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zu begegnen, passierte er auf dem Bahnhof andere Sperren. Als aber Möbius daraufhin die Wohnung seiner Schwiegermutter auf. fuchte und auch andere Leute veranlaß e, ihn telephonisch anzurufen, mußte er ihn natürlich wieder zu sich bitten, da er es vorzog, ihn unter vier Augen zu sprechen. Weiter erklärt Dr. Zeigner, daß er von der Frau Friedrichsen erfahren habe, daß während des Be fuchs der Frau Friedrichsen mit Möbius in feiner Wohnung Möbius in den Aften herumgewühlt habe. Er habe mirklich oft die Aften zum Studium zu fich genommen, um die Bahnfahrt von Dresden nach Leipzig dazu zu benutzen.

Nun wird dr Zeuge Trommer vernommen. Er macht den Einbrud eines Mannes, der sich nicht ins Borhorn jagen läßt und zehn Möbius in die Tasche einzuftecken imftande ist. Er erzählt, daß Möbius zu ihm gekommen sei und ihm ert'ärt habe, er miffe in seiner Straffache Bescheid. Er hätte in Dresden jemand oben fitzen, der ihm behilflich sein fönne, die Gefängnisstrafe in Geldstrafe umzu­wandeln. Was das mert sein fönnte? Trommer hätte ihm er­widert, daß ein Gnadengesuch eingereicht sei, und daß er abwarten molle. Am nächsten Tage hat dann Trommer in 3widau am Stammtisch seinen Bekannten davon erzählt, auch seinen Rechts anwalt davon in Kenntnis gelegt. Möbius sei denn ein zweites Mal zu ihm gekommen und habe ihm das bewußte Formular vor gelent. Da war es ihm auch gelungen, durch einen Zufall in feinen Militärpaß Einblick zu erhalten und feinen Namen fest zu stellen. Der Zeuce hat auch die Polizei angerufen, da er Möbius feststellen wollte. Aber dieser hatte sich schon entfernt. Darauf fordert der Borsitzende Dr. Zeigner auf, fich ausführlich

über

die Gnadenpratis

Malertag.

Die Farbe gehört zum Maler und der Maler gehört zur Farbe, das ist zwar eine alte Binsenweisheit, und doch wurde sie in legter Beit des öfteren mißachtet. Sehr oft schrieb nämlich der Architekt dem Maler die Farbe vor. Um nun aber zu zeigen, daß der Maler von heute sich auch noch auf Farben versteht, daß er in seinen Ar­beiten gut ausgewählt farbenfreudig und farbenstart wirten tann, ist in Charlottenburg ein Ma'ertag in Szene gefeßt. Und effante Ausstellung. die Säle des Rathauses beherbergen bis zum 16. eine inter.

ei freigewordener

Zimmer von den drei freigewordenen hat er an sich nehmen dürfen. Das Wohnungsamt hatte die aus drei Zimmern und Küche bestehende Wohnung beschlagnahmt, aber die Hauseigentümerin und auch Herr M. legte Beschwerde ein, und das Mieteinigungsamt prach ihm dann das eine Zimmer zu. Daß m. gegen die Be. schlagnahme der Wohnung sich durch Beschwerde wehrte, läßt vermuten, welche Absichten er hatte.

Verkehrverbefferungen ab 18. März. Neue Straßenbahnlinien.

Bon der Berliner Straßenbahn, Betriebsgesellschaft m. b 5. werden folgende Betriebserweiterungen und Liniencerände

Beachtenswert sind die Lehrlingsarbeiten der verschiedenen Fachrungen mitgeteilt: Schulen. Man gibt dem Lehrling immer wieder die alte Gefins. und Säulenform, damit er die plastische Form tennenlernt, manche Provinzschule hat aber auch noch das alte Schema. In der Provinz fehlt eben vielfach die Anregung durch das Sehen. In der Groß­stadt wird der fehende und lernende Lehrling von der Zeichen und der Malfunft, von der Leucht- und Werbekraft der Farbe förmlich verfolgt, da wird er selber feder, farbenfreudiger und vom Wagnis des Neuen beeinflußt. Sieht man unter den Lehrlingsarbeiten manches Unfertige, das aber Talent verrät, so gewahrt man bei den Meistern manche wirklich reife Arbeit. Bor allen Dingen ist da der Wettbewerb in einfacheren und reicheren Wanddekorationen wert, daß man ihn eingehend betrachtet. Die Fläche behandelt jeder Maler gut. Iniffliger wird es, wenn die Perspektive eine Berücksichtigung er. heischt. Da spielt nicht nur die angeborene Begabung, fondern auch zu äußern. Dr. Zeigner erklärt, daß eine bestimmte Gnadenverord- das erlernte können eine Rolle. Die Tapete verschwindet und der nung bestand, auf Grund deren ein Teil der Gnadenfachen vom Maler wird zum Raumfünftler. Die Behörden tamen mit der An­Justizministerium selbst erledigt werden konnte, während der andere regung des farbigen Fassadenwettbewerbs. Heraus aus dem täg Teil rur vom ge amten Ministerium entschieden werden konnte. lichen Allerlei, heraus aus dem Grau- in- Grau unserer Tage war Außerdem bestand aber ein ungeschriebenes Gnatenrecht. Als er die Lofung, und die stilechte Renaissancefaffade murde als Berfuchs. das Minifterium übernahm, informierte er sich natürlich über die objekt gegeben. Manche Stizzen zerreißen das Gesamtbild durch die bestehende Gnadenpraris. Da er empfand, daß der Leiter der Ab. teilung Geheimrat Leffing, eine ganz andere Einstellung in dieser Farben, bei anderen wirken die Farbenzusammenstellungen direkt Frage habe als er, so berief er aus ter britten Abteilung den Geschmerzend für die Augen, während etliche mit den finnerfreuenden heimrat Kunke, unter dessen Leitung er nun die von ihm gefchaffene Farbtönen einen geschlossenen Eindrud erzielen. fünfte Gnadenabteilung stellte. Dr. Zeigner vertrat den Standpuntt, daß die Gnadenpragis eine viel weitere fein müsse, als es bei seinem Borgänger der Fall gewesen ist. In erster Linie war er grundsäglich gegen furzfristige Freiheitsstrafen, die bei der wirtschaftlichen Situa finn einfach tatastrophal wirften, indem sie die Familien wirtschaft fich ruinierfen. Weiter war er der Ansicht, daß bei gewissen Sittlich feitsbelifien, zB. bei Abtreibung, eine weite Gnadenpraris am Plaze fei

Poincarés Sieg.

Start dem neuen zugeneigt und selbst neu find die Theater. Dekorationen, während die gemalten Möbel eine alte schöne Kunst wieder aufleben lassen. Prächtig sind ferner Dekorationsmalereien, ihnen ist jeder Binselstrich berechtigt, denn jeder Pinselstrich figt Alles bei denen ohne Klischee alles mit dem Pinsel flott hingesetzt ist. Bei in allem sieht man, daß man dem Kitsch durchaus nicht immer Kon zeffionen machen muß, um auch dem Geschmad ber breiten Maffe entsprechen zu tönnen.

Zur Bluttat in Neukölln .

Die Frau ihren Verletzungen erlegen.

Neu eingerichtet wird die Linie 43, die als Ausgangs­punkt den Bahnhof Steglitz hat und dann die Grunewaldstraße durchfährt und in Dahlem endet. Die Line 51 fährt von Nordend über Bankow und weiter wie Linie 57, dann über Moßstraße, Martin- Luther- Straße, Grunewaldstraße, Berliner Straße nach Raiserplag bis Exerzier, Ede Badstraße. Linie 93 hat als Aus Wilmersdorf , Wilhelmsaue. Linie 56 verkehrt von Wilmersdorf angspunkt den Görliger Bahnhof und endet in Charlottenburg , Bahnhof Wigleben. Folgende Linien werden verändert: Die inie 4 wird in zwei Linien( 4 und 9) aufgeteilt, und zwar fährt die Linie 4 vom Augustenburger Plag über Stromstraße, Hansa- Blah und dann weiter wie die jetzige Linie 4 bis Görliger Bahnhof, Wiener Straße und Treptow , Grägstraße. Die Linie 9 vert hrt vom Augustenburger Platz über Triftstraße, Tegeler Straße, Fennstraße und weiter wie die jeßige Linie 4 bis Görliger Bahnhof, bann Grünauer Straße Friedelstraße, Weserstraße, Hermannplag, Urbanstraße. Zur Unterfügung ber Linie 4 und 9 werden neu eingerichtet: die Linie 19 Pantstraße, Ede Badstraße bis Schöne berg. Eisenacher Straße, Linie 31, Petersburger Straße, Ede Landsberger Allee bis Bahnhof Zoologischer Garten . Die Linie 28 wird in folgende Linien aufgeteilt: 1. Linie 27 Brig Rathaus bis Tegel , 2. Linie 28 Tegelort bis Hermannplay, 3. 2nie 128 Heiligen fee bis Hermannplay, 4. Linie 29 Briz bezm. Budow bis Stettiner Bahnhof. An Stelle der Linie 64 werben zwei neue Zinien ein­gerichtet: 1. Linie 64 Siemensstadt bezw. Gartenfeld bis Dönhoff­play, 2. Linie 66 Hohenschönhausen, Wartenberger Straße bis Neu Tempelhof , Hohenzollernforso. Die Einfaglinie 54 E, die bisher nach dem Hohenzollerntorso perfehrte, tommt baburch in Fortfall. Die Linie 11 Bahnhof Neukölln bis Beuffelstraße wird über Hutten­auf der ursprünglichen Strede der abonnierten Linie. Zur Berichti Straße bis Wiebestraße weitergeführt. Für den laufenden Monat behalten die Zeitfarten Gültigkeit gung der Zeitfarten find Dedblätter für die neuen bezw. geänder. fen Linien bei ben Betriebsauffehern auf den Bahnhöfen und in Der Hauptausgabeftelle erhältlich. Sämtliche Aenderungen treten ab 18. März in Kraft. 208

Die arbeitslosen Jugendlichen.

In einem Erlaß des Wohlfahrtsministers wird auf

In der gestrigen Nachtsigung des französischen Senats, bie um 2 Uhr zu Ende ging, ist der Borschlag des Senatsaus Schuffes nach Stellung der Vertrauensfrage für Poincaré mit 154 gegen 141 Stimmen zurüdgewiesen worden. Poincaré hat also mit einer Mehrheit von 13 Stimmen über die Oppo fition gefiegt und das von ihm verlangte Ermächtigungsgesetz erhalten. Dieser Sieg ist ihm erst nach schweren Kämpfen zu teil geworden, wobei feine Mehrheit, die bei der Wahlrechts debatte 16 Stimmen betrug, noch mehr zusammengeschmolzen ist. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß von den 13 Stimmen, not nicht möglich. 3. blieb mit den beiden älteren Kindern im für die Einschulung in Berufs, Fach- und Fortbildungsschulen oder

die die jetzige Mehrheit des Poincaré ausmachen, 7 auf Ber fönlichkeiten entfallen, die mehr oder weniger direkt im 3u fammenhang mit dem Kabinett stehen oder diesem sogar an­gehören. Es ist anzunehmen, daß die Linte, troß ihres heftigen Borstoßes gegen Poincaré, nicht die Absicht hatte, ihn zu fürzen. Dazu war ihr die Zuficherung Poincarés. daß die Barlamentswahlen im Mai stattfinden würden, viel zu wertvoll. Es fann deshalb erwartet werden, daß sich im weiteren Verlaufe der Senatsaussprache feine weiteren Schwierigkeiten mehr für das Kabinett entwickeln werden Vits der gestrigen Aussprache im Senat ist besonders die Rede des Senators de Jouvenel hervorzuheben, ber in prägnenter Weise den Standpunkt der Oppofition formulierte und Kritik an der äußeren und inneren Bolitik des Kabinetts übte. Der Redner führte u. a. aus:

Das Land verlangt einen farten Staat. Während im letzten Jahrhundert zwei Monarchien in der Revolution untergegangen feien, habe die Republit ihr fünfzigjährines Bestehen mit Ruhm feiern fönnen. Aber sie leide unter den Irrtümern und der mangel. haftigkeit des Bertrages von 1919, da die Frage der interalii. ferten Schulben durch diesen Vertrag nicht geregelt worden sei. Die Republit fei heute gezwungen, entweder die ihren Allierten gegebene Unterschrift zu verleugnen, oder sie müsse die Munition, Die man ihr geliefert habe, um ihre eigenen Städte zu zerstören, mit dem vierfachen Breis bezahlen. Seit dem Kriege habe man nicht den Mut gehabt, eine Bilanz zu ziehen. Man habe nur Gelegenheits­gefehe und provisorische Gelege gemacht. Jedesmal, wenn der Friede sichergestellt schien, ist der Frant gestiegen. Er ist gefunten, wenn der Friede in Frage gestellt schien. Jebesmal, wenn wir Fehler in der Außenpolitik begangen haben, mie bei der Unterstützung Wrangels , ist das Bfund Sterling gestiegen, aber immer denn, menn Hoffnung auf ein Einverständnis vorhanden war, ist das Pfund gesunten. Auch nach dem Wikerfolg der Kon. ferenzen von Benua und Baris mar es fo. Sogar das Ende des possiven Widerstandes hat das englische Pfund nicht zum Sinten gebracht. Die Ruhroperation war fein Mißerfolg, nein, fie hat reüffiert. Auch wenn sie nur zum Ergebnis gehabt hat, den Deutschen Industriellen begreiflich zu machen, daß fie be. zahlen müssen, wäre dies schon ein bedeutendes Ergebnis. Man er­wartet viel von den Sachverständigen. aber man darf sich feinen 3rfionen hingeben über die vier Probleme. nämlich Reparationen, inferalfilerte Schulden, Militärfonfrelle und rheinisches Problem, denn die Sachverständigen tönnen nur eines davon lösen. Herr M'nisterpräsident! Sie müssen Ihren Horizont erweitern und sich, wenn möglich auf den 235lterbund stüken, der allein uns eine dauerhafte Löfung der rheinischen Frage, der Entwaffnungs. frage und der Reperationsfrage bringen fann. Ich verlange heute mit mehr Drinalichkeit als im Jahre 1922, daß Sie zum Ende tommen und daß Sie die Initiative zu Berhandlungen ergreifen. Sie leiten das Echicksal eines großen Landes, dem man Elfaß- Lothringen zurückgegeben hat, bas aroße Naturreichtümer be. fikt und ein intellektuelles Prestige befigt. Jest müssen Sie die Sicherheit dieses Landes und zu gleicher Zeit den Frie. den Europas gewährleisten und die Achtung vor den Berträgen zum Siege führen.

Su ber Schredenstat in Neukölln , über die wir in der Morgen nummer berichteten, ist mitzuteilen, daß auch Frau 3ygalsti ihren Berlegungen erlegen ist. Sie ftart im Kranten haus Budow schon furz nach der Aufnahme. Edhuld an dem 3r mürfnis war die 38 Jahre alte Frau selbst. Ihr lockerer Lebens. wandel veranlaßte ihren Mann, im Jahre 1922 die Ehegemeinschaft mit ihr aufzuheben und die Scheidungsklage einzureichen. Eine pollständige Trennung war jedoch wegen der Wohnungs Alter von 14 und 18 Jahren in der einen Stube der Wohnung im 2. Stod, die Frau mit den beiden jüngeren in der anderen Frau 3. erwartete von einem anderen Mann demnächst ein Kind und fie befeitig'e es durch einen verbotenen Eingriff und verbrannte die Leiche im Ofen. Im Hause wurde das bekannt und auch ihr Mann erfuhr es. Die Drohungen, daß man sie anzeigen werde, trieben die Frau zu der Schredenstat. Es ian hinzu, daß sie fich vor ihrem Gelietten, der ausgewandert ist, betrogen fühlte, wie sie in einem hinterlassenen Briefe mitteilt. Sie erflärt barin, daß fie fich und ihre beiden Rinder töten werde, weil sie das Leben nicht mehr ers tragen fönne. Die Tat wurde entot, als 3. gestern nachmittag nach Haufe tam und feinen Einlaß fand. Er benachrichtigte die Polizei, die die Leichen der Kinder beschlagnahmte and die Frau nach dem Krankenhaus bringen ließ.

Großfener in einem Fabrik- und Wohngebäude. Großfeuer tam am Sonnabend früh um 2 Uhr aus noch nicht ermittelter Urfache auf dem großen Grundstüd Greifswalder Str. 30 zum Ausbruch und verursachte viel Arbeit und größeren Schoben. Als die Löschzuge 17 und 20 auf mehrmaligen Marm von zwei Seiten an der Brandstelle antamen, stand auf dem Hofe das von mehr als 10 Barteien und mehreren Fabrit. betrieben bewohnte tiefe Grundstüd im Fabrit gebäude in Flammen. Es brannte in allen vier Stod. werten Fest verschlossene eiserne Türen verhinderten anfänglich jedes Bordringen. Baurat Steiner ließ deshalb unverzüglich, da Schlüffel nicht zur Stelle waren, die Rohrführer über Hafenleiter gange, die schnell errichtet wurden, von außen durch die Fenster in die brennenden Fabrifräume eindringen und dann mit mehreren Schlauchleitungen in allen vier Stockwerten fräftig von Motorsprigen unausgelegt tüchtig löschen. Dadurch gelang es, des Feuers balb herr zu werden und eine weitere Ausdehnung zu verhüten. Den erheblidysten Schaden sollen angeblich eine ftilliegende Bianoforte fabrit und eine Mühenfabrit von Herm. Sobotter u. Co. erleiden. Bei der räumlichen Ausdehnung des Brandes fonnte die Ent. behungsursache nicht mehr einwandfrei festgestellt werden. Vermut­lich ist es in einem der unteren Stodwerte ausgekommen und hat fich dann durch die Transmissionsschächte nachts unbemerkt den oberen Betrieben mitgeteilt.

Festnahme eines Milliardenfcheckfälschers.

In einer Pension in der Albrechtstraße wurde durch Kriminalbeamte des Polizeipräsidiums Berlin der 23 Jahre alte bereits bestrafte Mufiter Gustav Niedergesell, ber seit November vorigen Jahres gesucht wurde, festgenommen. Niebergesell hatte in Gemeinschaft mit zwei Kumpanen, einem gewissen Anton Wagner und einem gewissen Rabbasch, die Nationalbant in Wien durch Ausstellung falscher Scheds um eine Milliarde Kronen be trogen. Niedergefell gelang es, nach Berlin zu flüchten, wo er in dem geannten Pensionat unter dem Namen eines Fabrikanten Wittig abgestiegen war. Er behauptet, von dem damaligen Gelde nur 12 000 kronen erhalten zu haben. Geldmittel waren nicht mehr vorhanden. Dagegen fand bei zwei Schedbücher bei ihm, die er allem Anschein nach zu dem zwed hatte, um neue Fälschungen zu begehen.

Der Mieter als Bermieter.

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Diese Ausführungen des Hauptrebners der Opposition zeigen, daß, wie die Londoner Times" treffend schreibt, die " Echlacht zwischen nüchterner Bernunft und Juufion" iekt in Frankreich felbst durchgeführt wird. Im Interesse des allgemeinen Friedens und der Völferversöhnung ist zu wünschen, daß dieser Kampf mit einem Sieg der Verbrel Zimmer und Küche gemietet. Der Mieter M. hat aber hier, nunft endet. tohrad man

Die Börse am Wochenschluß.

Im Deptfendertehr zeigt sich feine nennenswerte Ber­änderung. Die Hauptdevisen wurden wieder mit 2 Proz. zugeteilt, bie Nachfrage nach nordischen Devisen war eher etwas gering. Französische Frant wurden gegen Pfunde im Laufch handel mit 90% angeboten. Die Lage des Geldmarties bleibt nach wie vor flüffig. politische Momente machten auf die Börse feinen nennenswerten Einbrud.

3u unferem in Nr. 108 veröffentlichten Artikel Der Haus. wirt bleibt Sieger", der über einen Wohnungsstreit im Hause Rottbufer Damm 28 berichtete, fchickt uns das Bezirksam! Kreuzberg ist nicht Hauswirt. fondern felber Mieter; der Schneidermeister eine Richtigstellung. Der in dem Artikel erwähnte Kaufmann M. B. war bei ihm Untermieter und hatte von der großen Wohnung mo er als Bermieter auftrat. sich gegen seinen Untermieter ganz wie ein Haus wir: benommen. Das ist eine Erschei nung, die man leider nicht selten beobachten fann, und mancher als Bermieter auftretende Mieter versteht sich auf die Kunst des Haus­mirtes fogar noch beffer als die Hauswirte selber. Nachdem es zu den von uns erwähnten Zusammenstößen getommen war und es Herrn M. gelungen war, mit Hilfe des Mieteinigungsamts und Ge rich's feinen Untermieter B. aus der Wohnung hinaus zubringen, mollte er anscheinend die freigewordenen Räume zu feiner eigenen Wohnung hinzuschlagen. Unfere Angabe, daß dies fchon geschehen sei, ist unzutreffend; nur

bie verheerenden Folgen hingewiesen, die Not und Arbeitslosigkeit insbesondere bei der schulentlassenen Jugend hervorzurufen geeignet find. Da in Kürze mit Abschluß des Echuljahres wieder neue Scharen von Jugendlichen der Aufsicht der Schule entwachsen, so müffen gerade bie tommenden Wochen dazu ausgenutzt werden, vor. beugende Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Für die Milderung des Notstandes, so heißt es, wird es vor allem von Bedeutung sein, die Beschäftigung der erwerbslosen Jugendlichen zu sorgen. Hierbei wirb der lebendigen Fühlungnahme mit Berufsberatungs- und Arbeitsvermittlungsstellen ebenso wie der gemeinsamen Arbeit mit den Gemeinden und ihren Jugendämtern eine besondere Rolle zu­fallen.

Dabei wird es darauf ankommen, die Jugendlichen außer durch theoretische Ueberweisung vor allem durch eigene Betätigung für das prattische Leben tüchtig zu machen. Für diesen Zwed industrielle Berfe fchon gegründet haben, eignen, wie überhaupt merden sich besonders Lehrwertstätten, wie sie verschiedene Einrichtungen, die sich an Borhandenes anlehnen. Für die heran­wachsenden Mädchen wird danach gestrebt werden müssen, sie wieder mehr den häuslichen Berufen zuzuführen und die große Abneigung zu bekämpfen, die vornehmlich in Industrie. gegenden gegen diesen Beruf zu beobachten ist. Ebenso wird man versuchen müssen, bei den Jugendlichen beiderlei Geschlechts ein größe res Verständnis und eine stärkere Liebe für das Leben und die Ar. beit auf dem Lande zu weden. Bei der bekannten Finanznot des Staates tönnen staatliche Mittel für die erwähnten Aufgaben nicht zur Verfügung gestellt werden. Es muß versucht werden, die Gemeinden und Brivate für diese verantwortungsvollen Aufgaben zu intereffieren, wie bies an manchen Orten schon geglückt ist. Go fonnten in einer Großstadt des Westens mehrere tausend Jugendliche durch die Bemühungen einer intereffierten Bersön lichkeit eingeschult werden; an anderen Orten sind freie Lehrgänge Der Minister spricht schließlich die mit Erfolg eröffnet worden. Hoffnung aus, daß ähnliche Erfolge überall da erzielt werden, wo tatkräftige Männer und Frauen die Selbsthilfe für diesen Zwed an zuregen wiffen.

Verdienft- und Einkommensgrense in der Krankenversicherung . Durch Verordnung des Reichsarbeiteministere bom 29 Februar 1924 ist die Verfiberungspflichtarenge in der Krantenberñderung mit Birfung bom 3. März 1924 auf 2400 Goldmart jährlich festgefest worden. Die Meldepflicht für die Reuver fierten erftredt f

bis zum 15. März 1924. Durch die gleiche Berordnung ist die steintommensgrenze für den Beitritt zur freiwilligen Krantenverfiberung auf 1800 Goldmark beraufgelegt worden.

Die Kommunistische Jugend bittet uns, folgenden Hinweis aufzunehmen. Begen Unterschlagung proletarischer Gelder wurde aus der Kommunistischen gerb ausgestoken: Starl Dinge, geb. 10. 3. 1906 in Ridbichow a. Dder, Kreis Greifenbagen, jest wohnhaft Berlin SO., Liegniter Str. 41, Duerg. Bir warnen alle proletarischen Organisationen.

Sport.

Die internationalen Borkämpfe

die gestern im Sportpalast stattfanden, brachten Brenzel und Breitensträter zwei schöne Siege. Breitensträter fiegte be reits in der ersten Runde über den Engländer Harry Drate. Brenzel hatte einen schweren Kampf gegen den Engländer Smith Davis, der ihn vor zwei Jahren zum Aufgeben zwang. In der fünften Runde fiegte Brenzel diesmal fichtlich überlegen. Rudi Wagner verlor nach Buntten gegen den Schweren Harry Bersion in einem weniger schönen Kampf. Funte schlug den englischen Ereuropameister Seaman Hall nach Bunften in 10 Runden. Ein wenig rühmliches Ergebnis hatte der Rolauf, dem Titelinhaber. und dem 'ner Theo Benerling. Rolauf wurde in der 14. Runde wegen inforrekten Berhaltens

Kampf um

disqualifiziert

Groß- Berliner Parteinachrichten.

Walter

14. Rreis Reutöln. Die heutige Rotis in ber Morgenzeitung ift falfa, es muß heißen: Sonntag, den 16. März, vormittags 10 Ube, furze, wichtige Besprechung des engeren Borstandes mit den Abteilungsleitern.

8. Abt. Sämtliche Genoffinnen und Genossen der Berkaufsstellen Culm- und Rurfürstenstraße der Ronsumgenoffenfchaft treffen fich Gonntag vormittag 8 Uhr beim Genoffen Ridert, Steinmenftr. 86a, zur Wahlarbeit. 19. Abt. Achtung, Ronfumgenoffenfchaftsmitglieder der 3. und 50. Berkaufs ftelle! Auf zur Delegiertenmahl von 9-1 Uhr im Bahllokal bei Schuchardt, Chriftianiaftr. 116a, Berkaufsstelle Elbinger Straße mählt bei Lemble, Elbinger Str. 49, und Verkaufsstelle Bögon- Ede wählt bei Tobleben, Allenfteiner Ett. 28, Sonntag vormittag. Arbeitsgemeinschaft und Junglozialisten Reuteln. Sonntag frith Fabrt. Treff punkt Uhr Ringbahnhof Neukölln.

25. st. Achtung. Ronfumgenofen dhaftier!