gefügt. Die Unterlagen tonnten bei dem Reichsfangler Bebenten gegen die in Aussicht genommene Bant nicht erweden, da angenommen werden mußte, daß das Reichspost ministerium sich hierüber eingehend erfundigt hätte. Zudem war, wie aus dem Exposé hervorgeht, sowohl das Reichs post ministerium
wie das Reichsministerium des Innern durch einen höheren Beamten im Aufsichtsrat der Bank vertreten. Auf Grund dieser Unterlagen ist der Antrag des Reichs postministers mit der Einverständniserklärung des Reichskanzlers und des Reichsverfehrsministers versehen worden.
Mit Schreiben vom 12. Nopember 1923 wandte fich die Depofiten- und Handelsbant erneut an den Reichstanzler unter Bezugnahme auf eine Unterredung, die mit dem Reichs. post minister stattgefunden hatte, und wies darauf hin, daß größere Mengen Gold und Silber angetauft worden seien; gleich Beitig wurde eine Einladung ausgesprochen, diese Bestände, die sich in den Tresors der Reichspost befänden, zu besichtigen.
In dem Schreiben wurde weiterhin darüber Rlage geführt, daß der Devisentommiffar und der Staatstommissar der Berliner Börse Schwierigkeiten bei der Erlangung des Depotrechts und der Börsenzulassung der Bant machten und der Wunsch ausgesprochen, daß der Reichstanzler inter. Denieren möchte. In einem vom gleichen Tage datierten Schreiben des Abgeordneten Dr. Fleischer wurde derselbe Wunsch zum Ausdruck gebracht.
erregte schon im Frühjahr 1924 großes Aufsehen. Die Reichs bant erhob Einspruch. Warum hat das Reichskabinett nach den Erfahrungen mit der Depositen- und Handelsbank und den Empfehlungen von Dr. Fleischer und Höfle nicht schon an diesem Zeitpunkt die Geschäfte der Post nachgeprüft? Der Goldaufkauf- Skandal.
Die schwarzen Konten der Depositen und Handelsbank. Die B.- S.- Korrespondenz veröffentlicht weiteres Material über die Geschäfte der Depositen und Handelsbank, dem wir folgendes entnehmen:
Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Fleischer hat als Provi. fion am Goldgeschäft weit über 100 000 m. erhalten. Eine von ihm am 21. Dezember 1923 ausgestellte Quittung hat folgenden Wortlaut: Mart 51 016 592 Milliarden Eimundfünfzigtausend sechzehn Billionen 592 Millionen Provision für Goldgeschäft v. 25. 10. 23-20. 12. 23 von der Depofiten und Handelsbank erhalten.
minne aus ber Herausgabe eigenen Rotgelbes gegenüber. Die volkswirtschaftliche Absicht, gehandeltes Gold zum Nuken der Allgemeinheit den öffentlichen Kaffen zuzuführen, wurde erreicht. nach Stabilisierung der Währung haben Goldanläufe nicht mehr stattgefunden und das vorhandene Gold wurde den Beständen der Reichsbank zugeführt.
Eine Zentrumserklärung.
Höfles Konten bei der Deutschen Merkurbank.
Das Berliner Sentrumsorgan, die Germania ", teilt parteiamtlich mit: In Nr. 59 der„ Berliner Börsen- Zeitung" vom 5. Je bruar 1925 wurde berichtet, daß Heir Dr. Höfle bei der Deutschen Merturbant zwei Konten, und zwar ein Konto ord. und ein Konto sep.( 3entrumspartei) gehabt habe. Aus dieser Mitteilung wird von parteigegnerischer Seite die Folgerung gezogen, daß die 3entrumspartei als solche ein Ronto bei der Merturbant gehabt hat. Diese Annahme ist absolut falsch. Tatsache ist vielmehr, daß die Zentrums partei niemals bei der Merkurbank oder irgendeinem zum BarmatRonzern gehörigen finanziellen Institut ein Konto hatte.
gez. Dr. Fleischez. Die Verantwortung für den Ruhrskandal.
Auf das Konto von Dr. Fleischer einzahlen. gez. l.
Raffenfol. 139.
Kurz nach Eingang dieser Schreiben erfolgte am 15. Novem ber 1923 ein Anruf des damaligen Devilen tommissars, Geheimrats Fellinger, der darauf hinwies, baß im Berkehr mit der Depofiten- und Handelsbant größte Bor. fiat am Blaze sei. Nach der ganzen Art des Geschäftsverkehrs der Bant sei in die Bant nicht das Bertrauen zu sehen, daß sich hoch gestellte Behörden in einen geschäftlichen Berkehr mit ihr einlassen sollten. Diese Auffaffung werde von dem Preußischen Staats fommissar bei der Berliner Börse geteilt. Geheimrat Fellinger teilte ferner mit, daß er mit dem Reichspoft minister in dieser Angelegenheit in Verbindung getreten sei und dabei festgestellt habe, daß das Reichspoft ministerium seine Aufträge an die Bant vom 17. November ab aurudu enthüllen. Troß dieser ungeheueren Summen, die der Bank
ziehe.
Der Devisentommissar teilte außerdem mit, daß das Schriftstück der Depositen- und Handelsbank um Zulassung zur Börse, das auf Grund der Befürwortung des Reichspoftministers auch vom Reichskanzler und dem Reichsverkehrsminister Deser befürwortet morden wäre, eingezogen worden sei.
Nach den Mitteilungen des Geheimrats Fellinger über die Zurückziehung der Aufträge des Reichspoftmini. steriums an die Bant und die Einziehung des ausge. stellten Empfehlungsschreibens beftand für den Reichs tanzler teine Veranlassung, die von ihm als beendigt angesehene Angelegenheit noch weiterhin zu verfolgen.
Die Schreiben der Bant und des Abg. Dr. Fleischer find nicht mehr beantwortet worden."
Die offiziöse Darlegung weist mit dem Finger auf Dr. Höfle als den Berantwortlichen. Sie läßt mit großer Schärfe den Widerspruch zwischen dem angeblichen Abbruch der Geschäftsverbindungen zwischen Reichspost und Depositen und Handelsbank vom 17. November und der Tatfache des Fortbestehens der Geschäftsverbindung bis ins Jahr 1924 hinein erkennen.
Es geht aus dieser Darlegung aber auch weiter hervor, daß die erste Mitteilung der Regierung, daß fie am 1.2 No. pember das Empfehlungsschreiben der drei Minister ein gezogen habe, fachlich nicht richtig mar.
Ferner läßt sie nicht ertennen, ob auf die Briefe der Bant und des Dr. Fleischer vom 12. november etwas unternommen worden ist. Nach dieser Darlegung ist die Auftlärung des wahren Charakters der Depofiten und Handels bant lediglich der Initiative von Geheimrat Fellinger zu banken.
Die Tatsache der non Dr. Höfle gegebenen Bofttrebite
Das gelbe Bändchen.
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Im Ruffenwalde rieselten die letzten bunten Blätter. Unver mutet schnell war der unfagbar melancholische Herbst eingezogen mit feinem Birkenleuchten, seiner Klanglosigkeit und feiner Ahnung bon bevorstehendem Rheumatismus. Mancherlei Trost war uns. durch den pelzschweren Feldprediger zuteil geworden. Runftstud! Um diese Zeit schlüpfte man daheim in den warmen Ueberzieher, und wir frochen wie das Tier, das seine Winterhöhle noch nicht gefunden, durch Straßengräben und Büsche mit blaugefrorenen Rafen. Jahrmarkt, Kirmes, Martinsgans alles fiel aus. Macht cuch eure Unterstände fertig! Feste buddeln! Befehl von oben!" Als die ersten Floden fielen, fonnten wir uns in unfere unter idischen Gemächer zurückziehen. Die Stimmung war bement fprechend. Den schönen Helmut, der sich auch im bichsten Dred nicht von seinem Brillantring trennen konnte, bissen die Läufe zum Bahnsinnigwerden, zumal da er einen doppelten Bollpanzer trug, Zentral- Karl, der immer 11 und 12 schoß, unsere Leipziger Type, hagegen, war immun gegen dies russische Getier; er tonnte die Feuerglut aushalten und braute täglich die ärmliche Kaffee- Bowle. Ganz in der Ede saß mein Nebenmann in Freud und Leid, Den Kopf aufs nie geftügt. Er starrte jede freie Minute zu Boden, redete nicht, aß unb trant so gut wie nichts. Besserer Nerven zusammenbruch!" hätte sein Hausarzt tonstatiert. Uns war die Cache eigentlich unverständlich; denn er befam die meisten Batete aus der Heimat, mit jeder Post mindestens fünf. Eins davon hätte jeben glücklich gemacht und den Jammer vergessen lassen Seine Bigarrenfifte war unerschöpflich, man flüsterte sich zu, er wäre Fabrilant in einem fächsischen Städtchen. Was mochte diesem Mann fehlen? Geht's Geschäft schlecht? Ist jemand trant zu Haus?" fragte ihn der Toni zutraulich; der mar der Universalterl in unserer Unterwelt. Herr Schwarzenberger( er murde, um einiger maßen für alles ungewohnte entschädigt zu werden, oft Herr genannt) schüttelte den Kopf. Mit jedem Brief, der von zu Haus tam, murde es schlimmer mit ihm, Eines Nachts hatten wir doppelte Ration Rum erhalten und schliefen wie totgeschlagen. Da tippte mich der Schwarzenberger auf die Schulter und sagte, er könne es nicht länger aushalten, er müßte es mal einem sagen.„ Weißt du, meine Frau, o meine Braunein, nicht, mas du vermutest, o nein, aber fie peinigt mich in jedem Brief... alle unsere Bekannten find avanciert, haben schon Orden und Kreuze und ich hätte noch nicht die tleinste Auszeichnung... Kamerad, ich fann mich nicht bliden laffen, wenn ich auf Urlaub tomme, vertriechen muß ich mich; mas diese Weiber nur denken!" seufzte er. Ich las die Borwürfe auf parfümiertem Papier und machte, Anstrengungen, feinen Schmerz einigermaßen zu verstehen. Weißt du, wollte ich sagen ich tat's jedoch nicht, als ich seine fummervolle Miene fah zu Haus hab ich zur Sahrmarktszeit mal Lungenblasen mitgemacht, da hab' ich noch eine Schöne Medaille davon in der Schatulle liegen, wenn dir vielleicht
Es wurden außerdem an Fleischer am 4 Januar 64000 ift. Unter den nuznießern der Depofiten- und Handelsban! Goldmart ausgehändigt, für die auch eine Quittung vorhanden figuriert das Allgemeine Politische Informations. Außerdem befindet sich unter den Ausgaben ein Konto Nostro bureau mit 50 000 m., wofür Quittungen nicht vorhanden find. Separat", welches mit allen möglichen Summen belastet ist und ab 17. Dezember die Höhe von annähernd 2 millionen Goldmart erreicht. Es tonnte bisher nicht festgestellt werden, mem diese ungeheuren Summen zugeflossen find, und es würde fowohl für das Finanzamt als auch für die Staatsanwaltschaft eine dankbare Aufgabe übrig bleiben, dieses schwarze Konto und letzten Endes dem Reich veruntreut wurden, schloß die Bilanz für 1923 mit einem erheblichen Verdienst ab. Der Gesamtha den des Reiches dürfte mit weit über 10 millionen Goldmart zu veranschlagen sein. pa
Eine Erklärung der Reichsbahn.
gebrachten Mitteilungen über Goldantäufe folgendes mit: Die Deutsche Reichsbahn teilt zu den in der Breffe Im Anfang Oktober 1923, also noch während der stärksten Inflationsperiode, erhielt die Reichsbahn zur Deckung des von ihr herausgegebenen Notgeldes von der Reichsregierung die Erlaub. nis zum privaten Goldantauf
Gegen alle Ausflüchte klare Fragen.
Robert Schmidt und Sollmann verbreiten folgende Die früheren fozialdemokratischen Minister, die Genossen Erklärung:
ftellen erneut versucht, die am 3. November 1923 ausgeIn der Pressekonferenz am 7. Februar haben Reichs= für die unter Verlegung des Budgetrechts im Jahre 1924 an fchiedenen fozialdemokratischen Reichsminister die Ruhrindustriellen gezahlten Entschädigungen mit verantwortlich zu machen. Auch diesmal gingen die Behauptungen an dem Kern der Sache vorüber. Darum fragen mir die Reichsregierung:
Ist es richtig, daß fein sozialdemokratischer Reichsminister an den Vorverhandlungen über die Micum- Verträge zwischen Reichsministern und den Ruhrindustriellen teilgenommen hat? Ja oder nein? Ist es richtig, daß die sozialdemokratischen Reichsminister am 1. November 1923, als zum ersten Male Entwürfe für die Berpflichtungen des Reiches dem Kabinett vorlagen, durch Stimmenthaltung die Verantwortung abgelehnt haben? Ja oder nein?
Ist es richtig daß niemals in einer Rabinettssigung der großen Koalition beschlossen oder auch nur er örtert wurde, Entschädigungszahlungen an die Ruhrindustrie ohne Zustimmung des Parlaments zu leisten? Ja oder nein?
Die Depositen und Handelsbant, die schon vor. Wir ersuchen um Antwort durch 1üdenlose Verber aus demselben Anlaß mit Goldaufläufen für die Reichspoft öffentlichung der bezüglichen Kabinetts und beschäftigt mar, erhielt deshalb auch von der Reichsbahn den Berhandlungsprotokolle und. des Brief= Auftrag, aus den mannigfachen Privatversteden das Edelmetallwechsels zwischen dem damaligen Reichskanzler Herrn Dr. herauszuholen, das auf dem Wege des regelmäßigen Anlaufs zu Stresemann und amtlichen Surfen niemals zu belommen war. Hierzu erbat und dem Beauftragten der Ruhrindustriellen. betam die Bank jeweils Anzahlungen auf furze Frist, die sie durch Metallieferungen zu beden hatte. ( gez.) Robert Schmidt, Sollmann.
Ein Auftrag, Gold im Auslande zu toufen, ist nicht er. bie Mitteilung, er habe Gold in Holland getauft. Die Richtigkeit teilt worden, vielmehr machte der Direttor Wolpe unvermu: et diefer Angabe wurde auf Anfrage vom Reichspoftminister Dr.
Ein Kreditvorschuß mar, wie überhaupt nicht, auch nicht zum Antauf dieses Golbes gegeben worden Infolgedessen stellte sich bald heraus, daß das Gold durch die aufgelaufenen Zinsen Doll belaft et mar, also nicht verlangt werden konnte. Eine Aus fuhr von Mart ins Ausland war Bolpe vom damaligen Reichsverkehrsministerium von vornherein untersagt gemefen. im Grunde genommen nur ein budmäßiger Schaden ent Der Reichsbahn ist trop der bebquerlichen Begleiterscheinumgen ftanden, wenn man die Differenz zwischen dem amtlichen und dem fogenannten schwarzen Kurs berücksichtigt. Diefem, nur buchmäßigen Berluft stehen auf der anderen Seite erheblich größere Ge
bamit geholfen ist oder ich hab's: eine Patrouille mußt bu mitmachen, aber so' ne richtige tolle, dann flappt's ficher." Er fagte nichts darauf, aber ich hörte ihn die ganze Nacht noch feufzen. sollte ein„ wahnsinniges Ding gedreht werden, wie man damals sich schon ausbrücke. Der Schwarzenberger zog's aber vor, nicht lieber hinten im Bataillon was Schriftliches. mit zu drehen, von megen Frau und Kindern..., Er lieferte
Am nächsten. Tage bot sich eine glänzende Gelegenheit. Es
Aber der Toni war dabei.
Mittels fleiner Berschiebung, bei der eine überlebensgroße St. garrenfifte eine große Rolle spielte, wurde indes gemeldet, daß der Schwarzenberger doch dabei gewesen wäre.... war's ja nur ein Name, ein Schall, ein Begriff. Schwarzenbergers Schlaf schien sich zu beffern
"
Denen oben
Dann tam Weihnachten. Unabläffig rollten die Züge mit Liebesgaben nach den Fronten. Die Gaben blieben vielfach in den Etappen hängen, die Liebe tam bis in die Gräben vor. Ganz leer ging teiner aus, jeder befam etwas: einer was auf den Stopf, einer was um den Hals, einer was in den Mund( damals gab's noch Bodenhüter aus Habana; der deutsche Buchenwald rückte erst 1915 langsam nach). Manche befamen auch eins ins Knopfloch, einen ganzen Möbelwagen noll töniglich fächsischer Medaillen, am gelben Bändchen zu tragen, hatte Knecht Ruprecht mitgebracht. Und der Schwarzenberger betam auch ein. Rein Kind hat sich zu Beihnachten so gefreut wie dieser Mann über das gelbe Bändchen. Seine zahl: lofen Weihnachtspafete warf er aus wie ein Verrückter; dem Loni hing noch am andern Morgen ein zierlicher Karton Eiernudeln an dem Stiefelabsah. Seht mal den Schwarzenberger, er heult mie ein Kind," jagten sie... Profit, der Rum ist gut!" Dann schrieb er einen langen Heimatbrief, der gar kein Ende nehmen wollte.... Behn Jahre sind nun vergangen, wir fommen ja allmählich in die Jubiläen. Neulich traf ich den Schwarzenberger wieder. Berzeihung, den Herrn Schwarzenberger. Es war im Hotel einer Kleinstadt. Dort sah ich ihn vor einer Flasche Roten fizen. Schmerzen schien er nicht zu haben, die einstigen waren längst ver geffen. Es war übrigens ein ermählter Kreis um ihn, schöne Herren, noch schönere Damen. Frau Schwarzenberger war nicht zu verfennen, so ungefähr hatte ich sie mir vorgestellt. Mit der Anzahl der Flaschen stieg die Unzufriedenheit mit der bestehenden Staatsordnung. Man sprach ziemlich laut, so daß namentlich Herrn Schwarzenbergers Aphorismen meithin hörbar waren. lauter funtel nagelneue Weisheit: Ich jag's ja immer,' s Militär fehlt uns. ich wäre der erste, menn's mieder losginge; ja damals, mie mir draußen waren....
...
Prosit, mir wollen doch mal den Toni leben lassen von der 8 Gruppe!" rief ich plöglich aus meiner Gde. Herr Schwarzenberger mochte das als fanfte Handgranate empfinden. Er sentte den Kopf wie damals, ward auffallend still und rief nach dem Ober,
Bald hörte ich draußen ein Auto anfurbeln. Schwarzenberger fuhr von Patrouille heim. 2. B.
Die Ruhrmilliarden.
tos Cine Regierungserklärung über die Höhe.
Bolff- Bureau telft mit:„ Ein Berliner Blatt bringt ie feiner Abenbausgabe eine Darstellung über Goldmilliarden der Ruhrhilfstasse, in der von einem Geschent des Reichs noch vor den Millionenentschädigungen gesprochen wird. Hierzu fann folgendes festgestellt werden:
Die Hilfstaffe für gewerbliche Unternehmungen besteht seit 1919. Die ihr bewilligten Mittel sind jeweils im Etat des Reichswirtschafts minifteriums ausgewiesen worden. Der ursprüngliche Zwed der Hilfstaffe für gewerbliche Unternehmungen mar der, den Berken Mittel zur Verfügung zu stellen, um eine rasche Demobilisierung ju gewährleisten. In der Zeit des Ruhrkampfes erstreďte sich ihre
Das Kleine Theater führte gestern zu Ehren der Frau Gisela Werbezirk Frau Lohengrin" auf, eine dreiaktige Komödie Don Armin Friedmann und Friz Lunzer. Auch in diesem Stüd zeigt Friedmann sein Geschic, die pifante Eigenart des
patriarchalisch anmutenden jüdischen Milieus naturgetreu und gewertvolleren) Dr. Stieglig" gesehen haben. Es handelt sich um ftaltungsträftig zu schildern, wie wir es schon in seinem( ungleich die Ehe zwischen der ältlichen Rebekka und dem Habenichts Marfus, der als Tenor plötzlich zu Ruhm gelangt und sich nun seiner Frau und seiner Kreise schämt. Die Komödie ist nicht gedichtet, sondern verfertigt. Sentimentalitäten belasten fie derartig, daß sie fitschig wirkt. Der Abend wird aber dennoch zu einer höchst vergnüglichen Unterhaltung durch das ausgereifte können der Gisela Werbe. eine prachtvolle Type einer resoluten Frau hinlegte. Friz Streh= zirt, die für die Rolle der Rebella mit trockenem Wig und Verve len und Friz Schreder, der auch Regie führte, standen in der Charakterisierungskunst nicht nach. Eine Kinderrolle der Liselotte Krämer, die schon an anderen Bühnen unangenehm aufgefallen ist, mar faum erträglich. Der äußerst lebhafte Beifall galt der unper gleichlichen Gisela Werbezirk . Dgr.
der Prager Musitzeitschrift Der Auftatt" berichtet der Berliner Fund der ersten antifen Oper. In dem soeben erschienenen Heft Universitätsprofessor Dr. Hermann Reich von dem Funde einer alt ägyptischen Oper. Der Berliner Aegyptologe erflärt, es wäre für die Geistesgeschichte der Menschheit eine große Entdeckung gewesen, Fleden Behneja, bem hellenischen Oryrhynchos, gefunden wurde. als endlich die erste antite Oper in dem heutigen ägyptischen Dieser Papyrus und diese Oper entstammen dem zweiten Jahrhundert nach Chriftus, als schon längst nicht mehr die alten Pharaonen, auch nicht die griechischen Ptolomäer an ihrer statt in Aegypten regierten, sondern die römischen Kaiser. Das Tertbuch dieser erſten antifen Oper erinnert an Mozarts„ Entführung aus dem Serail ", soweit man es aus dem verstümmelten Papyrus erkennen tanu.
Lehrgänge zur Einführung in die deutsche Einheitsfurzfchrift. Das Bortragssaale im Auftrage des Reichsministeriums des Junern zwei Zentralinftitut für Erziehung und Unterricht veranstaltet in feinem großen weitere Sturie( 30. und 31.) zur Einführung in die deutsche EinheitsfurzSchrift. Ms Teilnehmer tommen Lehrkräfte Berlins und der näheren und lehrend weiter wirken tönnen. Kursus 31 beginnt am 17., Kursus 30 Umgegeno in Betracht, die bereits eines Kurzschrift- Systems mächtig sind am 16. Februar, nachm. 5% Uhr. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben, bie Lehrmittel werben toftenlos geliefert Weldungen und Anfragen zieds Teilnahme find an das Zentralinstitut für Erziehung und beschränkt Die Zulassung tann daher nur nach erfolgter Bestätigung der Unterricht, Potsdamer Str. 120, zu richten. Die Teilnehmerzahl ist Aufnahme erfolgen.
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Die Junge Bühne bringt Bankraz erwacht, oder Die Hinterwäbler", ein Stüd aus dem fernen Weften, von Karl Budmayer am 15., mittags 12 Uhr, im Deutschen Theater zur Uraufführung.
Der Sprechchor an der Universität Berlin wird am 22., vormittags eier veranstalten. Zum Vortrag gelangen u. a. Teile aus dem 11% Uhr, im Theater am urfürstendamm eine GoetheWestöstlichen Dipan"," Banbora, Faust I und II. Die fünstlerische Leitung liegt in Händen von Dr. Wilh. Levhausen.
In der Berliner Psychologischen Gesellschaft spricht am 12., abenb 8 Uhr, im Institut für praktische Psychologie, Kurfürstendamm 43, Sanitätsrat Dr. Flatau: Psychologie der Betrug saffären. Gäste wollen sich vorher bei Dr. Moll, Kurfürstendamm 45, anmelden.