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Der englische Gewerkschaftskongreß.

zu wurde eine Entschließung angenommen, welche die rufft schen Bergarbeiter an die Beantwortung der Fragen erinnert, die Die Frage der gewerkschaftlichen Einheit. bereits anläßlich eines früheren Aufnahmegesuches an sie gerichtet Bournemouth , 10. September. ( Eigener Drahtbericht.) Im worden sind. Die Russen sollen darin darauf Antwort Mittelpunkt der Verhandlungen des vorlegten Tages des britischen geben, ob sie bereit sind, den Berleumdungs­Gewerkschaftskongresses stand die Frage der gewerkschaftlichen Einfeldzug gegen die an die Bergarbeiter Internationale ange­heit. Auch in dieser Frage zeigte sich der Kongreß, sowohl in der schlossenen Verbände einzustellen, und weiter darauf Antwort Discussion als in seinen Entschließungen, zurückhaltender als geben, ob sie bereit sind, die Rote Gewerkschafts­seine beiden Vorgänger, wozu nicht wenig das gestern übermittelte internationale zu verlassen. Die Russen werden ferner Telegramm Tomitis beigetragen hat, das unter einer großen darauf hingewiesen, daß die der Bergarbeiter- Internationale ange Mehrheit des Kongresses außerordentliche Verstimmung schlossenen Organisationen nicht zwei Internationalen an­gegen die Russen erzeugt hat. Der Kongreß verwarf mit er- gehören können. Ferner werden sie daran erinnert, daß eine selbst­staunlich großer Majorität eine ihm vorliegende Entschließung, verständliche Voraussetzung für ihre Mitgliedschaft eine Aner­in welcher der Generalrat beauftragt werden sollte, in Amsterdam fennung des Statuts der Bergarbeiter- Internationale dar­auf die Einberufung einer Einigungskonferenz mit Amsterdam und stellt. Moskau hinzuwirken, die an feinerlei Vorbedingungen geknüpft sein follte. Dagegen nahm der Kongreß eine im Namen des General rats von Purcell unterstüßte Entschließung an, in der sich der Kongreß für die Notwendigkeit der Schaffung einer einzigen einheitlichen Gewertschaftsinternatio= nale ausspricht, sein Bedauern darüber betont, daß die bisherigen Bersuche nicht zum Ziel geführt haben und den Generalrat auf­fordert, seine Bemühungen fortzusetzen. In seiner Rede betonte Purcell , der bemerkenswerterweise gegen die radikale Re­solution polemisierte, daß ein internationaler Kon greß über gewerkschaftliche Einigkeit in diesem Zeitpunkt mehr Schaden als Nugen stiften würde. Er versprach jedoch, daß der Generalrat weiter daran arbeiten werde, die Russen in die Amsterdamer Internationale hineinzu­bringen. In diesem Zusammenhang ist nun interessant, daß der wie nachmittags auf dem Kongreß bekannt wurde trog des Drängens der Russen beschlossen hat, in den nächsten drei Monaten teine zusammenkunft des anglo- russischen Einigungskomitees stattfinden zu lassen.

Generalrat

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Aeußerst bemerkenswert war auch die große Diskussion, die sich an die gestern gemeldete überaus scharfe Antwort des Gene: ralrats an den russischen Gewertschaftsbund fnüpfte. Nachdem von radikalen Mitgliedern des Kongresses Zweifel darüber ausgesprochen waren, ob der Protest des Generalrates in Moskau die wirkliche Meinung des Kongresses widerspiegele, ergab eine Befragung des Kongreffes eine überwältigende zu stimmung zur Haltung des Generalrats gegenüber dem russischen Gewerkschaftsbund. Der Kongreß nahm außerdem einstimmig eine in schärfsten Worten gehaltene Entschließung an, in der gegen den Versuch der konservativen Regierung protestiert mird, eine antigemertschaftliche Gesezgebung dem Barlament zu unterbreiten und besonders gegen den Versuch der Regierung, das Recht der staatlichen Beamten auf gewerkschaftliche Organisation zu beschneiden.

Internationale Kampfaktion der Bergarbeiter!

Tagung des internationalen Komitees. London , 10. September. ( Eigener Drahtbericht.) Das Inter nationale Komitee der Bergarbeiter, das am Freitag in London feine zweite Sigung beendete, hat zur Frage der Unterstützung im Kampfe der britischen Bergarbeiter durch eine inter­nationale Attion folgende bedeutsame Entschließung gefaßt:

Im Hinblick auf die von verschiedenen Ländern erhaltenen Berichte über die Kohleneinfuhr nach Großbritan nien beschließt das Internationale Romitee der Bergarbeiter, den gesamten internationalen Bergarbeiterorganisationen eine internationale Streifaftion zur Unterstützung der englischen Berg­arbeiter zu unterbreiten. Das Komitee beschließt, daß eine weitere Komiteefizung am 30. September stattfinden soll. Falls die vor­geschlagenen Verhandlungen für eine Beilegung des Kampfes fcheitern follten, wird das Komitee un­mittelbar Gegenattionen einleiten, zu welcher auf Grund der Berichte der angeschlossenen Verbände Vollmacht vor­liegen wird."

Die Einigungsverhandlungen der Beamtenverbände. Deutschen Beamtenbund und dem Allgemeinen Deutschen Beamten ( SPD .) Die offiziellen Einigungsverhandlungen zwischen dem bund haben am gestrigen Tage begonnen. In verschiedenen grund­fäßlichen Fragen konnte bereits in dieser ersten Besprechung eine Uebereinstimmung erzielt werden. Die Verhandlungen werden An­fang nächster Woche fortgesetzt werden. Wie BS. meldet, ist insbesondere in der Frage des Bekennt niffes zur Republit eine Einigung erfolgt.

Unternehmerterror im Einzelhandel. Konventionalstrafe dem, der die Gehälter nicht fürzt.

Die Einzelhandelsgemeinschaft hat Richtlinien aufgestellt, nach denen die Gehälter der kaufmännischen Angestellten und die Löhne der Handelshilfsarbeiter auf die Schiedsspruchsäge herabgedrückt werden sollen. Neben den großen Warenhäusern sind jedoch nur vereinzelte Kaufhäuser und Spezialgeschäfte( fast lediglich fleine Bintfcherfirmen) diesen Richtlinien gefolgt, während der über. wiegende Teil der Spezialgeschäfte und Rauf häuser, mie auch einige Warenhäuser, der Lohndrud parole nicht gefolgt sind, sondern die alten Löhne und Behälter, die ohnehin niedrig genug sind, weiterzahlen.

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Der Arbeitgeberverband im Einzelhandel Groß- Berlin E. V.. Leipziger Straße 107, hat sich dabei nicht beruhigt, sondern feinen Mitgliedern, deren größter Teil der Abbauparole nicht gefolgt ist, unterm 8. September den folgenden Ufas zugehen lassen:

In unserer gestrigen außerordentlichen Mitgliederversamm lung ist folgender Antrag einstimmig angenommen worden: Der Arbeitgeberverband im Einzelhandel Groß- Berlin be­schließt, daß die Gehaltssätze auf Basis der gefällten Schiedssprüche für kaufmännische Angestellte und Handelshilfsarbeiter gezahlt werden müssen. Leistungszulagen in üblichem Umfange werden durch diesen Beschluß nicht berührt."

Wir machen noch höflichst darauf aufmerksam, daß dieser Be­schluß für unsere Verbandsmitglieder bindend ist, und daß bei einer etwaigen Richtbefolgung der Vorstand berechtigt iſt, Ronventionalstrafen zu verhängen.

Soweit nicht schon entsprechend nach obigem Beschluß ge= handelt wurde, bitten wir, vor Ergreifung neuer Maßnahmen in der Geschäftsstelle anzufragen.

Hochachtungsvoll

Arbeitgeberverband im Einzelhandel Groß- Berlin E. B. Der Geschäftsführer: Dr. E. Hein."

Der Borsigende: Heinrich Grünfeld .

Was soll! der Zweck dieses Rundschreibens sein? Sollen fie auf den Weg der Leistungszulagen verwiesen und ihnen so un­nüße Schreibereien auferlegt werden, oder will man ihnen die Kuliffe der Konventionalstrafe zur gefälligen Benutzung liefern, um sie zu Derleiten, ihre Anständigkeit dahinter verstecken und unter Berufung auf die angedrohten Konventionalstrafen Gehaltsersparnisse machen zu können? Wenn die Herren vom Arbeitgeberverband aber glauben, die Arbeiter und Angestellten des Einzelhandels oder gar die grundsätzlich vertragstreuen Arbeitnehmerverbände

Mitglieder des DMV.

Die für den 30. September beschlossene Komiteesitzung soll in Often de stattfinden. Außer dieser Frage lag dem Internationalen Komitee ein neues Aufnahmegesuch der russischen Bergarbeiter in die Bergarbeiter- Internationale vor. Hier. 3hr müßt vollzählig die Wahlkörperversammlungen befuchen!

durch den Hinweis auf diese vertragliche Bindung der Unternehmer davon abzuhalten, sich mit allen gewerkschaftlichen Mitteln für an­ständige Löhne und Gehälter einzusehen, dann befinden sie sich im Irrtum.

Die Lohn und Gehaltsbewegung im Einzelhandel ist damit feineswegs beendet. Die gewerkschaftlich organisierten Arbeit­nehmer wissen, was sie ihrer vertraglichen( d. h. gewerkschaft­lichen) Bindung schuldig sind. Denjenigen Arbeitern und An­gestellten aber, die auch heute noch abseits der gewerkschaftlichen Kampffront stehen, wird die Not des Tages lehren, was sie zu tun haben.

Das Arbeitsbeschaffungsprogramm.

Was ist mit den Straßenbauarbeiten?

Das Straßenbauprogramm, das nicht, wie irrtümlich in der Presse behauptet worden ist, eine Erweiterung des Arbeitsbeschaffungs­

programms darstellt, sondern nur im Rahmen dieses Programms als eine Art Reserve für den Winter gedacht ist, besteht, wie wir des Straßenbaues von den Ländern und Provinzialverbänden ge­erfahren, nur in der 3ins verbilligung für die zum Zweck liehenen Gelder. Die Zinsverbilligung gilt nur für die Ergänzung

der normalen, in den einzelnen Etats bereits vorgesehenen Straßen­baucrbeiten. Von diesen ist schon bisher ein Teil mit Hilfe der pro­duftiven Erwerbslosenfürsorge finanziert worden; die Straßenbauten machen etwa 40 Proz. der Notstandsarbeiten aus.

Bei der ungeheuren Verwahrlosung unseres Straßennetzes seit der Kriegszeit wären für eine gründliche Reparatur Milliarden notwendig. Mit bloßer 3ins verbilligung fann also nicht viel geholfen werden. Durchgreifende Verbesserungen und Neubauten sind im Straßenbau notwendig; die schlechten Straßen werden bei dem gesteigerten Autoverkehr ebenso zu einer Gefahr für die Sicher­heit des reisenden Publikums wie die Vernachlässigung des Oberbaus bei der Reichsbahn. Der bedauerlich starte Rückgang der Notstands­arbeiten während der letzten Zeit sollte für die Regierungen im Reich wie in den Ländern ein Ansporn sein, eine Erweiterung des Arbeitsbeschaffungsprogramms auch durch Bermehrung der Straßenbauarbeiten vorzunehmen.

Für sozialen Fortschritt.

Bom 22. bis 24. September tagt in Montreur die General­versammlung der Internationalen Vereinigung für sozialen Fortschritt. Die unifangreiche Tagesordnung um faßt folgende Gegenstände: Rechtslage der Angestellten, Entwurf einer Internationalen Konvention für Unfallverhütung, Kreditzins politik zur Vermeidung von Wirtschaftskrisen, planmäßige Berteilung der öffentlichen Arbeiten, Beschaffung der Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Wahrung der erworbenen Rentenansprüche bei dem liebergang von Erzialversicherten oder deren Hinterbliebenen in ein anderes Land, vergleichende Uebersicht über die Sozial­lasten in den einzelnen Ländern und Rechtslage der ausländischen Arbeiter.

Vom ADG B. nehmen die Genossen Spliedt und Um breit an der Konferenz der Internationalen Vereinigung teil. Diese ist bekanntlich die Spikenorganisation für die drei internationalen Vereinigungen für Sozialversicherung, Arbeiterschutz und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Abstimmung der englischen Grubenbesizer.

London , 10. September. ( TU.) Heute stimmten die englischen Grubenbefizer in ihren Bezirken über das Vermittlungsangebot Churchills zur Wiederaufnahme der Bergbauverhandlungen ab. Am Montag nachmittag wird die Entscheidung der Bezirksversamm­lungen vom Zentralausschuß des Bergbauverbandes in London ge­prüft und der Regierung weitergeleitet werden.

Deutscher Werkmeisterverband. Den Funktionären zur Nachricht, daß die Teilnehmerbarten für die Beranstaltung in Treptow am 19. September in der Geschäftsstelle Rurfürstenstr. 111 in Empfang genommen werden können. Die Karte toftet 50 Pf. und wird nur gegen sofortige Bezahlung abgegeben. Die Geschäftsstelle des Bezirks X. Rothe.

Verantwortlich für Bolitik: Dr. Curt Gener; Wirtschaft: Artur Eaternus; Gewerkschaftsbewegung: J. Steiner; Feuilleton : Dr. John Schikowski; Lokales und Sonstiges: Frik Rarstäbt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin . Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin . Drud: Vorwärts- Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Singer u. Co. Berlin SW 68. Lindenstraße 3. Sierzu 1 Beilage und Unterhaltung und Wissen".

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Starkes Rückenfett Pfund 100 Hammelfi.( Dicke Rippe) Pid.86Pt. Starke Liesen......... Pfund 100 Pa.Schmorfleisch..Kn., Ptd. 120 Eisbein gepökelt, mit Spitzbein, Pfd. 70P. Pa. Rouladen Pfund 130 Rinderkamm Pfund 75Pf. Schweinebauch...... Pfund 105 Fehlrippe u. Brust Pfund 85P. Schulterbl.115 Kasslerera.135 Gefrierfleisch

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