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ständnisse belohnen! Was festgehalten werden muß.| Stellt sich die Deutschnationale Bolfspartei auf den Boden der| Weiter ist richtig, daß die Hergt- Gruppe zwar gern zur außenpolitisch gegebenen Tatsachen, so wäre es falsch, ihre Mit­außenpolitisch gegebenen Tatsachen, so wäre es falsch, ihre Mit Futterkrippe" eilt, aber doch noch ein bißchen warten wirkung von den Regierungsgeschäften auszuschließen. Ich halte möchte, bis sie sich als Opposition wieder konsolidiert hat... diefe Mitwirkung für wünschenswert zur Konsolidierung der inner­Und dabei stellt sich die ganze Lächerlichkeit der Lage Staatsform, die unbeschadet der prinzipiellen Einstellung des einzelnen politschen Verhältnisse. Gerade wer den heufgen Staat und die heraus. Die Voltspartei fühlt sich durch die deutsch die Grundlage für eine gedeihliche Entwicklung des Reichs ist, stärken nationale Opposition im Lande aufs äußerste bedrängt. will, der muß wünschen, daß nicht große Parteien außerhalb der will, der muß wünschen, daß nicht große Parteien außerhalb der Sie glaubte deshalb und glaubt noch heute besonders diplo Berantwortung für den Staat stehen. matisch" zu verfahren, wenn sie die Deutschnationalen aus­einandermanöpriert und sie zur Spaltung treibt. Am 29. August ist ihr das zur Hälfte gelungen. Durch ihren neuen Borstoß will sie auch den deutschnationalen Ber­tretertag sprengen. Ob sie auch dabei Erfolg hat, bleibt abzu­warten. Aber der Köder ist doch derartig anrüchig, daß sogar deutschnationale Geruchsorgane das empfinden.

Um dem Ganzen die Krone qufzufezen, hat Garnich am Freitag die Sprengung der Breußentoalition unter Ausfällen gegen Zentrum und Demokraten angekündigt. Aber schon am Sonnabend muß die Zeit" mitteilen daß Garnich gar nicht Auftrag von seiner Partei hatte, sondern ins Blaue hineingeredet hat. So fagt er wenigstens selbst. Wahrscheinlich hat man in der volksparteilichen Land­tagsfraktion sehr übel vermerkt, daß Garnich vorzeitig aus der Schule geplaudert und die planmäßige volksparteilich= deutschnationale Opposition im Landtag offen als das gefenn zeichnet hat, was sie ist, eine parlamentarische mache, um den Abbau der Republikaner zu ermöglichen und den reaktionären Beamten ihre Pöstchen zu sichern.

Einmal find die Deutschnationalen den Volksparteilern ins Garn gegangen, wenigstens zu 50 Prozent. Ob es ein zweites Mal geschieht, hängt von der Intelligenz der Fischlein ab, die da gefangen werden sollen. Aber da ja schon der arme Yorit" alias Liman seinerzeit den konservativen Bei tungslejern bestätigte, daß sie geistig schwerfällig" feien, so mag das ja wohl auch heute noch zutreffen. Und die Kas­sandrarufe hätten dann wenigstens innere Berechtigung.

Eine Stresemann- Rede.

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Auf dem schon erwähnten Bezirksparteitag der Bolkspartei in Berlin hielt am Sonnabend der Reichsqußenminister Dr. Strese mann eine Rede. Zunächst polemisierte er, wie immer, gegen die Presse, die ihn mißverstanden habe, dann sagte er über die Frage des Beitritts zum Bölterbund Belanglosigkeiten, die schon vielfach vorgetragen wurden, und endlich fam er auf die Regierungs um bildung zu sprechen. Dabei hatte er die edle Kühnheit, zu behaupten, die Sozialdemokratie habe die Probe nicht bestanden", die er thr in der großen Reichsfoalition gestellt habe. Aber, Herr Stresemann! Spaten Sie nicht den Reichskommissar nach Sachsen und nach Thüringen geschickt?. Haben Sie nicht durch diese Bro votation jede Mitarbeit an Ihrer Seite unmöglich gemacht? Haben Sie nicht die gewaltsamen Eingriffe in das Verfassungsleben dieser Staaten herbeigeführt, die sich heute noch in den völkischen Standalen in Thüringen auswirken und in Sachsen die Staatsverdroffenheit gefördert haben?

Aber Stresemann will angeblich jetzt die Deutsch : nationalen re­gieren lassen. Deshalb verkündet er ihnen diese Erkenntnis: Bei der gegenwärtigen Situation darf nicht verkannt werden,

daß

die Forderungen der Deutschnationalen Partei nicht dieselben find, wie diejenigen, die sie im ersten Triumphgefühl über den er rungenen Wahlfieg erhoben hat. Damals verlangten fie die unbedingte Führung, die Einstellung der Politik auf ihre Anschauungen, die bezüglich des Sachverständigengutachtens damels im völligen Gegensatz zu der Regierungsauffassung standen. Jetzt ist durch die Abstimmung über das Sachverständigengutachten toch zwischen einer großen Anzahl von Mitgliedern der deutsch nationalen Reichstagsfraktion und den Regierungsparteien eine Uebereinstimmung erfolgt über die Notwendigkeit der a- nahme des Gutachtens.

Die Tatsache, daß das Sachverständigengutachten angenommen worden ist, ist die Grundlage der heutigen Außenpolifit. Seine loyale Durchführung ist ein Erfordernis des Ansehens des Reichs gegenüber den eingegangenen Berpflichtungen.

fich der füßliche Dunst des Blutes. Es roch wie nach Leichen. Best­hauch würgte den Weihnachtsduft.

Alle verfaulenden Leichen der Schlachtfelder lagen auf dem Altar. Zu Bergen getürmt. Grauweiße Maden frochen darüber. Hoch über den Kadaverbergen hing silbern der Leib des Er­löfers am Kreuz aus schwarzem Holz.

Auf der Spize des höchsten Berges lag ich. Herr! Gedente meiner, wenn du in dein

Er war verschwunden. Das Kreuz auch. Pesthauch hatte die Kerzen erstickt. Maden frochen über Eiter und Fäulnis. Ueber die Leichenberge auf dem Altar.

Maden frochen über mein Gesicht.

Professor Otto Pniower, ber Direktor des Märtischen Museums, scheidet zum 1. Oktober aus seiner Stellung. Pniower blidt auf eine 31jährige Tätigkeit am Museum zurück, deffen Beitung er 1911 übernahm. Er hat während dieser Zeit die vernachlässigten Teile des ihm anvertrauten Instituts, vor allem Berliner Porzellan, Berliner Fayencen, Berliner Eisen, Brandenburger Gläser, Medaillen, Graphit und Autographen, ausgebaut und das Ganze übersichtlich und zugänglich ausgestaltet, Wer je mit einem Anliegen an das Märkische Museum heranzutreten Gelegenheit hatte, wird Pniowers liebenswerte Persönlichkeit, seine Liberalität in der Er­das Museum zu einer wirklich produktiven Stätte für Kunst und Wissenschaft umgeschaffen wurde, in dankbarer Erinnerung haben. Als Literaturhistorifer aus Scherers Schule hervorgegangen, hat P. feine Arbeit vor allem an Goethe. er ist eine erste Autorität auf dem Gebiete der Faustforschung- ferner an Kleist, Hoffmann, Keller und besonders Fontane gewandt.

Der Rede Ginn ist also, die Deutschnationalen sollen zwar auf die Judenrepublit" meiter schimpfen dürfen, aber dafür wird ihnen praktisch erlaubt, dieselbe Judenrepublik" zu regieren und sie da­durch, um juristisch zu sprechen, de facto, wenn nicht auch de jure anzuerkennen. Das ist ein nettes voltsparteiliches Taschenspielchen. nur schade, daß es ein außenpolitisch außerordentlich foft fpieliges Experiment ist und deshalb unbedingt abgelehnt werden muß. llebrigens haben wir von den deutschлnationalen Ministern in Bayern, Thüringen, Württemberg und Mecklenburg jetzt gerade genug. Mehr derartiges wollen wir nicht erleben!

Der kostspielige Ernährungsminister.

Zur Lebensmittelausfuhr.

Matt Geldstrafe; Schned 3 Jahre Gefängnis, 300 M. Geldstrafe Fraas 2 Johre 6 Monate Gefängnis, 200 M. Geldstrafe; Groß 2 Jahre 6 Monate Gefängnis, 200 M. Geldstrafe; Müllerschön 2 Jahre Gefängnis, 200 m. Geldstrafe; Schreiber 1 Jahr 6 Monate Gefängnis, 100 m. Geldstrafe; Becker 1 Jahr 6 Monate Gefängnis, 100 M. Geldstrafe; 3 wider 1 Jahr 6 Monate Gefäng­nis. 100 M. Geldstrafe; Rauh 1 Jahr Gefängnis, 100 M. Geld­strafe; Delsner 1 Jahr Gefängnis, 100 M. Geldstrafe.

Bei Schned werden 7 Monate der Untersuchungshaft ange rechnet, weil er nur diese Zeit in Untersuchungshaft war, während allen übrigen 8 Monate angerechnet werden. Auch wird die Geld­ftrafe als durch die Untersuchungshaft verbüßt erachtet. Die Ber teidigung hatte Bewährungsfrist beantragt. Sie ist unge. feßmäßig für den Staatsgerichtshof. Der Staatsgerichtshof hai die Theaterrestaurantversammlung als eine hoch politische Bereinigung der württembergischen Funktionäre der KPD. angesehen und Verbrechen entsprechend§ 7,4 des Republikſchutz­gefeges in Toteinheit mit§ 86 des Strafgefeßbuches, Borbehalt zum Hochverrat, schon dadurch angenommen, daß sich die Angeklagten versammelt haben, um zu beraten, was während des Berbois der Kommunistischen Partei zu geschehen hätte. Im übrigen hat der Staatsgerichtshof in der vorliegenden Anklage einen minder

hängen war.

Ein neuer Frontbannskandal.

Justizminister und Hakenkreuz.

Aus der Statistik des deutschen Außenhandels im August 1 weren Fall gesehen, so daß eine Zuchthausstrafe nicht zu ver­ist von besonderem Interesse der Anteil der Lebens­mittel an der Ausfuhr. Im Bericht des Statistischen Reichs­amtes heißt es u. a.:,,In der Ausfuhr hat sich die Gesamt­ausfuhr der Gruppe Lebensmittel und Getränke um 1,5 millionen Goldmart gegenüber dem Bormonat ge= steigert, trozdem die Buderausfuhr einen Rückgang um 10 Millionen Goldmark aufweist. Diese Steigerung ist lediglich auf die erhöhte Ausfuhr von Ge lediglich auf die erhöhte Ausfuhr von Ge­treide zurückzuführen." Diese Ausfuhr betrug in Doppel­gentnern: Auguft Juli mehr in Millionen Goldmark 4,16

221 330

Weizen. Roggen... 201470 Gerste..

9

141 100

13 340

2420 .110

3,39 2,39

München, 27. September .( Eigener Drahtbericht.) Die Sta atsanwaltschaft hat zwar gegen die Entscheidung des Landgerichts( Freilassung Hitlers und Kriebels) bis Sonnabend noch feine offizielle Beschwerde eingelegt, doch ist mit größter Wahr­Icheinlichkeit mit einer solchen noch am Sonnabend zu rechnen. In diesem Falle wird die Freilassung Hitlers so lange ausgesetzt, bis das Oberste Landesgericht über die Beschwerde entschieden hat. Inzwischen ist der gegenwärtige Führer der Bölfifden in Bayern, der Landtagsabgeordnete Straffer, bereits in der Lage,

zuteilen:

Die Begründung der staatsanwaltlichen Beschwerde läßt es sich nicht verdrießen, zeitlich bis zum 1. Mai 1923 zurückzugehen und örtlich sich bis nach Ungarn zu wenden, um groteste 3usammenhänge zu fonstatieren zwischen einem reinen Heerverband und gemeinsamen Befreiungsversuchen."

Es sind also sehr erhebliche Getreidemengen exportiert über den Inhalt der Beschwerdeschrift folgendes mit­worden. Wie hoch war der Erlös dabei? Die obige Sta­tistit ermöglicht nur rohe Rückschlüsse, da die einzelnen An­gaben für die verschiedenen Getreidearten nicht vorliegen. Nimmt man an, daß der Exporterlös im Auguft derselbe gewesen sei wie im Juli, so wurde 3. B. für 221 330 weniger 13 340 Doppelzentner ein Erlös von 4,16 Millionen Gold­mark erzielt. Rechnet man diesen Erlös bei Roggen und Weizen um auf den Doppelzentner, und vergleicht man den so erzielten Preis mit den letzten Berliner Börsenpreisen, so ergibt sich folgendes Bild: EgporterIos Börsenpreis im August am 27. Sept. je Doppelgentner in Mart 20,16 17,03

Weizen Roggen

.

22,40 21,50

Das deutsche Volk, das zu wenig Getreide hat, darf also schon jetzt für inländischen Weizen 2,24 M., für Roggen jogar 4,47 M. pro Doppelzentner mehr zahlen, als die Landwirt schaft dafür im Ausland erzielt hat. Dabei ist der Anteil der Frachten beim Export, um den sich der Erlös des Landwirts vermindert, noch nicht einmal berücksichtigt.

Jeht muß Getreide zu viel höheren Preisen ein­geführt werden als Kaniß es ins Ausland schickte. Der Ber­luft, der schon im Auguft mit einer Million Goldmart zu niebrig anzunehmen ist, wird gewaltig anmachsen, wenn erst noch mehr Getreide eingeführt werden muß. Und das wird bald der Fall sein, wenn die deutschen Ernteergebnisse nicht ganz bedeutend besser sein sollten als die Statistik sie angibt!

Den

Das ist ein feines Kapitel Ernährungspolitik. Nugen haben die Händler und das Ausland, nicht einmal der deutsche Bauer, der jetzt viel höhere Preise am deut­ schen Markt erzielen fönnte. Graf Kaniß ist der kost= spieligste Ernährungsminister, den die deutsche Republik bisher gehabt hat!

Der reaktionäre Verwaltungsrat. Proteft der Eisenbahner.

Aus leitenden Eisenbahner kreisen wird der BS.- Korrespondenz mitgeteilt:

Die Nichtberücksichtigung des Personals bei der Zusammenfeßung des Berwaltungsrats der Reichsbahn ist von dem Personal und seinen Organisationen als Brüstierung empfunden worden, und es hat sich aus diesem Grunde, wie aus ver schiedenen anderen Ursachen, die noch zu erörtern fein werden, des Personals eine starke Unruhe bemächtigt. Sie findet ihren Ausdrud darin, daß der Rabinettsbeschluß feineswegs ruhig hingenommen merben wird, und daß auch einige Surrogate nicht als vollwertiger Ersak betrachtet werden können. Berschärft wird dieser Zustand noch durch ein amtliches Rummuniqué vom gestrigen Eonnabend, worin es heißt, daß zwar die Frage der Berufung einer Bersonalvertretung eingehend geprüft worden sei, daß es fich aber als unmöglich erwiesen hate, eine Persönlichkeit zu finden, die als Vertreter der Beamten, Angestellten und Arbeiter in Frage kommen fonnte. In dieser Be­gründung erblidt das Personal eine Beleidigung. Deshalb werden augenblicklich gesetzlich zulässige Maßnahmen von weit­

Diese Mitteilung hat in hiesigen Regierungstreifen erhebliche Entrüstung hervorgerufen, weil dadurch der Be­weis erbracht sei, daß, was anderen Leuten schon längst bekannt ist, zwischen dem Justizpalast und dem völkischen Lager enge Fäden geknüpft sind. Bei der Prüfung der staatsanwalt­lichen Beschwerde durch das Oberste Landesgericht dürfte von erheb­licher Bedeutung sein, daß die am Donnerstag in Nürnberg durchgeführte aussuchung in der Frontbann Ange­legenheit einen regen Schriffwechsel zwischen völfischen Persön­lichkeiten in Nürnberg und den in Landsberg sihenden Hochverrätern zutage förderte. Im übrigen hat Röhm in einer Erklärung im völlischen Kurier" bereits zugegeben, daß er sich bei der Gründung des Frontbanns im Auguft mit seinem Freunde Weber in Landsberg eingehend beraten hat.

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Die Polizei hat neuerdings eine Bersammlung der Bölkischen verboten, in der die Besucher für die Freilaffung Hitlers vorbereitet werden sollten. Diese Versammlung sollte am Dienstag abend, am Der österreichische Abgeordnete Schulz war als Redner vorgesehen. Tage ber eventuellen Freilassung, im Bürgerbräufeller stattfinden. Außerdem hat das Ministerium des Innern angeordnet, daß von

Gonnabend ab keine Genehmigung mehr zum Besuch von Hitler, Kriebel und Beber erteilt wird.

Dawes' Anleihe- Ankündigung.

Er verurteilt die europäische Diplomaten- Politit.

New- Yort, 27. September .( I 1.- Kabel.) General a. D. Dawes hielt in St. Cloud im Staate Minnesota eine Rede, in der er darauf hinwies, daß er die Politit, die bisher Europa fünf Jahre lang geführt habe, durchaus ablehne. Das bisherige polifische System Europas habe die Wirtschaft der europäischen Staaten ruiniert. Der Dawes- Plan sei schon deshalb zustande gekommen, weil Europa müde ist, weiter die bisherigen politischen Methoden anzuwenden und nicht mehr die politischen Grundsätze der Demagogen anhören will. Europa sei bereit, den Dames- Plan auszuführen und werde dies in Zukunft tun. Auf die deutsche Anleihe übergehend, führte Dawes aus, daß die politischen Kreife Amerikas die Zeit für gekommen halten, um die deutsche Anleihe zu zeichnen, deren Auflegung man noch vor Mitte Oftober erwartet. Jede Verzögerung der Auflegung der Anleihe gestalte ihre Unterbringung nur schwieriger, zumal dann im Laufe der Zeit das Publikum das Interesse an der Anleihe verliere. Die Bereinigten Staaten feien an dem Erfolg der Anleihe sf art interessiert, denn mit der Anleihe stehe und falle der ganze Dawes- Pian, an welchem Amerika mit die Verantwortung frage.

Keine deutschen Bedingungen? Harry Keßler als Beschwichtigungshofrat. Paris, 27. September .( Tul.) Journal des Debats" erfährt aus Genf: Graf Harry Keßler, der gestern abend in Genf einge­

teilung von Auskünften und in der Darleihung von Material. durch die gehender Bedeutung vorbereitet, durch die es der Reichsregierung troffen ist, wird die öffentliche Meinung in Genf über das Memo­

Erftaufführungen der Woche. Sonnf.: 8entral Theater:" Moral" Dienst.: h. am Nollendoriplaz: Die Geliebte Sr. Hoheit". Mittw.: Komödienhaus: Der unwiderstehliche Stassian". Slob parttheater: Rosmersholm". Donnerst. h. i. d. König grägerstraße: Erich XIV". Freit.: Dramatisches Th.: Tolfening". Mont: Schiller Th.: Torquato Tasso". Urania- Borfräge. Theater. 28., 29., 30. Sept., 1., 2., 3., 4. Dt: Die Gefahren der Berge". 28. Sept., 1., 2. Dit.: 29., 30. Sept., 1., 2., 3., 4. Dft.: Südamerika, Film II". Kleiner

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It Berlin". Mit der harag von Hamburg Saal. 28., 29. Sept., 2., 3. Dft.: nach New Yorf". 28., 29., 30. Sept., 1., 2., 3. Dft.: Das Werden des Menschen". 30. Sept., 1., 4. Dit.: Nagapate, der Menschenfreifer". 4. Dtt.: Aegypten und der Nil". Mascagni im Großen Schauspielhaus. Die Vorbereitungen für das Gastspiel der italienischen Stagione unter Zeitung von Pietro Maz­cagni haben begonnen. Es werden vier Aufführungen von Ea­valleria rusticana" und" Bajazzo" stattfinden, und zwar: amt 4., 5., 7. und 8. Oftober. Zur Verstärkung des Rünstlerpersonals find die beiden italienischen Tenöre Guiseppe Taccani und Guiseppe Balet für die Partie des Turridu eingeladen, worden. Den Bajazzo fingt Herr 3e natello. Der Vorverkauf hat begonnen.

Führungen im Museum für Meeresfunde, Georgenstr. 34: 30. Septbr., 1 Uhr, Brof. Stahlberg. Das Balier des Meeres"; 7. Oftober, 1 Uhr, Prof. Brühl, Nahrungsmittel aus dem Meere.

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zum Bewußtsein gebracht werden soll, daß ein Personal von 790000 Röpfen nicht gewillt ist, feine Interessen einfach ignorieren und obendrein die Nichtachtung noch in beleidigen der Weise begründen zu lassen."

Deser Generaldirektor

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randum aufklären, das soeben von Deutschland abgesandt wor­den ist. Das deutsche Memorandum enthält nach seinen Erklärun­gen feinerlei Bedingungen, Wünsche und Fragen. Die Auf­nahme Sowjetrußlands in den Bölkerbund wird in dem Memoran­dum nicht berührt. Graf Keßler behauptet meiter, daß der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund nicht zum Gegenstand eines Ab­fommens zwischen Deutschland und Rußland gemacht wird.

Letzte Berliner Nachrichten.

Gestern fand die erste Sigung des Verwaltungsrates der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft statt. Als Alterspräsident übernahm Geheimrat Arnhold den Vorsiz der Versammlung, die zum Präsidenten des Verwaltungsrates einstimmig Herrn Dr. Karl Friedrich von Siemens, zum ersten Biezepräsidenten Staats­fefretär Stieler und zum zweiten Bizepräsidenten Sir William Acworth wählte. Nach Erledigung weiterer geschäftlicher For­malitäten schritt man zur Wahl des Generaldirektors. Die Wahl fiel einstimmig auf den Reichsverkehrsminister und General­direktor des Unternehmens Deutsche Reichsbahn", Herrn Defer. Der Herr Reichspräsident hat die Wahl bestätigt. Der Sagung ge­mäß wählte der Berwaltungsrat einen permanenten Ausbeamten mit der Durchsuchung der Wohnung beschäftigt waren, er­schuß, der sich aus den Herren v. Siemens, Stieler, Acworth, Bergmann, Fischer und Arnhold zusammensetzt. Die nächste Sigung wurde auf Mittwoch, den 1. Oftober festgesetzt.

Das Urteil im Leipziger Prozeß. Leipzig, 27. September .( Eigener Drahtbericht.) Das Urteil des Staatsgerichtshofs im Kommunisten overrais prozeß lautet: Heymann 3 Jahre 6 Monate Gefängnis, 300

Ein Opfer des§ 218. Sonnabend abend wurde in der Wohnung der Witwe Emma Stenzer, Neukölln, Ziethenstr. 69, in einen Reifeforb gepreßt, eine weibliche Leiche gefunden. Die Woh. nungsinhaberin ist flüchtig. Die Mordkommission ist mit der Klärung der Angelegenheit beschäftigt. Während noch die Kriminal­schien ein Mann namens Lipomsti aus der Prinz- Handjery- Straße und erkundigte sich nach dem Verbleib seiner Frau Meta Li­powsti. Er war am Nachmittag von der Arbeit nach Hause ge= tommen, hatte seine Frau vermißt und war dann, wie er sagte, zur Arbeitsstelle seiner Frau gefahren. Aber auch hier war sie nicht gewesen. Er hat dann wohl Böses geahnt und war zu der Frau Stenzer gegangen. Er erkannte in der Leiche seine Frau wieder. Die Frau Lipowski ist das Opfer eines Eingriffs in das teimende Leben geworden. Frau Stenzer wohnte mit ihrem Geliebten zusammen und erfreute sich großen Zuspruchs.