Einzelbild herunterladen
 

Aus den Bezirken.

Bezirk Mitte .

In der Sigung der Bezirksversammlung Berlin- Mitte am Mitt­woch, den 11. Februar, stand die Wahl eines befoldeten Stadtrats auf die Tagesordnung. In geheimer Sigung und nachfolgender ge heimer Abstimmung wurde die Wahl eines befoldeten Bezirksamts mitgliedes vorgenommen. In der Stichwahl wurde unser Ge­noise Herrmann, bisher unbesoldeter Stadtrat im Bezirksamt mitte, mit 33 Stimmen gegen 32 Stimmen zum besoldeten Stadtrat gewählt. An­scheinend haben noch einige Bürgerliche außer dem Zentrum für unseren Kandidaten gestimmt, da die Kommunisten wie überall der Parole ihrer Zentrale folgend auch hier wohl gegen unseren Genossen gestimmt haben. Die übrigen Beratungsgegenstände nahmen das Interesse der Bersammlung weniger in Anspruch; insbesondere die Etatberatung verlief ruhig. Bei der Vorlage über den Bau eines Wohnhauses in der Gartenstraße, das vom Bezirksamt Mitte mit Hilfe von Ablösungsgeldern und Hauszinssteuerertrag ers richtet wurde, bemängelte die Rechte, daß die Versammlung nicht Dorher befragt worden sei. Demgegenüber tonnte mit Recht darauf hingewiesen werden, daß es wichtiger war, die milde Witte­rung auszunuzen und etwa 30 Wohnungen herzustellen, die zu normalen Breifen den Wohnungslosen, die zunächst berechtigt find, überlassen werden.

Bezirk Spandau .

Hier

STADTE

BEILAGE

RR

VORWARTS

Die Wohnungspolitik der Stadt Berlin .

Eine Eingabe der Gemeinnützigen Baugenossenschaften.

Eine Ronferenz, die von den gemeinnügigen Bau-| genossenschaften vor etwa 14 Tagen einberufen worden war, und die sich mit der Wohnungspolitik der Stadt Berlin beschäftigte, hat diese Genossenschaften nunmehr veranlaßt, in einer längeren Eingabe an den Magiftrat die Schäden, die aus einer ver. tehrten Wohnungspolitit erwachsen, darzulegen. Der Eingabe, die allen Stadtverordnetenfraftionen zugegangen ift, entnehmen wir folgendes: Die gemeinnützigen Baugenossenschaften haben im Jahre

1924 den

Bau von 1100 Wohnungen

Die gleiche Wohnung toftet jedoch heute 14 000 m. und, wenn man den Grund und Boden dazu rechnet, etwa 16 000 m. Trog der noch geltenden günstigen Bauverträge, die die Genossenschaften mit Bau­fitmen abgeschlossen haben, muß für eine solche Wohnung eine Jahresmiete von rund 1000 m. gefordert werden. Aus dieser Auf­stellung geht hervor, daß eine Wohnung von zwei Zimmern, Kammer und Wohnküche pro Quadratmeter der Wohnfläche etwa 15 M. Miete erfordert. Dieser Preis erreicht aber bereits die doppelte Friedensmiete. Nach den gegenwärtigen Baupreisen und den gegenwärtigen Finanzierungsmöglichkeiten wird man Wohnungen für Minderbemittelte" nur zur

dreifachen Friedensmiete begonnen. Die Finanzierung der Bauten schien völlig gesichert, erbauen tönnen. Die Eingabe, die den geradezu tatastrophalen zumal die Gewährung verhältnismäßig preiswerter Hypothefen zur Stand der gemeinnüßigen Bautätigkeit zeigt, schließt mit der Fest­Deckung der Reftfinanzierung in Aussicht gestellt war. Die Finan Deckung der Reftfinanzierung in Aussicht gestellt war. Die Finansstellung, daß unter den geschilderten Verhältnissen die Baugenoſſen­zierung der Bauten erfolgt gegenwärtig nur bis zu 50 Proz. aus öffentlichen Mitteln. Der Rest der Baufosten muß durch Bauchaften ihre Aufgabe, Wohnungen für Minderbemittelte zu bauen, to stenzuschüsse der Mieter und durch Gelder aufgebracht nicht erfüllen fönnen. Bei den Behörden ist irgendein Entgegen­tommen nicht zu finden. Es foll fogar vorgekommen sein, daß der werden, die dem öffentlichen Kapitalsmartt zu entnehmen sind. Die Bangenossenschaften stehen jetzt vor der Unmöglichkeit, billiges Steuerfistus einer Genoffenschaft die Gemeinnüßigkeit aberkannt hat, weil sie der hohen Baufoften wegen für Miderbemittelte teine Hypothekentapital aufzubringen. Zudem verschlingt die feit dem Wohnungen herstellen fann. Die Baugenossenschaften richten des­Ditober v. J. eingetretene Breissteigerung der Bau. Wohnungen herstellen tann. materialien ganz erhebliche Summen. Die Eingabe fährt dann halb an den Magistrat die dringende Bitte, ihnen fort: Dadurch, daß die Richtlinien des preußischen Wohlfahrts minifteriums es der Stadt Berlin unmöglich gemacht haben, die auszinssteuerhypothet pro Wohnung in Sonder fällen zu erhöhen, wurde der größte Teil der Mittel aus der Hauszinssteuer an Bauunternehmer und Bauinteressenten gegeben, die nicht für Minderbemittelte, sondern für begüterte Boltstreife Wohnungen erbauten. Diese Bauunternehmer waren aber auch in der Lage, das in geringerem Umfange zur Verfügung stehende Privathypothefenfapital an sich zu ziehen.

Der Wahlerfolg vom 7. Dezember hat uns gezeigt, daß die von uns eingeschlagenen Wege richtig sind. Sinngemäßes Zusammen­arbeiten des Kreisvorstandes, der Bezirksverordnetenfrattion, sowie sämtlicher Funktionäre zeigte hierbei volle Harmonie. Gewiß zeigten Debatten oftmals Meinungsverschiedenheiten, aber stets war man bereit, der Sache zu dienen und den Gedanken des Sozialismus zu fördern. Leider ist in Spandau die Saalfrage schwierig, da Säle nur sehr schwer und nicht in jedem Stadtteil zu haben find. Zweifel. los find öffentliche Bersammlungen, die man in die einzelnen Stadt­teile legen kann, von Vorteil, der sehr wesentlich ist. Die Arbeiter Spandaus zeigen oftmals eine gewiffe Bequemlichkeit, die sich schlecht mit ihren dürftigen Lebensverhältnissen vereinbaren laßt. haben mit anertenneswerter Freubigkeit unsere Genossinnen und Ge noffen eingesetzt und in der korrekten Flugblattverbreitung Beacht liches geleistet. Ein besonderes Kapitel ist eine gewiffe Unbeständig feit der Arbeiterschaft im Bezirt. Die Mehrzahl besteht aus ehe­maligen Staatsarbeitern, politisch wenig gefestigten Bolfsgenossen. Trotzdem zeigten unsere Bersammlungen einen Maffenbesuch Gelbit die Versammlungen in unferem ländlichen Bezirk waren erfolgreich. Trog der wirtschaftlich schlechten Zeit sind nach Berichten die Abtei Lungsabende zufriedenstellend besucht. Das trifft auch auf die vom Kreisvorstand einberufenen Mitgliederversammlungen zu. In der Mitgliederversammlung vom Januar, wo Genoffe Artur Richter über die politische Lage" sprach, war mandje wertvolle Anregung zu buchen. Am 18. Februar fprach hier Genoffe Clajus über die Arbeit unserer Genoljen im Stadtparlament". Troß beinahe zmei­ftündigem Referat teine Ermüdung, was etwas heißen mill. Die Aussprache war rege und gab manchen Aufschluß über die Span batter Berhältniffe. Cine gefchicte Rommunalpolitif unserer Be noffen fann und wird noch pieles erzielen. Ein vorgesehener Be richt der Bezirksverordnetenfraktion mußte der vorgeschrittenen Belt halber zurückgestellt werden. Die Werbearbeit unserer Frauen ift ebenfalls im Kreise Spandau eine sehr fördernde und verdient alle Anerkennung.

15. Berwaltungsbezirk( Treptow ).

Die Ziegelpreise wurden 3. B. vom Juli 1924 bis zum Februar d. 3. von 14 M. auf 45 m. erhöht.

geringverzinsliche Hypothekengelder in solchem Ausmaß zur Ber­fügung zu ftellen, daß es den minderbemittelten Wohnungslosen ermöglicht wird, die Mieten aufzubringen. Gleichzeitig wird darum gebeten, die Berzinsung und die Tilgung der Hauszinshypothet so lange auszusetzen, bis auf dem Berliner Bau- und Geldmarkt wieder normale Berhältnisse eingetreten sind.

Die

fozialdemokratische Stadtverordneten­frattion hat einen diesbezüglichen Antrag eingebracht, der in der nächsten Sizung behandelt werden wird. Sollte dem Verlangen der Baugenossenschaften und auch unserer Fraktion von der bürgerlichen Mehrheit des Stadtparlaments nicht in dem gewünschten Umfange entsprochen werden, so ist mit aller Bestimmtheit damit zu rechnen, daß die Baugenossenschaften den Bau von Wohnungen gänzlich ein­

Ueber die Baupreise, wie fie fich für die Herstellung des einzelnen Kubikmeters umbauten Raumes ergeben, macht die Eingabe inter effante Angaben. Am Beginn des vorigen Jahres stellte sich der Preis auf 25 M. Gegenwärtig ist unter 35 M. feine Wohnung herstellen müssen. Unterschrieben ist die Eingabe von 14 der größten zustellen. Die gemeinnüßigen Bauten wurden durch verzögerte Aus ftellung der Ansiedlungsgenehmigung, der Baupläne ufw. in die Beriode der Breissteigerung hineingezogen. Zu Beginn der Bauten fennte auf Grund der Baupreise im Auguft v. J. eine Wohnung von 65 Quadratmeter Bohnfläche für 10 000 m. hergestellt werden.

Kulturarbeit im Norden.

Während der Norden und Nordwesten des Bezirks Reinidendorf Don Hermsdorf, Frohnau bis Tegefort, Saatmintel zu den schönsten Tellen der Berliner Umgebung gehören, entbehren der Süben und Südwesten des Bezirks, namentlich die Ortsteile Reinidendorf und Wittenau , jedes landschaftlichen Reizes. Diesem Mangel in groß. Bligiger Weise abzuhelfen, hat sich das Bezirksamt vom Beginn feiner Täfigfelt an zum Ziel gelegt. Die Pläne stehen munmehr

Heiligent See

hnau

Frohn

Vorhandene und geplante Grünanlagen

im Bezirk Reinickendorf . Forhandene Grünanlagen

Geplante Grünanlagen Fließtal

Flick

-1

Hermsdong

Fließ

Gem

Witte

neu

see

Segeler

Fremmener Ban

Tegel- Forst

erwa

Mit vollem Recht ertlärte unser Frattionsredner anläßlich der Etatberatung in der Bezirksverordnetenversammlung, daß es in erster Linie das Verdienst der Sozialdemokratie fei, menn heute wieder im Reich, in den Ländern und Kommunen eine gesunde Etatwirtschaft, auf Goldmart basierend, Plag gegriffen hat. Und wir haben auch gegenwärtig allen Anlaß, dieses immer wieder in aller Deffentlichteit zu betonen. Wenn noch im Oktober 1923 bie Etataufstellung für 1924 ein Jonglieren mit unmöglichen Zahlen darstellte, so ist demgegenüber für das Rechnungsjahr 1925 ein in Einnahmen und Ausgaben fest umriffener Etat geschaffen worden. Etat oder Bedarfanmeldung? Lezteres ist wohl die zu treffendere Bezeichnung. Nicht mehr wie in den früheren Jahren die Einzelgemeinden braucht sich heute der einzelne Berwaltungsbe zirk resp. die Bezirkskörperschaft Kopfzerbrechen über die Dedung eiligen- aue des eigentlichen Bedarfs zu machen. Und doch wird man von den Bentralinstanzen Groß- Berlins erwarten dürfen, daß bei der Etat. aufstellung bzw. Bedarfsanmeldung der Bezirke der Finanzlage Groß- Berlins Rechnung getragen wird. Andererseits wird sich aber bie Zentralverwaltung bei Prüfung der Bedarfsanmeldungen der Berwaltungsbezirte vor Schematisierung hüten und die Struttur, Bevölkerungsziffer, soziale Lage der Einwohnerschaft der einzelnen Bezirke, ausgiebig berücksichtigen müssen. Die Kriegs- und die nun hinter uns liegende. Inflationszeit, das zeigt sich nur zu deutlich, hat in den Bezirfen mit einem großen Prozentsah Minderbemittelter viel größere Bunden hinterlaffen als in denen mit einer verhältnis mäßig starten, sozial gehobenen Schicht. Diese Bezirke find größten teils identisch mit denen, die sich heute aus den schon früher finanziell schwachen und am wenigsten leiftungsfähigen Einzelgemeinden zu­fammensetzen. In der Borzeit ift gerabe hier vieles im Interesse der Allgemeinheit Liegende aus vorhergehenden Gründen unterlassen worden. Es war nun aber einer der leitenden Gedanken der geisti gen Bäter des jeßigen Groß- Berlin, diese Schäden allmählich zu beheben, einen notwendigen Ausgleich in der Einheitsgemeinde zu fchaffen. Die Erhöhung der Ausgaben des 15. Bezirks auf 9 834 240 M. für 1925 gegenüber zirfa 5% Millionen für 1924 feßte in der Bezirksversammlung einzelne Mitglieder derselben zu nächst in Erstaunen. Nach der Einbringung des Etats war es der Demotrat Schaaf, der sich gegen diese Erhöhung erging. Unsere Fraktion, die selbstverständlich ein startes Interesse an einer forretten Durchberatung hatte, stellte den Antrag, im Rechnungsausschuß den Etat einer fachlichen Nachprüfung zu unterziehen. In zwei Sigun gen, in welchen wie immer, wenn es sich um fachliche Arbeit handelt, Die Kommunisten fehlten, tamen die Parteivertreter zur übereinstimmenden Erkenntnis, daß der Etat von dem Bezirksamt, das mit zwei Ausnahmen von Genossen besetzt ist, und den Deputa tionen in mustergültiger Art, den Verhältnissen unseres Bezirks Rechnung tragend, aufgestellt worden ist Sollen die Bedürfnisse im neuen Gtatjahr nur einigermaßen befriedigt werden, soll weiter nur ein fleiner Prozentjag der vorher erwähnten Schäden behoben werden, dann dürfte nicht eine einzige Mart gestrichen werden. Einstimmig empfahl der Rechnungsausschuß die Annahme des Etats. Gesagt muß werden, daß unsere Fraktion bei allen Be ratungen in vorbildlicher Form aufzeigte, wie man im Intereffe der Bevölkerung positive, prattische Arbeit verrichtet. Kamen die Ber treter der bürgerlichen Parteien über allgemeine Redensarten und Nörgeleien nicht hinaus, jo erlaubten sich die Kommunisten das Ber gnügen, den Etat abzulehnen, was bewies, daß sie den Etat weder richtig gelejen noch verstanden hatten.

Rosenthal

Nordbahn

Reinicken

Ju

dorf

Schiller

gemeinnützigen Baugenoffenschaften, unter denen sich auch die Deutsche Wohnungsfürsorge A.-G. für Beamte, Angestellte und Arbeiter" befindet, die bekanntlich im engsten Zusammenarbetten mit den freien Gewerkschaften steht.

Bollendung nicht nur dem Bezirt Reinidendorf, sondern auch der ganzen Stadt zur 3ierde gereichen; fie werden allen Be­wohnern von Reinidendorf und Wittenau eine leicht erreichbare Gelegenheit zur Erholung gewähren.

Jmmer noch kein Ortsstatut für die Berufsschule. Drei Bezirke ohne Berufsschulpflicht für Mädchen! Bor ber Gründung Groß- Berlins herrschte auf bem Gebiete bes Fortbildungsschulmesens ein müftes Durcheinander. Jede größere Gemeinde hatte ihr besonderes Ortsftatut. Mehrere Weinere Gemeinden hatten bie Schulpflicht überhaupt noch nicht eingeführt. Aber auch in größeren Gemeinden, wie eutölln, Tempel. hof, Behlendorf , bestand noch teine Berufsschul­pflicht für Mädchen. Bei Schaffung der Gesamtgemeinde follte biefer unerträgliche Zustand beseitigt werden, aber bis auf den heutigen Tag besteht er noch unverändert fort. Die städtischen Körperschaften haben schon mehrmals ein neues Drtsitatut beraten, das einheitlich die Schulpflicht für Jünglinge und Mädchen regeln follte. Zur Einführung ist es aus meist recht unerheblichen Gründen noch nicht gekommen. So hat sie der Bürgerblock im Roten Hause eine geraume Zeit hindurch deswegen verzögert, meil er die Bildung einer besonderen Deputation für Berufs- und Fachschulen verlangte. Dies Ziel hat er nun erreicht, das Ortsstatut ist troßdem immer noch nicht da. Es muß mit größtem Nachdruck eine Beschleunigung diefer Angelegenheit verlangt werden, damit wenigstens zum 1. April die Errichtung von Mädchenberufsschulen in den drei noch fehlenden Bezirken Neukölln, Tempelhof , Zehlendorf gesichert wird und zugleich auch die Reorganisation der anderen Berufsschulen nach einem ver­nünftigen Plan durchgeführt werden kann.

Neue Stadträfe. Der Dberpräsident der Broving Brandenburg poze unb von Berlin bat unter dem 8. Februar 1925 die Wahl des Filialleiters Mar John zum unbefoldeten Stadtrat int Bezirksamt openid für den Neft der Wahlzeit des früheren Stadtrats atrodi und unter dem 6. Februar 1925 die abl des Bezirksverordneten Kaufmann Paul Sauerwald in Berlin Samargendorf zum unbefoldeten Stadtrat des Bezirke amies Berlin Wilmersdorf für den Nest der Amtszeit für ben verstorbenen Stadtrat Seenemann bestätigt.

unmittelbar vor der Bollendung. Ein etwa 8 Rilometer langer, 100 bis 300 meter breiter Grünftreifen soll sich in wechselnder Breite durch den ganzen Bezirt stehen. Der Grünftreifen soll in der Nähe des Schloßpartes Schönholz an die dort geplanten Pantower Grünanlagen anschließen, füdlich der Kremmener Bahn bis zur Dalldorfer Jrrenanstalt verlaufen, dann sich nach Nordwesten wendend unmittelbar westlich des alten Dorfes Mittenau, weiter hart westlich von Waidmannslust , hier das hübsche Steinberggelände einschließend, seinen Fortgang nehmen, das Hermsdorfer Flies erreichen und nördlich desselben in der Nähe des Dauerwaldes bei Hermsdorf sein Ende finden. Auf diesen Grünstreifen soll in der Nähe des Bahnhofs Reinickendorf ein zweiter Grünstreifen stoßen, der, von Süden fomninend, feinen Ausgangspunkt an den Anlagen am Schäferice nehmen foll. Die Anlagen am Schäferfee follen( päter auch durch einen Grünftreifen mit dem Schillerpart in Verbindung gebracht werden. Die Aniagen am Schäferfee sind bereits in der Inflationszeit ge schaffen worden. Für die große Querpromenade durch den ganzen Bezirk ist es in überraschender Weise in den letzten fünf Monaten gelungen, das gesamte erforderliche Gelände teils im Wege des Kaufes oder Tausches, teils unentgeltlich zu erwerben. Einen Teil, nördlich der Irrenanstalt Dalldorf, besigt die Stadt Berlin bereits seit längerer Zeit.

Die Bezirksnachrichtenstelle Spandau feilf mit, daß der näcke Vorleseabend der Stadtbücherei aus Kolbenbehere Werfen erst am Donnerstag, den 26. Februar, stattfindet.- Am Donnerstag, den 5. März, Iteft die bekannte märfiiche Dichterin Jna Seibel aus ihren eigenen Werfen; am Donnerstag, den 12. März, Dr. Gustav Manz aus Edda " und Nibelungenlied".

N

Wilhelm Gaßmann, einer unserer Alfen. ist von uns gegangen. Genoise Gagmann hat im Alter von 67 Jahren feinem Leben frei­willig ein Ende gemacht, nachdem er feit der Inflationszeit ständig mit Rot und Entbehrung zu fämpfen hatte. Er ift insbesondere den Parteigenossen bes früheren 6. Wahlfreifes als Vorwärts" Spebiteur in der Gegend des Gesundbrunnens und den Genoffen des jegigen 19. Streises befannt. Er war lange Zeit Gemeinde­vertreter in Bankow und als solcher befonders während des Krieges mit großem Eifer für die Sache der Arbeiterschaft tätig. Auch fonit hat er in feiner mehr als 40 jährigen Zugehörigkeit zur Bartei für die Jbeen des Sozialismus gewirkt. Während der Inflation verlor er seine Griparniffe: dieser Umstand in Ver bindung mit einer anhaltenden Krankheit veranlaßten ihn, den Freitob au wählen. Die Barteigenoffen werden ihm stets ein ehrenbes Andenken bewahren.

Ostar Sander gefforben. Dieser Tage berffarb plöglich unser alter, langjähriger Parteigenoffe Dstar ander, Atchtenberg, Rietzer Weg 6. Gen. Sander ſtand im 75. Lebensjahr und war seit 30 Jahren in ber Partei organisiert, ebenfolange war er Mitglied im Zentralverband der Simmerer. Bon 1908 bis 1918, bertrat or bie 3ntereffen der Arbeiterfchaft als Stadtverordneter in Lichtenberg . Die 119. Abteilung besonders ver fiert in Dstar Canber einen Barteigenossen, der took eines Allers an allen Beranstaltungen der Partei teilnahm

Die Ausarbeitung der gartentechnischen Pläne ist dem Garten­direktor Brodersen übertragen. Durch die Gewinnung dieses er hervorragenden Fachmannes ist die fünstlerische Ausgestaltung ber Anlage verbürgt. Das Bezirksamt hofft diese Pläne bereits im nächsten Jahre zu verwirklichen. Die Bartanlagen werden nach tyrer