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2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt.

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Mr. 16.

Dersammlungen.

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Sonnabend, den 19. Januar 1895.

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anemu tiem 12. Jahrg.

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des Vortrages von Schippel und der Ansichten mehrerer Dis- Deshalb sei für die Sozialdemokratie die Parole: Organisation! fussionsredner, welche diesem auf dem Parteitag entgegentraten. An den inhaltreichen fesselnden Vortrag knüpfte sich eine Die Gefinde- Ordnung kritisirte der Abg. Molkenbuhr Da niemand aus der Versammlung zur Diskussion das Wort Debatte nicht. Seitens des Vorstandes erging an die Wahl­in einem Referat, das er am Dienstag Abend vor einer vorzugs- verlangte und auch sonst nichts vorlag, erfolgte der Schluß der vereins- Mitglieder noch die Aufforderung, sich baldmöglichst in weise von Frauen besuchten Volksversammlung hielt. Als ein Versammlung. git den Besitz der Broschüren zu sehen, die durch die Bezirtsführer Stück Vergangenheit bezeichnete der Redner diese Ordnung, Eine gutbesuchte Generalversammlung des dritten zu beziehen sind und von denen die eine: Die Ursachen der datirt aus dem Jahre 1810 und ganz erfüllt von dem Geiste des Berliner Wahlvereins, die am 16. Januar bei Deigmüller Arbeitslosigkeit" unentgeltlich geliefert wird. Sklavenhalters, der drakonische Strafen für unerläßlich hält und tagte, eröffnete der Vorsitzende, Genosse Kräter, mit einem Die Handlungsgehilfen erörterten am 16. Januar in brutalen Zwang, weil niemand freiwillig arbeite. Mit Glück auf" zu den Kämpfen im neuen Jahr. Mit tampfes- einer sehr gut besuchten Versammlung das Thema: Der Fall diesen Argumenten habe man vordem die Sklaverei vertheidigt, freudiger Begeisterung stimmten die Anwesenden in das drei Stadthagen . In dem großen Saale des Keller'schen Etablissements damit begründete man die Leibeigenschaft, und dieses Motiv liege malige Hoch auf die Sozialdemokratie ein. In Abwesenheit des hatten ungefähr 1500 Personen Plah gefunden. Nach den Dar­unzweifelhaft auch diesem Gesetz zu grunde, das für den einen Rassirers, der wegen Krankheit am Erscheinen ver- ftellungen des Referenten Julius Zürk ist der Sach­Theil nur Rechte, für den anderen Theil nur Pflichten kenne. hindert war, gab der Vorsitzende den Rassenbericht verhalt in dem Falle Stadthagen " der folgende: Wer gehört zum Gesinde? Der Vortragende führte die ver- vom 4. Quartal 1894. Die Ginnahmen inkl. eines Bestandes In der Fischerstraße befindet sich das Kurzwaaren­schiedenen Kategorien auf und bemerkte, daß ein nicht geringer von 327,42 M. betrugen 626,62 M., die Gesammtausgaben Engrosgeschäft der Gebr. Tie ß, dieses Geschäft beschäftigt Theil, weil zu den gewerblichen Arbeitern gehörig, nicht mit 249,35 W., so daß ein Ueberschuß von 877,27 M. zu verzeichnen 70 Angestellte. Hier trat vor nun 16 Jahren der damals gezählt werde. Die Statistik verzeichne von 1325 000 unter dieser bleibt. Die Jahresbilanz gestaltete sich darauf folgendermaßen: 50jährige Stadthagen mit einem Monatsgehalt von 100 M., Rubrik angegebenen Personen nur 42 000 Männer, aber 1282000 Gesammt- Einnahme 1895,22 M., Geſammt- Ausgabe 1017,95 M. welches im Laufe d der 16 Arbeitsjahre bis auf 130 M. stieg, ein. Frauen ein großer Prozentsatz derselben fällt unter die Gruppe: Nach dem Bericht des Vorstandes, der gleichfalls vom Gen. Kräter Demselben wurde die Führung der Escompte- Kaffe übertragen: Persönliche Bedienung. unterbreitet wurde, fanden im verflossenen Jahre 17 Versammlungen Auf diesem Posten wurde er, ein redlicher gewissenhafter Mann, Charakteristisches Gepräge erhalte die Gesinde- Ordnung( für statt. Ferner hat man die Einrichtung getroffen, von der man sich einen das Opfer eines unredlichen gewiffenlosen Lagerverwalters, Preußen) durch Bestimmungen, welche den Makler verpflichteten, agitatorischen Werth versprach, die Beiträge durch Bezirks tafsirer welcher drei Jahre lang Betrügereien dadurch verübte, daß er die Eigenschaften dessen, der sich vermiethet, genau anzugeben. abholen zu lassen, leider wird den Kassirern von einzelnen Mit- Quittungen, die Stadthagen zu begleichen hatte, fälschte. Der Die Person werde hier zur Sache, mit der man Schacher treibt. gliedern dieses Amt noch recht erschwert. Der Verein verlor im Schwindelwurde von Stadthagen entdeckt, als ein Der fraffeste Gegensatz zeige fich in den Fällen, wo eine Auf- Laufe des Jahres 6 Mitglieder durch den Tod, die Reorganisation Lehrling denselben Tric versuchte. Herr Georg Tietz , von lösung des Kontraktes erlaubt sei. Die Herrschaft könne zivil- des Vereins bewirkte, daß er sich im vergangenen Jahre um dem Vorfalle in Kenntniß gesetzt, fielite Nachforschungen rechtlich für den Schaden, den der Dienstbote erleidet, baftbar 200 Mitglieder vermehrte und gegenwärtig die stattliche Zahl an und entdeckte nun, was Stadthagen nicht gelungen gemacht werden; diesen treffe aber im anderen Falle noch Strafe von 650 Mitgliedern aufweist; diese Zahl gegenüber den 14 000 war, die jahrelangen Betrügereien. Lehrling und Lager­außer der Schadenersatzpflicht, die sich nicht nur auf den Lohn Stimmen, die in dem Kreis abgegeben wurden, fagt verwalter wurden entlassen und Stadthagen nach einiger Zeit und das Eigenthum des Betreffenden erstrecke, sondern ihn sogar jedoch, wie viel Arbeit noch bevorsteht, um die Mitglieder die Führung der Kaffe abgenommen. Hierdurch fühlte sich der eine moderne Schuldknechtschaft- zum Abdienen" der zahl mit der Stimmenzahl in ein richtiges Verhältniß alte Mann schwer verlegt, er lief umber als fünftes Nad am betreffenden Summe verpflichte. Es werde der Herrschaft in zu bringen. Aus der sich hieran schließenden Neuwahl des Ge- Wagen, suchte sich nüßlich zu machen, wie er konnte, niemand diesen Fällen ein Vorrecht vor anderen Forderungen, selbst sammtvorstandes gingen hervor: Kräkter erster, Hoch zweiter beachtete ihn. Und als er schließlich in der Zeitung las, daß die vor den aus der Alimentation entspringenden Verpflichtungen Vorsitzender. Frdr. Schulz erster, Harndt zweiter Kassirer. Gebr. Tieß für seinen bisherigen Poften eine andere Kraft eingeräumt. Bekannt ist, führt der Redner weiter aus, daß es Mahle erster, Hoffmann zweiter Schriftführer. I a hn, fuchten, erhängte er sich am 22. Dezember v. J. in seinem in das Belieben der Herrschaft gestellt ist, ob sie dem Dienstboten Beisiger. Kahlen, Schweizer und Schöbel, Revisoren. Stübchen, durch Lieblosigkeit und verlegtes Ghrgefühl in den Tod die Freiheit, sogar die frische Luft ganz oder nur theilweise ent- Unter Punkt Berschiedenes beantragte der alte Vorstand getrieben. Etliche Tage darauf erschien in der Voff. 3tg." ein ziehen will; ein Recht auf diese menschlichen Bedürfnisse existirt den Ausschluß des Mitgliedes Grevendorf, und fügte diesem An- ehrender Nachruf seitens der Firma. Redner knüpfte an den nicht. Geringe Thatlichkeiten und Zeichen der Gering- trage eine eingehende Begründung hinzu. Die Versammlung Fall Stadthagen eine sich von selbst ergebende Kritik der schätzung, welche im anderen Falle als Beleidigungen angesehen stimmte dem Antrag ohne Debatte einmüthig zu. Ein Antrag, Zustände in der heutigen fapitalistischen Welt und forderte die würden, begründen fein Recht auf Verlassen des Dienstes. Wo das diesjährige Stiftungsfest nun doch noch, und zwar im Handelsangestellten energisch zur Organisation, zum Anschlusse sei da die Grenze? Redner erinnert an den Fall Gerlach Februar zu feiern, wurde nach kurzer Debatte abgelehnt. Ein an die Freie Vereinigung der Kaufleute auf. und an die Entscheide mehrerer Gerichtshöfe, wo Mädchen weiterer Antrag, am 18. März eine öffentliche Volksversamm Herr Gutfeld betont, daß Herr Stadthagen nicht entlassen wegen Verlassen des Dienstes in Strafe genommen wurden, ob- lung einzuberufen, wurde einstimmig angenommen. Hierauf wurde, sondern nur eine andere Beschäftigung erhalten sollte, wohl selbst nach dem Buchstaben der Gefinde- Ordnung Grund schloß der Vorsitzende die Versammlung mit der Mahnung, in die feinen Fähigkeiten entsprach. In einem Briefe, den Redner zur Aufgabe der Stellung vorgelegen habe. Der Herrschaft seien diesem Jahre noch emfiger für die Stärkung des Vereins zu verliest, hat der Verstorbene kurz vor seinem Tode seinem Neffen sehr viel mehr Hilfsmittel geboten, sich eines Dienstboten zu ent- agitiren, wie im Vorjahre. den Dant ausgesprochen für seine Verwendung bei dem Chef. ledigen, als im umgekehrten Falle; dazu komme, daß das Richteramt der Polizei übertragen sei. Die Behörde habe event. Der Wahlverein für den vierten Kreis hielt am Er sprach die Hoffnung aus, nach der Inventur wieder im Ge­auch zu entscheiden, ob die Arbeit zu verlassen sei, weil das 15. Januar in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstr. 28, feine schäft verivender zu werden. Zur Sache selbst sind von wesentlichem Belang die Dar­Essen ekelhaft" war! Es muß erst die nothdürftigste Kost ver- ordentliche Generalversammlung ab, die sehr stark besucht war. weigert werden, es muß erst Gefahr für Leben und Gesund. Bei dem Bericht des Borstandes bedauerte Genoffelegungen des Herrn Stadthagen, Neffen des Todten und Wenn derfelbe im großen heit bestehen, ehe ein solches armes Wienschenkind seine" Herrschaft Erbe, daß ein großer Theil der Mitglieder ihren Ber selbständigen Geschäftsinhabers. und gangen auch die Darstellung des Referenten be= verlassen darf. Warum habe man die Ausstellung von Beug- pflichtungen nach vollzogener Reorganisation des Wahlvereins stätigte, so trugen die Ausführungen des Redners doch nissen nicht auf beide kontrahenten ausgedehnt? Jedenfalls nicht nachgekommen ist. Die Mitgliederzahl ist von 1191 feit bazu bei, die Sache wesentlich zu flären, und das vom Referenten würde dann eine ganze Reihe Bourgeois überhaupt keine dem Ende des vorigen Vierteljahres auf 1905 gestiegen. Mädchen mehr bekommen.( Sehr richtig!) Aehnlich wie im Mitglieder sind verstorben, deren Andenken noch nachträglich die scharf gezeichnete Bild ein wenig abzutönen. Herr Stadthagen bekennt sich feineswegs zur fozialdemokratischen Partei, und bes Erheben von den Sigen ehrte. Militär- Strafverfahren habe man bestimmt, daß ein Dienstbote Versammlung durch dauert, daß dieser Vorfall zu Parteizwecken benützt wird. Er der Rassenbericht erstattete bis nach Erledigung seiner Beschwerde im Dienst zu bleiben Kassirer 3abel. fonnte nicht umbin, zuzugestehen, daß sein Onkel dem hätte, das hierdurch vieles unterdrückt bleibe, liege auf der Hand. Mit dem Bestand aus dem vorigen Quartal im Betrage innegehabten Posten nicht gewachsen war, er gab auch Ihre Beschwerden gemeinsam vorzutragen, durch Verbindung ihre von 722,57 M. beliefen sich die Einnahmen auf 3081,82 M.; Lage zu bessern, habe man den Parias der Gesellschaft nicht zu abzüglich 2651,16 M. Ausgaben verblieb ein Bestand von 3, daß Herr Tietz aufmännisch richtig gehandelt Lage zu bessern, habe man den Parias der Gesellschaft nicht zu 430,66 m. Die gesammte Jahreseinnahme betrug 5922,27., machte er Herrn Tieh zum Vorwurf, daß derselbe herzlos habe, als er den Onkel feines Postens enthob. Nur gestanden; das Gesetz vom April 1854 bestraft diese Frevelthat die Ausgabe 5491,61 M. Nach Ertheilung der Decharge er gehandelt habe, indem er auf den Gemüthszustand des alten M., mit einem Jahre Gefängniß! Wenn man frage, ob die Gesinde- Ordnung überhaupt nöthig folgten einige Wahlen. Zum Führer des Stralauer Viertels gehandelt habe, indem er auf den Gemüthszustand des alten sei, so habe man darauf nur verneinend zu antworten. Warum wurde Genosse Kaiser gewählt; ferner wurden einige Bezirks- tannt wurde, habe er sich zu Gebr. Tiek auf den Weg gemacht Mannes feine Rücksicht nahm. Als dem Redner der Fall bes beſtehen in anderen, freieren Ländern, wie z. B. in Amerika , der- acre i ben 157., Balfer een 94, and Groja) ben und sie gebeten, ſeinem Onkel doch einen anderen Poſten im artige rückständige Gefeße nicht? Dort sei auch der Ton gegen- 28 se wit 28 Grosch über den Dienstboten ein wesentlich anderer als wie bei uns, die 98. Wahlbezirk( letzterer als Ersatzmann) zur Leitung der sei gewesen: Nach der Inventur, jetzt haben wir feine Zeit!" ganze Behandlung der eines freien Arbeiters angemessen. Auch Agitation zugewiesen. Nach Erledigung dieser geschäftlichen in Deutschland sei es an der Zeit, mit den vielen Gesinde- Angelegenheiten erhielt Genosse Bebel das Wort, um in einem Hierfür habe man feine Zeit gehabt, wohl aber, fich nach einer anderen jüngeren Kraft umzuthun. Im Laufe der Verhandlungen Ordnungen( in manchen Provinzen, Schleswig , Hannover 2c. oft von Beifall unterbrochenen trefflichen Vortrag die Agrarführten die Debatten zu sehr erregten Szenen, besonders, da einige bestehen mehrere) aufzuräumen. Der moderne Großbetrieb frage" zu behandeln. freifinnige Redner das Wort nahmen und schließlich alle politischen habe die Grenze zwischen Gesinde und gewerblichen Arbeitern Der sozialdemokratische Wahlverein für den 6. Ber- Gegenfäße mehr in den Vordergrund traten. Der Verstorbene vielfach verwischt; daß ein Schutz der Ausgebeuteten im Gast liner Reichstage Wahlkreis hielt am 15. b. M. im Schön gehörte dem Verein Waldeck an, weshalb man den Fall Stadt­wirthsgewerbe, welche noch auf grund ihres Dienstbuches als hauser Biertel( Belforterstraße) eine stark besuchte Versammlung hagen" möglichst abzuschwächen suchte. Gesinde gelten, nothwendig sei, werde durch die Erhebungen der ab. Dieselbe ehrte zunächst das Andenken an die verstorbenen Ohne die Rednerliste zu erschöpfen es hatten sich noch Reichskommission außer allem Zweifel gestellt. Gegenüber diesen Vereinsmitglieder Frey, Dräger , Bamberg und mehrere Redner gemeldet, unter anderem auch ein Verwandter armen Menschen, welche unter der Gesinde- Ordnung schmachteten, Schröder in üblicher Weise und hörte sodann einen Vortrag des Herrn Tieße, der die Sache klarlegen wollte erreichte die seien die gewerblichen Arbeiter, wenn sie auch nur ein fümmer- des Abgeordneten Wilhelm Liebine cht. Einleitend nahm Versammlung ihr Ende. In einer Resolution, die mit großer liches Koalitionsrecht benügen tönnten, wirkliche Aristokraten. derselbe Gelegenheit, veranlaßt durch eine private Meinungs- Majorität zur Annahme gelangte, wird das Berfahren der Man werde versuchen müssen, durch gesetzliche Bestimmungen äußerung, dahingehend, daß er zu wenig in seinem Wahlkreise Firma Tieb auf das Entschiedenste verurtheilt. betreffend das Gastwirthsgewerbe Bresche in die Domäne des erscheine, darauf hinzuweisen, daß er dies in diesem Wahlkreise mittelalterlichen Geistes, die Gefinde- Ordnung zu legen. Die nicht für so dringend erforderlich halte, zudem er mit Arbeit und Lohnarbeiter sollten bestrebt sein, ihre unter der Gesinde- Ordnung anderen Verpflichtungen überbürdet sei. Dessenungeachtet würde schmachtenden Brüder und Schwestern von diesem Joch zu be- er jederzeit, sobald man ihn rufe, zur Stelle sein. Mit free

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Die Antwort, die er erhalten,

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Eingelaufene Druckschriften.

von der Nenen Zeit"( Stuttgart , J. S. W. Die g' Verlag) tft foeben das eft Joeben 16. Heft des 13. Jahrganges erschtenen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Anfang des Kampfes. Der britte Band des Kapital". Bon Eduard Bernstein . V. Klein Eyolf. Von Erich Schlattjer." Treitschte's, Deutsche Geschichte". Bon Franz Mehring . II. Biterarische Rundschau. Notizen: Bum Brotespalt zwischen Großindustrie und Großgrundbesitz. Zur Kon= zentration des Kapitals in der deutschen Bellstoff- Industrie. Feuilleton: Die Schlacht der Mikroben. Bon Edward Aveling. ( Fortseßung.)

Besuchszeit

Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit

6 Sommermonaten von 9-8 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis

Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich).

Die Rede des Reichstags- Abgeordneten Molfenbuhr wurde vorigen Versammlung( Diskussion über Erfurter Programm und oft durch Beifalls bezeugungen unterbrochen, auch am Schlusse Grund- und Bodenfrage) an und bemerkte, daß der Wahlverein gaben die Anwesenden ihre Zustimmung in lebhafter Weise zu auf dem richtigen Wege sei, woran er übrigens nie gezweifelt erkennen. Frau Ihrer wies im Laufe der Debatte auf den hätte. Das Studium des wissenschaftlichen Parteiprogramms fei Widersinn hin, der in dem von dem Referenten angezogenen von der allergrößten Wichtigkeit, wie er in längeren Aus­Gesetze seinen Ausdruck findet. Ekelhafte Krankheiten" berechtigen führungen farlegte, dabei die Nothwendigkeit des Entstehens des die Herrschaft einen Dienstboten zu entlassen, andernfalls sei Sozialismus aus der Entwickelung der Verhältnisse heraus ver­dieser aber gut genug, bei efelhaften Krankheiten die doch bei anschaulichend und den Entwickelungsprozeß, welcher die mittleren verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. den Herrschaften" nichts Seltenes feien feine Gesundheit, Schichten der Bevölkerungsklassen vernichte, als den Boden be- Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-8 Uhr, in den fogar fein Leben bei der Pflege aufs Spiel zu setzen. Das zeichnend, aus dem der Sozialismus mit Nothwendigkeit ent patriarchalische Verhältniß sei eben dahin, darum die Klagen stehen mußte. Mit Recht werde der gesellschaftliche Widerstreituhr, Oftober und März 12-6 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Die National: über schlechte Dienstboten; aus diesem Grunde schon allein recht- ein Klassenkampf genannt. Heut sei die Kluft zwischen Arm und gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-8 Uhr fertige fich aber auch eine Aufhebung der Gesinde- Ordnung. Reich bereits so breit und tief, daß eine Ueberbrückung derselben( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis Wenn die Dienstboten von allen für sie so schmählichen Be- unmöglich ist. Wenn die Verhältnisse sich in Deutschland auch 6 Uhr, im März und Ottober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis ftimmungen derselben unterrichtet wären, wenn jeder es sich zur noch nicht in dem Maße verschoben haben wie in England, museum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich). Kun st gewerbe­Pflicht machen wollte, an seinem Theile zur Aufklärung dieser so werde es doch auch bei uns dahin kommen, daß sich nur ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, Menschen zweiter Klasse beizutragen, müsse die Gesinde- Ordnung noch zwei Klaffen gegenüberstehen: Besitzende und Besizlose. Sonntags, Apr 1- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-6 Uhr, der öffentlichen Meinung weichen.( Beifall.) In recht eindrucks Jedem Denkenden müsse der Sozialismus als eine Nothwendig: November und Febiruar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( Unent­geltlich). Museum für Völtertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchs= voller Weise führte Frl. Baader einige Bilder aus dem Leben feit erscheinen, als der berufene Nachfolger des Kapitalismus. sett wie im suntgewerbe- Muſeum( unentgeltlich). ygtene. Muſeum, der modernen Sklaven vor; sie erwähnte a. a. einen Fall, wo Daher fei die Idee des Sozialismus nicht zu vernichten. Was klosterstr. 85. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer­Museum für eine nobele Herrschaft einem Mädchen, dem die Aufsicht über das das Sozialistengesetz nicht vermocht, werde ein Umsturzgefeß dem dienstags und greitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunst­Haus anvertraut war, während die Familie sich eine Badereise ebenso wenig vermögen. Der letztere Gegenstand veranlaßte den gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. leistet, zur Bestreitung seiner Ausgaben für Beköstigung- Speise: Redner, kurz auf die Umfturzvorlage einzugehen, welche ihr Museum für deutsche Volkskrachten und Erzeugniffe bes marken der Boltstüche überwiesen habe. Die Rednerin forderte die Dasein der Furcht vor der Sozialdemokratie verdanke, welche ausgewerbes, Klosterftr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs Frauen und Mädchen auf, alle zu ihrer Renntniß gelangenden wiederum aus der Unsicherheit der wirthschaftlichen Verhältnisse Bereine Gonntags 10 Pf.- Reichs post- Museum, Leipzigerftr. 15. Ge­Fälle von Ausbeutung des Gesindes öffentlich zu besprechen. entspringe. Diese im Gegensage zu England beleuchtend, wies öffnet Sonntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von ( Beifall.) G3 sprachen noch Zihmann, Frl. Milausky der Vortragende an dem Beispiele Englands die Macht der außer Donnerstag und Freitag von 11-9 uhr( unentgeltlich). Aussichtsturm Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich und Frau Schädlich, welche die Liste der berrschaftlichen" Arbeiterorganisation nach, welche unbestegbar sei, sobald sie 50 f. Runstausstellung des Vereins Berliner Künstler, Sünden um eine Reihe haarsträubender Begebenheiten bereicherten. begriffen, daß der Kapitalismus durch den Sozialismus Wilhelmftr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. Sternwarte, Endeplay sa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis In einer Resolution sprachen die Anwesenden aus, daß sie ersetzt werden müsse. Kurzsichtiger und engherziger als 11 Uhr Vormittags. Urania , Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. die Ausführungen des Referenten als treffend anerkennen und die englische sei die deutsche Bourgeoisie. Hier dränge Invalidenstr. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. für Abschaffung der Gesinde Ordnung und Schny man auf einen Gewalt und Staatsstreich hin. Den Entree 50 f. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 W. Aquarium, aller Arbeiter und Arbeiterinnen durch die Gewerbe- Ordnung bevorstehenden Wahlkampf hätten wir nicht zu fürchten, legten Sonntag im Monat 25 Pf.- Caftan's Panoptitum, Friedrich­Schadowfir. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Pf., an jedem thätig sein wollen. aus demselben würden wir siegreich hervorgehen. Aber noch straße. Geöffnet 10-10 Uhr. 50 f. affage, 10-10 uhr. Eintrittspreis 50 3f. Der Wahlverein für den 1. Kreis hielt am 16. Januar ernstere Kämpfe ständen uns bevor. In der Gesellschaftspyramide Banoptitum in den Arminhallen" eine öffentliche Versammlung ab, wozu ständen zwei starke Mächte mit einander im Widerstreit: oben panorama, Am Lehrter Bahnhof . Sonntags von 9-9 Uhr. Entree auch Frauen Zutritt hatten; indeß war der Besuch ein überaus die Bickelbaube und unten das demokratische allgemeine Wahl Dioramen: Katakomben des Kapuzinertlosters zu Balermo und Besuvausbruch schwacher. Genoffe Timm referirte über: die Erörterung der recht. Die Kämpfe, die andere Länder bereits hinter sich hätten, Sonntags 25 Pf. Eintrittspreis. Bedeutung der Trusts und Kartele auf dem Frankfurter Parteitag." ständen Deutschland noch bevor. Aufgabe der Sozialdemokratie u bestätigen. 30o1ogtfcher Garten, sügowufer. Sonntags 50 Pf. Borfig's Garten mit Palmenhaus, Alt- Moabit 85-86. Der Referent beschränkte sich im wesentlichen auf ein Resumee sei es, im Kampfe um die Freiheit auf dem Posten zu sein. Gintrittspreis 60 f. i( drolol) Isi milodalt hillto

von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Bf., Kinder 25 Pf.,

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50 Pf. Neapel Panorama am Bahnhof Thiergarten, zwei neue Das Panorama ist bis 17 Uhr Abends