Wie wohnt öas Proletariat! ' I» der.Deutschen Zeitschrift für Wohlfahrtspflege� oeröffent- licht der Direktor a. D. Albert Lohn an Hand der Wohnung»- Untersuchungen der Allgemeinen Ortskrankenkasse der Stadt Verlin einen mit reichem Tatsachenmaterial belegten Ausatz. Die Arbeit verdient, daß die Oeffentlichkeit flch eingehend mit ihr beschäftigt. Die trockenen Zahlen reden eine erschütternde Sprache und müßten endlich die verantwortungsvollen Stellen in Deutschland aufrütteln. Mit Recht weist Albert Kohn darauf hin. daß Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten. Alkoholismus wie ein schwä- render Krebsschaden an unserem Voltskörper zehren. Trotz aller Fortschritte der medizinischen Wissenschost gelingt es nicht, ihrer Herr rit werden, ihre Verbreitung hat einen zu kräftigen Nährboden in den Mietkasernen unserer Städte, in den zahllosen Hof- Mahnungen, in denen nie oder nur wenige Stunden die Sonne hinkommt Di« Säuglingssterblichkeit war in Deutsch - land schon vor dem Kriege so groß, daß ihre Zahlen hinter den- leniaen Rußlands die bedeutendsten Europos waren. Sie wird itark beeinflußt durch die hohe Stockwerklaae vieler Wohnungen. Schon 19ll wiesen Dr. H. Liefmann und Dr. Alfred Lindemann i ach. daß im Juli und August von 1592 Säuglingen in Parterre .Ml)= 15 Proz., im dritten Stock 323— 20,2 Proz., im vierten lind fünften Stock 373— 23,4 Proz. starben und sich ein gleich- mäßiges Ansteigen der Zahl der Sterbefäll« mit der Höhe der Stockwerke zeigte. Nicht minder leidet unsere heranwachsende Jugend durch unser« Wohnungszuständ«. Bereits in der vom Zentral- i> stitut für Erziehung"und Unterricht 1917 herausgegebenen»Ein- isihrung in die Kleinkindersürsorge' wird ausgeführt:.Alle Jugend- fürsorg« und-pfleg« im letzten Grunde, alle Bestrebungen zur geistigen und körperlichen Volksgesundung sind bis zu einem ge- wissen Grade wirkungslos und unfruchtbar, solange die Gefahr be- steht, daß Kinder und Erwachsene in das Wohnungselend immer wieder wie in einen Sumpf zurücksinken.' Die Wohnungsuntersuchungen der Allgemeinen Ortskranken- koss« ergaben, daß die Zahl der in Hofwohnungen untergebrachten tranken seit 1920 noch weiter gestiegen ist. Die Ermittelungen ergaben weiter, daß 5 bis 6 Proz. der Kronken. sowohl Männer wie Frauen, in Räumen wohnten, die weniger als 10 Qua- dratmeter Bodenfläch« faßten. Festgestellt wurde, daß 1921 1922 1923 1. Halbjahr »83 867 178 Kranke mit 1 Person ISO 124«2. ,2 Personen 81»7 20..», 14 8 2,, 4, 1 8 1.. S 2 1 1,,«„ dies« kleinen Räume teilen mußten. Bei den Krankenbesuchen wurden auch Personen in Räumen von unter 6 Quadrat» meter Bodensläche angetrosfen. In solch drangvoller trnge müssen krank«Menschen Haufen I Grauen- erregend sind auch die Feststellungen, daß zirka 30 Prozent der männlichen Kranken und 20 Prozent der weiblichen Kranken 'Räume bewohnten, deren Luftinhalt nicht den hygienischen Mindestforderungen von 20 Kubik» Nietern entsprach. Es ist damit die Tatsache belegt, daß die Zuiomendrängung unserer Bevölkerung noch weitere Fortschritte ge- nacht Hot. Verstärkt wird dieses erschütternde Bild durch die Fest- f'cllung, daß zirka 4 Proz. der erwerbsunfähigen Kranken in Räumen angetroffen wurden, die nicht einmal 10 Kubik- ineter Luftraum aufwiesen. Was das bedeutet, erkennen wir erst, wenn wir damit vergleichen, daß Rubner für leicht- ironisch« Krank « 40 Kubikmeter, für fiebernd« Kranke 50 Kubik- incter. für Verwundete 60 Kubikmeter Luftraum forderte, wahrend in Isoliergesängnissen für Einzelhaft jede einzelne Zelle einen Kubik- ii.halt von 25 bis 28 Kubikmder bei ausschließlicher Benutzung kür die Nacht 15 bis 16 Kubikmder entholten soll. Von den in ihrer Famllie lebenden kranken wohnten rund 13 Proz. der Männer und 18 Proz. der Frauen allein in einem Zimmer. ivohrend all« übrigen mit anderen Personen den Raum teilen mußten, und zwar noch über 12 Proz. mit drei anderen Personen, über 2 Proz. mit 5 Personen und daß auch in einer Reihe von Fällen 6. 7 und mehr Personen mit dem Kranken einen Schlasraum ge- m e i n s ch a f t l i ch b« n u tz t« n. Mit Recht sagt Albert Kohn. daß . lle Wohlfahrt, die umfangreichste Fürsorge, olle unsere Kraft in Frage gcssellt wird, solange diese zahlreichen Seuchenherde be- stehen. Das erschütterndste Bild über die Wohnungsnot entrollen tic mitgeteilten Zahlen über die herrschende Betten not. Sie zeigen, welch entsetzlichen Umfang die Einengung in unseren Mid- kasernen angenommen hat. wie die Menschen immer mehr aneinander gedrängt wurden. Meistens fehft es an Platz, -in weiteres Bett aufstellen zu können. Im ersten Halbjahr 1923 wurden festgestellt: 230 Haushaltungen mit 5 Pers. und 8 Betteo ...,«,,», 13,» 6,, 2 große» Bette « u. 1 Kinderbett 49,»?. ,4,» l2»•'*, 3„, 25..». 4. 8., S., 3, '»�»»4,» ' 11'' 5' m, u. 2 Kinderbetten ,12..6,.,1 Kinderbett '. 12., B...1 ,12, ,8, ,,3 Kinderbetten Dazu sagt Albert Kohn:.Wer kann angesichts solch surchtborer Bilder des Schreckens und des Elends noch oorttden und sich
wundern, daß wir die Tuberkulose und Geschlechtskrankheiten nicht niederzwingen, daß der Alkoholismu , hier seinen besten Nährboden findet? Wer kann erstaunt sein, daß in unsere» großen Kranken- Häusern Tag für Tag geschlechtskrank« Kinder zur Be- Handlung kommen? Kann es ander» kommen bei der Art. wie unser Volk in den Mietkasernen wohne» muß, unter der Körper und Seele gleich schwer leiden?' Bei all den Zahlen darf jedoch«n» nicht übersehen werden. woraus auch Albert Kohn hinweist: daß die Mehrzahl der Mit- glieder der genannten Kasse nicht etwa zu den ollerärmsten Bolks- schichten gehören, daß der erheblichst« Teil von ihnen m Brot und Arbeit stand, und daß den therapeutischen Ausgaben der Kronken- kosse gemäß die gesundheitlich aussichtslosesten Kranken überhaupt nicht kontrolliert wurden. Das Bild ist also im Grunde ge- nommen noch zu rosig. Wann wird man sich endlich in Deutschland z» einer groß- zügigen Wohuungsbaupolilik im Sinne der Forderungen der So- zialdemok ratischen Partei und der fteien Gewerkschaften entschließen? Da» es geht, zeigt da» Beispiel der Gemeinde Wien .
vle Vöhl des Staötbaurats. Am Montag, den 1. März, werden sich im städtischen Wahlans- schuh die für die engere Wahl vorgesehenen fünf Bewerber um den Stadtdauratposten vorstellen. Die bdeiligten Herren sind ausgefordert worden, ihren Gedanken über die Neuorgani- satioo des Berliner Bauwesen» zu entwickeln. Die Unterlagen über die bisherige» Absichten de» Magistrat» und der Stadtverordneten sind ihnen zu diesem Zweck zugestellt worden. Man rechnd damit, daß unmittelbar im Anschluß an diese Sitzung auch die Wahl selber ersolgen wird, dann könnt« im Plenum der Stadtoerordnetenversammlung die Wahl in der ersten Märzhälft« auf die Tagesordnung gesetzt werden. Sofort nach Erledigung dieser Wahl wird dann die Neuwahl de» Berliner Stadtschul- rat« auf die Tagesordnung kommen. Bisher hat der Magistrat noch keine Dorlage über die Besetzung der Stelle gemacht. Es unterliegt aber keinem Zweifel, daß er nach Erledigung der Wahl des Stadtbaurats einem an ihn gerichteten Verlangen auf Ein- reichung einer solchen Borlage ohne weiteres Folge leisten wird. In Stadtverordnetenkreisen kursiert da» Gerücht, daß Stadt- medizinalrat Dr. D r y g o l s t t zum Nachfoloer des Präsidenten des Reichsgesundheitsamtes Dr. Bumm ausersehen sei. Sollten flch diese Gerüchte bestätigen, dann würde auch sür ihn eine Neuwahl ersolgen müsse»._ wassenvocherl Bd den Charlolleaburger Wasserwerken. Tin Leser schreibt uns: In Britz bei Berlin besitze ich eine Nein« Laubenparzelle von 650 Quadratmeter, die mit Gemüse und ein paar Obstbäumen bebaut ist. Do man ohne Wasser Gemüse nicht an. pflanzen kann, so hatten wir, mehrer« Parzelleninhaber, da«in Hauptdruckrohr nicht vorhanden war, un» mit Genehmigung der Wasserwerke an bebaute Grundstück» angeschlossen. Wir hatten eigen« Wassermesser, sodaß die Wasserwerk» keinen Schaden erlitten, da sie da» verbrauchte Wasser reichlich bezahlt erhielten. Bor einiger Zeit wurden uns nun die Dassermesser fortge- nommen mit dem Bemerken,«in jede» Grundstück müsse eigenen Anschluß am Hauptrohr haben: es kamen in unserer Siedlung etwa 25 Porzelleninhader in Betrocht. Trotzdem wir alle klein«, wenig bemittelte Leute sind, entschloffen wir un» unter für un» großen Geld-, Zeit- und Arbeitsopiern ein Houptdruckrohr sowie An- schluß legen zu lassen. Die Kosten kamen pro Kops auf über 200 Mark. Di« Ausschachtungsarbeften haben wir dabei noch selbst gemacht. Jetzt kommt ober der Wosserpreis! Es kamen, wie gesagt, die Charlottenburger Wasserwerke, Berlin- Schöneberg , Boyerischer Platz 9. in Frage. Ein Kubikmeter Wasser kostet 35 Pf.. 12 Kubikmeter müssen im Sonnner und Winter pro Vierteljahr bezahlt werden, ob verbraucht oder nicht, da» sind 4,20 M. Dazu kommt eine vierteljährliche Verwaltungsgebühr von 4,90 M.(wofür Verwaltungsgebühren außerdem?). Da ich, wie die meisten, jedoch nur in den Sommermonaten wöchentlich zwei- bis dreimal auf der Parzelle bin. so habe ich in dem vergangenen ganzen Jahr« nur 16 Kubikmeter Wasser verbraucht. Etwa die gleiche An- zahl verbrauchen die meisten anderen Parzelleninhaber in jedem Jahre. Für die verbrauchten 16 Kubikmeter habe ich also insgesamt 3 6,40 M. zahlen müssen gleich 1 Kubikmeter 2,21 M. E« wäre wohl angebracht, daß die Stodwcrordneten daraus dringen, daß aus Grund solcher M i ß w i r t s ch a j t, die doch sicherlich Wucher ist. die Eharlottenburger Wasserwerk« enteignet und in den Besitz der Stadt übergehen. Als Bekräftigung will ich hiemit nur noch auf die Zustände bei diesen Wasserwerken im letzten Sommer hinweisen, wo sie in den südlichen Vororten versagten.' die Krankeohavsnot i« Groß-Serval Zurzeit hat Serli» 31 städtische Krantenaustalten. dazu kommt noch eine weit größere Zahl Privatanstalten. Di« gesamte Bette»zahl beträgt für Groß-Berlin unadöbr 21 0 0 0. Die sür eine Großstadt zugrunde gelegte Zahl. 5 Betten auf 1000 Einwohner, ist somit«rrdcht. Diese Zahl ist aber sur eine Stadt wie Benin mit seiner hochentwickelten Industrie viel zu niedrig. Der Gesundheitszustand der Bewohner einer Bier- Millionenstadt ist tatsächlich schlechter al, in Mittel- und Klein- städten. Allein das größere Hasten und Jagen der Menschen, der riesige Verkehr gre'ft die Nerven der Menschen an! Andererseits ist die schaffende Bevölkerung in immer größere wirtschaftliche Rot qeroten. Einschränkungen in der Ernährung sind zur Selbstver- ständlichkeit geworden. Der Körper ist widerstandsunfähig. Die Wohungsoerhältnisse sind für einen großen Teil der Bevölkerung geradezu katastrophal. Durch solche Verhältnisse wird der Gesund- heitszustand. namentlich der ärmeren Bevölkerung, weit über das
normale Maß der Borkriegszett verschlechtert. Naturgemäß suchen viel mehr Kranke Ausnahme in einer Anstatt, die sonst unter besse- ren Verhältnissen in der Familie verpflegt würden. Die schlechten. engen Wohnungen zwingen oft dazu, den Kranken sofort aus der Wohnung zu schaffen, well sonst auch die Gesundheit der Famitte gefährdet ist. Die Krankenhausnot ist darum in Berlin besonders groß und fast zur chronischen geworden. Alle Anstalten sind voll, zum Teil überbelegt. Schwerkranke werden obge- wiesen und müssen tagelang warten, bis sie ausgenommen wer- dem Der Schrei nach Vermehrung der Bettenzahl kann deshalb nicht laut genug erhoben werdem Di« für diesen Winter zur Vcr- fügung gestellten Barocken zur Aufnahme von Kranken können nur als Notbehelf in Frage kommen, da für die Dauer ungeeignet, schon durch die schlechte Ofenheizung und ungenügende Lüftung. Die dicht om Osen liegenden Patienten kommen vor Hitze um, die anderen frieren: auch durch dos Instandhalten des Feuers und Aufschütten der Kohlen des Nachts werden die Kranken erheblich in ihrer Nachtruhe gestört. Den berechtigten Klagen der Kranken kann nur durch N'-ubauten abgeholsen werdem Im 19. Bezirk (Pankow ) z. L. liegt das im Jahre 1908 von der Gemeinde Pankow erbaute Krankenhaus mit 175 Betten. Durch Benutzung einer ehemaligen Militärbaracke und zwei Insettions« barocken ist die Ddtenzahl auf 260 gebracht. Für die Stadt Berlin sind solche kleine Anstalten unwirtschaftlich und müssen im Inter- esse des Stadtsäckels vergrößert werdem Diese Anstalt leidet ganz besonders an chronischer Bettennot. Abweisungen bi» zu 12 Kranken täglich sind keine Seltenheit. Ein Zustand, der allerdings auch in den anderen Krankenhäusern Berlins vorhanden ist. Da» Bezirks- amt will den unerfreulichen Zustand beseitigen durch Einsetzen der Mittel für einen Erweiterungsbau des Krankenhauses um 250 bis 300 Letten in den Haushaltsplan 1926. Möge dem Kämmerer die Unwirtschaftlichkett der kleinen Anstalten, sowie die große Bettennot zum Bewußtsein kommen und dem Mogistrat sowie der Stadtoerordndenoersommlung bei der Bewilligung der Mittel lü? den Erweiterungsbau kein« Schwierigkeiten bereitem Pflicht des Magistrats ist es. dafür zu sorgen, daß den Bewohnern Berlin » die ärztliche Wissenschaft mit den neuesten technischen Errungen- schaften der Heilkunde zugänglich gemacht wird. Jim öen Bezirken. Aklendiebftahl in der Charloltenburger verwalftmg. Gestern wurde in der Bezirksversammlung des 7. Bezirke Tharlottendurg eine vor längerer Zeit von der sozialdemo- kratischen raktion gestellte Anfrage beantwottet, der folgende Vor- kommnisse zugrunde liegen: Bei der Etateberatung im Preußischen Landtag hat der völkische Abgeordnet« Professor D a n i ck e einen Briefwechsel zwischen dem Ministerpräsidenten Braun und dem Charlottenburger Wohnungsamt bzw. dem damaligen Dezernenten und jetzigen Bürgermeister in Dortmund . Hirsch, verlesem In etner Wahlversammlung in Köpenick hat der Abgeordnete Danicke deutlich durchblicken lassen, daß er das Material von einem Beamten erhalten hat... Herr Damcke hat die ihm über- gebenenen gestohlenen Briefe in der Absicht verwendd, um den Nachweis zu führen, daß auf Wunsch des Ministerpräsidenten Braun einem ukrainischen Hauptmann Treswinski widerrechtlich eine Wohnung in Cliarlottenburg zur Verfügung gestellt werden sollte. Die Sozialdemokraten waren nun neugierig zu erfahren, ob es zutrifft. daß die Akten über die von Herrn Danicke erörterte Wohnungs- angelegenhcit verschwunden sind und was das Bezirksamt unter- nommen hat, um den Schuldigen zu ermitteln und zur Berant- wortung zu ziehem Herr Stadtrat Zimmermann, welcher die Anfrage im Auftrage des Bezirksamtes beantwortete, gab den Diebstahl der Akten zu. Von einer eidlichen Vernehmung der im Wohnungsamt Charlottenburg beschäftigten Beamten wurde Abstand genommen, ebenso von der Eröffnung eines Disziplinar- Verfahrens gegen Unbekannt, weil da» Bezirksamt der Meinung war, daß eine Aufklärung der Angelegenheit auf diesem Wege nicht zu erreichen sein würde. Dagegen ist die'Sache dem Staatsanwalt übergeben worden. Es schwebt zurzeit bei der Staatsanwalt- schaft III ein Verfahren wegen Aktendiebstahls gegen Unbekannt. Von Herrn Stadtrot Zimmermann wurde ausdrücklich bestätigt, daß da» Wobnungsamt Charlottenburg in der Wohnungsongelegenheit des ukrainischen Hauptmanns Treswinski durchaus korrekt gehandelt hat und daß weder das Wohnungsamt noch den früheren Dezernent des Amtes, den Genossen Hirsch, der leiseste Bor- « u r f treffen könne. Der Sprecher der sozialdemokratischen Fraktion geißelte die Vorkommnisse sehr scharf und brachte insbesondere zum Ausdruck, daß es besser wäre, Briese dieser Art nicht zu schreiben, weil sie böswilligen politischen Gegnern die billige Möglichkeit geben, solche Schriftstücke in unangemessener Weise auszunutzen. Der Dringlichkeitsvorlage»Herstellung des Sportplatze? im Volkspark Iu n g f« rn h e i d e' wurde zugestimmt. Die Kosten bdrogen 265 000 M. Es besteht die Möglichkeit, zu den Arbeiten größtenteils Erwerbslose als Notstandsarbeiter her- anzuziehen.— Die Berliner Sezession hat die Absicht, auf dem Eovtgnyplatz ein Ausstellungsgebäude nach dem preisgekrönten Enttvprs des Architekten Nachtlicht zu errichten. Alle Parteien 8nd dagegen, die Grünflächen durch Bebauung zu schmälern. Ein« Infroge, die sich mit dem Bauprojekt beschäftigt, wurde der zu- ständigen Deputotton überwiesen. Ein Antrag, das Dezirksamt damtt zu beauftragen, unverzüglich für das Volksbegehren in sämtlichen Bezirken Charlottenburgs Eintragungslisten auszulegen und die'für die Durchführung der Arbeiten erforderlichen Kräfte aus den Kreisen der abgebauten Angestellten zu nehmen, wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten abgelehnt. 9. Bezirk— Wilmersdorf . In der Bezirksversammlung am 3. Februar fand die Ein- führung und Verpflichtung der unbesoldden Bezirksamtsmitgliedcr — darunter unsere Genossen E m m e l und O p p e l— statt.— Zur Beratung stand u. a. ein dringlicher Antrag unserer Fraktion. der Einspruch erhebt gegen die Bebauung des Geländes an der Grenze von Schmargendorf und Wilmersdorf , die viele Kleingärtner
Jritxi