Die freigelaffene Giftmischerin.
Prozeßeröffnung in der Giftmordaffäre Gentschow.
In der Giftmordaffäre der Rose Gentschow, über die wir seiner tt berichtet hatten, ist das Ermittlungsverfahren abgeschlossen, und es wird gegen fie Antiage wegen des Giftmordes an dem Kaufmann Sempel fomie wegen versuchten Giftmordes in zwei Fällen an den Raufleuten Ech. und R. Unflage erhoben werden. Der Prozeß wird por der Straffammer des Landgerichts II verhandelt werden. Die Gentschow gehört zu den Kreifen der Lebedamen und der stand es, Herren, die sie fennen gelernt hatte, in Bitörstuben und Dielen mitzuschleppen. Sie suchte sich dabei nach Möglichkeit Lokale aus, die in der Nähe der Wohnung der Herren lagen. Indem fie ihren Opfern Opium in die Getränke tat, brachte sie diefelben in einen Betäubungszustand und nahm ihnen die Schlüffel aus der Tajde. Darauf begab sie sich in die betreffende Wohnung ihres Opfers und ftahl bort, was fie an Bert vorfand. Dem Kaufmann Sempel hatte sie wohl eine zu starte Dofis Opium verabreicht, denn Sempel erwachte nicht wieber. Er wurde nach dem Krantenhaus geschafft und ist dort am 6. Februar o. 3. unter Bergiftungserscheinungen gestorben. Durch diesen Todesfall fam das Treiben der Gentschow ans Tageslicht. Die G. unterhielt ein festes Berhältnis mit dem Kaufmann Klanowski, ber unter dem Verdacht der Teilnahme an den Straftaten verhaftet wurde. Auf Grund der Boruntersuchung ist Klanowski jedoch ent. fprechend einem Antrage von R.-A. Dr. Anderffen außer Berfolgung refekt und aus der Haft entlassen worden. Rose Gentschow war, ba ... Dr. Fren wegen ihrer Morphiumfucht Zweifel an der zu rechnungsfähigkeit erhob, einer Irrenanstalt zur Beobachtung über roiefen worden. Bon hier ist nun aber, obwohl sie unter ber Anflage wegen eines Rapitalverbrechens steht, ber Saftbefehl gegen fie ohne Raution aufgehoben worden, so daß fle dem gegen fie bevorstehenden Mordprozeß auf freiem Fuß entgegenfehen fann.
Der auferftandene Kroll".
man bie Arbeitszett auf Grund ber Rünbigung bes Manteltarifs auf 54 Stunden feft.
In inoffiziellen Besprechungen auf Einladung der Arbeitgeber machten die Unternehmervertreter drei Borschläge, die sie ihrer Bollversammlung zur Annahme empfehlen wollten: Entweder 48 Pf. zuzüglich 6 Pf. Sozialzulage für Berheiratete oder, bei Ablehnung der Sozialzulage durch die Arbeiter, pro Stunde 48 Bf. nebst einer Die Angestellten organisationen und zwar der Zulage von 6 Pf. für Arbeiter über 24 Jahre, oder aber einen 3d2. und der Gda. hatten zu Dienstag abend eine öffentliche Sundenlohn von 51 Bf. ohne alle Zulagen. Außerdem schien man Rundgebung im Lehrervereinshaus veranstaltet, um gegen das geneigt, für Lohnarbeiter, die zum niedrigsten Lohn arbeiten, eine unglaublich rüdlichtslose Borgehen der Groß- Ber Ausgleichszulage zu geben. In bezug auf die Arbeitszeit glaubten liner Zeitungsverleger, bas diese feit dem legten Buchdruckerstreif die Arbeitgeber die Übmachungen in der Metallgroßindustrie auch auch gegen ihre Angestellten belieben, zu demonstrieren. Die für die chirurgische Branch einführen zu können. Zeitungsherren laffen sich auf teine tarifliche Regelung der Gehalts- In den offiziellen Berhandlungen am Freitag vergangener und Arbeitsbedingungen mehr ein, da ihnen die einseitige Woche erklärten die Arbeitgeber, von ihren Borschlägen abgehen Fest fehung, fpottfchlechter Gehälter in Form von zu müssen Sie famen mit einem Dittat folgenden Inhalts: Sollte Haustarifen unter Ausnugung der Furcht vor Stellenlosigkeit, pro- die Rommission der Arbeiter eine Affordbasis von 45 Bf. und eine fitabler erscheint. Bugleich spekulieren fie darauf, durch ihre Haus Sozialzulage von 5 Pf. für Berheiratete ablehnen, fönne man nur tarife" die Position der Angestelltenorganisationen zu schwächen und eine Affordbasis von 48 Bf. bewilligen. Alle Bersuche, die Arbeit zu untergraben. geber zu einem anderen- Borschlag zu bewegen, schlugen fehl, sie Der Reichstagsabgeordnete Genosse Aufhäuser als erster blieben bei ihrem Dittat. Rebner des Abends zeigte an Hand umfangreichen Materials das Be- Eine Bollversammlung der chirurgischen Branche nahm am ftreben der Unternehmer im ganzen Reiche, alle tariflichen Ab- Dienstag abend zu diesem Dittat der Unternehmer Stellung. Callies machungen zu hintertreiben, den Tarifvertragsgedanken zu mißachten. präzisierte am Schluß seiner Ausführungen die notwendige StellungDie Unternehmerpreffe weise immer wieder darauf hin, daß die nahme der Versammlung dahin, daß zu entscheiden sei zwischen der Wirtschaft nur gefunden fönne, wenn die Löhne und Gehälter höch- Anrufung des Schlichters oder dem Beschluß, tariflos zu arbeiten. ftens zwei Drittet der Borkriegslöhne ausmachten. Die Groß- Ber- Daß die Unternehmer an ihrem Dittat festhalten, beweisen in den liner Zeitungsunternehmer verfechten diesen Standpunkt der Unter Betrieben bereits herausgebrachte Anschläge des Inhalts, daß die nehmerverbände mit vollem Eifer. Dennoch müßten fie je nach eigerung, zu ben dif'ierten Bedingungen zu arbeiten, die ihrer Rundschaft, den Abonnenten hin und wieder auch einen Artikel Rünbigung zur Folge habe. vorfegen, der sich mit den sozialen Nöten der Arbeitnehmerschaft befaßt. Den Angestellten, die diese auf Außenwirkung berechneten Artikel lefen und unwillkürlich ihre Tendenz mit der gegen sie be liebten Braris in den Betrieben ihrer Beitungen vergleichen müssen, erscheint dieser Zwiespalt zwischen Geschäftsreflame und Profitpragis mie blutiger Sohn auf ihre Lage.
Der Berliner Börsenturier" schrieb am 14. Januar:„ Es ist richtig, daß der Reallohn des deutschen Arbeiters niedrig genug ist und im allgemeinen hart an der Grenze des Tragbaren steht." Dann dürfte aber auch nicht verschwiegen werden, daß in den Seitungsbetrieben die Grenze des Tragbaren schon überschritten ist Trok ihrer verfchiedenen politischen Richtungen scheinen bie bür gerlichen Berliner Tageszeitungen alle barin einig zu fein, bie Lebenshaltung der Arbeitnehmerschaft aufs äußerste herabzubrüden, die Arbeitnehmerinteressen niederzufnüppeln.
Nach eingehender Aussprache wurde beschlossen, den Schlich. ter anzurufen zur Regelung des Lohnstreites.
Wie JGB. berichtet, ist der Niederländische Berband der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Bäderet, Ecokolade- und Buderwarenindustrie aus der Internationalen Union der Lebensmittelarbeiter ausgetreten. Der Niederländische Verband protestierte feit dem Frühling 1922 gegen die Aufnahme ber ruffifden Organisation der Lebensmittelat better. Auf dem im September 1923 in Brüffel ab gebaltenen Kongreß der Internationale wurde iedod die Quinchme der Ruffen mit geringer Mehrheit, b. h. mit 22 gegen 20 Stimmen Stimmen bestätigt.
Ein Stahlhelm- Steiger.
Ein Stüd Bergangenheit, an das sich für viele Berliner Gr. merungen aller Art fnüpfen, foll in Kürze wiedererstehen; es ist der Kroll- Garten, der mit dem Umbau des Opernhauses am Königs. plak ebenfalls eine völlige Veränderung erfahren hat. Dreigestufte Terraffen nehmen zwei Seiten des Gartens ein und lassen den Blid frei auf eine Freilichtbühne, auf ber nach der Absicht des staatlichen frei auf eine Freilichtbühne, auf der nach der Abficht des staatlichen Bauherrn Boltsunterhaltungen bester tünstlerischer Art fich ab fpielen follen. Burzeit liegt aber der Garten noch im Schnee, und auf den Terraffen fieht es noch sehr unwirtlich aus. Dafür find die Die niederländische Drganisation ist mit ibrem Austritt einem auch schon faft historischen Wirtschaftsräumlichteiten bes Der Redner meist auf ein Bild im Weltspiegel" des Berliner Befchluß ihres im Mai 1928 in Rotterdam abgehaltenen Kongresses Stroll- Haufes durch den preußischen Staat in Gemeinschaft mit bem Tageblattes" vom Sonntag, den 13. Januar, hin, das eine der Feld nachgekommen und hat dem Borstand der Internationale in einem Bächter Heinrich Braun in außerordentlich anheimelnder Weise her tum bie not lindern hilft. Das ist gewiß fehr schön, aber dann sollte Geite an Seite mit einem Berband Mitglied der Internationale tüden bes Tageblatts" zeigt, burch bie das Unternehmer ausführlichen Schreiben mitgeteilt, daß die Organisation nicht gerichtet worden. Der Erbauer der Oper, Architekt Rauffmann, hat ber Berlag boch auch an feine Arbeiter und Angestellten denten. hier in Gemeinschaft mit Prof. Cesar Klein mit einfachsten Mitteln zu fein wünsche, der laut Statuten der Roten Getrerticaite. in hellen, warmen Tönen intimste Raumwirkungen auftande ge- ficherung, daß die Gewer! haften zu gegebener 3eit tämpfen. Unter lebhaftem Beifall schloß Genosse Aufhäuser mit der Ber - internationale die Aufgabe hat, die Amsterdamer Richtung zu bebracht. Der Staat hat aus Schlössern einiges Mobiliar zur Verbie Scharte auswegen werben fügung gestellt, fo daß es sich heute in den Sälen und Zimmern, die ben Theaterraum umgeben und bireft mit ihnen in Verbindung. Schmidt und Fulgner, ergänzten die Ausführungen und zeigten Die nachfolgenden Redner, Frl. Eisenbraun, Genoffe Bublik, tehen, durchaus wohl sein läßt. Sämtliche Wirtschaftsräumlichkeiten noch einmal das ganz brutale Borgehen der Unternehmer. Jm„ Kompaß", bem offiziellen Drgon der Knappieafteberufe. find felbstverständlich auch den Richttheaterbesuchern zugänglich und Angestellte, die nicht unterschrieben, wurden entweder auf die genoffenfchaft, ist unter den Etellengefuchen der Eteiger das Straße gefeht, oder fie erhalten solch kleine Abschlagszahlungen, daß eines Fahrsteigers zu finden, das alle übrigen in den Schatten fie mit ihren Familen hungern. stellt. Der Mann empfiehlt sich als Eislebener Bergicüler, als Die Firma Ullstein, Berlag der„ bemokratischen" Beamter im Kali und Abieufen und als guter Markscheider. AußzerMorgenpoft, war die erste, die ihren Angestellten Berträge diffierte, bem aber ist er Bei Herrlichem Winterwetter fanb am Sonntag in reien Nachstehende Resolution wurde gegen eine Stimme ange. in Lohn und Gedingefachen firm. Enei gif im Um walbe an der Ober der erste Märkische Wintersporttag statt, der nommen: gang mit den Arbeitern, national gesinnt, bom Norddeutschen Stiberband und vom Berliner Die am 15. Januar im Lehrervereinshaus versammelten Ange Stablbelm usw." Jugendamt veranstaltet wurde. Eine große Teilnehmerzahl ftellten bes Groß- Berliner Zeitungsgewerbes protestieren mit aller hatte fich eingefunden und die einzelnen Beranstaltungen, ins. Enischiedenheit gegen den Berfuch der Arbeitgeber, im ZeitungsBesondere Stiwettläufe und Modelrennen erbrachten intereffante gewerbe vom Tarifvertrage wieber zum Einzelgehaltsabschlusse über Ergebnisse. An einer vom Freienwalder Wintersportberein gebauten zugeben. Die Bersamelten find entschloffen, der gewollten Zer Sprungichange wurden Stifprünge bis au 10 Metern reißung ihrer Solidarität im geschlossenen Abwehrlampf zu be. porgeführt. Gift geplant, biefe Beranstaltung in ben lommenben gegnen. Sie rufen bie Angestellten der übrigen Berufe auf, die Jahren zu wiederholen, da fie den Beweis erbracht hat, bak es Rollegenschaft im Beitungsgewerbe in ihrem Ringen um die Ereine neue Stellung antreten. auch in der Mart Brandenburg Gelegenheit gibt, bie bauptfach haltung des Tarifvertrages tatträftig zu unterstützen." lichsten Wintersportarten ber beutichen Mittelgebirge auszuüben. Lohndifferenzen in der Silberindustrie.
entsprechen ben Zweden einer freundlichen Erholungsstätte inmitten
bes winterlichen Tiergartens.
Erster Märkischer Wintersporttag.
Gemeinschaft proletarischer Mufiffreunde. Am Mittwoch, 16. Sanuar, 8 Uhr, findet im Caalbau Friedrichshain am Friedrichshain 16.28, bas 2. Symphonielonzert statt. Das Brogramm: Symphonie in Es- dur von Mozart , Vorspiel und Siolbens Liebestod aus Tristan und Isolbe von Banner, Hamlet- Euite( Erstaufführung) Heinz Thieken, Fünfte Symphonie in C- moll von Beethoven , werben bom Berliner Symphonie( Blüthner ) Drefter unter Leitung Jalda Sorenſtein ausgeführt. Starten im Bor. berlauf bei Bote und Bod, Leipziger Str., bei Bertheim Leipziger und Rönigsstr. und bei Horsch, Engelufer 23.
Groß- Berliner Parteinachrichten.
18. Kreis Tempelhof.Martenborf. Donnerstag, ben 17. Januar, T, Uhr: Streis Straße. Erscheinen Pflicht.
vorstandsfizung im Reſtaurant Linde, Tempelhof , Raiser Wilhelm, Ede Berber
120. Abt. Friedrichsfelbe. Die Mitgliederversammlung findet nicht, wie im Borwärts angegeben, am Mittwoch, fondern erst am Donnerstag, 7 Uhr, in ber Mäbchenfchule Bilhelmstraße 29, statt.
Sport.
arbeiter nahmen Montag in einer Bollverfammlung Stellung zum Die im Deutschen Metallarbeiterverband organisierten SilberBericht Henschels über die letzten Lohnverhandlungen. Schon vor Weihnachten hatten die Unternehmer einen Entwurf für eine Bohnregelung der Branchenkommission eingereicht, der un verkennbar bie Tendenz zeigte, die Spanne zwischen den Gelernten, Angelernten und üngelernten zu vergrößern. Ein Gegenent wurf der Kommission teilte die männlichen Arbeiter in drei Gruppen, bie eine Lohndifferenz von 10 Broz. haben sollen. Für die weib. lichen Berufsangehörigen war bie Gruppeneinteilung ähnlich; der Lehn follte hier 80, 75 und 70 Broz. der Männerlöhne betragen. Nach äußerst langwierigen Berhandlungen machten die Unternehmer ein legtes Angebot, ba bahin ging: Für alle gelernten Arbeiter foll der Mindesteinstellungslohn 50 Goldpfennice fein; Angelernte und Hilfsarbeiter mit fünfjähriger Tätigkeit 40 Bf., unter 5 Jahre 30 Pf. Die Boliererinnen sollen 30 Pf. Lohn erhalten, andere Arbeiterinnen 20 Pf., Jugendliche 15 Bf. Die Regelung bis zu den Höchfilöhnen foll betriebsweisen Berhandlungen überlassen bleiben. Die Arbeitgeber erklärten, daß die gegenwärtigen hohen Geäftsuntoften durch entsprechende niebri ge ohne aufgebracht werden müssen.
Daß ein Mann mit folden Eigenschaften fich durch Inferat erft eine Stellung in seinem Berufe fuchen muß. ist darauf zurüc auführen, daß der Stahlhelm- Steiger wegen Betriebseiniäränlung bis Ende März abgebaut wird. Offenbar weiß man feine tüchtige Gefinnung auf der bisherigen Stelle nicht recht zu würdigen: Er tann fogar ichon vor Ablauf feiner Kündigungsfrist gehen und immerbin noch felten zu sein, wenn der Energische darauf spekuliert, Die nationale Stahlhelmgefinnung scheint unter den Steigern durch seine Anbietung auf offenem Markte bei Etellenbejegung beborzugt zu werden.
Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit. Ein von der Arbeitskonferenz zu Washington im Jahre 1919 beschlossener Entwurf eines internationalen Ueber. eintommens bezwedt einheitliche Maßnahmen hinfichtlich der Regelung des Arbeitsmarktcs.
Es sieht vor allem vor, daß jeder Mitgliedstaat, ber das Uebereinkommen ratifiziert, ein System öffentlicher Arbeitsnachweis stellen einzurichten hat, die unter der Aufsicht einer Zentralbehörde stehen und unentgeltlich arbeiten. Zur Begutachtung aller die Tätigkeit dieser Stellen betreffenden Angelegenheiten find Ausschüsse zu bilden, in denen Arbeitgeber und Arbeiter vertreten fein müssen. Wenn unentgeltliche öffentliche und private Arbeitsnachweise nebeneinander bestehen, find Maßnahmen für ein Zusammenarbeiten nach einem das ganze Land umfaffenden Blan zu treffen.
Außerdem enthält das Uebereinkommen Bestimmungen über die mitteilung von statistischem Material über die Arbeitslosigkeit an das Internationale Arbeitsamt sowie über den 2 bfchluß von Gleichbehandlungsverträgen Das ist ein Standpunkt, der in seiner naiver Offenheit wenigstens zwischen Mitgliedstaaten, die eine Arbeitslosenversicherung befizen. flar ausspricht, warum man die Löhne abbauen will. Die Arbeiter Diesen Entwurf haben bis jest ratifiziert: Bulgarien , Dänesollen büßen, was die Unternehmer durch ihre schluderhafte Gewinn mart, Estland , Finnland , Großbritannien Griechenland , Indien , politit, burch die ffandalöfe Steuerpolitik ber bürgerlichen Barteien, Italien , Japan , Norwegen , Rumänien , Schweden , die Schweiz , burch den Kartellwucher verschuldet haben. Die Bersammlung behnte| Spanien und Südafrita, insgesamt also 15 2änder. bas Angebot der Unternehmer einstimmig ab.
Sportpala- Rabrennen. Die geftige Beranstaltung brachte ben Tang erwarteten Start des italienischen Meisterschaftsfahrers Biraz bengo, ber beim Ausfahren seiner Borstellungsrunde vom Bublifum auf das leb hafteite begrüßt wurde. Seine glänzende Fahrtechnik mug anerkannt werben, um io mebr, als es sich um einen ruhig und fisher fahrenden Menschen handelt. Das übervolle Daus verfolgte bann fpannend bas Internationale Berfolgungsrennen. Die deutsche Seite hatte bie Fahrer Bauer, Deter Ties unb Qulle gestellt, während fich die aus ländische Mannschaft zusammensette aus Girarbengo, Rigetto ( Italien ), und Rotter( Schweiz ). Gleich zu Beginn dieses Rennens zog bie beutsche Mannschaft derartig tapfer los, daß bie gehegte Befürchtung, fie werde dieses Tempo nicht lange einhalten, leider allzu bald festen Boden Dem allgemeinen Borgehen aller Arbeitgebergruppen folgend, fanb. Rotter lieb bab aus und nun fegten die beiben ilalienischen versuchten auch die Arbeitgeber in der chirurgischen Industrie einen Landsmänner ihre ganze Straft ein. Box ber beutschen Seite mugte Abbau der Bühne und eine Berlängerung der Arbeitszeit durchzu Bauer aufgeben. Schließlich fiegie bie italienije Mannichaft nach sehen. Das Dittat des BBMI. gab dem Arbeitgeberverband für 32 Runden in fechs Minuten vierzig Gefunden. Der Große inter preis, ber eine gute internationale Belegung gefunden hatte, brachte Chirurgiemechanit Beranlassung zu einem ähnlichen Borgehen, indem ben Sieg a hns bor Saldow und Kaufmann( Schweiz ). Leider fam er ber Brandenfommission der Arbeitnehmer mitteilte, daß nunbeim Endlauf der Holländer van Ne! zu Fall, zog sich eine Schulter mehr ber Lohn in einer Attorbbalis von 41 f. nebst einem verlegung zu und mußte an der weiteren Teilnahme bes Rennens verzichten. Sozialzufchlag von 4 Pf. pro Stunde bestehen solle. Daneben segte
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Fachgruppe der Töpfer. Die Lohnkommission hat wie bereits mitgeteilt den beabsichtigten Lohnabzug von 10 Broz. ab gelehnt. Der Schlichtungeausiauß ist angerufen. Sobald ein Schiedsspruch vorliegt, wird eine Fachgruppenversammlung fich darüber schlüffig werden. Die Fachgruppenleitung.
Berantwortlich für Bolitik: Ernst Renter; Birtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: F. Eklora; Feuilleton: R. 3. Döscher; Lokales Berlag: Borwäris- Berlag. m.. 9 Berlin . Drud: Borwärts- Buchbruderei und Sonstiges: Fris Rarstädt; Anzeigen: Th. Glede; fämtlich in Berlin . und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin S. 68.. Lindenstraße 3.
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