Abendausgabe Nr. 154 ♦ 4H. Jahrgang Ausgabe g Nr. 77
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Die Essener Karsamstagstragödie wird, wie zu erwarten war, von französischer Seite anders dargestellt als von deutscher. Nach den französischen Berichten sollen sich unter den Arbeitern„nationalistische Provokateure" befunden haben» die von der Kruppdirektion beauftragt gewesen sein sollen, einen Zwischenfall herbeizuführen. Die Soldaten sollen mit Steinen und Kohlenstücken beworfen worden sein. Unterstellt man diese zweifelhaften Angaben als wahr, so bleibt doch die Tatsache bestehen, daß keinFranzosever- letzt ist, aber 11 deutsche Arbeiter getötet und 32 verwundet worden sind. Auf der einen Seite standen 12 Soldaten, auf Ser anderen 5000 Arbeiter. Hätten die Arbeiter gegen die Soldaten feindliche Absichten gehabt und sich zu ihrem Emp- sang entsprechend vorbereitet, so wäre es den Soldaten, trotz ihrer schweren Bewaffnung, übel ergangen. Zur Benutzung der Maschinengewehre wäre es dann vermutlich gar nicht ge» kommen, und ebensowenig hätte das Militär den Schauplatz seiner Heldentat ungehindert und unverletzt verlassen können. Die sranzösische Militärbehörde bat zu dem verübten Ver- brechen eine schwere Beleidigung der Arbeiterschaft hinzugefügt. indem sie die Behauptung aufstellte, die Arbeiter hatten sich von den Kr up pdirektoren.auf hetzen lassen. Um dieser Behauptung einen Schein von Wahrscheinlichkeit zu ver- leihen, hat sie einige Direktoren gesangen genommen. Dieses Manöver könnte, wenn man von seiner Abscheulichkeit absieht, in Deutschland nur Gelächter erwecken, so aberwitzig ist die Borstellung, daß sich die Arbeiter von den Kruppdirektoren— offenbar zur höheren Ehre der Firma— zu einem lebensgefährlichen Tun verleiten lassen könnten. Die Verhaftung der Kruppdirektoren ist nichts weiter als ein Versuch, die Aufmerk- samkeit von denen abzulenken, die sich wirklich das Zuchthaus verdienten, indem sie 11 unschuldige Arbeiter ermordeten. Nach dem Bericht des französischen Kriegspressequartiers sollen sich nach der Katastrophe die Arbeiter vor der Redaktion de»„soüalistischen"„Ruhr-Echo" oersammelt und erklärt haben, daß sich der Zwischenfall hätte vermeiden lassen, wenn nicht „Provokationen von feiten der Unternehmer stattgefunden hätten". Abgesehen davon, daß das„Ruhr- Echo" kein sozialistisches, sondern ein kommunistisches Blatt ist,- glauben wir nicht, daß die vor seinen Räumen versammelten Arbeiter sich dazu hergegeben haben, etwas zu tun, was nur als bestellte Arbeit für militaristische Arbeitermörder bezeichnet werden tonnt«. * Die Bluttat französischer Soldaten im Krupp -Werk hat nicht vermocht, die Essener Bevölkerung aus ihrer Selbstbe- herrschung herauszureißen. Sie hat der Besatzung keine weitere Gelegenheit gegeben, moderne Kriegswaffen gegen wehrlose Zivilisten zu gebrauchen. Die Fran.zosen haben vier Krupp-Direktoren verhaftet, zwei weitere konnten nicht festgenommen werden, weil sie nicht anwesend waren. In einem Protestschreiben des(ausgewiesenen) Re- gimmgspräsidenten Dr. Grützner an Degoutte heißt es: i.' 31. März 1023 haben Ihnen unterstellt« Truppen bei dem rechtswidrigen versuche, in den Kruppschen Werken in Essen Werksautomobile zu entwenden, unter den Arbeitern, die sich In vorbildlicher Entschlossenheit dem Vorhaben widersetzten. sie dieser wichtigen Produttions mittel zu berauben,«in Blutbad angerichtet. Ich Hab« in den letzten Tagen im unbesetzten Deutschland in öffentlichen Versammlungen das Verhalten Ihrer Truppen seit dem 11. Januar 1023, dem Tage der Uebemahme Ihrer Aufgab«, ein« friedliche Ingenieurkommission zu schützen, wiederHoll zusammenfassend dahin geschildert, daß es kein Verbrechen and Vergehen des deutschen Strasgeschbuche». ja der Sriminalgesetzgebnng der gesamten Sulturwelt gebe, das Ihre Truppen auf deulschem Voden feit dem 11. Januar 1023 nicht begangen hätten. Ich hält« nicht geglaubt, daß dies« mein« Wort« durch den Arbeiter- Massenmord d«s Essener Blutsonnabends ein« derart rasche, fürchter- liche Bestätigung finden würden. Ich spreche Ihnen diesmal als Worthalter der Ermordeten, Schwer- und Leichtverwundeten und künftigen Krüppel, dann deren Witwen und Waisen, Frauen und Kinder meinen tiefsten Abscheu über das Wüten Ihrer Ihnen unterstellten Soldateska, besonders deren Offiziere, aus. Ich bin überzeugt, daß mein Urteil die Billigung aller Völker finden wird, denen das menschliche Leben noch ein Heiligtum ist, und glaub«, daß der Essener Blutsonnabend den Ruf Frankreichs als eines Kulturträgers, der durch die Ereignisse der letzten 13 Wochen, auch unter seinen bisherigen Freunden und in großen Teilen des fran- zösischen Volkes selbst, schon schwere Einbußen erlitten hat, auf Jahr- zehnte, vielleicht Jahrhunderte hinaus in da»(Zeg enteil verwandelt hat. Ich betrachte es schließlich nicht als das Walten eines blinden Zufalls, sondern ol, Fügung einer höheren Gewalt, daß sich tzer Aarsamstag der Ermordung und Verwundung zahlreicher treuer Söhne der Katholischen Kirche gerade in dem Augenblick er- eignete, wo der beglaubigte Vertreter Se'ver Hnligkeit des P a p st« i» des unentwegten treuen Hüter» und Förderers der Menschlichkeit, Mild« und Gerechtigkeit, in den Mauern Essens weilt- Sie Herr General, und die französisch« Regierung haben durch die Agence H a v a, die Meldung verbreiten lassen, daß Ihre Trupp« durch Gewalttaten der Kruppschen Arbeiter zu ihrem mörderischen Vorgehen veranlaßl
worden sei. Schon jetzt weis« ich dies« vom französischen Standpunkt aus wohl verständliche Fälschung entschieden zurück: Wenn Kruppsche Arbeiter sich spontan dem Versuche, sie ihrer Produktions- mittel zu berauben, durch Massenaniammlungen mitten aus der Werkstatt heraus und durch Worte berechtigter Entrüstung zu er- wehren versuchen, wenn sie es fertig bringen, diszipliniert, wie sie es als qualifizierte deutsche Arbeiter des Ruhrbezirks sind, durch ihren Betriebsrat der Trupp« den ungefährdeten Rückzug und Abmarsch zu sichern, so entfällt damit aber auch der leiseste Vor- wand für die Trupp« und ihre Führung für«in Massenverbrechen der Feigheit, w«e sie es begangen hoben. Als geradezu kläglich muß ich schließlich das Beginnen bezeichnen, die Direktoren für die Ansammlung verantwortlich zu machen, da es doch auch Ihnen, Herr General, nachgerade genügend bekannt sein muß, daß sich die Arbeiter des Ruhrbezirks in ihrem außerberuflichen Handeln von ihren Vorgesetzten niemals beeinflussen lassen, und da wohl auch Sie nicht behaupten wollen, daß der Zeitpunkt der beabsichtigten gewaltsamen Requisition der Werksautomobil«— früh zwischen 7 und 8 Uhr— den Werkdirektoren vorher bekannt. gegeben worden sei. Ich hoff« von Ihnen, Herr General, unter ausdrücklicher De- tonung, daß der Esicner Arbeitermassenmord das gesamt« besetzt« Gebiet, besonders den Ruhrbezirk, zur Siedehitze erregt hat, daß Sie unverzüglich alle Maßnahmen ergreifen, die wenigstens Ihr« Absicht erkennen lassen, daß Sie sich nicht mit jenem Massenmord identifizieren. Das schwer« Unrecht wird auch die strengste Sühn« nicht ungeschehen machen. Zum Schluß seien Sie versichert, Herr General, daß ich die scharfe Sprach« dieses Schreibens nicht spreche, weil ich zurzeit im unbesetzten Deutschland weile. Ich erkläre mich ausdrücklich bereit, dafür vor jedem französischen Kriegsgericht mit msiner Person einzustehen, sofern mir dieses im vollen Umfange die Erbringung des Wahr» heitsbeweife» für meine Behauptungen zusichert. Wenn Sie und die französische Regierung die Wahrheit nicht zu fürchten brauchen, dann wählen Sie diesen Weg! Fr. Grützner. pariser Darstellung. Paris . 2. April. (TU.) Die Pariser Presse hat das Drama von Esien erst am Sonntag morgen mitgeteilt-, diese Zurückhaltung dem Ereignis gegenüber, das säion am Sonnabend mittag hier bekannt sein mußte, dürfte wohl auf«inen Wink von oben zurückzuführen sein. Für die Pariser bürgerlichen Blätter bandelt es sich bei dem Zusammenstoß nicht rur um einen von der Fabrikdirektion heraufbeschworenen Angriff onk die französischen Truppen, fondern es soll auch bewiesen sein, daß dem Angriff eine besonder« Vorbereitung der Fabrikarbeiter durch Flugschriften und durch die Einreihung entlassener Schupobeamter in die Arbeiterschaft vorangegangen sei.(!) Um den Eindruck zu er- wecken, daß der ganze Vorgang von langer Hand vorbereitet worden sei betont die Press«, daß gleich nach der Abfeucrung der Schüsse und dem Abzug« der Soldaten ein Vhotograph aus dem Dach« des benachbarten Fabrikgebäudes erschien und die VerlammelKn aus- fordert« ihre Hände doch zu heben, um das Bild ein«r un- schuldig angegriffenen Menge aufz,m«hmen. Di« meit'-m Blätter klagen die deutsche Regierung der Hauptschuld an dem Zusammen- stoß an. Van Berlin seien die Weisungen gegeben morden, die zu diesem Zusammenstoß führten. Pertinax macht für die Er- schießung und Verwundung der Kruppschen Arbeiter nicht nur die deutsch « Regierung, sondern auch Herrn Romsaq Maedonald, den er in diesem Zusammenhang ausdrücklich nennt, verantwortlich. L'Avenir" fübrt aus. der Zwischenfall sei künstlich herbeigeführt worden, um Amerika und England zu einem Eingreifen zugunsten Deutschlands zu veranlasien. Die kommunistische„Humanite" kritisiert scharf das Bor- gehen der französischen Soldaten und meint, daß dieser Vorfall schon längst vorauszusehen gewesen sei, und daß. wenn- die Besetzung fortdauern sollt«, logischerweise solche blutigen Zwischenfalle wiederkehren wüßten. Das Blatt schreibt dann ironisch:„Die Erschießung der Deutschen ist von den Deutschen in Essen vorbereitet worden. Denn e? ist für da» Frankreich , das unter Paincarä steht, unbedingt notw<ndig, daß diese Version verbreitet wird, damit der bereits veröffentlichte Entschluß, alle eventuellen Empörungen sosort an Ort und Stelle im Keime zu ersticken, gerechtfertigt wird. Bar'» 3. April.(TV.) Räch einem Berliner Telegramm der „Humanite" hätten die Arbeiter dees Dttriebsrats die Absicht ge- babt die vor der Garage umringten französischen Soldaten zu stützen. Si« seien von„nattonalisiischen Elementen", darunter vor allern Studierenden, mit Steinen beworfen worden. Die Franzosen gaben Feur, und nur die Arbeiter, nicht aber die Studierenden wurden getroffen. m—nvirniuiM y—- ,»� ,»»»�» ffaussewenöunq an öer Sörse. An der Berliner Börse fand heute ein offizieller Verkehr nur in Devisen und Roten statt. Die feste Tendenz für aus- ländische Zohlungcmitte'. die schon am Schluß der Vorwoche her- vorhat, hätt angesichts de- ständig wachsenden Inflation und der gcste'aerien Spannung im Rubraabiet weiter an. Auch da» Er- gebnis der Dallarschcchani'ihe bildet nach immer den Gegenstand lethcftcr Erör'erungcn. D'e Reich sbank mußte beute wieder verhältnismäßig qc-ki» Tevisenbeträze cpfern, um stärkeren Kursstc'g'.runne. entgegenzuwirken. Di« Tendenz der Effekten-blieb ebenfalls fest.
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Kruppüirektorium gegen havasüarstellur�,. Essen, 3. April. (WIB.) Die Firma Krupp teilt mit: In dem Havasbericht wird behauptet, das Kommando sei von der Meng mit Revolvern bedroht und unmittelbar, bevor die Svl- baten schössen, angegriffen worden. Wie alle Augenzeugen berichten, hat keiner der anwesenden Arbeiter einen Revolver gehabt. Während des ganzen Auftritt», der etwa zwei Stunden dauerte, hat die Menge trotz ihrer begreiflichen Erregung in keiner Form die Soldaten weder bedroht noch angegriffen. Im Gegenteil wurde der Raum vor der' besetzten Hall« während der ganzen Zeit von Führern der Arbeiter, und Angestelltenschast (Betriebsratsmitgliedern) freigehalten. Dreimal ist von den Führern der Arbeiterschaft der Versuch gemacht worden, das Kvm- mando unter Gewährleistung semer persönlichen Sicherheit zum Abzug zu bewegen. Immer vergeblich. Wenn der Havas- bericht weiter behauptet, die Soldaten seien mit heißen Dämpfen angegriffen worden, so sei demgegenüber fest- gestellt, daß es sich lediglich um Lokomottodämpfe, die zum Fenster der Halle hereinkamen, handelt«. Dies« Dämpf« kamen von Loko» motivm, die sich auf einem unmittelbar hinter der Halle liegenden Gleis befanden. Der Bericht macht ferner da» Kruppsche Diret- torium für den ganzen Borfall veranrworMch, well es durch den Sirenenruf die Arbeiter zum Verlasien der Werkstätten und zu Ansammlungen veranlaßt habe. Es muß aus diesem Anlaß erneut betont werden, daß für das ganz« Einbruchsgebiet zwi- fchen den Werkleitungen und der Arbeiterschaft die Verein. barung getroffen worden ist, keinesfalls unter dem französischen Bajonetten zu arbeiten, imö daß beim Eindringen von S o l- baten sofort durch Sirenenruf aas Zeichen zur Niederlegung der Arbeit gegeben wird. Die Behauptung des Havasberichts die Firma Krupp habe entlassene Schutzpolizeibeamte in die Betriebe eingestellt, um vorkommendenfalls gegen die Fran- zosen provokatorisch aufzutreten, ist selbstverständlich gänzlich au» der Luft gegriffen. Darstellnng ües Setriebsrats. Der Betriebsrat(Arbeiter» und Angestelltenrat) der Firma Friedrich Krupp A.-G., Esien, gibt folgende Darstellung seiner Mit- glieder, die Augenzeugen der Borkommnisie waren: Am 31. März, vormittag» 7 Uhr, besetzten französische Militär- obteilungen die Halle des Lastkrafwagenparks und die im Zentrum der Fabrik gelegene Personenkraftwagenhalle. Während die Besetzung des Lastkraftwagenparks nach kurzer Zeit aufgehoben wurde, blieb die Personenkraftwagenhall« von einem Offizier und elf M a n n besetzt. Da die Arbeitnehmer ein Interesse daran haben, daß die zum Transport von Lohngeldern, Lebensmitteln und aus- wärt» wohnenden Arbeitern benötigten Autos der Fabrik erhalten bleiben(zumal der Eisenbahnverkehr gestört ist), begaben sich zwei Mitglieder des Betriebsrotes zu dem französischen Kommando und fragten den Offizier durch Vermittlung eines deutsch sprechenden Soldaten nach seinem Vorhoben, wobei sie namens der Belegschaft gegen die Beschlagnahme der Autos aus vorstehenden Gründen pro- testierten. Der Offizier gab an, daß er die Halle besetzt halte, bis eine französische Offizlerskommission die für sie brmichbareu Autos aussuchen und beschlagnahmen würde. Weitere Derhandlungen lehnte er ab. Run bestand zwischen der Arbeitnehmervertretung und der Firma die Dereinbarung, daß bei irgendeiner Besetzung des Werkes die Arbeitnehmer durch Sirenensignale, wie es bereits auf anderen Werten geschehen ist, benachrichtigt werden sollten. Auf Grund dieser Vereinbarung wurden nach Verständigung mit dem Direk- torium gegen 0 Uhr die Dampfsirenen gezogen. Die Arbeitnehmer begaben sich dann zu der im Zentrum der Fabrik gelegenen Auto- Halle, um in friedlicher Absicht gegen die Besetzung zu demonstrieren. Während dieser Zeit fanden zwischen Betriebsratsmitgliedern und dem Offizier mehrmal» Verhandlungen statt. Al» gegen lOVi. Uhr abermals eine Kommission, bestehend aus vier Mitgliedern des Be- triebsrotes, in die Toreinfahrt der AutoHall« kam, befahl der Offizier den Mannschaften, in F e u e r st e l l u n g zu gehen, worauf dies« ihre Gewehre sofort in Anschlag auf die Kommission brachten. Die Kommission sprang zur Seite. Einer ihrer Mit- glieder versucht« dann durch Vermittlung eines in der AutoHalle be- fchäftigten Chauffeur» den Offizier zu Verhandlungen zu bewegen. Dieser Wunsch wurde auch dem Offizier überbracht, der jedoch Ver- Handlungen ablehnte mit dem Bemerken, daß er bis zum Er- scheinen der bereit, erwähnten Militärkommission die AutoHalle besetzt halte. Die Mitglieder de» Betriebsrates, soweit sie anwesend waren, beschränkten sich nun nur noch darauf, beruhigend auf d e Menge einzuwirken. Insbesondere der nachher erschossene Arbeiter Zander, Mitglied einer Unterkommission des Betriebsrates, hat sich unter den Augen des Off-ziers ununterbrochen in dieser Weise betätigt. Anscheinend fühlt« sich der Offizier durch ausströmen- den Dampf einer hinter der Halle stehenden Echmalspurloko- motive, ker durch die eingedrückte Zentnerpfeife in diese drang, be. droht und ging gegen 11 Uhr ohne vorherige Warnung mit selner Mann'chaft feuernd gegen die Masie vor. Der Erfolg war, daß 43 Arbeiter sich in ihrem Blute wälzten. Die Masie floh ausein- ander. Das Kommando zog ohne jegliche Deschädigung ab. Sur» darauf wurde ein französisches Auto mit zwei Insassen von der durch da, Bargehen der Franzosen aufs da» Aeußerste erbitterten Meng« angehalten und zerstört. Die Insassen wurden von Mit- gliedern des Betriebsrates und«iniqen Arbeitern der M-enge ent- rissen und beschützt. Ebenfall» wurde em französischer 5kri- minalbeamter in das Betri«b»ratsbureau in Sicherheit gebracht. Soweit der Tatbestand. Die Mitglieder de, Betri«b»rates. Vertreter oller in Frage kommenden gewerkschaftlichen Organisationen, erheben namens ihrer Wähler schärfsten Protest gegen das gewaltsame und rohe Vorgehen des französischen Militärs. Sie erheben gegen das Kom- mando, da» dieses Blutbad angerichtet bat, den Vorwurf, durch be. barrliches Ablehnen unserer v«rsiändiglmg»v«rsuche die S!-