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Nr. 35740. Jahrgang

Beilage des Vorwärts

Die August- Miete.

Um einer Anregung aus Lesertreisen entgegenzukommen, bringen| Schornsteinfegergeld, Müll- und Schladenabfuhrtoften, soweit sie wir nachstehend die einzelnen Säge der Auguft- Miete nach der Ma- be hördlich begrenzt sind, und Stromkosten für den Fahrstuh. Die gistrats- Bekanntmachung vom 27. Juli( Sonder- Ausgabe des Ge- übrigen Betriebskosten werden nur bis zu folgender Höhe meindeblatts vom 30. Juli) in tabellarischer Form. umgelegt:

Borweg sei bemerkt, daß mit dem 1. Juli die U mlegung der Betriebskosten für die Portier wohnung weg­gefallen ist; nur für Mai und Juni sind diese Kosten auf die Räume des Hauses nach dem Maßstabe der Grundmiete umzulegen, soweit dies noch nicht geschehen ist. Bom 1. Juli ab ist die Portier­wohnung bei der Umlegung genau wie eine Mietwohnung zu be. handeln. Ob der Vermieter oder der Portier diese Betriebskosten trägt, richtet sich nach den vertraglichen Abmachungen zwischen beiden; der Mieter braucht sich darum nicht zu fümmern.

Am 1. August tritt außerdem insofern eine Neuerung ein, als die Mieter 5000 v. H. Verwaltungskosten weniger zu zahlen haben, wenn sie am 1. Juli 1914 die Hausreinigung selbst auszu­führen hatten oder wenn sämtliche Mieter eines Hauses später die Verpflichtung zur Hausreinigung übernommen haben. Damit ist einer alten Forderung der Mieterschaft Rechnung getragen.

Die festen Zuschläge.

1. Private Müllabfuhr. Schladenabfuhr Fäkalienabfuhr.

2.

3.

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4. Kesselreinigung.

5. Feuerversicherung

6. Glasschädenversicherung.

7. Wasserleitungsschädenversicher.

8. Haftpflichtversicherung

9. Fahrstuhlbetrieb

für Juli 7 200 Proz.

für August 60 000 Proz. 15 000

2 500

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25 000

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4500 5.000 1000 1000 800 6.000

12 000

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10.000

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2 500

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3 000

PP

2000

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20 000

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Donnerstag, 2. August 1923

deren geschäftstüchtige" Inhaber den Warenmangel mit bis 100 Prozent Aufschlag ausnuten, ohne von der Wucherpolizei daran gehindert zu werden, werden diese unmoralischen Schleichwege tüchtig benutzt. Die Folge davon ist, daß Familien, deren Mitglieder in Berufen tätig sind und deren Hausfrauen auf fleine Kinder auf­zupassen haben, ebenso wie selbständige Arbeiter und Angestellte leer ausgehen und mit trockenem Brot vorlieb nehmen müssen. Indes ungestört der Hamsterpöbel und reiches Gefindel im Fett drin" fizzen. Da die meisten Arbeiterfrauen aus erklärlichem Geldmangel es sich nicht leisten können, Leute zum Anstellen zu mieten oder an anderen Stellen das Doppelte für dieselbe Ware zu zahlen, ist es tatsächlich so.

Warum geschieht nichts dagegen? Eine Kontrolle wäre so leicht: die Meiereien und Geschäfte geben nur gegen Borzeigen z. B. der Zuckerfarte eine entsprechende Warenmenge ab; die Karte wird dann abgestempelt und so die Verteilung garantiert. Ist die Behörde zu scherwerfällig dazu, das zu veranlassen, oder liegt ihr nichts daran? Daß es den Meiereien gleichgültig ist, wer ihre Ware bekommt und fie fett" macht, ist ja bei der sattsam bekannten Geschäftsmoral be­greiflich. Daß die Behörde ebenso denkt, weniger. Oder sollte sie anders denken und mit ihren Verordnungen wiederkommen, wenn es zu spät ist? Genug der Schildbürgereien! Die Behörden mögen umgehend dafür sorgen, daß jeder sein Fett bekommt,

Also: An die Arbeit!

der monatlichen Grundmiete. Hat der Bermieter mehr aufgewendet, als nach diesen Säßen umgelegt werden kann, so ist der Mehrbetrag vor der Umlegung zu streichen. Bei der Umlegung find bekanntlich alle Räume des Grundstücks( auch Vermieter, Verwalter, Portier, usw. Wohnung, sonst fönnte es ihnen blühen, daß fie, aber anders ihr Fett ab­Garagen, Stallgebäude usw.) mit ihren Grundmieten einzusetzen. bekommen". Der Zuschlag für große Instandsehungsarbeiten ist nur auf Grund einer Entscheidung des Mieteinigungsamtes zu Außer der Grundmiete find an festen Zuschlägen für zahlen. Dieses ist dabei vom 1. August ab an eine Höchstgrenze den Monat August zu zahlen: von 10 400 v. 5. der Grundmiete gebunden( für Juli 4000 v. 5.). Die Zuschläge für große und für laufende Instandsetzungsarbeiten werden auf Grund einer Verfügung des Volkswohlfahrtsministers bis auf weiteres in dem gleichen Maße erhöht, wie die Maurer löhne steigen. Damit werden diese Festsetzungen den monatlichen Verhandlungen mit den Vermieter- und Mieterorganisationen ent­zogen und wertbeständig gemacht. Die Festsetzung für Juli gilt zunächst als Normalmaßstab für die weiteren Festsetzungen.

a) Binssteigerungszuschlag b) Verwaltungskosten ein­

schließl. Hausreiniger, Hauswart usw.u.einichl.

A. Jn einfachen Häusern

40 Proz.

Reinigungsmaterial..7960 c) Zuschlag für laufende Instandsetzungsarbeiten 40 000

"

B. In Häusern mit be fonberen Einrichtungen eine dieser Ein- de ft en s 2 biefer richtungen im Einrichtungen 40 Broz.

a) wenn nur b) wenn min.

Betrieb ist in Betrieb find 40 Proz.

9 460

"

40 000

10 960

40 000

Zuſammen| 48 000 Proz.|| 49 500 Proz.| 51 000 Proz. also eine 480fache bzw. 495fache bzw. 510fache Grundmiete( außer der ein maligen Grundmiete als Kapitalzins). Haben die Mieter die Hausreinigung übernommen, so haben sie nur 2960 v. 5. Ber­waltungstoften zu zahlen, also 5000 v. 5. oder eine 50fache Grund­miete weniger.

Es wird also für August nur noch mit vollen Grundmieten gerechnet, ein Verfahren, das von den Mietervertretern gefordert wurde und das sich auch bei der Umlegung der Betriebskosten zur Vereinfachung der Abrechnung empfiehlt; verbleibende Reste, die unter einer vollen Grundmiete bleiben, oder ein durch Abrundung auf eine volle Grundmiete entstandener Ueberschuß für den Vermieter fann bei der nächsten Umlegung verrechnet werden. Wer die Viertel­jahrsmiete Anfang Juli gezahlt hat, muß den Mehrbetrag, der sich für Auguft ergibt, an den Vermieter nachzahlen

Der Betriebskostenvorschuß,

*

In der Zeit vom 15. bis 31. Auguft können die Mieterver­tretungen vom Vermieter die Abrechnung über die Ver­wendung der Instandsezungszuschläge für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni d. J. verlangen. Es ist dringend nötig, daß die Mietervertretungen von diesem Recht Gebrauch machen und fich die Belege nebst der Abrechnung zur Nachprüfung vorlegen laffen Die in wenigen Tagen erscheinende neue Breußische Aus­führungsverordnung zum Reichsmietengesetz beseitigt alle Zweifel über die Anerkennung der Mietervertretung; wir kommen darauf noch besonders zurück.

Wer kommt zu seinem Fett?

Seit dem Beginn der Preisüberhaftung und tatastrophalen Barenknappheit in Fetten, Margarine und Butter kann man wieder vor den Buttergeschäften die aus den Kriegszeiten bekannten Polo­näsen sehen, die auf die noch halbwegs erschwingliche Ware stunden­lang unter polizeilicher Kontrolle anstehen. Nur ein Unterschied außer dem wahnsinnigen Preisunterschied ist zwischen damals und jetzt dem davon betroffenen Beobachter leider bemerkbar, dem von itsbehördlicher Seite aus im allgemeinen Interesse sofort abgeholfen

werden müßte.

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den der Magistrat für Juli erneut festgesetzt hatte, und zwar in Höhe War im Kriege wenigstens die Warenverteilung durch das einer 100 fachen Grundmiete, ist vom 1. August ab auf eine 200fache Martensystem garantiert und kontrolliert, so ist jetzt von einer Kon­Grundmiete erhöht worden. Der Mieterverband, Gau Ber- trolle überhaupt keine Rede mehr. Diesen Umstand benüßen die Tin, die Einheitsorganisation der Berliner Mieterschaft, hatte be leider allzuvielen unsauberen, von Hamstermanie infizierten oder kanntlich durch einstimmigen Beschluß der Vertreterverfamlung die durch ihren prallen Geldbeutel protegierten Elemente, um sich be­Borschußzahlung abgelehnt und die Parole ausgegeben, daß statt fonders reichlich mit Ware zu versehen oder sich auf leichtere, mühe­der Zahlung des Betriebskostenvorschusses die monatliche Abrechnung lose Weise sie zu verschaffen. Merkwürdigerweise beobachtet man über die Betriebskosten erfolgen soll( gegenüber der Vierteljahrsab nämlich in diesen Polonäsen tagtäglich immer dieselben Gesichter. Es rechnung bei der Borschußzahlung). Viele Hausbesitzer haben sich find das einesteils ältere Frauen, ältere Männer und Kinder, die freiwillig dem gefügt, einige haben unflugerweise den Prozeßweg ohne größere Verpflichtungen zu Hause oder in einer Arbeitsstelle beschritten. Gerichtsentscheidungen über diese Streitfrage sind uns sich die Zeit nehmen können, um sich stundenlang anzustellen und jedoch bis heute nicht bekannt geworden. das Tag für Tag zu wiederholen, um auf diese Weise im wahrsten Von den Betriebstoften find bekanntlich diejenigen in Sinne großzügig zu hamstern; anderenteils sind es ebensolche Ge­voller Höhe umzulegen, die von einem öffentlich- rechtlichen stalten, die für diese Hamsterei und das Anstehen vom braven Verband festgesetzt werden, und zwar: Grund- und Gebäudesteuern, Bürger auf dem Geldsack" gemietet und gegen Stunden­Entwässerungsgebühren, Straßenreinigungsgebühren, Wassergeld, bezahlung so mißbraucht werden. In den anderen Geschäften,

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Als die Wasser fielen.

Bon Otto Rung *).

Einer nach dem anderen famen sie. Sie begrüßten ihn recht formell, unzufrieden mit seinem heutigen Arrangement, und fanden es ganz überflüssig, so viel Aufhebens mit Besich tigungen und Gutachten von der Sache zu machen, zumal die meisten von ihnen um der heutigen Sigung willen wichtige Dinge hatten beiseitesetzen müssen. Sie standen in einer Gruppe beisammen und sprachen miteinander; Gude überließ sie sich selbst. Er war für sie wohl nur ein unnötiger, ja sogar beschwerlicher Zuwachs. Direktor Steensen tam in seinem Automobil; um ihn sammelten sie sich und erörterten zufällige Neuigkeiten von Geschäftsleben und Börse, klagten über das Wetter, das rauh und unfreundlich und hin und wieder mit Sprühregen vermischt war.

Steensen begrüßte Gude steif und sprach die Hoffnung aus, daß die Sigung bald überstanden sein würde, da er um ein Uhr eine Besprechung hätte. Er sah ein wenig ungeduldig auf- feine Uhr: es fehlten noch Generalkonsul Martens und Andreas Pauli.-Ein paar von den Herren gingen auf den Dampfer und setzten sich mit über dem Stod gekreuzten Hän den auf die langen Wachstuchsize achtern. Schon hier am Rai schaukelte der Dampfer leise. Der eine Herr, Fabrikant Dyr hammer, sah magenleidend aus und murmelte sein Unbe­hagen, während der andere, Ludwig France- der Leiter der großen, von der Bank gestützten Banffirma nur bleich lächelte, aber mit zusammengebissenen Zähnen dasaß und

ich eigentlich auch gern wissen, wie die Dänische Werft jetzt nach der Sintflut aussieht!"

Der Flughafen auf dem Tempelhofer Feld.

Maßgebende Verhandlungen in London .

An der äußeren Vollendung des Flughafens auf dem Tempel­hofer Felde wird zurzeit mit großer Energie gearbeitet. Da die Herstellung des Flughafens in seiner vorläufigen Form durch die rasende Geldentwertung sehr in Frage gestellt worden war, sind die Arbeiten in die produktive Erwerbslosenfürsorge, die das Reich bekanntlich finanziert, einbezogen worden, und so arbeiten gegenwärtig über 400 Erwerbslofe an der Planierung des Hafengeländes, das nach seiner Fertigstellung geradezu ideale Start- und Landungsmöglichkeiten bieten wird. Inzwischen finden zwischen Deutschland und dem Ausland die Verhandlungen über die Einbeziehung des Berliner Flughafens in das Internationale Luftver­fehrsneh weiter statt. Gegenwärtig weilt eine deutsche Kommission in London , wo mit Vertretern der Entente über die Frage des Anschlusses Deutschlands an die internationalen Kon­Brobleme verhandelt wird. England selbst hat einen führenden ventionen sowie über andere damit im Zusammenhang stehende Industriellen nach Deutschland entsandt, der einmal mit den Ver­tretern der deutschen Flugzeugindustrie, dann aber auch mit den in Frage kommenden Behörden Fühlung nehmen soll. Man rechnet damit, daß der Flughafen Berlin Anfang September nollendet sein wird und daß schon im tommenden ein a Frühjahr ausgedehnter internationaler Flugdienst von hier aus aufgenommen werden kann.

Berliner Kriminalpolizei im besetzten Gebiete. Auf die fortgesetzten Notschreie der Bevölkerung des Ruhrgebiets, die von der Regierung Hilfe erflehte gegen die nach der Entfernung der Schutzpolizei entstandene Unsicherheit, nahm das Minifterium des Innern eine Berstärkung der dortigen Kriminalpolizei vor, und so wurde auch eine Anzahl von Berliner Beamten nach dem Einbruchs gebiet verfekt. Das Ministerium bestimmte natürlich nur die Zahl, die das Polizeipräsidium zu stellen hatte, und die Auswahl wurde, ebenso selbstverständlich, von der Leitung der hiesigen Kriminal­polizei getroffen.

Bedauerlicherweise sind einige der versetzten Beamten von der französischen Befagung als" Spione" verhaftet worden. Als dies dem Ministerium bekannt wurde, ordnete es, um nicht auch die anderen diesem Schicksal auszusehen, ihre Zurückziehung an, und sie befinden sich, abgesehen von dreien, die noch in Haft sind, wieder in Berlin . So der wahre Sachverhalt, der natürlich, soweit Verhaf tungen erfolgt sind, sehr zu beflagen ist, aber von jedem Bernünf­tigen nur als ein Glied in der Kette des großen Unglücs angesehen werden wird. Anders das völkische Deutsche Tageblatt". Es sieht in dem Vorfall einen neuen Beweis für die abgrundtiefe Bosheit des Ministers Severing. Er hat, so erzählt das Blatt seinen

Aber Maud Martens hatte ihre Schulter der Gudes ge­nähert, das falte Wachstuch um ihre Knie streifte, flamm mie Ein niedriges blaßgelbes Tourenautomobil tam in sau- die Haut eines Frosches, seine Hand, er sah ihr kleines, reptil­sendem Schwung vor den Zollboden. In ihm saßen General- artiges, schönes Profil, die geschmeidige Krümmung des fonful Martens, Andreas Pauli und eine Dame. Sie trug Nackens unter der Kappe. Ihr Körper folgte melodisch dem eine Wachstuchjacke mit Kappe. Mit einiger Verwunderung Wiegen des Bootes auf dem Wasser. fah Gude, daß es Maud Martens war. Die anderen sprachen von dem Motorrennen und seinem

Doch sie erklärte den anderen ihre Anwesenheit. Sie wollte Ausfall, sie nannten die Namen von Teilnehmern, ihren den Bater nicht allein fahren lassen. Seine Augen waren Damen, den Maschinen und den ausgesuchten Gerichten des schwach, die dunklen Brillen glichen den Augenhöhlen eines Menüs. Pauli berichtete mit rollender Stimme über das Totenschädels, er ging gebückt und mit Beschwer und reichte fürstliche Programm der drei großen Tage, die Herren dis den Nächststehenden flüchtig ein paar Finger über den Stock­griff hinweg. Gude sah er nicht an.

Aber Maud war gleich zu Gude getreten, die blaffen, wasserblauen Augen fuchten in stillem Forschen die feinen. Mit der um den Kopf gespannten Kappe, fchlant, langgliedrig, geschmeidig in dem regenfeuchten Wachstuch, glich sie einer

Taucherin:

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futierten, ob der und jener, der mit dabei gewesen war, noch feinen Rolls- Royce von der letzten Saison hatteja, gewiß! Der fuhr noch flott wie zuvor herum! Der Gedanke schien sie anzuspornen: Der Betreffende hatte Millionen an deutscher Valuta verloren, hielt aber noch seinen Herrensiz mit Park und Motorjacht! Mit verkniffenem Gesicht streifte einer das Gesicht des anderen, als revidierte er heimlich ein Konto und " Sind Sie böse, weil ich mitgefommen bin? Erstens schäßte die Bilanz. Sie hielten noch! Ja, ja, alles wohl an wissen Sie, daß ich ein persönliches Interesse an der Dänischen Bord! Sie lachten leise über eine Geschichte, die Fräulein Werft habe. Ich gehöre mit zu der Schar der Notleidenden, Mauds wegen mit Paranthesen von dem großen Matador die Sie hier sehen." Sie machte eine Handbewegung nach den und früheren Schiffsreeder, Kapitän Becket, erzählt wurde, anderen. Außerdem bin ich, wie Sie wohl wiffen, eine große der, das Jachtklubzeichen an der Müze, die rotgesprenkelten Bewunderin Ihres ganzen Werkes als Wiederaufrichter nach Wangen mit Bigarrenrauch aufblies, und auf Seemannsweise diesen schlimmen Zeiten." Sie lachte: Wer weiß, ob die An- läffig halb über der Reling des Bootes hing. wesenheit einer Frau Ihnen heute nicht Glück bringen wird! Auf jeden Fall" sie sprang gewandt in den Dampfer Andreas Bauli. Ihre Blide bewachten dein Mienenspiel, Aber der Schwerpunkt, zu dem alle hinstrebten, war find wir, wie man in England sagt, alle in einem Boot. Wir froren, wenn er schwieg, atmeten auf, wenn er fein üppiges müssen entweder alle gerettet werden oder alle untergehen!" Lachen rollen ließ. Er zeigte Gude, offenbar vorsätzlich, daß Andreas Bauli hatte seinem Chauffeur einen Bescheid ge er auf seine Gefühle feine Rücksicht mehr nähme. geben und kam jetzt zum Boote herab. Er begrüßte sie flüch­tig alle auf einmal und sprang an Bord. Seine Mienen waren ruhig, aber von einer merkwürdigen verschlossenen Barschlich über seinen Verlust, den er fürzlich an einer zu fallender heit. Unaufgefordert gab er das Zeichen zur Abfahrt:" Los Valuta verkauften Partie Schmalz erlitten hatte. Er war, wie werfen! und full speed- wir haben Gile!" Er schöpfte Atem, Gude wußte, der einzige Solvente des Aufsichtsrates hier an nahm Platz und betrachtete die anderen einen nach dem anderen Bord, doch der Gedanke an die verlorenen paar Millionen Ich hoffe, Sie werden sich nicht wundern, mich hier zu nickte er ein furzes Guten Tag" zu. ernst, mit einem gewissen gebieterischen Zynismus. Gude Papiermark verursachte ihm Herzenspein, sein geistes­schwaches Gesicht hing in schlaffen Säcken, und seekrank war sehen. Die Dänische Werft ist ja Steensens und nicht mein Er war in Motortracht und begann mit etwas zu sehr er obendrein. Es fielen Tropfen von seiner fnorpeligen, lan­Reffort, aber ich habe ganz privat mit größtem Inter - betonter Berstreutheit von dem großen Motorrennen auf dem gen Nase vom Regen oder von Tränen. Das Boot schlug effe Ihr Projekt verfolgt." Er fügte hinzu: Und dann möchte Faröer Strand, das er mitgemacht hatte, zu erzählen. Sein plätschernd gegen das schwarze Wasser. Herr Dyrhammer Racer, eine Fiat- Maschine, hatte im dritten Lauf gefiegt. Er öffnete einen feidenen Regenschirm, behielt ihn aber für sich nickte Maud Martens zu. Na, er hatte ia auch Viktor'a on allein. Konful Martens huftete hohl, und feire Tochter packte Bord gehabt! Ja, Fräulein Maud war sein Mastot! Darum ihn in Blaids, ihre Augen aber waren ohne Milde, fie suchten, war sie auch heute mit dabei! Seine Augen trafen für einen von schmerzlicher Weisheit schimmernd, die Gudes. Augenblick herausfordernd und falt Gudes Blic ( Fortsetzung folgt.)

aushielt.

Kurz darauf kam zu Fuß und sehr eilig Hugo Heine, der andere Direktor der Bank. Keiner schien ihn erwartet zu haben, am wenigsten Steensen, dessen Augenbrauen sich ein wenig verblüfft emporzogen. Direktor Heine gab allen lie­benswürdig lächelnd die Hand. Zu Gude sagte er:

*) Der Roman itt in Buchform im Bolksverband der Bücher freunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. S., Berlin . 50, Ranfeſtr. 34, erschienen und wird an die Mitglieder des Verbandes geliefert. Die Mitgliedschaft ist fostenlos. Drucksachen über den Verband werden pon diesem auf Aufforderung zugefandt,

Frederik Dyrhammer saß schlaff und elend da, untröst­

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