den Kräften des Bürgertums, die, mie sie früher politisch feine Fortentwidlung wollten, so jezt auch auf wirtschaftlichem Gebiet und auf dem Gebiet der Kom munalpolitik nur die Kräfte des Beharrens und des Widerstandes gegen eine neue Entwicklung verförpern.
hingewiesen wird, die durch ben norliegenden Gesetzentwurf ent stehen können. Gerade in Thüringen , das bisher die Gemeinschaftsschule besaß, mürde sich die Durchführng des Reichsschulgesetzentmurfes in geradezu tatastrophaler Weise auswirken. Die sozialde mokratische Fraktion richtet deshalb an die Regierung die Anfrage, welche Stellung fie bei den bereits stattgefundenen Verhandlungen der Länderregierungen über den vorliegenden Entwurf ein genommen hat und ob sie bereit ist, die geplante Zerschlagung und genommen hat und ob sie bereit ist, die geplante Serschlagung und Berkirchlichung der Staatsvolksschule abzumehren.
Die Krise im Zentrum.
Unendlich sind die Aufgaben, deren Lösung in der großen Berliner Verwaltung in Gegenwart und Zukunft von uns erheischen. Sie lassen sich nur lösen, wenn die Berliner Berwaltung von einer Partei gestützt wird, die keine anderen Interessen, als allein die des Gemeinwesens tennt, die nicht privaten, sondern nur öffentlichen Intereffen dienen will. Die Sozialdemokratie weiß, daß sie allein diefer großen Aufgabe gewachsen ist. Sie wird den Wahlkampf als eine Etappe für die Erreichung dieses Zieles führen. Sie wird mit dem Bürger blod genau jo gründ- chluß der Bayerischen Boltspartei an das Zentrum lich abrechnen wie mit der fommunistischen Demagogie und Verantwortungslosigkeit. Sie muß und wird über beide Gegner den Sieg erringen, damit die Berliner
Die Haltung der Bayerischen Volkspartei . München , 22. September. ( Cigener Drahtbericht.) Der An
bildet ein ständiges Thema in der Presse der Bayerischen Volkspartet. Deren führendes Münchener Organ, der Bayerische Kurier", nimmt nunmehr auch Stellung zu den Erklärungen, die
2. gefeßliche Sicherstellung eines bezahlten Urlaubs pon 3 Bochen für alle erwerbstätigen Jugendlichen bis zum 16. Lebens jahr und von 2 Wochen bis zum 18. Lebensjahr:
3. Reform der beruflichen Ausbildung unter Bes rücksichtigung der wiederholt von den Organisationen der arbeitenden Jugend gestellten Forderungen hinsichtlich der Begrenzung der Höchstdauer der Lehrzeit auf drei Jahre, Heberwachung der Berufs ausbildung durch paritätische Kommissionen und Anerkennung des Rechts der Gewertschaften auf Festlegung der Arbeitsbedingungen für Lehrlinge in den Tarifverträgen.
Von den Gewerkschaften und der Partei wird erwartet, daß sie feine Mittel unversucht lassen, diesen Forderungen zum Recht zu verhelfen."
Der Streit um die Kölner Zone. Räumung bis Mitte November beschloffen? & öln, 22. September. ( Eigener Drahtbericht.) Das& ŏIaer Tageblatt" berichtet am Dienstag unter der Ueberschrift
Arbeiterschaft endlich in die Lage versezt wird, zu zeigen, daß Marg vor furzem zum Fall Wirth einem Bertreter der Hohen. Räumung Kölns Mitte November" u. a. folgendes: Bel den Juzu schaffen und zu erhalten, sondern auch zu einer Must er bei das Zentrum als ausgesprochene Mittelpartei charakterisiert und giens in Genf und anläßlich der jüngsten Berichterstattung Briands
gemeinde auszubauen.
Echt national.
Großagrarier und Polenausweisungen. Als die polnische Regierung von dem unmenschlichen, aber juristisch nicht anfechtbaren Mittel der Optanten ausweisungen Gebrauch machte, fonnte sich die Presse der Deutschnationalen, der Landbündler und der Bölfischen nicht genug daran tun, nach Gegenmaßnahmen zu schreien. Wie diese Gegenmaßnahmen da aussehen, wo die Deutsch nationalen mit Hilfe der Völtischen regieren, zeigt folgende Verfügung des deutschnationalen thüringischen Innenministers Sattler:
„ Es ist mit tunlichster Beschleunigung festzustellen und zu berichten, wieviele polnische Staatsangehörige in der dortigen Gemeinde bzw. im dortigen Landgendarmeriebezirk vor handen sind, deren Ausweisung aus dem Reichsgebiet auf Grund von gerichtlichen Bestimmungen wegen Inanspruchnahme der öffentlichen Armenpflege oder wegen staatsfeindlicher Betätigung erfolgen fönnte. Polnische Landarbeiter sind mit Rücksicht auf den derzeitigen Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften hierbei außer Betracht zu laffen. Die Angelegenheit ist vertraulich zu behandeln."
Hunderttausende von deutschen Arbeitskräften liegen brach. Tausende der aus Polen ausgewiesenen Optanten sind erstklassige landwirtschaftliche Arbeitskräfte. Aber die nischen Landarbeiter sind billiger als die deutschen , und die nationalistische Rage der Deutschnationalen und Völkischen hört da auf, wo ihre mirtschaftlichen Interessen beginnen. Damit das mit nationalistischen Damit das mit nationalistischen Phrasen gefütterte Stimmnieh den Betrug nicht merkt, verfucht man hinter verschlossenen Türen zu vollziehen. Echt
national! Echt deutsch national!
Weinar, 22. September. ( Cigener Drahtbericht.) Der Reis -Ichulgejezzeniwurf hat namentlich in Thüringen große Entrüftung unter den Lehrern hervorgerufen. In verschiedenen Stödten hat die Lehrerschaft zum Reichsschulgesehentwurf Stellung genommen. Sie erblidt in ihm eine große Gefahr für bie ruhige Entwicklung des thüringischen Volksschulwesens und erwartet, taß bei der Beratung diefes Entwurfs im Reichstag der Gemein fchatisschule als Regelichule gemäß den Bestimmungen in der Reichs. rerfassung zu ihrem Recht verhoffen wird. Die sozialdemo tratische Fraktion des thüringischen Landtages hat inzwischen eine große Anfrage eingebracht, in der besonders auf die Gefahren für das deutsche und für das thüringische Baltsschulmesen
Die Wachspuppe.
Bon Hans Bauer.
Nachdem es erwiesen ist, daß Erzberger eigentlich Herzberger geheißen hat und ein Krotoschiner Jud war, daß Rathenau als erster Vorsitzender einer aus dreihundert Jsraeliten bestehenden Geheimgesellschaft Deutschland im Interesse dieses Klubs verwaltete, daß Zeigner um ein Entgelt von 3 Millionen Goldrubeln Sachsen an Rußland verkaufte, hat ein süddeutscher Ingenieur auch das letzte Geheimnis enthüllt. Er ist dahinter gekommen. daß Friedrich Ebert gar nicht gestorben ist. Der erste Präsident der deutschen Republi fürchtete seine Berhaftung, die wegen Landesverrats und wegen Lebensmittelschiebungen bevorstand, ließ eine Wachspuppe anfertigen und begraben und flüchtete in die Schweiz , wo er ein vergnügtes Leben führt.
Männer von der Gesinnung dieses Ingenieurs haben in Dugen den von Fällen lebende Sozialisten, denen es vielleicht vorbehalten gewesen wäre. noch lange zu wirken, durch Revolverlugeln in Tote verwandelt. Es ist immerhin eine ganz abwechslungsreiche Methabe, nun auch einmal einen toten Sozialisten in einen lebenden zu perwandeln, denn unmöglich fann eine Reaktion, die etwas auf sich hält und nicht einseitig werden will, auf die Tauer allein mit dem Mittel der Brutalität arbeiten und das der Dummheit verschmäher
Der jüddeutsche Ingenieur ist durchaus kein Einzelfall, der nur als luftige Kuriosität gewertet zu werden verdiente, er ist eine der unendlich vielen Blüten, die auf dem Beet des heiligen Blödsinns gedeihen und sie sich nur nicht allzuoft in der fritisch beachteten Ceffentlichkeit, dafür aber um so häufiger auf den Berrons der Straßenbahnen, an Treppengeländern und an abendlichen Stammtischen zeigen. Ein Ingenieur hat beruflich mit eraften Größen zu rechnen. Seine Arbeit ist so unphantastisch wie möglich und doch ist nicht anzunehmen, daß jener Sozialistenfreier das Bewußtsein hatte, einen Schwindel in die Welt zu sehen. Ein böswilliger 3ügner lügt anders. Er behauptet nicht wirres Zeug, deffen Sinnlosigkeit auf der Hand liegt, er arbeitet mit untontrollierbaren Biertel, Drittels, Achtelwahrheiten. Er legt sich nicht auf eine positive Angabe feft, er ergeht sich in vagen Andeutungen und versteckten Anspielungen und hat ja gar nichts gesagt, menn man ihn paden will.
Der Ingenieur hat gewiß an seine Behauptung geglaubt. Er wird von der Geistesverfassung soundsovieler anderer Spienbürger sein, die als Reaktion auf ihre völlig ungeiflige, ganz materielle Lebensauffaliung in politische Dinge eine buntschillernbe Romantit hineingetragen, die im privaten Leben talt, sleptisch, berechnend und seelenlos sind, in der Abwicklung des öffentlichen Lebens aber mystische Kräfte am Wert sehen, die nicht das mögliche pom inmog. lichen, das Wahrscheinliche nom Unmahrscheinlichen zu unterscheiden wiffen. Sie glauben daran, daß Friedrich Ebert lebt, wie sie daran glauben, daß der Sozialismus tot ist. Bir aber fönnen darauf pet
"
vor doreiligen Entschließungen lofaler Bartelorganisationen zum Fall Birth gewarnt. Der Bayerische Kurier" lobt diese Haltung Don Marg und ebenso ähnliche Auslaffungen in der Kölnischen Boltszeitung und der„ Germania "." Falls sich auf dem tommenden Parteitaa des Zentrums diefe Grundsäge durchfezen würden," erklärt das Blatt, wäre damit der entscheidende Schritt zur Wiederannäherung des Zentrums und der Bayerischen Bolts partei getan. Das zu verkennen, ist nur möglich auf dem Boden einer Auffassung, die sich parteipolitisch und weltanschaulich von den Grundfäßen der alten Zentrumspartei ebenso weit nach rechts entfernt, wie gewiffe Streife des Reichszentrums nach lints abgeirrt find." Das ist ein sehr deutlicher Wink. gegen den Bauern. führer Dr. Heim, der in seiner Tuntenhausener Rede vom Zen. trum Umfehr und Widerruf verlangt hat, bevor die Bayerische Boltspartei sich ihm anschließen könne.
Die Forderungen der Jugendlichen.
Konferenz der sozialistischen Arbeiterjugend. Bochum , 22. September. ( Eigener Drahtbericht.) Die fozia. liftische Arbeiterjugend nahm in einer Konferenz Stel lung zur gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage der arbeiten. den Jugend im Industriebezirt. Die Ausführungen fanden ihren Niederschlag in einer Entschließung, in der es heißt:
Die Wirtschaftsentwicklung hat dahin geführt, daß gegenwärtig im Ruhrbergbau nur noch zirta 16000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren beschäftigt find, im Gegensak zur Vorfriegszeit, wo die Zahl der beschäftigten Jugendlichen zirka 38000 betrug. In der Metallindustrie und in anderen Gewerbe zweigen werden ebenfalls meniner Jugendliche beschäftigt, als es vor dem Krieg der Fall war. Die verantwortlichen Arbeiterjugendführer halten es unbedingt für notwendig, daß die dazu berufenen Körperschaften in Verbindung mit den Führern der Wirtschaft und der arbeitenden Jugend zusammentreten, um gemeinsam Mittel und Bege zur Abhilfe zu finden. Die Durchführung folgender Maß
nahmen ist dringend notwendig:
1. Förderung der Einrichtung besserer Lehrlings wertstätten mit Hilfe staatlicher Unterſtügung;
2. Gewährung einer austömmlichen Arbeitsloten. unterstügung der erwerbslosen Jugend unter 16 Jahren; lofenfürsorge und Erteilung obligatorischen Shulunter 3. porzugsweise Einreihung der Jugendlichen in die Erwerbs rights an diese Jugendlichen;
4. weitgehende Unterstützung der Jugendpflege treibenden Vereine, um der Arbeitsgefährdung der Jugendlichen entgegenzu mirten.
Die Konferenz unterläßt nicht, auf die Lage der Jugendlichen hinzuweisen, fomeit fie beute im Erwerbsleben ftehen. Die Konfe renz appelliert an das fogiale Gemiffen aller Beteiligten und erwartet eine baldige Erfüllung nachstehender Forderungen:
und Arbeiterinnen, insbesondere der jugendlichen Arbeiter im Berg, 1. Erhöhung der Löhne für die fugendlichen Arbeiter bau, damit der Lohn im entsprechenden Verhältnis zur sozialen Be faftung steht;
zichten, sie von, der Irrigfeit jener Ansicht zu überzeugen. menn wir es nur verstehen, durch die Beweiskraft unubleugbarer Tatsachen ihnen diese Annahme als eine irrtümliche por Augen zu führen.
Die„ Nationalbühne".
friegen. Sie gründen, was nur das Zeug hält. Es gibt in Deutsch Unsere nationalistischen Kunstbefliffenen find nicht flein zu land einige Filmunternehmungen, die segeln unter volfischer Flagge. Es gibt in Deutschland auch pölkische Theatervereine. Aber die blühen im verborgenen.
Das soll nun anders werden. Eine auserlesene" Gesellschaft hat sich da zusammengetan, hohe Fürstlichkeiten, Parlamentarier, Künstler und fogenannte Kunstmiffenfchaftler, die gründeten vor furzem die Nationalbühne E. B." mit ihrem Sig im Schöneberger Hinterland. Erst marf man fich auf das Berschicken von Prospekten zum Zwecke der Schnorrerei. Der Propagandafonds ist da und also erscheinen in diesen Tagen an den Berliner Anschlagsäulen großfpurige Aufrufe, die sich an die Berliner Bevölkerung menden. Der nationale Klopfgeist geht um. Er appelliert an den Stumpf finn verbissener Eigenbrötler. Bielleicht werden der National bühne einige Groschen aus der Tasche begeisterungsmütiger Knechtsnaturen zufließen. Seien wir unbesorgt: Auch dieser Bersuch, einen politischen Bühnenverein ins Leben zu rufen, wird ähnlich jenen anderen in letzter Zeit sich überhäufenden Bersuchen sang und flanglos beigesetzt werden.
An sich wäre die ganze Angelegenheit recht belanglos. Der deutsche Arbeiter wie der deutsche Intellektuelle ist gescheit genug, por folchen Klaffenkampfunternehmungen des Feudalismus nur Mitleid zu empfinden. Aber es ist von nicht geringem Intereffe, fich ein mal die Namen näher zu befchauen, bie ben teutschen Aufruf zieren. Daß ein Prinz im Präsidium figt, ist ganz in der Ordnung und ſymbolisch eindeutig. Daß sich zu den Protektoren dieses Geschäftsunternehmens die prominenten Persönlichkeiten der völlischen Bar teien zählen, nimmt nicht meiter wunber. Aber jegt fommt das Be merkenswerte: Im tünstlerischen Ausschuß der antisemitischen Nationalbühne E. V." sigen unter anderem die Herren Loos, Klöpfer, Thimig, Gülstorff. Künnede, Frau
Straub und Frau Höflich.
Freilich haben diese bereits erklärt, daß ihnen der Aufruf" überhaupt nicht vorgelegen habe und sie sich mit feinem Inhalt nicht identifizieren. Aber die Nationalbühne" widerspricht in einem Rundschreiben: Gewiß haben die Genannten den Aufruf unterzeichnet, der, abgesehen von einigen Weglassungen" wörtlich mit dem Blatataufruf übereinstimmte.
Wer löst das Rätsel?
in Paris spielte die Frage der Räumung der Kölner Zone bekanntlich eine Rolle. Es wurde beschlossen, fie bis spätestens Mitte November durchzuführen. Gleichzeitig wurde auch die damit zusammenhängende Berlegung des Sizes der Rheinlandtommission von Koblenz nach Wiesbaden befchloffen. Nachdem die englische Absicht, die aufzugebende Bejahungszone Köln mit der Besagungszone Wiesbaden zu vertauschen, an dem WiderStand Frankreichs gescheitert ist und die Engländer dafür den Bezirk Koblenz beziehen werden, rüstet sich Wiesbaden bereits zur Aufnahme der um Personal und Räumlichkeiten etwas verminderten Rheinlandkommiffion."
Der Sozialdemokratische Pressedienst" bemerkt hierzu: Auf Grund der uns aus Genf vorliegenden Informationen tit die Räumung der Kölner Zone wenige Tage vor der Abreise Banderveldes von Genf nach Brüffel von den alliierten Außenministern besprochen und grundsätzlich befchloffen morden, die Räumung der Kölner Zone im No vember vorzunehmen. Dieser Beschluß wurde in der Erwartung gefaßt, daß Deutschland bis dahin die alliierten Forderungen der letzten Kontrollnote verwirklicht hat. Da das anzunehmen ist, bürfte mit einer Räumung in der Beit vom 15. bis 25. November gerechnet werden.
Der
Natürlich erst nach Eintritt in den Bölkerbund. Brüssel, 22. September. ( Eigener Drahtbericht.) Genfer Korrespondent des fozialistischen Peuple" feilt mit, daß, allerdings hinter den Schleiern ffrengften Geheimnisses eifrig über den Eintritt Deutschlands in den Bölkerbund verhandelt würde. Der Korrespondent erfährt von unterrichteter Seite, daß beabsichtigt sei, Deutschland ein Bölkerbundmandat über eine feiner früheren Kolonien anzubieten. Es sei geplant gewesen, gewiffe britische Dominions aufzufordern, Deutschland eines oder mehrere Mandate
über australisch - asiatische Jufeln zu überlassen. Heute dürfe aber schon gefagt werden, daß Großbritannien selber vorschlagen werde, bie jeht britisch verwalteten früheren deutschen Kolonien Togo und Kamerun Deutschland unter Bölterbundmandat anzubieten.
an
Gegen Niftabylen und Drufen.
Baris, 22. September. ( Eigener Drahtbericht.) Dem Minister. rat berichtete Painlevé in seiner Eigenschaft als Kriegsminister: Die Lage in Maroffo verbeffere fich non Tag zu Tag infolge Untermerfung verschiedener aufständischer Stämme. Auch bestätige fich die schmere Niederlage der Drufen in Syrien . Painlevé machie ferner vertrauliche Angaben über die Borbereitungen zum Vormarsch der franzöfifchen Truppen auf Sueida
Helden der Zerstörungswut dieser sonderbaren deutschen Kulturträger zum Opfer. Sie wurde unter Jubelgefchrei aus dem Fenster auf das Pflaster herabgestürzt und vollständig zertrümmert. Glanflügel war ausgesprochener Realist. Seine fünstlerische Ausbildung hatte er in Berlin , Dresden und Paris erhalten. Seine Werte zeichneten fich durch Lebendigkeit und Frische aus. Ein langjähriges Augenleiben erschwerte ihm in den legten 3 Jahrzehnten das Arbeiten. Er starb in größter Armut.
Die Trauerfeier für Profeffor Schweinfurth. Am heutigen Mittwoch um 12 Uhr findet im Botanischen Museum in Dahlem die Trauerfeier für den im Alter von faft 89 Jahren verstorbenen Neftor der deutschen Afrikaforscher, Profeffor Dr. Georg Schweinfurth, statt. Dem Wunsche des verstorbenen Forschers entsprechend, findet im Anschluß an die Trauerfeier die Beerdigung der sterblichen Hülle im Botanischen Garten in Dahlem statt, den der Forscher bei Bebzeiten faft täglich besuchte, um seine bort untergebrachten bota nischen Sammlungen zu besichtigen.
Die Infendanz der Städtischen Oper feilt auf zahlreiche Anfragen mit Abonnementspläte sind nur noch im Drchefter und I. Nang zu baben. Die berausgabten Abonnements find von bente bis Mittwoch, ben 30. September, aur Erleichterung des Bublikums awanglos, also obne Bindung an einen bestimmten Tag, einlösbar. Die Stäbtische Oper nimmt am Mitt woch ben reiicht" in ihren Spielplan qui. Svielleitung: Dr. Saum; musikalische Zeitung: Krih Zweig: in den Hauptrollen die Damen Bettenborf und Balb; die Herren Guttmann, Sauer, Graarub, Edarb, Kipnis Heher. In der Tribüne beginnen die' Aufführungen von Shaws Zurüd zu Methusalem allabendlich um 8 br.
Franz Molnar wird der deutschen Uraufführung feines Aultiplels Der gläserne Bantoffel", bie am Mittwoch, ben 28. September im Theater am Surfürstendamm stattfindet, beiwohnen.
Staatsoper. Am Sonnabend, den 26. b. M., in völlig neuer Aus ftattung und Einstudierung Beethovens Fidelio unter musikalischer Leitung von Generalmusikdirektor Kleiber und szenischer Beitung von Marl Solv. Gesamtausstattung: F. Arabantinos. Sämtliche Bartien find doppelt befebt.
Hedwig Bangel, bie nad langer Abwesenheit zur Bühne zurüdfebrte. um dadurch die Mittel zum Bau des von ihr nevlanten elms für Straf entlaffene und einer Schule zu deren Berufsausbildung zu bekommen, be gebt beute ibren 50. Seburtstag. Bon Streifen, die ihr unbe stehen, wird darauf hingewiesen, bas fraglos die beste Geburtstagsfreude für die gefeierte Stünstlerin daher ein Anwachsen des Bosschedfontos der HedwigBangel- Hilfe, Berlin Nr. 37 213, fein mirb.
Zum vierhundertjährigen Jubiläum der Universität Marburg im Zabre 1997 foll in Marburg ein Kunsthaus errichtet werben, bessen wichtigsten Teil eine große funftwiſſenſchaftliche Bibliothek bilden wird, der das kunſte geschichtliche, das archäologische und das vorgeschichtliche Institut der Univer fität mit ihren Arbeitsräumen für Foricher angegliedert werben sollen. binzu wird ein Berlag des funsthistorischen Seminars und ein Museum Bildhauer Otto Glanflügel ist im Berliner Augusta- Bittoria- für ble reichhaltige Sammlung des bessischen Geschichtsvereins tommen. als Studienfach. Auf Grund einer Stiftung des Buch Krankenhaus in feinem 73. Lebensjahre gestorben. Seine Hauptbändler- Bärfenvereins wurde an der Leipziger Handelskolchule ein Lehrwerte waren der„ Austernverkäufer", Kampfbereit, die Berle des fubl, für Betriebswirtschaftslehre des Buchhandels errichtet und auf ihn Beines", der„ Waffenschmied", sowie eine große, nach der Natur Dr. Gerbart Meng als außerordentlicher Profeffor berufen. Wena ift früber mobdellierte Büfte Vollmars. Durch diese ist er namentlich in Partei Jounaltit und felt 1920 polfswirtschaftlicher und journalistischer Beirat bes treifen betannt geworden. Ein Abguß diefer Büfte fiel gelegentlich Buchhändler- Börsenvereins gemeien und bat auch verschiedene Schriften der Erftürmung der Münchener Bost" durch die Hitler- Ludendorff über Technik und Wirtschaftslage des Buchhandels veröffentlicht.
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