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Aus diesem Bewußtsein muß jene gerechte Empörung er­wachsen, die überzeugend wirft und die nicht einen Augenblick des Unrechterduldet.

nationalen Fraftion nicht verschuldete, überhaupt entstellte Ber- Partei ohne Grund und ohne Anhalt verleumdet ist. öffentlichungen, den legten Grund dazu gegeben haben? Bir wollen selbst in diesem Augenblid fo fleinliche Beweg gründe für das Scheitern der durch die Notlage des Landes ja un bebingt erforderlichen und nach den Mehrheitsverhältnissen des Reichs­tages allein möglichen Gestaltung der Regierungsverhältnisse, nicht unterstellen. Es bleibt nur anzunehmen, daß in den Mittel: parteien starte Kräfte vorhanden gewesen sind, die ein Zufam. mengehen mit den Deutschnationalen trotz allen nicht wollten und mait Erfolg verhindert haben. Das Nähere wird die Disfuffion der nächsten Tage ergeben.

Die kommunistische Reichstagsfraktion hat diese Anschul­digungen ohne sonderliche Empörung, ohne sonderliche Ent rüstung, ohne sonderliche Verachtung gehört. Sie hat sich nicht aufgebäumt unter diesen Beschuldigungen. Sie hat fleinen und unwürdigen Lärm gemacht. Sie hat schwerste Anschuldigungen mit zustimmenden Zwischenrufen begleitet. Sie hat schließlich Herrn Koenen als Redner ohne Argumente mit falschem Pathos. Sie vorgefchickt ohne innere Empörung einen erbärm= hat schließlich lichen, fleinen, würdelosen Standal inszeniert. Nicht wegen der Anschuldigungen, nicht über eine politische Frage über die sehr fleine Geschäftsordnungsfrage, ob sie die Pläge ein­

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Nun soll versucht werden, daß ein Kabinett der sogenanten Kleinen Roalition die Geschäfte führt. Die Bayerische Bolts. partei wird sich daran nicht beteiligen. Es ist nicht möglich, daß selbst bei Unterstützung durch die Sozialdemokratie auf diese Weise regiert werden fann. Die Deutschnationale Boltspartei hat die Dolle Freiheit des handelns wieder und wird entnehmen sollten oder nicht. schloffen von ihr Gebrauch machen.

Dazu sei zunächst nur festgestellt, daß die angeblich ,, ent stellten Beröffentlichungen" von den deutschnationalen Fron­Deuren gegen Hergt veranlaßt wurden in der Absicht, ein Kompromiß unmöglich zu machen.

Die Kommunisten unter Anklage.

Gemeinheit statt Rechtfertigung.

Die Niedrigkeit der Gesinnung der Kommunisten im Reichstag hat sich gestern deutlich offenbart. Auf der Tages ordnung stand die Frage der Haftentlassung der fommunisti­schen Abgeordneten Lindau , Pfeiffer und Schlecht. In Wirklichkeit mußte die Sizung zu einer großen Ausein­andersegung über das Wesen und die Kampfmethoden der Rommunistischen Partei werden. Sie wurde es nicht. Die Rommunisten inszenierten einen erbärmlichen fleinen Standal, an dem die Sizung aufflog.

Die Unterlagen für die Stellung des Geschäftsordnungs­ausschusses in der Frage der Haftentlaffung, die Genoffe Löbe als Berichterstatter vortrug, enthalten eine Reihe von außerordentlich schweren Beschuldigungen gegen die Leitung der Kommunistischen Partei, die von der Reichsanwaltschaft ausgehen. Wenn diefe Beschuldigungen stichhaltig sind, so wäre die KPD. eine Bartei des Verbrechens, würdige Spießgesellen jener feigen verbrecherischen Burschen aus dem Lager des Rechtsradika lismus, die Mord mit Rerolvern und Gift und Bomben mit Bolitik verwechseln. Dann wäre die KPD. ein Schandfleck der deutschen Arbeiterbewegung, eine grausame Abirrung vom Wege des Sozialismus zum Verbrechen hin, die nicht nur aus den allgemeinen sozialen und politischen Berhält nissen, sondern auch aus den persönlichen Qualitäten ihrer Führer zu erflären wäre.

Der Präsident Wallraf hätte diefem Ronflitt ausbiegen fönnen. Es entspricht zwar der Ordnung des Hauses, den Platz zwischen den Bänken und den Stenographen freizu geben aber es ist im allgemeinen nicht üblich, und auch nicht würdig, das Segen der Abgeordneten zu fordern. Aber die Kommunisten antworteten mit einem Hagel von gemeinen Schimpfworten, die sie über den Präsidenten und die ganz unschuldig dabeisigende Schriftführerin Genoffin Bohm= Schuch ergoffen, Schimpfworten, die von niedrigster Gefin mung zeugen, wo man gerechte und eble Empörung gegen schwere Beschuldigung erwartete. Das ist fommunistischer Parlamentarismus!

Schwein, Scheißen, Arsch und Dreddas sind die kom­ munistischen Schimpfworte, die sie bei so erbärmlichen, fünft­lich gemachten Szenen im Reichstag mit Wollust hinaus­schreien. War das die Antwort der Kommunisten auf die schweren Anschuldigungen gegen ihre Partei, daß sie den Präsidenten als Halunten, die Genoifin Bohm Schuch in no unflätigerer Weise beschimpften? War das ihre Ber­teidigung? Lärm statt der Rechtfertigung? Mußte diese Fraktion unter der Anschuldigung gemeinen Verbrechens nicht Dor allem die Gemeinheit scheuen?

Der Abgeordnete Remmele ist auf zwanzig Sizungs­tage ausgeschlossen. Die Kommunisten werden daraus neue Lärnfaenen, neue Offenbarungen der Gemeinheit ableiten. Glauben fie damit ihre Unschuld beweisen zu können?

Kommunistische Heilslehren.

Die SPD. muß vernichtet werden!"

Die Kommunistische Partei , deren Vertreter im Reichstage sich wie ausgesprochene Lausbuben aufführen, gibt ihren An­hängern im Lande als Richtlinie für ihr Verhalten genaue An­weisungen, wie sie die von den Kommunisten provozierten Es handelt sich nicht nur um die Beschuldigung gegen die blutigen Zusammenstöße mit der Staatsgewalt aus KBD. , eine Partei des Hochverrats zu sein, die den bewaffnugen sollen zur Bernichtung der Sozialdemokratie! neten Aufstand vorbereitet, es handelt sich um die Beschuldi­

gung der Organisation des Meuchelmords.

Sie

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Bor uns liegt ein Rundschreib'en Nr. 6 der KPD . Groß- Thüringen" mit dem Bermerk Datum des Boft stempels". Darin wird, anknüpfend an den Blutsonntag von Diese Beschuldigungen sind einseitige Antlagen. formen unwahr jein. Ein Sturm der gerechten Entrüftung, Halle ", folgende Lehre gezogen: ein Aufschrei flammender Empörung wäre dann verständlia ir tommen immer mehr vom Zustand des verschleierten gewefen. Er hätte den Beschuldigten vielleicht die Sympathien Bürgerkrieges in den offenen Bürgertrieg hinein. Die Zu­Gerecht Denkender erworben auch wenn er die Grenzen der jammenhänge muß jeder Funktionär llar sehen. Aus der Einsicht in diese Zusammenhänge ergibt sich die Anwendung der Kampf­Geschäftsordnung gefprengt hätte. Man hätte einen Aus­bruch der Entrüftung persönlich Beschuldigter verstanden. methoden und Kampfmittel, die der neuen verschärften Si­Sind diese Beschuldigungen unwahr, dann mußte die Sigung tuation entsprechen. Halle wor für die Kommunisten teine Es hat auf proletarischer Seite schwere Opfer ge­u einer großen Abrechnung im Namen der Wahrheit gegen Niederlege. Es hat auf proletarischer Seite schwere Opfer ge­niederträchtige Berleumdung werden; dann mußie ihr ent- foftet. Wir wissen, daß wir bis zur Revolution noch schwere Schläge gegengestellt werden die offene Erklärung: wir haben nichts befommen werden, daß noch mancher fallen wird. Aber diesmal gemein mit Meuchelmord, nichts gemein mit den Methoden hat auch der Gegner empfindliche Opfer gehabt. Und des, individuellen Terrors, nichts gemein mit Mordorgani- es ist festzustellen, daß in den Betrieben bei den proleten eine gewiffe fationen, eine Erflärung, die mit aller Schärfe die Grenze Befriedigung herrscht: Ungestraft wird in Zukunft nicht mehr auf sieht zwischen Politik und Berbrechertum. Dazu gehört das die Arbeiter geschoffen." In Haile find schwere Fehler gemacht wor­Gefühl des beleidigten Rechts, die Unantastbarkeit den. Die Arbeiterschaft muß die Beweglichkeit des Manövrie­Der eigenen Haltung, die Gewißheit, daß die eigene rens, die geschickte Führung solcher Rämpfe noch lernen.

Humbug als Wissenschaft.

Bon Hans Bauer.

Es gibt einen sehr gescheiten Mann in Deutschland . Der hat zwei bide Bücher geschrieben, aus denen hervorgeht, daß er viele hundert Bücher gelesen hat. Seine dicken Bücher sind so gescheit, daß wieder nur sehr gescheite Menschen sie ganz verstehen.

Er heißt Oswald Spengler , dieser belesene Herr, der mit der tompliziertesten Mathematik, den Kulturperioden, den philosophischen Enstemen, den literarischen Problemen aller Zeiten und Böller herumjongliert wie unserciner mit dem kleinen Einmaleins und bett Abc:

Diefer Oswald Spengler befaßt sich nebenbei auch mit Politik. Man möchte meinen, wenn ein gar so studierter Herr dies iut, müßte etwas Großartiges und Niedagewesenes dabei herausspringen. Es stellt sich aber heraus, daß der Alleswisser mit anderen Worten io ungefähr dasselbe fagt, wie irgendein intellektuell herunter­gelgischter Winkelagitator.

Spengler schimpft. Wie ein Rohrspas schimpft er. Fünfjährige Drgie von Gemeinheit, Unfähigkeit und Feigheit nennt er die Republit. Und ihren Beriretern sagt er so ziemlich das äußerste an Unfreundlichkeit und Verdächtigungen nach, das sich ausdenken läßt. Da ahnen wir: Dies alles hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun. Hier spielt irgendein geplaktes Gefühlchen: eine verlegte Citél feit oder sonst etwas die Hauptrelle.

Es wäre ja nicht das erste Mai, daß wir Leute, die formal wohl­burchbildet find, in einfachsten Lebensdingen dummes Zeug schwägen hören. Karl Lamprecht, der weltbedeutende Kulturhistorifer, war der Bater jenes albernen Dokumentes, mit dem zu Kriegsbeginn jene 30 Brofessoren sich vor der Welt lächerlich gemacht haben. Wilhelm Bundt, den gewaltigen Philosophen, habe ich in jenen Tagen eine hausbaden- törichte Annektionsrede halten hören.

Wir erinnern uns auch der vielen Staatsanwälte, die in fünf Jahren deutscher Republit in wohlgeschliffenen Sägen eine blöde Gerechtigkeitsschufterei mit viel gefcheitklingendem Paragraphenwert

umbramt haben.

Das hat uns unempfänglich gemacht gegen die Wissenschafter. Sie haben feine Autorität mehr. Wir trauen ihnen nicht mehr über ten Weg. Sie können so und so. Sie ist ja ein schönes Frauen zimmer, die Wissenschaft. Aber ein Frauenzimmer.

Das heiße Herz allein tuts freilich auch nicht immer. Aber die Entscheidung für die großen Lebensdinge vertrauen wir ihm immer no lieber an als dem Krampf der Spengler.

Jn der Staatsoper übernimmt an Stelle des erkrankten Herrn Michael Bohnen Herr Kand! von Deutschen Opernhause in der Verfanfien Braut am Mittwoch die Partie des Rezal.

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Der erste Ansturm auf den Everest abgeschlagen.

Das Ende des ersten Ansturms findet uns enimutigt, aber durchaus nicht besiegt. Mit diefem Ergebnis schließt Oberstleutnant E. F. Norton den ersten Bericht, den er der Times" über den neuen Verfuch, den höchsten Gipfel der Erde zu bezwingen, macht. Der alte Riese wehrt sich wacker und hat den Angreifern mit furchtbaren Schneestürmen, graufiger Kälte und allen möglichen Wetterunbillen bart zugelegt. Die erste Aufgabe bestand darin, von dem Haupt­lager im Rongbuttal über Lager Nr. 1 bis zu den Lagern Nr. 2 und 3 und eventuell bis zum Lager 4 auf der Höhe des Nord- Col vorzu­dringen, von wo dann der eigentliche Anstieg auf den Everest be= ginnen tann. Zwei Partien mit ausgewählten Trägern wurden ab­gesandt, um die nötigen Vorräte auf diese Lager zu schaffen. Eine Referne von 12 Trägern, darunter den zähesten Beieranen der bei­den letzten Jahre blieben unter dem Kapitän Bruce im Hauptlager, um nach Bedarf ouch ihrerseits vorzustoßen. Ich verleß das Hauptlager am 6. Mai," berichtet Norton, es war ein sehr flarer, falter Morgen, und ich tam ohne Unfall nach Lager Nr. 2. Eine Abteilung Träger sollte nun noch Lager Nr. 3 vorftoken, aber die Kälte war so groß und der Wind so start, daß man sich entschließen mußte, die Borräte an einer Steile des Gletschers etwa 1% Nilo­meter unterhalb des Lagers zu lassen. Ein jammervoller Anblick bot sich, als die Träger, die nach den Lager Nr. 3 vorgestoßen waren, nady Lager Nr. 2 zurückkehrten. Sie waren vollkommen entfräftet. nachdem sie 48 Stunden in furchtbarster Kälte verbracht hatten, nur mit ihren Decken ausgerüstet und ohne jede andere Nahrung als ein wenig Gerite. Sie hatten die andere Bartie, die vorher hatte um­fehren müssen, auf Lager Nr. 3 treffen sollen und eine furchtbare Zeit in Erwartung der anderen verbracht, da sie auf die Borräte jener angewiesen waren. Wir hielten auf Lager Nr. 2 einen turzen Kriensrat und fanden es bei diesen ungewöhnlich schlechten Wetter verhältnissen für nötig, uns zum Rückzug zu entschließen. Die erste Bartie sollte dann nach Bager Nr. 2 emporite gen, wenn fie fich er­holt hatte, und die zweite Bartie ohne Lasten bis zu der Stelle be­gleiten, wo die Borräle auf dem Gletscher zurückgelassen waren. Dann jollien beide Trägergruppen Dereint perfuchen. das Lager Mr. 3 zu erreichen. Der neue Forstoß nach Nr. 3 wurde von Bruce felbft geleitet, den Norton und Mallory begleiteten.

Auf dem Wege begann ein Schneesturm, der 48 Stunden dauerte," berichtete Norton weiter. Genau genommen dauerte der Schnee nur etwa 24 Stunden, aber die anderen 24 Stunden waren gleich schlimm oder noch schlimmer. Der Mind verstärkte sich, als der Schnee aufhörte, und trieb die frischgefallenen puderartigen Schneemaffen in ungeheuren Wirbelwolken vor sich her, so das diese Schneewirbel hei der grimmigen Rälte noch schredlicher waren als der Schnee selbst. Auf Lager Nr. 3 anaekommen, fanden w'r am Morgen des 10. Mai die Zelte mit Schneemaffen gefüllt. Unter diesen Umständen war es nicht möglich, den Trägern noch größere Anstrengungen zuzumuten. Malforn fehrte nach Lager Nr. 2 zurück, während ich eine Truppe von Trägern nach der Stelle brachte. mo die Borräte fagen, die dann im schlimmsten Schneetreiben wohlbe­ballen heraufgebracht wurden. Die Nacht vom 10. zum 11. Mai brachte uns furchtbare Stürme, die von den drei Bässen ringsum uns, wie reißende Tiere auf uns niederstürzten und unsere fleinen

Stellt fchleunigst den Parteiapparat um auf die Jülegalität! Bet Untertauden in die Illegalität muß der Parteiapparat sofort ungestört weiterarbeiten fönnen. Keiner belaste fich mit dem Vor­wurf, nicht früh genug vorgesorgt zu haben.

Die SPD. muß vernichtet werden!

Die SPD . ist durch den deutsch - russischen Konflikt und den Blut­fonntag von Halle äuße: ft fompromittiert. Wir müssen eine wütende Hehe gegen alle diese Severing, Hörjing, Runge, gegen die ganze SPD. - Führerschaft machen. Es muß hundertmal, tausendmal, in der Diskussion von Mann zu Mann in den Betrieben, in den öffentlichen versammlungen wiederholt werden, daß eine Linie besteht von Noste über Gevering bis zum letzten SPD - Führer. Die neu ein­sehende kampagne gegen die SPD. muß so heftig sein, daß ein Ar­

beiter sich schämen muß, Sozialdemokrat zu sein. Ausschluß: anträge müssen nur so hageln in jenen Organisationen, denen die Ebert, Severing, Hörsing, Runge ufm. angehören.... Rüdt diesen Berrätern auf den Leib! Es ist eine Boraussetzung für die Revolution, daß die SPD. vernichtet wird. Wenn die Arbeiter ein­mal nur noch die Bourgeois vor fi haben, wenn die sozialdemo­fratischen Prediger der Feigheit und des Ausweichens ver dem Kampf keinen Schaden und feine Verwirrung mehr in den breiten massen anrichten können, dann find wir nahe am Siege."

Es ist kaum jemals mit jo zynischer Offenheit. ausgesprochen worden, welches der 3 med der fommu­nistischen Blutopfer ist. Da führen die illegalen Parteibongen durch blutrünstige Aufrufe die fommunisti­schen Arbeiter vor die Karabiner der Schutzpolizei , pro pozieren Zusammenstöße mit den Beamten und warten förmlich auf die Toten, die sie vom Plage tragen fönnen, um mit ihnen dann Leichenparaden gegen die Sozial­demokratie zu veranstalten!

Aber allés, mas bisher an Menschenleben aus der Arbeitertlaffe geopfert worden ist, und was nach ficherer Boraussicht des Pol. Bureaus" noch weiter ge­opfert werden muß, geschieht nach dem Zugeständnis fes Bureaus lediglich zu dem 3wed, um eine wütende Heze gegen die Sozialdemokratie" zu machen. SD ehrend das Zeugnis der KPD. auch für uns ist, daß die So­zialdemokratie als festes Bollmerk gegen die Re polutionsspielereien der Mostaujünglinge steht, fo unendlich schmachvoll ist das bewußte Opfern von Ar beiterleben nur zu dem Swede, mit ihnen Geschäfte im Barteiinteresse zu machen.

Das Rundschreiben des Thüringer Pol. Bureaus zeigt aufs neue, daß Sozialdemokraten die Kommunisten nir gends und in keiner Weise als eine befreun bete oder benachbarte" Gruppe ansehen dürfen, sondern daß man diese Gesellschaft con politischen Hochstaplern und Verbrechern erft mit allen Mitteln proletarischer Gelbst­behauptung niederringen muß, damit endlich wieder gesunde Verhältnisse in der deutschen Arbeiterbewegung eintreten fön nen. Wo weichmütige Genossen noch immer dem Glauben huldigen, man müsse diese Brüder von links" mit Samthand­fchuhen anfassen, da halte man ihnen die brutale Aufforderung der fommunistischen Zentrale entgegen. Bielleicht fönnen auch sie noch daraus lernen!

Kommunistenverhaftungen in Breslau .

Breslau , 3. Juni. ( WTB.) Den Abendblättern zufolge murde hier ein von auswärts getommener neuer militärischer Leiter der KPD. für Schlesien verhaftet, der die militärische Organisation der Partei durchführen und den bewaffneten Umfturz vorbereiten sollte. In seinem Geheimbureau wurde umfangreiches Material beschlagnahmt. Der Festgenommene lebte unter falschem Namen und mit falschen Papieren als Handelsagent. Es stellte fich heraus, daß er wegen Hochverrats vom Oberreichsanwalt steckbrief lich gesucht wird. Ein zweiter fommunistischer Führer, der sich ebenfalls längere Zeit hier verborgen hielt, versuchte bei der Festnahme zu entfliehen. Sein Fluchtversuch wurde jedoch vereitelt.

Zelte durcheinanderrüttelten. Die schlimme Kälte tat das ihre, und der zweite Trupp von Trägern war nun in demselben Zustand der Erschöpfung, in dem der erste drei Tage vorher gewesen war. Es blieb nichts anderes übrig als Rückzug, Rückzug nach dem Haupt­lager, um uns einige Tage Ruhe zu verschaffen, bevor ein frischer Ansturm unternommen würde. Bruce leistete Bewunderungswürdi­ges, indem er in der Mitte des Lagers, umheult vom Sturm, den Abbruch der Zelte anordnete und es erreichte, daß, obwohl man im Orfan faum stehen fonnte, die Zelte abgebrochen und in Säcke ver pact wurden. Die Kranten und Schwachen mußten ermutigt wer den, und so ging es wieder abwärts. Um 2 Uhr nachmittags am 12. Mai war die ganze Expedition wieder im Hauptlager. Aber was für ein Unterschied von der frischen und hoffnungsfreudigen Stimmung, in der wir vor 14 Tagen gewesen waren. Das Haupt­lager, das uns damals so öde erschienen war, dünfte uns jetzt ein Rosengarten gegen Lager Nr. 3.

Troy dieses Mißlingens geben aber die fühnen Bergsteiger den Mut nicht auf. Sie selbst sowohl wie die Träger find nun afflima. tisiert und im Bergsteigen in der großen Höhe erprobt. Die Bor­räte sind immerhin bis auf das dritte Lager hinaufgebracht; die Träger, auf die man sich verlassen fann, find herausgefunden. Bald foll ein neuer Borstoß über Lager Nr. 3 gemacht werden.

Wie man an an den Himmel schreibt. Siebzehn himmel schreibende" Flieger sind gegenwärtig in England, den Bereinig.cn Staaten, in Frankreich , Schweden und Kanada tätig, um im Dienste der Reklame großen Massen auf diesem Wege Mitteilungen zu machen. Ueber der Britischen Reichsausstellung in Wembley merben fogar jegt allabendlich Zeichen mit feuerrotem Rauch an den Himmel geschrieben. Der Erfinder dieser Himmelsschrift Major 3 Savage erzählt in einem englischen Blatt, wie die Flieger für diesen Beruf ausgebildet werden. Zunächst müssen sie die Buch­staben, in denen fie ihre Meldung am Himmel zeigen sollen, um­gelehrt auf ein Stück Papier schreiben, bis sie die Schriftzüge voll­fommen beherrschen. Dann fahren sie auf einem Zweirad, an deffen Hinterrad ein fleines Wassergefäß befestigt ist. über eine weiße zementierte Fläche hin und müssen durch geschichte Drehungen und Wendungen des Rabes die Buchstaben umgefehrt mit tem Wafferstrahl aufschreiben, so wie sie es mit dem Bleistift auf Papier gewöhnt waren. Dann erst dürfen sie mit ihrem Flugzeug in die Luft auffteigen. In einer Höhe von 10 000 bis 15 000 Fuß erprobt der fliegende Himmelsschreiber zunächst mit einem kleinen Instru­ment die Luft. um festzustellen, ob die für das Rauchschreiben Ist dies der Fall, dann nötigen Bedingungen vorhanden sind. öffnet er den Verschluß der Rauchröhren, die hinten an seiner Maschine angebracht sind und schreibt nun die Buchstaben und Worte genau fo, wie er es vorher gelernt hat. Der ganze Sak wird mehreremal geschieben, bis er jo thar am Himmel steht, daß er weithin sichtbar ist. Der Flieger, der das Schreiben am Himmel zu seinem Beruf gewählt hat, muß sich sehr anstrengen. Er hat die Maschine von rechts nach links zu drehen und zu wenden; er muß ganz sichere Schleifen fahren föanen, und außerdem hat er zahlreiche Instrumente zu bedienen, denn außer den an jedem Flugzeug vor­handenen Apparaten find noch sechs wissenschaftliche Instrumente für das Himmelsschreiben zu beobachten.