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1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Ur. 195.

Lokales.

Den Genoffen des Wahlvereins des 3. Berliner Wahl­freises zur Nachricht, daß am Sonntag, den 25. d. M., ein Familienausflug nach Friedrichshagen stattfindet. Treffpunkt: Friedrichshagen , Lokal Ravenstein , von der Bahn links, 11 Uhr vormittags.

Ueber die Juuungs- Schiedsgerichte ist schon häufig Klage geführt worden. Hier ein neuer Beleg, wie man die Arbeiter und die Arbeiterinteressen in diesen sozialpolitischen Instituten behandelt. Ein Berliner Arbeiter schreibt uns:

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Donnerstag, den 22. August 1895.

12. Jahrg.

ob reich, zu diesem Zwecke noch aufgebracht werden. Neben einem von der anderen Seite kommenden Dampfer zermalmt worden, diesen Summen, welche diese Kirchenbauten fosten, werden für wenn es nicht dem Schiffsführer, der die Angstrufe der Insassen den Unterhalt von 2-3 Geistlichen an jeder Kirche und der des Kahnes hörte, gelungen wäre, noch bei Zeiten zu stoppen. übrigen Beamten noch dauernde enorme Summen Sowohl die Mannschaften der Dampfer als auch mehrere Boots­erforderlich. verleiher erklärten einem Berichterstatter, daß es bei dem immer Diese Summen müssen von den Steuerzahlern aufgebracht reger werdenden Verkehr auf der Spree unumgänglich nothwendig Die bisher von den Kirchensteuern Besei, daß die Behörde ähnlich wie in Breslar und Hamburg -- freiten sollen zu denselben herangezogen werden. Die Synode eine Verordnung erläßt, welche nach Eintritt der Dunkelheit die hat den Antrag, die bisher befreiten untersten Anbringung einer helleuchtenden Laterne am Buge eines jeden Steuerstufen zur Kirchensteuer heranzuziehen, Fahrzeuges bestimmt. Ebenso sei es unbedingt erforderlich, daß bereits angenommen, weil die bisherigen 10 pet. Stirchensteuern die Strompolizei die Schleppschifffahrt während der Dunkel­stunden verbiete.

nicht mehr ausreichen.

Bei der Interessenlosigkeit der großstädtischen Bevölkerung für religiöse Angelegenheiten fönnte ein solches Anspannen der Kirchenstenerschraube leicht den Massenaustritt aus der Landes­firche zur Folge haben.

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vom 13. zum 14.( Sonnabend zum Sonntag) gesehen haben, wie Zengen gesucht! Diejenigen Herren, die in der Nacht eine Handelsfrau von zwei Kriminalschuyleuten widerrechtlich verhaftet wurde, werden gebeten, ihre Adressen der Frau Wittwe Müller, Landsberger Allee 146, H. 3 Tr., mitzutheilen.

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Der Friedrich Wilhelmstädtische Park beschließt am 28. August cr. seine Sommersaison. Am 8. September cr. siedelt das Personal nach Quarg's Vaudeville- Theater im Grand- Hotel Alexanderplatz über, woselbst dann die Wintersaison mit neuem Programm beginnt.

Am 21. Mai d. J. wurde ich plöglich ohne Kündigung aus Gerade aus unserer Friedensgemeinde sollen nach den An- Wenn dies letztere geschehen sollte, so könnten wir es doch meinem Arbeitsverhältniß entlassen. Da der betreffende Arbeit trägen in der Synode mehr Einnahmen geschafft und zu diesem nur billigen aus Gründen des Arbeiterschutes, damit geber Junungsmitglied ist, wandte ich mich an das Innungs- Zweck der Klingelbeutel eingeführt und die Kirchen die Maschinisten 2c. der Dampfer und die Schiffsknechte der Schiedsgericht, um meine Rechte bezüglich der mir seitens des stühle vermiethet werden, damit auch im Gotteshause ein Spreefähne ihre wohlverdiente Nachtruhe bekämen. Wirth Meisters vorenthaltenen 14tägigen Kündigungsentschädigung wahr- Unterschied zwischen mehr oder weniger Wohlhabenden schaftlich ist jedenfalls die Flußschifffahrt wichtiger als zunehmen. Am 27. Mai meldete ich meine Klage auf dem Bureau hervortrete." das Vergnügungsgondeln der jungen Herren vom Ruder- und des Innungs- Schiedsgerichts an, wurde jedoch wie folgt ab­Segelsport. gewiefen. Der Beamte fragt: Was sind Sie?" Antwort: " Schuhmacher." Beamter: Für Schuhmacher ist doch jetzt die beste Zeit, wenn Sie jetzt nicht arbeiten wollen, friegen Sie über haupt keine Arbeit mehr; kommen Sie wieder, wenn die 14 Tage um sind." Am 4. Juni, nachdem die 14 Tage Kündigung ver­Recht eigenthümliche Ansichten von den Pflichten der firichen waren, erschien ich wieder auf dem Bureau, um meine Bauarbeiter gegen seine hochschätzbare Person scheint der Maurer­Klage anzubringen. Hierbei wurde ich mit den Worten polier Knispel zu haben, der den Bau Lutherstr. 8 zu führen empfangen: Na, die Klage hätten Sie sich doch während der hat. Nicht genug, daß die Maurer und Steinträger, die das Feiertage selbst machen können". Die Klage wurde dann auf Vergnügen haben, unter diesem Herren thätig zu sein, mit Back: genommen. Nachdem ich ziemlich 4 Wochen ohne Bescheid ge- pfeifen und Schimpfworten trattirt werden sofern sie es blieben war, wandte ich mich wieder mündlich an das Bureau; sich gefallen lassen; der Herr macht noch ganz andere An­ich fragte höflichst nach dem Stand der Klage und sprach meine fprüche an feine Untergebenen. Der Neffe des Herrn hat nämlich Verwunderung aus, daß es so lange dauere. Zur Antwort wurde auf dem Bau den Bierausschank, und wehe dem Maurer, Ar­mir, dies ginge nach der Reihe. Auf meine Bemerkung: es ginge ja beitsmann oder Steinträger, der es wagt, seine schwer erarbeiteten die Sache ziemlich langsam vor sich, wurde ich von dem Beamten Groschen in einer anderen Restauration zu verzehren, als eben angeschnauzt mit den Worten: Wenn Sie jetzt nicht machen, in dem Ausschank, der unter hoher Gönnerschaft des Poliers daß Sie raus kommen, dann werde ich Sie hinbringen, wohin steht. Solche renitenten, pflichtvergessenen Menschen werden ein­Sie gehören. Am 8. Juli cr. stand Termin an und erftritt fach hinausgeworfen, und erst am Dienstag dieser Woche sind ich, da der beklagte Meister fehlte, ein Versäumnißurtheil; hier auf dem Bau wieder zwei Steinträger mit der ausdrücklichen gegen legte Beklagter Berufung ein und wurde neuer Termin Begründung entlassen worden, daß sie bei einem andern Schank­auf den 29. Juli angefeßt. In diesem Termin war Beklagter wirth haben ihr Bier holen lassen. Was derartige Herren an erschienen, es fonnte jedoch nicht verhandelt werden, weil ein Selbstüberhebung leisten, übersteigt wirklich alle Grenzen. Leider Arbeitgeber- Beisiger mit Entschuldigung, einer ohne Entschuldigung kann solche Zwangsausbeutung der Arbeiter durch Leute, die sich fehlte. Jetzt, nachdem über 3 Wochen verstrichen sind, habe ich in vorgesetzter Stellung befinden, nach den geltenden Gesetzen noch nicht einmal eine Vorladung zum neuen Termin. Ich habe bei uns nicht gerichtlich bestraft werden. Nothwendig wäre eine Familie zu ernähren und seit dem 21. Mai bin ich theils es aber. ohne, theils in mangelhafter Beschäftigung. Nachtragen will ich noch, daß am 2. Tage, nachdem ich die Klage anhängig gemacht hatte, ein Schuhmann in dieser Sache bei mir war und sich nach meinen Vermögensverhältnissen erkundigte und ob ich pfänd­bare Gegenstände besitze. Eine schöne Aussicht! Und um ihren Pflichten in solcher Weise nachzukommen, mußten den Innungen betreffs der Gewerbegerichtsbarkeit be­sondere Privilegien verliehen werden!

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Die Leiche des ermordeten Dr. Julius Steinthal ist Dienstag nachmittag gerichtsärztlich geöffnet worden. Als Todes ursache wurde, wie zu erwarten war, Verblutung festgestellt. Eeine Mörderin Elife Sante wurde von einem Transporteur in einer offenen Droschte vom Untersuchungsgefängniß nach dem Leichenschauhause gebracht, wo die Deffnung stattfand. Beim Anblick der Leiche war das Mädchen zunächst sehr bewegt und rief ein über das andere Mal: Mein lieber Julius!" Dann aber beantwortete sie die von der Gerichtskommission an sie ge­stellten Fragen ganz ruhig.

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Ihr neugeborenes Kind getödtet hat gestern in Großs Lichterfelde eine Mutter, die man noch nicht hat ermitteln können. Nachmittags um 3 Uhr fand ein Polizeibeamter in einem kleinen Gebüsch, das auf sonst freiem Felde etwas entlegen in der Nähe des Treffpunktes der Chaussee-, Wilhelms- und Zehlendorfer Straße steht, dicht bei einer Brücke, die Leiche eines Knaben, den die Mutter furz vorher dort geboren haben muß. Die Mutter hat das Kind mit einer Schürzenschnur erdrosselt und die Leiche in eine Schürze eingewickelt. Nachforschungen nach der Mutter sind eingeleitet worden.

Wahrscheinlich hat die Mutter ihr Kind aus Vergnügen ermordet! Wieder ein gefundenes Fressen für unsere Moral­bourgeois, die an dem Fall, der jedenfalls nur von dem grauen­haftesten Elend erzeugt sein kann, wieder die moralische Ver worfenheit der unteren Klassen" demonstriren werden.

heraus­

von verschiedenen Seiten Beschwerden zu, die eine Aeußerung Ueber die Unfallstation in der Wilhelmsir. 10 gehen ums Durch Sturz aus dem Fenster hat sich Mittwoch früh von seiten der Direktion entschieden nothwendig machen. Die um 7 Uhr ein Gast des Gasthofes Zur goldenen Traube" in Beschwerden richten sich hauptsächlich gegen das Benehmen des der Krausenstraße Nr. 23 getödtet. Wärters Lankow, dem nachgesagt wird, daß er in einer für seine Nacht um 12 Uhr kehrte dort ein etwa 40 Jahre alter Mann Stellung höchst ungehörigen Weise sich zu Handlungen habe hin- ein, der sich als Kohlenhändler Eduard Michael aus Delsnit in reißen lassen, die auf keinen Fall zu verantworten sind. Der das Fremdenbuch eintrug. Der Gast war mit Gepäck und Geld Wärter spielt mit Leidenschaft das Damespiel. Ihn hat, nach versehen und zeigte keinerlei Spuren von Aufregung. Er nahm den uns gewordenen Mittheilungen, vor einiger Zeit das Unglück, ein Vorderzimmer im zweiten Stock. Die Wirthsleute, die den eine Partie verloren zu haben, zu einem thätlichen Angriff gegen Gasthof schon seit vielen Jahren führen, faßen gerade beim seinen Partner veranlaßt, einen fünfzehnjährigen Knaben, der in Kaffee, als sie einen Gegenstand auf das Straßenpflaster dumpf der Station behandelt wurde. Heulend kam dieser junge Mensch aufschlagen hörten. Sie gingen hinaus und sahen, daß ihr Gast eines Tages zu seinen Leiden gefährten und erzählte ihnen, daß sich aus dem Fenster gestürzt hatte. Man trug den noch lebens er vom Wärter geohrfeigt worden sei, weil er die Partie ge- den aber schwer verletzten Mann in den Hausflur und rief die wonnen habe. Des weiteren beklagten sich frühere Patienten bei Polizei des 38. Neviers herbei. Diese ließ den Unglücklichen mit uns darüber, daß sie zum Reinigen der Spuckgläser und Uringläser einem Krankenwagen nach der Charitee bringen, wo er bald vom Wärter Lantow angehalten worden seien, sowie daß dieser nach der Einlieferung starb. Ob der in das Fremdenbuch ein sonstige ihm vom Arzt aufgetragene Verrichtungen durchaus nicht mit getragene Name wirklich der des Selbstmörders ist, steht noch Gegenüber mehreren Zeitungsmeldungen, die es so dargestellt dem Eiser erfüllt habe, den man bei einem Manne, der auf so ver- dahin. Ebenso wenig ist bekannt, was den Mann in den Tod haben, als hätte die ganze Familie der Elise Sante aus der antwortungsvollem Posten stehe, voraussetzen sollte. Wir würden getrieben hat. Tasche Dr. Steinthal's gelebt, wird uns von dem Bruder des von den gemeldeten Mißständen, deren Untersuchung wir der Nahrungsmittel- Kontrolle. Im Monat Juli sind in Mädchens mitgetheilt, daß dies keineswegs der Fall sei. Stein- Direktion im Interesse des Rufes der Unfallstationen ernstlich Berlin 365 Proben von Nahrungsmitteln amtlich untersucht thal habe noch als Student vor 6-7 Jahren die Elife anempfehlen, taum öffentlich Notiz genommen haben, wenn uns, worden, von denen 56 beanstandet wurden. Bemerkenswerth ist, Sante tennen gelernt. Er richtete richtete ihr, die damals wie gesagt, nicht von mehreren Seiten bittere Klagen zugegangen daß troß der niedrigen Butterpreise unter den 50 unter­unter fittenpolizeilicher Kontrolle stand, eine kleine Wohnung ein. wären und wenn außerdem nicht schon bereits eine Beschwerde suchten Butterproben zwei sich als Margarin Die Sachen wurden auf Abzahlung genommen und an den Raten an die zuständige Berufsgenossenschaft resultatlos geblieben wäre. stellten, wobei hervorzuheben ist, daß es sich in beiden zahlte sowohl er als auch das Mädchen aus ihrem damaligem an Die öffentliche Sicherheit der Verdienst. Auch unterstützte die Elise Sante vielfach noch ihren den Zionskirch Fällen um Stückenbutter handelt, der Verkäufer mithin jeden­Liebhaber direkt. Das Mädchen soll dem jungen Mann, der ihr play, den Arkonaplab und den Vinetaplatz grenzenden Straßen falls schon von seinem Lieferanten getäuscht worden ist. wiederholt die Ehe versprochen, sehr zugethan gewesen sein und läßt, wie es schon so oft der Fall war, nach Einbruch der Dunkel- Auffallend reichlich( fünf von zehn Broben) waren Beanstandungen während mindestens dreier Jahre feinen anderen Verkehr als heit gegenwärtig wiederum viel zu wünschen übrig. Vorgestern von Provenceröl, in drei Fällen wurden Zumischungen von mit ihm gepflogen haben. Seit einem Jahre war sie auch von wurde in der Swinemünderstraße eine Frau von einem Strolch Sesamöl, in zwei Fällen von Baumwollfamenöl beobachtet. Be­der Sittenkontrolle befreit. Aus dem intimen Umgang Stein- derart vom Bürgersteig auf den Straßendamm gestoßen, daß sie merkenswerth erscheinen ferner zwei Beanstandungen von Milch­thal's mit der Sante sei das Mädchen ca. se ch 3 mal schwanger bewußtlos liegen blieb. Als vorübergehende Arbeiter einzuschreiten proben aus Berliner Molkereien, die beide als Vollmilch verab geworden und ebenso oft habe der Dr. Steinthal die Frucht ab- wagten, machte das Gesindel gegen diese Front. Am Tage vor- folgt wurden. Unter den 15 Bichorienproben wurden 4 auf grund getrieben. Das Mädchen ist dadurch schwer unterleibsleidend ge- her haben nach Mitternacht ebendort mehrere Rowdies einen zu starken Sandgehaltes beanstandet. Ferner find hervorzuheben 6( unter 10) Proben Thüringer worden, war körperlich vollkommen ruinirt. Und Geschäftswagen anzuhalten versucht und einem zur Hilfe herbei die Beanstandungen von als der Doktor nunmehr das Mädchen verlassen und eine gute, eilenden Privatnachtwächter den Uniformrock zerrissen. Vermuth- Wurst wegen künstlicher Färbung und eine erhebliche Anzahl ge= ftandesgemäße Partie" zn machen gedachte, da ist denn die That lich war es auf die Beraubung des Rutschers abgesehen. Wenige fälschter Gewürzproben. Von den 20 Weinproben wurden geschehen, zu der das Mädchen sicherlich nicht berechtigt war, die Stunden früher ist in den Anlagen des Bionskirchplatzes ein auf 8 beanstandet, und zwar 5 Proben von sog. Medizinalweinen aber doch nach Lage der Umflände auch begreiflich und ver- einer Bank eingeschlafener Arbeiter gefleddert worden. In allen wegen fünftlicher Zuckerung. zeihlich ist. drei Fällen sind die Uebelthäter ungestraft entkommen. Schutz­Die jetzt auf ihrer Höhe befindliche Banthätigkeit läßt, Ferner wird uns über die Motive zur That und den in leute sind dort abends und nachts, zu welcher Zeit sich das Ge- wie die Baugew.- 3tg." hervorhebt, auch in diesem Jahre wieder Aussicht stehenden Prozeß noch folgendes geschrieben: Für die findel in jener Gegend sehr breit macht, nur höchst selten zu er einen Rückgang gegen das Vorjahr erkennen, sodaß der seit 1892 Annahme einer mit reiflicher Ueberlegung geplanten Tödtung eingetretene Rückschritt wahrscheinlich noch länger andauern sprechen verschiedene Thatsachen, das Anschaffen des Revolvers, Wie der Magistrat von Berlin Sedan zu feiern ge- wird. Die höchste Lohnfumme im Berlinischen Baugewerbe er das Locken des Dr. Steinthal in eine Art Hinterhalt 2c. Da denkt. Um diese wichtige Frage zu erörtern, hat eine gemischte gab das Jahr 1891, nämlich rund 57 Millionen Mart, während gegen ist aber auch zu erwägen, daß die Angeschuldigte ver- Kommission" getagt und folgende Beschlüsse gefaßt:" 1. Einen 1894 nur 46 Millionen ausgezahlt wurden. Die Lohnfumme sichert, sie habe ohne den Geliebten nicht leben tönnen Aufruf an die Bürger zur Ausschmückung und Beleuchtung ihrer dieses Jahres dürfte wieder um einige Millionen gegen das und die Waffe nur angeschafft, um sich selbst das Häuser an dem Gedenktage zu erlassen; ferner sollen alle Vorjahr zurückbleiben. Infolge dessen sind sowohl die Löhne im Leben zu nehmen. Wollte man annehmen, die Sauke lädtischen Gebäude geschmückt und beleuchtet werden, ingleichen Baugewerbe gedrückt, wie auch die Preise der Baumaterialien; habe den Mann, der sie verlassen hatte, auch einer die hervorragenden Denkmäler und die Kriegerdenkmäler der ebenso haben sich die Baustellenpreise auf ihrer Höhe erhalten, anderen nicht gegönnt und sich rächen, d. h. ihn vernichten Stadt, der Wassersturz im Viktoriapark beleuchtet werden. sodaß man zur Zeit billig Häuser bauen kann. wollen, so steht dem die Thatsache entgegen, daß dieses Motiv Mittags findet von der Gallerie des Rathhauses Musikaufführung In Pankow findet am nächsten Sonntag, den schon durch die Anzeige wegen Verbrechens gegen das statt. Für die Veteranen von 1870/71 wird endlich im Festsaale 25. August 1895, in den Lokalen Störr's Gesellschafts­teimende Leben erreicht war. An das zufällige Ent- des Rathhauses eine Ehrentafel hergerichtet werden. Es soll haus", Mühlenstr. 24, und Krüger's Thürmchen", laden des Revolvers beim Ringen wird auf keinen Fall eine Auswahl unter denselben stattfinden, da zur Zeit etwa Raiser Friedrichstraße 12, ein großes Boltsfest zur geglaubt, die Tödtung wird vielmehr als eine vorfäß: 20 000 Beteranen in Berlin sind; es fommen in betracht solche, assalle- Feier statt, verbunden mit Vokal und In liche angenommen, aber das strafrechtliche Intereffe liegt die das Eiserne Kreuz befizen. 10 000 m. werden an die Kaiser strumentalfonzert, Ball, Aufführung lebender Bilder, Verloosung, eben darin, ob neben dem Vors ab auch die Ueberlegung Wilhelm- Stiftung zur Vertheilung am 2. September an die Fackelpolonaise u. f. w. Anfang nachmittags 2 Uhr. Alles wird erwiesen werden können. Galt die Anschaffung des Revolvers Veteranen von 1870 beziv. an deren Hinterbliebene übergeben nähere durch Inserat. wirklich nur der gewaltsamen Beendigung des eigenen Lebens, werden. An die Schüler der Gemeindeschulen wird eine Fest­hat die Saute den Dr. Steinthal wirklich nur zu sich schrift vertheilt, welche die glorreichen Ereignisse" des Jahres Telegraphenstangen als Litfaßsäulen. Die Ober- Post gelockt, um für immer von ihm Abschied zu nehmen, 1870/71 zum Inhalt hat.- Das wird eine glorreiche Schrift direktion Berlin hat bei den Kreisbehörden der Kreise Teltow so tann sie sehr wohl im Affekt, einer plötzlichen Herzens werden. und Nieder- Barnim darüber Klage geführt, daß die in der Um wallung die Mordwaffe auf ihn gerichtet haben, ohne daß gebung von Berlin und in den Vororten an den Straßen auf­dies ursprünglich von ihr gewollt war. Mit Drillingen ist die Frau des arbeitslosen Arbeiters gestellten Telegraphenstangen neuerdings wieder sehr oft von Den Geschworenen Die Kinder sind Gewerbetreibenden, politischen Vereinigungen u. f. w. wird deshalb eine schwere Aufgabe gestellt werden, und es Germer, Ruppinerstr. 16, beglückt" worden. erscheint, wie die Sache bis jetzt liegt, zweifelhaft, ob die Ge- zwar gefund, doch ist die Mutter sehr schwach und der Ehemann zum Ankleben von Bekanntmachungen aller Art benutzt, hierdurch, schworenen die Ueberlegung bejahen werden. Geschieht dies lange Beit arbeitslos. Die Noth in der Familie ist sehr groß. zumal bei späterem theilweisem Abreißen der Bettel, die nicht, so würde die Berurtheilung wohl sicher wegen Todt Die Verwegenheit oder besser gesagt der Uebermuth der Telegraphenstangen verunzirt und die auf denselben befindlichen Jahren und bei Bubilligung milderuder Umstände auf Gefängniß fachen Unglücksfälle eher su als ab. schlags erfolgen, dann würde auf Zuchthaus nicht unter fünf Segler und Kahnfahrer auf der Oberspree nimmt trotz der viel- Beichnungen: Nummern, Jahreszahlen zc. verdeckt werden. Infolge dieser Beschwerden find nun die Ortsbehörden von den Land­Die Kahnfahrer rudern nicht unter sechs Monaten zu erkennen sein. räthen angewiesen worden, in Zukunft gegen das Bekleben der nicht nur mit besonderer Vorliebe in die von den Dampfern ver Zur Beachtung für alle Proletarier, die noch der ursachten Wellen hinein und treiben, auf den Sitzbrettern stehend, Telegraphenstangen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln ein­zuschreiten. evangelischen Landeskirche angehören, theilen wir allerlei Allotria, sondern sie machen sich in letzter Zeit ein be= Ein Thierfreund tabelt mit recht eine Unfitte, die in folgende Stelle aus einem sich mit den Kirchenwahlen für die sonderes Vergnügen daraus, während der Dunkelheit durch die Friedensgemeinde befassenden Flugblatt mit: finstere, von feinem einzigen Lichte erhellte und nur für Dampfer heutiger Zeit weit öfter als früher geübt wird. In vielen Eine erhebliche Erhöhung der Kirchensteuern bestimmte Durchfahrt der Oberbaumbrücke zu steuern, obgleich Kolonialwaaren Handlungen sind in engen Kisten und Käfigen steht in Aussicht. Es sind viele neue Kirchen in Berlin gebaut an beiden Endpunkten der Brücke groß und deutlich geschrieben lebende Hühner und Tauben zum Verkauf ausgestellt, die von worden. Ca. 22 Millionen Mark sollen von der Stadtgemeinde steht:" Durchfahrt verboten!" Erst gestern Abend war ein Ruder- allzu zärtlichen Müttern nicht allein als Sonntagsbraten, sondern Berlin , also von sämmtlichen Einwohnern, ob arm boot in diese Wasserstraße hineingerathen und wäre sicherlich von vielfach auch als Spielzeug für ihre Kinder gekauft werden.

blicken.

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