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1. Seilage öes Vorwärts

Vonnerstag, 21. Jatmat 1926

Niemond soll fürchten, wenn er die Ueberschnft liest, dost ihm fetzt gute Ratschläge vorgesetzt werden, wie er haushalten soll. Guter Rat ist teuer heute, wo es zum Haushalten hinten und vorne nicht langt, und der beste Rat schafst nicht mehr Geld, wenn e» einmal zu wenig ist. Aber es ist eine merkwürdige Sache um das Haus- halten und den Haushalt. Wenn man nämlich alle Gelehrten der West zusammenkommen ließe und fragte ste, was ste vom Haushalten und vom Hausholt wissen, so kämen sie in die allergrößte Verlegen- heit. Denn die Wissenschaft hat sich mit allen möglichen und unmög- Uchen Dingen befaßt, vom Haushalten und vom Haushalt aber weiß sie nichts. Wer den Hausvätern und Hausfrauen ginge es nicht bester, wenn man sie fragte: Was wißt Ihr von Eurem Haushall. Sie läßen genau so verdutzt da. Sie haben auch allerlei in ihrem Leben gelernt, und es gibt zum mindesten keine Hausfrau, die nicht alle Einzelheiten chres Haushalls bis ins Letzte kennt, aber was der Haushalt, das Haushalten ist. darauf wüßte kaum ein Hausvater, kaum eine Hausfrau«ine Antwort. Wofür man arbeitet. Und doch ist der Haushall und das Haushallen neben der Arbeit und dem Verdienen nicht nur die ganze zweit« Hälft« des Lebens. iic ist sogar die wichtigere. Arbeiten tut der Mensch nämlich nur für den Haushalt, und verdienen tut er nur zum Verbrauchen. Eine ander« Frage ist e», ob das Arbeiten und Verdienen immer ange- nehm ist, auch ob es langt und langen kann, was erarbeitet und verdient wird. Wer das verbrauchen und haushalten ist der Zweck des Ar bestens und verdlenens. Um so merkwürdiger, daß die ganze Well vom Arbeilen und Verdienen etwas weiß, nichts aber davon, wofür gearbellet und verdient wird. Allerdings, in der kapita- listiichcn Well, in der wir leben, ist es kein Wunder. Wem's gut geht, der hat keinen Grund über den Haushall und das Haus- hüten nachzudenken, und wem's schlecht geht, der hat keine Z et t dazu. Kommt noch hinzu, daß d i e im allgemeinen die Wstssnichüft machen, denen es gut geht und daß denen, die Wissen- fchoft für diejenigen machen, denen es schlecht geht, ihren Kops voll davon hoben, wie es bester gehen könnte. Wie dann das, was erkämpft wird, verbraucht wird, ist eine Privatsache der Familien- näter und Hausfrauen. Der Hwishalt und das Haushallen ist im kapitalistischen Snstern eine Privatsache. Ist das des Rätsels Kern, daß man nichts davon weiß? Aber auch d»s Produzieren ist ja Privatsache, Privatsache der Kapitalisten und Unternehmer, sogar eine Privatsache im allerengsten Sinn. Sein Zweck ist der Profit. und der Zweck de» Prosits ist der haushall der Kapitalisten und Uniernehmer. in den er hineingeht Und doch gibt es Millionen von Büchern über dos Produzieren, auch wie man Profil macht. Vom Produzieren lernt die ganze Well schon in der Schule(vom Prosit weniger) Vom Haushalten aber lernt man nichts, und was die Wissenschaft darüber geschrieben hat(es taugt nichts!), könnte man bequem unter einem Arm nach Hause tragen.

Arbeit zum JTebeti. Daß es nun aber den Millionen und aber Millionen arbeitenden Menschen in der kapitalistischen Well nicht so geht, wie es gehen sollte und könnte, das hat den Kampf gegen diese unvernünftige kapita- listische Well und für eine bessere Welt erzeugt, den Kamps für den Sozialismus. Millionen und aber Millionen von Familienvätern und Hausfrauen führen ihn. Das Leben soll nickt zur Arbeit, die Arbelt soll zum Leben dienen, das Haushalten nicht für das Produ- zieren, und das Produzieren nicht für dos Profitieren zugunsten weniger sondern das Produzieren für das haushalten und dos Profitieren für alle, und zwar nicht, damit wieder und wieder produ- ziert wird, sondern damit man was vom Leben hat. Die Millionen und aber Millionen von arbeitenden Angestellten, Beamten und Arbeitern wollen also dem Haushalt und dem Haushallen die Stellung geben, die ihm vernünftigerweise gebührt, und die er in der kapitalistischen Well nur bei ganz wenigen" hat: bei den Kapitalisten und Unternehmern, bei denen dieArbeit" sin der Hauptsache aller- dings die der anderen) wirklich zum Leben, das Produzieren wirklich zum Haushalten da ist. Das ist der Sinn des Sozialismus und der Zweck aller Sozialisicrung. Nun kann den Kapitalismus jeden Augenblick der Teufel holen. Er wächst seinen Herren, den Unter- nehmern, über den Kops. Ms die Währung im Herbst 1923 zu- sammeickrach in Deutschland , hat das zugleich auch fast den Zu- sammenbruch des Kapitalismus bedeutet, wenn die Unternehmer am Steuer der wlrlschast oersagen, müssen andere an ihre Stelle. Die schwere Krise, in der Deutschland eben steckt, ist auch wieder nur der Unfähigkeit der Unternehmer zu danken, zu leisten, wofür sie da sind. Wir leben in einer Demokratie. Wenn der Staat das isteuer ergreifen muß, sind die Bürger der Steuermann der Wirt- schaft. Weil das zu 75 Proz. arbeitende Menschen sind, hängt es nur von der Geschlolsenheit der arbeitenden Masten und ihrer Fähig- keit ab, die gesamte Wirtscholl auf ihre Interessen umzustellen. Das beißt aber, die gesamte Produktion vom Profit aus den Verbrauch, das Arbeiten aufs Leben, die Erzeugung aufs Haushalten umzu- stellen. Wie das ober gelingen soll, wenn man zwar allerlei vom Produzieren, nichts aber vom Haushalten weiß, das ist ein Rätsel. zur die sozialistische wirlschastsorduung kommt es nämlich nicht daraus an. daß jeder seine eigenen Sorgen kennt und daß man weiß. was man gerne möchte, sondern daß man die Stellung und die Funktion des einzelnen Haushalts im ganzen volkshaushalt kennt, daß man weih, daß ein Familienhaushalt ein Wirtschaftsbetrieb ist, und was für«in Wirtschaftsbetrieb er ist, was der gesamte Volks- haushall im Verhällnis zur gesamten volkswirtschaftlichen Pro- duktion, im Verhältnis zum Staats- und Gemeindchaushait, im Verhältnis zu den Staats- und Gemeinde betrieben darstellt, und daß man endlich aufs genaueste und klarste Bescheid darüber weiß, wie praktisch der ganze volkswirtschaftliche Produktionsapparat iür die in ihm und für ihn Arbeitenden mit dem denkbar größten Nutzen für das Leben aller fruchtbar gemacht werden kann. Dieses Wissen fällt niemand in den Schatz. Wenn die Arbeiterschaft die Macht hat, steht es noch lange nicht fest, daß sie damit etwas Per» nünftiges anfangen kann. Gewiß ist olle Weisheit ohne Macht leer und zwecklos. Aber alle Macht ohne genügenden Sach­verstand, sie anzuwenden, ist blind. Das ist ja die größte Tragik des Bolschewismus, daß er aus einem Meer von proletarischen

Leichen, Blut und Tränen erst mühsam sich Hindurchsinden muß. wozu er seine Macht gebrauchen kann. « Die Umstellung auf den Soziaiismus kann auch nur eine allmäh- l'rche sein. Vor ollem in dem Industriestaat Deutschland , wo man nicht wie in Rußland die Bauern sich selbst überlasten und durch Requisitionen von Lebensmitteln und durch Naturalsteuern die Industriearbeiterschaft durchschleppen kann, bis man zur Führung der Wirtschaft gescheit genug geworden ist. Daher muß man, bevor die Arbeiterschaft das Wirtschosts- und Machtsteuer ergreist, den Kapitalismus, den man ja zum Sozialismus verändern und um- stellen will, aufs gründlichste kennen. Man kennt den Kapitalismus aber absolut nur halb, d. h. aber, man kennt ihn überhaupt nicht, wenn man wohl den Unsinn der Profitwirtschaft und die Sorgen der arbeitenden Masten, nicht aber das unendlich komplizierte Zusammenspiel zwischen Produzieren und Haushallen kennt, und zwar vvn allen Sellen, das erst das kapllalisttsche System ausmacht.. Gerade darüber könnte jeder arbeitende Mensch sehr viel misten, wenn er sich in seinem Haushalt wenigstens so auskennen würde, wie er sich in seinem Betrieb und Berus auskennt, wie auch die Arbeiter- schaft erst zur Führung der Wirtschaft fähig wird, wenn sie sich, wie in der Produktion, so auch im gesamten Voltshaushalt auskennt. 'Weitere Artikel folgen.'»

Staütheizuag in ltharlotteoburg! Seit einigen Iahren sini» in verschiedenen deutschen Städten Hamburg , Kiel , Barmen, Braunschweig , Leipzig , Dresden , Schwerin . Neukölln usw. berells Fernheizwerke in Betriebe, welche inner- halb ihres Anschlußreichs Wärm« an die Häuser liefern, ähnlich wie Gas, Wasier und Strom seitens der städtischen Werke geliefert wird. Das Bezirksamt Charlottenburg plant zurzeit das in Eharlottenburg sell rund 1? Iahren für das Rathaus und die umliegenden städtischen Gebäude bestehende Fernheizwerk zu einem Stadtheizwerk auszubauen, um einen größeren Teil der Stadt mll Wärme für Heizung und Warmwaster zu beliefernd Bei genügender Beteiligung der Abnehmer soll der Stadtteil zwischen Elektrizitätswerk Steinplotz Untergrundbahnhos Kaiserdanun Elektrizitätswerk Anschluß erhallen. Zunächst wird jedoch nur«in Teil dieses Stadtgebiets mit den nötigen Lellungen versehen werden können. In den nächsten Wochen sollen Beauftragte des Bezirksamts die wärmetechnischen Einrichtungen der für einen An­schluß in Frage kommenden Häuser aufnehmen. Es wird gebeten. diesen im amtlichen Auftrage erscheinenden Ingenieuren, die sich durch eine mll dem Bezirksamtssiegel versehene Karte als solche auszu­weisen haben, Zutrllt zu den Kesselräumen usw zu gewähren und gegebenenfalls erbetene Auskünfte zu erteilen. Die Bearbeitung des gesamten Entwurfes selbst erfolgt im städtischen Maschinenbau - a m t Rathaus, Zimmer Nr. 414/416, Fernsprecher Hausanschluß 131 und 160, dessen Leiter, Magistrotsbourat Schmidt, jede weitere gewünschte Auskunft auf Ansuchen erteilen wird. Sprech- zell 10 bis 12 Uhr vormittags.

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Die Passion. Roman von Clara Diebig.

Eva hatte dann nicht mehr geleugnet. Wozu? Einem Arzt, der nicht dumm ist, der seine Sache versteht, dem etwas vorzumachen, konnte, ihr ja nicht gelingen; das wußte sie. Und was half es ihr. daß der Professor in der Charit� so beruhigt hatte, das glaubten die Peterseims doch nicht. Die waren ängstlich. So alte Leute schon, und doch noch so angst» lich. Das begriff Eva wiederum nicht. Jetzt, nun ihre Per- sicherung, ihre Tränen, ihre Bitten nichts weiter gefruchtet halten, als daß die Peterseims versprachen, den Grund der Entlassung ihr nicht ins Zeugnis zu schreiben, war sie ruhiger geworden. Und merkwürdig war e?, daß sie trotz aller Auf- regung sich jetzt wieder etwas gesünder fühllc. Sie hatte sich aitsgcrafft. Sie war den alten Leuten nicht gram darum, daß die sie entließen, es würde ja schon irgendwie wieder werden. Ihr Zeugnis war gut; Grund der Entlassung: vier Treppen zu anstrengend. So schmerstich es Eva auch war, als sie in der kleinen bebänderten Küche, darinnen sie einst gesungen hatte, sich zum letztenmal umsah, so ernst ihr Gesicht auch war. die Lippen schmal und ganz blaß, sie war sich bewußt: es war nun einmal ihr Los, zu wandern. 23. Wo sind S'e denn die letzten vier Wochen gewesen? Als Tag des Austritts steht hier der 80. März, jetzt haben wir morgen den 1. Mai?" Der Herr sah sie fragend an. aber Eva sagte lächelnd:Ich war vier Wochen zu Hause." Wenn Cva gesagt hätte:Ich war in der Charitä," hätte er sie vielleicht nicht genommen. So aber hatte er Neigung. sie zu mieten, denn er brauchte jemanden für seine kranke Tochter, und da er nicht jedes hohe Gehalt zahlen konnte, hatte er bis jetzt noch niemanden gefunden. Und dieses Mädchen sah ged"ld'g und sankt aus. Daß es ein wenig schielle und auch nicht scharf zu hören schien, das war für ihn weiter kein Hinderungzgrund. Im Gegenteil. So« hiechen würde das wahrscheinlich gerade oeiallen. Ihr gefielen nur diejenigen nicht, die ganz" ohne Fehl waren. Sophie, die Tochter des Herrn In'sndanturrat Rothe, mar gelähmt, an den Rollstuhl gefesselt, und zudem war ihr Rücken verkrümmt. Wenn eine vor ihr stand» schlank gewachsen,

mit einem frischen Gesicht, eine, der das volle Leben aus allen Poren zu sprießen schien, dann kehrte sie sich ab. das mochte sie nicht sehen, das machte sie boshaft. Sie konnte sehr boshaft sein, ihre Mädchen so quälen, daß die nach vier Wochen schon wieder gingen. Mit dieser Eva Wilkowski würde es vielleicht gehen. Herr Rothe sagte:Wenn Sie meiner Tochter zusagen, können Sie morgen gleich eintreten." Und Eva hoffte es, denn der Mann hatte solch bekümmertes Gesicht, traurige Augen und viele Falten auf der Stirn; er war ihr sympathisch. Sie wurde vor das Fräulein Sophie geführt. Eva. die nichts weiter wußte, als daß hier ein junges Mädchen zur Gesellschaft und Be- dienung der leidenden achtzehnjährigen To6)ter gesucht wurde, blinzelte erschrocken: die und achtzehnjährig?! Ein kleines Ge- sichl, gelb wie vergilbtes Papier, sah sie an, ein altes Gesicht: das Gesicht einer völlig Buckligen. Ein Buckel hinten, ein Buckel vorn. Und nun streckte die kleine Bucklige eine kleine; kinderkleine Hand aus:Kommen Sie doch mal näher!" Hurtige schwarze, kluge Augen musterten Eva. Diese Muste- rung halte etwas Verletzendes, aber Eva sagte sich:Halt Stand, du brauchst eine Unterkunft. Aus der Charit«) bist du wieder enllassen, das Geld, um zu privatisieren, hast du nicht." So blieb sie ruhig stehen, lächelte und ließ sich ge- duldig mustern. Du kannst sie mieten. Papa," sagte das Fräulein, winkte ihren Vater an ihr Sesselchen und flüsterte ihm noch etwas ins Ohr. Aber dies Flüsteru mit einer Stimme, die scharf war und quäkig wie die eines unartigen Kindes, hörte Eva doch.Hübsch ist sie nicht im mindesten. Sie gefällt mir." » Sie dürfen meiner Tochter manches nicht übelnehmen," sagte nachher der Vater, als er Eva hinausließ.Das arme Kind ist selber so unglücklich daran, daß sie Wert darauf legt, nicht durch besonders hübsche Menschen in ihrer nächsten Um- gibung zu sehr an das eigene Gebrechen erinnert zu werden. Sie sind aber doch ganz gesund, nicht wahr?" Eva bejahte. Meine arme Tocbter war früher ein so schönes Kind wir haben noch eine Photogravhie von damals. bis das Unglück kam." Der Vater schien es nötig zu finden, Eva näher zu unterrichten. Seine Augen blickten ietzt noch trau- riaer als drinnen bei der Tochter. Seine Stimme zitterte: Sie fiel aus dem Fenster. Das Unglück hat sie etwas ver- bittert, das ist zu verstehen." Verbittert ja, das verstand Eva. Wollte et ste nicht

auch manchmel wie Verbitterung beschleichen, wenn ihr un- verschuldetes Leiden sie quälte? Wenn sie andere sah, div gesund waren und doch ihre Gesundheit nicht so nötig ge- braucht hätten wie sie. Aber nun sie wieder einmal vier Wochen in der Charit� gelegen hatte, ging es ihr ja wieder besser; auch das Ohr war zugeheilt, und sie hatte sich aus- geruht: nun fühlte sie nichts von Verbitterung. Wenn sie ver- glich, war sie doch noch besser daran als diese arme Ver- wachsene, die, beinahe eine Zwergin, in einem Sesselchen saß und sich nicht ohne Hilfe bewegen konnte. Nun fuhr Eva fast alle Tage das Fräulein Sophie in einem Wägelchen, das nicht viel größer war als ein Kinder- sportwagen, auf den grünen Platz bei der Kirche. Sie wohnten in Friedenau . Wenn gutes Wetter war, dann machte Cva gegen Mittag ihre Dame zur Ausfahrt fertig: es war merk­würdig, daß Fräulein Sophie noch eitel war. Man mi ßte ihr den Spiegel vorhalten, sie steckte sich erst eine blaue Schleife an den großen weißen Spitzenkragen, von dem sie annahm, er verdecke ihre Gestalt in etwas, dann eine rote. Und auch die riß sie sich wieder ab und wählte zuletzt eine, die war quittegelb. ,.D i e Farbe, die harmoniert so schön mit meinem Gesicht," sagte sie dann mit einem Lachen, das Eva sich zuerst nicht recht erklären konnte, dann ober wußte sie es: es war das Hohnlachen über die eigene Mißfarbe. Wenn die Schleifenwahl zum glücklichen Ende gebracht war, stülpte Eva dem schwarzen, kurz gehaltenen Lockenkopf des Fräuleins den Hut mit den Maßliebchen auf, und der Portier wurde gerufen. Der nahm die kleine Bucklige wie ein Kind auf den Arm, trug sie ins Parterre hinunter, wo der kleine Wagen stand, und setzte sie in die Kissen. Stundenlang saßen Fräulein Sophie und Eva auf dem Platz in der Sonne. Eva häkelte, auf einer Bank sitzend, und das Fräulein neben ibr im Wägelchen las. Sie sprachen kein Wort, nur wenn es Kindern beikam, in der Nähe spielen zu wollen, hob die Bucklige den Kopf vom Buch. Dann fing sie an, so giftig zu blicken, daß die Kmder Anast bekamen vor den schwanen Auaen desFräulein Buckel" und fortliefen. Dann lachte die kleine Mißgestalt dasselbe Lachen, das sie lachte, wenn sie die Schleifen vrobierte:Sie haben Angst!" Aber dann zuckte es um ihre Lippen, so wie Linpen zucken. wenn Tränen aufkommen wollen. Eva statte so oft schon Menschen weinen sehen, sie spähte in die schwarzen Augen. aber sie sah immer nur den gleichen unruhigen Elan.;, de» kein Naß trübte.(Fonsetzung folgt.)