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Nr. 464+39. Jahrgang

2. Beilage des Vorwärts Abschied vom Zoo.

Auf Wiedersehen im März des nächsten Jahres.

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Heute hat der Berliner Zoologische Garten den bis auf weiteres Portemonnaies die nötige Rücksicht genommen wird. Die Belehrung, legten Besuchstag, an dem sich hoffentlich eine noch recht die er gewährt, wird allen Besuchern gleichmäßig geboten, und jeder stattliche Gästeschar einfinden wird. Er muß dann leider, weil die tann sie nuhen nach seinem Gefallen. mäßigen Einnahmen des Winters sehr weit hinter den hohen Be­triebskosten zurückbleiben, für mehrere Monate seine Heute müssen alle Freunde des 300 von ihm Abschied nehmen, Pforten geschlossen halten. Daß nicht der Betrieb völlig aber das hoffen wir zuversichtlich nicht Abschied für eingestellt und dieses der Belehrung dienende Institut aufgelöst immer. Wenn der Frühling fommt, wollen wir ein fröhliches werden muß, ist der Wunsch aller Freunde des 300. Nach dem bis- Wiedersehen feiern. herigen Ergebnis der Verhandlungen mit den um Hilfe angegange­nen Behörden darf man sich der Hoffnung hingeben, daß den Berlinern ihr 300 erhalten bleibt. Er ist ein Stüd Berlin , und wenn die Not der Zeit ihn uns entrisse, wäre Das ein schmerzlicher Verlust, den weite Kreise der Bevölkerung nur aufs tiefste bedauern könnten.

80 Jahre Tierpark.

Mitbürger helft!

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Sonntag, 1. Oktober 1922

in einem Aufwaschen hin. Hat man erst den Mietern auch noch diese Kosten aufgepackt, dann hat man es auch nicht mehr nötig, fich bei der Erhöhung der Gebühren einige Rücksichten aufzuerlegen, tann die Gebühren vielmehr unter Berufung auf die Müllkutscher­löhne nach Herzenslust in die Höhe treiben. Die Mieter mögen dann auf die Mülltutscher schimpfen, sie müssen zahlen. Mit den Existenzen der Portiers und der Mülltutscher wurde rücksichtslosester Weise Schindluder getrieben, um die hat jetzt der Aufsichtsrat der( Müllabfuhr-) Wirtschaftsgenossen­Abwälzung der ganzen Lasten auf die Mieter zu erzwingen. So fchaft beschlossen, von heute ab die Müllabfuhr einzu­stellen. Die Arbeiter sind gestern abend unter grober Verletzung der Demobilmachungsvorschriften entlassen worden. Die Wirt­schaftsgenossenschaft will den Betrieb vollständig einstellen, da ihr Kapital von 2 Millionen nicht mehr ausreiche und sie neues Ka­pital nicht beschaffen könne. Der Berliner Magistrat soll auf diese Weise gezwungen werden, der Aufbürdung der gesam ten Müllabfuhrkosten auf die Mieter zuzustimmen. Es soll am 11. Oftober eine Attiengesellschaft ge= gründet werden für die mit einem Male Kapital zur Verfügung steht und dann die Müllabfuhr wieder aufgenommen werden. Wenn erst die Mieter die ganzen Kosten allein tragen müssen, Bei der dann wird die Müllabfuhr ein gutes Geschäft. Finanzlage der Stadt Berlin ist es leider nicht möglich, den still­gelegten Betrieb in tommunale Regie zu übernehmen, auch dann nicht, wenn die Mieter die gesamten Kosten tragen müssen. Tritt lekterer Fall aber ein, gelingt es der Wirtschaftsgenossenschaft, durch diesen Streit" ihre Absicht durchzusetzen, dann müßte die Stadt Berlin mindestens an der neuen Aktiengesellschaft be. teiligt werden, damit einmal eine gewisse Kontrolle geboten regung, der Belehrung geworden. Er läßt sich heute mit sehr viel Garten gill infolge der Großartigteif feiner Anlage und der Schön ist, um allzu rücksichtslose Gebührenforderungen zu verhindern. geringerer Mühe erreichen als damals, wo für Berlin die Gegend am heit seiner Bauten sowie des Reichtums feiner Tierfammlung jeit Entlassung der Arbeitnehmer betrifft, so wird sich der De­Was zunächst aber die Stillegung der Müllabfuhr und die Zoologischen Garten noch reichlich weit draußen" war und dem Jahrzehnten als der erste der Welt. Unerjehlich wäre der Verlust mobilmachungskommissar, der vom Deutschen Trans­Verkehr nur die Droschten oder die Torwagen( feit 1846 auch der für die forschende Wissenschaft, für den Schulunterricht, für die Kunst, portarbeiterverband bereits angerufen ist, mit dieser Seite der Omnibus) dienten. Aber wie dem Berliner früherer Jahrzehnte, wenn er feine Pforten nicht wieder öffnen tönnte! In Jahr- Angelegenheit noch näher befassen müssen. so ersetzt vielen Familien auch heute noch ein Besuch des Zoologischen 3 ehnten tönnte eine Tierfammlung von so hohem Im hygienischen Interesse muß die Wirtschaftsge­Gartens den Sonntagsausflug, für den man sich mit dem Proviant wissenschaftlichen Wert nicht wieder zusammen- nossenschaft aber energisch angehalten werden, bis zu ihrer eines vollen Tages ausrüstet. Was der 300 den Schulen bedeutet, gebragt werden, wenn sie einmal aufgelöft ist und den Weg Liquidation beziehungsweise bis zur anderweitigen Regelung weiß die Lehrerschaft und weiß jeder, der als Schulkind mit seiner uken nicht nur Berlin , fondern dem ganzen Deutschen ins Ausland genommen hat. Dieses wertvolle Kulturgut, dessen der Müllabfuhr das Müll wie bisher regelmäßig abzu­Klasse dorthin geführt worden ist, um die im Zoologieunterricht zich zugute tommt, zu erhalten, find Bestrebungen im Werk. fahren. erhaltene Belehrung durch die lebendige Anschauung zu ergänzen. Ihre Wirkung erfordert jedoch längere Zeit. Infolge der allgemeinen Der Berliner Zoologe und Afrikareisende Lichtenstein hat sich beson- Finanznot und des Weilersteigens der Teuerung bleibt auch zu be­ders darum bemüht, daß der Gedanke, den Berlinern einen 300- fürchten, daß Zufüsse in genügender Höhe nicht beschafft werden logischen Garten zu schaffen, verwirklicht würde. Zu der Berwal- tönnen. Bei den ungeheuren Ausgaben für Kohlen, Fuffer, Löhne tungskommission des jungen Instituts gehörten neben Lichtenstein und Gehälter in einem so großen Institut und bei dem Umstand, auh Alexander v. Humboldt und Gartendirettor Cenné. Die heute daß sein gemeinnükiger Charakter niedrige Eintrittspreise verfchreibt so ansehnliche Sammlung von Tieren, die mit weit über 1000 Arten noch 250 000 m. betrugen, haben fich für diesen Oktober auf ist der Bedarf sehr groß. Die Ausgaben, die im Offeber 1919 urd rund 3000 Exemplaren zu den größten gehört, ist aus ganz millionen gefteigert. Jns gefamt find 20-25 millionen flinen Anfängen hervorgegangen. Mart notwendig, um das Unternehmen über den Winter hin­weg bis zum neuen Sommer zu bringen.

In den nun bald achtzig Jahren, die seit seiner Entstehung ver­gangen sind er wurde am 1. August 1844 eröffnet, ist er für viele Millionen Besucher eine Stätte der Unterhaltung, der An­

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Aus kleinsten Anfängen.

Den Grundstock bildete, was wenig bekannt sein dürfte, eine aus dm Besitz des damaligen Rönigs überwiesene fleine Tiersammlung, ele Menagerie" von Löwen , Papageien und anderen erofiljen Teren, die bis dahin auf der Pfaueninsel einquartiert waren. Sie faden ein neues Heim in dem Zoologischen Garten, der auf dem zm Tiergarten gehörenden Gelände der ehemaligen Fasanerie ein grichtet wurde und ihre Gebäude mit übernahm. Durch Neu­afchaffungen wurde der Tierbestand vervollständigt, aber er muß bi der Eröffnung des Instituts noch recht bescheiden gewesen sein, inn noch Anfang 1846 umfaßte er weniger als 100 Tierarten. Auch in den folgender Jahren war, obwohl Auslandsdeutsche dem Sologischen Garten manches wertvolle Tier als Geschent über­fidten, der Zuwachs an Tieren nicht beträchtlich. Ein merklicher Affchwung der gesamten Einrichtungen des Inffifufs begann 1869. Sehr noch als der damals das Amt eines Direttors übernehmer.de 3. Bodinus hat der jetzige Direktor Dr. Hec( jeit 1888 im Amt) zu fr Vervollständigung des Tierbestandes tun fönnen. Die Ber­altung ist auch bemüht gewesen, den 300 durch Aufführung neuer euten, durch Schaffurg schöner Gartenanlagen und durch Erwei­zung des Restaurationsbetriebes zu einer Erholungsstätte größten siles auszugestalten. Für die Befriedigung auch des Magens hätte in übrigens von Anfang an da draußen sorgen müssen. Schon im eren Jahre nach Eröffnung des Gartens entstand die sogenannte Feldschenke", in der es aber damals nur unschuldige Milch und e bißchen Kuchen gab. Das ist ein besonderer Borzug des 300, de in der Versorgung mit leiblichen Genüssen auch auf fleinere

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Sachawachiak der Eskimo.

Von Ejnar Mittelsen.

" Ja, und jetzt ist bloß einer da," schaltete Fips ein, aber Se, was willst du denn, zwei Weiße mit guten modernen üchsen können doch wohl mit einem Haufen Eingeborener ftig werden? Jedenfalls ist Jim nun allein, also schlimmer fran als vorher, aber paß du mal auf, er wird sich schon aus t Batsche ziehen!"

Der Berliner Zoologische Garten feit Jahrzehnten der Stolz und der Lieblingsaufenthalt von Groß- Berlin und das begehrte Ziel wohl fast aller Fremden steht vor dem Zusammenbruch. Die Auswirkungen der Kriegs- und Nachkriegsjahre, der völlig ver­regnete Sommer, die neue Teuerungsfiurmflut haben seine Mittel fo völlig erschöpft, daß er bereits am 1. Oktober d. 3. feine Pforten Es handelt sich um ein Kulturgut von hohem Wert!

schließen muß.

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Der

In diefer Notlage wendet sich der ergebenst unterzeichnete Aus­fchuß fonie die Verwaltung des Berliner Zoologischen Gartens an die weite Oeffentlichkeit mit der dringenden Bille une Hilfe! Wer je einige erhebende Stunden der Belehrung und Anschauung im 3eologischen Garten zugebracht hat, wen die hohe Kunst feiner Bauten erfreute, mer von der Verwaltung Rat und Tat in Din­gen der Land- und Forstwirtschaft erhielt, wem der ungeheure Wert eines solchen Musterinstituts bewußt ist, der wird herzlichst um eine Beihilfe gebeten! Zuwendungen nimmt das Bankhaus S. Bleichröder , Berlin m. 8, Behrenstraße 63, auf Sammelfonto 3oologischer Garten jederzeit entgegen.

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Die entlassenen Arbeiter werden am Montag um 11 Uhr im Gewerkschaftshaus zu der Angelegenheit Stellung nehmen.

Sektgewinne als Bestechungsgelder.

1 Million Mark für Strafaftenbeseitigung. Siegfried Kwielecki festgenommen. Bei den Nachforschungen nach Wegen versuchter Beamtenbestechung wurde der Settfabrikant dem flüchtigen Bernodat und bei den Untersuchungen über ledi ebenfalls den Versuch unternommen hat, einen Justizbeamten das Verschwinden seiner Strafatten hat sich herausgestellt, daß Kwie beim Striminalgericht in Moabit durch Bestechung zu veranlassen, fenie und seines Bruders Strafaften zu vernichten. Siegfried Kwielecki und sein Bruder Jakob betreiben in der Landhausstraße zu Halensee eine Geftfabrikation, durch die eine Reihe von Geschäftsleuten sich empfindlich geschädigt fühlt. Die beiden erst vor einiger Zeit hier eingewanderten Brüder fabrizierten Seft, den sie unter den Namen ,, Kwi- Gold", Kwie Silber, wie- Kupfer in den Handel brachten. Wegen dieses Sefts war gegen die Hersteller ein Strafverfahren wegen Betrugs und wegen Berstoßes gegen eine Reihe von Para graphen des Gefeßes über Herstellung von Seft eingeleitet worden. I Die Beschuldigungen und das gegen die beiden Brüder vorliegende Lastschriftmaterial waren so schwer, daß sich die Staatsanwaltschaft veranlaßt sah, Jakob Kwielecki in Haft zu nehmen. Die Sett fabrikation scheint den beiden Brüdern große. Gewinne abgeworfen zu haben. Sie hatten an der Uhlandstraße und am Kaiserdamm beide große, lugeriös Einstellung der Berliner Müllabfuhr. eingerichtete Wohnungen und scheinen auch noch über Benn Unternehmer die Waffe des Streifs benügen, um ihre große Barmittel zu verfügen. Jedenfalls bot der noch auf freiem Interessen zu verfechten, dann richtet sich ihr Kampf allemal gegen Fuße befindliche Siegfried Krieledi dem Justiz beamten die Allgemeinheit, sei sie nun durch deren kommunalen oder nicht weniger als 1 Million Mark für die Be. staatlichen Bertreter verkörpert. Die Wirtschaftsgenossen. feitigung der Strafaften vor Beginn der Gerichtsver fchaft zur Müllabfuhr, die mit den Grundstücksbefizern in Ber- handlung. Der Justizbeamte erhielt in seiner Privatwohnung bindung steht, will den Hausbesitzern durch die Aufbürdung der den Besuch einer Dame, die ihn bat, mit ihm zu einem auf ihn war. höheren Betriebsunkosten nicht zu nahe treten und hat sich, zweifellos tenden Herrn zu kommen. Der Beamte folgte ihr auch und traf im Einvernehmen mit deren Interessenvertretungen darauf ver- nun Siegfried Kwielecki, der ihm dieses Angebot machte, auf das der steift, daß die Mieter die vollen Kosten der Müllabfuhr tragen Beamte jedoch nicht einging. Siegfried Awielecki wurde nun eben­follen. Es geht ja jetzt, nachdem der Damm einmal gebrochen ist, I falls festgenommen.

Der Protektor: Reichspräsident Friedrich Ebert .

Ein Müllgeschäft.

hier bei euch lassen will? Man kann doch wohl noch ein Wort reden, ohne daß ihr gleich überschnappt.

,, Er hat recht," sagte der Dritte, ein Amerikaner, Toms Landsmann, Richard mar sein Rame. Laß doch Joe in Frieden erzählen, pflanzt euch die Pfeifen ins Gesicht, ihr beiden und seht, ob ihr so lange ruhig sein könnt, nachher tönnt ihr euch ja schlagen, wenn es nötig ist. Stellt das ganze Haus auf den Kopf, wenn ihr Lust habt, aber denkt daran, daß Joe unser Gast ist. Erzähle nun, Joe, laß uns mehr von Iglurut hören, fie fcheint auf einer Schlittentour nicht ihre besten Seiten hervorzufehren, nachdem, was du vorhin fagtest." Nein, weiß Gott , das tut sie nicht," sagte Joe mit vollster " Nun hör aber mal auf mit dem Gezänt," beschwichtigte Ueberzeugung, und dafür kann ich mich bei Sachawachiat m, du bist stets so streitsüchtig, Fips! Nun haben wir bedanken. Er hat sie niemals aus Nuwuf mit herausge­h ganzen Winter hier allein gesessen, und da kommt Joe nommen, sie sollte mit anstrengenden Schlittentouren verschont e ein reiner Segen zu uns mit einem ganzen Sack voll werden, und so hatte ich das Bergnügen, sie einzufahren. Und euigkeiten und einem schönen Mädchen im Schlepptau--das Weibsbild will nicht arbeiten, sie mill gern auf dem em viel schöneren als unfere alten Rraben," fügte er hinzu, Schlitten sizzen und den Hunden zurufen, aber sich nüglich ihrend sein Auge zärtlich über Iglur glitt, wir fönnten machen, nein, das könnte ihr nie einfallen. Ich mußte mich hl froh sein, das fönnten wir, wir hätten eine Ehrenpforte den ganzen Tag wie ein Pferd mit dem verdammten Schlitten f das Brautpaar errichten müssen, aber was tut ihr statt sen? Fangt mit dem Mann zu zanten an und macht ein quatsche, als ob es euer Mädel wäre, das er geklaut hätte, m, erzähle uns etwas von der Reise, Joe, die ist gewiß Innend gewesen, ich wünschte, sie hätte mich zum Schlitten­heraden gewählt."

abarbeiten, ich habe mich abgerackert, daß meine Glieder schmerzten und wie Blei waren, wenn ich nach einem ganzen Tag Schlittenfahrt das Zelt aufschlug. Und glaubt ihr, sie half mir? Nein, niemals; ich mußte die Hunde ausspannen, ich mußte das Zelt errichten, ich mußte den Schlitten abladen und alle Sachen hereintragen, und dann mußte ich sogar noch " Na, das wünschest du," antwortete Joe und lachte etwas oft das Essen machen," seufzte Joe, sie sagte, daß sie zu müde wungen, ach ja, warum nicht, aber eins tann ich dir ver- wäre!" fern, wenn du mit ihn von Nuwut bis hierher im Schlitten Fips saß und stierte Joe verblüfft an, während er erzählte, ahren wärest, dann hättest du keine Lust, noch weiter zu schielte er auch ärgerlich nach Iglurut hin, aber nun fonnte fren, sondern würdest sie unterwegs abladen, so wie fie-" er sich nicht länger halten. Ach höre, Joe," sagte er ein Nein, aber Gott bewahre, was sagst du da, Joe," lachte dringlich und stieß mit ihm an. Du tuft mir gewiß und n halb erschreckt, fie unterwegs abladen- nein, danke wahrhaftig leid, aber glaube mir, es ist deine eigene Schuld. fn, wenigstens nicht hier, wir haben wahrhaftig Quatscherei Du behandelst die Frauen verkehrt. Soll ich sie nicht mal von ug ohne sie, und es fönnte übrigens auch sein, daß das diesen merkwürdigen Nüden turieren, das geht ganz leicht," rückte Gespenst, der Sachawachiaf, hierher käme und uns und Fips schlug auf den Tisch, daß die Gläser und Flaschen Hölle heiß machte nein, Joe, wenn du daran dentst, so tanzten. ßt du dich auf etwas anderes besinnen, das geht nicht, nn das Mädel auch füß ist."

Warum unterbrecht ihr mich immerzu," fuhr ihn Joe f gereizt an, erst nedt ihr mich, dann wollt ihr, daß ich er­den foll, und wenn ich anfange zu erzählen, fahrt ihr auf macht Quatscherei, wer hat denn gesagt, daß ich Iglurut

,, Nein, das sollst du nicht," sagte Joe hart, die Geschichte werde ich schon ins Reine bringen, aber anstrengend war es, mit ihr zu fahren, und ganz besonders schlimm im Anfang. Da hatte sie eine schreckliche Angst vor Sachawachiat, und in der Nacht, wenn sie im besten Schlafe lag, fonnte sie mit einem Schrei in die Höhe fahren; sie rüttelte mich, bis ich aufwachte:

Joe, Joe, laß uns weiter fahren, ich glaube, Sachawachiat tommt!"

,, Und dann trabtet ihr weiter?" fragte Tom lächelnd. Du bekomst es wohl auch mit der Angst und fingst an, bei Nacht und Nebel Schlitten zu fahren, nicht wahr, Joe, das tatest du?"

" Zuweilen," sagte Joe still, ja zuweilen. Aber sagt mir einmal, Kameraden, hat einer von euch es jemals durchge­macht, daß der Tod hinter seinem Schlitten her war? Sat einer von euch bedacht, was es heißen will, wenn plötzlich ein Mann in euer Belt geschlichen täme, mit einem Speer in der Hand und stäche, stäche, bis sich nichts mehr im Zelte rührte? Habt ihr jemals darüber nachgedacht, oder seid ihr über das Eis gegangen so ganz alleine in der Nacht und hattet plötzlich das Gefühl, daß da was oder wer war, der euch nachschlich? Habt ihr nicht das Eis fnacken hören, so daß es wie Schritte flang, habt ihr niemals die namenlose Angst vor einer ge­ahnten, aber unbekannten Gefahr empfunden und euch bei jedem Schritte, den ihr vorwärts tatet, umgesehen, und seid rascher und rascher gegangen, bis ihr zu laufen anfingt, und lieft, lieft, immer schneller, während ihr euch umfaht aus Furcht, daß sich irgend was hinter dem nächsten Eisblock ver­steckt hielte, ein Mensch, ein Bär, etwas Uebernatürliches, gleichviel, etwas, das euch was antun könnte, dem ihr zu be­gegnen fürchtetet?"

Sie schwiegen alle drei, während sie an einsame Wande­rungen dachten, wo nur die Furcht ihr Begleiter gewesen. Ja, fie fannten das Gefühl, die namenlose Angst, die einen plöglich überfällt, wenn man allein durch die Eiswüste geht. Sie fingen an, Joe zu verstehen, sie konnten sich wohl denken, daß er furchtbare Stunden durchgemacht hatte, besonders des Nachts. Aber weshalb zwangst du sie dann nicht stille zu sein, weshalb bandest du ihr nicht ein Tuch um den Mund, dann konntest du doch nicht ihre Schreie hören?"

,, Nein," antwortete Joe ,,, ich fonnte sie schon zum Schwei­gen bringen, äußerlich, das tat ich ein paar mal, aber das war schlimmer als ihr Geschrei, das war, als ob ich hören tönnte, wie sie inwendig schrie. Und dann lag ich und dachte darüber nach, ob sie vielleicht spöfentiekerisch wäre und jemand tommen sähe. Ihr wißt ja, daß manche Eingeborene das sind, ich dachte, sie wollte mich vielleicht warnen, ich fonnte es nicht mehr aushalten, ich mußte mit ihr reden. Nein," fagte Joe und schüttelte den Kopf, glaubt mir, es war eine schwere Tour." ( Fortsetzung folgt.)