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Erste Fahrt zum Reichstag 200 solis

MDR

50 Kg gebühren Frei

S

H.ABEKING.:29

Teures Weib, gebiete deinen Tränen! Nach der Feldschlacht ist mein feurig Sehnen."

Der große Kampf im Westen.

Im Kampfgebiet.

K. H. Effen, 21. Mai. ( Eigener Drahtbericht.)

bedürfnissen sehr nachhaltigen Einfluß ausüben. Es hapert ebenso mit dem Gas. Viele Kommunen sind damit von der industriellen Berfofung abhängig. Die Eisenbahnregie ließ schon eine ziemliche Anzahl Züge ausfallen, sie hat ja auch nicht den üblichen Verkehr zu bewältigen.

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In Dortmund beginnt heute Frankreich . Hier werden die Aus-­Die Stimmung im Bürgertum und auch in vielen bürgerlichen weise geprüft, die Fahrkarten ins Ruhrrevier hinein find nur gegen Blättern des Ruhrreviers ist mit unverhohlener Sym­französische Währung zu haben. Neben den öffentlichen Wechsel- pathie auf der Seite der Ausgesperrten. Hier weiß stuben, die mit recht hohem Zwischengewinn arbeiten, hat jeder ja jeder Geschäftsmann, daß der Bergarbeiter im März und April Bahnhof seine Börse in Devise Paris . Die Eisenbahner verlören 15 Proz. Zuschlag sollen erst in Zukunft gezahlt werden nur sonst zuviel an ihrem Frankgehalt; in den Geschäften wird die über je 100 m. nach Hause gebracht hat. Viele hatten bisher noch aus französische Währung nur ungern und mit erheblichem Abschlag an­der Zeit der Stabilisationskrise, für Kartoffeleinkauf usw. Rüd­genommen. Wahrscheinlich kommt so manche Schwankung des Frank zahlungen zu leisten. So ist zu verstehen, daß im vergangenen gar nicht aus Amerika , sondern vom Ruhrgebiet her mit seinen Monat viele Bergarbeiter immer wieder mit einem Wochenabschlag Riesensummen schwimmender französischer Währung. Der Deutsche nach Hause famen, der faum 20 M. betrug. rechnet hier nicht mit der Rentenmart, sondern mit dem Billionen- nach Hause kamen, der faum 20 m. betrug. schein und dem Einhundertmilliardenzettel.

Das öffentliche Leben steht im Ruhrrevier und am Rhein im Banne der Bergarbeiteraussperrung. Es ruhen tatsächlich so gut wie sämtliche Zechen, nur die der französischen Regie sind in Betrieb bei fiebenstündiger Schicht auch für die Kokereiarbeiter und Achtstunden­arbeit über Tage. Wir fahen von Dortmund bis Gelsenkirchen , Mülheim , Düsseldorf und von dort bis Effen, Köln und zurück nach Bochum und wieder Dortmund keine sich drehende Seilscheibe, die Fördertürme scheinen überflüssig geworden, sind tote Gerüste.

Die Eigenart des großen Kampfes wirft viele Fragen auf. Es sind in dem Angriffskrieg der Kohlenherren 430 000 Männer ver­wickelt. Davon mögen 35 bis 40 Proz. organisiert sein. Die beiden großen Bergarbeiterstreits von 1905 und 1912 wurden mit je etwa 30 Proz. Organisierten geführt. So wirft sich auch heute die Frage auf: Wer führt die Unorganisierten? Sind sie in den Händen der Kommunisten?

Eine genauere Erkundung zeigt, daß bei den Bergarbeitern zwischen kommunistisch wählen und kommunistischer Betätigung ein großer Zwischenraum ist. Es darf der kommunistische Wahlsieg nicht falsch beurteilt werden. Politisch und gewerkschaftlich sind die kommunistischen Organisationen sehr schwach. Auch ihre Wahl­propaganda war nicht allzu rührig. Gewählt wurde dennoch, sogar in urkatholischen, feit jeher völlig antifozialistischen Gegenden, start kommunistisch. Das war, wie man uns sagte, häufig der Ausdruck einer Stimmung, die etwa meinte: Alle, die bisher an der Regierung gewefen feien, hätten zur Linderung der Not der Ruhrbewohner nichts erreicht, jetzt versuche man es einmal mit den Kommunisten. Deswegen herrscht in sozialdemokratischen Kreisen durchaus teine Niedergeschlagenheit. Man wartet gelassen auf die ersten praktischen Auswirkungen der kommunistischen Kommunalwahlsiege.

Das fommunistische Ruhrblatt" schreit natürlich jeden Tag nach einem neuen Generalstreit und sieht immer wieder bei fleinen Zusammenstößen mit der Polizei, wie vorgestern in Bochum , sofort die Bergarbeiter ,, haufenweise herumliegen. Darüber lächelt der Westfale aber ebenso, wie über die kommunistischen Fyraden in den Bergarbeiterversammlungen. Deswegen verlaufen überall die vom Bergarbeiterverband und den übrigen Gewerk­schaften einberufenen Zusammenfünfte völlig ungestört, obwohl es durchaus nicht an Flugblattaufforderungen fehlt, die Gewerkschafts­führer in die Fresse zu schlagen". So lafen wir es fettgedruckt und im Tert als Sonderzeile hervorgehoben, in einem kommunistischen Flugblatt. In einem anderen, das schon vor der Revierkonferenz gedruckt und an die kommunistischen Vertrauensleute verteilt war, wurde mitgeteilt, daß die Bonzen die Bergarbeiter natürlich verraten und den Schiedsspruch zur Annahme empfohlen hätten. Der tat­sächliche Beschluß der Revierkonferenz ging den Kommunisten sehr gegen den Strich. Sie konnten das fertige Flugblatt nun als Matu­latur verwenden. Je länger der Kampf dauere, um so mehr werden die Ratschläge der Organisationen, die untereinander durchaus einig find, Beachtung finden.

Der Kampf der Bergarbeiter wird mit vielem 3Zahlenmaterial geführt. Es wird insgesamt durch die einfache Tatsache geschlagen, daß der Bollhauer im Frühjahr 1914 seiner Familie nach Leistung aller Abzüge im Monat rund 155 M. nach Hause brachte, während es jetzt für den verheirateten Bergarbeiter mit mehreren Kindern bei Einrechnung aller sozialen und sonstigen Zulagen einschließlich der Ueberstunden und der 15 Proz. von den Unternehmern versprochene Zulage dennoch nicht mehr als 135 M. sein werden! Dabei ist zu beachten, daß ich seither die Lebenshaltung erheblich verteuert hat. Mit der Steigerung der Mieten wird diese Entwicklung für viele Bergarbeiter noch mehr fühlbar werden. Das sind die flaren Durch schnittsziffern, über die natürlich mancher Bergarbeiter, sowohl 1914 wie 1924 im Gedinge hinauskommt, ebenso viele andere erreichten sie dagegen nicht einmal.

Der Kohlenmangel macht sich selbstverständlich überall bemertbar. In der Induſtrie ist es noch nicht so schlimm, wie häufig in der Presse behauptet wird. Aber die Schwierigkeiten vermehren sich täglich. Das wird bald im Hochofenbetrieb mit seinen großen Rots­

Die Stimmung der Ausgesperrten ist beachtlich fest. Von einem Abbröckeln ist nichts zu merken. In diesen Tagen ist vielen die mit ihren Familien etwa Millionen Röpfe zählen, steigt der Lohnrest ausgezahlt worden. Die Not der 430 000 Männer, stündlich. Gegenüber der hellen Verzweiflung haben notge­drungen die Kommunen eingegriffen. Es fließen auch mancherlei Spenden von Geschäftsleuten und Bürgertum. Von den Samm­lungen in ganz Deutschlanderhofft man auch einige Hilfe; sie müßte überdies rascher erfolgen!

Wirtschaft

Die Selbstkosten des Kohlenbergbaues.

Um die Bergarbeiter im Kampf für die Siebenstundenschicht in Nachteil zu setzen, verbreitet der Ruhrkohlenbergbau Selbst fostenberechnungen, die ergeben sollen, daß der Zechenbetrieb un­rentabel ist. Aus den verschiedensten Gründen hat man bisher diese Aufstellungen hingenommen, ohne ihm mit Zahlenmaterial ent­gegenzutreten. Jetzt, nachdem von allen Seiten die Hetze gegen die Bergarbeiter entbrannt ist, veröffentlicht der Soz. Paríaments= dienſt folgende statistisch aufgestellte Selbst to stenberech nung für den rheinisch- westfälischen Kohlenbergbau:

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1. Förderergebnis je Mann und Schicht auf die bergm. Belegschaft.

2. Durchschnittslohn je Schicht.

3. 2ohnanteil je Tonne

0,880 To.

4. Beamtengehälter je Tonne 10 Proz. von 5,85 M. 0,59 5. Versicherungsbeiträge je Schicht 92,52 Pf. je Tonne 6. Materialkosten 2,34 M.+50 Broz. Aufschlag

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5,85

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1,05

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3,51

"

0,20

0,20

"

Sa. 8-8 11,40

7. Steuern 1913 je Tonne 44 Pf. nach Stundung der Reichssteuern.

8. Allgemeine Unkosten( Hauptverwaltung, Bergschäden, Zinsen usw.)..

die Lohnhöhe nach der Länge der Schichtzeit berechnet wird. Bestimmend ist doch nicht die Länge der Schichtzeit, sondern die Höhe der Leistung, die von der Leistungsfähigteit, d. h. von der Entlohnung und den Lebensbedingungen abhängt. Mit den Lohn- und Lebensbedingungen steigen und fallen Leistungs­fähigkeit und Leistung. Statt aber die Leistungsfähigkeit und damit die Leistung zu steigern, haben die Bergbaufreise sie bisher planlos und zwecklos verwirtschaftet und verwüstet. Diese niederschmetternde Tatsache läßt sich durch den planmäßig inszenierten Zahlenschwinde! der Bergbaufreise nicht aus der Welt schaffen.

Der Krach im Becker- Konzern.

Die Sanierung" des Becker- Konzerns", der seine Gesellschaft ,, Stahlwerke Becker A.-G." unter Geschäftsaufsicht stellen ließ, nimmt eigenartige Formen an. Gleich nach dem Stahlwerk wurde auch das Bankunternehmen des Konzerns, die Indu= strielle Bantgesellschaft m. b. H. in Düsseldorf des Becker­fonzerns unter Geschäftsaufsicht gestellt. Soweit ist die Auseinander­segung mit den Gläubigern abzuwarten.

In englischen Kreisen wird darauf hingewiesen, daß der Becker­Konzern wiederholt versucht hat, in England Kredite zu erhalten, damit aber gescheitert sei. Die Times", die sich mit diesen Vor­gängen beschäftigt, bezeichnet es als notwendig, daß die von England und Amerika der deutschen Golddiskontbant gewährten Kredite erweitert werden. Es verlautet dazu, daß die Be= mühungen der deutschen Golddiskontbant um Erlangung weiterer Rediskontkredite mit Aussicht auf Erfolg fortgesetzt werden.

Unberührt von dem Zusammenbruch von Beckerstahl und der Konzernbank blieben die ebenfalls zum Trust gehörigen Stein= tohlenbergwerte Beder A.-G." in Bochum , die finanziell gefund sind, ihre Entwicklung jedoch vor einigen Jahren durch den Abschluß eines Steinkohlenlieferungsvertrages mit der Schweiz sicher­zustellen gezwungen waren. Aber in letzter Zeit war das Unter­nehmen gewinnbringend.

Jegt wird gemeldet, daß zur gleichen Zeit, wo das Stahl­wert Becker um Staatshilfe fleht, das Steinkohlenbergwert an eine der Gesellschaft nahestehende Finanzgruppe( Bank von Guter- 3Zeller in Zürich ) verkauft worden ist. Nach einer anderen Meldung will diese die Aktienmehrheit einer deutschen Finanzgruppe übergeben, aber ihre eigene Vertretung im Aufsichtsrat von Becker verstärken. Demnach scheint es festzustehen, daß die Ueberfremdung tatsächlich erfolgt.

Hier muß die Frage aufgeworfen werden: Kommt der Ertrag dieser Veräußerung der Sanierung des Gesamtkonzerns zu­gute oder überläßt man den wirtschaftlich schwachen Teil freundlichst der Staatsfürsorge, um die Erträge aus dem Verkauf der Bechen für sich zu behalten? Gewiß fann ein rechtlicher An­spruch auf den Erlös des Verkaufes der Steinkohlenzechen faum geltend gemacht werden. Es wäre aber geradezu unerhört, wenn man ohne weiteres den Konzerngesellschaften gestatten wollte, ihre guten Werke zu privatem Nußen zu veräußern, ihre not­leidenden Unternehmungen aber stillzulegen. Mindestens müßte moralisch auf die Beteiligten eingewirkt werden, daß sie ihre mit dem Befiz der Rohlenzechen übernommenen Pflichten der AII­gemeinheit gegenüber erfüllen. Es ist schon genug, daß in der privatkapitalistischen Wirtschaftsweise derartige Besitzverschie fetzung der Interessen der Allgemeinheit zu haben. bungen möglich find, ohne eine rechtliche Handhabe für die Durch­

Der Sachverständigenplan als Lösegeld. Der bekannte finanzielle Sachverständige und Demokrat Professor Dr. M. J. Bonn sprach am Dienstag zu den Studierenden der Handelshochschule auf besondere Aufforderung der Studentenschaft über das Sachverständigengutachten. In flaren Zügen tennzeichnete er den Kern des Gutachtens, nachdem er in den einleiten­den Worten erklärt hatte, daß es sehr bedauerlich sei, daß es so weit hätte fommen müssen. Nach seiner Ueberzeugung hätte die jezige Lage vermieden werden können, wenn von deutscher Seite geeignete Pläne ausgearbeitet und rechtzeitig zur Distuffion gestellt worden wären. Professor Bonn , der insbesondere auch die 3. Steuernotverordnung kritisierte, durch die das Finanz­

ministerium den

Etaatsbanterott auf silbernem Brett den Alliierten entgegengetragen habe, anstatt ihn sich aufzwingen zu laffen", tam am Schluß seiner Ausführungen zu folgendem Er­gebnis:

Wenn das deutsche Volk nicht den Glauben und den Willen hat, 23segeld( Reparationen) für die mögliche Be= freiung von Rhein und Ruhr zu bezahlen, so muß es fich mit der weiteren Besetzung dieser Gebiete abfinden, denn es gibt eine andere Möglichkeit, die Besetzung zu beseitigen. Für diejenigen 5,15 M. Leute, die gesichert in Berlin ſizen, ist es sehr leicht zu sagen, es tomme nicht darauf an, ob die Befreiung heute oder morgen erfolge, aber für die 16 Millionen Menschen am Rhein und Ruhr ist die Sache brenzlicher, für sie spielt das Moment der Zeit eine große Rolle. Wir haben die Wahl, ein finanzielles oder ein politisches Risiko zu laufen. Jedem von uns wäre es lieber, wenn die Freiheit von Rhein und Ruhr billiger zu haben wäre. Nur über den Weg des Lösegeldes ist es möglich, die Be freiung der besezten Gebiete und die Befrie­dung Europas herbeizuführen. Das war zweifelhaft, folange in Frankreich Poincaré die entscheidende Macht inne hatte. Die Veränderung der Verhältnisse in Frankreich hat die Situation wesentlich erleichtert, und es wird von uns ab­hängen, ob wir fie für uns ausnutzen können. Bei der Entscheidung über das Gutachten haben wir uns zu fragen, ob der Rhein Deutsch­ lands Strom oder Deutschlands Grenze fein soll."

9. Abschreibungen 10 Proz. der vorstehenden Selbstfosten 1,14 Sa. 3-9 12,54

10. Selbstverbrauch und unbezahlte Hälfte der 2 proz. Deputattohle find 11 Proz. oder 11 von 100 To. Es bleiben Nutförderung 89 To., von denen 27 Proz. oder 24 To. als unbezahlte Reparationslieferungen ausfallen. Für den Verkauf verfügbar bleiben mit­hin von 100 nur 65 To. Danach ergibt sich für 100 To. 1254 M.: 65= je Tonne

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11. Wie die rückständige Kohlensteuer von 15 Mill. Dollar aus dem Micum- Abkommen abgetragen werden soll, ist umstritten. Jedenfalls fann sie auf einen größeren Zeitraum umgelegt werden, und wir fegen dafür ein

12. Laufende Kohlensteuer aus dem Micum- Abkommen 8 Fr. je Tonne=.

9

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19,29

"

"

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M.

"

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0,50

"

1,92

"

Ga. 8-12 21,71 M. 13. Fettförderföhlenpreis 20,60 m. ab 5 Proz. Handels­nugen 1,08 m.

=

Durchschnittserlös 13 Broz. mehr 2.54 M.

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19,57

"

.

22,11

"

.

21,71

"

.

22,11

4

0,40

Die vorstehenden Berechnungen ergeben mithin: Selbstkosten je Tonne Förderung Durchschnittserlös je Tonne Förderung

Getvinn je Tonne Förderung.

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9

"

In dieser Selbstkostenberechnungen sind die Erleiterun gen des neuen Micum abfommens noch nicht enthalten. Wir schätzen diese Erleichterungen auf mindestens 0,60 m. je Tonne, wodurch sich der Gewinn je Tonne auf 1 m. erhöht. Eine Lohn­In dieser Selbstkostenberechnung sind die Erleichterungen des neuen Micum Abkommens noch nicht enthalten. erhöhung getragen werden und dann bleibt, gemessen an einem. Schichtförderanteil von 0,880 Tonnen noch ein allerdings geringer Gewinn von 0,12 m. je Tonne.

Es ist natürlich völlig finnlos, wenn von den Bergbaukreisen

Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall.

Die Krise in Ostoberschlesien.

Der feit langer Zeit gefürchtete Zusammenbruch der Montan industrie Ost- Oberschlesiens scheint, wie Mib. berichtet, jetzt nicht mehr abwendbar zu sein. Zunächst ist die Eisen industrie da ren betroffen, die seit Monaten, um überhaupt Absatz im Ausland zu haben, zu Preisen verkaufen mußte, bei denen sie etwa 8 Gold­mark für jede Tonne Roheisen und etwa 100 Goldmark für jede Tonne Feinblech zusetzt. Polen fann nur einen ganz geringen Teil der Produktion aufnehmen. Nachdem die Königs- und Laurahütte ihre sämtlichen Betriebe mit ca. 15 000 Arbeitern ftillgelegt und auch den Angestellten und Beamten einschließich der fündigungsfähigen Direktoren gefündigt hat, wird jezt die der Bis. mardhütte gehörige Falvahütte in Schwientochlowitz mit über 3000 Arbeitern fülgelegt und in 10 bis 12 Tagen wird die Bismarck­hütte felbft mit 13 000 2rbeitern gefchloffen haben. Die Schließung meiterer Hütten steht bevor. Die durch Schiedsspruch erfolgte her a b segung der Löhne um 17 Broz, hat eine Besserung der Lage nicht herbeiführen können, die nur durch Steigerung der Leistung und Abbau der Preise der Gegenstände des täglichen Bedarfes erreicht werden kann. Beides ist nicht zu er­warten. Die Lage der Gruben ist noch nicht ganz so schlimm, da hier die Herabsehung der Sohlensteuer auf 5 Proz. eine fleine Erleichterung gebracht und der Streit in Westoberschlesien neue Ab­

fagquellen geebnet het.

Die Ursache der Krife liegt in der Abschneidung der Ins