiums verwehrte. So hat fie die chinesische Regierung in zwei in die diesseits der Deiche gelegenen Höfe und Gärten. Auf den Ueber die ägyptischen Hieroglyphen sprach der stets gern gehörte blutigen Rriegen( 1829-41 und 1859-60) mürbe gemacht und zur zum Teil unter Wasser stehenden Grodenwiesen waten einzelne Prof. Dr. Georg Steindorf in der Urania . Der Redner Aufhebung des Einfuhrverbotes für Opium gezwungen. Kinder und Schafe. Krächzender Möwenschrei zerreißt die Luft. Der Sommer geht zu Ende, dennoch ist das Wasser warm. An dem gestaltete feinen Bortrag zu einem Ehrenabend des großen franzö- fonnten auch die Chinesen die„ Genüsse der sieben Himmel" auslangen Uferrand zwischen Wilhelmshaven und Rüfterfiel tummeln tember 1822, also vor genau 100 Jahren, die Grundlage zur Ent- lischen ein Abkommen, wonach die engliche Opiumeinfuhr a sischen Gelehrten François Champollion , der am 27. Sep foften. 1907 fchloß endlich die chinesische Regierung mit der engfich, nackte Knaben und Mäbchen, jauchzen in dem hohen Flutwasser differung der Hieroglyphen schuf. Dadurch wurde die Weltgeschichte China jährlich um 10 Prozent verringert werden soll. Seit 1917 ift und ſtaken mit den bloßen Füßen im weichen, warmen Schlamm. um Jahrhunderte verlängert, die ägyptische Welt, eingeschlossen in also die Einfuhr nach China nicht mehr gestattet. Die engliſche ReZwei Stunden später ist das Wasser verrauscht. Weiter und Stein, gewann mit einem Schlage ihr Leben zurück und der ganz gierung ließ sich aber nicht so leicht unterkriegen. Jegt wird bas weiter ist es zurückgeglitten, und mittlerweile zeigt sich dem Büid alte Orient, die Biege unserer Kultur, wurde für uns verständlich. Opium nicht als Rohprodukt exportiert, sondern nach London eine tief und breit sich dehnende Wattfläche. Quirlend, rieſelnd, Bislang haire man die Hieroglyphen fälschlich als Symbole, als Ge- verschifft, dort zu kokain, Morphium ufw. Präparaten gurgeinb präsentiert sich, soweit das Auge reicht, warmer, breiiger bantenschrift gedeutet, und man machte wohl den Bersuch, Rätsel zu verarbeitet und so exportiert. Das ist auch ökonomischer: es ent: Das ist die Zeit der Krabbenfänger. Mit bloßen Füßen, die lösen, aber nicht den, eine Schrift zu lesen. Nur ein fleiner Kreis stand ja hierdurch eine Veredelungsindustrie"( zur Vervon besonnenen Gelehrten neigte der Ansicht zu, man habe es mit elendung der chinesischen Volksmillionen). 28 Tonnen solcher PräHose aufgefrempelt, waten sie im Gänsemarsch, das breite Fang- Beichen für Laute zu tun. Champollion hinterließ bei seinem frühen parate sind 1921 nach Japan eingeführt worden, von wo He Had neß auf der wetterfesten Schulter, hinaus ins Meer. Ihrer vier, Lode bereits ein Alphabet mit 15 Buchstaben. Hernach waren es China eingeschmuggelt werden. Aber England exportiert auch nach fünf ſtaken mit langen Schritten filometerweit feeeinwärts. Jeber die beiden Deutschen Lepfius und Brugsch , die mit Erfolg Amerika und Europa große Mengen( der pro- Kopf- Verbrauch bes hat eine geräumige Kiepe auf dem Rücken, den Sammelbehälter weiter arbeiteten und der einen wissenschaftlichen Großtat manche trägt in Amerika 36, in Indien 26, in Frankreich 3, in Deutschland Priem zwischen den Zähnen fauend, wandern sie mit gebeugtem Rücken neue hinzufügten. Jekt wiffen wir, die alten Aegypter hatten ein 2, in Italien 1 Gramm). In Mesopotamien und Balästina ihrem Ziele zu. Das ist jene Peripherie des Watts, wo sich Schlick Alphabet von 24 Buchstaben, das uns beim Beginn der ägyptischen wurde mit dem englischen Protektorat auch der Segen des Opiums und Schlamm miteinander vermählen, wo das Waffer auch bei zeigte ber Bornagende vergleichend an Hieroglyphen von 2900 bis ftrengstens verfolgt. Fragt man die englischen Regierungsvertreter, Geschichte als fertige Schrift entgegentritt. Gewisse Veränderungen eingeführt. Im Mutterlande selbst wird aber der Opiumgenuß Ebbestand einen Fuß hoch über dem Schlamm steht, und wo es in 100 v. Chr. Die alten Aegypter verstanden eine beforative, orna- warum man ihn nicht auch in Indien verbietet, so fagen fie, es fei der Regel von den fleinen, langfdhwänzigen, grauen Meeres- mentale Berwendung ihrer Schrift. Neuerdings finden die Gelehrten die innere Angelegenheit des indischen Volkes und England wolle bewohnern, Krabben, Garnelen oder Granat genannt, wimmelt. Bis über die Knie im Wasser watend, schlürfen jetzt die Männer einen Zusammenhang zwischen dem altägyptischen und dem phöni- fich nicht geweltfam einmischen. zischer. Alphabet, und so tommen wir auch dadurch wieder zu einer Ein Valutageschäft in Kaffee. Ort der Handlung: Das deuische befonderen Ehrung der alten Aegypter, der Lehrmeister unserer Fährschiff mit dem Namen eines ehemaligen mecklenburgischen Bo Buchstabenschrift. tentaten, von Gjedser nach Warnemünde . Es gibt Mittagessen in der Kajüte 1. Klaffe zu 300 m., in der 2. Klasse zu 220 M. Für 1,20 r. oder 88 Dere. Für mich zu die Dänen riesig billig Bin überdies von meinen Kopenhagener Gastgebern mit teuer. Smörebröten reichlich versorgt bis Berlin . Aber ich habe Durst und möchte ein Kännchen Raffee trinken; vielleicht den letzten ,, richtig. gehenden" Kaffee auf Monate hinaus. Kaffee gibts nur auf dem Ded für erftilaffige Passagiere. Mein Kaffeedurft treibt mich unter die Erstklassigen. Der Kaffee ift gut, mit Milch und Zucker. Kosten punft 100 Mart ohne Trinkgeld. Ich gebe nichts. 100 mark für einige Schluck Kaffee- das ärgert mich. Aber was will ich denn? Es sind ja nur 40 Dere. Ich habe sie nicht. Dafür aber noch zwei Zwanzig- Dere- Marten für zwei vergessene Ansichtskarten. Ich biete fie meinem dänischen Reisegenossen an, der vom„ Spise" aus ber Kajüte 2. Klasse tommt. Er nimmt sie mir ab zum vollen Wert. Ich habe meine 100 mart für den Kaffee wieder!
das an langem Stil befestigte Neh hin und her. In furzen Zwischenräumen wird die Beute gesichtet und in der Kiepe geborgen. Ununterbrochen geht die Arbeit, schwerer und schwerer wird die wassertricfende Kiepe. Der Tag ist günstig, das Meer ist nicht allzu aufgeregt, die Krabben halten stand. Auch die störenden, von den Grodenwiesen entführten Heumassen schwimmen heute nicht im Krabbenbezirk.
Dennoch ist's eine harte Arbeit, das Krabbenfischen, und die fünf Männer find froh, als fie nach zweistündiger Tätigkeit landeinmärts waten fönnen. Wieder geht's im Gänsemarsch; die gefüllte Riepe drückt auf den Rücken und tiefer treten die bloßen Füße in den mit scharfen Muscheln durchsetzten Schlamm. Kleine Verlegi gen an den Füßen bleiben nicht aus. Hart diesseits des Deiches fte eine fleine Hütte. Leichter, grauer Rauch qualmt aus dem verbogenen Blechrohr. Eine Frau hat hier kochendes Wasser zurecht gemacht. Aufatmend werfen die Männer ihre Last vom schmerzenden Rücken. Schon gießt die Frau der Reihe nach das dampfende Wasser über den lebendigen Fang. Von Kiepe zu Riepe geht sie mit ihrem Eimer, brüht die kleinen, krabbelnden Tierchen in den Tod. Ganz rot werden diese.
e. b.
Opium. Der Unterausschuß des Völkerbundes hat in diesen Tagen Beschlüsse gefaßt, um den Handel und den übermäßigen Genuß von Opium zu unterbinden. Es soll die Einfuhr unter Kontrolle gestellt werden. Die Frage wurde schon auf der Konferenz von Washington wieder angeschnitten, jedoch erfolglos. Was für eine Bedeutung die Opiumfrage für die einzelnen Mächte, insbefondere aber für England, besigt, fann durch folgende Daten veran fchaulicht werden. Sachverständige Aerzte haben festgestellt, daß das Opiumbedürfnis der Welt alles in allem drei Tonnen( ie eine Tonne für Europa , Asien und Amerifa) ausmacht. In Indien produziert man aber gegenwärtig 1273 Tonnen Opium, von denen 741 außerhalb des britischen Reiches exportiert, 532 dagegen in In dien und in den anderen englischen Kolonien abgesetzt werden. Der Bertrieb ist von der Regierung monopolisiert, die Produt tion felbft wird von ihr durch Gewährung von Borschüssen gefördert.( Nebenbei bemerkt: Es ist der einzige Produktionszweig, ben bie Regierung unterstüßt.) Dieser Hilfe ist es zu verdanten, Jeder der Männer hat etwa fünfundzwanzig Pfund in feiner daß bie indische Opiumproduktion fich in dem letzten Jahrzehnt um Kiepe eingebracht. Anderntags werden die Krabben auf dem Markt 63 Brezent erhöhte. verkauft. Das Pfund zu zwanzig Mart. Ergibt pro Fischer fünf- Der Vertrieb war nun nicht immer eine einfache Angelegen hundert Mark. Der Fang war also lohnend, zumal die Fünf gar heit. 3. B. wer der Opiumgenug in China im vorigen Jahrhundert nicht mal Berufsfischer, sondern nur" Laienfischer" sind, die morgen verboten, und so hatte die englische Regierung ernste Sorgen, wie
-W
-
Jm Großen Schauspielhaus beginnen die Abonnementsvorstellungen am a. Dttober. Bis zu biefem Sage müßen die Nachzahlungen an der Abonnementstaffe erfolgt und die Gintrittstarten abgeftempelt fein. Abonnenten, die die Nachzahlung nicht leiflen wollen, erhalten gegen Müd gabe des Abonnementsheftes den von ihnen gezahlten Betrag zurüd.
Paula Wirth, den älteren Berlinern von ihrer Zaligleit am Berliner , Residenz- und Lessing- Theater bekannt, ist in Bremen gestorben.
LAY