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Gewerkschaftsbewegung

Achtstundentag und Textilindustrie.

Die anschließende Aussprache, befunbete eine große Mißftime mung über das ablehnende Verhalten der Arbeitgeber und den Schiedsspruch, der noch nicht einmal 30 bis 35 Proz. des Reallohns der Vorkriegszeit bedeutete. Schließlich lehnte die Versammlung den Schiedsspruch einstimmig ab.

Müller erklärte hierauf, daß die Organisationsleitung nunmehr den gebotener Weg einschlagen werde. Die Kollegenschaft möge in­zwischen teine Sondervereinbarungen mit den Arbeitgebern treffen, aber auf den Ruf und die Anordnungen der Organisation achten.

Lohnbewegung der Wachangestellten.

Wirtschaft

Die genoffenschaftlichen Tagungen im Jahre 1923. Mag Coben Reuß hat seine Einwände gegen den Acht­Die diesjährigen Tagungen des Zentralverbandes beuta undentag in einer Broschüre zusammengefaßt. Darin wird u. a. fcher Konjumvereine beginnen mit der gemeinschaftlichen Ver­dargelegt, daß es fraglich. meist sogar unwahrscheinlich sei, daß fammlung des Vorstandes, Ausschusses und Generalrats am 29. und eine Intensitätssteigerung der Arbeitsleistung infolge 30. April in Göttingen . Dann folgen die Verbandstage der zehn Revisionsverbände. Am 5. und 6. Mai werden der Verband nord des Achtstundentages überall erfolgen werde. Das hänge in hohem westdeutscher Konsumvereine in Lübeck und der Verband Maße davon ab, ob bei der Herstellung des Produkts die Haupts württembergischer Konsumvereine in Friedrichshafen tätigkeit durch Maschinen oder durch Arbeiter erfolgt." Im letzteren Falle ist es natürlich sehr biel eber Nach Abschluß des Lohnabkommens für den Monat Januar be-( Bodensee ) ihre Tagungen abhalten. Der Verband der Konsum­möglich, die Arbeitsintensität zu steigern, da sie von arbeitenden tragen die Löhne der Eeparatwächter 57 000 M., der Revierwad,.er genoffenschaften in Rheinland und Westfalen wird zum 9. und 10. Mai nach Godesberg , der Verband schlesischer Menschen selber abbängt. Wird die Hauptarbeit indes von der 58 860 m., der Kontrolleure 61 575 M. Folgende Gesellschaften haben Maichine geleistet, so liegen die Dinge viel schwieriger; dann das Lohnabkommen unterzeichnet: Berliner Bach- und Schließ- Konsumvereine zu den gleichen Tagen nach Neu- Salzbrunn läßt sich nämlich eine wesentlich gesteigerte Arbeite intensität nur gesellschaft; Deutsche Wachgesellschaft; Deutsche Wachgruppen, In den Verbandstag einberufen. Am 10. und 11. Mai soll die Tagung burch technische Verbefferungen erreichen, so wie in sehr vielen fpeflion Oberspree; Wachgesellschaft für Berlin und Vororte; Nacht Frankfurt ( Main ) stattfinden, während am 12. und 13. Mai der Gewerben, besonders fibera da, wo, wie in der Zegtil. wachgesellschaft Charlottenburg; Neuköllner Bachgesellschaft; Allge Berbandstag des Berbandes oft deutscher Konsumvereine in industrie, die Hauptarbeit durch automatische meine Bachgesellschaft des Westens; Wachgesellschaft für Berlin und Nachbarorte; Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Grundbefizer; ach veréine in Gotha abgehalten wird. Auch am 13. und 14. Mai Finsterwalde und der des Verbandes Thüringer Konfum Maschinen bollzogen wird." inftitut Hauptmann a. D. Steinweg, Harun el Rajchid; Machgesell- werden zwei Berbände tagen, und zwar der der mittelbeutschen schaft Monopol"; Bachgesellschaft Dculus". Alle anderen in Berlin egiftierenben, hier nicht genannten Ge. Ronfumvereine in Nordhausen und der der fächsischen Kon­[ ellschaften stehen nicht mit uns im Tarifverhältnis. Sie lumpereine in Meißen . Endlich findet am 26. und 27. Mai der Verbandstag bayrischer Ronsumvereine in Ansbach statt. beschäftigen un organisierte Leute, um billige Arbeitskräfte zu Als Abschluß dieser Tagungen folgt der 20. ordentliche haben. Wir bitten die Betriebsräte darauf zu achten, daß die Genossenschaftstag vom 18. bis 20. Juni in Görliß. Ihm Bewachungen nur von Gesellschaften ausgeführt werden, die die voraus geht wie immer am 17. Juni eine Sigung des Generalrats. tariflichen Bereinbarungen innehalten. An den Genossenschaftstag selbst schließen sich am 21. Juni an die 28. ordentliche Generalversammlung der Großeintaufs- Ge­fellschaft Deutscher Ronfumpereine m. b. 5. und die Konsumvereine.

Demgegenüber verweist der Textil- Arbeiter", das Drgan des Deutichen Textilarbeiterverbandes, darauf, daß die Hauptarbeit in der Textilindustrie zwar von der Waichine beforgt wird, jedoch nur unter angeftrengter Tätigkeit des Arbeiters. Die Tätigkeit des Arbeiters ist darauf gerichtet, den fortgefeßten Lauf der Maschine zu ermöglichen und ist auf die Bedienung einer Anzahl von Maschinen eingestellt, welche diese Tätigkeit vollauf beanspruchen. Läßt die Tätigkeit des Arbeiters infolge Er müdung durch überlange Arbeitszeit nach, dann werden die Stillſtände der Maschinen häufiger und länger. Jede Unachtſamleit

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Die beschließende Zahlstellenversammlung am 7. Januar hat elfte ordentliche Generalversammlung der Verlagsgesellschaft deutscher

führt zu großen Störungen und Stillſtänden. Aus diesem Grunde ergibt sich auch eine erhebliche Differenz in den Leistungen der einzelnen Arbeiter. In der Weberei betrug die Spannung in der den Schiedsspruch des Bezirkslohnamtes vom 4. Januar angenom men. Da bem Schiebsspruch auch die Arbeitgeber zustimmten, Borkriegszeit in der Leistungsdifferenz bis zu einem Drittel. Wenn die Maschinen automatisch die Hauptarbeit verrichteten, dann tommt der erhöhte Lohn erstmalig am 12. Januar zur Auszahlung. würden derartige große Leistungsdifferenzen bei gleicher Arbeit und Ein Antrag, ber sich in schärfster Form gegen das Verhalten ein gleichen Maschinen nicht möglich fein. Diese Leistungsdifferenzen zelner Arbeitervertreter während der Tagung des Vorläufigen ergeben sich lediglich aus der Tätigkeit des Arbeiters felbst. Aber Reichswirtschaftsrats vom 13. bis 15. Dezember 1922 bezüglich des auch die Praxis in der Nachkriegszeit nach Einführung des Act- Arbeitszeitgefeges aussprach, wurde angenommen und damit den stundentages ergab, daß die Leistungen der Arbeiter fo betreffenden Arbeitervertretern das größte Mißtrauen ausge­gestiegen sind, daß sie hinter der Friedensleistung nicht[ prochen. Die erhöhten Beitragssäge für die Berliner Gemert­schaftstommission fanden Zustimmung. mehr zurüdstehen."

Daraus geht berbor, daß mancher auch über Dinge, die er nicht genau fennt, mit der angenommenen Sicherheit des Sach. verständigen Gutachten abgeben und Abhandlungen schreiben fann. Um zu beweisen", was zu beweisen war.

Einigung in der Mäntelkonfektion.

In einer Bersammlung ber in der Damen- und Mädchen mäntelfonfettion beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag im Gewerkschaftshaus berichtete Branchenleiter Krämer, Gin ,, Chefredakteur" für Unternehmerverbände. daß die Arbeitgeber bereit feien, ab laufende Woche einen Zuschlag Beim Lindener Lotalarzeiger" war ein junger Mann, Karl von 30 Proz. auf die bestehenden Löhne zu gewähren. Er habe Wiaria Hageneier, in der Redaktion beschäftigt. Das Blatt ging ein zugesagt, der Branchenversammlung diesen Vorschlag zu unter­imd die Deutschnationale Partei, die den Betrieb übernahm, hatte breiten. Der Redner tam zu dem Schluß, daß es fich angesichts der entweder tatsächlich feine Berwendung für den jungen Mann, aber zurzeit vorliegenden Verhältnisse wohl empfehlen würde, auf das sie unterschätzte seine Gesinnungstüchtigkeit. Der junge Mann mußte Angebot einzugehen, aber baldmöglichst neue Forderungen zu stellen. fich also nach etwas anderem umsehen und fam unter die Gelben", mit dem Zuschlag von 30 Proz. würden sich die Zeitlöhne für männ­an die Deutsche Arbeiterzeitung". Aber auch da wurde er entliche Facharbeiter auf 20 405 m., für Modellarbeiterinnen auf laffen, meshalb er sich selbständig" machte. Er ernannte fich zum arbeiterinnen auf 9680 m. wöchentlich stellen. Nach längerer Dis 13 965 m., für Jadenarbeiterinnen auf 12 860 m. und für Rod Chefredakteur mit 23 Jahren und gründete einen Informations­dienft" für Unternehmervereinigungen, gegen die Arbeiter. Bei den fusion wurde dieser Einigungsvorschlag von der Bersammlung Gelben hat der Mann offenbar gelernt, was zu dem Betrieb ge hört. Er bezeichnet feinen Kritischen Informationsdienst" als ver­freulich, erzählt den Unternehmern, daß dessen Mitteilungen als eine große Gefahr für die Gewerkschaftsbewegung betrachtet würden und daß man ihn zu Unrecht verdächtige, e colle feine als langjähriges Gemertschaftsmitglied" im Dienste der Gewerkschaften( der Gelben) erworbenen Renntnisse für die Unternehmer verwenden. Da der junge Mann es verstanden zu haben scheint, einige Unternehmer für sich zu interessieren, sah sich unser Parteiblatt in Hannover , der Boltswille", zu diesen Feststellungen veranlaßt.

Tarifvereinbarung im Bankgewerbe.

Gestern nacht fam nach Mitteilung des Algemeinen Berbandes der Deutschen Bantangestellten folgende Bereinbarung mit den Tarif parteien zustande: Die vorläufigen Januarbezüge betragen das 44fache des Schiedsspruches Dom 12 November 1922. Daburd) wur den 32 Prog. der Januarteuerung, gemessen an der Reichsinderziffer, abgegolten. Die Kinderzulage miro allgemein auf 7000 m erhöht. Der Sonderzuschlag für überteuerte Drte in Höhe von 2%, 5, 7%, 10 und 12% Pro3. vom tariflichen Monatsgehalt einschließlich Kinder zulage, aber ausschließlich Haushalts- und Befagungszulage, gelangt ab 1. Januar 1923 zur Auszahlung."

Lohnkampf der Tapezierer.

Die Tapezierergehilfen Groß- Berlins haben sich vergeblich be­müht, mit den Arbeitgebern zu einer Berständigung über die Jas nuarlöhne zu gelangen. Sie forderten einen Zuschlag von 30 Broz. auf die Dezemberföhne, während die Arbeitgeber zunächst überhaupt feine Reigung befundeten, auf eine Lohnerhöhung einzugehen und Schießlich nicht mehr als 10 Broz. bewilligen wollten. Der von den Bertretern der Arbeiter angerufene Schlichtungsausschuß fällte einen Spruch, nach dem für die Beit vom 6. bis 15. Januar eine Lohnerhöhung von 17% Broz. und für die Zeit vom 16. bis 31. Januar eine solche von 32 Broz. zu gewähren ist. Hiernach würde der Höchstlohn von 431,25 m. bis zum 15. Januar auf rund 400 und vom 16. bis zum 31. Januar auf 450 m. steigen.

angenommen.

Der Schiedsspruch für das Berliner Baugewerbe, den das Bes dirtslehnamt abgegeben hat, ist von den beteiligten Arbeitgeber. und Arbeitnehmerorganisationen angenommen worden. Der erhöhte Lohn wird erstmals am Freitag ausgezahlt.

Die neuen Cöhne der Reichs- und Staatsarbeiter, die um etwa 30 Broz. aufgebessert wurden, ergeben für angelernte Arbeiter der Lohngruppe 5 einen Stundenlohn von 293 m. ab 1. Januar und Don 343 m. ab 16. Januar. Die Kinderzulage wurde um 5 M. und die Frauenzulage um 9 M. erhöht. Wie verlautet, hat das Reichsfinanzminifterium bereits alle techmischen Borbereitungen getroffen, um zu Anfang nächster Woche die erhöhten Bezüge aus. zuzahlen.

Betriebsräte!

Die Bollverfasttlungen der Gruppen finden ftatt: XI Metallindustrie am Montag, ben 15. Januar, abends 7 Uhr, in ben Sophien- Sälen, Sophienstr. 17-18. VII Solzindustrie am Dienstag, den 16. Januar, abend 7 Uhr, im Dresdener Rafino, Dresdener Str. 96.

IV Chemische Jubustrie am Freitag, den 19. Sanuar, abends 6 Uhr, im Ge wertschaftshaus, Engelufer 24-25, Gaal 3.

I Bant und Hanbel, XV Sozialversicherung, V Freie Berufe am Donnerstag, ben 18. Sanuar, abends Uhr, in den Sophien- Sälen, Berlin , Sophien. ftraße 17-18.

23.

II Bekleidungs- und Zegtilinbaftrie, X Seberindustrie am Montag, den 22. Januar, abends 7 Uhr, in Biltes Festfalen, Berlin , Gebaftianstr. 39. VIII Sandwirtschaft, IX Lebens- und Genußmittelindustrie am Dienstag, den Sanuar, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24-25, Gaal 5. XII Staatliche unb tommunale Behörden, XIII Bertehr am Donnerstag, den Januar, abends 7% Uhr, im Gemertschaftshaus, Gaal 4. VI Graphisches Gewerbe am Mittwoch, den 24. Januar, nachm. 5 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Goal 1. II Bau- unb Steinindustrie am Mittwoch, den 17, Januar, nachm. 5 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Gaal 4.

25.

Tagesordnung: ,, Der Betriebsvat und bie Betriebskontrolle". Es ift Pflicht sämtlicher Betriebsräte, in ihren Gruppenvollversammlungen zu er fcheinen. Als Legitimation dient die Betriebsrätefarte und das Verbandsbuch. Freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale für den Wirtschaftsbezirk Groß- Berlin.

Ueber den Berlauf der Berhandlungen wurde von Müller Generalversammlung im Alexandriner". Wichtige Tagesordnung. Pünktliches Dentscher Bertmeisterverband. Berlin 17, 2eberindustrie. Freitag 5%, Uhr in einer Bersammlung im Gewerkschaftshaus eingehend berichtet. I und vollzähliges Erscheinen aller Stollegen erforderlich.

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Preiserhöhung für Walzeisen. Nachdem die Eisen- und Stahl­industrie ihre Breise bereits über den Weltmarktpreis er höht hat, benugt sie die neue Balutaverschlechterung zu neuen Preis herauffegungen. Der Richtpreisausschuß des Deutschen Stahlbundes letzte mit Rücksicht auf die Berteuerung der Kosten der In- und Auslandserze sowie die Erhöhung der Eisenbahnfrachten die Er­höhung des Thomasstabeifenpreises um 43 000 m. gleich 15,93 Prog. feft, die gleichen prozentualen Erhöhungen erfuhren die übrigen Richtpreisforten. Ab 10 Januar toftet Stabeisen 313 000 m. je Zonne

Für Konzeffionierung des Handels. In einer Sizung beschloß die Kölner Handelstammer, beim Reichswirtschaftsministe rium eine ftraffe Rongeffionierung des Edelmetall. handels zu beantragen, um den unreellen Handel zu befämpfen, ba bie bisherigen Maßnahmen unzureichend gewesen seien. Die neue Bucherverordnung vom 18. Dezember 1922 fei ein Fortschritt, doch biete sie noch nicht die notwendige Unterlage für die Breis berechnung.

Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Giff, Berlin : file Anzeigen:

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9. Januar 1923

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In der Vormittags 3iehung wurden Gewinne über 1750 gezogen...

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4 zu 10000 M 228 40 249629

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20183

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10 zu 4000 M 32573 75897 101752 123541 126602 160 zn 2500 M 8: 0 1905 5330 6644 8979 19686 22694 23867 33080 84453 47470 62593 54700 62161 63081 69869 73653 74567 76781 89135 90856 97515 102108 115015 120549 122950 129420 135611 138206 143027 14-484 148525 168800 171617 176067 181647 86028 387548 188688 188125 196341 198586 199 86 201784 205 15 207808 2085 8 2097 7 210193 217463 18112 218453 22 819 22-005 22 877 226990 229281 229 93 232147 237687 238344 238598 246679 25-084 254 78 262387 266562 274: 45 275 57 277.97 277865 280798 2904.7 290591 295462 296283 312529 327505 330 89 832701 333219 335155 344531 348445 349902 3517-9 366000 357069 357859 859228 62144 364520 365855 867053 37.081

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