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dagegen, daß durch das Beamtenabbaugesetz die vorhandenen ge=

Gewerkschaftsbewegung feglichen Kündigungsfristen außer Kraft gesetzt

Steigerung der Produktion"!

werden und wendet sich ganz besonders scharf dagegen, daß die während der letzten Jahre gegebenen Schuß gefeße und Verordnungen außer Kraft gesezt werden. Die Benn über irgend etwas in Deutschland noch Einmütigkeit be- Angestelltenschaft des Auswärtigen Amtes erwartet, daß durch die freht, fo barüber, daß unsere industrielle Produktion gestei. Maßnahmen der Regierung eine wirkliche Ersparnis der Reichs gert und vermehrt werden muß, daß endlich das Baugewerbe mittel gewährleistet wird und wendet sich dagegen, daß minder. qualifizierte Poften mit zu hoch bezahlten Be­wieber in vollen Gang gebracht werden und alle übrigen Berufs- amten befegt werden, wie dies im Beamtenabbaugesetz vorgesehen zweige neu belebt werden müssen. Im fraffen Widerspruch zu dieser ist. Die Angestelltenschaft des Auswärtigen Amts wendet sich an die 2luffaffung steht jedoch die Tatsache, daß gerade jeßt, im Zeichen der Reichs- und Staatsregierungen, an den Reichstag und die gesamte Produktionssteigerungsparole, die Produktion zu einem Leil lahm- deutsche Bevölkerung mit dem Erwarten, daß eine Nach prüfung gelegt, zu einem anderen Teil auf verkürzten Gang gefekt ist und des Beamtenabbaugejeges in vorstehendem Sinne vor­mit vollständiger Stillegung bedroht wird. Die privattapita- genommen wird, so daß nicht eine einzelne Bolfsschicht allein von liftische Produktionsweise dient nicht der Bedarfsdeckung, sondern der dieser Maßnahme betroffen, sondern eine gerechte Durchführung des Bir smacherei. Die Textilindustrie liegt größtenteils still, Abbaus gewährleistet wird." Eine Versammlung der Angestelltenräte am gestrigen trejdem es in Deutschland Millionen von Menschen gibt, die ihrer Tage, in der fast sämtliche Reichs- und Staatsbehörden vertreten Erzeugnisse im Hinblid auf den bevorstehenden Winter dringend be- waren, wählte aus ihrer Mitte einen fünfgliedrigen vorläufigen dürfte. Bon der Schuhindustrie gilt das gleiche, vom Bau- Artionsausschuß, der die Aufgabe hat, im Sinne der vor gewerbe nicht minder. Allein an der Befriedigung der Bedürf- ftehenden Entschließung zu wirken. Die Versammlung machte sich niffe des Inlandmarktes scheint dem Unternehmertum über im übrigen die Entschließung vollinhaltlich zu eigen. haupt nichts gelegen zu sein. Die Konsumenten fönnen nur mit Bapiermart zahlen und damit die zu hohen Preise nicht decken. An­statt dem Bedürfnis der deutschen Bevölkerung sich anzupassen, ihm durch möglichst günstige Preisstellung entgegenzukommen, wird die Produktion für den Inlandmarkt als unlohnend einfach eingestellt, trotzdem es an Auslandsaufträgen fehlt.

Ein tarifuntreuer Theaterdirektor.

Bom Deutschen Musikerverband wird uns geschrieben:

3wischen dem Deutschen Bühnenverein ( Theaterdirettoren- Ver­band) und dem Deutschen Musiterverband besteht ein in freier Ver­einbarung zustandegekommener Reichstarifvertrag. Dieser Vertrag legt allen Mitgliedern des Bühnenvereins u. a. folgende Verpflich tung auf: 1. Nur Mitglieder des Deutschen Musikerverbandes dürfen beschäftigt werden; 2. Engagementsaufträge sind unter Verbot vermittlung des Deutschen Musikerverbandes zu überweisen; 3. Der der Inanspruchnahme anderer Stellenvermittler- der Stellen­zum Mantelvertrag gehörige Normal- Engagementsvertrag ist an­zuwenden und als Folge dessen ist jedem Musiker in jeder Woche ein dienstfreier Tan zu gewähren. Zu dieser reichstariflichen Rege­lung treten dann für Berlin noch Abmachungen lokaler Natur, die in der Hauptsache die Lohnfrage regeln.

Wirtschaft

Der Reichsindex für die Lebenshaltung. ( 1913/14= 1)

Durchschnitt Mai.

13. 20.

3816

7650

37 651

Juni. Juli Auguft September

586 045

15 000 000

6. Auguft

149 531

436 935

99

753 733

99

27.

1 183 434

3. September

1 845 261

10.

5 051 046

14 244 900

28 000 000

40 400 000

109 100 000

691 900 000

3 045 000 000

17.

24.

1. Offober

8.

99

15.

22. 29.

59

"

13 671 000 000

Steigerung gegen die Borwoche 349 Proz.

*

Die Teuerung war in der letzten Woche nach dem Reichsinder stärker als in der Borwoche. Das erklärt sich daraus, daß der Inder vom 22. Oftober noch mit Breisen rechnete, die auf einem Dollarstand von etwa 12 Milliarden beruhten. Inzwischen erfolgte die neue Er­höhung des Dollarkursniveaus und damit die allgemeine scharfe Ber. bei einem Stand von 65 Milliarden mehrere Tage lang stehen blieb. teuerung der Lebenshaltung, die auch nicht aufhörte, als der Dollar Die Lebensmittelpreise haben sich von dann ab sogar in Gold Die Lebensmittelpreise haben sich von dann ab sogar in Gold weiter erhöht.

Auch der neue Index fann also nur richtig angewandt werden, wenn die inzwischen eingetretene Erhöhung der Devisenturse um etwa 10 Broz. und die darüber hinausgehende Ver­teuerung des wichtigsten Lebensbedarfs durch Be­rücksichtigung der Großhandelszahlen oder des Dollarkurses bei der Lohnfestsegung einkalkuliert wird.

Eine Steigerung der Produktion erfordert in erster Linie eine gewisse Umstellung der Betriebe, Verbesserung der Betriebsinrichtun gen und der Betriebsorganisation, scharfe Raltulation zur Berbilli. gung der Produktion und Förderung der Arbeitsluit. Wo die Spefutation an erster Stelle steht, muß die Produktion zu fura tommen. Der Betrieb wird vernachlässigt, ftagniert, die Rentabili töt wird in möglichst hoher Preisstellung herbeizuführen versucht und de Arbeitslust spielt teine Rolle. Der Arbeitnehmerschaft wird allerdings zum Vorwurf gemacht, daß ihre Arbeitsluft und damit ihre Arbeitsintensität merklich zurückgegangen sei. Anstatt aber den Bon einzelnen dieser Bestimmungen abzukommen, ist in letter cuf der Hand liegenden Ursachen dieser Erscheinung nachzugehen, Beit von verschiedenen Berliner Theaterdirektoren versucht worden, anstatt wenigstens den ernstlichen Versuch zu machen, sie zu beheben, noch niemals aber hat sich ein Berliner Theaterleiter als so tarif und abzustellen, foll jetzt durch gefeglichen 3wang zu erreichen Theaters, Herrn Direktor hajos, gefallen hat. Bon der 14 Mann untreu erwiesen, wie es jept dem zeitigen Leiter des Thalia­verfucht werden, was auf legalem Wege leicht erreicht werden kann. ftarten Rapelle des Thalia- Theaters gehört auch nicht einer Nachdem das System der Goldpreise sogar im Kleinhandel be­Es erübrigt sich, hier noch einmal all die Ursachen aufzuzählen, die dem Musikerverband an. Herr Hajos gewährt weder den freien hördlich anerkannt ist, wird es immer dringender notwendig, daß auch jede Arbeitslust systematisch untergraten. Die ständigen Lohnver. Tag noch volle tarifliche Bezahlung. Wo Herr Direktor Hajos diese der Lebenshaltungsinder in Gold aufgestellt wird, um handlungen, die häufigen und teilweise schwankenden Lohnzahlungs. Musiker her hat, war noch nicht genau zu ergründen. Es wird ver- eine Veränderung des allgemeinen Breisniveaus wenigstens an­termine, die Entwertung der zu niedrigen Papiermartlöhne und mutet, daß hierbei eine Agentur ihre Hand im Spiele hat, die in nähernd auch im Laufe der Woche ohne große Schwierigkeiten fest. damit die ständigen häuslichen Sorgen und Klagen, die äußerste der Hauptsache mit Unorganisierten und vornehmlich Beamten- stellen und der Lohnbemessung zugrunde legen zu können. Der Um­Einschränkung der Lebenshaltung, find wahrlich nicht geeignet, die musikern arbeitet und deshalb an sich schon als ausgesprochener stand, daß der bisherige Inder in der Regel Lereits unbrauchbar Feind des Mufiterverbandes bezeichnet werden muß. Das geniert Arbeitsluft zu fördern. Wenn es noch weiterer Momente bedurft Herrn Direktor Hajos aber durchaus nicht, im Gegenteil, er freut geworden ist, wenn er erscheint, während sich die allgemeine Preis­hätte, die Arbeitsluft vollends zu lähmen, find sie überreichlich herbei- fich dieser unorganisierten Musiker, denen er weber den wöchentlich bewegung infolge der Goldpreise ziemlich genau übersehen läßt, sollte herbeigeführt durch die Entlassungen aus der Arbeit, durch Ein- freien Tag zu gewähren braucht und denen er noch viel weniger endlich eine vernünftige Lösung der Inderfrage veranlassen. Haben führung der Kurzarbeit und die Aussicht für die Bollarbeiter, über den Tariflohn zu zahlen verpflichtet ist. Herr Direktor Hajos ist wir einen Goldinder, so läßt sich an jedem einzelnen Wochentage furz oder lang zum gleichen Wege, von der Kurzarbeit zur Ar- Mitglied des Deutschen Bühnenvereins , er fennt die Bestimmungen die zur Bestreitung des Lebensunterhalts notwendige Lohnhöhe er­beitslosigkeit gezwungen zu sein. Diese Erscheinung ist gegenwärtig des Tarifvertrages sehr genau und er weiß auch, daß er sie berechnen, abgesehen von den Schwankungen, welche die Preise auch schon so allgemein, die Unsicherheit der Existenz so groß und ver- mußt verlegt. Eine solche Handlungsweise mutet uns an, wie in Gold durchmachen. Daß diese nicht gering find, zeigt eine Ueber­breitet, daß sie ihre Schreden verloren hat und mit scheinbar fata- eine abfichtliche Provokation all derer, die nicht nur an tarifliche ficht der wichtigsten Warenpreise an der Berliner Produktenbörse. liftischem Gleichmut aufgenommen wird. Bon den Arbeitern zumal, bmachungen glauben, sondern die auch die Einhaltung tariflicher Syier fofteten: Abmachungen verlangen. Diese Gutgläubiger sind natürlich in beren Lohneinkommen an der Höchstgrenze der Erwerbslosenunter- erfter Linie in den Kreifen der organisierten Arbeiter, Angestellten stügung hin- und herpendelt. und Beamten zu finden, und wir fönnen uns wirklich nicht denken, daß diese Kreise ein großes Verlangen haben werden, Herrn Direftor hajos durch recht regen Besuch feines Theaters für seine der Musiker. organisation gegenüber gezeigte Tarif untreue noch besonders zu danken.

Preise in Goldmark

9

29. Oktober 155,00-157,00 141,00-142,75

81. Oftober

22,50- 25,00 22,50-25,00

17-176,25 167-168,00 26-28,75

26-28.76

'

1 Tonne märkischer Weizen. 1 Tonne märtsichre Roggen 100 kilogramm Weizenmehl. 100 Kilogramm Roggenmeht

Was geschieht, um die Produktion in all den Fällen wieder in Gang zu bringen, in denen sie ohne weiteres weitergeführt werden fann, wonen der furzfichtig egoistische Profitstandpunkt als ausschließ. lich bestimmender Faftor etwas zurüdgedrängt wird? Wo bleibt hier der 3rang? Was geschieht, um die Lebenshaltung der Wie sehr die deutschen Preise dazu neigen, die Wellmarktpreise Arbeitnehmerschaft erträglicher zu gestalten, damit das Bolk Deutscher Baugewerksbund, Achtung Ofenfeger! Die Berhand- zu überschreiten, ergibt sich aus der Tatsache, daß an der gestrigen nicht bei vollen Scheunen hungern muß? In dieser Beziehung soll lungen mit den Arbeitgebern fübrten zu einer Einigung. Für die Börse ameritanisches Weizenmehl troß des langen Trans­ja wohl etwas geschehen durch teilweise Lohnzahlung in wertbe. Beit vom 29. Oftober bis 10. November erhalten die Ofenfeger ports billiger war als deutsches Roggen- und Weizenmehl. Die einen Stundenlohn in Höhe des tarifmäßigen Maurerftundenlohnes ständigem Gelde. Die Löhne und Gehälter find damit noch plus 15 Bros. Durg Dieſe Bereinbarung ist der ungünstige Ab- Ueberschreitung der Weltmarktpreise am Nahrungsmittelmarkt wird nicht höher. Doch von den tatsächlich auf diese Weise zu erwarten. iluß für bie Bodje bom 22. bis 27. Oftober abgegolten. Bei den badurch begünstigt, daß die Konkurrenz der billigeren ausländischen ben Borteilen abgesehen, wird das tolle Mißverhältnis offenfundiger Firmen, wo die Arbeit niedergelegt wurde, ist sie sofort wieder Lebensmittel infolge der Buteilungen am Devifenmarkt nur in ge­zwischen den notwendigen Goldlöhnen und den ausgezahlten Papier aufzunehmen. ringem Umfange möglich ist. martlöhnen. Das aber bedeutet den ersten Schritt zur gründlichen Korrektur dieses Mißverhältnisses, sobald die Produttion wieder in Gang fommt.

Durch gefeßlichen 3wang zur Berlängerung der Arbeitszeit wird die Arbeitsfreudigkeit nicht gefördert, die Ergiebigkeit der Ar­beit nicht gesteigert. Es müßten schon alle übrigen hier als not­wendig bezeichneten Maßnahmen gleichzeitig getroffen werden. Dann aber ist dieser Zwang überflüssig und der Achtstunden. tag ausreichend!

Betriebsstillegung und Arbeitsstreckung.

Zur Verordnung vom 23. Oktober 1923.

Der preußische Minister für Handel und Gewerbe hat in e'nem Grlaß an die Demobilmachungskommiffare die ihm von befonderem Bert erscheinenden Gesichtspuntte, welche bei der Handhabung der Borschriften über Betriebsstillegungen und Arbeitsstreckung zu be­achten find, w'e folgt zusammengefaßt:

1. Alle auf Grund der Stillegungsverordnung erfolgenden An­zeigen und Anträge sind mit besonderer Beschleunigung zu behandeln. Zur Aufklärung der Umstände, welche die beabsichtigte Maßnahme veranlassen, fönnen die Gewerbeaufsichtsbeam­ten( Bergrevierbeamten im Einvernehmen mit dem Oberbergamb) in we tem Umfange herangezogen werden. Im Interesse der Be­schleunigung stelle ich Ihnen anheim, die Gewerbeaufsichtsbeamten ( Bergrevierbeamten), soweit Sie es für erforderlich erachten, zur Entgegennahme der vorgeschriebenen Anzeigen zu ermächtigen. 2. Dagegen ist die allgemeine Uebertragung der Entschei­bungen ous der Stillegungsverordnung 3. B. Genehmigung zur Entlassung von Arbeitnehmern vor Ablauf der Sperrfrist, Anord nung einer Arbeitsstreckung usw. durch den Demobil. machungstommissar auf bie Gewerbeaufsichtsbeamten ( Bergrevierbeamten) nicht zulässig. Ich würde indessen teine Be­benten tragen, daß der Demobilmachungskommissar in einzelnen Ausnahmefällen, die dringend sind und feinen Aufschub gestatten, der zuständige Gewerbeaufsichtsbeamte( Bergrepier­beamte) mit der Fällung der Entscheidung, und zwar ausdrücklich im Namen und im Auftrage des Demobilmachungstommiffars beauf­tragt wird.

Die Teuerung im Großhandel.

Deutscher Baugewerksbund, Fachgruppe der Töpfer. Cohnregelung in der Musikinstrumentenbranche. Ein vom Deutschen Die auf den Stichtag des 30. Ottober berechnete Großhandels Holzarbeiterverband an die Arbeitgeberorganisation gestellter An inderziffer des Statistischen Reichsamts ergibt bei einem Dollar­trag, die Lohnregelung der Vorwoche zu ändern, brachte das furs von 65 Milliarden Mart das 18,7milliardenfache der Vortriegs­Ergebnis, daß die zweite Afontozahlung für die laufende Woche in preise und ist gegenüber dem Stande vom 23. Oktober um 27,7 Broz. doppelter öbe geleistet wird. Die Lohnfäße der I a ufenden gestiegen. In der gleichen Zeit hat sich das Goldniveau der Woche regeln sich in der Weise, daß sich sämtliche Löhne und Afford- Warenpreise( 1913100) von 109,5 auf 120,5 oder um 10 Broz. tarife sowie die Lehrlings- und Werkzeugentschädigungsfäße der gehoben. Von den Hauptgruppen stiegen gleichzeitig die Lebens­4. Oftoberwoche um die Steigerungsziffer des vom R. St. A. mittel( im Großhandel) um 37,2 Broz auf das 15,7milliarden. am 1. November veröffentlichten Inder erhöhen. Da die Mit- fache( 101,2 Gold), davon die Gruppe Getreide und Kar glieder im übrigen informiert sind, findet eine Versammlung in toffeln um 27 Broz auf das 12,4milliardenfache( 80 Gold), die diefer Woche nicht statt. Lohntarife find ab Donnerstag im Industrie stoffe um 17,9 Proz. auf das 24,3milliardenfache Bureau, Rungestr. 80, zum Selbstkostenpreis erhältlich. ( 156,6 Gold), davon die Gruppe Rohlen und Eisen um 16 Proz. auf das 24,9milliardenfache( 161 Gold), ferner die Ein­fuhrwaren um 21,6 Proz. auf das 23,6milliardenfache( 152,3 Gold) und die Inlandswaren um 29,5 Proz. auf das 17,7milliarden­fache( 114,1 Gold).

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Die taufmännischen Angestellten im Zeifungsgewerbe erhalten auf Anweisung des Arbeitgeberverbandes weitere 100 September­gehälter a conto Oftober. Die Angestellten der Bekleidungs­industrie( Herren- und Damenkonfektion, Blusen- und Kleider. tariflichen Bezügen ein Gehalt der letzten Woche ertra. Die Ber­fonfettion, Herrenwäschebranche) erhalten in dieser Woche außer den handlungen über die Aufwertung der Bezüge werden anfangs der nächsten Woche fortgesetzt.

Achtung, Herrenmaßschneider! Seit acht Tagen befinden sich sämtliche Arbeiter der Firma Fischer u. Meißner, Wilhelm. traße, wegen Maßregelung eines Kollegen im Abwehrstreit. Die Firma lehnt jebes Entgegenkommen ab. Um Solidarität der Kollegen wird ersucht. Auskunft täglich von 3-6 Uhr nachmittags bei Opalsti, Wilhelmstr. 131.

Der Betriebsrat.

Eisenbahner! Freitag, den 2. November, abends 6% Uhr, im Gemertschaftshaus, Engelufer 24-25, Gigung aller im DEV. organi fierten BSD.- Funktionäre, Delegierten, Betriebs- und Beamtenräte. Tagesordnung wird dort bekanntgegeben. Laut Beschluß der letzten Sigung ist es Pflicht, in i betracht der gegenwärtigen Lage, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Dies gilt besonders für die Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschusses. Lettere erscheinen zu einer Be­fprechung eine Stunde früher. Mitgliedsbuch des DEV. und Partei­buch legitimieren. Der Werbeausschuß. Werbeausschuß der Rommunalbeamten, Angestellten und Silfskräfte. Freitag, den 2. November, nachmittags 4 bis 26 Uhr, michtige Be­fprechung aller Vertrauensmänner, Klosterftr. 68 I( Gigungsfaal). Aus. wirkung des Beamtenabbaugeseges in der städtischen Berwaltung. Re­ferent Genoffe Stadtrat Dr. Friedländer. Alle Bezirke, Bureaus und Betriebe müffen vertreten sein. Werbeausschuß bez Post- und Telegraphenbeamten. Bersammlung Freitag abend 8 Uhr im 8immer der Juristischen Sprechstunde, Linden. ftraße 3.

3. Die Betriebsvertretungen sind unter allen Um­ständen zu den Berhandlungen auf Grund des§ 3 der Stillegungs­verordnung, und zwar, worauf ich noch besonders hinweise, vor Fällung einer etwaigen Entscheidung heranzuziehen. 4. Den Gewerkschaften ist in allen Fällen von Betriebs­Stillegungen durch rechtzeitige Benachrichtigung Gelegenheit zu KEFÉFEBRILLEN OTT geben, sich an den Verhandlungen gemäß§ 3 der Stillegungsverord­nung zu beteiligen."

Die Reichs- und Staatsangestellten" wehren fich. Bor furzem faßten die Angestellten des Auswärtigen Amts nach. stehende Entschließung: Die Angestelltenschaft des Auswärtigen Amts ist sich darüber Im flaren, daß ein Abbau des Behördenförpers in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage erfolgen muß. Sie ist sich weiter darüber flar, baß ein solcher Abbau in gleicher Weise mit dem Beamtenabbau erfolgen tann. Der Angestellte muß die gleichen Rechte und den­felben Anspruch auf Arbeit bei Reichs- und Staatsbehörden haben mie der feit bemfelben Zeitpunkt beschäftigte Beamte. Die Ange­stelltenfchaft des Auswärtigen Amts protestiert mit aller Schärfe

werffchaftshaus. Stellungnahme zum Schiedsspruch des Reichsarbeitsminifte Steinbruder und Lithographen. Seute abend 6 Uhr Versammlung im Ge­riums. Pünktliches Erscheinen unbedingt erforderlich. Die Bertrauensleute treffen fich um 4% Uhr. Die Gruppenleitung. Untertommiffion des 17. Berwaltungsbezirks. Heute( Donnerstag) 7 Uhr im Rimmer 36 des Rathauses Sigung der Unterkommission. Ausschußmitglieder treffen fich eine Stunde früher. Chemische Industrie, Af- Funktionäre! Bersammlung am Donnerstag, den 1 November, abends Uhr, im Verbandsbureau, Kommandantenstr. 63-65, 2 Treppen. Die Angestellten der chemischen Industrie erhalten als Atonto zahlung, weitere 100 Geptembergehälter. Verbandsbureau Belle- Alliance- Straße 7/10, 2. Hof, linter Aufgang, 3 Treppen. Rohlengroßhandel. Mitgliederversammlung Donnerstag abend 7, Uhr im Bericht von den Berhandlungen.

Lebenshaltungskosten und Dollarftand.

Oktobers wieder stärker gewefen als die monatsdurchschnitt Die Steigerung der Lebenshaltungskosten ist im Verlauf des liche Erhöhung des Dollarmittelturses( in Berlin ). Der Lebenshaltungskosteninder der Industrie- und Handelszeitung" ( ber mit dem amtlichen Inder nicht zu verwechseln ist) stieg von 14,59 Millionen auf den 4,9milliardenfachen Borkriegsstand, was bedeutet. Damit ist also nicht nur eine volle Angleichung der Haus somit eine monatsdurchschnittliche Steigerung von 33 888 Proz. haltungskosten an den äußeren Kauffraftverlust der Mark vor sich gegangen, sondern es hat sich darüber hinaus wieder eine weitere Annäherung der Lebenshaltungstoften an ihr Goldniveau vollzogen.

Herabsehung der Warenpreise in Rußland . Im Zusammenhang mit der großen Spanne zwischen den hohen Preisen für industrielle Erzeugnisse und den niedrigen für landwirtschaftliche Produkte macht fich immer mehr eine Abfaztrise der russischen Industrie bemerkbar, die dazu geführt hat, daß eine Reihe von Syndikaten und Trusts die Preise für ihre Fabrifate herabgesezt haben. GD hat beispielsweise das Textilsyndikat in der letzten Zeit die Breise um ungefähr 10 Broz. herabgefeßt. Da die Abfahtrise anhält, so ist mit weiteren Preissenfungen zu rechnen. Die Absahtrise wird durch die Schwierigkeiten in der Geldbeschaffung und Kreditein­schränkungen seitens der Banten noch mehr verschärft.

Devijenturje. Unserer gestrigen, infolge Berspätung nur in einem Teil der Auflage enthaltenen Kurstabelle find noch nachzutra­gen: 1 finnische Mart 1945 Millionen Geld, 1955 Mill. Brief; 1 ja­Milreis 6534 Mill. Geld, 6616 Mill. Brief; 1 österreichische Krone panischer Den 35 910 Mill. Geld, 36 090 Mill. Brief; 1 brasilianischer 1,017 Mill. Gelb, 1,023 mil. Brief; 1 tschechische Krone 2115 Mill Geld, 2125 Mill. Brief; 1 ungarische Krone 3,930 mill. Geld, 3,950 mill. Brief; 1 bulgarische Lewa 673 Mill. Geld, 677 Mill. Brief; 1 jugoslawischer Dinar 860 mill. Geld, 864 Mill. Brief. Berantwortlich für Politit: Ernst Reuter ; Wirtschaft: Artur Saternus; Berlag: Vorwärts- Berlag. G. m. b. S., Berlin . Drud: Borwärts- Buchdruckerel Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton : Dr. John Chilowski: Lokales und Gouftiges: Frig Karstäbt; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin . Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co. Berlin S. 68. Lindenstraße 3. Hierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage ,, Heimwelt".

und

Baugewerksbunb, Fachgruppe Puger! Sonnabend, den 8. November, nach mittags 3 Uhr, Versammlung der Baudelegierten im Bureau. Jede Baustelle nerfammlung bei Paetfch, Landsberger Str. 81. Das Erscheinen aller mit Ab heute tägl. Lotte Werkmeister b. Zielka Friedrich- Ecke Leipz. Str. muß vertreten fein. Montag, den 5. November, abends 7 Uhr, Mitglieder. giteber ist bringend notwendig. Die Fachgruppenleitung.

nachm. 4% Uhr

Variété:: Kabarett