für jeden Deutschen ohne Hirterfchied der Partei die Entscheidung leicht. Sie selbst verdanken es ja der demokratischen Staatssorm, dah Sie als Wähler einwirken können auf die Gestaltung der deut- scheu Schicksale. Sie haben damit keine geringe Macht, aber auch keine geringe Verantwortung. Bis in Ihr eigenes Privatleben hin- cm. in die Zukunft Ihrer Kinder wird die Entscheidung«ingreisen. die Sie als Wähler Men. Lassen Sie sich also nicht durch Schlag- worte zu einer unüberlegten Entscheidung hinreißen. Lassen Sie sich nicht durch blpße Stimmungen hinwegtäuschen über die sehr ma< terielle Verantwortung, chie Ihnen das Wahlrecht zuschiebt. Der über Deutschlands Zukunft mit heißem herzen, aber gleichzeitig mit kühlem Kopf sich eine Meinung bilden will, wer über diese Zukunft ernsthast zu Ihnen sprechen will, der kann keine berauschenden Worte sagen. Er kann nur wiederholen, daß wir die Gegensätze ausgleichen müssen. Das gilt vor allem auch auf k o n f e f s i o n e l.l e m Gebiet. Die Politisierung der konfessionellen Gegensätze war einer der schwersten Fehler der Vorkriegszeit. Das neue Deutschland hat sich bemüht, diese Frage» au s z u s ch a l t e n. Der Geist des Zwiespalts ist nicht der natürliche Geist des deutschen Volkes. Das hat sich in den Auausttagen.des Jahres 1914 gezeigt, in den Jahren des großen Krieges, als deutsche Söhne ohne Unterschied der Weltanschauung für das Vaterland ihr Leben opferten. Die übergroße Mehrheit unsere« Volkes will in besonnener Arbeit neue Wege gehen, zu neuen Zielen für Deutschland und für Europa . Ich grüße-Ine glücklich« Zukunft Deutschlands . Begeisterter Empfang in Nürnberg . Dürnberg. 24. April. (Eigener Drahtbericht.) Der Präsident- schoftskandidat des Volksblocks wurde hier am Freitag von der Nürnberger Bevölkerung mit großem Jubel empfangen. Trotzdem die Polizei Kundgebungen verboten hatte, fanden sich auf dem Bahnsteig mehrere hundert Reichsbannerleute ein. Vor dem Bahnhof erwartete ihn eine tausendtöpfige Menge aus allen Schichten der Bevölkerung, die den Präsident- schastskandidaten herzlich willkommen hieß. Als Marx dann zum Empfongslokal den Bahnj>ofsplatz überschritt, wurde er von allen Seiten mit Hochrufen begrüßt. Im Versammlungelokal hielt der Abgeordnete Genosse Vogel an den Reichskanzler a. D. Wilhelm Marx eine Ansprache, in der er besonders darauf hinwies, daß man Marx in L a y e r n in der republikanischen Bevölkerung und in den arbeitenden Schichten so sehr begrüße, weil er das Vertrauen des ganzen Auslandes sich errungen habe. Namentlich drei Fragen seien es, die am Sonntag durch die Wahl zur Entscheidung ge- bracht würden, und zwar: Republik oder Monarchie? Wiederaufbau od�r dauernde Wirtschaftskrise? Langwähre„der Frieden oder baldiger Revanche« krieg? Am Sonntag werde dos republikanische Bayern seine Stiinme für die Crstarkung des republikanischen und sozialen Ge- danken«, für die Friedensbereitschaft Deutschlands und für die För» derung des Wohlergehens der Bürger unserer Republik abgeben.— Dann nahm Marx, lebhaft begrüßt, das Wort. Er führte u. o. aus: Ein Volksfeind ist. wer seine Mitarbeit im neuen deutschen Volksstaate versagt. Seien wir stolz darauf, daß nunmehr wieder der Gedanke eines großen, geeinten, die Brüder und Schwestern Deutsch äst erreich? umfassenden Deutschlands in unserem Volke wach geworden ist. Bismarck hat die Lösung der deutschen Frage ohne Deutschösterreich versucht: sein Werk brach zusammen. Heute sind wir berufen, die deutsche Frage im großdeutschen Sin/ie zu lösen. Gerade das katholische Bayerst hat hier seine große staatspolitische Aufgabe. Kein Stand dünke sich mehr zu sein, aber auch kein Land erstrebe wieder die Vormachtstellung vor den übrigen. In der Freiheit und Einigkeit liegt unsere. Zu- kunft. Schwere Opfer hat der Krieg und der Vertrag von V e r- I a i ll e s unserem Volke auferlegt. Unsere Ehre ist uns geblieben. Sie weiter zu tragen durch all die Opfer und Entbehrungen unserer Tage ist höchste politische Aufgabe jedes Staatsmannes. Und letztes Ziel deutscher Politik ist die Freiheit unseres Volkes, die Achtung Deutschlands in der Welt und das friedliche Zu- fammenleben der Völker untereinander. Diesem Ziele dienen all unsere Opfer. Diesem Ziele gilt mein Arbeiten.
politische Aphorismen. Es ist höchst seltsam, daß die monarchischen Parteien bisher noch nie auf den Gedanken gekommen find, das monarchistische Prin- zip in ihren eigenen Organisationen durchzuführen, wenn sie so über- zeugt sind, daß es das idealste, nonplusultraste»st. Sic sollten doch also, da sie es anderen, die weniger davon überzeugt sind, auf- zwingen wollen, das Experiment zunächst bei sich machen und sich einen Parteierbkönig wählen mit genau den Befugnissen innerhalb der Partei, wie sie dem monarchischen Staatsober- Haupt geben wollen. Denn sich irgendeinen Ehrenvorsitzenden zu wählen, der nichts zu sagen hat, ist feine Kunst und verpflichtet zu nichts. Dann könnte man wenigstens auch sehen, wj« ernst es ihnen mit ihrer monarchischen Gesinnung ist. Solange sie das nicht zeigen, sind sie auch keine prinzipiellen Monarchisten. Selbst einen erblichen Ehrenvorsitzenden haben sie sich noch nie gewählt, und sie werden ja wissen, warum nicht. Schade insofern, als abgedankte Häupter darin doch einen Beruf finden könnten. Kein Fachmann ist auf seinem Gebiet für eine Monarchie. Dann würde ev der Akademie der Wisienschaften einfallen, sich eine erbliche Dynasti» zu wählen? Warum wählt eine Universität sich nicht eine Rektorendynastie? Noch nie ist ein„deutscher Mann' auf so«inen Gedanken gekommen. Große Industriewerte sind in Üblichem Be- sitz, aber nie in erblicher Leitung durch Jahrhundert« hindurch. So etwas gibt es höchsten« im Kleinbetrieb, aber nicht au» Prinzip. Besitz und Pctriebsform sind eben zweierlei Dinge. Monarchie fetzt die Fiktion des Besitzes des Monarchen am Staate voraus: wo diese Fiktion unlebendig wird, ist die Monarchie im Grunde wurzellos und die Dynastie eine privilegierte Familie, weiter nichts. Merkwürdig ist es, daß die jetzigen Monarchisten selbstverständlich ihren ersten König wählen wollen. So entsteht doch keine gotigewollle Monarchie von Gottes Gnaden. Sondern die Mon- archisten degradieren mit ihrer Wahl den König zu einem lebenslang- lichen Präsidenten mit legitimer Erbfolge und schaffen keine Dy- nastie, sondern eine Präsidentie. Sicherlich wird niemand behaupten können, daß die Form einer Republik ohne weiteres als Form schon das Glück eines Volles ver- bürge, aber umgekehrt ebenso wenig, daß eine Monarchie selig mache. Beispiele liegen auf den Gassen der Geschichte. Immer kommt es auf die Menschen an. das sagt jeder. 2lber wenn es darauf ankommt und die Menschen etwas taugen, so wird sich Erblichleit des Präsidenten ebenso wenig empfehlen wie Erblichkeit der Leitung bei einer Akademie der Wissenschaften oder einem großen Unternehmen. Und wenn die Menschen nichts taugen, so ist Hopfen und Malz über- Haupt verloren. Es ist-in Leiden, daß der Begriff der Politik im Machtbegriff gesucht wird. So will denn jeder herrschen, und die Staatsform wird zum Mittel degradiert, um da« mau kämpft. Jeder Ml jtmax Bot«
tziaüenburgs Rede. Die Rede, die Generalfcldmarschall v. Hi n d e n b u r g am Frei- tag abend durch den Rundfunk gehallen hat, hat folgenden Wortlaut: Wenn ich mich heute in letzter Stunde vor dem Wahllage noch einmal, wenn auch nicht von Anaesicht zu Angesicht, so doch mündlich an weite Kreise unseres deutschen Volkes wenden kann, so ist es mir eine freudige und gern erfüllte Pflicht, zunächst ein Wort herz- lichen Dantes zu sagen. Dieser Dank gill den vielen Tausenden aus allen Gauen unseres Vaterlandes, aus allen Berufsständen und Parteien, die mir in den letzten zwei Wochen mündlich oder schrift- lich so freundliche und warme Wort« der Zustimmung und des Der- trauens gesagt haben. Aus allen diesen Kundgebungen weht mich jener Geist an, der unser Volk in seinen schwersten und größten Zeiten beseelte und unüberwindlich machte, der Geist des Willens zur Einigkeit und zum Weiterleben als Nation und Staat. Die letztea Zahrc haben leider nur immer Trennendes und nicht Einigendes gebracht. And doch tut unserem Volke nichts so uot al, Einigkeit. Wir dürfen der Well nicht länger das Schauspiel bieten, daß wir uns in inneren Streitigkeiten verzehren und dadurch uns selbst die Möglichkeit nehmen, im Kreis- der Völker unsere Pflichten gegen die Menschheit zu erfüllen. Durch die deutsche Politik der letzten Jahre geht em Zug müder Resignation. Dem deutschen Volke ist der Glaube an sich selbst verloren gegangen. Wir dürfen uns aber dieser Stimmung des Ver- zichts nicht hingeben. Im großen Wettstreit der Völker um die För- derung und Veredelung der Mens�beit darf keine Aallon freiwillig ihren Platz verlassen. Wenn die Welt von den furchtbaren Folgen des Krieges endlich und dauernd erlöst werden soll, so geht es nicht länger an, daß Deutschland glaubt, von der Gnade der anderen Völker und Staaten leben zu können. Wir wollen die Kräfte der Nation sammeln und einsetzen, um durch diese wieder hochzukommen. Deutschland ist in der großen Entscheidung des Weltkrieges unterlegen. Das deutsche Volk ist entschlossen, dieser Tatsache Rechnung zu tragen und ihre Folgen auf sich z>' nehmen bis zu der Grenze, die durch die unbedingten Lebeasnotwendigkeiken feiner selbst gezogen ist. Aber ebensowenig wie unser Volk auf die Dauer der Kostgänger der Welt sein darf, wollen wir dauernd Sklaven sein. Durch die internationalen Vereinbarungen des letzten Jahres ist«ine Grund- läge gefchaffen, auf der versucht werden muß, den Verpflich- tungen Deutschlands aus dem verlorenen Kriege g« r e ch t z u w e r d e n. Die Zukunft wird zeigen müssen, ob diese Grundlage für die Dauer brauchbar und für Deutsch - land tragbar ist. Erweisen sich im Verlaufe der kommenden Jahre die übernommenen Verpflichtungen als undurchführbar, so werden wir in friedlichem Zusammenarbeiten mit den anderen Nationen nach besseren Lösungen zu suchen haben. Wenn bei allen Völkern der Erde ruhige Ueberlegung und Gewissen wieder zu ihrem Recht kommen, wird und muß es möglich sein, in fried- licher Vereinbarung Lösungen zu finden. Da» deutsch « Volk hat dl« 'Schrecken des Krieges und feiner Drückungen auf alle Volkskreif« so hart wie kaum ein anderes empfunden. Ich selbst habe in meiner Jugend auch diese Seite des Krieges kennen gelernt und sie im vorgerückten Lebensalter mit der ganzen Schwere ihrer besonderen Verantwortung auf mir lasten gefühlt. Ick> erkläre vor der ganzen well, daß es Immer mein heiligstes vestreben fein würde, neue kriegsfchrecken fernzuhalten vnd den Kriegsopfern der Vergangenheit nach Kräften zu helfen. Dies Ziel werden wir dann am sicher- ften erreichen, wenn wir den anderen Nationen das Bild eines Volkes zeigen, das die harte Not der Zeit zu wahrer und innerer Einigkeit zusammengeführt hat, das Bild eines Volkes, das ent- fchlossen ist, in Arbeit und Sparsamkeit, in Ehrlichkeit und Gott- vertrauen zusammenzustehen, einer dem anderen zu helfen, nach besten Kräften die Lasten zu kragen, einig zu sein in der Hingabe an das große Ganze, nicht nur nach Rechten, sondern zuerst nach Pflichten fragend. Auch ich werde so handeln und erkläre daher endgültig alle etwa auftauchenden Gerüchte über mei- nen Rücktritt von der Kandidatur für falsch. So soll denn unter uns allen ein edler Wettstreit entbrennen, welcher Deutsche, welcher Stand oder welcher Gau am treueestn und auf- opferndsten für die Gesamtheit arbeitet. In diesem Sinne unserem Volte, wenn es mich an feine Emtze benifen fallt«, als Führer zu dienen, würde meine heiligste Aufgabe sein! Als Hindenburg feine Rede beendet hatte, ertönte nach kurzem Atemholen ein tiefer Seufzer der Erleichterung: — So—.
teil und zu diesem Zweck die„Klinke der Gesetzgebung' in der Hand haben. Deshalb verdirbt ffcilitit so leicht den Charakter, oder man könnte sagen: solche Politit setzt verdorbenen Eharakter voraus. Politik in hohem Sinne aber geht auf Lebensgestaltung der Gemeinschaft, in der jeder vollberechtigte» Glied i st, das Anspruch hat auf Glück. Hierzu das jeweils geeignete Mittel zu fein, Ist die Aufgabe jeder Staatsform. Da» hat unübertrefflich Lassalle formuliert. Seltsam ist es. daß viele, die das menschliche Leben unter diesem Gesichtspunkt« faßten, so leicht den Staat überhaupt ablehnten und im Grunde zur Glücksanarchie kamen. Denn in der Tat: die Mensch- heit, die in der Staatsorganisation mit Lassalle das Mittel gegen- seitiger unendlicher Förderung sieht und in diesem Sinne den Staat ausbaut, die muß wohl erst noch geboren und erzogen werden. Das aber wäre eine groß« Aufgabe gerade der republikanischen Staatspoltit selber. A. S. Ö)!c üer Entfessetungstünstler Meöien entlarvt. Da die Medien sich nicht selten aller möglichen Trick» bedienen, um den Verkehr mit der Geisterwelt vorzutäuschen, so ist der Taschen- spieler, der solche Kunststücke berufsmäßig ausübt, ein besonders wertvoller Fachmann, um Betrüger zu entlarven. Der bekannte Cntfesselungskünstler und Taschenspieler Harry Houdini hat sich nun in neuester Zeit mit Eifer der Aufgabe gewidmet, den Machenschaften einzelner Medien auf die Spur zu kommen, und seine Erfahrungen in einem interessanten Buch„Ein Zauberer unter den Geistern' niedergelegt. Er erzählt hier von seilen Erlebnissen mit zahlreichen Spiritisten und Medien, und von besonderer Wichtigkeit sind sein« Angaben über die Brüder Davenport. die eine gewisse Berühmtheit durch die Versuche erlangt haben, die der Astrophysiker Professor Zöllner seinerzeit in Leipzig mit ihnen vornahm. Erastus Davenport hat Houdmi selbst gestanden, daß alles auf ganz natürlich« Weise zugegangen sei, und ebenso machte ihm ein anderes vielgenanntes Medium. Henry Slade, das Geständnis, daß er Zöllner durch alle möglichen Tricks betrogen hybe. Vor einiger Zeit hat Haudini das Medium Eva C. entlarvt, indem er nachwies, daß dieses Mediuni Substanzen, die sie nachher als.Ektoplasma' herausbrachte, vorher im Munde verschwinden ließ. Er stellte fest, daß sie diesen Trick in der gleichen Weise ausführte, in der Houdini den sogenannten „Hindu-Nadel-Trick' ausführt, bei dem er bis 100 Rahnade'n und «in Stück Faden oerschluckt und nach wenigen Sekunden die Nadeln am Faden aufgereiht zum Vorschein bringt. Jetzt kommt die Kunde von der neuesten Entlarvung, die Houdini bei einem be- rühmten Med uim George Renner gelungen ist. Di« Ueberführung vollzog sich aus dramatische Weise. Es fand«ine spiritistische Sigimg statt, bei der Houdini, ein Polizeioffizier und ein Journalist ver- kleidet zugegen waren. Der Raum, der ganz dunkel war, enthielt zwei Trompeten für die Geisterstimmen. Bald erschollen Stimmen durch die Lust. Ein Vater sprach mit seinem im Zimmer befindlichen Sohn, ein Indianerhäuptling, ein Opernsänger meldeten sich. Unter- dessen hatte Houdini unbemerkt die Trompeten mit Lampenruß be- schmiert. Mitten in der Sitzung knipste er das elektrische Licht an. und da stand Renner. Gesicht und Hände mit dem Ruß geschwärzt.
Rber, fferr Cime! Erinnern Sie sich den« garuicht? Herr Cuno, ehemals Reichskanzler in Deutschlands dunkelster Zeit, an dessen Reichskanzlerschaft das deutsche Volk nur Unit Bstterkeit denken kann, empfiehst in einem Brief an Herrn I a r r e s Hindenburg . Obgleich katholisch, wendet er sich ge g e n M a r x. Er macht ihm zum Vorwurf, daß er mit der Sozialdemokratie in einer Front stehe: „Auch der Umstand, daß ich. wie Sie wissen, praktischer» a- t h o l i k bin, ändert an meiner Auffassung nichts. Ich erkenne als solcher vorbehaltlos an. was das Zentrum in jahrzehntelanger Arbeit für den Katholizismus getan hat, aber der Weg. den die Partei durch den Zusammenschluß mik den Sozialdemokraten betreten hat. ist für mich ungangbar. Denn so wenig Wasser mit Feuer ge mischt werden kann, so wenig kann ich mir von einem Zusammen- gehen einer christlichen und einer antichristlichen Partei Gutes ver- sprechen.' Aber, Herr Cuno. erinnern Sie sich denn gar nicht mehr? Haben Sie seinerzeit den Austrag zur Regierungsbildung nicht nur deshalb übernommen, weil Sie glaubten, mit der Sozialdemokratie ein Kabinett bilden zu können? Haben Sie nicht den Austrag zurückgegeben, weil die Sozialdemokratie den Eintritt in die Regierung ablehnte? Haben Sie nicht, nachdem Sie Ihre Regierung gebildet hatten, sozialdemokratischen Politikern gegenüber bittere Klage geführt, daß Sie an eine Regierung ohneSozialdemo- traten nicht gedacht hätten? Haben Sie nicht in Ihrer Regierungserklärung bedauert, daß wir Ihnen nicht die„breiteste parlamentarische Grund- löge" gegeben haben? Und nun ist der Weg von Dr. M a r x für Sie ungangbar und Sie empfehlen Hindenburg? Aber. Herr Cuno!_
Die �hundsgemeinen" Flugblätter. Wie sie kämpfe«. Di« Zahl der„hundsgemeinen Flugblätter', die die Deutschnationalen aus ihrer Geheimkonferenz am Montag ankündigten, soll am letzten Tag vor der Wahl offenbar um ein ganz besonders gemeines Exemplar bereichert werden. Der Rcichsblock bereitet «in Flugblatt vor, in dein es heißt: wen wählst Du! Ten getreue« Eckart» den Mann, der v estkale n und da» Rbeinland preis- «eben wollte. der Ostpreußen rettete, oder den Mann, der al» Reiebs- de» deuitche« Sand 4 Jahre kanzler d,n Bayern und den lang davor bewahrte, in Pommern die iä-warze Pest Feindetland zu fallen?(die Franz"'««) auf den Hat- wünscht«. Den Mann, der in Landen siiy iübmie. kein Staat»- mann zu sein. De» Mann, der den klein e Spaiern zuriet:»Sobald>> Re'ib eiwa» besser peht. komme? gleick, alle möplilben Leui mit allen möglichen For- derungen.' New und nochmals nein: Ten Man» wollen wir nicht wählen. Wir wählen Hindenburg! Wie gefällt Herrn Stresemann diese Kampsesweis« für Hindenburg ? Jeder Satz, der gegen den Volksblockkandidaten ge- prägt ist, ist ein« erbärmliche und feig« Lüge oder Verdrehung. Das ist die«inzige„geistige' Waffe der Reichsblockmänner.
prima oerblelek die Maiseiert Di« spanische Regierung hat die Feier des 1. Mai verboten.
Er hatte also selbst sich an den Trompeten zu schassen gemacht, und die Sitzung fand ihren Abschluß mit dem Ruf Houdinis:„Mr. Renner. Sie sind ein Betrüger!" Renner wurde daraufhin von dem Geri�k das zu(Äeoeland zu LS Dollar Strafe oerurteill und das tv'1' Auftreten als Medium wurde ihm untersagt.
Der grüae Junge. Der grüne Junge macht Politike — Aber dufte, knorke und schniek«. Stillgestanden, rührt euch, marschl Der Republit«ins in den Arsch I Engländer, Franzosen und andere Beeste? Eins in die Fresse. Mensch, vastehstel Wilhelm hieß einstmals unser Kaiser— Darauf reimt sich nur: Lorbeerreiser. Rücksicht auf's Ausland? Quatsch mit Soße. Erfindung vom.Vorwärts' und Rudolf Mojsc Glauben nicht mehr an Judenschwindel: Sind fuffzehn Jahre schon aus der Windel. Sozialismus? Erledigter Fall. Hoch der Generalfeldmarjchall. Lucian. Die Deutsche Schiller -Lliskung hielt am Mittwoch im Schillerhaus zu Weimar die ordentliche Generalversammlung ab. Durch den Ge- neralsekretär Lilienfein wurde ein Ueberblick über die Entwicklung in den letzten Jahren gegeben und die erfreuliche Tatsache festgestellt, daß der allmähliche Wiederaufbau des für die deutschen Dichter und Schriftsteller so unentbehrlichen Wohlsahrtswerkes nach einer schweren und kritischen Uebergangszeit gesichert erscheint. Zum Vor- ort wurde wiederum Weimar gewählt. In den Verwaltungsrat treten neben Weimar . Berlin . Dresden , Danzig und Wien die Zweigstiftungen München und Stuttgart neu ein Zum General- sekretär wurde wiederum Heinrich Liliensein gewählt. Slattstisches vom Telephon. Nach dem neuesten Reichspostaus- weis gibt es in Deutschland insgesamt 2 38S 177 Fernsprechanschlüsse, darunter 1403SSS Hauptanschlüsse und 935 402 Nebenanschlüsse. Also auf je 30 Einwohner kommt ein FemisprechMschluß. Fernsprechämter gibt es IS 165, darunter 7578 bloße Äermittelungsste len. Die Fern- sprechleltungen sind Q'A Millionen Kilometer lang. Das ist etwa die zwanziafache Entfernung des Mondes von der Erde. Die Zvhl der Gespräche hat im Jahre 1024 1 3Z0 000 030 betrogen. Auf jeden Ein- wohner entfallen also durchschnittlich 30 Gespräche.
Nue TxvedHoo aack» einem Hoxel Nach?e>?chten an« llhilstchurck in Neuseeland soll der Xotorriis. ein soft ausgeslorbener Bogel, der um letztenmal tSSL gelangen wurde, in der Nähe von Mitjord Sound in South Island beobachtet worden sein. CS ist daher eine Expedition ausgerüstet worden, um diese« geheimnisvolle Tier, da« nur noch rudimentäre Flügel hat. nicht fliegen kann, aber sehr schnell läuft, zu sangen. Bälg« de» J-a- tomis befinden sich in den uatimvisseaschaftllcheu Museen von London , Dresden und Otago .