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Die Ursachen des Fechenbach- Prozesses.
In der letzten Sigung der Liga Junge Republik" berichteten die Redakteure Kämpfer und Winter aus München über die Lage in Bayern . Die Situation sei noch niemals so ernst gewesen wie jetzt. Der Fechenbach- Prozeß könne nur als eine Episode in der Machtbefestigung der Reaktion gelten. In Bayern stehe der Staatsapparat durchaus zur Verfügung der Monarchisten und werde von ihnen rücksichtslos zum Kampf gegen Die Republifaner benutzt. Die Boltsgerichte bezeichneten die Redner als die Krone des reaktionären Machtapparats. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, den Gegner auf juristischem Wege zu erledigen. Die Volksgerichte sind der juristische Ausdruck der tatsächlich in Bayern bestehenden politischen Machtverhältnisse, die ihre Wurzel haben in der reaktionären bayerischen Berwaltung und der Unzahl von Geheimorganisationen", die sich an diese Verwaltung gliedern. Diese offen als Kampftruppen gegen die deutsche Republik auftretenden Organisationen, D. C., Oria, Nationalsozialisten usw. sind mit der bayerischen Staatsverwaltung aufs engste verwachsen. Eine ihrer organisatorischen Zentralen befindet sich im Münchener Poli zeipräsidium und wird von dem Polizeisekretär Glaser geleitet, woraus in München fein Mensch ein Geheimnis macht. Der Feststellung der Münchener Post", daß die grüne Polizei mit der fascistischen Geheimorganisation verbunden ist, hat man in Bayern niemals widersprochen. Die bayerischen Nationalsozialisten find offen bewaffnete Rampftruppen der Gegenrevolution. zu ihren Mitgliedern zählen nachgewiesenermaßen viele Landespolizisten und vor allem der Leiter der Münchener politischen Polizei Assessor Bernreuther, der die Haussuchung in der Münchener Bost" angeordnet hat.
Dieje Kreise seheri in jedem, der die Deffentlichkeit über ihr Treiben unterrichtet, einen Verräter, der so oder so erledigt werden muß. Als Instrument dazu dient ihnen auch das Volksgericht. Das an fich rein journalistische Material gegen Fechenbach sollte nur den Vorwand bilden, den verhaßten Mann möglichst lange einzusperren und den Journalisten Münchens die Lust zu nehmen, überhaupt noch etwas über die Machenschaften der Monarchisten zu berichten. Fechenbachs schlimmstes Verbrechen wurde nämlich darin gesehen, daß er als Korrespondent der Berliner Freiheit" die Deffentlichkeit in Norddeutschland auf die monarchistische Mobilmachung gegen das Reich aufmerksam gemacht hat.
Fechenbach- Prozeß.
Der wirkliche Zustand in Bayern ist der, daß die Verwaltung sich als Organ einer Monarchie unter dem Kronprinzen Rupprecht betrachtet. Die enge Berbindung der beamteten Monarchisten mit den Münchener Neuesten Nachrichten" zeigte sich besonders in dem Verhalten des Boltsgerichts im Fechenbach- Prozeß. Die bayerischen Republikaner fcien am schlimmsten entmutigt worden durch die passive Haltung der Reichsregierung nach dem Die Redner schilderten dann das Wesen der nationalsozialistischen Fascisten und warnten dringend davor, die Gefahr zu unterschäzen, die der Republik von dieser Kampftruppe droht. Mag der Demagoge Hitler auch als halber Trottel hingestellt werden, hinter ihm steht Ludendorff ; und ehemalige faiserliche Offiziere haben die fascistische Kampftruppe außerordentlich geschickt organisiert. Ihr Machtbereich beschränkt sich nicht auf Bayern . Die leitende strategische Idee ist die, daß man eine zuverläfige monarchistische Kampftruppe von rund 500 000 Mann hineinbaut in die Reichswehr , die Polizei und die Berwaltung im ganzen Reiche. So wäre im Augenblick des Losschlagens im ganzen Reiche eine schlagfertige Kampftruppe für die Militärdiktatur vorhanden. Der Antisemitismus ist den Leuten das Mittel, die Wut der hungernden Massen auf ein Ziel zu lenten, das im Sinne der fascistischen Bewegung liegt. Die raditalen Rechtsbolschewisten drängen auf Losschlagen, während Escherich als 3auderer bei ihnen unbeliebt geworden ist.
Weitere Teuerungsunruhen in Dresden . Dresden , 21. November. ( Eigener Drahtbericht.) Wie wir fchon meldeten, begannen am Sonnabend auch in Dresden wie in vielen anderen Drfen Deutschlands Teuerungsunruhen. Es wurde in vielen Geschäften, trobem diese gefchloffen hatten und ihre Schaufenster mit Eisengittern versehen waren, geplündert, und zwar an verschiedenen Stellen der Stadt. Trotz des scharfen Eingreifens der Polizei, dauerten die Unruhen bis in die späten Abendstunden. Dem Einfreiten der Polizei fehten die Tumulfanten vielfach bewaffneten Widerstand entgegen, jedoch sind schwere Verwundungen nicht vorgekommen. Die Vorgänge find zweifellos zum Zeil tommunistische Mache, zum anderen Teil aber find sie der hier herrschenden ungeheuren Teucrung entsprungen. Der Sonntag verlief vollkommen ruhig.
Am Montag jammelten sich bereits am Vormittag in verschiedenen Stadtteilen wieder große Trupps, meist junge Leute, die in die Nähe des Hauptbahnhofs zogen und dort wieder ein Lebensmittelgeschäft plünderten. Deshalb schlossen im Innern der Stadt wieder fämtliche Geschäfte und Lokale. Die Ansammlungen nahmen Nachmittags zu. Gegen 5 Uhr abends hatten sich wieder große Massen in den Hauptstraßen und Plähen angesammelt.
Sturm auf die Kohlenpläge.
Anzahl Personen meldeten, denen er, ohne daß fie von ihrer gegenseitigen Eristenz Kenntnis hatten, Beträge bis zu 50 000 t. abnahm. Am Sonnabend ging es auf allen Kohlenplätzen und selbst bei Hierbei spielte auch die falsche Bilanz eine Rolle. Schließlich den kleinen Kohlenhändlern recht lebendig zu. Die Nachricht der brach der ganze auf betrügerische Befis aufgebaute Geschäftsbetrieb Erhöhung des Rohlenpreises auf 950 m. für den Zentner, womit die ousammen, und die Folge war die jeßige Anklage wegen betrügeBertausendfachung des Friedenspreises weit über- rischen Banterotts. Vor Gericht machte der Angeklagte geltend, daß er infolge Rohstoffmangel gezwungen gewesen sei, Geldgeber stiegen ist und die einzelne Breßkohle den ungeheuerlichen Preis von in Anspruch zu nehmen, die von ihm wucherische Zinsen verlangten. zehn Mark erreicht hat, führte Zehntausende nach den Kohlenplägen, Die Geschworenen verneinten auch bezüglich der Ehefrau des Angeum den so notwendigen Ofenbrand noch für den alten, um mehr als flagten die Schuldfragen, so daß sie freigesprochen wurde. die Hälfte billigeren Preis zu erhalten. Das machte für die doppelte Gegen den Angeklagten Lewes erfannte das Gericht dem Wahrspruch Ration von mindestens zwei Zentnern einschließlich des Abzuges für der Geschworenen gemäß auf 2 Jahre und 3 Monate GeSelbstabholung eine Ersparnis von fast 800 m. aus, wofür fängnis unter Anrechnung von 8 Monaten der erlittenen Unteres sieben Brote gibt. In strömendem Regen fuhren auf den Kohlenfuchungshaft. pläßen, die bald dicht von Menschen gefüllt waren, ganze KleinwagenAm Bußtag müssen die Darbietungen in Theatern und burgen auf. Größere Firmen hatten noch Borräte zum alten Preis, Lichtspielhäusern ein diesem firchlichen Feiertag entsprechenaber angeblich nicht genügend. Wenn die erregte Frauenmenge bes ernstes Gepräge haben. Lichtspielhäuser dürfen nur Bilder eine bedrohliche Haltung annahm, waren etwas sehr plöglich noch religiösen Inhalts, Konzertfäle ernste( nicht rein geistliche) Musik Rohlen da. Aber nicht entfernt alle Eingetragenen fonnten berüd- bringen. In Lokalen mit Schantbetrieb, gleichgültig, fichtigt werden. Viele Kohlenhändler ließen die Kohlen am Sonn- ob es sich um Cafés, Konzert oder ähnliche Lokale handelt, sind abend noch nicht vom Bahnhof anfahren, um Unruhen zu vermeiden, mufitalische Darbietungen jeder Art, also auch ernste Musit, grundfäßlich verboten. und wiesen nach, daß sie die noch rollenden oder auf dem Bahnhof lagernden Kohlen berits mit dem neuen Preise bezahlen müssen. Alles in allem: wieder große Zerfahrenheit und Ungerechtigkeit! Die einen erhielten die„ billigen" Kohlen, die anderen nicht. Am schlimmsten ergeht es jetzt Gozialrentnern und ähnlichen Unbemittelten. Den meisten ist es einfach unmöglich, für zwei Zentner Breßfohlen 1900 m. zu zahlen. Wer aber Geld hat, fann sich ohne große Schwierigkeit Schieberkohlen beschaffen. Ganz offen werden zwanzig Bentner und mehr angeboten.
Der doppelsinnige Abschiedsgruß.
Weihnachtliche Krüppelarbeiten. Der Bund zur Förderung der Sebsthilfe der förperlich Behinderten( Otto- Perl- Bund) veranstaltet im Kaufhause A. Wertheim, Leipziger Plazz, eine Donnerstag, den 23. November, nachmittags 5 Uhr, durch eine Weihnachtsmesse von Krüppelarbeiten. Die Ausstellung wird. am fleine Feier eröffnet.
Junglehrerfündigungen. Der Bericht über die Lichtenberger stellenden Drudfebler. Der richtige Wortlaut ist: In manchen Schulen würde( nicht: wurde) durch die Entlassung der gekündigten Lehrkräfte das Kollegium vollständig auseinandergerissen." Ge fündigt ist zum 1. Januar 1923, Entlaffungen können also noch nicht jetzt erfolgen, falls es überhaupt zu solchen kommt.
Itern versammlung( in Nr. 549) enthält einen finnent
Arbeiter Elternbund Weißensee. An dem morgen, Mittwoch, abends 7 Uhr im Realgymnasium, Böldpromenade stattfindenden Konzerte, Lieder und Rezitationsabend wirken mit: Das Frauen- Terzett Diga Fleck, Mary hahn, Gertrud Peiper, Traute Reumann vom Sprechchor, Sturt Niemer ( Cello), A. Seidlig am Flügel.
Trid eines ganz still" arbeitenden falschen Detektivs. Ein geriffener falscher Detektiv wurde gestern von der Kriminalpolizei unschädlich gemacht. Viele Geschäftsleute in Berlin und Umgegend wurden feit geraumer Zeit durch eine etwas geheimnisvolle telephonische Mitteilung beunruhigt, daß in ihren Betrieben fortgefeht gestohlen werde. Ein Mann, der sich für einen Detektiv ausgab und bald diesen, bald Zu seiner 14. Gründungsfeier hatte der Touristenverein Die jenen Namen führte, erzählte ihnen allerlei von seinen geheimen Be- naturfreunde seine Mitglieder und Anhänger im Großen Schauspielobachtungen über die angeblichen Diebstähle. Nach einiger Zeit sprach hause am Sonntag zusammengerufen. Drchester- Borjpiel leitete die Feier dann in den Betrieben ein gewiffer Ropig vor, der sich als Leiter der ein. Dann brachte der aus Mitgliedern des Touristenvereins bestehende Internationalen Detektiv- Bentrale Kopig und Schulz" vorstellte und Sprechchor die moralische Walpurgisnacht von M. E. bello Grazie wirkungsa nach etwaigen Aufträgen fragte. Der Mann legitimierte fichießen brachte die Bläserserenade C- moll von Mozart gut zu Gehör. voll zum Vortrag. Das Tießensche Blasorchester unter Leitung Heinz einem Ausweis, der seine Photographie und einen Stempel trug, tegitationen sowie Männer chore verschönten mit ihren Darder ein Dienststempel des Polizeipräsidiums sein sollte. Er trat ge- bietungen die Feier. Nachdem der gemeinsame Schlußgefang„ Die Interwandt und sicher auf und die Geschäftsleute waren auf Grund der nationale" verklungen war, zogen die Teilnehmer geichlossen zum Friedhof früheren Mitteilungen eines unbekannten Mannes nicht abgeneigt, der Märzgefallenen, um dort eine furze Gebentjeler abzuhalten. ihn mit der Untersuchung der Hausdiebstähle zu betrauen. Kopit ließ sich gleich Borschüffe von 2000-10 000 m. geben und empfahl Wetter für morgen.. sich mit dem, wie sich leider zu spät herausstellte, fehr doppelsinnigen Bemerken:" Sie werden in nächster Zeit nichts mehr pon mir hören." Die Geschäftsleute glaubten, das solle heißen, der Detektiv wolle ganz im stillen arbeiten. Kopik hielt auch Wort. Er verstand aber die Erklärung nur etwas anders. Er ließ in der Lat gar nichts mehr von sich hören, arbeitete aber auch nicht. Einige Firmen machten endlich Anzeige bei der Kriminalpolizei und diese nahm den Schwindler fest. Biele andere warten wohl immer noch darauf, daß der Detektiv endlich doch etwas von sich werde hören lassen. Diese werden ersucht, sich bei Kriminalfommissar Werner im Zimmer 127, Hausanruf 405, zu melden.
Raubüberfall durch einen Nervenkranken.
Berlin und Umgegend. Zeitweise heiter, jedoch überwiegend bewölkt bei ziemlich frischen, westlichen Binden, etwas wärmere Nacht und wenig veränderte Tagestemperatur, geringe Niederschläge.
Groß- Berliner Partei- Nachrichten
der Vereinigten Sozialdemokratischen Partel. Achtung, Kaffierer! Wie bereits mitgeteilt, hat die Vorständefonferenz vom 12. November beschlossen, daß alle Rassierer in jedem Monat eine Abschlagszahlung auf ihre Abrechnung zu leisten haben. -Die Raffierer werden gebeten, diesem Beschluß unverzüglich nachzukommen. Heute, Dienstag, den 21. November:
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findet heute nachmittags 5 Uhr im Krematorium Gerichtste. statt. Um rege Be teiligung bittet die Abteilung.
Morgen, Mittwoch, den 22. November: Abt. Charlottenburg . Früh 9 Uhr Rahlabende: 1. Begir! bet Schweitert, Erasmusstr. 3. 2. Bezirk bei Bug, Ufnaustr. 1. 8. Bezirk bei Hammer, Gidingenftraße 55. Abt. Charlottenburg . 2. Gruppe: 7 Uhr bei Schneider, Holtendorfstraße 14. Bahlabend. Uebermorgen, Donnerstag, den 23. November:
Ein ungewöhnlicher Ueberfall während der Eisenbahnfahrt rief gestern nachmittag in dem Küstrin - Berliner Zuge große Aufregung 21. Abt. Unser Genosse Otto Gesche, Abolfftr. 21, ist gestorben. Die Einäscherung hervor. In einem Abteil zweiter Klasse faß bis Strausberg allein ber 46 Jahre alte Händler Wilhelm Bache aus Rötchenthal. Dann stieg noch ein Mann ein. Blößlich fiel dieser, nachdem er zunächst ruhig Plaz genommen hatte, furz hinter der Station Strausberg über Bache her, packte ihn und drückte ihn auf das Bolster der Bank. Der Ueberfallene rief um Hilfe und die Reifenden in dem Neben abteil, die einen Raubüberfall vermuteten, zogen die Notbremse und meintliche Räuber in Gewahrsam genommen und bei der Ankunft 36. Abt. 7 Uhr im Konferenzzimmer der Gemeindeschule, Petersburger Straße 3. hielten den Angreifer feft, bis der Zug stand. Jetzt wurde der der= in Berlin der Polizei übergeben. Die Kriminalpolizei stellte ihn fest als einen Eisenbahnfartendrucker Otto Schulz, einen hochgradig nervösen Mann. Schulz behauptet, er habe das Abteil zweiter Klasse lediglich bestiegen, weil in der dritten Klasse fein Blah mehr gewesen sei, und durchaus nicht die Absicht gehabt, Bache zu be rauben, sondern nur in nervöser leberreizung gehandelt. Er sei soeben von einem Landurlaub zurückgekehrt, den er seiner Strankheit wegen erhalten habe.
Funktionärsizung. Schönerlinder Straße 5.
16. Kreis Copenid. 7 Uhr Kreisvorstandsfigung in Cöpenick bei Albert Stippekohl,
92.
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Abt. Neukölln. Freitag, den 24. november: 7 Uhr Abteilungsver fammlung in der Schulaula, Kaiser- Friedrichstr. 208/209. Geneffe Groger spricht über: Politik und Wirtschaft". Die Funktionäre werden ersucht, alle Parteigenoffen einzuladen. Bollzähliges Erscheinen Pflicht.
Gewerkschaftsbewegung
Und zwar nicht in eigener Berson, sondern in Buchform Polizeimannschaften in Caffautos, zu Pferde und zu Fuß, die von herumgetragen von einem Reisenden, der im Auftrage nationalNeue Urabstimmung bei der Hochbahn. gesinnter Männer innerhalb der Bureaus der Turbinenfabrik der Menge beschossen wurden, suchten die Tumultanten mit blant ge- fein Unwesen treibt und zwar mit Genehmigung des Herrn Bermittlungsvorschlag des Reichsarbeitsministeriums. 30gener Waffe und mit Gummifnüppeln zu zerstreuen, was ihnen Direktors Lasche in Begleitung eines von der Direktion gestellten Im Berlauf der Berhandlungen, die zur Beilegung des Konflikts aber nur mühsam gelang. Zeitweilig bot fich ein recht friegerisches Dieners. Es ist rührend, zu beobachten, welch reges Interesse die im Reichsarbeitsministerium stattfanden, wurde vom Ministerium Bild. Die Hauptstraßen wurden mehrfach abgesperrt, die Polizei Direktion an der Verbreitung dieses Buches hat und wie ihr die ein Vermittlungsvorschlag gemacht, der 3 ulagen von 500 bis blieb aber Herr der Lage. Im ganzen wurden 56 Verhaffungen vor- Beit nicht zu kostbar ist, die die Angestellten mit Anhören des Vor- 1500 M. auf die Novemberlöhne des Hochbahnpersonals vorsieht. genommen. Unter den Verhafteten befinden sich die bekanntesten trages sowie Besichtigung der Bilder vertrödeln. Anderseits wird Die Funktionärsigung der Hochbahner war der Auffassung, daß sie kommunistischen Führer. Bei den Aufläufen find eine ganze Anzahl mit großer Energie darauf gehalten, daß die Angestellten auch nicht die Verantwortung für eine Annahme dieser Vereinbarung nicht Menschen verleht worden, 4 wurden ins Krankenhaus geschafft. fünf Minuten ihrer Zeit für eine Privatangelegenheit verbrauchen. tragen fönne und die Belegschaft felbst zu entscheiden habe.. Es Plünderungen fonnten am Montag abend verhindert werden. Auch Die auf dem Boden der Republik stehenden Angestellten sollten sich erfolgt deshalb eine neue Urabstimmung bei der Hochbahn, die über der Straßenbahnverkehr konnte aufrechterhalten bleiben. Die Deutsch - diefes Borkommnis für die Zukunft merken, wenn es sich um die Annahme oder Ablehnung dieses Bermittlungsvorschlages entscheiden wird. Findet sich eine Zweidrittelmajorität für Ablehnung, dann nationalen geben der Regierung und der Polizei- Dresden hat einen Wie war es doch ist nicht Rathenau, der in mancherlei Be tritt ohne weiteres der noch aufrechterhaltene Streitbeschluß fozialdemokratischen Polizeipräsidenten die Schuld an den Un- ziehungen zur AEG. stand, von nationalen Propagandisten er in Kraft. ruhen, weil sie die Versammlungen und die Demonstrationszüge nicht mordet worden? von vornherein verbot und nicht rechtzeitig gegen die Unruhen aufgetreten fei.
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Eine deutschnafionale Anfrage wird also die Ursache der Befprechung dieser Borgänge im Landtage sein.
Devisenkurse.
1 holländischer Gulden
1 belgischer Frank
1 norwegische Krone
1 dänische Krone.
1 schwedische Krone
1 finnische Mark
1 japanischer Jen
1 italienische Lire
1 Bfund Sterling
1 Dollar
...
1 französischer Frank
1 Schweizer Frant.
21. November Käufer Berkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 2418.93 2431.07 2234.40 2245.60
20. November Räufer Berläufer ( Geld-)( Brief-) Kurs
Verbreitung ihrer Jbeen handelt.
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Betrügerischer Bankrott.
Die falsche Bilanz.
Neuregelung der Staatsarbeiterlöhne. Durchschnittliche Stundenlohnerhöhung von 50 M. Die gestrigen Verhandlungen im Reichsfinanzministerium für Eine in der neueren Zeit sehr selten gewordene Antiage die Neuregelung der Staatsarbeiterföhne führten zu folgender Berwegen betrügerischen Banterotts beschäftigte in drei- einbarung zwischen der Regierung und den Spißenorganisationen: Ab 15. November erfahren die Stundenlöhne eine durchschnitttägiger Berhandlung das Schwurgericht des Landgerichts I. Angeflagt war der Fabrikant Wilhelm Tewes als Schuldner, über liche Erhöhung von 50 m., so daß sich der Gesamtlohn eines männdessen Vermögen das Ronfursverfahren eröffnet worden ist, in der lichen Arbeitnehmers in Ortstlaffe A Lohngruppe I auf 179 m. Abficht, feine Gläubiger zu benachteiligen, Vermögenswerte beiseite stellt, Lohngruppe II 174,50 m., Gruppe III 170 m., Gruppe IV 165 M., Gruppe V 163 m., Gruppe VI 161 M., Gruppe VII geschafft und Handelsbücher so unordentlich geführt zu haben, 159 m. pro Stunde. Die Spannen zwischen den Ortsklassen A, B, Aurs daß sie keine Uebersicht über die Vermögenslage gestatteten. Gleich C, D, E betragen 3,50 m. pro Stunde. Die Kinderzulage murde 2643.37 2656.63 3eitig lautete die Anflage gegen Temes auch auf fortgelegten von 8 Mm. auf 15 M., die Frauenzulage von 5 M. auf 10 M. erhöht. 2418.93 2431 07 Betrug, durch den er sich im Jahre 1918 die damals außerordent Weibliche Arbeitnehmer erhalten 70 Broz. der oben angeführten 441.39 443.61 lich hohe Summe von etwa 1½ millionen Marf verschafft Sätze, die Ortsklassenspannen betragen bei ihnen 2,50 M. 1236.90 1243.10 haben sollte. Mitangeklagt megen Beihilfe war seine Ehefrau Bei weiterem Fortschreiten der Teuerung bleibt der Zeitpunkt 1356.60 1363.40 2nna Lewes aus Königsberg . einer neuen Teuerungsattion vorbehalten. Die Verhandlungen über 1795.50 1804.50 Die Verhandlung, die im gewissen Ginne einen Gegensatz die Neuregelung der Beamtengehälter beginnen heute mittag. 172.06 172.94 zu dem Fall Kupfer bildete, nahm einen Riefenumfang an, 3241.87 3258.13 da nicht weniger als 60 3eugen und zahlreiche Sachverständige Der Schiedsspruch in der Berliner Metallindustrie. 291.76 293.24 308.22 309.78 zu nernehmen waren. Der Angeklagte hatte im Jahre 1907 das Eine Versammlung aller Funktionäre aus den Betrieben, die 27531.- 27669.- 30024 25 30175.25 Bandagengeschäft von Paalzom fäuflich erworben und, troßdem es dem Verband Berliner Metallindustriellen angeschlossen und Mit6159.56 6190.44 6758 06 6791.94 sich um einen Großbetrieb handelte, feinerlei faufmännische Bücher glieder einer zum Metallfartell gehörenden Organisation find, nahm 461.34 463.66 473.81 476.19 geführt. Erst später richtete er eine Art Buchführung ein, die aber am Montagabend in der Bößow- Brauerei Stellung zu dem Ergeb768.07 771.93 842.88 847.12 feine Uebersicht über die Vermögenslage gestattete. Wie die Antlage nis der Lohnverhandlungen. Urich berichtete, baß zunächst eine Zu 1152.11 1157.89 1239.39 1245.61 behauptet, soll bereits im ersten Geschäftsjahr eine erhebliche Unter- direkte Verständigung mit den Arbeitgebern versucht wurde. 1024.93 1030.07 bilanz entstanden sein, welche T zwang, verschiedene Darlehen auf dieser Verhandlung waren auch mehrere Kollegen aus den Be9.32 9.38 zunehmen. Er verschwieg feinen Lieferanten die Tatsache der betrieben erschienen. Die Arbeitgeber erklärten daraufhin, daß sie 210.72 211.78 reits vorhandenen Ueberschuldung und fälschte im darauf folgenden nur mit der Lohnfommission verhandeln würden. Auch das ErJahre die Bilanz in der Weise, daß sie mit einem Geminn abschloß. fuchen der Lohnfommission, im Beisein der aus den Betrieben er48.37 48.63 Der Angeklagte begann nunmehr durch Zeitungsinserate Teilnehmer fchienenen Arbeitervertreter zu verhandeln, wurde abgelehnt, und 104.78 105.27 für sein Geschäft zu suchen und erreichte damit, daß sich eine große I die Sigung turzerhand abgebrochen.
428.92 431.08 1122.18 1127.82 1226.92 1233.08
1615.95 1624.05
154.61 155.39 2967.56 2982.44
1 brasilianischer Milreis
1 spanischer Peseta
942.63
100 österr. Stronen( abgest.)
1 tschechische Krone
1 ungarische Strone
1 bulgarischer Lewa
1 jugoslawischer Dinar
947.37