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Etatberatung im Reichstag.

Ein Fall Bruhn- Die Reichsversicherungsordnung- Annahme der Ministeretats Genoffe Bilhelm Liefer im Alter von 50 Jahren.- In Höch it

Der Reichstag   überwies gestern zunächst eine Reihe von Anträgen zur Genehmigung der Strafverfolgung von Abgeordneten dem Geschäftsordnungsausschuß. Große Heiterkeit erregt es, daß fich darunter auch ein Strafverfolgungsantrag geger den Abg. Kü13( De m.), dem neuen Reichsinnenminister, befindet. Der Geschäftsordnungsausschuß beantragt vier Anträge auf Genehmigung der Strafverfolgung von Abgeordneten abzulehnen, dagegen die Genehmigung zur

Einleitung eines Privatflageverfahrens gegen den Abgeordneten Bruhn( Dnat.) zu erteilen.

Abg. Gof( Dnat.) beantragt die Sache noch einmal an den Aus. fchuß zurück zu verweisen, da sie noch nicht genügend ge= flärt sei.

Abg. Cipinski( S03.) als Berichterstatter stellt fest, daß es sich in dem Falle des Abg. Bruhn um die Wiederholungen von Beleidigungen handele. Nachdem der Reichstag   zuerst den Antrag auf Strafverfolgung gegen Bruhn abgelehnt hatte, hat Bruhn die Beleidigungen in seinem Blatte Die Wahrheit" noch einmal erhoben.

Wenn unter dem Schuh der 3mmunität solche Beleidigungen wiederholt werden, dann kann dem Abgeordneten der Schuh

des Reichstages nicht mehr zugebilligt werden.

Das Schlimme an der Sache ist, daß die Beschuldigungen, auf die sich Herr Bruhn stügt, ihm von einem Konkurrenten zugetragen worden sind. Wenn Herr Bruhn die Wahrheit an den Tag bringen will, dann muß er auch den Mut haben, für seine Beschuldigungen vor Gericht einzustehen. Im Ausschuß hat sich die Mehrheit mit Ausnahme der Deutschnationalen für die Erteilung her Genehmigung zur Strafverfolgung ausgesprochen.

Abg. v. Kardorff( D. Bp.): Es entspricht einem alten Brauch des Hauses, daß Folge geleistet wird, wenn eine große Fraftion die Zurückverweisung einer Sache an den Ausschuß wünscht, weil sie noch nicht genügend geklärt sei.

Abg. Dittmann( S03.): Für unsere Fraktion bedarf die Sache in feiner Beise einer weiteren Darstellung. Es kommt auch nicht darauf an, ob es sich um eine Wiederholung alter Beleidigungen oder um wiederholte Beleidigungen handelt. Da aber eine große Fraktion den Wunsch auf Zurückverweisung äußert, so mollen wir ihm nach dem alten Branche Rechnung tragen, trotzdem unsere Stellungahme zu dieser Sache feststeht.

Die Sache wird darauf an den Geschäftsordnungsausschuß

zurüdverwiesen.

Der Entwurf eines Gesetzes über Wenderungen im patentamtlichen Berjahren wird in allen drei Lesungen perabschiedet. Die Vorlage betrifft den Geschäftsgang der Anmelde­abteilung im Einspruchsverfahren, das Verfahren des großen Senats und Beschwerden gegen die Prüfungsstelle.

Der Entwurf eines Gesetzes über die Versorgung der Bolizeibeamten beim Reichswasserschuß wird dem Hauptausschuß zur weiteren Beratung überwiesen. Die Ber  Torgung soll nach der Vorlage entsprechend den Bestimmungen für die Schußpolizei geregelt werden. Sie erfüllt eine Zusage, die den Bolizeibeamten bei der Gründung des Reichswasserschutzes gegeben

murbé.

Der Entwurf eines zmeiten Gesezes zur Aenderung und

Ergänzung des Hypothekenbankgesetzes

mird in allen drei Lesungen genehmigt. Danach sollen die Hypotheken­banten außer ihren bisherigen Geschäften auch die Aufnahme von Darlehen bei der Deutschen Rentenbank- Kreditanstalt zweds Ge währung hypothetarischer Darlehen und die Bestellung von Sicher heiten, für diese Darlehen betreiben. Die neue Borschrift fommt für die Landwirtschaft in Betracht. Es soll dadurch die ron der Deutschen Rentenbank Kreditanstalt im September 1925 abge­fchloffene Auslandsanleihe und weitere derartige Anleihen zur Ver­teilung gelangen.

Es folgt die erfte Beratung eines Gesezentwurfs über die Ab anderung des zweiten Buches der Reichsversicherungs­ordnung in Verbindung mit der ersten Beratung eines von der Jozialdemokratischen Fraktion eingebrachten Gesetz entwurfs über die

Aenderung der Reichsversicherungsordnung. Der Gefeßzentwurf der Regierung mill den Reichszuschuß für Mie Kosten der Familienwochenhilfe beseitigen, men Free Kranfenfassen davon nur geringen Vorteil hätten, die Länder und Gemeinden aber eine unwirtschaftliche, Laft. Der Reichsrat hatte den Wegfall der finanziellen Beteiligung des Reichs an den Kosten der Familienwochenhilfe abgelehnt, weil sie eine erhebliche Mehrbelastung der Krankenfassen bedeuten würde. Der Reichsrat hat eine andere Fassung des Entwurfs beschlossen und dieser steht jezt zur Beschlußfassung.

Abg. Frau Schroeder( Soz.) begründet hierzu den sozialdemokratischen Gefeßentwurf, der eine Aenderung der Berechnung der Renten aus der Invalidenversicherung verlangt. Es sei unverständlich, daß das Reichsarbeitsministerium fich auf die Mehrbelastung der Kranken­faffen berufe, um die Reichsbeihilfen für die Familienwochenhilfe zu beseitigen. Die ärztlichen und die Wohlfahrtsorgani­fationen haben gegen das unverständliche Vorgehen der Regie­rung protestiert. Sie haben verlangt, daß nicht ein Abbau, jondern ein Aufbau der Familienwochenhilfe vorgenommen werde. Trogdem will das Reichsarbeitsministerium den Abbau durchsetzen. Ich habe es außerordentlich begrüßt, daß die Oeffentlichkeit dagegen protestiert hat, denn es zeigte sich, daß man sich mehr und mehr mit den Fragen der Bevölkerungspolitik befaßt. Es wurde auch der Erfolg erreicht, daß der Reichsrat den Gesehentwurf der Regierung ablehnte und ihn an die Regierung zurüdverwies. Ich hätte es aber gern gefehen, wenn der Protest der Oeffentlichkeit eine pofitivere Wirkung beim Reichsarbeitsministe erzielt hätte. Was die Regierung jegt vorlegt, ist nicht eine cessere Arbeit, es ist nicht Fisch und nicht Fleisch.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Außer einigen technischen Verbesserungen ist nichts geschehen, was den Forderungen der Deffentlichkeit Rechnung trüge. Auf die Not der breiten Massen des Bolkes wird in feiner Weise Rücksicht genommen. Es hätte wohl eingegangen werden können auf die Feststellungen, die inzwischen über die Arbeit der schwangeren Frauen gemacht worden sind, wie sie besonders der Tertilarbeiterverband in borbildlicher Weise vorgenommen hat. Auch wenn angeblich die Not der Krankenkaffen berücksichtigt werden soll, so frage ich, was ist davon in diesem Gesezentwurf enthalten? Der einzige Gedanke, der damit im Zusammenhang steht, ist der der Gemeinschaftsarbeit. Dem gegenüber steht der Nachteil der Entziehung des Reichszuschusses. Bir haben uns wiederholt schon mit der Notlage der Krankenkassen beschäftigen müffen, besonders in der Inflationszeit. Jezt ist infolge her wirtschaftlichen Krise eine neue außerordentliche Not Tage der Krantenfaffen geschaffen worden. Durch die gewaltigen Zahlen der Erwerbslosen werden in erster Linie die Krankenkassen getroffen. In diesem Augenblick will die Reichs­regierung entgegen der öffentlichen Meinung und entgegen dem Einspruch des Reichsrats das Wenige nehmen, was noch geleistet

werden kann.

Es darf nicht unausgesprochen bleiben, daß die Krantenfaffen große Opfer für die Mutterschaftspflege bringen.

Sie haben sich damit ein gewaltiges Verdienst um die Allgemeinheit erworben. Wenn trotz der Not des Volkes die Sterblichkeit herab­gegangen ist, dann ist das nicht zuletzt zurückzuführen auf die Opfer, die die Krankenkassen gebracht haben. Als Dank dafür will die Reichsregierung trotz der Proteste von allen Seiten das Geringe noch nehmen, was sie erhalten. Im Ausschuß werden wir uns mit diesen Fragen noch eingehend befaffen müssen, besonders werden wir uns mit der Notlage der Krankenkassen befassen, auch mit den Maß­nahmen, die notwendig sind, um die Boltsgesundheit zu schützen. Die Rednerin legt zum Schlusse eine Resolution der jozialdemokratischen Fraktion vor, wonach der Reichstag   diejenigen Maßnahmen beschließen solle, die notwendig erscheinen, um den Krankenfaffen über die gegenwärtige Notlage hinwegzuhelfen. Wir bitten Sie, diese Entschließung anzunehmen.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.)

Abg. Frau Arendsee  ( Komm.) bekämpft in ähnlicher Weise die Regierungsvorlage, die sie als einen Abbau der Wochenhilfe bezeichnet. Der Gefeßentwurf und der sozialdemokratische Antrag werden dem Sozialpolitischen   Ausschuß überwiesen. Dann wird

die dritte Beratung des Etats für 1925 fortgesetzt. Nach den Vereinbarungen im Haushaltsausschuß sollen die noch zu erledigenden Etats in dritter Beratung ohne größere politische Debatten verabschiedet werden, da bereits in den nächsten Wochen die neuen Haushalte zur Beratung stehen werden.

Ohne Debatte merden die Etats des Reichspräsidenten  und des Auswärtigen Amtes angenommen.

Beim Haushalt des Reichsinnenministeriums führt Abg. Buchmann( Komm.) Beschwerde über die Polizei. zustände in Bayern  . Die bayerische   Staatsanwaltschaft und Polizei sete sich bei fommunistischen Abgeordneten ohne weiteres über die Immunität hinweg und setze Kommunisten ohne jeden Grund wahllos in Haft. Die Bersammlungsfreiheit fel für Kommunisten noch immer in Bayern   aufgehoben. Auch das Koalitionsrecht der Arbeiter sei durch die bayerischen Polizei­Schikanen praktisch außer Kraft gesezt.

Abg. Saenger  ( Soz.)

Bersforben ist der Genosse Karl Rosenberger, Amtsvorsteher in Künzendorf bei Neurode, im Alter von 68 Jahren. Der Bera storbene war in der Arbeiterbewegung sehr tätig; 25 Jahre war er ununterbrochen Vorsitzender einer berggewerklichen Organisation. In Wiesbaden   verstarb der Stadtverordnete, Arbeiterjekretär am Main   verstarb Genosse Anton Walter  . Er war der erste fozialdemokratische Abgeordnete im Koburger Landtag, der erste Parteisekretär im Kreise Höchst, der erste fozialdemokratische Stadtverordnetenvorsteher, und seine Leiche ist die erste, die in dem neuerbauten Krematorium, dessen Bau durch ihr: besonders gefördert wurde, eingeöschert wird.

Parteinachrichten

Einsendungen für diese Rubrik sind Berlin   SB. 68. Lindenstraße 3.

für Groß- Berlin

ftets an das Bezirkssekretariat, 2. Hof, 2 Trep. rechts, zu richten.

Bezirksvorstand.

Sonnabend, den 23. Januar, abends 6 Uhr, wichtige Sitzung des erweiterten Bezirksvorstandes im Jugendheim, Lindenstr. 3. 3. Kreis Webbing. Freitag, den 22. Januar, abends 7 Uhr, Sikung des er weiterten Kreisvorstandes an der bekannten Stelle.

*

Heute, Donnerstag, den 21. Januar:

28. Abt. Extrazahlabend 71 Uhr bei Kraufe, Belforter Straße, Ede Brenz­lauer Allee. Neuwahl der Abteilungsleitung. 78. Abt. Schöneberg  . 8 Uhr außerordentliche Funktionärßigung bei Rönia, Feuria, Ede Brinz- Georg- Stvake. Jungfosialisten. Gruppe Treptow  : Uhr im Jugendheim Elfenstr. 3, Bor­Gruppe trag: Soziologie und Pädagogif". Referent Genoffe Bemman. Charlottenburg  : 7 Uhr im Jugendheim Rofinenstr. 4. Bortrag: Sozia lifierung in Rußland  ". Gruppe Prenzlauer Berg  : 7% Uhr im Jugend­heim Danziger Str. 62( Baraden), Bortrag des Genossen Frik Steinhoff. Gruppe Friedrichshain  : 7 Uhr im Jugendheim Tilfiter Str. 4, Bortrag: Friedrich Engels  ". Referent Erich Guan. Gruppen Neulögn I unb II: 7 Uhr im Jugendheim Nogatiir. 11-12. Bortrag: Staat und Er­siehung". Referent Dr. Kurt Löwenstein.

Morgen, Freitag, den 22. Januar:

14., 15., 16. Abt. Uhr im Swinemünder   Gesellschaftshaus. Sminemünder Straße 42, Mitgliederversammlung. Bortrag: Rulturfrogen der Arbeiter Haffe  ". Referent Emil Barth  . Gäste willfommen. 33. Abt. 8 1hr in der Schulauia Naglerftr. 3, Bortvag: Die Erziehung des nervösen Rindes". Referent Herr Vopp. Die intereffierten Eltern find herzlichst eingeladen. Gäste willkommen.

38. Abt. 8 Uhr bei Bartusch, Friedenstr. 88, wichtige Funktionärkung.

82. Abt. Stealik. Deffentliche Versammlung abends 8 Uhr im Gymnasium Seesestraße. Vortrag des Reichstaasabgeordneten Heinrich Ströbel   über Fürstenabfindung". Ale Genofinnen und Genoffen müffen für regen Besuch der Berfammlung Gorge fragen.

bezeichnet die Klagen des kommunistischen   Redners als durchaus berechtigt. Ebenso wie die Kommunisten wurden aber in Bayern  auch die republikanischen Organisationen, vor allem das Reichsbanner verfolgt. Sobald ein verantwortlicher Reichsinnenminister vor dem Reichstag stehe, wird die Sozialdemo- Jungsozialisten. Gravye lankwik: 8 Uhr bei der Genoffin Maraun, Kaifer­fratie ihre begründeten Beschwerden gegen die bayerische   Wirtschaft vorbringen.

Der Etat des Innenministeriums wird bewilligt.

Abg. Bohla( Komm.) führt Beschwerde über ungerechte Ber teilung von Wohnungen im besetzten Gebiet. Der Haushalt wird

bewilligt.

Beim Haushalt des Wirtschaftsministeriums mird ein Antrag v. Raumer( DBp.) angenommen, wonach die Mittel für das Reichskommissariat für Ein- und Ausfuhr von 50 000 auf 90 000 m. erhöht werden sollen.

Abg. Bartschat( Dem.) begründet einen Antrag auf Bereitstel­lung von 300 000 Mt. für die Forschungsinstitute des Handwerts. Abg. v. Raumer( DBp.) mendet fich gegen den Antrag, der schließlich abgelehnt wird.

Abg. Koenen( Romm.) weist darauf hin,

daß das Rheinische Braunkohlensyndikat, das 10 Millionen Ruhrenffchädigung erhalten habe, in seiner Bilanz genau

10 Millionen Reingewinn aufweise.

Die Ruhrentschädigung habe also nur zur Bereicherung der Ruhr­industriellen gedient. Von den Kommunisten werde in einer Ent­schließung die Rückzahlung der von den Industriellen bezogenen Ruhrentschädigungen und die Verhinderung weiterer Betriebsstill­legungen verlangt.

Der Haushalt mird bewilligt, ebenso der Haushalt des Reichs­wirtschaftsrats und des Reichswehrministeriums. Auch der Haus­halt des Reichsverfehrsministeriums wird angenommen unter Ab­lehnung eines Antrags der Wirtschaftlichen   Bereinigung zur Streichung der für die Erweiterung der Reichsbeteiligung an den Frachtverkehrsgesellschaften eingefeßten 900 000

Um 6 1hr wird die Weiterberatung auf Donnerstag mittag 12 Uhr vertagt.

In der heutigen Sizung des Aeltestenrats des Reichtsags wurde vereinbart, daß čie Entgegennahme der Prrgrammer­flärung der neuen Reichsregierung auf die Tagesordnung der Plenarsizung vom Dienstag nächster Woche gesetzt werden soll. In den Tagen bis dahin soll die dritte Lesung des Reichshaushalt­plans für 1925 erledigt werden, und zwar in Anbetracht des vor gerückten Etatsjahres in abgefürzter Form, mit ter Maßgabe, daß eine Diskussion nur bei den Pofitionen der Ministergehälter statt­findet und dabei jeder Partei eine Redezeit von 15 Minuten und für die Anträge zum Etat von 10 Minuten freisteht.

Aus der Partei.

Ein Ebert- Gedenkstein in Elberfeld  . Das Reichsbanner Elber seid wird zu Ehren des verstorbenen Reichspräsidenten   Friedrich Ebert   einen Gedenkstein errichten. Ebert   hat im Elberfelder  Bezirk vor mehr als 23 Jahren seine politische Laufbahn begonnen. Die zuständige Kommission der Stadtverwaltung hat bereits die Zu­stimmung zur Abtretung eines öffentlichen Plages für diesen Zwed gegeben.

Bei der Wahl eines Beigeordneten( Bertreter für den Bürger­meister) in der Gemeinde Groß- Gerau  ( Hessen  ) erhielt der bürger­liche Kandidat 1220 Stimmen, der Kommunist 790 Stimmen und der Sozialdemokrat 788 Stimmen. Es mußte eine Stichwahl zwischen Bürgerlichen und Kommunisten stattfinden. Bei dieser Stichwahl fiegte der Bürgerliche mit 1649 Stimmen gegenüber dem Kommu­nisten, der 1587 Stimmen erhielt. Unsere Bartei hatte in der Stich­wahl für den kommunistischen   Kandidaten gestimmt.

Glückliche Wahlentscheidung durch das Los. In Eilenburg   ist die Stadtverordnetenversammlung durch 14 bürgerliche und 14 sozial­demokratische und kommunistische Stadtverordnete zusammengefekt. Die kommunistische Tattif ließ bisher unsere Genossen bei Bor steher und anderen Wahlen im Stich. Die Umkehr der Kommu nisten von dieser Taftif brachte es jekt zuwege, daß bei der Wahl des Stadtverordnetenvorstehers unser Kandidat 14 Stimmen betam: der bürgerliche Kandidat erhielt ebensoviel. Das Los mußté ent­scheiden; es entschied zugunsten unseres Genossen. Als sich das gleiche bei der Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden wiederholte, bei der als Stellvertreter ein Kommunist, als Schriftführer unser Genosse durch das Los gewählt wurde, rief diese Entscheidung auf der Linken lebhafte Heiterfeit hervor, während die Rechte verdugte Ge­fichter machte.

Stadtperordnetenjubiläum. In Magdeburg   gehört der Genosse Richard Nitsch seit 25 Jahren der Stadtverordnetenversammlung an. Unfer Genosse ist jetzt unbesoldeter Stadtrat.

Wilhelm- Str. 24-25. Fortfckung der Arbeitsgemeinschaft über das Seidel berger Brogramm.

Bereinigung Sozialdemokratischer Studenten. Seute, Donnerstag. den 21. Ja­nuar, abends 8 Uhr, im Sozialmiffenschaftlichen Alub. Wilhelmstr. 48 III, Mitaliederausspracheabend. Politische und hochschulpolitische Fragen. Der michtigen Tagesordnung wegen Erscheinen aller Mitglieder dringend er forderlich. Petersbagen Fredersdorf und Umgegenb. Sonnabend, den 23. Januar, abends 8 Uhr, in Betershagen im Lafal von Madel, Dorfstraße, öffentliche Volks nersammluna. Tagesordnung:..Die Fürsten abfindung". Referent Genosse W. Giering. Sämtliche Barteigenossen müssen erfcheinen.

Frauenveranstaltungen am Freitag, den 22. Januar:

62. Abt. Siemensftabi. 8 Uhr im Bakal Seibetrug. Inhaber Marfand, Frajien nerfammlung. Bortrag: Die Wirtschaftstrife". Referentin Hedwig Bachenheim Alle Genoffinnen müffen erscheinen.

68. Abt. Salenfee. 7 Uhr bei Klingebeil, Johann- Georg- Str. 13. Thema: Bolitische Tagesfragen". Referent Erich Fraentel Neuwahl der Leiterin.

Jugendveranstaltungen.

Mädchen ausfchuk: Seute 7 Uhr Sigung im Jugendheim Sinbentz. 3. Heute, Donnerstag, den 21. Januar, abends Uhr: Südwesten: Jugendheim Bindenftr. 3, Aussprache: ,, Friedrich Engels  : Grundfäße des Kommunismus". Friedenau  : Jugendheim Offenbacher Str. 54, Vortrag: Die Reit des Absolutismus". Behlendorf  : Jugendheim Sildschule, Wilhelmitrake, Aussprache: Die deutschen   Friedensverträge von 1917 bis heute" Erfner: Jugendheim an der Rundfiedlung, Bortrag: Bauernfrieg". Baumschulenweg: Arbeitsgemeinschaft Sternwarte fält am Freitag aus.

Werbebezirk Tiergarten. Freitag, ben 22. Samuar, abends 28 Uhr. im Saedel- Gaal, In den Relten 10. Ede Beethovenstraße, Bortrgg: Jugeud unb feruelle Frage". Rebuter Genoffe Dr. Magnus Sirsch­feld. Gruppenveranstaltungen fallen aus. Gäste willommen,

Vorträge, Vereine und Verfammlungen.

Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin   G. 14. Sebaftianftr. 37/38, Sof 2 Tr. Der Ball der Republikaner  ", auf dem zahlreiche Berliner   Künstler mitwirken und zu dem viele Barlamentarier und Minister ibr Ex­fcheinen zugesagt haben, findet heute abend 8 Uhr in fämtlichen Gesellschafts­räunten des Uian, Al- Moabit 4-10, ftatt. Sartenbestellungen im Gaubureau des Reichsbanners Schwarz- Rot- Gold, Sebastianftr. 37-38. Rehlendorf: Ft.. b. 22, abends Bunkt 8 Uhr, fomie an allen laufenden Freitagen in der Turn­halle der Südschule Spiel-, Sport- und Turnabend. Sämtliche attiven Mit alieber haben zu erscheinen. Lichtenberg   nebst Untergruppen: Fr., b. 22. abends 7 Uhr, bei E. Rrilger, Türrschmidtstraße, Rug- und Ortsgruppenführer­fikuna. Wichtige Tagesordnung. 8 Uhr Suafißung in den bekannten Lokalen.

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ASt.

Abt.

Arbeiter Radio- Klub Deutschlands  , e. V. Reichsgeschäftsstelle: W. Hoffmann, Berlin  - Schmorgendorf, Misdroner Str. 42. Ortsgruppe Berlin  : D. 34, Beters burger Str. 89. Geöffnet 6-9 Uhr abends. Dienstag Radioklinik und Vor­träae. Freitag Bastelschule. Abt. Rottbusser Tor: Donnerstag, 21. Januar. 8 Uhr, bei Bolschläger, Adalbertstr. 21, Mitgliederversammlung. Prenzlauer Berg  : Donnerstag, 21. Januar, 8 Uhr, bei Morat, Kopenhagener Straße 9, Bastelabend. Apparate mitbringen, Batterien vorhanden. Schöneberg  : Donnerstag, 21. Januar, 8 Uhr. bei Botrak, Sedanstr. 53, Erveri bera: Freitag, 22. Januar, 8 Uhr. Weichselstr. 11, Mitaliederversammluna. mentiervortra: Reflexichaltung. photographische Aufnahme". Abt. Lichten Ditsgruppe Kriebrichshain: Am Montag, 25. Januar, findet ein Bortrag über Mekinstrumente" mit Lichtbildern durch Funtfreund Ing. Boigt statt. Gesellschaft für Söhlenforschung und Höhlenkunde. Sikung Freitag, 22. So­mar, 7 Uhr, in der Geologischen Landesanstalt, Invalidenstr. 44. Herr Berg­rat Dr. Fulda: Aur Geoloaie der Kalilagerstätten". Gäste willtommen. Berband Bollsgesundheit, Ortsverein Berlin  . Freitag, 22. Sanuar, 7 Uhr. in ber Schule Goßlerstr. 61, Diskussionsabend der Jugendgruvre. Dr. W. Litt. pis   fpricht über Die feruelle Frage". Freie Aussprache. Gäfte herzlich will­

tommen.

Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer chrer und Lehrerinnen, Bezirks gruppe Berlin  . Freitag, 22. Januar, 7 Uhr, im Reſtaurant Schulk, Belle­Alliance- Str. 89( Nähe der Nordstraße), nicht in dem Sizungsfaal der Be. zirksverordneten, wie in ber Cinlabung angegeben war, Bortrag des Stadt­verordneten Neftor Genofie Kreuziger: Anjere schulpolitischen Aufgaben in der neuen Stadtverordnetenverfammlung. Die einer Schuldeputation oder einem Schulausfchuk angehörenden Genoffen und Genoffinnen werden hiermit eben­falls eingeladen. Das Parteibuch ist nach einem Beschluß der Bezirksgruppe aur Legitimation vorzuzeigen.

Briefkasten der Redaktion.

6. B. 1. Nicht bekannt. 2. Fragen Sie bitte beim Reichswanderungsamt, N. 6. Luisenstr. Bla, an.

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