-
Noch immer ziehen fräftige Männer mit Kappe und Binde vorbei und noch ist kein Ende abzusehen. Dieselbe stolze, aufrechte Haltung bis ins letzte Glied. Nicht durch Zwang, nein durch freiwillige, bewußte Unterordnung unter einen großen Gedanken mit noch größerem, erstrebenswertem Endziel.
folchen Sichtinstrumenten ausgezeichnet. Gar eine Art Sehpurpurs| macht der Stiel das, wie unfer vom Hirn kommandierter Hals seine| ftolzes Schwarz- Rot- Gofd, deine Pflicht erfüfft und unser deutsches rötelt darin, wie in unserem menschlichen Auge- und lichtbrechende Muskulatur straff, zerrt und ändert, wenn es etwas zu erspähen gilt. Volf wird dann erst das freieste Volf mit der freiesten Verfassung Rügelchen, die den aufgenommenen Lichteindruck lebhafter fühlbar der Welt geworden sein. machen, schimmern in dem Auge dieses se henden Samens. Das eigentliche Wunderkind Floras indes, das mit einem richtigen Auge dahinschießt wo hört hier die Pflanze auf, wo be ginnt das Tier? rudert sich in jedem unserer Tümpel mit fein aus dem nicht sandforngroßen Leib herausfasernden, hauchzarten Susen schwingenden, peitschenden Geißeln, voran. Glenodinium polyphemus wird das winzige Einauge nach dem homerischen, felfenschleudernden Kolossalterl genannt, der sein Augenrad wie die Binzigste mitten auf der Stirn dräuen ließ. In ihrem Nadelfpichen von Auge hat die zierliche Geißelalge eine wirkliche, vollUnd dahinter staunt man fommen ausgebildete Miniarurlinse! durch den Messinggucker überm Präparattischchen in eine veritable, echte Retina, schwarz oder rot gefärbt, staunt eine Psyche in die andere, fo weltenfern verschieden und doch so nah verwandt, so gleichen Ursprungs.
-
Sie ist beweglich diese Pflanze, wie die in ihre Glasburg schnellende Bikosöka und da hat es Sinn, daß sie dies höchst entwickelte Sinnesorgan in dieser Bollendung um sich blicken läßt. Daß unsere gewöhnlichen, unbeweglich wurzeleingerammten, nur schwankend vom Wind geworfenen Pflanzen etwa erste Anfänge von Formen wahrnehmen könnten, wie dies bei dem fleinen Polyphem zweifellos der Fall, möchte faum glaubhaft erscheinen. Und ist doch anzunehmen nach den Experimenten Haberlandts, der in diesen Wunderaugen das Bild des Mikroskops selbst festhalten
fonnte!
Unter den mit den Bärlappgewächsen verwandten Selaginellen fommt eine Art S. helvetica vor, die sich auch bei uns unter den weichen Moospolstern der Wälder findet. Im Schatten der Waldgiganten herangewachsen, nie in vollem Licht atmend, hat sie es in der Ausbildung ihrer Lichtaufnahmeapparate zu seltenen Künsten gebracht. Schon in den sonst farblosen Epidermiszellen der Blätter stößt man hier überrascht auf Blattgrün, auf ein grünes Becherchen, das ganz im Hintergrund der Belle sich unter dem verhältnismäßig großen Reflektor der start vorgewölbten Außenwand besonnen läßt, wenn es die Sonne einmal begnadet. Rückt aber die Sonne dieser Gnade etwas beiseite, fällt das Licht nur noch von der Seite auf das Blatt, jäh fährt der Chloroplast, dieser Märchenheld Floras, der dem Licht sogar nachrennt, aus seiner Behagensruhe auf und triecht, wie eine schleimig sich wälzende, schleichende Amöbe, faul dem hellen Lichtfled nach, sonnenhungrig.
Dieser fleine rätselhafte Wanderer in dem Zellgefängnis der Selaginellenblätter hat die Eigentümlichkeit, daß er von einer ziemlich starken, nur auf der dem Licht zugewandten Seite sich befindlichen Haut überzogen ist, die mit dem Blattgrüntöpfchen hinter dem Licht herwandert wie das Meßgewand hinter der Monstranz. Weil sie aber an den Wanderungen des Blattgrüns teilnimmt, haben wir es in ihr mit dem Urbild unserer menschlichen Retina der Netzhaut in unserem Auge zu tun? Tatsächlich, das Kalkül Tatsächlich, das Kalkül stimmt: die Struktur dieser lichtempfindlichen Plasmahaut mit ihrem ausgebildeten Stiftchenfaum ist ganz ähnlich wie bei ben
niederen Tieren!
bir methuen dichtinnesorgane in bell obersten Hautzellen, ber Bat- Schwarz- Rot- Gold" in der Kleinstadt.
"
den
Jener Wabe von sonneschluckenden Metalltrichtern am Rande der Sahara ähnlich, wabenartig wimmelnden ter. Hier drängen sie sich dem aufstrahlenden Glühen der Sonne entgegen, dies ätherisch strömende feurige Lebenselement an sich zu reißen, wie tausend Brenngläser in tausend Brandzentren in fich zufanimengluten zu lassen. Bei manchen Pflanzen bildet die Außenwand der obersten Zellreihe der Blätter durch bikonvere Berdidung ihres mittleren Teils wahre Sammellinsen, die gewiffermaßen in die Außenwände der Blätter eingesetzt sind," sagt haber landt, der die Beobachtungen auf diesem optischen Gebiete vervollständigte. Wie ausgezeichnet diese meist aus Holzftoff, zuweilen aber auch aus Riefelsäure, also aus Glas, bestehenden fleinen Linsen wirken, davon kann man sich durch unmittelbare Beobachtung überzeugen. Die sentrecht zur Blattfläche, parallel zur optischen Achse der Linsen einfallenden Strahlen werden fo ges brochen, daß die fonvergierenden Strahlen die Mitte der Innenwand scharf und hell beleuchten."
Hier aber liegen ein paar Chlorophylltörnchen, smaragdgrün, prächtig schön in der märchenhaften Glut schimmernd wie das Leuchtmoos aus den Nachtklüften unserer Gebirge. Sie sind die Lebenssauger, die dirigierenden Nervenenden, die Meldestationen. Jeder Blumenliebhaber weiß, daß die Blumen und Blätter jeweils nach dem Stande der Sonne verschiedenste Lagen einnehmen, daß fie die" fire Lichtlage" juchen, wie man sie auch placiert. Daß sie fich möglichst horizontal, möglichst im glatten rechtem Winkel mit ihrer angeglühten Blattspreite zu den niederprasselnden Strahlen der Sonne einstellen.
Noll berichtete diese Tatsache zum erstenmal in Verbindung mit einem Moos, deffen seltsames, unerklärliches, wie auf Zauber beruhendes Leuchten zu manchen unheimlichen gruslichen Schak fagen und Märchen Anlaß gab, und nahm zugleich der rätselhaften Bauberglut ihren schönsten Nimbus. Aus den düsteren Granitund Schieferhöhlen in deutschen und österreichischen Gebirgseinsam. feiten glänzt plötzlich dem überraschten, fast erschreckten Auge bismeilen ein smaragdenes, prachtgleißendes Schimmern, wie von verlorenem Edelschatz eines Alberich, entgegen. Das goldiggrüne Leuchten glimmert aus zwei Läppchen empor, aus einer Ünzahl linfenförmiger Zellen auf den sich zusammenträufelnden Vorkeimläppchen des Leuchtmooses, wo wieder die fonneschluckende Babe aus der Sahara sich im winzigsten Ausmaß wiederfindet. Die linfenförmig vorgewölbten Bellen wirken wie ein die einfallenden Strahlen zusammendrängender Hohlipiegel, wie ein Brennglas um den sechs bis sieben smaragdgrüne Stippchen, den am Grunde der Zelle liegenden Chlorophyllförnchen( deren Leben wie das unser aller die Sonne ist) die hier im Schatten der Bergtluft spärlich einfallenden Lichtstrahlen möglichst konzentriert zuzuführen.
Die ausgeprägte linfenartige Vorwölbung findet man auch sehr flar und deutlich bei den dicken Wasserzellen der Eiskräuter, die den belebenden Strahl durch ihre glasigen maffigen Linsen tief in das Innere der dickfleischigen Blätter hineinzüngeln laffen. An ebenso lichtarmen wie das Leuchtmoos, an Schattenpflanzen in der grünen Dämmernacht tropischer Urwälder wies auch Stahl eine halbfugelige Borwölbung in den oberen Zellen der Blattesidermis nach. In der Nacht dieser Riesenwalddome sammeln diese Schattenkinder Floras geizig das nur mager, targ aus der üppigsten Laubwildnis des wuchernden Wipfelgewölbes herabsichernde Licht in dem LinfenUm es mit verstärkter Wirkung fonglomerat ihrer Blattzellen. Um es mit verstärkter Wirtung durch die Zusammenbündelung der Strahlen im Brennpunkt den hier lichthungrig sich weitenden Chlorophylltörnern einzuverleiben. Werden diese aber, das Zentrum der Blattzelle, der Augenzelle, nicht getroffen von den Flammennadeln, wird infolge der nicht firen Bage des Blattes nur das innerhab der Zelle seitlich gelegene Plasma radial aufgereizt, belichtet: sogleich meldet der hier mündende nervenähnliche Fibrillenstrang, die zarte Verbindungsleitung im Pflanzenorganismus, die Störung dem Blattstiel. Und dieser, mie ein Arm dem kommandierenden Gehirn gehorcht, fett, je da nach von welchem Plasmatörperchen die Fibrillenstränge in Erregung gebracht wurden, sich nach der entsprechenden Seite zwedgemäß in Bewegung und bringt das Blatt langsam, aber mit der Genauigkeit eines wintelorientierten Mathematikers in den rechten Winkel zum niederprallenden Lichtstrahl. So daß genau das Mittelfeld in den Zellen, den Pflanzenaugen, die eigentliche Auffauge stelle der Lichtnahrung bestrahlt wird. Mit der gleichen Sicherheit
Kurze Urlaubstage gaben mir Gelegenheit, in meinem fleinen Heimatsstädtchen F. dem ersten Auftreten des Reichsbanners Schwarz- Rot- Gold als Zuschauer beizuwohnen. Kurz vorher war eine Ortsgruppe gegründet worden und ich muß gestehen, neugierig, nicht allzu optimistisch erwartete ich den Abend, der das vom Banner peranstaltete Verfassungsfest durch einen Fackelzug einleiten sollte. Durch Briefe von Angehörigen, ehemaligen Schulfollegen hatte ich erfahren, daß auch hier alle nationalen Bünde , Orden u. a. ähnliche Organisationen ziemlich start vertreten waren. Die ganze Stadt wußte auch, daß diese Vereine, öffentlich unterstützt von den herrschenden Tuchfabrikanten, heimlich con sämtlichen Behörden, eine eifrige, fieberhafte Tätigkeit entfalteten. Der Inseratenteil des bürgerlichen Lotalblättchens brachte in bald jeder Nummer Ankündigungen von Gizungen, Uebungen usw. geziert mit Hatenkreuzen und Stahlhelmen. Noch spät abends fchallte Trommelflang durch die Straßen, aber fein Fall ist bekannt, daß die Ortspolizei gegen die Ruhestörer oder Veranstalter verbotener Umzüge eingeschritten wäre. Und die Gefolgschaft dieser Bünde Stahlhelm"," Bismardbund"," Werwolf" „ Luisenbund "? In diesem nur Arbeiter- Städtchen? Beschä mend die Antwort, die ich damals auf meine Frage erhielt! Der größte Teil Arbeiter und Arbeiterinnen! Geblendet, eingefangen von schillernden, nationalen Phrasen, wirtschaftlich zerdrückt von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit waren sie willenlose Opfer dieser Volksbetrüger geworden.
Nun sollte es auch hier etwas besser geworden sein? Der Leser wird meinen Argwohn verstehen. Doch der tommende Abend enttäuschte mich nach der angenehmen Seite. Die ganze Stadt schien auf den Beinen. Schon lange vorher begann die Wanderung der Einwohner nach der Innenstadt. Die Kinder mit Lampions, Bater, Mutter, Großmutter, alles wollte dabei sein und opferte gern ein paar Stunden Schlaf. Hier gehen die Leutchen viel, viel zeitiger schlafen als in Berlin . Die Bürgersteige der vom Fackelzug berührten Straßen sind schon dicht besetzt. Auf den Straßen eiliges Hasten Neugieriger, die noch einen guten Stand fuchen. Auf dem Marktplaß ein an Berlin erinnerndes Gedränge. Mitten drin fange ich die Bemerfung eines bekannten, dicken Herrn auf, der widerwillig in dieses Gewühl geraten ist und feinem Begleiter zuflüstert:„ Efelhaft, schlimmer als beim Schüßenfest!" Und das will bestimmt was fagen hier! Endlich läuft der Ruf von Mund zu Mund: Sie kommen, sie tommen!"
11
reicht. Bäter nehmen die Kinder hoch, halbwüchsige Jungen erDie freudige Erregung hat ihren Höhepunkt erflettern Laternenpfähle. Da kommt die Spitze des Zuges, voran stolze Marschmusit, auch schon um die Ece. Immer mehr Facein tauchen auf, die Straße hell erleuchtend. Und in dem flackernden, leuchtenden Flammenschein von den kräftigsten Händen stolz ge= tragen, unser Banner Swarz- Rot- Gold". Ein überwältigender Anblid. Stramm und stolz, in zielbewußtem Gleichschritt zogen Anblid. die ehemaligen Frontkämpfer vorüber. Und jeder sah es ihnen an, das sind wirkliche Kämpfer damals vor zehn Jahren gewesen und find es auch jetzt noch. Wohl der Sache, die solche Streiter auf ihre Seite hat. Die Augen jedes einzelnen funkeln herausfordernd umher als riefen sie: Bo seid ihr, Stahlhelm, Wehrwolf, Jungdo? Lange gemug haben wir interesse- und tatenlos zugesehen, wie ihr unser schönes Vaterland, unsere liebe Heimatstadt zum Tummelplatz bürger- und völferverheßender Feiern machtet. darauf verspürt! Unser Dasein und unser Mitmachen wird euern Jetzt feiern wir mit, wenn ihr noch Appetit Haß den Stachel nehmen." Und in hoffentlich nicht allzu ferner 3ufunft wird eure ganze Bewegung wie eine Pflanze, die man plötzlich aus luftigem, hellem Garten in eien finsteren, falten Keller stellt, vertrocknen und schlicklich ganz eingeben. Dann hast du,
11
Der Fackelzug und mit ihm die Zuschauer aus den Straßen find auf dem großen Turnplatz angekommen, wo nach Auflösung des Buges ein großes Feuerwerk abgebrannt wird unter dem Titel
Für den. der nicht dabei war, ein grauenerwedendes Gefrache, Gezische, Geheule, Gepfeife. Und für den Frontkämpfer? Ein winziges, tausendfach verkleinertes Abbild der furchtbaren Wirklichkeit. Doch es verfehlte seine Wirkung nicht. Als nach langfamem Verebben des Schlachtgetöses bei mondgleich erhellter Szene Sanitäter mit Bahren umherliefen und Verwundete aufsammelten und über die kirchenstill, ergriffen harrenden Zuschauer die unheimlich naturgetreuen, grausigen Rufe hallten:" Mutter, Eanitäter, Mutter," da rannen jedem, auch dem abgehärtetsten Frontkämpfer die Tränen über die Wangen. Das furz danach aufflammende, riesige" Nie wieder Krieg" wirfte als wahre Erlösung. Ein befreiendes Aufatmen, ein Streden gebeugter Rörper ging durch die Massen und ich hatte das Gefühl, daß der letzte Zweck der ganzen Veranstaltung, Rämpfer und Streiter für den letzten, Gen walt verachtenden Endlampf mit dem Endziel der friedlichen Völker
verständigung zu werben, voll und ganz erreicht war.
Lange, lange dauerte es, bis die Zuschauer in ruhiger, nachdenklicher Stimmung, unter ernsten, Krieg und Kriegsgreuel ge widmeten Gesprächen, den Platz verlassen hatten.
Biel , viel Demonstrationen und große Versammlungen habe ich feit 1918 in Berlin mitgemacht. Schöne, erhebende Reden alter Führer gehört, aber ich habe die Ueberzeugung, daß ich nichts erlebt habe, das einen solchen tiefen, starken Eindrud auf die massen hinterlassen hat, wie gerade jener Aufmarsch des Reichsbanners Schwarz- Rot- Gold in dieser fleinen, kleinen Stadt.
Filmschau.
C.
Verlorene Töchter. Sommerdürre herrscht in den Filmtheatern! Man ftrengt sich nicht an, man begnügt sich mit amerikanischen Nachlesen. Aber man ist gar nicht amerikanisch in der Aufmachung und Anlockung. Bringen es doch viele Theater fertig, ihren Besuchern langweilige Reklamen vorzuführen. Andere ermüden ihre Besucher durch ellenlange Beiprogramme, die auch teilweise der Reklame dienen. Im Mozartfa al mußte man
eine halbe Stunde mit solchen Sachen und einer allerdings sehr guten
"
Musit hinbringen, ehe man an die Moralvorlesung über die Verlorenen Töchter" tam. Ich weiß nicht, was sich die amerikanischen Veranstalter dieser Tugendheuchelei dabei gedacht haben. Glauben sie wirklich die Millionärstöchter damit zu belehren, die ihr dem Lurus und dem Flirt geweihtes Leben führen, wenn sie zeigen, wohin die Losfagung von der häuslichen Autorität führt? Die Edelgeschöpfe, die aus ihrer Familie ausziehen, um ihren Vergnügungen in Freiheit nachzugehen, machen natürlich Fiasko, als ihr altmodischer Vater ihr Banktonto sperrt. Die eine Tochter in einer leichtsinnigen Kinderehe, die zweite als Verkäuferin, gesehen wird. Sie fehren beide reumütig nach Hause zurüd, vorausdie von ihren Prinzipalen und ehemaligen Freunden als Freiwild ansichtlich um ihr überflüssiges Dasein in anderer Form fortzusehen. Tugendfame Geschichten sind immer für die unteren Klaffen. beſtimmt. Sie sollen dadurch den Eindruck bekommen, wie hübsch moralisch die Welt eingerichtet ist. Da dies allein zu langweilig ist, gewährt man ihnen gleichzeitig Einblick in das verabscheuenswerte Lasterleben in Vergnügungsparts und schauberhaft vornehmen Klubs. So ist nicht bloß bie amerikanische Filmpsychologie. Gloria Swanson und Vera Reynolds find die verzogenen Kinder, die erstere eine amerikanische Schönheit, die andere ein preziöser Backfisch. Die Aufnahmen des schlecht tomponierten Films find natürlich gut, besonders wirkungsvoll eine Flugzeugfahrt im Sturm und Regen.
d.
,, Neuland", von der Otto Gebühr Film G. m. b. H. als Uraufführung im Mozart- Saal herausgebracht, ist ein Film der verpaßten lumbus und als reichen Erben und Schünzel als Steuermann auf der Gelegenheiten. Er ist zusammenhanglos. Man sieht Gebühr als CoSanta Maria und als Matrose, der einem armen Mädchen nachstellt, das die Sympathie des Reichen genießt. Aber. er und fie, arm und reich tommen zusammen und wandern nach Amerika aus. Sie als Passagierin und er, da er feine Fahrkarte mehr erhalten kann, als Heizer. Unter der schweren Arbeit bricht er zusammen und geistert dann in Fieberphantasien als Columbus durch ein modernes Schiff. Gebühr ist Charakterdarsteller, er beschränkt sich diesmal ganz aufs charaktervolle Aussehen, vom Spiel ist nicht viel zu bemerken. Singel ist glänzend in Bewegung. Haltung und Mienenspiel. Schwannede als Schmierenschauspieler, der von seinem Fenster aus alles beobachtet, ist ein sehr guter, belebender Einfall. Es liegt wohl Ruhe in diesem Film, aber feine Einheit. Namentlich bleiben an Bord des modernen Schiffes zu viele Erklärungswerte ungenutt. Hans Behrend, der Regisseur, ist scheinbar von dem vielen Neuen überwältigt und hat daher nicht das wirklich Große und vor allen Dingen nicht das Typische getroffen. Die fie schlenkert nicht. Bei einem modernen Ozeanriesen jedoch, der berSanta Maria sieht man bei ziemlichem Seegang in voller Fahrt, aber artig stampft, daß ihm das Wasser übers Borded tommt, tanzen ble Bassagiere in der Kajüte! Die Meeresaufnahmen find prachtvoll. Man sieht Wellenberge, weiße Wellenköpfe, die hochaufschlagende Gischt und Wolfenspiegelungen. Dadurch hat dieser Film die Möglichkeit zu impoDer amerikanische Film Kinder", uraufgeführt im u. 2. am Kurfürstendamm , hat freilich nichts Imponierendes an sich. Ein Unwetter ist filmisch sehr gut gemacht, doch seht es nur ein, damit eine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl nicht stattfinden kann, weil Kurzschluß eintritt. Man spekuliert also auf ein bedenklich naives Publikum. Der Regisseur Kennett Webb fann nicht einmal Möbel stellen. Wenn die im Sofa fißenden Darsteller zur Großaufnahme aufstehen, dann sieht es zuweilen aus, als ob ein Policinello aus dem Kasien springt. Charles Der ganze Film ist Schablone, selbst Mary Carr ist es, in ihrer oft Emmett Mad hat das typische amerikanische langweilige Männergesicht. açzeigten Mutterliebe.
nieren.
Sie wußten es noch nicht?
Gerade für Wollwäsche ist
10
-
Persil
so schön!
All die hübschen modernen Sachen in ihren freundlichen Farben können Sie so bequem waschen! Machen Sie einmal an einem kleinen Stück einen Versuch. Sie werden selbst überrascht sein, wie schön es wird. Natürlich behandelt man Wolle, und Buntsachen stets handwarm. Mit Persil gewaschene Wollsachen bleiben locker und weich, verlieren die Form nicht und bekommen ein schönes neues Aussehen,
Persil das Paket 45 Pfennig
e. b.