Gas= 10 Goldpfennige.
Der Magistrat bestimmt wertbeständige Preise.
Kohlenhilfe.
land zu schicken und den Nachlaß verstorbener deutscher Soldaten] wann sie das ausgelegte Geld zurückerhalten. Auch das ist auf den Angehörigen auszuhändigen, ist jetzt auf Drängen des Spa: die Dauer ein unhaltbarer Zustand, dem schleunigst ein Ende getommiffars dazu übergegangen, nur noch Nachlaßsachen von macht werden muß. Der Magistrat gibt bekannt: Der weitere Sturz der Mark und höherem Werte auszuhändigen. Das ist eine Maßnahme, die bei die dadurch bedingten dauernden Kohlenpreis-, Fracht, Lohn- und den Angehörigen der verstorbenen deutschen Soldaten überall BeGehaltserhöhungen machen es unmöglich, für 14 Tage im voraus fremden hervorrufen muß, um so mehr, als auch das geringste Um den Aermften für den bevorstehenden Winter die Beeinen einheitlichen Gaspreis festzusetzen. Infolgedessen haben wir Eigentum der Ententesoldaten nach Frankreich , England usw. schaffung von Brennstoff zu ermöglichen, ist aus Kreisen der Berauf Grund des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom ausgeliefert werden muß. Die Eltern der verstorbenen deutschen liner Stadtverwaltung eine Spendensammlung angeregt 13. September beschlossen, die Gaspreisberechnung nunmehr unter Soldaten haben wohl den gleichen Anspruch, auch den gering worden. Folgender Aufruf, unterzeichnet vom Oberbürgermeister wertigsten Gegenstand ihrer Lieben zu erhalten. Wenn im Kriege Böß, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Caspari und Stadtrat Hinge, Abänderung der Lieferungsbedingungen vom März 1922 wie folgt für viele unnötige Dinge Milliarden ausgegeben werden fonnten, wendet sich an alle, die geben können: vorzunehmen: so muß auch jetzt die verhältnismäßig geringe Summe aufgeMit Wirkung von der Standaufnahme in der ersten September- bracht werden können, um den Angehörigen der toten deutschen hälfte 1923 wird der Preis für 1 Kubikmeter Gas auf Grund eines Soldaten die Hinterlassenschaften zu übersenden, auf die sie einen Festpreises von 10 Pf. berechnet, und zwar in der Weise, daß am Anspruch haben. Ende jeder Woche für die im Laufe der nächsten Woche stattfindenden Gasmesserablesungen nach dem jeweiligen Kohlenpreise eine Mezzahl errechnet wird, mit der der Festpreis von 10 Bf. zu multiplizieren ist.
Für die Woche vom 16. bis einschließlich 22. September wird diese Meßzahl auf 34 millionen festgesetzt. Alle Berbraucher, bei denen in der Woche vom 16. bis 22. September der Gasmesserstand aufgenommen wird, haben also von der Standaufnahme in der ciften Septemberhälfte bis zum Stand in der Woche vom 16. bis 22. September einen Gaspreis von 34 Millionen × 10 Pf. 3,4 millionen Mark für das Kubikmeter zu zahlen.
Es verbleibt bis auf weiteres bei der 14tägigen Standaufnahme. Bezahlungen auf den Gasverbrauch vor der Standaufnahme fönnen nicht entgegengenommen werden.
Die Fortsetzung des am 9. September verfaglen Bezirkstages findet am Sonntag, den 23. September, von 9-2 Uhr in den Germania - Sälen, Chauffeeftr. 110, flatt.
Die am 9. September ausgegebenen Delegiertenfarten gelten nur, wenn sie auf der Rückseite den Namen des Delegierten und den Stempel seiner Abteilung fragen. Außer der Delegiertentarte ist das Mitgliedsbuch vorzuzeigen. Mit Rücksicht auf die große Zahl der Gasverbraucher und der Mitgliedsbuch und und Delegiertentarte müffen zweimal im Monat stattfindenden Standablesung fann feine Ge- übereinstimmen. währ dafür übernommen werden, daß der Gasmesserstand an einem bestimmten Tage innerhalb der 14tägigen Frist aufgenommen wird.
Bei Zahlungsverzug fann wie wiederholt befannt gegeben wird nicht darauf verzichtet werden, daß die fällige Rech= nung unter Zugrundelegung einer etwaigen höheren, inzwischen in Kraft getretenen Meßziffer umgerechnet wird.
Für Wasser wird mit Wirkung von der Standaufnahme im August der Preis für 1 Rubikmeter auf Grund eines Festpreises von 6 Pf. berechnet, und zwar in der Weise, daß am Ende jeder Woche für die im Laufe der nächsten Woche stattfindenden Wasseratlesungen eine Meßzahl nach dem jeweiligen Kohlenpreis errechnet wird, mit der der Festpreis von 6 Pf. zu multiplizieren ist. Für die Woche vom 16. bis einschließlich 22. September wird diese Meßzahl auf 34 Millionen festgesetzt. Alle Verbraucher, bei denen in der Woche vom 16. bis 22. September der Wassermesser stand aufgenommen wird, haben also von der Standaufnahme im August bis zum Stand in der Woche vom 16. bis 22. September einen Wafferpreis von 34 000 000 mal 6 Bf. gleich rund 2 000 000 Mart für das Rubikmeter zu zahlen.
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Die zur Teilnahme berechtigten Abgeordneten haben gleichfalls ihr Mitgliedsbuch vorzuzeigen, ebenjo ihre Delegiertenfarte. Wenn die Delegiertentarte nicht abgestempelt ist, genügt dafür ihre Legilimation als Abgeordneter.
Neue Gastfarten werden nicht ausgegeben. Als Gäste fönnen nur diejenigen Genoffen teilnehmen, die im Besig einer Gastkarte sind. Auch diese Genossen legitimieren sich außerdem durch ihr Mitgliedsbuch. Der Bezirksvorstand.
Dreihundert Mark Ordnungsstrafe.
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Mitbürger! Die Not in Berlin ist groß. Reich, Staat und Gemeinde wenden bedeutende Summen für die Notleidenden auf, doch reichen die öffentlichen Mittel nicht aus. Der Winter naht. Er wird das Elend unermeßlich steigern. Mögen viele, ja die meisten unter der Not der Zeit bitter leiden; niemand wird übersehen dürfen, daß neben ihm viele Tausende leben, die noch härter die Not drückt. Hier zu helfen, ist Pflicht eines jeden. Die Berliner Kohlenhilfe" soll den Be dürftigsten unter unseren Mitbürgern Brennstoffe zuführen. Eie kann dieser Aufgabe nur gerecht werden, wenn ihr große Barmittel zufließen. Wir vertrauen auf den Wohltätigteitsfinn der Berliner Bevölkerung, wenn wir bitten: Gebt schnell und reichlich Geld für die Berliner Rohlenhilfe". Dieser Aufruf hat sofort großen Beifall gefunden. Aus alien Schichten der Bevölkerung sind der Kohlenhilfe" bereits nam hafte Beträge zur Verfügung gestellt werden. Der Reichspräsident hat persönlich 3 Milliarden Mart gestiftet und dem Unternehmen seine wohlwollende Unterstützung zugesagt. Röchling - Ronzern find 1000 Zentner Rofs im Werte von 50 Mil liarden Mart zur Abholung bereitgestellt worden. Geldspenden werden mit der Bezeichnung„ Berliner Rohlenhilfe" überall, wo der Aufruf ausliegt, entgegengenommen. Gie fönnen mit derselben Bezeichnung auf das Postscheckfonto Nr. 34 der Spartasse A der Stadt Berlin eingezahlt werden.
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Deckeneinsturz infolge Hausschwammes. Gestern vormittag brach der Fußboden eines Zimmers in der Wohnung der Frau Po51 auf dem Grundstück Wandligstr. 8 in Neukölln im ersten Stodwerk des Seitenflügels mit großent Getöse zusammen, und Fußbodenbelag fowie Schuttmassen stürzten in die darunter gelegene Kellerivohnung. Zun Glüd waren weder in der Bohlichen noch in der Kellerwohnung Leute zu Hause, so daß niemand verlegt worden ist. Wie fich herausstellte, waren Fußboden und Dede vom Hausschwamm völlig zer
Eltern erbeten.
Zum Banderolendiebstahl im Reichsfinanzamt. Großes Aufsehen erregten vor zwei Jahren umfangreiche Unterschlagungen von Zigaretten- Steuerbande. freifen worden. rolen im Reichsfinanzzeugamt, die von dort Beschäftigten verübt worden waren. Die Banderolen waren durch ver- Bermißzt wird seit dem 15. September der 15jährige Kauffayiedene Hände gegangen, und einen Teil davon hatten die Zigarren mannslehrling Erwin Bloch aus der Brinz- Albert- Str. 6 zu fabrikanten Schien und Schlesiger erworben. Während die Lichtenberg . Der Vermiste ist aus fciner Lehrstelle in der JeruDer Magistrat diktiert damit den wertbeständigen Täter zu schweren Gefängnisstrafen verurteilt worden waren, falemer Str. 42 am 15. September gegen mittag wegen eines anGaspreis. Es mag zugegeben werden, daß er in einer sehr pre- waren die Zigarettenfabrikanten wegen Steuerhinterziehung mit geblich fleinen Fehlbetrages gewiesen worden und seitdem nicht fären Lage ist, und daß die Existenz der Werke, die der Kohlen- dem vierfachen Steuerbetrag belegt worden. Auf die für Schien ieder zu feinen Eltern zurückgekehrt. Er ist mittelgroß, ſchlant, preisentwicklung zu erliegen drohte, noch immer auf dem Spiele von Rechtsanwalt Walter Richter beim Reichsgericht begründete bat schmales, blaffes Geficht und trug schwarzes Jadett und Weste, steht. Aber der Magistrat kommt mit dieser für die Maffe der Revision wurde das Urteil gegen Schien aufgehoben, da nur eine gestreifte Sofen, ohne Kopfbededung. Mitteilungen werden an die Berbraucher tatastrophalen Regelung in einem Augenblid, wo Berlegung der Ordnungsvorschriften, nicht Steuerhinterziehung andie Erbitterung über die Rückständigkeit aller Papiermartentlohnun- genommen wurde. In der Berufungsverhandlung bestriit Schien gen einen denkbar höchsten Grad erreicht hat. Wie denkt sich denn wiederum, eine Steuerhinterziehung beabsichtigt zu haben. Er beder Magistrat die praktische Ausführung? Glaubt er, daß Mahnun- hauptete, daß es ihm nur darauf angekommen sei, Banderolen zu gen( im Bassus wegen des Zahlungsverzuges) dem leeren Geld- behörde dagegen stand auf dem Standpunkt, daß für die über das erhalten, da er sein Kontingent überschritten hatte. Die Steuerbeutel irgend etwas anhaben? Run, wenn der Magistrat so über- Rontingent bezogenen Banderolen ein erheblicher Zuschlag hätte gezeugt von der Notwendigkeit seiner Regelung ist, so muß er vor zahlt werden müssen. Die 9. Straftammer verurteilte Schien im allem auch dafür sorgen, daß die Borbedingungen dafür schnellstens Gegensatz zu dem Borderrichter nur zu einer Ordnungsstrafe geschaffen werden, nämlich eine wertbeständige Wäh- pon 300 Mart, in Worten: dreihundert Marf. Ja, rung und eine wertbeständige Entlohnung. Bis da Ordnung muß sein. Hoffentlich hat der Verurteilte auch noch drei hin muß gefordert werden, daß bei der Einziehung der Beiträge Hundertmartscheine. Vielleicht fann er anderenfalls mit" Sach- in Japan betroffen hat, mehr als 3000 Personen er die größte Rüdsicht obwaltet. merten", z. B. einem halben Streichholz oder ähnlichem diese Ordnungsstrafe" bezahlen.
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Der Zentralflughafen auf dem Tempelhofer Feld.
Eröffnung am 8. Oktober.
Der Kontorlehrling als Lebemann.
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Die Freie Schulgemeinde Charlottenburg ladet alle Eltern und Grziebungsberechtigten zu einer Bersammlung ein. die morgen, Mittwoch, den 19. d. W., abends 7%, br, in der Aula des Schiller- Realgymnasiums, indes. Die Versammlung wird umrahmt durch die Mitwirkung des Schillerstr. 26, stattfindet. Der Psychopädagoge Juftus- Bopp spricht über: Die Einigkeit der Eltern in der Erziehung ihres Frauenchors Frohsinn" M. d. A. S. B.
Taifunschäden in Japan . Aus Kobe wird durch Funkspruch gemeldet, daß während eines Taifuns, der die Stadt Tittori trunten und Tausende von Einwohnern obdachlos geworden sind. Der Schaden werde auf etwa 10 Millionen Dollar gefchäzt. Mehrere Flüsse sind über die Ufer getreten und mehrere Dörfer sind durch die Ueberschwemmung zerstört worden.
Groß- Berliner Parteinachrichten.
Die neuen Beiträge.
Der Bezirksvorstand hat in seiner Sigung vom 17. September folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Bom 15. Eeptember 1923 an find für das Duplitat
2. Bgm 3. Quartal 23/24 an beträgt der Preis der Monatsmarke für Erwerbslofe 10 000 m. Dieser Betrag wird Ichon bei der Abrechnung für das 3. Quartal erhoben.
Ein 160- Milliarden- Defraudant wurde von der hiesigen KrimiDer 8. Oftober dieses Jahres wird für die Geschichte des Luft- nalpolizei unschädlich gemacht. Bo: ungefähr 14 Tagen erhielt der verkehrs der Reichshauptstadt sowie der Republit von besonderer 22 Jahre alts Kontorlehrling Friß Seegarbel von der Bedeutung sein. An diesem Tage soll, wenn feine unvorhergesehe- Sprit- und Brauhaus- A.- G. in Memet den Auftrag, 160 Milliarden nen Zwischenfälle eintreten, der Zentralflughafen auf dem Tempel- wegzubringen. Der junge Mann steckte das Geld in seine Tasche hofer Feld dem Luftverkehr übergeben werden, und zwar im und fuhr damit zunächst nach Kowno , wo er sich in einem der Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der wissen besten Hotels aufhielt. Dann fuhr er nach Berlin . Hier stieg er schaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt, die vom 5. bis 8. Oftober in in einem Hotel in der Friedrichstraße ab, besuchte zahlreiche BerBerlin stattfindet. Der Bedeutung des Berliner Flughafers ent- gnügungsstätten" und war bald als Lebemann bekannt. Nicht einer Mitgliedstarte 40 000 m. und für ein Mitglieds bu ch sprechend, werden die namhaftesten Vertreter der deutschen Luft- nur mit deutschem Gelde, sondern auch mit Devisen war fahrt neben Vertretern des Reiches, der Länder und der Stadt äußerst freigebig. Auf seinen Rundfahrten durch die Nachtlokale 120 000 m. von den Mitgliedern zu entrichten. daran teilnehmen. Die Arbeiten auf dem Tempelhofer Feld find fam er auch nach dem Auguftfeller, wo er sich auf Dolla: Mark zum größten Teil beendet. Das Verwaltungsgebäude mit lieh. Beamte, die auf ihn fahndeten, famen ihm auf die Spur und feinen Räumlichkeiten für Fluggäfte, Flugleitung, Luftpolizei, Boll, nahmen ihn fest. Ueber die Hälfte des unterschlagenen Geldes Boft und Sanitätsmannschaften sowie zwei große Flug hatte er bereits durchgebracht. In seinem Besize befanden sich noch zeughallen, die insgesamt zwölf modernen Berkehrsmaschinen 143 Dollar, 33 englische Pfund und mehrere norwegische und Raum bieten, sind fertiggestellt, desgl. Lagerräume für dänische Kronen sowie 400 Lat. In seinem Hotel wurden noch Brennstoffe, Materialien und eine Werkstätte für fleinere fehr teure Anzüge und andere fleine Etüde, die er sich von dem Reparaturen. Nur an der Einebnung des Blazes, die besonders Gelbe gekauft hatte, beschlagnahmt. forgfältig vorgenommen wird, find noch 250 Erwerbslofe tätig. Es hatte sich als notwendig herausgestellt, den schweren Sandboden des Tempelhofer Feldes, der sich für ein gutes Starten und Landen als menig geeignet erwiesen hat, mit einer dichten Grasnarbe zu befäen. Entsprechend den behördlichen Vorschriften beträgt der Umfang des Blazes einen Quadratkilometer, darüber hinaus sind noch rundherum 300 Meter Freifläche. Die ganze Anlage ist vorläufig nur als Notbehelf gedacht, bis das Städtebauamt seine Entscheidung über die endgültige Gestaltung des Tempelhofer Feldes getroffen haben wird. Erst dann sollen massive Baulichkeiten, 3ufahrtstraßen usw. errichtet werden.
Straßenbahn 2 Millionen.
In der geftrigen Aufsichtsratssigung der Straßenbahn wurde der Tarif neu geregelt. Won heute ab tostet der einfache Fahrschein awei Millionen Mart, der Umsteigefabrichein 2,2 Millionen, der Kinderfahrschein 1 Million und der Umsteigefahrschein auf die Hochbahn 3 Millionen Mark. Die Allgemeine Berliner Omnibus- Gesellschaft hat den Preis für die Teilstrecke auf 2 Millionen, den Fahrpreis für die ganze Strede auf 2 Millionen Mart festgesetzt.
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Der bemogelte Taucher.
Krankenkassen und Apotheken!
3. Für den Monat September hat jedes männliche Mitglied außer den bereits geklebten 750 000 m. noch eine Ertramarfe von 500 000 m. und jedes weibliche Mitglied außer den bereits geklebten 300 000 m. noch eine Extramazte für 200 000 m. zu Pleben. Wo bereits in den Unterbezirten für September tassiert worden ist, können die Beträge für diese Marten bei der nächsten Kassierung miterhoben werden.
4. Bom 1. Oftober, also von der 40. Woche an, werden Marken he: ausgegeben, auf denen nur die Wochenzahi aufgedruckt ist Der Breis der einzelnen Marke wird von Zeit zu Zet bei notwendigen enderungen befanntgegeben. Der Beitrag für die 40. Woche wird erst später beschlossen.
4. September 1923 aufgeführten auch die Beitragsmarken für 5. Bis Ende Septembe: sind außer den im Vorwärts" orm Männer zu 2500 M. und die für Frauen zu 1000 m. einzuziehen und mit der Abrechnung vom 2. Quartal 23/24 abzuliefern.
Die außerordentliche Geldentwertung der letzten Wochen hat, wie schon frühe: an dieser Stelle erwähnt worden ist, zu einer rise in der Arzneiversorgung der Kaffen mit Reiche sind nicht mehr in der Lage, Arzneien auf Kredit zu veraglieder geführt. Die Apotheken sowohl in Berlin wie im folgen. Sie selbst müssen ihre Lieferanten täglich nach dem Stande des Dollars bezahlen und erleiden bei Bahlungsaufschub durch das dauernde Fallen de: Mark große Verluste. Da die Rranfenfassen ebenfalls durch die Entwerfung des Geldes in eine mißliche Lage versezt sind, können sie ihrerseits die Apothekerrechnungen nur verspätet begleichen. Die eingehenden Beträge reichen bei weitem nicht aus zur Ergänzung der Warenvorräte und zur Deckung der Unkosten in den Apotheken. Aus diesen holten Beratungen und eingehenden Verhandlungen mit den Gründen haben die Berliner Apotheker nach wiederKrankenkassen beschlossen, von Mittwoch, den 19. September, ab auch Krantentassen Berordnungen 9., nur gegen Barzahlung anzufertigen, falls durch die Hilfe der Regierungsbehörden nicht eine der heutigen Zeit entsprechende Zahlunsweise geschaffen wird. Da es für viele Bersicherte unmöglich sein wird, die Preise für Medikamente, die oft in die Millionen gehen, bezahlen zu fönnen, tommt das einem Zusammenbruch des Opfern doch noch die Mittel für Arzneien aufbringen, wissen nicht, Gesundheitswesens gleich. Die Kaffenpatienten, die unter großen
Preise und Löhne.
Ber wagt es, Rittersmann oder Knapp, zu tauchen in diesen Ber wagt es, Rittersmann oder Knapp, zu tauchen in diesen Schlund? Wer mir die goldene Uhr fann zeigen, zehn Mil. lionen find sein eigen! Der Rittersmann, nämlich der Bademeister 3., hatte aber feine Traute oder mar zu bequem, um nach der Uhr zu tauchen, die der Hausbesizer Wilhelm G. unachtsam in das Schwimmbaffin einer Flußbadeanstalt beim Plänter- Lebensmittelpreise in der Naturbutter. wald fallen ließ. Er beorderte ein paar Badetnappen und versprach Zentralmarkthalle am 17. 9. Schmalz sechs Millionen dem, der die Uhr dem schwarzen Mund entreißt. Sanft und fed meldete sich der jugendliche Hans Arendsen aus Treptom, und bald schwang er in seiner Linken die goldene Uhr nnt freudigem Winten. Der Bademeister aber will nun die zehn Millionen nicht herausgeben. Das ist doch höchst unritterlich, fich von einem Knappen beschämen zu lassen. So denkt auch die Kriminalpolizei, bei der jetzt die Sache hängt.
Hinterlassenschaften verstorbener Krieger.
( in tausend Mark) Rindfleisch m. Kn.. 20000-24000 ohne Kn. 24000-28000
Hammelfleisch Kalbfleisch. Lebende Aale
Hechte. Schleie. Karpfen
Hechte in Eis. Bleie do.
Das Zentralnachweiseamt für Kriegerverluste und Krieger- Schellfisch gräber in Spandau , das auch die Aufgabe hat, die Hinterlassen- Kabeljau schaften verstorbener ehemals feindlicher Soldaten in das Aus- Grüne Heringe
40000-45000 22000-25000 16000-20000
600-700 900-1000 600-1800
16000-21000
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Margarine 1 Ei Weißkohl. Wirsingkohl. Rotkohl
1600
20000-24000
•
18000 20000
12000-13000
14000-15000
15000 16000
Wochenlöhne in Berlin ( in tausend Mark) 8000-10000 Maler vom 17. bis 22. 9.. 253 000 6000-8000 Kartonnagenindustrie v.
2000 3000
2000-2400
14. bis 20. 9. Privatelektrizitätswerke vom 10. bis 16.9..
248 400 240 396
3. A.: A. ex Pagsis.
9. Kreis Wilmersdorf . Mittwoch, den 19. September, Deffentliche Bersammlung bei Nohr, Wilmersdorfer Stadtpart, Kaiser- Allee 51/52, abends 7 Uhr. Tagesordnung: Mieterrecht und drohender Abbau des Micterschutes. Referent: Gen. Landgerichtsrat Ruben. Möglichst zahlreiches Erscheinen erforderlich.
10., 11 12. Areis: Die Beamten- und Angestelltenersammlung ist vont 15. Kreis. Areisvorstandsfihung mit den Delegierten zum Bezirkstag und 21. au den 28. b. m. verlegt. Nähere Nachricht später.
ben Raffierern am Dienstag, den 18. September, in der neuen Echule in Niederschöneweide , 7½ Uhr abends.
2. Kreis Tiergarten. Mittwoch 7 Uhr Kreismitgliederperfommlung. Tagesordnung: Bericht vom Bezirkstag. Vorschläge. Neuwahl des Bezirks. vorstandes. Bezirksführer faben ein.
5. Rreis Friedrichshain. Erweiterte Rreisvorstandsfisung am Mittwoch, den 19. September, 7 Uhr, bei Rofin, Gubener Str. 19. Mittwoch, den
19. September, 247. Gemeindeschule, Rigaer Str. 82, 7½ Uhr Große Elternverfammlung. Thema: Dez Rampf um die Bärenfiebel." Refe= rent: Lehrer Hans Giefefer. Um regen Besuch wird gebeten.
7. Areis Charlottenburg. Morgen, Mittwoch, den 19. Geptember, abends 7% Uhr, in der Aula des Schiller- Realgomnafiums, Schillerstr. 26, Berjammlung der freien Schulgemeinde. Bortraa: Die Eininter
in der Erziehung ihres Kindes." Referent: Pincho Bädagoge Serr Justus Bopp, unter Mitwirkung des Frauendors Frohsinn".
20. Rreis Reinisenborf. Mittwoch, den 19. Geptember, 7 Uhr, im Sigungs. faal des Rathauses Reinickendorf - Ost, Hauptstr., Sigung des erweiterten Preisvorstandes. Jede Abteilung muß vertreten fein.
12. Areis Steglig, Sichterfelbe, 2antwig. Bichtige Sigung des Areisvor standes und der Bezirkstagsdelegierten Donnerstag, den 20. September, 7% Uhr, an belannter Stelle.
Heute, Dienstag, den 18. September:
18. bt. 7 Uhr Zusammenkunft aller Genoffen, die in der Rommune tätig fein wollen und schon tätig sind, bei Müller, Uferste. 12.
Morgen, Mittwoch, den 19. September:
8. st. Zu der am Mittwoch, den 19. September, in den Arminiushallen, Bremer Straße, stattfindenden Mitgliederversammlung( Stellungnahme zum Bezirksvertretertag, 23. September) treffex sich die Genossen 6 Uhe Bahnhof Bülowstraße. Abmarsch 6½ Uhr.