Einzelbild herunterladen
 
  

33284

Was ist ein angemessener Lohn?

Entziehung der Erwerbslosenunterstützung bei Lohnstreif. Die Gewerkschaftszeitung" vom 28. August veröffentlicht folgende bemerkenswerten Ausführungen:

fammenarbeit finden lasse. So wurde u. a. vereinbart, daß in Zukunft die Beschimpfungs- und Verleumdungsfampagne der Blätter der Unabhängigen gegen den JGB. eingestellt und damit eine günstige Atmosphäre für den baldigen formellen Anschluß der ver­einigten Bewegung an den JGB. geschaffen werden soll.

Die

Wasser- und Gaswerte eine Erhöhung von 3 mei Pfennigen| Sofia abgehaltenen gemeinsamen Kongresses der beiden Richtungen zum Ergebnis hatten. Bei der Direktion der Gasbetriebsschien es, daß sich wirklich eine Plattform für eine vernünftige Bu gesellschaft haben am 31. August und am 3. September eben­falls Verhandlungen stattgefunden, bei denen der Direktor Körting die Erklärung abgab, daß er die Gründe für eine Erhöhung der Löhne nicht anertenne und er deshalb nicht geneigt Nach den gesetzlichen Bestimmungen braucht der unterstützte Er- fei, dem Aufsichtsrat entsprechende Vorschläge zu machen. Er müffe werbslose angebotene Arbeit nur dann anzunehmen, wenn für sie im übrigen die Verantwortung für eine weitere Belastung der Werke mit Lohnausgaben einer anderen Stelle überlassen. Der cin angemessener" Lohn geboten wird. Das Arbeits­Redner erklärte, daß die Organisation sich unter feinen Umständen ministerium hat wiederholt betont, daß, wenn der Lohn tariflich mit einer solchen Erklärung abfinden fönne, da bis zur Stunde geregelt ist, der Vertragslohn als orts üblich und ange bei der Gasbetriebsgesellschaft stets die gleichen Beringungen sowohl messen" zu betrachten ist. Ist der Lohn für die betreffende Arbeit im Manteltarif als auch im Lohntarif galten, wie sie für die Ar­tariflich geregelt, so braucht der Erwerbslose die Arbeit nicht unter beiter der städtischen Werfe vereinbart wurden. Dieser Grundsatz diesem Tariflohn anzunehmen: verweigert er die Arbeits - ist in zahlreichen Schiedsverfahren sowohl vom Schlichter für annahme, so bleibt er im Genuß der Erwerbslosen Groß- Berlin als auch vom Reichsarbeitsminister anerkannt worden. unterstügung. Streitigkeiten sind jedoch vielerorts entstanden Es bestehe heute überhaupt feine Veranlassung, von dieser Regel in den Fällen, wo der Tarifvertrag abgelaufen ist, so daß eine abzugehen, da die Gasbetriebsgesellschaft finanziell außer ordentlich günstig arbeitet, wie der lekte Jahresabschluß und tarifvertragliche Lohnfestsetzung nicht mehr besteht. Sehr oft auch einige andere Beispiele beweisen. Die Erhöhung der tritt die zweifelsftage auf, ob, wenn der Arbeitgeber nunmehr einen mieten erfordere unbedingt einen Ausgleich. Der Referent er­geringeren Lohn anbietet, als vorher tariflich vereinbart flärte, daß die Stellungnahme der Direktion bei der Beleaschaft war, dieser niedrige Lohn nun als angemessen" angesehen den Eindrud erwecken muß, cls ob man bei der in diesem Monat werden kann. Die Entscheidung liegt in diesen Fällen beim Ver- stattfindenden großen Feier der 100jährigen Gasbeleuch maltungsausschuß, der als Beschwerdeinstanz gegebenen- tung den Arbeitern das ganz besondere Wohlwollen durch Ab­falls zu entscheiden hat. lehnung ihrer bescheidenen Lohnforderungen austrüden wolle. Er forderte zum Schluß die Belegschaft auf, sich fest in der Organisation zusammenzuschließen und alle Vorkehrungen zu treffen, um even­fuell mit allen Mitteln den Forderungen Nachdruck verleihen zu

Ein Rundschreiben des bayerischen Arbeitsministe riums nimmt jetzt zu dieser Frage Stellung und empfiehlt, daß die Arbeitsnachweisvorsitzenden in Zweifelsfällen über die Drts üblichkeit und Angemessenheit der angebotenen Löhne ein Gutachten des zuständigen Schlichtungsausschusses einfordern sollen. Das Rundschreiben lautet:

fönnen.

In der Diskussion fam einstimmig die Entrüftung gegen die Einstellung der Direktion zum Ausdruck und ebenso einstimmig wurde die Forderung vertreten, alle Mittel zur Anwendung zu brin­gen, um die Direktion zur Anerkennung der Forderungen zu bringen.

" In der letzten Zeit sind vereinzelt Klagen darüber laut gewor­den, daß nach dem Ablauf von Tarifverträgen auf Arbeitgeberseite versucht wird, von Betrieb zu Betrieb niedrigere Löhne mit der Be­legschaft zu vereinbaren und im Falle des Widerstandes der Arbeit­Die Gewerkschaftsinternationale in Bildern. nehmer unter Bermeidung der amtlichen Schlichtungsstellen die Streitigkeiten dadurch vor dem öffentlichen Arbeits= Wenn man die Geschichte der internationalen Gewerkschafts­nach meis auszutragen, daß Arbeiter zu den neuen un- bewegung der vergangenen 25 Jahre studiert, so fällt es auf, daß günstigeren Bedingungen angefordert werden und im Falle der Ar- die Namen vieler Führer, die auch heute noch in der Gewerkschafts­beitsvermeigerung die Entziehung der Erwerbslojen bemegung tätig sind, schon in den frühesten Epochen gewerkschaft­unterstüßung vom öffentlichen Arbeitsnachweislicher Entwicklung genannt wurden. Aus diesem Grunde darf es Derlangt wird. als eine sinnvolle Idee bezeichnet werden, daß der JGB. neben der von 3. Sassenbach verfaßten Geschichte der Gewerkschaftsbewe­gung der vergangenen 25 Jahre auch eine Kartenierie heraus­gibt, die in äußerst gut gelungenen photographischen Aufnahmen die Bilder der Mitglieder des Vorstandes des JGB., des Ausschusses und seiner Stellvertreter somie der internationalen Berufssekretäre wiedergibt. Auf diese Weise gesellt sich zum geschriebenen Wort die Borstellung der Bersönlichkeit. Der Kartenferie ist eine große Ver­breitung zu wünschen, da die Jubiläumsbroschüre natürlich nur in den drei Hauptsprachen herausgegeben werden kann, während die Bilder eine direkte Sprache führen.

-

Es bedarf faum eines Hinweises auf die schwierige Lage des öffentlichen Arbeitsnachweises in solchen Fällen. Die Grundlage feines gedeihlichen Wirkens, das Vertrauen der beiden Parteien des Arbeitsvertrages, fann dadurch leicht erschüttert werden, mag die Entscheidung in vielen Fällen wohl durch Stichentscheid des Borsitzenden des Verwaltungsausschusses in einem oder anderem Sinne fallen. Der Arbeitsnachweis wird unter diesen Umständen am zwed­mäßigsten auf die alsbaldige Befassung der amtlichen Schlich tungsstelle mit dem betreffenden Lohnstreit hinzuwirken haben. Eine entsprechende Anregung an die in Betracht tommende amtliche Schlichtungsstelle fann hierbei auf den§ 5 Abs. 1 der Schlichtungs­verordnung vom 30. Oftober 1923 RGBl . I S. 1043, 1080 in Berbindung mit§ 12 2bf. II der 2. Ausf.-BO. hierzu vom 29. De­zember 1923 RGBI. 1924 I G. 9, 150 gestügt werden. Unter Um ständen fann es auch angezeigt sein, über die Ortsüblichkeit und An­gemessenheit der gebotenen Löhne ein Gutachten des Schlich­fungsausschusses zu erholen."

-

Das Reichsarbeitsministerium betont in einem Rundschreiben, daß es den Ausführungen des bayerischen Sozial­minifteriums zustimmt.

Die Bilderferie, die in einem praktischen Umschlag zusammen­gefaßt ist und in den verschiedenen Ländern während der Festver­fammlungen vertrieben werden soll, fann auch bei den Niederlagen der Berlaasabteilung des JGB. in den verschiedenen Ländern, in Deutschland beim ADGB. , Berlin , Inselstr. 6, bezogen werden. Der Breis der Bildserie beträgt 25 Pf.

Reichskonferenz für Gesundheitswefen.

Um Recht und Arbeitszeit des Pflegepersonals. Die vom Gemeindearbeiterverband nach Düsseldorf einberufene Reichskonferenz für Gesundheitswesen beschäftigte sich Was bei der Reichsbahn gestattet wird. am Sonntag mit der sozialen und wirtschaftlichen Lage des Perso­nals im Gesundheitswesen. Paul Schulz Berlin legte der Kon­Bom Berband der Maler wird uns geschrieben: Sonderbare Zustände herrschen bei einzelnen Bahnmeistereien ferenz eine Entschließung vor, in der gegen die Beschneidung der persönlichen Freiheit des Bersonals und gegen die ausnahme­in Berlin . Die Bergebung der einzelnen Arbeiten erfolgt von rechtliche Behandlung des Personals durch Gesetzgebung und An­diesen. Ohne Prüfung, ob die betreffenden Firmen auch die Gestaltsleitungen Brotest erhoben wird. Die politische Vertre währ für einwandfreie Ausführung der Aufträge geben, erfoigt tung der Arbeiterschaft wird in der Entschließung ersucht, dafür die Zuschlagserteilung. Gegenwärtig wollen wir nur die Zustände einzutreten, daß dieses Ausnahmerecht, soweit es in der Ge­von zwei Bahnmeistereien schildern, wir behalten uns Dor, in feggebung begründet ist, schnellst ens beseitigt wird. Die nächster Zeit andere zu veröffentlichen. Entschließung wurde einstimmig angenommen.

Wie bei ähnlichen Fällen, stellte es sich jedoch heraus, daß die Rommunisten tein ehrliches Spiel spielten. Berleumdungskampagne wurde fortgesetzt und es zeigte sich, daß die Vereinbarungen, die während des Aufenthaltes des General­fekretärs des Amsterdam angeschlossenen Bulgarischen Gewerkschafts­bundes im Auslande getroffen worden waren, und die zum Austritt ous dem IGB. geführt hätten, so abgefaßt waren, daß sie den Kommunisten volle Bewegungsfreiheit gewährten und nicht die ge­ringste Garantie für einen gleichmäßigen Einfluß beider Barteien was auch von den Kommunisten in ihren Blättern boten, triumphierend zugegeben wird. Der Bulgarische Gewerkschaftsbund hat es deshalb für nötig erachtet, verschiedene das Uebereinkommen betreffende Aenderungen vorzuschlagen. Da diese von den Unabhängigen abgelehnt wurden, ist vorläufig an eine Einigung nicht zu denken. So arbeiten die Kommunisten an der Herstellung der Einheitsfront.

Die 44stündige Arbeitswoche in Australien . Im September wird die australische Bevölkerung über drei Gefeßentwürfe der konservativen Regierung abzustimmen haben. Der erste will den Wirkungskreis der Regierung bei Regelung der Löhne und Arbeitsverhältnisse erweitern, der zweite der Regierung für besondere Notfälle außerordentliche Vollmachten geben, der dritte richtet sich gegen die Einführung der 44stündigen Arbeitszeit. Die Regierung des Gliedstaates Neusüdwales hat die 44stündige Arbeits­woche durch die Gesetzgebung annehmen lassen. Das Bundesgericht Australiens hat jedoch dieses Gesez für verfassungswidrig erklärt. Da die Arbeiter sich weigerten, mehr als 44 Stunden in der Woche zu arbeiten und für diese Forderung einen erfolgreichen Streit durch­führten, mußten die Unternehmer beigeben. Die durch die Solidarität der Arbeitnehmer besiegten Unternehmer haben nun die Zentral­regierung zum Eingriff gegen die 44- Stunden- Woche bewogen. Die Boltsabstimmung wird auch in dieser Frage zu entscheiden haben.

Achtung, Zimmerer! Die Baufirma Erich Weift u. Seifert aus Bad Kösen , Kreis Naumburg, Provinz Sachsen , ist wegen Ein­führung von Affordarbeit gesperrt. Die Firma hat am 3. September vier Verbandskameraden entlassen, weil sie es ablehnten, auf dem Neubau in Baumschulenweg, Baustelle Späth's Baumschule, Späthstraße 1, im Afford zu arbeiten.

Zimmerer von Berlin und Umgegend, übt Solidarität und meidet die Firma. Zentralverband der Zimmerer Deutschlands .

Zahlstelle Berlin und Umgegend.

Rimmerer! Donnerstag, 9. Geptember, 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal 5, Vertrauensmännerversammlung für das Soch., Beton- und Tiefbau­gewerbe. Berbandskameraden, sorgt dafür, daß von jeder Baustelle eure Ver. treter in die Versammlung tommen.

Freie Gewerkschaftsjugend. Seute, Dienstag, Uhr, tagen die Gruppen: Landsberger Blag: Jugendheim Diestelmenerstr. 5. Heimbesprechung. Aus­sprache über Betriebsverhältnisse. Frankfurter Allee : Jugendheim Tilsiter Straße 4/5, 1 Tr. Heimbesprechung.( Verbandsbuchkontrolle.) Lichtenberg : Jugendheim Doffeftr. 22. Seimbesprechung. Trepiow: Jugendheim Wilden. bruchstr. 53/54. Heimbesprechung. Spandau : Jugendheim Lindenufer 1. Spielabend.

Berantwortlich für Bolitik: Dr. Curt Geyer ; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton : Dr. John Chikowski; Lokales und Sonstiges: Fris Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin . Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. H., Berlin . Drud: Borwärts- Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co. Berlin SW 68. Lindenstraße 3. Sieran 2 Beilagen und Unterhaltung und Wissen".

Denticher Metallarbeiter- Berband

An unsere Funktionäre! Un

Wie bekannt, findet anläßlich des 25jäh­rigen Bestehens des Internationalen Ge

Bezirks- Mitgliederversammlungen

in folgenden Lokalen: Mittwoch, den 8. September:

Bezirk: Oberrealschule, Babstraße 22,

abends 7 Uhr.

Donnerstag, den 9. September:

wertschaftsbundes am Sonntag, den 20. 19. Geptember, nach der gemeinschaftlichen Demonstration aller freien Gewerkschaften ein gemeinsames Gewerk- 7. Bezirk: ,, Reichenberger Hof, Reichen anschließend schaftsfeft in fämtlichen Räumen berger Str. 147, nachm. 5 Uhr. Tagesordnung in beiden Ber fammlungen:

Die 51. Bahnmeisterei Baumschulen weg hat Ar- Ueber den Rampf um die Arbeitszeit sprach Marie beiten der Dresdener Firma Spanger u. Co. übertragen. Die Fried. Schulz Berlin . Die Referentin forderte in ihren Aus Kollegen sind von Dresden nach Berlin geschickt worden und arbeiten führungen die Ablehnung des vorläufigen Enimur weit unter Tariflohn. Daß teine Auslösung gezahlt wird, es eines Arbeitszeitschutzgesetzes, durch das das Pflegeper erachtet die Firma als selbstverständlich. 13 bis 14 Stunden wird on al in den Kranken- und Pflegeanstalten wiederum von der allgemeinen gefeßlichen Regelung ausgeschlossen gefchuftet, während zirka 1000 Kollegen in Berlin arbeitslos find. werden solle. In einer ebenfalls einstimmig angenommenen Ent. Treptows statt. Daß die hygienischen Borschriften bei Verarbeitung von Bleimennige schließung wurden die auf der Reichskonferenz in Dresden aufge- Dem Deutschen Metallarbeiterverband nicht eingehalten werden, sei ebenfalls erwähnt. stellten Forderungen wieder erhoben und verlangt, daß die Verift von feiten des Ortsausschusses des All­Die 100. Bahnmeisterei hat auf der Arbeitsstelle Spree - ordnung vom 13. Februar 1924 beseitigt und die gemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes brüde Treptow dem Malermeister Gastop, Bankow, die Schaffung eines allgemeinen Arbeitszeitgeſetzes für Arbeiter, An- bas Lotal Abtei und der Viktoria- Garten Arbeiten übertragen. Die dort Beschäftigten arbeiten ebenfalls 13 gestellte und Beamte erfolgt, das eine Höchstarbeitszeit von 48 Stun Der Eintrittspreis beträgt. 0.50 ein bis 14 Stunden. Herr Gastop erklärte unserem Vertreter, wenn den in der Woche vorsieht. Weiter wird die Unterstellung des ge- fchließlich der Gteuer. er 16 Stunden arbeiten lasse, gehe das niemand etwas an". Daß ſamten in den Krankenpflegeanstalten beschäftigten Personals unter baß unsere Kollegen fich mit ihren dieses Gesetz gefordert. eine Prüfung der ausgeführten Arbeiten unterbleiben sollte, ist aus bekannten Gründen erklärlich.

Wir fragen an, ob das die Einreihung in den Produktions­prozeß sein soll, menn unter Aufsicht verantwortlicher Behörden eine derartige Ueberstundenschieberei Plaz greifen fann.

Beisitzerwahl im Buchdruckerverband. Bestern abend beschäftigte sich eine gut besuchte Versammlung der Handsezerfunktionäre der Berliner Buchdrucker im Gewerf. schaftshaus mit der Aufstellung von Kandidaten zur Wahl von Beisigern für den Zentralvorstand. Der Gauvorsißende Braun mies darauf hin, daß es nicht notwendig sei, über die Tätigkeit der bisherigen Beisiger längere Ausführungen zu machen. Der letzte Berbandstag habe dem Gesamtvorstand, also auch den Beifizern, das Bertrauen ausgesprochen. Die Berliner Kollegenschaft könne es fich zur Ehre anrechnen, daß sie vom Verbandstag in Nürnberg damit betraut worden sei, aus ihrer Mitte Beisitzer für den Zentral­vorstand als Vertreter der Handsezer des ganzen Reiches zu wählen. Diese Beisitzer sollen nach dem Beschluß des Nürnberger Ber­bandstages im Beruf tätig sein. Weil dies nach Ansicht der Mehrheit der Handsetzer bei einigen bisherigen Beisigern infolge Anstellung durch die Organisation nicht mehr zutrifft, wurden aus der Versammlung heraus Ergänzungsvorschläge gemacht. Folgende Kollegen wurden mit großer Mehrheit als Kandidaten für die Bei figerwahl vorgeschlagen: Otto Fiedler, Karl Krüger, Artur Behold, Otto Pieper, Hermann Raaz und Theodor Boigt.

Lohnstreit in den Nordseehäfen.

Die Hafenarbeiter gegen Lohnfürzung, für Lohnzulage. Hamburg , 6. September. ( Eigener Drahtbericht.) Die Absicht der Unternehmer, die Löhne um 10 Proz. zu fürzen, hat die Ham­burger Hafenarbeiter auf den Plan gerufen. In einer gemeinsamen Konferenz mit den Hafenarbeitervertretern der Nordseehäfen am Sonntag wurde beschlossen, eine Lohnerhöhung um 20 Broz, d. h. von 7,20 auf 8,60 m. zu fordern. In allen anderen Hafenorten sollen die Löhne gekündigt und die gleiche Forderung geltend gemacht

werden.

Die Abräumung der Rombacher Hütte. Bochum , 6. September. ( Eigener Drahtbericht.) Die Belegschaft der Rombacher Hütte, die vor dem Kriege 4000 Mann start war und im Laufe der Jahre auf 1470 Arbeiter und 200 Angestellte und Beamte reduziert wurde, soll weiter um eine beträchtliche Zahl vermindert werden. Der Stahltrust will von den jezigen Betrieben nur noch das Rollschienenwalzwerf und den Weichenbau aufrecht­erhalten. Es verbleiben dann nur noch 660 Arbeiter und 60 Angestellte auf dem Wert. Die beabsichtigte Stillegung soll jedoch langsam erfolgen. Die Betriebseinschränkung bedeutet die weitere Entlassung von 800 bis 900 Mann. Die Mehrzahl wird auf dem Bochumer Verein untergebracht werden, so daß etwa 300 Ber­fonen zur Entlassung kommen.

angewiesen worden.

Wir erwarten.

Familien an dieser Beranstaltung reftlos be­teiligen und bitten unsere Funktionäre, die dementsprechende Anzahl Eintrittskarten im Bureau, Linienftr. 83/85, Parterrefaal, Schalter 1, gegen sofortige Bezahlung ab­zuholen.

Nach 4 Uhr, außer Sonnabends, fönnen auch Rarten in Zimmer 4 ebenfalls gegen fofortige Bezahlung abgeholt werden.

Eine Zurücknahme der bezahlten Karten erfolgt nicht und wird deshalb gebeten, nur fo viel Karten abzuholen, wie tat fächlich verkauft werden.

Achtung!

Achtung!

Ausgesteuerte Erwerbsloie!

Die ausgesteuerten ermerbslosen Kollegen und Kolleginnen follen eine einmalige Gonder lnterftigung ausgezahlt erhalten und zwar mit den Buchstaben:

"

"

"

"

A- D am Montag, den 13. September E- I Dienstag, 14. J- M Mittwoch, 15. N- R Donnerstag, 16. S- U Freitag, 17. V- Z Sonnabend, 18.

"

"

9

"

"

"

Bezugsberechtigt sind diejenigen Kollegen und Kolleginnen, welche am Tage des Auf­rufs thres Anfangsbuchstabens mit ihren Bezügen bei uns ausgesteuert waren. Die Auszahlung findet im Ber­bandshaus, parterre, am Schalter 1, in der Zeit von 9/2 Uhr vormitags bis 2 Uhr nachmittags statt.

1. Berichterstattung vom Verbandstag in Bremen . 2 Distuffion. Ohne Mitgliedsbuch ein Zutritt.

Wahltörperversammlungen

der arbeitslofen Mitglieder. Wahlkörver V. Donnerstag, den 9. September, vor­mittags 10 2hr, im Sigungsjaal des Verbandshauses, Cinienstr.83/ 85 Rohrleger, Rohrleger- Helfer, Emaillierer, Widler. Wahlkörper VI. Donnerstag, den 9. September, nach­Hof", Rosenthaler Straße 11/12 mittags 2 Uhr, im Rosenthaler Werkzeugmacher, Scharffchleifer, Einrichter, Mechanifer, Uhrmacher und Optiker. Wahlkörper VII.

mittags 10 im Sigungsjaal des Freitag, den 10. September, vor­Verbandshauses, Siena , 63 85 Arbeiterinnen, Gold- und Silber­

arbeiter, Feilenhauer. Wahlkörper VIII. Freitag, den 10. September, nach­mittags 2, Uhr, im Rosenthaler Hof", Rosenthaler Str. 11/12 Schleifer, Galvaniseure, Gürtler, Graveure, Ziseleure, Drüder, Elettro- Monteure für Start- und Schwachstrom, Hilfsmonteure, Zigaretten- Maschinenführer. Wahlkörper IX.

Sonnabend, den 11. September, vor­Verbandshauses, Linienftr. 83/85

Braun sprach den scheidenden Beisigern im Namen der Ber­Günstigere Konjunktur in der Rheinprovinz. liner Buchdrucker den Dank für ihre erfolgreiche Tätigkeit aus. Düffeldorf, 6. September. ( Eigener Drahtbericht.) Ueber Ar­Er knüpfte daran die Hoffnung, daß sie trotzdem weiter für die beitsmarkt und Wirtschaftslage in der Rheinproving berichtet dat Achtung! Rohrleger und Helfer! mittags 10 Uhr, im Sihungsfaale des Organisation wirfen mögen. Landesarbeitsant. Die Zahl der unterstützten Erwerbslosen geht Bom Freitag, den 10. September, ab sind die Stimmzettel für weiter zurück. Die Arbeitsmaritlage im Bergbau wird stellenweise mittwoch, den 6. September, abends Bau- und Werkstattklempner und die in der nächsten Woche stattfindende Urwahl durch die Funktionäre als stabil bezeichnet. Die niedrigste Zahl arbeitsuchender Berg 7 Uhr, im Gewertschaftshause, in den Betrieben von der Verwaltung abzuholen. Von den vor- arbeiter im Ruhrgebiet hat Mühlheim a. d. Ruhr mit 33. Hier hat geschlagenen sechs Kollegen sind vier zu wählen.

Die Gasbetriebsgesellschaft will die zwei Pfennige nicht zahlen.

Die Belegschaft der Gastetriebsgesellschaft nahm gestern abend in einer allgemeinen Betriebsverfammlung Stellung zur laufenden Lohnbewegung. Der Referent Rcllege Schaum vom Ver­band der Gemeinde und Staatsarbeiter schilderte die Verhandlun gen, die beim Magistrat und bei den Direktionen der Elektrizitäts-,

auch die Eisen- und Stahlindustrie angezogen und Arbeitskräfte von

auswärts herangeholt.

Die Einigung in Bulgarien gescheitert. Durch die Kommuniffen.

Engelufer 24/25

Branchenversammlung

der Rohrleger und Helfer. Tagesordnung: 1. Bericht vom Berbandstag in Bremen 2. Stellung nahme zur Urabstimmung über den Reichs tarif. 3. Berbands- und Branchen­angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert.

jämtliche Hilfsarbeiter. Tagesordnung in allen Ber­fammlungen: 1. Beratung der An­träge zur Generalversammlung am 20. September 1926. 2. Stellungnahme zur Tagesordnung der Generalversamm lung. 3. Wahl der Wahltörperdelegierten. Sutritt haben nur diejenigen Mitglieder, die in ihrem Mitgliedsbuch die Berufsbezeichnung haben, für welche Ohne

Die in Bulgarien zwischen der bem 563. angeschlofienen Landeszentrale und der Föderation der unabhängigen" Arbeiter. In Anbetracht der außerordentlichen die Beriammlung aufgerufen ift. Derbände gepflogenen Einigungsverhandlungen find gescheitert.ichtigkeit der Tagesordnung ist das Mitgliedsbuch und Arbeitslosenkarte tein aller Berbandsmitglieder der Butritt. Anläßlich des auf Antrag der freien Gewerkschaften fürzlich in Branche unbedingt notwendig. Die Ortsverwaltung.