Arbeiter Sport
Was lehrt die Olympiade?
Die 1. Internationale Arbeiter- Olympiade bot des Gehenswerten auf dem großen Stadiongelände Frankfurts so viel, daß selbst der eifrigfte Beobachter immer nur ein Teilbild des Ganzen gewinnen fonnte. An zehn bis zwölf Stellen wurde oft zu gleicher Zeit ein Bild der verschiedenartigsten Körperfultur gezeigt, und dann strömte wieder die Masse aller Sparten und Länder zu jenen imposanten Darbietungen der Gesamtheit zusammen, die in dem Festzug, den Massenfreiübungen usw. ihren schönsten Ausklang fanden. Der größte Erfolg des Festes war die Harmonie der Nationen, das Gefühl, ein Volk von Arbeitsbrüdern zu sein mit dem Ziel der internationalen Solidarität. In zweiter Linie wird der Erfolg der Olympiade darin bestehen, aus den Erfahrungen dieses Festes die praktischen Nuganwendungen für die Zukunft zu ziehen.
Als lehrreichster Teil in diesem Sinne muß zweifellos der Systemwettstreit" bezeichnet werden. Auf der Olympiade war den Ländern die Aufgabe gestellt, ihr Turn- und Sportfyftem zur Darstellung zu bringen. Dieser Systemwettstreit, von Aerzten und Technikern gewertet, hat bei dieser ersten Probe freilich noch nicht ganz den erwarteten Erfolg gebracht, weil einige Länder nicht eine Uebersicht ihrer gesamten Uebungsarten gaben, sondern gut eingeübte Stunstgruppen zur Vorführung brachten. Die Aerzte beurteilten die Männerübungen der Deutschen als ausgezeichnet, da sie eine vorzügliche Durchbildung des ganzen Körpers gewährleisten( neue Gymnastik). Die Frauenübungen der Deutschen fanden besonderes ob, da sie einen systematischen Wechsel zwischen Kraft-, EntspannungsSchwung- und Schönheitsübungen, zwischen turnerischen und rein ästhetischen Motiven mit viel Beweglichfeit enthalten. Als sehr gut murden auch die Männerübungen der Tschechen bezeichnet, doch murde die zu starte Betätigung der Muskeln und das Fehlen von Entspannungsübungen moniert. Die Männerübungen der Finnen wurden als gut, aber zu anstrengend beurteilt, ferner sollen mehr Atemübungen eingeschaltet werden. Die Belgier( Männer, Blamen) zeigten gute Uebungen, aber noch das starre militärische System mit furzen Anstrengungen und langen Bausen, ohne Entspannung. Die Bekleidung ist nicht einwandfrei( Trifothemd, enganliegende lange dunkle Hose und schwarze Kappe auf dem Kopf). Die Frauenübungen Finnlands fonnten nur als genügend bewertet werden, da Bewegungsübungen ohne förperliche Durcharbeitung gezeigt wurden. Auch die unzweckmäßige Kleidung wurde moniert. Zwei Männermannschaften der Belgier zeigten schwedische Uebungen( sehr gut) und deutsches Turnen( gut). Dieser Systemwettstreit hat großes Interesse gefunden, daß eine Wiederholung in verbesserter Form auf der nächsten Olympiade nur gewünscht werden kann. Bei den leichtathletischen Wetttämpfen waren die Finnen ( Männer) allen anderen in Technik und Tattit meit überlegen. Sie hatten Trainer zur Stelle, woran es in Deutschland faft ganz fehlt. Auch die strenge Enthaltsamkeit von Alkohol und Nikotin hat zum Erfolg sicher beigetragen. Deutschland fonnte nur in zwei leichtathle tischen Konkurrenzen siegen( Schleuderballwerfen und Gehen), weil hier die finnische Konkurrenz fehlte. Bei den Sportlerinnen waren die Deutschen dagegen an erster Stelle, was der starten Propaganda für den weiblichen Sport in Deutschland zugeschrieben merden muß. Eine Ausnahme machten die Wurffonkurrenzen, bei denen die finnischen und lettischen Sportlerinnen ihre Ueberlegenheit zeigten. Daraus darf geschlossen werden, daß die deutschen Genoffin nen bei der nächsten Olympiade auch auf den anderen Gebieten eine schärfere Konkurrenz haben werden. liegten die Deutschen über die Finnen mit 2: 0, auf beiden Seiten wurde ein ideales Musterspiel vorgeführt, das die große Zuschauer. menge bis zum Schluß in Spannung hielt.
"
-
-
Augenblid, wo eine ungeheure Nahrungsmittelverteuerung einbracht. Es gilt, dem Sozialismus nicht allein durch Worte zu dienen, treten soll, wäre das Mittel des Schnapsbontotts äußerst ange sondern durch Taten. Der Kampf gegen den Altohol ist aber Sozia lismus der Lat .
Die Lügen der Einheitsfrontler.
Abwehr der verleumdeten ausländischen Sportsgenoffen.
Jugend: Dienstag und Scotteg 8-10: Rudben: Dienstag und feettag 8% br: Frauen: Montag und Donnerstag 8-10 Uhr: Mädchen: Mouring und Donnerstag 7-8% Ubr. Sportplak: Lichtenberg , Normannen- Ruscheftraße. Bezirk Norben II. Turnhallen: Männer, Knaben und Mädchen: Schönfließer Str. 7; Frauen: Sonnenburger Str. 22; Jugendliche: Driesener Str. 20. Männer: Dienstag und Freitag 8-10 Uhr; Jugend: Montag und Donners tag 7-9 Uhr; Knaben: Dienstag und Freitag 7-8% Uhr; Frauen: Montag und Donnerstag 8-10 Uhr; Mädchen: Montag 7-8% Uhr, Donnerstag 6-8 Ubc. Sportplag: Niederschönhausen , Bismarcftr. 44( Thiele); Spielplag: Städtischer Blah Schönhauser Allee. Bezirk Often. Turnhalle: Straßmannftraße 6; Mädchen: Rigaer Str. 8. Männer: Freitag 8-10 Uhr; Jugend: Dienstag und Freitag 8-10 Uhr; Knaben: Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; Frauen: Montag und Donnerstag 8-10 Uhr; Mädchen: Montag und Donners tag 6-8 Uhr. Bezirk Bedding. Turnhalle: Pantstr. 19( Lessing- Gymnasium); ube: Jugend: Montag und Donnerstag 8-10 Uhr; Knaben: Dienstag und Jugendabteilung: Bant, Ede Wiesenstraße; 2. Mädchenabteilung: Müller, Ede Triftstraße. Männer: Freitag 84-10 Uhr; Sportabend: Dienstag 8-10 Freitag 6-8 Uhr: Frauen: Montag und Donnerstag 8-10 Uhr; 1. Mädchen:
-
Montag und Donnerstag 6-8 Uhr; 2. Mädchen: Montag und Mittwoch 6% 8% Uhr. Sportplag: Städtischer Sportplag Reinidendorf- West( Reinidendorfer Stadion); Spielplag: Buchholz, An der Löffelbrücke. Bezirk Südoften. Turnhalle: Männer, Jugendliche und Knaben: Forster, Ede Reichen benger Straße; Frauen und Mädchen: Glogauer Straße. Männer: Dienstag 8-10 Uhr: Jugend: Dienstag 8-10 Uhr; Knaben: Dienstag 6-8 Uhr, Freitag 6-7 Uhr: Frauen: Montag und Donnerstag 8-10 Uhr; Mädchen: Montag und Donnerstag 6-8 Uhr. Sportplak: Wiefe 5 und Am Urban. Bezirk Weften. Männer, Frauen und Jugendliche: Dienstag 8-10 Uhr Culmstr. 15, Donnerstag 8-10 Uhr Elsholz-, Ede Ballasstraße; Anaben: Dienstag 6-8 Uhr Culmftr. 15; Mädchen: Donnerstag 6-8 Uhr Culmstr. 15. Sportplag: Städti Bezirk Sentrum. b 1. Geptember in der Turnhalle Gartenstraße 106.
-
Fußball.
Endspiel im Stralau- Turnier.
Die Arbeiterolympiade in Frankfurt a. M. haben die Herrschaften der Roten( fommunistischen) Sportinternationale" zum Anlaß genommen, in der Roten Fahne" über die ausländischen Arbeitersportler allerlei unwahrheiten und Berleum- scher Spielplaz Kakbachstraße bungen zu verbreiten. Die wahren Absichten waren mur zu gut ertennbar: Man benutzte die Gelegenheit, die verhaßte Luzerner Internationale wieder einmal zu entlarven, um die Vorschriften Mostaus zu erfüllen. Nunmehr haben sich die finnischen und lettischen Sportgenoffen, ble von der Roten Fahne besonders ftebevoll bedacht wurden, mit einem Schreiben an den Vorstand des deutschen Arbeiterturn- und Sportbundes" gewandt, das wir den deutschen Arbeitersportlern im Wortlaut zuführen wollen: Lettland ,&. August 1925. Arbeiter- Turn- und Sportbund Leipzig, Fichtestraße 36.
Berter Genoffe!
ein
-
Hertha 22 und Stralau gegenüber. Mit dem Anstoß Am Freitag standen fich die beiden ersten Mannschaften von Don Hertha entwickelt sich sofort ein scharfer Kampf, bet dem die Torwarte des öfteren eingreifen müffen. Ein schneller Durchbruch des Mittelstürmers von Stralau tann der Torwart gerade noch zur Ece ablenfen, die jedoch nicht verwandelt werden tann. Auch Hertha versucht durch Lintsaußen durchzubrechen, aber entweder ist es der Torwart oder die Verteidigung, die jeden Angriff abwehren. Erst in der 42. Minute gelingt es dem fleinen Halblinfen von Stralau, nach gutem Zuspiel seinem Verein die Führung zu geben. Nach der Pause greift Hertha " flott an. Nach 5 Mimuten sendet der Mittelstürmer unhaltbar zum Ausgleich ein. Dadurch wird das Spiel noch aufgeregter; das macht sich in der Hauptsache bei Stralau bemerfbar. Fünf Meter vor dem Tor schießt der Mittelstürmer in der Aufregung den Ball über die Latte. Hertha " tommt jetzt nur noch selten in die Nähe des Stralauer Lores und beschränkt sich auf die Verteidigung. An
Im Besiz Ihres Schreibens vom 4. Auguft habe ich Ihnen mit zuteilen, daß der Olympiabericht der Roten Fahne eine infame Lüge it. Riemals haben die lettländischen oder die finnländischen Genossen sich geweigert, unter den schwarzrot goldenen Fahnen zu starten. Im Gegentell haben unsere Genoffen jedesmal, als fie in Frankfurt eine Reichsbannerabteilung mit der Fahne der deutschen Republit vorbeimarschieren fahen, diese Fahne gegrüßt. Biele von unseren Genossen haben von deut schen Genoffen die Reichsbannerabzeichen getauscht und trugen mit Freude diese schwarzratgoldenen Ab- griff auf Angriff macht der Sturm der Stralauer, aber der Torzeichen. Ueberhaupt haben wir teine Abneigung gegen die Fahnen der Republit, und wir selbst( die Finnen und Letten) haben auf unseren Kostümen die Fahnen der Republiken Finnlands und Lettlands . Des weiteren ist in Betracht zu nehmen, daß die Mehrzahl der finnischen und alle lettischen Olympiateilnehmer mit glieder der Sozialdemokratischen Arbeiter. partet unserer Länder sind und schon deshalb nichts Gemeinjames mit irgendwelchen Protestaktionen gegen die Fahnen der Republit haben fönnen. Im Namen unseres Bundes bitte ich Sie, werter Genoffe, in Ihrer Presse gegen den Bericht der„ Roten Fahne energisch protestieren zu wollen. Mit Frei Heil!
Dor
Diefe Feststellung ist für die Anhänger der Roten Sportinter rationale" noch niederschmetternder, wenn man weiß, daß die Ber treter der RSI in Frankfurt a. M. nichts unversucht gelaffen haben, um mit Bertretern anderer Länder Berbindungen zu bekommen, bei denen fie aber derbe Abfuhren einsteden mußten. Am treffendsten war die Antwort der jugoslawischen Genossen, die bereits 14 Tagen im Arbeitersport des Borwärts" mitgeteilt wurde. Die ganze Angelegenheit beweist wieder einmal, daß den Mostauern nichts, aber auch gar nichts an der Einheit der Arbeitersportbewegung gelegen fft. Die Einheit ist übrigens längst in der„ Luzerner Internationale" burchgeführt; der Rummel, der von den Kommunisten mit Hilfe ihrer sagenhaften Roten Sportinternationale" gemacht wird, erweist sich in jeder Phase als ein Wiederbelebungsverfuch eines toten tommunistischen Barteltörpers. Die Entschieden helt, mit der die ausländischen Genossen die Moskauer Sendlinge abfallen ließen, follte auch für andere Luzernsportler vorbildlich sein.
mittelstürmers von Stralau geht gegen den Pfosten. wart scheint unschlagbar zu sein. Ein scharfer Schuß des In der gebener Ball wird vom Halbrechten aus der Luft ins Tor be25. Minute geht Lintsaußen schnell durch. Sein zur Mitte gefördert. Stralau" versucht den Vorsprung zu erhöhen, während Hertha " den Ausgleich herbeiführen will. Scharfe Schüsse be nichts mehr. Stralau hat somit das Turnier gewonnen. tommen beide Torwarte zu halten. Am Resultat ändert sich jedoch
*
Weitere Refultate: Fichte- Nord gegen Borwärts. Hennigsdorf 0: 3; zweite Mannschaften 0: 1 Borussia- Reinidendorf gegen Britannia 1: 1; zweite Mannschaften 0: 5. Hertha 22 L. gegen Stralau Ib 1: 5. Stralau Jugend gegen Brandenburg 02 2: 1; Stralau II Jugend gegen Lichtenberg I 2 Jugend 0: 2 Stralau I. Schüler gegen Wilmersdorf L Schüler 3: 0; zweite Schülermannschaften 3: 0.
Straßenlauf der Leichtathletik- Bereinigung am 20. September. Ausfdyrefbarng! A. Sauptstaffel: 7,5 Kilometer, 15 Säufer. Start: Bahnhof Friedrichsfelde . Stel: Bandsberger Plaz. A, B, C und D Vereine. B. Rleine Staffel: fitr Schwimmer, Spieler und Turner. 8,6 Kilometer, D. Schüler und
10 Läufer. Start: Bahnhof Frankfurter Allee. Beim Fußballspiel
In allen Ländern fezt nun die Besprechung ber Olympiade ein. Nicht mit Unrecht führt wohl die Wiener Arbeiter Beitung die Erfolge der Finnen auf die Totalabstinenz und strenge Diät( fie hatten eine eigene Küche in Frankfurt ) zurüd. Die Belgier halten im Oktober ihren 1. leichtathletischen Kongreß ab, auf dem die Lehren der Olympiade besprochen werden sollen. Auf dem internationalen Kongreß der Luzerner Arbeitersport- Internationale in Paris wird gleichfalls dieses Thema im Vordergrund der Erörterungen stehen. In Deutschland wird der Bundestag 1926 die gemachten Erfahrungen eingehend erörtern, damit die nächste Olympiade in vier Jahren mit noch größerem Erfolge abgehalten werden fann
Alkohol und Olympiade.
Austritt aus Fichte.
Man fchreibt uns von unterrichteter Seite:
-
Meter. Start: Landsberger Allee Ede Petersburger Straße. C. Frauenstaffel: 10 × 100 Schülerinnen: wie C.- Einzeltonturrenzen: 7,5 Kilometer. Start: Bahnhof
Friedrichsfelde . E. Einzellauf für Männer. F. Einzellauf für ältere Sportler ( ab Jahrgang 95). G. Gehen. Siel fire alle Ronkurrenzen: Landsberger Blag. Stredenführung wie Sauptstaffel. Staffeln A und B beliebiger Wechsel. Gesonderte Jugendstaffeln werden nicht ausgetragen. Stredenplan und AusA 3 M., B 2 0,50
Seit Die Verhältnisse im Turn- und Sportverein Fichte" haben sich in der legten Belt so zugespitzt, daß es anders als tommunistisch Dentenden unmöglich geworden ift, meiter Mitglied des Vereins bleiben zu tönnen. Den Bereinstinderturnwart wählte man nur wegen seiner politischen Einstellung nicht wieder, trotzdem man feinen Erjaz für ihn gefunden hatte. Eine auf der legten Vereinsversammlung angenommene Resolution besagt, daß die Frankfurter Olympiade eine bürgerliche Veranstaltung war. Die bei der Lieste- Angelegenheit dem Bunde gegebenen Bersprechungen wurden nicht gehalten. Die offizielle Begrüßung des Roten Front tämpferbundes bei der 35- Jahr- Feier von Fichte" und der Dant für die geleistete Unterstützung durch den 1. Techniker des TurnDereins zeigt deutlich bie eingeschlagene Richtung. Man hatte auch nichts dagegen einzuwenden, daß der ausgeschlossene Bruno Lieste, jetzt Sanitäter", an den Freiübungen bei diesem Fest teilnahm. Die Mitglieder, die sich am festzuge nicht beteiligten, wurden von einer Gruppe des Vereins kurzerhand aus. geschlossen, während sie durch die Resolution einer anderen Gruppe moralisch nicht mehr als Genossen" betrachtet werden. Diese Resolution fand auch vom Vorstand des Vereins feinen Widerspruch. Im Turnverein also genau wie in der Rommunistischen Partei: Wer nicht pariert, fliegt." Arbeitersportler, die ihr noch eine elgene Meinung habt, tömmt ihr es mit eurer Ehre vereinbaren, weiter dem Turn- und Sportverein Fichte" anzugehören? Der jegige Zustand fordert etne flare Stellungnahme. In Borstehendem ist aufgezeigt, daß es unmöglich ist, in Fichte im Sinne der Arbeitersportbewegung zu arbeiten. Wir fordern daher alle Sportgenoffinnen und Genoffen auf, die letzte Konsequenz zu ziehen und überzutreten zu einem Verein, dem es an erster Stelle barum zu tun ist, dem Proletariat gesunde Menschen zuzuführen. Arbettereltern! Auch ihr habt die Berpflichtung, eure Kinder mur in Vereine zu schiden, in denen Rörperpflege Hauptzmed iſt, ohne dabei die sozialistischen Ziele zu vergeffen.
Das heiße Better während der Olympiadetage in Frankfurt fteß befürchten, daß der Alkoholkonfum Dimen ungeahnte fionen annehmen würde. Wind und Regen brachten ein wenig Abi..hlung und minderten den Altoholtonfum um ein wesentliches herab; ob das gleiche auch die Abstinentenagitation erreicht hat, erScheint zweifelhaft. Letztere war auch mehr auf Frankfurter Lokal verhältniffe, als auf die Internationale Arbeiter- Olympiade zuge fchynitten. Allerdings zog sich gleich am Eingang des Stadions über den breiten Weg ein weißer Leinwandstreifen mit dem Will fommengruß:„ Sporter, meidet den Alkohol Die Ausstellung des Abstinentenbundes war gut besucht, nicht aber der intereffante Bortrag des Gen. Dr. Juliusburger, sodaß noch nach träglich über ihn berichtet werden soll. Dr. Juliusburger betonte eingangs feines Referates die Einheit von Körper und Seele, die gerade im Sport ihren höchsten Ausdruck erhält. Es gilt alles zu vermeiden, das geeignet wäre, diese Einheit zu stören. Dies tut aber der Alkohol. Unter feiner Wirkung find teine höchstleistungen zu er zielen, höchstens Scheinleistungen Seinen schlimmen Einfluß auf die geistigen Fähigkeiten, felbft bel mittleren toholmengen, seine todbringende Wirkung selbst bei ganz geringen Quantitäten in verschiedenen Fabrikationen find durch die For schungen der Kraepelinfchen Schule schon seit langem dargetan. Ift denn aber auch der Alkoholismus in geringen Mengen verwerflich, widerspricht er der sozialistischen Auffaffung? Nach der sozialistischen Auffassung ist das Individuum Träger der überindividuellen Idee. Cin Glas Bier oder Wein stützt die Trinffitte, der Tausende zum Opfer fallen, stützt das Alkoholkapital, trägt dazu bei, daß unge heure Geldsummen, anstatt zum Wohl der Volksgenossen zu dienen, auf Alkohol draufgehen. Das Alfoholtapital tann nur bei ber Un mäßigteit gedeihen. Im Rampfe gegen das Alkoholfapital, bem die Presse in weitestem Maße zur Verfügung steht, genügt deshalb ft ble Stätte, die jedem Gelegenheit gibt, ohne Rücksicht auf Bartet nicht allein Aufklärung. Es handelt sich darum, es zur Strecke zuzugehörigkeit sich im Sinne der Arbeitersportbewegung zu betätigen." bringen. Dies ist nur möglich durch Alkoholverbot. Man muß dem verstorbenen Wiener Genossen Abler, der erst im reifen Alter Abstinent geworden war, beipflichten, wenn er sagte:„ Mit dem Glafe Wasser in der Hand allein kann man den Gegner bezwingen." Die sozialdemokratische Partei müsse den Kampf gegen den Alkohol und das Alkoholfapital auf ihre Fahne schreiben. Gerade im
Die Freie Turnerschaft Groß- Berlin"
Uebungsstätten der Freien Turnerschaft.
Bezirk Süden. Turnhalle Boedhftr. 17/20. Männer: Dienstag 8-10 Uhr; Jugend: Mittwoch und Freitag 8-10 Uhr; Anaben: Mittwoch und Freitag 68 Uhr: Frauen: Montag und Donnerstag 8-10 Uhr; Mädchen: Montag und Donnerstag 6-8 Uhr. Sportplag: Städtischer Sportplag Am Urban. Bezirk Rorden 1. Turnhalle Graunstr. 12. Männer: Freitag 8-10 Uhr;
Dixin
führungsbestimmungen gehen jebem Berein nach Meldung pl. Startgeld: geld und namentlicher Meldung von Kampfrichtern und ebungen mit Giarttember an Billi Starka, Bin.- Tempelhof, Ningbahnstr. 49.
Konriften werein Die Naturfreunde"( Zentrale Wien ), Ortsgruppe Berlin . Die Geschäftsstelle der Ortsgruppe ift jeht unter Humboldt Nr. 9168 telephonisch erreichbar. Es steht noch eine Anzahl Beitungen Der Naturfreund" au Werbezweden zur Verfügung. Abteilungen, welche davon Gebrauch machen wollen, fönnen fich die Beitungen abholen. Abt. Wedding. Dienstag, 25. Auguft ,.
im Seim Lütticher Str. 48, Bortrag des Genoffen J. Serlinger über ,, Gottlose. Lyrit". Gäste willkommen!
Freie Turnerschaft Groß- Berlin. Mittwoch, Punkt 7 Uhr, Vereins- Vierteljahresversammlung im Gewerkschaftshaus, Engelufer 25. Der Turnbetrieb fällt an diesem Abend aus. Die Rinderabteilungen schließen um 7 Uhr. 31. Auguft, 8 Uhr, Sufammenturnen der geübteren Turnerinnen, Turnhalle Montag,
Straßmannftr. 6.
Ausschreibung. Sportverein Moabit . Der Meldeschluß für das Sportfest ift am 1. September. Auf mehrfachen Wunsch wird nody ein 200- meter- Laufen Rinder zahlen tein Startgeld.
für Männer eingefügt, für Schüler und Schülerinnen eine 4 × 100- meter- Stafette.
Deutscher Metallarbeiter- Berband
Hente, Dienstag, den 25. August, Bericht der Bertrauensleute. 3. Ber fchaftshauses, Engelufer 24/25: Jeder Lehrling muß unbedingt
nachm. 5 Uhr, im Saal 1 des Gewert- schiedenes. Branchenversammlung pflichtet, jeben Lehrling zur Berjamin ng der Metalldrücker und Polierer au schicken.
Tagesordnung: 1. Bortrag: Die Achtung! Zigarettenmaschinenangelegenheiten und Bericht. Berführer u. Betriebshandwerker!
Situation im Baugewerbe". 2. Branchen
fchiedenes.
Der Wichtigkelt ber Tagesordnung ent- Donnerstag, den 27. August, nachfprechend find alle Berufskollegen ver- mittags 5 Uhr, im Parterresaal des pflicht zu erscheinen. Verbandshauses, Linienftr. 83/85:
Bau-, Geldschrank- und Möbelschlosser! mittwoch, den 26. August, abends
7 2hr, im Parterresaal des Berbandshauses, Linienfte. 83/85:
Branchenversammlung
Branchenversammlung Bersammlung betanntgegeben.
Die Tagesordnung wird in der
Achtung! Rohrleger und Helfer!
Tagesordnung: Bericht über Donnerstag, den 27.Auguft. abends unsere Sohnbewegung.
7.Uhr, im großen Saal des Gemertschaftshauses, Engelufer 24/25:
räte ber Betriebe treffen fich am selben Branchenversammlung
Die Vertrauenslente n. Betriebs Tage um 5 Uhr im Barterrefaal. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Donnerstag, den 27. Auguft, nach mittags 5 Uhr, im Saal 3 des Gewerkschaftshauses, Engelufer:
Versammlung
sämtlicher Metalldrücker- Lehrlinge. Tagesordnung: 1. Vortrag.
Tagesordnung: 1. Bericht über ben gegenwärtigen Stand unserer Tarif Branchenangelegenheiten. und Lohnbewegung. 2. Berbands- und
Mitgliedsbuch legitimiert!
In Anbetracht der gegenwärtigen Ber hältnisse in unserem Gewerbe ist Erscheinen aller Kollegen unbedingt notwendig. Die Ortsverwaltung.
Henkel's Seifenpulver
-
Ein Seifenpulver wie es sein soll fettreich und von höchster Wasch- al kraft. Die große Ergiebigkeit dieses Seifenpulvers sichert sparsamstes Waschen. Für Maschinenwäsche hervorragend geeignet.