gewiesenen Ruhrtämpfer zu wirken. Glaubt sie aber, daß fie diesem Ziel näherkommt, wenn sie ihren Jarres vorfchidt, um solche Reden zu halten, die immer rorausgesetzt, daß die französische Darstellung richtig ist gerade im Falle Dreyer im höchsten Maße un angebracht war? Steht nicht vielmehr zu befürchten, daß die französische Regierung sich ein zweites Mal nicht so beeilen wird, Gnaden- und sonstige Gesuche günstig zu erledigen? Und will es die Reichsregierung verantworten, daß Ausgewiesene und Gefangene des Ruhrkampfes für die nationalisti. fchen Redeegzesse des Herrn Jarres büßen müffen, lediglich weil sich dieser Herr bei den Baterländi schen" und hakenkreuzlerischen Berbänden Lieblind machen
will?
Saargendarmerie und Ruhrverhaftungen.
Erklärungen Macdonalds.
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Die Bölkischen
wühlen weiter. Weimar , 7. April. ( Eigener Drahtbericht.) Der vom Thuringischen Ordnungsbund erst vor wenigen Wochen zum Finanzminister berufene Dr. Stolze hat am Montagnachmittag feinen Rüdfritt erklärt, nachdem die völfische Landtagsfraffion in ultimativer Form von der Regierung eine Herabsehung des vom Präsidenten der Thüringischen Staatsbant, Loeb, gewährten Gehalts verlangten. Seit Wochen tämpfen fie gdegen den thüringischen Staatsbantpräsidenten und übergehen mit Absicht die Erfolge, die er bereits im ersten Jahre für die Staatsbant aufzuweisen hat. Die am 10. April 1923 mit 20 000 Goldmart Grundvermögen geschaffene Thüringische Staatsbant hat 3. B. in ihrem ersten Geschäftsjahr nicht nur ihre gesamten Einrichfungstoffen van fich aus bestritten, sondern noch einen Nettogewinn Deshalb hat es selbst der ordnungsbündlerische Finanzminifter nicht von 2,6 Millionen Goldmark erzielt, der dem Lande zugute kommt. gewagt, dem Druck der Bölkischen nachzugeben. Es ist damit zu rechnen, daß die Krise in der Thüringer Ordnungsregierung noch weitere Kreise treffen wird. Bereits am Sonnabend hat der völkische Bölfische" unter der Ueberschrift Antwort, Herr Minister Sattler!" Beherrscher Thüringens Dr. Dinter in seiner Zeitung Der Bölfische" unter der Ueberschrift Antwort, Herr Minister Sattler!" Juden Friedländer als Oberstaatsanwalt von Altenvom 3nnenminister Auskunft verlangt über die Berjehung des burg nach Weimar und über die Waffenfunde in der Landes
Deffentlichkeit, der an den Berband nationalbeutscher Juden ge richtet ist und eine halbe Zurücknahme des ersten Briefes enthält. Unter vielen Berbeugungen wird da u. a. erklärt:
" Wer meinen Brief an den„ Stahlhelm" usw. unvoreingenommen lieft, und durchdenkt, tann meines Erachtens un= möglich geheime Pläne gegen die national dentenden Juden daraus folgern oder die Absicht, ich wollte sie gewiffermaßen auf den Beim locken, für meine politischen Ziele benußen und dann mit Spott und Berachtung abstoßen."
stübung des Berlandes von deutscher Seite für not. Im Gegenteil, er halte die Billigung und Unterwendig, weil er sich revolutionär im nationalen Sinne betätige.
zu Berge stehen, wenn er derartige Sprüche aus der Feder eines Wir befürchten, manchem Deutschvölkischen werden die Haare feiner Brominenten lieft. Aber auch die deutschvölkisch orientierten Juden dürften an dem Schreiben ihres Freundes und Gönners feine ungeteilte Freude haben Beruft sich doch der so eifrig im Borzellan laden der Politik tätige ehemalige Offizier auf die Aeußerung Gneirecht! Das ist natürlich nicht so gemeint, wie ja überhaupt der fenaus, felbft Narren wären ihm als mittämpfer schreib. and redselige Offizier versichert, er habe die Gepflogenheit, mit Juden anders zu reden als mit seinen Leuten. Worauf man fich dann ohne weiteres als geschlagen erklären muß....
London , 7. April. ( WTB.) Unterhaus. Auf die Anfrage eines Mitglieds, ob die Regierung ihren Vertreter auf der nächsten Sigung des Bölkerbundrats anweisen werde, vorzuschlagen, daß die deutsche Regierung eingeladen werden solle, zu ben Rosten der örtlichen Gendarmerie im Gaargebiet bei zusteuern, erwiderte Macdonald, es würde taum ange. messen sein, Deutschland einzuladen, zu dem Budget eines Gebietes beizusteuern, das sich nicht unter deutscher Jurisdiktion, sondern unter der Jurisdiktion des Bölkerbundes befinde. Auf die Anfrage Kenworthys, ob die in haftungen, wie die des Oberbürgermeisters von Dortmund und polizeifaserne in Weimar . Dinter berief sich dabei auf Bereinbarun hat am Montag zwei lange Sizungen abgehalten und wird am
anderer deutscher Beamten im Ruhrgebiet , zu Rate gezogen worden sei, erwiderte: Nein, wir werden nicht zu Rate gezogen. Es ist eine heille und schwierige Frage, und die Regierung tut ihr
Bestes.
Die Haussuchungen im Ruhrgebiet . Effen, 7. April. ( Eigener Drahtbericht.) Die Sicherheitsorgane der Besatzungsbehörden sehen ihre Untersuchungsattion gegen Geheimorganisationen fort. In Essen, Gelsenkirchen und Bechum sind am Sonntag und Montag zahlreiche Haussuchun. gen bei Mitgliedern sogenannter nationaler Parteien und Bünde durchgeführt worden. In Gelsenkirchen und Bochum wurden am Montag zwölf Personen unter dem Verdacht verhaftet, Mitglieder geheimer, verbotener Organisationen zu sein.
Bochum , 7. April. ( WTB.) Heute nachmittag wurde der Landrat des Kreises Bochum , Stühdever. von den Fran. 30fen verhaftet, nach Dortmund transportiert und von dort ins unbefeßte Gebiet abgeschoben. Er befindet sich zurzeit in Asseln ; außerdem sind noch verschiedene Bochumer Bürger verhaftet worden.
Reichsgesetze im besetzten Gebiet.
Koblenz , 7. April.( WIB.) Nach Mitteilungen des Präfidenten der Reichsvermögensverwaltung für die besetzten rheinischen Gebiete in Roblenz hat die Interalliierte Rheinlandkom. miffion u. a. folgende Gefeße des Reiches zugelassen: die Berordnung vom 1. Dezember 1923 zur Aenberung der Telegraphenordnung, die Verordnung vom 8. Dezember 1923 zur Aenderung der Postordnung, die Berordnung vom 7. März 1924 zur Genehmigung des Aufrufs und der Einziehung der Reichsbanf. noten zu 5 Billionen Mart, die Bekanntmachung vom 6. März 1924 der neuen Fassung des Reichswahlgesetes über die Wahl des Reichspräsidenten , das Gesetz vom 13. März 1924 zur Aende rung des Reichswahlgefehes, die Berordnung vom 14. März 1924 über die Reichswahl und Reichsstimmordnung, bie Berordnung vom 20. März 1924 über Auslegung der Stimmliften, die Verordnung vom 12. Februar 1924 über wertbeständige Bahlungsmittel, die Berordnung vom 6. Februar 1924 über Gold. mart und Goldmarknotenwechsel und-Schets.
gen und Zusagen der Ordnungsregierung, die offensichtlich einen Ber. fassungsbruch darstellen, da kein Minister solche Zusagen machen kann, ohne den Landtag zu befragen.
Die Landtagsfraktion der BSPD. hat im Landtag Anträge eingebracht, die dem Notgefeh über die Berschmelzung von Gemeinden vom 18. März und den im Steuernotgejet vom 27. März enthaltenen Bestimmungen die nach der Berfaffung erforderliche Bestätigung verfagen.
Micumverträge und Schwerindustrie.
Der Sachverständigenbericht. Kabelreservierung für Mittwoch.
Dienstag früh erneut zusammentreten. Offiziös wird versichert, daß die neue Berzögerung in der Fertigstellung des Berichts lediglich auf den Wunsch der Sachverständigen, einigen Teilen des Entwurfs eine präzisere Fassung zu geben, verursacht sei, und es sich babei um formale Aenderungen handle. In unterrichteten Kreisen stößt diese Begründung auf starte Stepfis, weil verschiedene der in den letzten Tagen gefaßten Beschlüsse nicht nur zu neuen lebhaften Diskussionen zwischen den Sachverständigen, sondern auch zu Ein. wirtungsversuchen von außen her Anlaß gegeben haben. Immerhin wurden am Montag die Ueberreichung des Berichts und der Vorschläge für Mittwoch pormittag in ziemlich bestimmter Form angedeutet. Für diesen Tag sind, wie offiziös mitgeteilt wird, Paris , 7. April. ( Eigener Drahtbericht.) Nach Mitteilungen der alle Borbereitungen zur schnellsten telegraphischen Uebermittlung hiesigen Blätter sollen am Dienstag in Düsseldorf die Berhand. nach London , Brüssel und Washington getroffen. Mehrere trans. lungen zwischen den belgisch - französischen Ottupations. atlantische Kabel sind für Mittwoch für die Uebermittlung der Be. behörden und der rheinisch- westfälischen Schwerindustrie richte reserviert. Die Berichte sind so umfangreich, daß die Rabel wegen der Berlängerung der Micumverträge beginnen. Die Ausfünf Stunden lang nur für die Berichtsübermittlung nach Amerita benötigt werden. fichten der Berhandlungen werden hier optimistisch beurteilt. Aus der Haltung einzelner Industriemagnaten glaubt man mit Be stimmtheit annehmen zu dürfen, daß wenigstens ein Beil der Industrie, unbefümmert um die Absichten von Berlin , zur Erneue rung der Verträge bereit ist.
Die Reichsregierung verweist demgegenüber darauf, daß die Verlängerung der Micumberträge vollkommen ausgeschlossen ist und sowohl das Reich wie die Industrie die Lasten der Berträge nicht tragen fönne. Sie gibt zu, daß etwa 10 bis 15 Proz. der deutschen Zechen vielleicht zu einer Verlängerung auf turze Zeit bereit seien, betont aber, daß die berufenen Bertreter der deutschen Industrie der Reichsregierung wiederholt ertlärten, einer Berlängerung der Micumverträge nicht zustimmen zu tönnen. Außerdem wird von deutscher Seite darauf verwiesen, daß englische Banten der theinischen Industrie gegenüber erklärten, teine Kredite mehr geben zu fönnen, wenn sie die Micumverträge verlängern.
Paris , 7. April. ( TU) Ueber das Ergebnis der Zollverwaltung im Rheinlande und Ruhrgebiet werden folgende Angaben ver öffentlicht:
Frankreichs Spionagenest Basel.
Der Schweizer Bundesrat will reden. Bern , 7. April. ( WTB) Im Nationalrat brachte, wie bereits gemeldet, der sozialistische Vertreter Graubündens Canova eine Interpellation über den Spionagefall d'Armont ein, nachdem eine frühere fleine Anfrage" seitens des Katholisch- Konservativen Duft in der gleichen Angelegenheit von diesem selbst wieder zurüd. gezogen werden war.
Die Basler Nachrichten" bringen diese Interpellation in Su fammenhang mit einem Artikel in der Basler Arbeiter. 8eitung", worin u. a. gesagt wurde: Aus den Aften des Boll fifchen Departements ist ersichtlich, daß der Bundesrat längst Kennt Ministers Dintchert vor, die einwandfrei nach weisen, daß das nis von diesen Berhältnissen hatte. Es liegen u. a. auch Berichte des franzöfifche Konsulat in Basel selbst eine Spionagezentrale war. Die Basler Nachrichten" wenden sich aus diesem Anlaß gegen die Version, daß Duft seine Anfrage offenbar auf Beireiben Mottas mieber zurückgezogen habe. Das stimme nicht, vielmehr 1. 3olleinnahmen im engeren Sinne. Das Ergebnis im fei Herr Motta fofort nach Einreichung der Kleinen Anfrage " Dufts ersten Drittel des Monats März belief sich auf 9581 473 Goldmart zur Bearbeitung ber Frage gefchritten. Die unglüdliche gegenüber 7 525 148 Goldmart in der voraufgegangenen Detabe. Idee, die Anfrage wieder zurüdzuziehen, nachdem fie den Blättern Der Monat März hat im ganzen 24 096 305 Goldmart ergeben. bereits mitgeteilt war, fei auf einen Frattionsfollegen Dufts zurüd 2. Ausnahmebewilligungen haben im Rheinland zuführen. Bom Politischen Departement habe niemand die Ab allein während der dritten Defade des Monats März 3 428 032 Galbficht gehabt, der Auskunfterteilung auszuweichen Die italienisch- füdslavischen Berträge find im Sekretariat bes mart gegenüber 2 113 825 Goldmart in der voraufgegangenen Bölferbundes niedergelegt worden. Defade ergeben. Im ganzen haben die Einnahmen aus diesem Ar. tifel im März 7145 457 Goldmar? ergeben gegen 7 182 652 Gold mart im Februar.
Klauenseuche ein Stäbchen von Bruchteilen eines TausendstelMillimeters. Nur die scharfsinnige Anwendung neuer wissenschaft licher photographischer Methoden führte zu diesem überraschenden Erfolg. Der Ausblick auf die Erforschung der vielen anderen wich tigen Krankheiten ähnlicher Art leitet damit ein neues Rapitel der Seuchenbelämpfung ein.
„ Der Frühling" und" Der Rhein " beherrschte das Programm, welches der Männerchor Fichte Georginia 1879 in feinem Ronzert im großen und bis auf den letzten Blah gefüllten Festsaal der Philharmonie zugrunde legte. Dieser Männerchor wird von feinem vortrefflichen Dirigenten Wilhelm Knöchel zu Berdienst und Bedeutung erhoben, einerseits weil ihm die lleberwindung sonst üblicher Dilettantismen vorbildlich am Herzen liegt, andererseits weil er beweist, daß straffe Schulung und Unterordnung unter den Willen feines Führers höchftes Ziel ist. Und diefer Wille ist nicht unbeträchtlich, trägt vor allem die Kennzeichen einer reifen Künstlerper fönlichkeit, die bei vorsichtigster Zurüdhaltung Unbeholfenheit und lebertreibung mit sicherer Hand umschreitet und sich nicht durch äußerliche Wirkungsmittel von feinem fünstlerischen Glaubens bekenntnis abloden läßt. Das zeigt sich auch bei seinen eigenen Schöpfungen, von denen es eine Reihe wertvoller Uraufführungen gab und unter denen besonders das liebliche Lieb Seelchen am Abend" glaubhafte Selbstinnerlichkeit dartat. Ellen Ham Burger, die mit Liebvorträgen das Programm ichmüdte, versteht ihre Berfönlichkeit zur Geltung zu bringen, wobei sie vorteilhaften Nugen aus einer ausgiebigen, in der Höhe leuchtenden, in der Mittellage noch zu erfüllenden Stimme, und aus einer bemerkenswerten Bor. tragsfunst zieht. Beniger glüdlich waren die Bioloncellovorträge von Hans Knöchel, der seine tonichen Borzüge durch unaus geglichene Technit verdunfelte. Die Begleitung der Soliften hatte Bilhelm Knöchel am Flügel übernommen und zeigte fich dabei als Mufifer feinfinnigster Brägung.
B
-S.
Die ält: fte Schreibfeder. Unter den Funden der neuesten Aus grabungen an der Stätte der altbabylonischen Stadt Kisch befindet fich ein großer Schat: nämlich das älteste uns bekannte Schreib. merkzeug. Der Leiter der Grabungen, Profeffor Langdon, hat hier, wie er in der„ Times" mitteilt, einen Griffel gefunden, mit dem die Reilschrift niedergeschrieben wurde. Bergeblich haben bisher die Gelehrten versucht, dieses Werkzeug zu konstruieren und haben dabei die verschiedenartigsten Anschauungen geäußert. Der Griffel hat aber nichts mit diesen fomplizierten Refonftruttionen zu tun, fondern er ist das denkbar einfachste Werkzeug, ein 6 Roll langes Knochenftud mit einem breiedigen Mittelteil und zugespitzten Enden. Langdon mar es mit Si'fe dieſes Schreibgriffels bald möglich, Buchstaben der Keilsdrift ganz leicht und rasch auf Tontäfelchen zu schreiben.
3. Lizenzen erbrachten im Rheinlande im März 1 480 828 Goldmart gegenüber 1710 654 Goldmart im Februar.
4. Die gesamten 3olieinnahmen im Rheinlande und Ruhrgebiet sowie die Ausnahme. und Lizenzerträgnisse im Rheinlande allein haben im März 32723388 Goldmart ergeben.
Stinnes macht alles.
Und die KPD. auch.
Die kommunistische Internationale Presse- Korrespondeng( Inprefor) veröffentlicht eine Sondernummer über die Lage in der deut schen tommunistischen Partei. Darin unterhalten sich die Geiftes heroen der KPD. über allerhand wie sie 1923 beinahe die Sowjet. macht erobert hätten und Ruth Fischer zum deutschen Sowjetpräst benten gemacht hätten, wenn die tommunistische Rechte nicht zu feige gewesen wäre, wie man am besten den stinkenden Leichnam der Sozialdemokratie aus dem Wege schafft, und wie man am besten deutsche Proletarier vor die Maschinengewehre treibt.
Unter diesen Erzeugnissen franker Gehirne steht die Drudfirma: Stinnes! Stinnes, der durch diesen Papier - und Drudkonzern Elbemühl, Wien ." Was ist„ Elbemühl, Bien?" Das ist in Desterreich feinen Einfluß ausüßt. Stinnes macht alles. Er brudt seine Preſſe gegen die Arbeiter, er druckt auch die kommunistische Korrespondenz. Großzügig in der Tat! Aber die Kommunisten laffen fich nicht übertrumpfen in Großzügigkeit. Sie laffen ihre Schlachtpläne und ihre Kriegsratspalaver von Stinnes bruden.
So ergibt sich ein feines Produkt: Kriegspläne zur politischen Berfegung und Schwächung der deutschen Arbeiter, geschrieben von Kommunisten, gebrudt von Stinnes. Stinnes macht alles- bie RPD, aber auch!
Anker- Arier und Anker- Juden. Juden als Narrenersatz für die Bölkischen. Der ehemalige Adjutant des Kronprinzen, Major a. D. Anter, heute im Hauptberuf deutschvölkischer Agitator, hatte vor einiger Beit den fagen wir einmal- Mut, fich in einer öffentlichen Ber. fammlung an den Berband Nationaldeutscher Juden heranzupirschen. Das rief natürlich im deutschvölkischen Lager leb hafte Empörung hervor. Anfer ließ darauf auf seine Freunde Stahlhe'm usw. einen großen Schreibebrief los, in dem er plausibel
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Die Wahlen in Jtalien. Expreßter Faschistensieg.
Rom , 7. April. ( WTB.) Nach der bis heute mittag aus 51 Provinzen vorliegenden Wahlergebnissen sind 64 Prozent der Stimmen für die Regierung abgegeben worden. 1437 252 Stimmen. Von den Minderheitsparteien erhielten die Sie erhielt Ratholische Boltspartei 242 973 Stimmen, die vereinigten Sozialiften 158 642, die magimalistischen Sozialisten 150 055, die Kommunisten 87 381 und die Republikaner 39 610 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 62 Prozent und überstieg damit bie Beteiligung bei allen früheren Wahlen.
Deutsche Wahlerfolge in Südtirol . tirofs ist weit größer, als der des Jahres 1921. Die Wahlbeteili Bozen , 7. April. ( TU.) Der Wahlerfolg der Deutschen Südgung war sehr groß, die Wahldisziplin eine mustergültige.
25 Proz. der Stimmen Kammermehrheit. Rom , 7. April. ( Eigener Drahtbericht.) Halboffiziell wird über den Ausgang der italienischen Wahlen mitgeteilt, daß die im Wahl. gefeß vorgesehenen 25 Proz. der Stimmen, auf Grund deren die Re gierungsliste die Mehrheit der Abgeordneten stellen fann, erreicht 356 von 535 Abgeordneten. In der Tat hat der faschistische Blod worden sind. Diefe Stimmenzahl genügt nach dem italienischen Wahlgesetz zum Anspruch auf die absolute Mehrheit der Kammer, b. h. als einziger einen Wahlvorschlag, der insgesamt die Zahl von 356 Kandidaten enthält, zusammengebracht. Die Wahlvorschläge der anderen Parteien haben diese Zahl von Kandidaten nicht erreichen tönnen, weil ihnen
durch endlose Schifanen der Behörden Kandidaten abgetrieben und gestrichen
wurden. Damit schieden diese Wahlvorschläge, felbst wenn fie 25 Broz, der abgegebenen Stimmen erreicht hätten, ohne weiteres aus der vorteilhaften Situation aus, mit einer bescheidenen rela tiven Stimmenmehrheit die überwiegende Mehrheit der Parlaments fize zu erhalten. Bon den 177 Sizen, die durch das Wahlrecht der Oppofition offenbleiben, haben die Sozialisten und kommunisten 60 erobert.
Trotzkis Rückkehr nach Moskau .
Mostau, 6. April. ( DE.) Amtlich wird mitgeteilt, daß Tropki von seiner Krankheit nunmehr genesen sei: er werde in den nächsten Tagen nach Moskau zurückkehren, um dann sogleich die Ausübung seiner amtlichen Funktionen wieder übernehmen. Da Trozti vor seiner Urlaubsreise trok wiederholt an ihn ergangener
Spielplanänderung. In ben Rammeripielen geben ab Dienstag Bu machen versuchte, was für ein patenter Keri er im Grunde ge Aufforderungen des Zentralfomitees der Rommunistischen Partei die
8 Uhr) mit Albert Bassermann in Szene. Der Hintemann fleigt! Das Ministerium bes Innern bat, wie wir erfabren, feine Veranlassung gefunden, das von den Bereinigten Bater. ländischen Berbänden beantragte Berbot des Tollerschen Dramas Der Hintemann vorzunehmen. Es wird also am Freitag im Residenz- Theater zum ersten Male aufgeführt werben. Das ber patriotilche Sanbagel nicht wie in Dresden feine Standale in Szene jeten lann, dafür ist gesorgt.
nommen sei. Habe er es den Juden nicht ordentlich gegeben? Durch sein Auftreten habe er das Sprengpulver in bas jübife ager geworfen. Die Juden seien sich gegenseitig in die Haare geraten und die Bölkischen hätten als die lachenden Dritten ben Borteil bei der Affäre.
ber Major a. D. plöglich mit einem zweiten Sgreiben an die Soweit ist die Geschichte ganz in der Drbmung. Aber nun tritt
flittes mit der Parteileitung verweigert hatte, fo bürfte diese offiziöse Mitteilung zum Ausdrud bringen, daß in dieser Hinsicht eine Entspannung eingetreten ist.
London , 7. April. ( Eca.) Einem Rigaer Bericht der Times" Frunt. zum Chef des Generalstabes ernannt, zufolge wurde ber Bertreter Tropfis im Kriegstommiffariat,