Ostelbischer Braunkohlenbergbau.
Zwölfftundentag.- Sonntagsarbeit.- Hungerlöhne. Riesenprofite.
Aus Senftenberg wird uns geschrieben:
Berlin und feine Umgebung wird hauptsächlich durch den Braunfehlenbergbau östlich der Elbe versorgt. Der oftelbische Braunkohlenbergbau wird vornehmlich von fünf Gesellschaften beherrscht. Es sind dies: die Anhaltischen Kohlenwerke, die Braunfohlen. und Brikett Industrie A.-G., die Eintracht Braunfohlenmerte, die Ilse" die Ilfe" Bergbau- Aktiengesellschaft und die Niederlaufiber" Rohlenwerfe. Alle anderen Betriebe abgesehen von den fächsischen Staatswerken in Hirschfelbe und dem Betriebe der märkischen Elektrizitätswerte in Finfenheerd, find nur noch fleinere Betriebe, die sich aber wiederum vielfach noch in den Händen dieser großen Gesellschaften befinden. Bis vor die Tore Berlins , an dem polnischen Korridor, nach Schlesien hinein haben diese Gesellschaften ihre Fühler ausgeftredt und fich in Betriebe investiert und Rohlenfelder gesichert.
Unter dem Decmantel der Rationalisierung der Wirtschaft" merden fleinere Betriebe zur Stillegung gezwungen und den betreffenden Werfen Entschädigungen bis zum 31. März 1928 gezahlt. Die Arbeiter der Betriebe werden brotlos; sie entschädigt man nicht. Man flagt über schlechten Absatz und legt Betriebe still, macht dafür aber neue Großbetriebe auf
Die Produktion ist von Jahr zu Jahr gestiegen, auch die Arbeitsleistung der Arbeiter. Troß des Umstandes, daß im ostelbischen Braunkohlenbergbau fast fämtliche Randgebiete liegen, haben sich Förderung und Arbeitsleistung ständig gesteigert. Es wurden einschließlich der Randgebiete gefördert: Jahresförderung
Jahr
Durchschnittsleistung auf
I Arbeiter und Schicht.
d. Jahr zu 300 Arbeitstg.
5,2 Tonnen
1913
25 843 000
1920.
27 120 000
2,0
1921
31 178 000
2,1
1922
36 696 000
2,6
1923
34 512 000
24
1924
36 468 000
1925
39 876 000
4,1 6,4
In den Monaten Januar bis August 1926 find 25 683 868 Zonnen gefördert worden. Die Wintermonate bringen im Braunkohlenberg bau stets eine Steigerung der Produftion, fo daß das Jahresergebnis für 1926 nicht hinter 1925 zurückstehen wird.
Die Börse ist ein sehr feinfühliger Grabmesser über die Lage einer Industrie. Die Industriepapiere des ostelbischen Brauntohlenbergbaues bewegen fich starf aufwärts. Es notierten
Aktiengesellschaft
Eintracht Braunkohlenwerfe
am 2./1 1926 11./10. 26 29./10. 26
Anhalt. Kohlenwerke. Braunfoslen- u. Brifett- Industrie
421/8
105
1844
8234
156
189
88
162
192
73 801/2
166
165
158
183
Die oftelbischen Braunfchienunternehmer verdienen nicht bloß an ber Produktion, sondern sie sind auch sehr start am Bertauf beteiligt,
verdienen also doppelt.
Diefer glänzenden Entwicklung stehen Arbeiterverhältnisse gegen. liber, die auch schon im Vorwärts" verschiedentlich gegeißelt wurden. Für das Gebiet besteht der Mittelbeutsche Braunfohlentarif Die in bem Tarifvertrage vorgesehene achtstündige Arbeitszeit wurde durch verschiedene Schiedssprüche des Reichsarbeitsministeriums aufzehn Stunden verlängert. Die Unternehmer find aber mit der Berlängerung auf zehn Stunden noch nicht zufrieden. Wider Gefeß und Tarifvertrag wird ein sehr großer Teil der Arbeiter gezwungen, elf und zwölf Stunden zu arbeiten. Ja, ſelbſt bes Sonntags wird der Arbeiter an den Betrieb gebunden obwohl nach den Angaben des Herrn Dr. Büren im ostelbischen Braunkohlen bergbau noch 520 000 Tonnen Brifetts auf Stapel liegen sollen. Die Bergbehörden haben dazu gefchwiegen. Eine Feststellung ergab, daß außer der elften und zwölften Arbeitsstunde auf 59 Werfen des ostelbischen Braunkohlenbergbaues
Im September 13 391 Ueberffunden und 11 491 Sonntagsschichten verfahren worden sind. Für ihre schwere Arbeit erhalten die Arbeiter Löhne, die angesichts der wirtschaftlichen Verhältnisse jeder Beschreibung spotten. Die Tarifftundenlöhne betragen für den erwachsenen Arbeiter über 20 Jahre 33 bis 53,4 Pf., für Arbeiterinnen 11 bis 29,5 Pf. Nur durch die viele lleberarbeit und durch die Sonntagsschichten ist der Arbeiter in der Lage, feine Eristenz notdürftig zu frijten. Bei diesen Zuständen wagen es noch die Sprecher der Unternehmer, bei den Berhandlungen die Erklärung abzugeben: ,, ir fönnen feinen Pfennig zulegen."
Unter diesen Umständen scheiterten die Lohnverhandlungen. Der Schlichter des Arbeitsministeriums wird an den Tatfachen, daß es den Braunfchlenunternehmern nicht so schlecht geht, wie diefe behaupten, nicht vorübergehen fönnen. Er wird sich ernstlich mit der Frage bes faffen müffen, daß auch die Brauntohlen- Arbeiterschaft ein Recht zum Leben hat.
Kläglicher Rückzug.
Der kommunistischen Streifabwärger.
Auf unsere Feststellung, daß der fommunistische Arbeiterratsvorsitzende Deter, der als Beifizer im Stadtverordnetenpräsidium kürzlich das erbärmliche Theater von den Zuschauertribünen auf geführt hat, daß dieser Deter, vor die Verantwortung gestellt, a b- blies und somit„ ben Streit abwürgte", darauf weiß die Rote Fahne" nur fläglich zu stammein. Sie erzählt ihren Lesern, denen sie offenbar alles zumuten zu können glaubt, daß Orth. mann bereits unterschrieben hatte, der brave revolutionäre Deter also nichts mehr machen konnte. Gestern aber erzählte das selbe Blatt, baß derselbe Orthmann nur durch die fürchterlichsten Drohungen und die Ankündigung, daß der Streit mit allen Mitteln niedergeschlagen würde, es erreicht hätte, daß feine Urabstimmung
vorgenommen wurde.
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Wenn es wahr wäre, daß Drihmann den Bertrag bereits unterschrieben hatte, wozu die Diskussion und die Abstimmung? Wozu hätte Orthmann dann den revolutionären Deter durch Drohungen einschüchtern müssen? Wenn nichts mehr zu ändern war, dann hätte Orthmann sich nicht der Mühe unterziehen brauchen, einen so( von den Zuschauertribünen) revolutionären Mann wie Deter zum Streitabwürger umzustimmen.
In Wahrheit hat Orthmann überhaupt nichts unterschrieben. Bie nach jeder Verhandlung wurde auch vor dem Schlichter ein Protokoll aufgefeßt, in dem das Verhandlungsergebnis festgestellt wird. Dieses Brotokoll wird non den Parteivertretern unter. den Parteivertretern unter. schrieben, in diesem Falle von Knobel für den Verkehrsbund. schrieben, in diesem Falle von Knobel für den Verkehrsbund. Die Belegschaft der Hochbahn hatte es aber in der Hand, in einer Urabstimmung das Verhandlungsergebnis abzulehnen und daraus die Konsequenzen zu ziehen, d. h. die Arbeit nieder zulegen. Orthmann selbst hat darauf hingewiesen und erklärt, wenn die Funktionäre den Schiedsspruch ablehnten, dann müßte der Belegschaft selbst Gelegenheit gegeben werden, in einer Ur= abstimmung Stellung zu nehmen.
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Wer hat das aber verhindert, obwohl die Funktionäre das Berhandlungsergebnis abgelehnt hatten? Wer hat sich gegen eine Urabstimmung ausgesprochen? Das mar der Glockenschwinger Defer, kommunistischer Arbeiterratsvorsitzender und unentwegter Lakai Mostaus, wer auch dort die Knute schwingen mag. Ueber den Blödsinn, Orthmann habe mit der Verbindlichkeitsals ob Drthmann einen Schiedsspruch ver erklärung gedroht, bindlich erklären könnte! werden die Hochbahner nur mitleidig bie Achsel zucken. Auch die Ausgrabung eines Vorschlages von Knobel, der vor der Verhandlung von dem Schlichter gemacht Ab wurde und den die„ Rote Fahne" entstellt wiedergibt lehnung des Schiedsspruches und Einleitung einer neuen auch das ändert Lohnbewegung im nächsten Monat nichts an der Tatsache: Deter hat gegen die Veranstaltung einer Urabstimmung gesprochen. Die Kommunisten haben also Theater gemacht, aber den Streif abgewürgt, als es zum Klappen tam. Die sozialdemokratischen Gewerkschaftsführer haben gearbeitet, teine großen Bersprechungen gemachi, aber um fo mehr gehalten.
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nur
Der Streif im Hennigsdorfer Walzwerk ist seit Montag zu gunsten der Streifenden beigelegt. Er war befannt lich deshalb ausgebrechen, weil die Direktion durch Dittat einfach verfügte, daß an einem Balzwerksgerüst nicht mehr neun, sondern nur noch acht Arbeiter beschäftigt werden sollten, was von den Ar. Die Zahl der an einem Gerüst beitern abgelehnt worden war. Arbeitenden war schon von ursprünglich 11 auf 9 herabgesezt worden, ohne daß sich die Gesamtbelegschaft dagegen gewehrt hatte.
Es ist nunmehr eine Verständigung dahin erzielt worden, daß an einem Gerüst fortab fozusagen 8% Arbeiter beschäftigt werden, d. h. der neunte Arbeiter arbeitet abwechselnd 4 Stunden an zwei Gerüsten. Der Erfolg wäre wohl noch größer gewesen, wenn das Organisationsverhältnis der Streifenden ein besseres gewesen wäre. Die Streifenden haben aber aus diesem Kampf wenigstens die Lehre gezogen, daß man gegen ein geschlossenes Unternehme.tun nur mit einer ebense geschlossenen Organisation und deren finanzieller Unter, ügung antämpfen fann. Sie find restlos dem Deutschen Metallarbeiterverband beigetreten, der diesen Kampf geführt und unterstützt hat.
Bersprechungen werden bei Kämpfen oft gegeben, ist aber der Kampf vorbei, fehrt man der Organisation nur zu oft wieder den Rücken. Ein inpisches Beispiel dafür bot der letzte Streit auf dem Rummelsburger Kraftwert. Es ist zu hoffen, aß die Hennigsdorfer Walzwerksarbeiter diesen Irrweg nicht beschreiten. Es ist in diesem Wer? noch vieles, man fann wohl sagen: fast alles verbesserungsbedürftig. hauptsächlich aber die hygienischen Ein richtungen. Zur Beseitigung dieser Mißstände läßt sich vieles durch das Einwirken der Organisation um fo eher ermöglichen, wenn die Belegschaft geschlossen hinter ihr steht. Für die Hennigsdorfer Arbeiter heißt es darum: bei der Stange bleiben.
Längere Arbeitszeit vermindert Betriebsunfälle. Die Logit bei der Reichsbahn.
Je stärker der Drud der Eisenbahner auf Verfürzung der übermenschlich langen Dienstzeit wird, desto mehr Stimmen werden laut aus den Kreisen derjenigen Reichsbahnbeamten, die anscheinend auf einem verfehrten Plage fizen. Zu diesen gehört offenbar auch der Reichsbahnamimann Schmitt, München - Lahn . In der Reichsbahn ", bem amtlichen Nachrichtenblatt der Deutschen Reichsbahngesellschaft beschäftigt sich dieser Herr mit der Unfallneigung und der Psychotechnik im Eisenbahndienst und stützt fich dabei auf das fogenannte Wiederholungsgefeb. Für den Amtmann Schmitt, der wie viele andere feiner Berufsgenossen jede Luchfühlung mit den Arbeitern und unteren Beamten verloren hat, ist das Wiederholungsgesetz ein Gottesgeschent. Durch Gegenüberstellung von Arbeitsmenge und Betriebsunfälle an den einzelnen Wochentagen tommt er zu der Feststellung, daß Arbeitsmenge und Betriebsunfälle in feiner Beziehung zueinander stehen. Beweis: Am Montag ereignen sich bie meisten Betriebsunfälle wegen der langen Ruhepause( von Sonntag 5 Uhr bis Montag 4 Uhr). In dieser Zeit wird nach Feststellung Schmitts bei dem Rangier- und Weichenstellerperfonal nicht gearbeitet. Der zweithöchste Unfalltag ist der Dienstag infolge der fehr langen Ruhepause von 74 Stunden.(?) Der Mittwoch ist aber als niedrigster Unfalltag zu bewerten, tro höchsten Arbeitsanfalles; denn entgegengesett weist der Sonnabend wieder höhere Unfallziffern auf, weil am Freitag jeber Woche 3ahltag ist.
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Nach dieser Beweisführung müßte also die jet bestehende Arbeitszeit für das Betriebs- und Berlehrspersonal nebst Pausen, Ruhezeiten und Ruhetagen eine durchgreifende Aenderung erfahren. Die Dienstschichten von 10 und 12 Stunden müßten auf 14 und 16 Stunden oder sogar darüber hinaus aus= gedehnt werden. Die heute wenig oder gar nicht bestehenden Ruhezeiten sind zu beseitigen und die bisherigen Dienstfreien Sonntage sind auf die Hälfte zu bemeffen.
Mit einem Echlage werden so auch die mit größter Gewissenhaftigkeit aufgestellten Beobachtungen an Arbeiter der verschiedenen Industrien mit der verschiedenartigsten Beschäftigung auf den Kopf gestellt. geftellt. Wir wünschen der Reichsbahngesellschaft mehrere dieser Kopfe. Dann ist der Zeitpunkt nicht mehr fern, an dem das jetzt in den Reichsbahnbetrieben bestehende Durcheinanderwirtschaften zum volligen Zusammenbruch führt und der Weg zur achtstündigen Ar
beitszeit wäre frei.
Zur Lohnbewegung der Wein- und Likörarbeiter.
Bom Berbande der Lebensmittel und Getränkearbeiter wird uns berichtet. Für die beteiligten Mitglieder unseres Verbandes fand am Dienstag abend eine gut besuchte Versammlung im Lokal ven Büttner statt. Den Bericht über die Lohnverhandlung und den Schiedsspruch gab Sch mig. In der Diskussion wurde allgemein bedauert, daß der Verkehrsbund als Tariftontrahent es ablehne, eine gemeinsame Bersammlung mit den im Verband der Lebensmittel und Getränkearbeiter Organijierten abzuhalten. Die Schlagkraft der Arbeiter gegen das Unternehmertum würde dadurch nicht gefördert. Die im Vorwärts" am Dienstag veröffentlichte Mitteilung des Verkehrsbundes über die Lohnbewegung gebe zu benken. Da alle schriftlichen und mündlichen Vorstellungen des Verbandes zu einem gemeinsamen Borgehen mit dem Verkehrsbund nichts fruchteten, müsse dessen Verhalten festgestellt werden. Die Versammelten vertraten bezüglich der Lohnerhöhung die Auffassung, daß die Zulage nach den heutigen Verhältnissen entschieden zu gering sei. Ortsverwaltung und Lohnfommission wurden daher beauftragt, mit dem Arbeitgeberverband über eine bessere Regelung nochmals zu verhandeln.
Der Wurstmacherstreit in Netschkau. Die Firma Dietsch A.-G. ist mit ihrem gegen die tariflichen und sozialen Pflichten verstoßenden Verhalten nicht durchgedrungen. Die Geschlossenheit der Streifenden, wie auch die Solidarität der Konsumenten verfehlten ihre Wirkung nicht. Das Ergebnis der Verhandlungen ist:„ Der Streif gilt nicht als Unterbrechung des Die Arbeitsverhältniffes, Maßregelungen finden nicht statt. Streifbrecher werden sofort entlassen. Der tariflich festgesezte Urlaub wird gewährt. Der mit der Fleischwarenindustr.e bestehende Tarifvertrag wird anerkannt." Die Arbeit wurde darauf wieder aufgenommen.
Drohender Streit der Saarbergleute.
Saarbrüden, 2. November. ( Mtb.) Die Lohnverhandlungen am 30. Oktober mit der Verwaltung der Saargruben haben zu feinem Ergebnis geführt. Die Generaldirektion war nur zu einer durchschnittlich 4,4prozentigen Lohnerhöhung ermächtigt, die zudem erst am 1. November eintreten sollte, während von den Gewerkschaften eine meit stärkere Anpassung der Löhne an die fationen lehnten im Hinblick auf die große Not der ArbeiterTeuerung, und zwar ab 1. Oftober, gefordert war. Die Organi schaft( 78 000 Bergleute) das Angebot als völlig unzu. reichend ab und machten nach dem Scheitern der Verhandlungen die Regierungskommission in einem besonderen Schreiben auf den Ernst der age aufmertfam.
Die Regierungsfommission hat daraufhin die Organisationsvertreier zu einer Besprechung eingeladen, die unter dem Vorfiz des stellvertretenden Präsidenten der Regierungskommission Roßmann( Stephans war abwesend) und unter Beistand des französischen Mitgliedes Morize sowie des tschechischen Mitgliedes Dr. Bonszensfy bereits am Allerheiligentage stattfand. Die Regierungsfommission erflärte sich bereit, auf die Saargrubenverwaltung einzuwirken. Bemühungen jedoch erfolglos sein, dann sind die Gewerkschaften entschloffen, den Streit zu proflamieren.
Festhalten am Achtstundentag!
Sollten ihre
Brüffel, 3. November. ( Eigener Drahtbericht.) Die belgische Gewerkschaftskommission behandelte am Dienstag den Vorschlag der Bergbauunternehmer, zur Behebung des Kohlenmangels in den Kohlengruben eine halbstündige Ueberschicht zu verfahren. Sämt liche Delegierten der Bergarbeiter erflärten sich energisch gegen Ueberstunden, einerseits aus grundfäßlichen Erwägungen gegen eine Abschwächung des Achtstundentages, andererseits aus Solidarität für die englischen Bergarbeiter. Am Mittwoch tagt der Vorstand des Bergarbeiterverbandes, dessen Entscheidung über den Vorschlag der Unternehmer zweifellos ebenso ausfallen wird. Ein gemeinfames Manifest der Gewerkschaftskommission und des Bergarbeiterverbandes wird die Deffentlichkeit über die nationale und internationale Lage des Kohlenmarktes aufklären.
Wie die rumänischen Staatsarbeiter bezahlt werden. Bukarest , 2. Nevember.( Eigener Drahtbericht.) Hier weilt seit einigen Tagen eine Vertretung der Arbeiter aus den staatlichen Betrieben, um die Rechtslohnsummen seit 1923 zu verlangen. Die staatlichen Arbeiter find nämlich den Beamten gleichgestellt, wurden aber bei der allgemeinen Erhöhung der Beamtengehälter übersehen, so daß der Staat ihnen feit 1923 bis heute über 40 Millionen Lei schuldet. Auch diesmal ist die Delegation nur mit vagen Versprechungen abgespeist worden, während zur selben Zeit das Kriegsministerium neue Missionen nach Italien schickt, um dort Kriegsschiffe zu bestellen.
Berantwortlich für Bolitit: Dr. Curt Geyer : Pirtschaft: Artur Saternus; Gemertschaftsbewegung: Friedr. Cktorn: Feuilleton:.. Döscher: Lokales und Sonstiges: Frik Karstädt; Anariaen: Th. Glode; fämtlich in Berlin . Berlag: Borwärts.Berlag 6. m. b. S.. Berlin . Drud: Borwärts- Buchbruderet und Berlagsanstalt Baul Singer u. Co.
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