treffenden Ecke nicht nur wie am Sonntag Abend einen Schuhmann zu Fuß ftationirt, sondern einen Schuhmann zu Fuß und einen zu Pferde. Jezt können die betreffenden Equipagen also ungefährdet auch diese Straßenkreuzung durchjagen.
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In der Angelegenheit der verhafteten Gräfin Per- wegen gewerbsmäßigen Glückspiels mit einem Jahr Ges poucher bemüht sich 3. 3. der Vertheidiger, Rechtsanwalt fängniß und 500 M. Geldstrafe zu bestrafen. Das Urtheil Dr. Schwindt, eine Haftentlassung gegen Bürgschaft zu er- lautete auf drei Monate Gefängniß, wovon zwei Monate wirfen. Er ist auf telegraphischem Wege von dem z. 3. im durch die Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. Pahl Ein Edelster und Bester der Nation" annoncirt in Orient auf einer Vergnügungsreise weilenden Grafen P. er wurde freigesprochen, Simoni aus der Haft entlassen. der Vossischen Zeitung":" Adoption. Vornehmer, älterer mächtigt worden, eine Bürgschaft in jeder beliebigen Höhe anzu- Eine unnöthige Sistirung zur Wache hat für den Ravalier von uraltem Adel wäre eventuell geneigt, sehr reicher bieten. Die Verhaftete, die mit Entschiedenheit bestreitet, ihre Maurer Schaudin unangenehme Folgen gehabt, wie in der VerDame feinen Namen zu geben. Strengste Diskretion. Offerten Gidespflicht verletzt zu haben, bleibt dabei, daß sie mit dem handlung, die gestern vor dem Schöffengericht stattfand, zur u. s. w." Kürzlich suchte ein„ talentvoller christlicher Herr" durch Grafen P., mit welchem sie vor Jahren gemeinschaftlich in Sprache fam. Vor einem Neubau stand an einem Oktobertage Annonce einen„ edeldenkenden Edelmann", um sich von ihm gegen Amerika weilte, rechtmäßig verheirathet sei. An den Ver- des vorigen Jahres der Maurer Zippel. Er war hinbestellt größere Entschädigung adoptiren und sich dadurch einen be- theidiger wird die Aufgabe herantreten, diesen Punkt voll- worden, da man ihm Arbeit in Aussicht gestellt hatte. Ein ftimmten Beruf zugänglich machen zu lassen. Sollte das nicht ständig aufzuklären, da er für die Verhaftete von strafrecht- Schuhmann mochte wohl befürchten, daß Zippel es auf irgend ' was für den Kavalier von uraltem Adel" sein? Ob Herr licher Bedeutung werden könnte. Die Verhaftete wird be- eine Ausschreitung abgesehen habe und forderte ihn deshalb auf, oder Dame, das ist doch egal, wenn das Adoptivkind nur kanntlich beschuldigt, wider besseres Wissen den ihr nach sich zu entfernen. Als Zippel sich weigerte unter der Bemerkung, ordentlich zahlt, gesagten vertraulichen Umgang mit einem Dr. med. 2. aus daß er befugt sei, die Baustelle zu betreten, wollte der Schutzeinem Ort bei Eberswalde abgeschworen zu haben. Steht die mann ihn zur Wache führen. In diesem Augenblick trat der Verhaftete in einem ehelichen Verhältniß zu dem Grafen P., so Maurer Schaudin hinzu und machte dem Schuhmann bemerklich, würde event. der§ 157 St.-G.-B. gegen sie Plaz greifen, wo- daß er im stande sei, über die Persönlichkeit des Zippel genaue nach die Strafe für Meineid auf die Hälfte bis ein Viertel zu Auskunft zu geben, die Sistirung sei somit nicht nöthig. Der ermäßigen ist, wenn die Angaben der Wahrheit gegen den Be- Beamte bestand trotzdem darauf, daß 3ippel ihm zur folgen solle. treffenden selbst eine Verfolgung wegen eines Verbrechens oder Wache Schaudin und ein zweiter Vergehens nach sich ziehen konnte. Thatsache ist übrigens, daß Maurer waren über das Benehmen des Beamten empört, die Verhaftete während ihres Sommeraufenthalts in Eberswalde sie begleiteten den Zippel zur Wache und verlangten, ebenfalls ihren Mädchennamen Pohl geführt hat. Ihr angeblicher Ehe- zu Protokoll vernommen zu werden. Nach der Aussage des mann soll nach den Meldungen des Berichterstatters ein in Schußmannes haben die Maurer dort immer durcheinander geSchlesien reich begüterter Herr sein, der nach Beendigung einer sprochen, so daß ihre Vernehmung nicht möglich war. Die drei jugendlichen Sturm- und Drangperiode durch den Tod seines Maurer sollten deshalb in die Sistirzelle gebracht werden. Während Baters in den Besiz großer Güterkomplexe gelangt ist." zwei von ihnen sich fügten, wollte Schaudin feine Folge leisten,
Rache ist füß! Es wird berichtet: Bei der letzten Reichstagswahl war in einem vor den Thoren Berlins belegenen Kreise der sozialdemokratische Kandidat Sieger geblieben. Seinem unterTegenen Gegner war bei dem Erscheinen in einem kleinen Orte von Anhängern der Sozialdemokratie selbstverständlich gebührend heimgeleuchtet worden. Im Laufe des jetzigen Winters erkannte nun der durchgefallene Kandidat unter den Leuten, die in der schlechten Arbeitszeit Beschäftigung in seinem großen Betriebe nachsuchten, auch solche, die ihm damals ihr Mißfallen fundgegeben hatten. Auf ihr Gesuch um Arbeit wurde ihnen die Antwort: Damals bei der Wahl habt Ihr mir etwas gepfiffen, jetzt pfeife ich auf Euch. Laßt Euch von dem Arbeit geben, den Ihr damals gewählt habt."
noch
Man sieht, wie recht die Arbeiter thaten, als sie einem Ein frecher Straßeuraub ist in den Vormittagsstunden er weigerte fich, seine Taschen ihres Inhalts zu entleeren. Zwei solchen Rüpel bei der Wahl den Stuhl vor die Thüre setten. des gestrigen Tages von einem leider unergriffen gebliebenen Schußleute wendeten nun Gewalt an, fie drückten Schaudin zu Wenn es wieder zur Wahl kommt, wird das arbeitende Bolt Strolch gegen ein 7jähriges Mädchen namens Martha Blum in Boden und legten ihm Hand- und Fußschellen an. Wegen des hoffentlich noch manche seiner Feinde mit fröhlichem Pfiff zum der Tieckstraße in Szene gesetzt worden. Das Kind befand sich hierbei geleisteten Widerstandes erhielt Schaudin dann eine AnDurchfall verhelfen. auf dem Wege zu einem Kaufmann um Einkäufe zu machen, flage. Er behauptete im Termine, daß die Beamten ihn beim Aus einem Nacht- Café. Entfehliche Vorgänge haben sich als ein halbwüchsiger Bursche das Mädchen anhielt und ihm die Anlegen der Fesseln gemißhandelt und ihn mit Füßen getreten am Donnerstag Morgen gegen 4 Uhr in dem in der Zimmer Geldsumme, die es in der Hand trug entriß. Auf die Hilferufe hätten. Nach dem ärztlichen Attest, welches der Angeklagte sich straße belegenen„ Café Polonia" abgespielt. Dies ist ein Lokal, des Mädchens machten sich mehrere Passanten an eine Ver- hatte ausstellen lassen, hatte er eine Menge Schrammen im Ge in dem die Bedienung von zarter Hand die einkehrenden Gäste folgung des Straßenräubers, jedoch gelang es leider nicht, den- ficht und an den Waden blaue Flecke gehabt, welche nicht, wie nach Möglichkeit zu rupfen sucht. Um die bezeichnete Stunde felben zu ergreifen. Derselbe war nach der Novalisstraße zu ent- die Schuhleute meinten, von den Fesseln herrühren konnten. Der wurden Hausbewohner durch gellende Hilferufe aus dem Schlafe flohen und in einem der dortigen Häuser verschwunden. Staatsanwalt hielt wegen des bewiesenen Widerstandes eine gestört, und ein Herr Meyer gewahrte auf dem Hofe Verhaftet wurde dieser Tage ein ebenso ehrbarer wie Geldstrafe von 30 M. für angemessen, der Gerichtshof bezeichnete unter dem Schein des vom Lokal ausströmenden wohlhabender Schlächtermeister in der M.straße. Der brave das Verhalten des Schuhmannes aber als rigoros und Lichtes ein Mädchen, das sich in einer Blutlache Mann steht mit einem Fleischdiebstahl in Verbindung, den sein die Sistirung des Zippel für unnöthig. Schaudin sei deshalb wälzte. Er rief halb angekleidet von der Straße Schlächtergeselle H. an dem Eigenthum des Engrosschlächters nur zu einer Geldstrafe von 6 m. verurtheilt worden. einen Schuhmann, einen Droschtenkutscher und andere Stonzte begangen hat. Dieb und Hehler befinden sich in Unter- Die Schwere, mit der deutsche Richter Arbeiter zu bestrafen Personen herbei. Das auf dem Hofe liegende Mädchen suchungshaft. wissen, die im wirthschaftlichen Interessentampf einmal ein Wort war die etwa 26 Jahre alte Kellnerin Becker, die in dem WirthsBeim Zubereiten von Fischen zog sich die in der zuviel sagen, ist bekannt. Ein neuer Beleg für die heutigen Tags hause thätig war, und der die Schlagader am Halse durchstochen Reinickendorferstr. 12c wohnende Frau des Gürtlers Nothnagel übliche berufsrichterliche Auffassung von dem entehrenden Berwar. Sie war, wie sich später herausstellte, aus einem Fenster eine leichte Verlegung an der linken Hand zu, der sie jedoch gehen der Erpressung und Nöthigung wurde gestern in einer Andes Lokals herausgesprungen und auf dem Hose zusammen- teine Bedeutung beilegte. Bereits nach ganz furzer Beit stellte flage gegen die Maurergesellen Schulz und Wägener erbracht, gebrochen. Der inzwischen am Thatorte erschienene Heilgehilfe Werner von der Sanitätswache nahm sich der schwerverletzten sich eine hochgradige Blutvergiftung ein, die durch" Fischgift" die sich vor der achten Strafkammer am Landgericht I zu verantKellnerin an, und die übrige Hilfe stieg unter Vorantritt des hervorgerufen innerhalb 24 Stunden, am Dienstag Abend den worten hatten. Dem„ Erpressungsprozeß" lag folgender Thatbestand zu grunde. Der Restaurateur Schönberg ließ durch den Droschtenkutschers durch ein Fenster in das Schantlokal. Die Tob der 30jährigen Frau herbeiführte. Maurermeister Kohlmet einen Bau aufführen und gab nach alter Räume wurden abgesucht, und man holte hinter einem Vorhange Ueberfahren wurde am Donnerstag Nachmittag 42 Uhr Sitte nach Vollendung des ersten Stockwerks den Arbeitern ein den 21 Jahre alten Bäckergesellen Tanner hervor, der aus ein alter Guitarrenspieler, als er den Alexanderplatz in der Nähe Prenzlau am Abend vorher hier eingetroffen sein will und sich der Neuen Königstraße überschreiten wollte. Das Gefährt, eine Fäßchen Bier zum Besten. Es war boykottirtes Bier der Unionsbrauerei. Der Maurerpolier beruhigte jedoch angeblich auf der Auswanderungsreise nach Amerika befindet. Droschke, verlegte den Unglücklichen derart, daß er schleunigst in den Bauherrn darüber, daß es den Arbeitern dennoch schmecken Er hatte in Berlin den Abschied von der Heimath feiern wollen ein Krankenhaus geschafft wurde. würde. Einzelne sollen auch das Bier getrunken haben, andere und war auf seiner Wanderung am Mittwoch Abend um 7 Uhr Polizeibericht. Am 20. d. M. mittags geriethen in einem dagegen wiesen es zurück und gossen es unter nicht mißzuverin das„ Café Polonia" gerathen. Seine mit 320 M. gespidte Hause in der Pappel- Allee die Kleider eines mit Kochen bestehenden Worten auf den Hof. Der ausführende Maurer Börse bot sowohl der Wirthin, als auch den Kellnerinnen schäftigten neunjährigen Mädchens in Brand. Das Kind wurde meister sah darin eine Beleidigung" des Bauherrn und entließ die Aussicht auf ein gutes Geschäft. Der Bäckergeselle so schwer verlegt, daß seine Ueberführung nach dem Kranken- den betreffenden Theil der Arbeiter. Am nächsten Tage suchte wurde daher außerordentlich standesgemäß behandelt, bis hause erforderlich wurde. An der Bärwaldbrücke fiel ein Schulz in einer Unterredung mit dem Bauherrn Schönberg diesen -An der erreichte Zweck erreicht war, und Wein und Sekt in Strömen Mann beim Besteigen eines in der Fahrt befindlichen Pferde zu bewegen, die entlassenen Arbeiter wieder einzustellen, widrigenfloß. Das Bechgelage hatte bis gegen 4 Uhr gedauert, als die bahnwagens hin und zog sich eine erhebliche Verlegung am falls die Fertigstellung des Baues verzögert werden sollte. Wie Baarschaft des Auswanderers auf 20 M. zusammengeschmolzen Kopfe zu. Nachmittags wurde im Landwehrkanal, am Garten- der Bauherr seinerzeit dem Maurermeister mitgetheilt hatte, foll war. Die Bedienung wollte aber auch noch den letzten Goldfuchs Ufer, die bereits start verweste Leiche einer Frau an- dabei auch das Wort gefallen sein:„ Sie würden sonst die einheimſen, Tanner widersetzte sich und es tam zu Uneinigkeiten, geschwemmt. In der Burgstraße fiel eine Frau infolge Macht der Sozialdemokratie kennen lernen!" Der Zeuge Schöndie alsbald in Thätlichkeiten ausarteten. Hierbei erhielt zunächst eines Fehltritts hin und wurde durch einen gerade vorüber berg giebt zu, daß die Unterredung einen erregten die Wirthin Anna Beuter mit einer Weinflasche einen Schlag fahrenden Pferdebahnwagen eine Strecke weit mitgeschleift. Sie Charakter gehabt habe und versicherte, daß er großen über das Gesicht, ohne daß indeß eine schwere Ver- erlitt hierbei anscheinend schwere innere Verlegungen. In der Schaden gehabt haben würde, wenn der Bau liegen geblieben legung entstand. Dann brachte Tanner mittelst eines Nacht zum 21. d. M. wurde in einer Schankwirthschaft in der wäre. Der Angeklagte Schulz und sein Begleiter bei Tischmeffers, das er in dem Lokal gefunden hatte, Zimmerstraße eine Kellnerin von einem Gaste durch einige jener Unterredung versicherten übereinstimmend, daß nur der Kellnerin Becker den lebensgefährlichen Stich in Messerstiche schwer verleßt. Im Laufe des Tages fanden vier von Bitten, aber nicht von Drohungen die Rede geden Hals bei. Der Stoß war ein so heftiger, daß die Brände statt, darunter einer in der Hartgummifabrit von Döbler, wesen sei. Die Wiedereinstellung der entlassenen Arbeiter wurde Klinge abbrach. Während die Polizei die schwerverwundete Hochstr. 20a, durch den ein Theil des Fabrikgebäudes, mehrere abgelehnt, und nun suchte Wägener auf einen trotzdem weiter Kellnerin nach der Unfallstation I in der Wilhelmstraße brachte Maschinen und ein Theil der Vorräthe vernichtet wurden. arbeitenden Maurer einzuwirken, indem er ihm sagte:„ er folle sich was schämen, und verdiente eigentlich einen Dentzettel." Der Staatsanwalt erblickte hierin nicht nur ein Vergehen gegen § 153 der Gewerbe- Ordnung, sondern auch gegen§ 240 St.-G.-B. ( versuchte Nöthigung), und beantragte gegen Schuls sechs Monate, gegen Wägener vier Monate Gefängniß. Rechtsanwalt Rak bestritt das Vorhandensein einer strafbaren Handlung und hielt es für unzulässig, neben der Strafbestimmung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung auch noch den§ 240 des Strafgesetzbuches heranzuziehen. Der Gerichtshof war der Ansicht des Staatsanwalts und verurtheilte die Angeklagten wegen der gethanen Aeußerungen zu je drei Monaten Gefängniß.
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Witterungsübersicht vom 21. Februar 1895.
Station e11.
und auch die Wirthin sicherstellte, warfen sich die in das Wirthshaus eingetretenen Personen auf den Bäckergesellen und richteten ihn unter Zuhilfenahme von Flaschen derart zu, daß auch ihm von dem Heilgehilfen Werner ein Verband angelegt werden mußte, bevor die Polizei ihn nach der Wache abführte. Die Birthin Tonnte nach der polizeilichen Feststellung des That bestandes wieder entlassen werden. Das Lokal, das durch umherliegende Scherben von Flaschen und Fensterscherben, durch das start geflossene Blut und durch fonftige Trümmer einen wüsten Anblick bot, ist zunächst Swinemünde . geschlossen worden. Der Zustand der Kellnerin hat sich gegen Hamburg Mittag auf der Unfallstation gebessert, so daß nach ärztlicher Berlin Ansicht trotz des ungeheuren Blutverlustes eine unmittelbare Wiesbaden . Gefahr für das Leben nicht besteht. Eine Verschlimmerung ist München
Barometer
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Windrichtung
MSM
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nur noch dann zu befürchten, wenn das zu dem Stoß gebrauchte Wien Meffer schmutzig gewesen ist. Die Becker dürfte noch am Nach Haparanda mittage vernommen werden. Ein flares Bild über die Ent- Petersburg wickelung des Kampfes läßt sich noch nicht geben. Die That Cork . Tanner's erscheint im Hinblick auf die an ihm vorgenommene Aberdin. Paris Ausplünderung in einem milderen Lichte.
Windstärke
( Stala 1-12)
342
226236L
Wetter
Dunst bedeckt
Schnee
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wolkenlos
Temperatur
( nach Celsius
50.40 R.)!
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Schnee halb bedeckt wolkig wolkenlos
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Kunst und Wissenschaft.
Gerichts- Bettung.
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Der ehemalige Kämmerer Lehmann aus Eberswalde ist wegen der in Höhe von 55 000 m. an der dortigen Stadttasse begangenen Unterschlagungen von dem Schwurgericht in Prenzlau zu fünf Jahren Zuchthaus, sechsjährigem Ehrverlust und Tragung fämmtlicher Rosten verurtheilt worden.
Das Urtheil im Pariser Erpressungsprozeß wurde am 4 Donnerstag verkündet. De Clercq wurde zu 15 Monaten Gefängniß und 200 Frts. Geldstrafe, Girard zu 2 Jahren Gefängniß und 1000 Frts. Geldstrafe, Heftler ebenfalls zu 2 Jahren Gefängniß und 1000 Frts. Geldstrafe verurtheilt; Trocard wurde freigesprochen, ebenso Canivet. Dreyfus wurde zu 1 Jahr Ge fängniß und 500 Frts. Geldstrafe verurtheilt, Bortalis in contumaciam zu 5 Jahren und 3000 Franks Geldstrafe, Blazowsky in contumaciam zu 2 Jahren Gefängniß und 200 Frts. Geldstrafe.
Vermischtes.
dieser Tage gestorben ist, hat sein ganzes Vermögen von Der berühmte Kinderarzt Canini in Livorno , welcher 2 300 000 Lire für ein Kinderspital vermacht, in welchem arme, an Diphtheritis erkrankte Kinder unentgeltlich mit Behring 'schemi Heilserum behandelt werden sollen.
Eisenbahn- Unglück in Rußland . Aus Petersburg wird vom Donnerstag berichtet: Nach einer Depesche der„ Nowoje Wremja" aus Tambow stieß in der Nacht zum 17. d. M. ein aus Roslow abgelassener Schnellzug bei der Station Drjasgi ( Woronesher Linie) auf einen Güterzug. Drei Wagen des Schnells zuges und sieben Wagen des Güterzuges wurden zertrümmert, fieben Personen getödtet.
Auch dieser Vorgang drängt wieder zu der Frage, warum die Polizei in ihrer Eigenschaft als unparteiische Schüterin der Wetter Prognose für Freitag, 22. Februar 1895. Sittlichkeit den Fleischbörsen, Rupfanstalten und ähnlichen Beitweise aufklärendes, vorwiegend trübes Wetter mit geFörderstätten der Unzucht bis in die späte Nacht hinein Kon- ringen Niederschlägen und mäßigen nordwestlichen Winden, Beffion giebt, während sie von Wirthen anständiger Arbeiterlokale Temperatur wenig verändert. bereits um 11 Uhr Feierabend fordert. Bislang ist diese schon oft von uns gestellte Frage noch nicht beantwortet worden. Wie wäre es jetzt mit einer Rechtfertigung in der Berliner Rorrespondenz", Herr Polizeiminister v. Röller? Der wahre Jacob. Auch die neueste Nummer zeichnet sich Zu dem Vorfall im Café Polonia wird noch gemeldet, durch reichen Bilderschmuck und trefflichen Text aus. Wir erdaß Wilhelm Tannert aus Ober- Erdmannsdorf bei Lauban wähnen besonders, daß die Nummer auch das gut getroffene stammt. Er tam am 19. d. M., wie er in seiner Vernehmung Portrait und eine furze Biographie von Ehren- Reuß enthält. ausgefagt hat, nach Berlin , um über Hamburg auszuwandern. Gestern Abend um 7 Uhr führte ihn sein Unstern in die ,, AnimirEneipe", wo er mit den beiden Kellnerinnen und der Wirthin zwei Flaschen Rothwein zu je 7,50 M. und elf Flaschen Sekt Richard Wagner's " Tannhäuser " soll nunmehr endgiltig zu je 15 M. trant. Er zahlte 200 M. und schlief Anfang April in der großen Oper zu Paris aufgeführt werden. dann ein. Als er erwachte, fand er in feiner Geldtasche, deren Inhalt aus 320 M. bestanden hatte, nur noch ein Zwanzigmarkstück vor. Tannert nahm an, daß man ihn bestohlen habe, wurde fehr aufgebracht und schlug der Wirthin mit einer Bierflasche auf den Kopf. Dann wollte er Der Hörder Thomas- Schlacken- Prozeß kam dieser Tage fich entfernen, fand das Lokal aber verschlossen. Als die Kellnerin vor dem Reichsgericht zur Verhandlung. Die Revision des Hedwig Becker ihm laut schreiend entgegentrat, weil sie wohl Staatsanwalts gegen die Freisprechung des Ingenieurs Massenez glaubte, daß er ihr noch Geld schuldig sei, ergriff er ein auf in Hörde wurde aber durch Urtheilsspruch vom 20. Februar einem Tische liegendes Messer und stieß es dem Mädchen in den verworfen. Hals unmittelbar neben der Schlagader. Dann wollte er fliehen, Eine Anklage wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels wurde aber von Personen, die sich inzwischen angesammelt hatten, wurde gestern vor der 8. Strafkammer am Landgericht I gegen angehalten und überwältigt. den Kaufmann Georg Simoni und den Handelsmann HerDer Extrablatt- Schwindel treibt wieder neue Blüthen. mann Pahl verhandelt. Ersterer hatte sich außerdem noch Die von dem Bäcker Wilhelm Tannert, der zweifellos betrunken wegen zweier ihm zur Last gelegten Betrugsfälle zu verantworten. gewesen ist und über seine gänzliche Ausplünderung mit Recht Die Angeklagten sollen auf der Rückfahrt von Rennplätzen im erregt war, begangene Körperverlegung wurde am Donnerstag Eisenbahntoupee, sowie in den hiesigen Restaurationen von linge zu uns fommen oder bringen Sie den Vorfall in einer Nachmittag gegen 3 Uhr dem Publikum unter dem Titel Mord Laurigen und Dieffenbach die ihnen zur Last gelegten Vergehen Gewerkschaftsversammlung vor. in der Zimmerstraße" in einem aus einer Druckerei der Friedrich- begangen haben. Die Beweisaufnahme fiel derart zu gunsten der R. 1859. Adressen von Aerzten veröffentlichen wir nicht straße hervorgegangenen Extrablatt dargeboten. Die angeblich von den Rechtsanwälten Dr. Friedmann und Dr. Coßmann ver- im Briefkasten. Sehen Sie den Adreßkalender nach. ermordete Kellnerin Hedwig Becker ist bereits auf der Unfall- tretenen Angeklagten aus, daß nur ein kleiner Theil der geladenen Musterwerkstatt. Budgetkommission: Singer, Bebel und station von der Kriminalpolizei vernommen worden und befand Zeugen vernommen wurde. Der Staatsanwalt ließ die Antlage Meister. Umsturskommission: Auer, Bebel und Frohme. Komfich auch am Donnerstag Nachmittag in einem durchaus nicht wegen Betruges gegen Simoni, sowie wegen gewerbsmäßigen mission für die Gewerbenovelle: Reißhaus und Schmidt( Berlin ). lebensgefährlichen Zustande. Glücksspiels gegen Pahl fallen und beantragte, nur den ersteren Kommission für die Berufszählung: Schoenlant.
Briefkaffen der Redaktion.
Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Bahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll, O. M. 20. Wenden Sie sich ans Polizeirevier. O. H. E. Das können wir nicht genau wissen. Wahrscheinlich bleiben Sie militärfrei. Lemke. Für Sie gilt dieselbe Antwort.
W. Sch., Auguststraße. Lassen Sie entweder die Lehr