Wirtschaft
Um das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat. Bon besonderer Seite wird uns geschrieben:
Nach langwierigen Verhandlungen und durch fanften" Drud des Reichswirtschaftsministers wurde am 16. September 1924 die Bereinigung für die Berteilung und den Bertauf von Ruhrtohle 2.-G.", furz Ruhrfohle" genannt, als Rechts nachfolgerin des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats gegründet. Die Gründung war etwas eigenartig, weil 90 Broz. der Zechen sich nach tagelangen Beratungen freiwillig zusammenfanden, während die restlichen damals noch fernstehenden 10 Proz. vom Reichswirtschafts. minister auf Grund der Ausführungsbestimmungen zum Kohlenwirtschaftsgesetz der Vereinigung durch Berordnung zugeführt wurden. Bei den Zwangsmitgliedern handelt es sich ausschließlich um sogen. reine Bechen, die berechtigt und zum Protest fernblieben, weil sie glaubten, durch die starke Ausdehnung der Selbstverbrauchsrechte der gemischten Werte in ihren Intereffen benachteiligt zu sein. Allerbings hatten sich auch große Gesellschaften reiner Zechen, wie Har pener und Hibernia, mit den Bestimmungen des Syndikats. vertrages abgefunden und waren der Bereinigung beigetreten. Ohne Protest dürften aber auch sie diesen Schritt nicht vollzogen haben. Der Reichswirtschaftsminister würde sehr zweddienlich gehandelt haben, wenn er sich vor dem Eriaß seiner damaligen Ber. ordnung den von der Mehrheit der Zechen( gemischte Betriebe) ver, einbarten Synditatsvertrag genauer angefeher hätte. Für diese Unterlassung werden ihm nun furchtbar bittere Wahrheiten gesagt. Die verbündeten Zwangsmitglieder des Syndikats haben sich Gutachten von namhaften Juristen über die Rechtsgültigkeit des Syndikatsvertrages erstatten lassen. In dem gemein famen Gutachten der Dr. Schwering und Dr. Irag ist das Urteil geradezu vernichtend, denn die beiden Juristen führen aus, daß sie den Syndikatsvertrag, so wie er von den Gründern in den Borverhandlungen vereinbart worden ist, wegen Verstoßes gegen die guten Sitten für nichtig halten, unter dem Borbehalt, daß die Sachdarstellung nach den Verhandlungsproto tollen richtig ist. Unter diesem Borbehalt führen sie aus, daß das Syndikat ein Gemisch von Gesegesverlegungen, von willfürlichen Bevorzugungen einzelner mit. glieder und von Benachteiligungen der schwächeren Zechen dar. stell:, wie sie bei einem gemeinwirtschaftlichen Syndikat nicht vor. kommen dürften. Die Syndifate wären zwar formell privatrechtliche Unternehmerverbände, jedoch mit öffentlich rechtlichen Befugnissen und mit öffentlicher Berwaltung be traut" Es müsse als dem An standsgefühl aller billig und gerecht Denkenden zuwiderlaufend angefehen werden, wenn diefe Organisationen der öffentlichen Rohlenwirtschaft dazu aus. genußt werben, den einzelnen schon ohnehin mächtigen Unter. nehmungen Sondervorteile zu verfchaffen, wenn zu diesem Zweck die gemeinwirtschaftlichen Pflichten bet der Gewährung von Selbstverbrauchsrechten und Bewilligung fon ftiger Ausnahmen völlig auß er acht gelaffen werden und menn die mächtigsten Mitglieder fich wechselseitig binden, Anträge anderer Mitglieder auf Erteilung der gleichen Ausnahmebewilligung blindlings abzulehnen". Es mag fühn sein," so wirb weiter aus geführt, ein folches Urteil über einen Bertrag abzugeben, ber bie Grundlage einer ministeriellen Verordnung bildet, und wir haben uns in aller Würdigung dieser Sachlage innerlich lange Zeit gegen eine derartige mittelbare Berurteilung einer Ministerialverordnung gemehrt. Allein die Tatsachen sprechen eine zu deutliche Sprache. Offenbar ist der Minister indem geschickt eine Zwangslage und ein Fall höchster Eile geschaffen wurde überrumbeit morden. Gerade hierin liegt ein weiteres fd mermiegenbes Moment ber Infittithfeit"
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In gleicher Weise vernichtend urteilt der Rechtsanwalt und Rotar Dr. Friedländer. Er führt aus, daß ber Grunbjaß ber Gleichmäßigteit offensichtlich verlegt märe, und nicht aus gemeinwirtschaftlichen Gründen, sondern in Verfolgung rein privatrechtlicher Interessen". Er verweist hierbei auf den Fall Rheinftahl- Anilin- Konzern, und insbesondere auf den Fall Krupp. Krupp fei in einem Einzelfall ein besonderer Borzug erteilt worden unter gleichzeitiger Bindung ber maßgebenden Ron zerne,„ jede materielle Erörterung auch noch so berechtigter Intereffen in gleichliegenden Fällen" abzulehnen.
Das sind vernichtende Urteile, die noch ergänzt werden von dem Universitätsprofeffor Geheimrat Triepel vom Standpunft der
fenne.
Reichsverfassung aus, die nur die rechtliche Gleichheit aller Einen Punft scheinen die Gutachter noch übersehen zu haben. Dem Reichstohlenrat ist nach den Ausführungsbestimmungen zum Kohlenwirtschaftsgesetz die Pflicht der Genehmigung der Syndifatsverträge zugedacht. Der ftrittige Syndikatsvertrag ift am 16. September abgeschlossen und am 1. Oftober in Straft getreten, ohne daß der Reichstohlenrat bisher zu ihm Stellung genommen hätte. Die Verordnung des Reichs: wirtschaftsministers entbindet den Reichstohlenrat nicht von der Stellungnahme. Es liegt sonach noch eine weitere und anscheinend von den Gutachtern übersehene Gesetzesverlegung vor, die von der unschlüssigen Geschäftsleitung des Reichsfohlenrates begangen worden ift. Auf die weitere Entwicklung dieser Angelegenheit fann an gespannt sein, aber auch darauf, wann der Reichstohlenrat sich zu feiner Pflicht entschließen und Stellung nehmen wird.
Auch ein Schuh nationaler Arbeit". Wohin die unter dem Schlagwort ,, Schuß der nationalen Arbeit" propagierte Hochschutzollpolitik führen fann, nämlich zu einer Be günstigung des ausländischen Kapitals auf Roften der deutschen Industrien, dafür liefert die Konsumgenossenschaft liche Korrespondenz" in folgenden Ausführungen ein intereffantes Beispiel:
Seit Anfang 1924 find die zufammengeschlossenen deutschen Delmühlen bestrebt, für Dele und Fette wieder die Borfriegs. zölle zur Einführung zu bringen, Der erfte Antrag der Del mühlenindustrie wurde infolge des Widerstandes der ölverarbeitenden Industrie von der Regierung abgelehnt.
Mit dem Auftauchen der landwirtschaftlichen For berungen auf Wiedereinführung der Getreidezölle traten auch die Delintereffenten wieder mit ihrer Forderung auf den Plan; fie hofften, gleichzeitig mit diesen Zöllen auch diejenigen für pflanzliche Dele und Fette zur Wiedereinführung zu bringen. Die Be ftrebungen fließen nicht überall auf den nötigen Widerstand; teilweise fanden fte sogar Unterstützung aus Kreisen, von denen fie nicht erwartet werden durfte.
Gegen die Wiedereinführung dieser Zölle wandten sich mehrere Länderregierungen, darunter besonders auch Sachfen, und auch eine Anzahl Handelskammern, darunter in besonders eingehender und tiefgründiger Weise die Hamburger Handelstammer in ihrem Schreiben vom 8. September 1924 an die Deputation für Handel, Schiffahrt und Gewerbe. Mit dem Schwinden der Aussicht auf Wiedereinführung der Getreidezölle verloren die gleichen Bestrebungen der Delindustrie an Aussicht auf Berwirklichung, dagegen
hatten die Schußzölner auf indirettem Weg einen ganz ansehnlichen Erfolg zu verzeichnen.
Die Reichsfinanzverwaltung hat nämlich eine Verfügung er. laffen, wonach gehärteter Tran als Runftspeisefett erflärt worden ist.( Gewöhnlicher Zollfaz 12,50 mt.) Die Sache liegt so, daß bei der jetzt zu erwartenden Einfuhrfreigabe von Tran auch ber gehärtete Tran nach der richtigen Auslegung unter Bost fion 131 fallen müßte, alfo e infuhrfrei würde, während nun nach der Verfügung der Reichsfinanzverwaltung der gehärtete Tran als Runftspeisefett unter die Bosition 207 fällt und nicht einfuhrfrei ist. Im Zolltarif felbft steht feine Unterscheidung zwischen rohem
Deffentl. Wähler- Bersammlungen
7/2
heute, Mittwoch, 5. November, abends 7 Uhr: Friedrichshain : Königsbant, Große Frankfurter Str. 117. Baumschulenweg: Lyzeum Baumschulenstraße. Reinidendorf- West: Hartmanns Brauerei, Scharnweberstr. 104. Tagesordnung: „ Nieder mit dem Bürgerblod! Es lebe die Sozialdemokratie!" Redner: Otto Meier , Adolf Hoffmann , Wilhelm Landa. Donnerstag, 6. November, abends 71/2 Uhr: Lichterfelde : Aula der Oberrealschule, Ringstraße. Tagesordnung:
„ Die Hohenzollern und ihre Vermögensverschiebungen." Redner: Landtagsabgeordneter Otto Meier . Neukölln: Kindl- Brauerei, Hermannstr. 214. Tagesordnung: Die Lügen im Wahlkampf Redner; Adolf Hoffmann .
GFSO
Augen auf!"
Freitag, den 7. November, abends 7/2 Uhr: Friedrichshagen : Schröders Gesellschaftshaus, Friedrichstr. 137. Wilmersdorf : Bittoriagarten, Wilhelmsaue. Tagesordnung: Der Tag der Entscheidung der 7. Dezember. Redner: Anna Geyer , Mielig, Heinrich Schulz .
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und gehärtetem Tran, ba die Härtungsindustrie sich erst in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Gehärteter Tran ist ein billiges und wichtiges Rohmaterial für die Margarine und Geifenindustrie. lich in der Hand ausländischer Rongerne. Die Interessen Die deutschen Härtungsanlagen befinden sich nahezu ausschließ zweier großer Induftriekonzerne laufen hier zum Nachteil der Berbraucher zusammen. Einmal hält durch diese Berfügung der Reichs finanzverwaltung der Verband der deutschen Delmühlen die ihm un erwünschte Konkurrenz, die der gehärtete Tran als Rohmaterial bilbet, von Deutschland fern, und weiter werden die freien Fa. briten der verarbeitenden Industrie in die hand rinetonzerne gegeben. Was hier vorgenommen wurde, ift der ausländischen englisch - holländischen Marga. als eine direkte Fälschung des technischen Begriffes anzusehen. Die in Frage fommenden Margarinefonzerne verfügen über ein Riefen. fapital und ihre Interessen umfassen, fo weit bekannt, England, Holland , Norwegen , Deutschland und gehen auch nach der Tschecho ffomafei über. Das Kapital einer einzigen, nämlich der englischen Tochtergesellschaft Jurgens Ltd., soll nicht weniger als 10 000 000 englische Pfund Sterling betragen.
bote allgemein, befonders aber für so wichtige Rohmaterialien, Es ist zu wünschen, daß die noch bestehenden Einfuhrver. wie die ber Del- und Fettindustrie, bald verfchminden und damit auch die noch notwendigen jedesmaligen Gesuche um Einfuhr erlaubnis überflüssig werden. Die Einführung von 3.0llen auf diret'em oder indirettem Weg auf gute und billine Rohmate. rialien, wie fie für die Margarine- und Seifenindustrie hier bringend benötigt werden, sollten im Interesse der Verbraucher. industrie und der Verbraucher in Deutschland unmöglich sein. nicht in den Krieg verwidelt waren oder aus dem Bölferkrieg als Es ist bezeichnend, daß die Bolltarife berjenigen Länder, bie Siegerstaaten hervorgegangen find, soweit bort Zölle erhoben wer den, folche für Dele und Fette, fomeit befannt, nicht eingeführt haben. Das wirtschaftlich darnieberliegende Deutschland und die fchwer um ihre Eristenz ringenden deutschen Gehalts- und Lohn empfänger fönnen sich den Lurus der Abführung von Sonderver. günstigungen für solche monopolisierte Interessengruppen erst recht
nicht leisten.
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Getreide für die Branntweinherstellung! Der Reichsminister bem Berein der Kornbrenner mitgeteilt, baß er auf begründeten für Ernährung und Landwirtschaft hat, so wird uns geschrieben, Antrag von Fall zu Fall Getreide zu Brenn3weden im Wege der Ausnahme freigeben werde. Hier handelt es sich um die Freigabe von gutem, gesundem, für die menschliche Ernah. rung brauchbarem Korn! Aus beschädigtem Getreide dürfen die Brenner schon längst Spiritus herstellen, wenn der Regierungs. präsident zustimmt. Daß nunmehr der Ernährungsminister auch tadelloses Getreide den Branntweinproduzenten überlassen will, guten Ernte und der unaufhörlich steigenden Mehl- und Brotpreise wenn auch nur im Wege der Ausnahme", ist angesichts der wenig unverantwortlich, geradezu ein Attentat auf Bolts wohl und Boltsgesundheit!
75,00-96,00
Preisnotierungen für Nahrungsmittel. Durchschnittseinkaufspreise in Goldmark des Lebensmittel- Einzelhandels je Zentner frei Haus Berlin . Gerstengraupen, lose.. 18,50-24,50| Kakao, fettarm Gerstengrütze, lose 17,50-18,00 Kakao, leicht entölt 100.00-120,00 Haferflocken, lose 20,00-21,50 Tee, Souchon, gepackt. 320,00-400,00 Hafergrütze, lose 20,50-22,50 Tee, indischer, gepackt. 400,00-470,00 Roggenmehl 0/1 16,00-18,00 Inlandszucker basis mel. 31,00-33,00 Weizengrieẞ 19,25-22,25 Inlandszucker Raffinade 33,00-35,00 70%, Weizenmehl Hartgrieß 24,50-26,50 Zucker Würfel 39,09-45,00 16,00-18,50 Kunsthonig 39,00-42,00 Weizen- Auszugmeh! 18,73-25,50 Zuckersirup hell in Eim. 40,00-45,00 Speiseerbsen. kleine Speiseerbsen, Viktorla 18,00-24,00 Speisesirup dunk. In Elm. 27,00-31,00 16,00-18,00 Marmelade Eintr. Erdb. 90,00-95,00 Bohnen, weiße, Ferl 22,00-24,75 Marmelade Vierfrucht 40,00 23,00-32,00 Pflaumenmus in Eimern 43,00- 53,00 18,50-29,50 Steinsalz, in Säcken. 3,103,60 3,70- 4,20 4,40- 5,00 5,20-5.80 95,50-95,00 96,00-96,50 92,00
Langbohnen. handverles. Linsen. kleine
Linsen, mittel Kartoffelmehl Linsen, große
Makkaroni, Hartgrießwr. Eiernudeln Meh! nudein Bruchreis
Rangoon Reis Tafelreis, glasiert, Patna Tafelreis, Java Ringäpfel, amerik. Getr Pilaumen 90/100. Pflaumen, entsteint Cal. Pflaumen 40/50 Rosinen in Kisten, Candla Sultaninen Caraburmu. Korinthen, choice Mandeln, süße Bari Mandeln, bittere Bari Zimt( Cassia)
Kümmel, holländischer Schwarzer Pfeffer Singap. Weißer Pfeffer
Rohkaffee Brasil
99
31,00-37,50 37,50-51,00 Siedesalz in Säcken 17,75-21,00 43,00-45,00 Bratenschmalz in Tierces 47,00-52,00 Bratenschmalz in Kübeln 25,00-30,00 Purelard in Tierces 17,50-18,00 Purelard in Kisten 19,00 20,00 Speisetalg in Packung 24,25-32,00 Speisetalg in Kübeln 32,75-42,00 Margarine, Handelsm. I 85,00-90,00 desgl. II. 40,00-43,50 Margarine, Spezialm. I.. 54,00-61,50 desgl. II.
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Löhne und Gewinne im Bergbau.
Uns wird geschrieben:
er
Zu den Lohnforderungen der Bergarbeiter wird pon den Unternehmern erflärt, daß unter den heutigen Verhältnissen die Frage einer Lohnerhöhung„ Dollfommen undiskutabel" scheine. Die Lage im Rohlenbergbau sei nach wie vor ernst, das hätten auch die Verhandlungen über die Zechenſtillegungen gezeigt. Für ihre Auffassung führen die Unternehmer feine Beweise an Undiskutabel." Damit basta! Trotzdem gestatten wir uns
zu diskutieren.
Wenn wir von einem Schichtförderanteil von 0,880 Tonnen pro Ropf der bergmännischen Belegschaft und einem tariflichen Ge famtdurchschnittsiohn von 5,74 m. einschließlich Soziallohn je Schicht im Oktober ausgehen, dann ftellten sich die Selbsttosten je Tonne Ruhrtohle wie folgt:
1. Lohnaufwand je Tonne
2. Beamtengehälter je Tonne 10 Proz. von 6,52 m. 3. Bersicherungsbeiträge je Schicht 92,52 Pf.= je Tonne 4. Materialfoften je Tonne 2,34 M. Borkriegsstand und 20 Proz. Aufschlag
6,52 m. 0,65 1,05 B
SP
.
•
2,81-
0,58
5. Steuern je Tonne nach den Angaben des Bergbauvereins
"
6. Allgemeine Untosten je Tonne nach den Angaben des Bergbauvereins
7. Abschreibungen 10 Proz. d. vorstehenden Selbstkosten Summa 1-7:
8. Selbstverbrauch 9 Proz. und unbezahlte Hälfte der Deputattohle 2 Broz. sind zusammen 11 Proz. Für den Verkauf verfügbar bleiben mithin von 100 rund 89 Tonnen. Für 100 Tonnen 1321 M. geteilt durch 89 gleich je Tonne
•
9. Fettförderkohlenpreis 15 M. ab 5 Proz. Handelsnuten bleiben
10. Durchschnittserlös 18 Prog mehr 2,57 m.+ 14,25 m..
Die vorstehenden Berechnungen ergeben mithin: Selbstkosten je Tonne Förderung Durchschnittserlös je Tonne Förderung Gewinn je Tonne Förderung
B
•
9
12
0,40 1,20" 13,21 m.
14,84
"
•
14,25
"
. 16,82 n
"
14,84"
"
•
16,82
•
1,98 m.
Bei einer Lohnerhöhung von 20 Proz. würde der tarifliche Gesamtdurchschnittslohn steigen von 5,44 m. auf 6,53 m. zuzüglich 0,29 m. Soziallohn auf 6,82 M. Wenn wir von einem tariflichen Gesamtdurchschnittslohn von 6,82 M. und einem Schichtförderanteil Ruhrtohle wie folgt: Don 0,880 ausgehen, dann stellen sich die Selbsttosten je Tonne
1. Lohnaufwand je Tonne.
=
2. Beamtengehälter je Tonne 10 Prog. von 7,75m.= 8. Bersicherungsbeiträge je Schicht 92,52 Pf. je Tonne 4. Materialfoften je Tonne 2,34 M. Bortriegsstand und 20 Prog. Aufschlag
•
.
5. Steuern je Tonne nach den Angaben des Bergbau
vereins
6. Allgemeine Untosten je Tonne nach den Angaben des Bergbauvereins
7. Abschreibungen 10 Proz. d. vorstehenden Selbsttoſten
7,75 m. 0,78 1,05" 2,81
W
B
0,58*
0,40" 1,34
"
Summa 1-7: 14,71 m.
8. Selbstverbrauch 9 Proz. und unbezahlte Hälfte der Deputattohle 2 Proz. find zufammen 11 Broz. Für den Verkauf verfügbar bleiben mithin von 100 rund 89 Tonnen. Für 100 Tonnen 1471 M. geteilt durch 89 gleich je Tonne.
9. Fettförderkohlenpreis 15 m. ab 5 Proz. Handels. nugen bleiben
10. Durchschnittserlös 18 Proz. mehr= 2,57 m2+
14,25.=
Die vorstehenden Berechnungen ergeben mithin: Selbstkosten je Tonne Förderung Durchschnittserlös je Tonne Förderung Gewinn je Tonne Förderung
16,53
.
14,25,
.
16,82
PT.
•
•
16,53 16,82
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0,29 m.
nungen stellen selbstverständlich feine absoluten, sondern nur n- Diese für die Ruhrtohle äußerst günftigen Selbstkostenberech näherungswerte bar. Immerhin geben fie wichtige Einblicke und Anhaltspunkte zur Beurteilung der ganzen Verhältnisse und eine gute Diskussionsgrundlage. Die Unternehmer mögen nun ihre Einwände geltend machen, damit geprüft werden kann, ob und ist beim besten Willen nichts anzufangen. inwieweit fie stichhaltig sind. Mit dem kategorischen„ Undiskutabel"
Der infernationale Kongreß der Spartaffen, der in diesen Tagen in Mailand stattfand, beschloß die Einfegung eines internatio nalen Studienamtes über das Spartaisenwefen der ganzen Welt. Ferner famen die Beteiligten überein, den 81. Oftober als den Schlußtag des Kongresses in allen Ländern zum Spartag zu erklären, in dem in der ganzen Welt der fördert werden würde. Die deutschen Delegierten erwirften auch die Sparsinn der Bevölkerung durch eine umsichtige Propaganda geAufnahme der deutschen Sprache unter die offizielle Rongressprache.
S
Hirsch- Kupfer. Mit der Hirsch Kupfer und Meffing Werte A. G. hat eine der größten deutschen Industrieunternehmungen ihre Goldbilanz vorgelegt. Die Bilanz sieht eine Ermäßigung des Attienkapitals Don 80 Millionen auf 12 Goldmillionen vor, schafft aber gleichzeitig eine offene Referve in Höhe von 5 Goldmillionen. Das Friedenstapital betrug 10 Millionen. In der Erhöhung des Goldfapitals um 2 Millionen tommt ber Substanzzuwachs nicht zum Ausdrud, denn gerade Hirsch- Kupfer bat fich während des Krieges und der Inflation derart vergrößert, daß man den Betrieb. beute fast gar nicht wieder erkennt. Indem man bei Hirsch- Kupfer, ähnlich wie bei der Berliner Handelsgesell schaft und bei der Harpener A.-G., bei Aufstellung der Bilanz nicht Don der tatsächlich vorhandenen Substanz, sondern von der zufünftigen Rentabilität ausgeht, hat man in Form von vorsichtiger Bewertung aller Aktiven derartig viele stille Referven geschaffen, daß das gegenwärtige Goldtapital kaum einen Aufschluß über den Substanzzuwachs gibt.
Ein Gewerkschaftsvertreter in der französischen Verhandlungstommiffion. Der französische Handelsminister veröffentlicht eine neue Liste der für die am 6. November wieder beginnenden Handelsvertragsverhandlungen mit Deutschland 92.50-93,00 beftimmten Sad verständigen. Zu den 24 Sachverständigen, 65,00-66,- die bereits anfangs Ditober ernannt wurden, fommen noch weitere 66,00 awei Sachverständige. Sehr start vertreten sind landwirtschaftliche 60,00-63,00 Produkte, Wein, Cognac, Baumwolle. Tertilien, Feinmechnik, Farben, 80,00-84,00 Beber und Holz. 69,00-71,00 Auch Sachverständige für die allgemeinen wirt 60,00-66,00 Molkerelbutter la 1. Fäss. 216,00-221,00 ihaftlichen Fragen find ernannt worden. Unter ihnen befindet sich 60,00-70,00 Molkereibutter 75,00-92,00 Molkereibutter lla i. Fäss. 182,00-192.00 noffe Léon Jou baur. i. Pack. 222,00-227,00 ber Generaliekretär des Allgemeinen Arbeiterverbandes( CGT.) Ge70,00-75,00| Molkereibutter i. Pack. 185,00-195,00 190,00200,00
19
Auslandbutter in Fässern 2 4,00-232,0 Corned beef 12/6 lbs p. K. 40,00-42,00 106.00-115,00 Ausl. Speck, geräuchert 108,00-120,00 55,00-65,00 Quadratkäse 120,00-125,00 Tilsiter Käse, vollfett 165,00-170,00 Bayr. Emmenthaler 200,00-223,00 Echter Emmenthaler
Rohkaffee Zentralamerika240,00-305,00 Aust. ungezuck. Condens
Röstkaffee Brasil Röstkaffee Zentralam.
östgetreide, lose
260,00-300,00 milch 48/16
50,00-65,00
125,00-140,00
160,00-170,00 175,00-185,00
21,00-23,50
330,00-390,00 Inländische desgl. 48/12 16,50-19,25 20,00-21,75 Inl. gez. Condensm. 48/14 25,00-26,00
In Drogerien und Apotheken. Verlangen Sie ausdrücklich„ Lebewohl mit Filzring.