Genossinnen! Die„Wählerin" ist in den Abholestellen.
eines gesunden und bequemen Wanslebens zu verschaffen: Fernheizung durch die ganze Stadt, wie wir heute Fernwasser, Ferngas, Fernlicht schon haben. Warmes Wasser in jedem Hause, Antennen aus jedem Hause, Radio in jeder Wohnung und was alles durch das Radio, wenn es dem Gemeinwohl systematisch dienstbar gemacht wird, gelernt und genossen werden kann. Alles das in die Tat um- gesetzt oder in Angriff genommen, würde für den Haushalt solche Ersoarnisse und für das Familienleben der Werktätigen solche Be> reicherungen bedeuten, daß nicht nur die furchtbaren Wunden der Kriegs- und Inflationszeit schnell geheilt, sondern in aller Zukunft selbst ein kleiner Verdienst viel größere Früchte bringen würde. Kapital oüer Volk l Don neuem stehen die Hausfrauen Berlins vor der Entscheidung, ob sie das Interesse ihres Haushalts, das Glück ihrer Familien zum Siege führen wollen, wie es sich für eine Republik gehört, oder das Herrschasls- und Ausbeutungsinteresse der Industriellen, Großkauf- leute und Hausbesitzer, was nur eine neue monarchische Knecht- schaft ohne Monarchen bedeuten würde. Von neuem sind die Haus- frauen vor die Frage gestellt, ob das Ausgabenbuch des werktätigen Volkes oder das Hauptbuch des Kapitalisten über Groß-Berlin regieren soll. Vier Parteiblöcke kämpfen heute um die Stimmen der werktätigen Männer Berlins und ihrer Frauen, Töchter, Mütter. Der reaktionäre Rechtsblock der Deutschnationalen und de» Deutschen „Volks"partei: in seinen Geheimkonventikeln schlägt er brutal das Hauptbuch der Kapitalistenklasse auf. Seine bezahlten Sendlinge aber schickt er zum Gimpelfang in die Massen mit der Sehnsucht nach dem Kaiser und der„guten alten Zeit*, mit frommem Augenaufschlag, aber die Silberlinge des Judas in den Händen. Der B l o ck d e r„goldenen Mitte", der Lauen und Aengst- lichen, der Kirche und der Demokratie, des Wunsches, aber nicht der Tat: was sie mit dem Munde und den Wünschen ihres Herzens versprechen, nehmen und zerstören sie durch ihre Unentschlossenheit und Wankelmlltigkeit. Auf der anderen Seite die K o m m u- nisten: zorn- und racheglühend, aber unfähig und lebensfremd, selbst bis zum Verrat der werktätigen Massen! Und endlich zwischen diesen Blöcken der Torheit, der Lauheit und der Nieder- tracht die Partei des werktätigen Volkes selbst, die deutsche Sozialdemokratie, die nichts und niemandem dient, als dem hohen Ziel werktätiger freier Gemeinschaft des Volkes und nur siegen will, um unter diesem Zeichen zu schaffen und zu gestalten. Hausfrauen, wählt sozialdemokratisch, die Liste 1! Die deutsche Sozialdemokratie ist es allein, die weiß und will, was die werktätigen Massen, die Hausfrauen, Mütter und Töchter ersehnen und verlangen: daß das Leben nicht zur Arbeit, sondern die Arbeit zum Leben da ist. Daß die Konsumenten und der Haushalt des Volkes nicht für die Industriellen und Unternehmer, sondern die , Industrie für den Volkshaushalt da sein soll. Daß wir nicht haus- halten und kaufen, damit produziert wird, sondern daß produziert werden soll, um immer besser und billiger zu kaufen, um immer reichlicher unseren Haushalt führen, immer mehr unseres Lebens froh sein zu können. Daß der Staat kein Instrument der Reichen, »atten und Herrschaftswilligen, sondern der Diener, der Freund teiner Burger sein soll, und das Glück der Familien, im Wandel der Geschlechter, im Zusammenleben der Völker sein Ziel. Daß endlich eine Stadtverwaltung nichts anderes fein darf als der zweite, nur allen gemeinsame Familienhaushalt, der für alle das leistet und ubernimmt, was die einzelne Familie, die einzelne Hausfrau nicht leisten und nur teurer leisten könnte. Von diesen großen Selbstverständlichkeiten wissen die anderen Parteien nichts und können sie nichts wissen. Das kann nur eine Partei, deren Führer und Führerinnen den Schuh selbst tragen, der die werktätigen Massen drückt. Das sollten aber auch am besten und tiefsten die Hausfrauen wissen und fühlen, auf denen die ganze Last des Haushalts, die ganzen Sorgen des bitteren Alltags am schwersten ruhen. Mögen die Frauen Berlins darum am 25. Oktober beweisen, daß sie der Verantwortung auch wirklich bewußt sind, die für das Glück ihrer Familie auf"Ihnen ruht.
fiuf öem Höhepunkt. Der Wahlkampf hat auf der ganzen Linie mit Energie eingesetzt. Ein Regen von bedrucktem Papier ergießt sich aus den wehrlosen Berliner , der dem großen Anpreisungspanorama mit leiser Verzweif- lung gegenübersteht. Eine gewisse Wahlmüdigkeit ist bei den natio- nalistischen Parteien, die durch eine Politik des beispiellosen Betruges das Vertrauen auch ihrer Unentwegtesten schwer erschüttert haben, zweifellos festzustellen: sie selber rechnen mit erheblicher Stimmen- enthaltung. Aus einmal wollen sie alle die treuesten Freunde des Volkes sein: Es gibt keinen Zoll mehr, der dem Deutschen die not- wendigsten Lebensmittel unerträglich verteuert, die Arbeitslosigkeit unheimlich vermehrt und den Agrariern Profite schafft. Im Hand- umdrehen ist alles eitel Lust und Harmonie. Diese Rattenfänger schwarzweißrötlicher Eouleur, die mit der Dummheit des Volkes und seiner Vergeßlichkeit rechnen, sollten sich doch keinen Illusionen hingeben. So leicht vergißt sich's nicht. Die Quittung wird den Vogel-Strauß-Taktlkern der Rechten der kommende Wahlsonntag prä- sentieren. Eine besonders wirl�ingsoolle Propaganda, die die Be- ochtung vieler Tausende fand, war ein Propagandaauto der Sozialdemokratie, das, durch elektrische Lampen reich de- leuchtet, in zahlreichen Plakaten aufforderte, am 25. Oktober die Partei des Volkes, die Sozialdemokratie, zu wählen. Besonders in den Vierteln der Arbeit wurde der Propagandawagen lebhaft durch laute Zurufe begrüßt. Es gilt in den wenigen Tagen, die uns noch von der Wahl trennen, mit allerEnergiefürdenSieg der Sozialdemokratischen Liste zu werden. Unwissende aufzuklären und der vergiftenden Lügenpropaganda der Zollräuber einen ehernen Riegel vorzuschieben. Dann ist der sozialistischen Sache der Sieg gewi� Unerhörte Lebensmittclverfälschungen. „Prima Brüh- und Bratwurst, garantiert aus reinem Fleisch hergestellt," wird auf verschiedenen Wochenmärkten von Händlern zum Derkauf gestellt. Beamte der Rahrungsmittelkontrolle in Zivil haben nun von mehreren Verkäufern dieser Wurst Proben ent- nommen, und bei der Untersuchung stellte sich heraus, daß in mehreren Fällen diese„Prima Wurst" mit einem Zusatz von gequetsckiten Kartoffeln oder von Kartoffelmehl bis zu 50 Prozent oerfälscht worden war. Dabei war diese Wurst nicht etwa billiger als diejenige, die von den Schlächtern zum Berlüuf gebracht wird und die aus reinem Fleisch besteht. In allen Fällen, in denen ein hoher Prozentsatz von Kartoffeln und Kar- toiselmehl bei der Wurst festgestellt worden ist. wird gegen die Hanl:'? wegen Betrug vorgegangen werden. Man sollte ihnen aber auch die Handelserlaubnis entziehen. .tü. Griff in die Armenkasse. Zu unseren Meldungen(in Rr. l7Z und in Nr. 478) über einen wegen Unterschlagung von Armengeldern veruriellten Wohlstrhrtstommissionsoorsteher des Verwaltungsbezirk Wedding bittet uns der die Wohlfahrt«»
kommission 212 A leitende Vorsteher Alfred Weimann (früher Prinzenallee 13, jetzt Prinzenallee 81 wohnhaft) um die Feststellung, daß nicht er jener Dorsteher ist. Wir hatten bereits in Nr. 478 mitgeteilt, daß es sich um einen Vorsteher W e i h m a n n handelt, der die Wohlsahrtskommission 202 A leitet; eine Verwechselung war also wohl nicht mehr möglich. Wahlrecht— Wahlpflicht. Für Liste I. Am Sonntag entscheidet sich das Schicksal der Großgemeinde B e r%n für die nächsten vier Jahre. Das Wahlrecht zur Stadtver- ordnqtenoerfammlung ist allen Männern und Frauen, die am WahUage 2 0 Jahre alt sind und seit 6 Monaten in dem Gememdebezirk Berlin wohnen, gegeben; es auszuüben ihre Pflicht. Beschränkt euch nicht daraus, selbst wählen zu gehen, holt alle eure Bekannten und Freunde heran, damit sie ihr Wahlrecht nicht ungenutzt lassen. Die wahlzeik ist festgesetzt von g Uhr morgen« bis 0 Uhr abends. Es ist gut, möglichst früh sein Wahlrecht auszuüben. Jeder Wähler kann sein Wahlrecht nur in einem, und zwar in dem für Ihn zuständigen Abstimmungsbezirk(Wahllokal) ausüben. Stadtverordnete und Bezirksverordnete werden diesmal in einem Wahlgange gewählt. Die Wahlhand- lung ist öffentlich. Tie sozialdemokratische Liste ist die Liste 1. Der Abstimmungszettel sieht so aus:
die rasenden Spießer. Der„Lokal-Aozeiger" macht Schauerkolporlage. Die Wahlschrecken scheinen dem„Lokal-Anzeiger* arg auf die Nerven gegangen zu sein. Die bürgerliche Wahlmüdigkeit, die kom- nmnalen Sünden des Reaktionsblocks haben die Stimmung merklich herabgesetzt. So muß irgend ein Husson-Säugling einspringen, um auf der ersten Seite des ehrenwerten Organs eine heiße Schlacht gegen die rotenJugendentsittlicher. gegen P a u l s e n und Löwen st ein zu schlagen. In diesem von Entstellungen und Verleumdungen starrenden Artikel wird von der Seelen- Vergiftung durch die rote Springflut, von gelockerter Zucht und er- schütterter Autorität gesprochen, und alles klingt so ehrenwürdig- spießig oerkalkt, daß man meint, einen pensionierten Studienrat wilhelminischster Prägung flüstern zu hören. Zlm Schluß des Elaborats, das in verwerflichster Weise an die feigsten Instinkte des guten Bürgers appelliert, heißt es: „Um die Seelen eurer Kinder geht's. Wer will sie verkaufen?" Dos sagen wir auch! Es geht umdieSeelenderKinder des arbeitenden Volkes. Es geht darum, daß der Nachwuchs der Bevölkerung, daß das Kind des Arbeiters, des Angestellten, des Beamten nicht systematisch verdummt wird, daß nicht seine wert- vollsten Anlagen erstickt und verschüttet werden in dem unseligen Programm ödester Nivellierung, mit dem die Schule der Bourgeoisie die aufsteigenden Kräfte aus der Tiefe bewußt hemmen will. Es
rtes Rundfunkprogramm. Freitag, den 2i. Oktober. AnOer dem üblichen Tegeeprogramin: 4.30—6 Uhr abends: Ana Opern I.ortzings(geb. 23. 10. 1801). 1. Ouvertüre zu.Der Wildsohätz'1(Orchester). 9.») Vater, Matter ans„Undine", b) War einst ein junger Springsinsteid aus .Der Wafienaobmied'(Waldemar Henke von der Beriiner Staatsoper, Tenor). 3. a) Arie des Bürgermoisters aus.Zar und Zimmermann1', b) Auch ich war ein Jüngling, Died des L tadinger aus .Der Waftenschmied*(Peter Lordmann. Baß). 4. a) Bin ein sebliohtes Kind vom Lande ans.Der Wildschütz ", b) Wir alle sind in Angst und Kot aus.Der Waffensohmied"(Lia Faidauer, Sopran). 5. Potpourri aus.Regina'(Orchester) 6. a) Darf ich wohl den Worten trauen, aus.Zar und Zimmermann", b) Du bist ein arbeitsamer Mensch aus.Der WaSonsobmied*, e) Im Wein ist Wahrheit aus.Undine'(Waldemar Henke und Peter Lordmann). 7. Ouvertüre zu.Undine"(Orchester). 8. a) Mein Weib, mein teures Weib aus«Der Wildschütz " b) Darf eine niedre Magd es wagen aus.Zar und Zimmermann "(Lia Fuldauer und Waldemar Henke). Kleines Berliner Funkorchester. Dirigent: Bruno Seidler- Winkler . 6 45 Uhr abends: Dr. Paul Hirsch-Mamroth:«Vom guten Appetit und seinen schlechten Folgen".(Eine ärztliche Plauderei). 7.20 Uhr abends; Hans-Bredow- Sehale(Bildungskurse). Abteilung Literatur. Theodor Kappstein:.Deutsche Dichter und Denker". 3. Vortrag;.Friedrich von Schiller".(3. Teil). 8 Uhr abends: Sendespicle Abteilung Operette. Leitung: Cornelia Bronsgeest. Spielzeit 1925/26. 9. 1 eranstaltung. Zum 100. Oeburtstage von Johann Strauß (25. Oktober)..Waldmeister", Operette m drei Teilen von Johann Strauß . Für den Kundfunk eingerichtet von Cornelia Bronsgeest. Dirigent: Bruno Seidler-Winkler . Pauline, Süngerin der Dresdener Oper: Hussa-Greve; Botho von Wandt: Bernhard Bötel ; Chistof Heffele, Amtshauptm&nn: Gerhard Pechner ; Malvine, seine Frau: Grate Liebreich; Fresa. deren Tochter: Else d'Heureuse: Tymoleon von Genus . Oberforstrat und Direktor der königlichen Forstakademie: Robert Koppel ; Erasmus Friedrieh Müller. Prof. der Botanik; Karl Platen ; Jeanne, Gesellschaftsdame der Panline: Pepi Zampa: Schultheiß Danner: Bernhard Köhler ; Martin Oberkneont in der Waldmühle; Wilhelm Köppner. Diener, Stubenmhdchen ha» Haff eis, Paulines Freundinnen, Forstelovcn. Der erste Teil spielt in einer Waldmühle, der zweite und dritte Teil im Hause des Amtahauptraanns. Anschließend: Dritte Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitansage, Wetterdienst, Sportnachrichten, Theater und Filmdienst.
gilt, unsere Kinder vor dem seelenmordenden System der Religions- beamten, die die Söhne und Töchter der Werktätigen zu Ausge- beuteten in ihren„Bekenntnisschulen"„erziehen" wollen, zu de- wahren. Darum geht am 25. Oktober unser Schulwahlkamp?. Und wir wissen, daß diesem Kamps um die freie, sarlschrillliche Schule die Sympathien aller Einsichligen gehören. Mit Sem Hängegerüst in Sie Tiefe. Furchtbares Lauunglück iu Leukölln. Vor wenigen Wochen ereignete sich/ wie erinnerlich fein wird, in der W i e s« n st r a ß e im Norden Berlins ein schweres Bau- Unglück: ein Hängegerüst stürzte herab und zwei Maurer wurden lebensgefährlich verletzt. Nun wird schon wieder ein ähnliches schweres Unglück gemeldet, das sich am Donnerstag nachmittag gegen 3 Uhr in Neukölln , Weisestraße 33, ereignete. Auch hier stürzte»in Hängegerüst plötzlich aus dem vierten Stock in die Tiefe und riß zwei Dachdecker mit sich hinab. Der Dach- decker Anton Löffler aus Neukölln , Karlsgartenstraße 16, ver- starb infolge der schweren Verletzungen, die er bei dem Sturz er- litten hatte, bereits auf dem Transport nach dem Krankenhaus. Sein Arbeitskollege, der Dachdecker Paul Howarka, Neukölln , Leine-
In diesen Kreis gehört Dein Kreuz I
straße 2, erlitt schwere innere Verletzungen und mehrer« Knochen- brüch« und wurde in bedenklichem Zustande von einem Wagen des Städtischen Retwngsamtes In das Buckower Krankenhaus einge- liefert. Die fortwährenden schweren Bauunfälle könnten zu dem Schluß Anlaß geben, daß die baupolizeiliche Kon- trolle der Baugerüste nicht in der strengen Weise durch- geführt wird, die notwendig ist. um das an sich ständig schwer ge- fährdete Leben der Bauarbeiter wirtsam zu schützen. Z. B. können — auf der anderen Seite— die vielen Kleinsiedler ein Lied davon singen, wie scharf und unnachsichtig die Baupolizei ihnen gegenüber bei harmlosen Wohnlauben- und Stallbauten ist.
Ausstellung für Wohnungsbau. Die gemeinnützige Wohnungsfürsorge. Gesellschaft Berlin oeranstattet jetzt eine kleine Ausstellung, um ein« Uebersicht über die bisher mit Hilfe der Hauszinssteuer fertiggestellten Woh- nungsbauten und auch über einen Teil der mit Hauszinssteuerhypo- theken noch zu brechenden neuen Bauvorhaben zu geben. Nicht selber zu bauen, sondern den Wohnungsbau durch Beschaffung von Hypotheken aus der Hauszinssteuer zu fördern, ist Zweck und Aus- gäbe der Wohnungsfürsorge-Gesellschaft. Diese Ausstellueng, die im Berliner Stadthaus(Eingang Kloster- straße, Saal 339) untergebracht ist, zeigt an Grundrissen und Lage- Plänen, an Modellen und Ansichten fertiger Siedlungen oder Einzel- bauten, was von Genossenschaften und gemein- nützigen Baugesellschaften und auch von pri- vaten Unternehmern geleistet wurde oder für die n ä ch st e Z« i t a e p l a n t i st. Die Wohnungsfürsorge-Gesellschast hat neben der Hopothekenbeschafsung auch die sachkundige Bau- beratung zu ihrer Aufgabe gemacht, um zur Verbesserung des gesamten Wohnungsbauwesens beigetragen. Mit welchem Erfolg sie sich um die Lösung dieser Aufgabe bemüht, davon gibt die Aus- stellung manche Probe. Die Gejellschaft läßt kein« Seitenflügel oder Quergebäude zu, sondern Randbebauung großer Baugelände, deren Inneres als Grünfläche freibleiben muß. Bei der schlichten Feier, mit der am Donnerstag die Ausstellung eröffnet wurde, beklagte der an der Spitze der Wöhnungsfürlorge-Gesellschast stehende Direktor Schallenberger, daß nur ein geringer Teil des Hauszinssteuerauf- kommens dem Neubaufonds zugeführt werden darf. Den Bestrebun- en, einen möglichst großen Teil der Hauszinssteuer für allgemeine swecke des Reichs, des Staates und der Gemeinde vorzubehalten, müsse entgegengetreten werden, sonst könne man dem Wohnung-- Mangel nicht abhelfen. Weil auch bei Gewährung einer Hauszins- steuerhypothek immer noch sehr erhebliche Beträge aus eigenen Mitteln beschafft werden müssen, kann diese Wohnungssürsorge den
Mittellosen kaum zugute kommen. � Hier hat die Stadt durch Her- aab« eines besonderen Zuschußfonds eingegriffen, um auch in solchen Fällen den Wohnungsbau noch zu ermöglichen. Im ganzen sind bis zum Frühjahr 1925 10 050 Wohnungen finanziert worden, darunter 49 Proz. Hochbauten(4 oder 5 Stockwerke), 28 Proz. Mittel- bauten(bis zu 3 Stockwerken) und nur 23 Proz. Flachbauten. Da der Bedarf an neuen Wohnungen in Berlin immer noch auf 100 000 geschätzt wird, so bedeuten 10 000 Woh- nungen eine leider sehr geringe Milderung des Wohnungsmangels. Man sieht, wie berechtigt die Forderung ist, daß der Hauszinssteuer- ertrag in weitestem Maße wirtlich für den Wohnungebau verwendet wird. Die Ausstellung ist geöffnet vom 23. Oktober bis zum 1. No- vember täglich von 9—4 Uhr.
Dieser alte, oft angerweifelte Rat ist auch heute noch weise und gut, nur muß die Frau ihrem Ehemann stets begehrenswert erscheinen. Siel darf ihr fleußeres, vor allem ihren I schönsten Schmudc, das Haar, nldü vernachlässigen. Ein wohlgepflegtes. leuchtendes Haar verleiht auch einem minder schönen Antlitz unendlichen Liebreiz, ünd wie leicht ist heutzutage die Pflege dieses natür. lichen Kleinodes: man wäscht es wöchentlich einmal mit dem idealen Kopfwaschmitlel„Schaumpon mit dem schwarzen Kopf" und hat so die Garantie, die beste Haarpflege auszuüben. Millionen verdanken diesem Präparat die herrliehe Fülle ihres Haares. Verlangen Sie daher beim Kauf nur dieses Fabrikat, kurz gesagt»Sehwarzkopf Schaumpon*