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haben, um schließlich unter Sem Drud der Not fnirschend zur Arbeit zurückzukehren, macht die gleiche Behandlung mit gewöhnlichen Streifbrechern unmöglich. Sie find zwar im technischen, aber nicht im moralischen Sinne Streifbrecher und werden von ihren Kollegen auch in aller Regel nicht als solche gewertet.

genommen werden.

Wie man die Abstimmungsmethode aber auch beurteilen mag, sie ist bei allen lebenswichtigen Entscheidungen des Bergarbeiterverbandes seit Jahrzehnten als bindend anerkannt worden und muß deshalb auch in diesem Falle als die Meinungsäußerung der Mitgliederschaft zur Kenntnis Sucht man nach den psychologischen Gründen, die zu dieser Ablehnung geftihrt haben, so muß man zunächst das von gewissen fonservativen Blättern verbreitete Märchen ausschalten, als wäre sie auf eine ungeheuer gesteigerte tom munistische Tätigkeit im Kohlengebiet zurückzuführen. Die Minderheitsgruppe hat zweifellos das Aeußerste getan, um die Ablehnung der Bedingungen durchzusehen, ihr Einfluß ist aber, wie sich in den letzten Monaten bei allen Entscheidungen der Arbeiterklasse gezeigt hat, nicht so groß, daß ihrem Ein­fluß irgend welche entscheidende Bedeutung zukommen könnte. Die Ablehnung ist ein 2ft der Verzweiflung und der der Arbeiterpartei nahestehende Labour- Korrespondent des Manchester Guardian" hat wohl Recht, wenn er den seelischen Vorgang so darstellt: Die Bergarbeiter haben zum erstenmal die Bedingungen, die eine völlige Nieder I age darstellen- Distriktsabkommen, längere Arbeits­zeit, niedrigere Löhne, die Abschaffung altgewohnter lokaler Sonderbegünstigungen, die Ausschaltung ber Bergarbeiterföderation als Verhandlungsförper -schwarz auf weiß vor Augen gesehen. Die Tatsache, daß ihr Widerstand gebrochen ist, daß ein Drittel der Arbeiter bereits zur Arbeit zurückgefehrt ist, hat dabei in ihrer Be­urteilung nicht die Rolle gespielt, die der Außenminister an­nehmen konnte. Der Bergarbeiter mag war wissen, daß er geschlagen ist, aber er will es

nicht anerkennen."

Diese Entschließung dürfte jedoch nicht bedeuten, daß der Diese Entschließung dürfte jedoch nicht bedeuten, daß der Kampf weiter geführt wird, als ob sich niemals eine Delegiertenversammlung für die Annahme der Bedingungen entschieden hätte. Die Situation ist seit vierzehn Tagen ver­ändert. Die Abbröckelungsbewegung hat einen größeren Umfang angenommen als je zuvor und die Führer wissen, daß sie einen baldigen Frieden schließen müssen, falls nicht ein beispiellos heroischer Kampf in langsamer innerer Zer­segung sein tragisches Ende finden soll.

Spielerei statt Politik.

Die Kommunisten und die sächsische Regierungsfrage.

Nach der Beröffentlichung des Arbeitsprogramms der sächsischen Sozialdemokratie haben die Kommu. nisten ein Manifest verfaßt. Es enthält eine Liste von Forde­rungen, die eine sozialistische Regierung unbedingt und schnellstens durchführen müßte. Dazu schreibt die Dresdner Bolts­zeitung":

durch nichts bewiesene Angriffe erhob, widersprach dies nicht den Anschauungen des Offiziertorps". Jetzt freilich, wo er an ins denburg Kritik zu üben wagt, ist die so überaus empfindliche Offiziersehre verlegt!

Die Not der kleinen Städte.

Forderungen des Reichsstädtebundes.

Der Gesamtvorstand des Reichsstädtebundes hielt in Fulda eine mehrtägige Sigung ab, die sich hauptsächlich mit der bedrängten Finanzlage der kleinen und mittleren Städte befaßte. Dabei wird mitgeteilt, daß die meisten dieser Städte im Jahre 1926 mit einem Defizit abschneiden würden. Dazu fei in fünftigen Finanzausgleich eine Erhöhung des Einkommens steueranteils oder zum mindesten die Aufrechterhaltung der Reichs umsatzsteuergarantie erforderlich. Sonst müßten die Realsteueru weiter hochgehalten werden.

,, Darunter befinden sich zum großen Teil Forderungen, die eine sächsische Regierung schon aus dem Grunde nicht erfüllen fann, weil sie an die Reichs gesetze gebunden ist. So fordern die Kom. munisten z. B. Erhöhung der Erwerbslosenunter stützung um 50 Pro 3., obgleich sie wissen, daß die Einzel­staaten gar feine Befugnis besigen, die Erwerbslosenunterstügung über die Reichsfäße hinaus zu erhöhen, und das Reich ihnen die für die Erwerbslofenunterſtüßung gewährten Zuschüsse vorenthält, wenn sie sich nicht streng an die Bestimmungen des Reiches halten. Die höheren Schulen der mittleren und fleinen Städte, die zit Ferner wird im Kämpfer" eine Aufhebung der Mietzins- 15 bis 72 Broz. von auswärtigen Schülern befucht werden, könnten steuer verlangt, die bekanntlich durch Reichsgesez den Einzel- nur durch sofortige Einbringung eines Gesetzes über Beiträge staaten vorgeschrieben ist. Die Kommunisten dürften auch wissen, der Landkreise bzw. Provinzen zu den städtischen daß die Regierung gar nicht imstande ist, alle von der Ausgaben für die auswärtigen Schüler aufrechterhalten werden. Heldt- Regierung eingesetzten Beamten und Vertrauensleute der Die Förderung der Notstandsarbeiten und das Notstandsprogramm Reaktion in Polizei, Justiz und Berwaltung einfach zu entlassen", der Reichsregierung kommen den mittleren und kleineren Städten es ist den Herrschaften vom Kämpfer" bekannt, daß die Richter nur dann wesentlich zugute, wenn der Wohnungs- und z. B. überhaupt un absehbar sind, und die Beseitigung Straßenbau als Notstandsarbeit zugelassen und das Erforder anderer Beamten nach dem bestehenden Recht nur unter besonderen nis der 2000 Tagewerke fallen gelassen würde. Umständen möglich ist.

Wir können den Kommunisten nur den guten Rat geben, uns Zur Finanzierung des Wohnungsbaues. mit solchen Albernheiten in Frieden zu lassen. Der Gesamtvorstand des Reichsstädtebundes stellt folgende Wir haben inzwischen das Arbeitsprogramm für eine eventuelle Forderungen: sozialistische Regierung veröffentlicht. Wenn die Kommunisten eine Aufstellung eines Reichswohnungsbauprogramms sozialistische Regierung, die dieses Programm durchzuführen bestrebt auf mindestens 5 Jahre und Sicherung seiner Finanzierung für etwa ist, nicht unterstützen wollen, sollen sie es bleiben 250 000 Wohnungen im Jahr, im Werte von 2 bis Milliarden. lassen. Sie tragen dann die Verantwortung für alles, was Diese tönnen aufgebracht werden durch Eigenkapital in tommt. Wir haben bereits gestern betont, daß die Sozialdemo- Höhe von 5 bis 10 Pro 3. des Bauwertes, durch erste und tratische Partei sich streng an die Reichsgesetze und an die zweite Hypotheten in Höhe von 40 Pro3. des Bau Reichsverfassung halten wird. Etwas anderes ist auch nicht wertes mit Hilfe der Sparkassen( etwa 20 Broz. der Einlagen), der möglich. Wenn die Kommunisten undurchführbare For Hypothekenbanken, öffentlich- rechtlichen Kreditanstalten, Reichsver derungen stellen, so fönnen wir sie an diesem findischen Versicherunganstalt für Angestellte und aus den freien Geldmarkt, gnügen nicht hindern, sie sollen sich aber nicht einbilden, daß die schließlich durch öffentliche Mittel in Höhe von 50 bis Sozialdemokratische Partei auf ihre sinnlosen Spielereien 55 Broz. des Bauwertes, welche teils durch Hauszinssteuer­irgendwie eingehen wird." hypotheken, teils durch Reichswohnungsanleihe sicherzustellen wären. Gegen eine mäßige Erhöhung der gefeßlichen Miete und der Haus­zinssteuer am 1. April 1927, welche zweds allmählicher Angleichung der Mieten in den Althäusern mit denen in den Neuhäusern nicht umgangen werden kann, werden Bedenken nicht erhoben, falls den Gemeinden aus der erhöhten Hauszinssteuer ausreichende Mittel zur Dedung von Gehalts- und Lohnerhöhungen gewährleistet werden. Ueber die balbige Umwandlung der auszinssteuer soll von den kommunalen Spitzenverbänden ein einheitlicher Plan aufgestellt werden.

Mit zweierlei Maß.

Lehrreiches über die Offiziersehre".

Der zeitweilige völkische Obermime, Oberstleutnant a. D. Ahle mann, der namentlich aus den Verhandlungen der verschiedenen Gemeausschüsse einer breiteren Deffentlichkeit nicht eben rühmich befannt geworden ist, hat sich eines fluchwürdigen Verbrechens schuldig gemacht! Er hat zum 9. November einen Artikel geschrieben, in dem er unter anderem über Hindenburg dieses furchtbare Urteil fällt:

Es ist also anzunehmen, daß nunmehr die Devise ausge­geben wird, die Distriktsverhandlungen auf der ganzen Linie aufzunehmen, eine Devise; der auch alle jene Distrifte, wenn auch zögernd, werden folgen müssen, die am schärfsten gegen die gegenwärtigen Bedingungen ein­genommen sind. Es ist klar, daß von dem Augenblicke an, wo eine Reihe von Distrikten sich offiziell bereit findet, die Arbeit wieder aufzunehmen, der Widerstand der übrigen völlig aus sichtslos geworden ist. Die Ablehnung der Regierungsvor­schläge ist deshalb im wesentlichen eine Demonstration, die den Bergarbeitern selbst damit nicht zu teuer erkauft zu sein scheint, daß sie damit auch den letzten Rest einer nationalen Garantie, wie sie in dem Schiedsgerichtsverbände und erklären unter dem gewohnten Wortschwulst, dies sei hof vorgesehen war, opfern. Denn wie immer die Dinge jegt laufen mögen, darüber kann fein weifel bestehen, daß die Regierung, deren Vorschläge abgelehnt worden sind, ihre Bereitwilligkeit, einen Gerichtshof zur Sicherung gewisser Grundsäße gefeßlich festzulegen, nunmehr endgültig zurück­ziehen wird.

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Die Seeräuberei in China . Ein undeutlich formuliertes draht lofes Telegramm des Dampfers Hongping", von Singapore nach Hongkong unterwegs, meldet zwanzig Berlegte an Bord. Man vermutet, daß es sich um einen Piratendampfer handelt.

Muß die Welt verhungern?

Schon oft find Befürchtungen ausgesprochen worden, daß bei zunehmender Bevölkerung die Lebensmittelvorräte der Erde einmal zu knapp werden könnten. Durch einen Vortrag von Sir Daniel Hall vor der Britischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Oxford wurde diese Frage wieder aufgerollt. ,, leberbevölkerung und Arbeitslosigkeit," sagt er. sind in diesem und in anderen Ländern zur schrecklichen Tatsache geworden. Biele Staaten haben Schwierigkeiten, ihre Lebensführung gegen das Eindringen be­nachbarter, sich unbefümmert bis zur untersten Grenze der Er­haltungsmöglichkeit vermehrender Rassen aufrecht zu erhalten. Auch haben Beobachtungen der Weizenpreise zu dem Schluß geführt, daß die Neigung zum Steigen sich, ebenso wie vor dem Kriege, auch jetzt wieder fundgibt, so sehr auch die Preisbildung in letzter Zeit durch die Kursschwankungen verschleiert wurde." Sir Daniel Hall hält eine Bermehrung der Anbauflächen für unbedingt erforderlich, ohne aber sagen zu können, wo solches Land in der nötigen Qualität und in einer dem Bedürfnis entsprechenden Ausdehnung zu finden wäre. Um ihre Lebenshaltung zu behaupten, würden die weißen Rassen zweifellos ihre Kinderzahl einschränken, wie wir es jetzt schon sehen, aber diese zunehmende Einschränkung wird, auch unter ökonomischem Druck, nicht sogleich wirksam werden, und die Gefahr liegt in der llebergangsperiode. Der Gelehrte meint, wir würden wahrscheinlich Vegetarianer werden, da man mehr Land zur Auf­zucht von Vieh als für Gemüsebau brauche. Auch das Altohol verbot würde von selbst erzwungen werden, weil es mehr Boden für Weizen gäbe, wenn feiner zum Anpflanzen von Roggen und Gerste und Trauben für Getränke gebraucht würde".

Doch waren amerikanische Gelehrte, die am politischen Institut in Williamstown , Mass., Borträge hielten, als diefe peffimistische Kunde aus England tam, anderer Meinung. Die Wirtschaftsfach verständigen schichten gleich eine beruhigende Botschaft aus, des Inhalts, daß Chemiker und Biologen durch Herstellung synthetischer Nahrung die Welt vor dem Hunger bewahren würden. So ver sichert Dr. Barnard in Chikago, der der optimistischen Anschauung ist, daß der Fortschritt in der Fabritation synthetischer Lebensmittel fchon groß genug fei, um den Chemikern im Notfall die Verwandlung von Sonnenlicht und Stickstoff der Luft in Nahrung für Menschen zu ermöglichen. Beruhigende Zukunftsaussichten eröffnet auch der Chemiler Sohn E. Temple: Es hat keinen Sinn," so meint er, sich über die Verschwendung überflüffiger Dinge aufzuregen. Nur wenige Elemente im chemischen Sinn, Kohle, Sauerstoff, Wasser­stoff, Stiastoff, Schwefel und Phosphor, die in allen Pflanzen vor­handen sind, und noch einige wenige, die im Meere gefunden werden, find lebenswichtig. Sonst tommt es auf nichts an." So wunderbar dies scheint, so ist auch die Herstellung von Gummi aus Gasolin und Seide aus Holz nicht weniger erstaunlich. Vielleicht werden synthe

Jetzt allmählich erkennt das Volt, daß der Feldmarschall feit seiner ersten Verabschiedung 1911 nur repräsentative Rollen gespielt hat."

Und wie ein Mann erheben sich die verschiedenen Offiziers wahrheitswidrig, und Herr Ahlemann habe durch seine verabscheuungswürdigen Angriffe auf die unantastbare Ehre des Heros des deutschen Volkes im Weltkriege erneut zum Aus­druck gebracht, daß er seinerseits von den Anschauungen unseres Stanbes abgerückt ist".

Inwiefern Ahlemanns Behauptung für Hindenburg ehren rührig" ist, wissen wir zwar nicht, denn beispielsweise die Rolle unserer diversen wackeren kleinen Potentaten war doch ausgesprochen und ausschließlich repräsentativ. Soviet aber wissen wir: Als Herr Ahlemann seinerzeit im Reichstag unter dem Schuße der Immu­nität gegen den Abgeordneten Genossen Breitscheid schmutzige,

tische Früchte und Gemüse bald so gewöhnlich sein, wie synthetischer Branntwein. Nur ein Kenner wird einst eine chemische Tomate oder einen künstlichen Pfirsich von der natürlichen Frucht unter scheiden können."

,, Das sind Märchen," erklärt dagegen ein anderer Gelehrter, der für Erhaltung unserer jeßigen Hilfsquellen eintritt und Zweifel an den ,, wunderbaren, synthetischen Substanzen" hegt, mit denen Bau­berer uns blenden wollen. So steht Meinung gegen Meinung, doch im ganzen überwiegt die Hoffnung, daß neue und beffere Produt tionsmethoden in Verbindung mit einer Einschränkung des Be­pölferungszuwachses genügen werden, die Zukunft zu sichern. Der Eßtisch der Welt wird reich bestellt sein, wenn nicht eine völlige Weltmißernte eintritt."

Sind Fakire Schwindler?

R. B.

Mit dem Tode des Entfesselungskönigs" Houdini ist ein grim. wie er die spiritistischen Medien zu entlarven suchte, so beschäftigte miger Bekämpfer aller überirdischen" Leistungen dahingegangen. Beit bei uns in Europa eine so große Verehrung gefunden haben. er sich auch eingehend mit den Tricks der Fakire, die gerade in letter Eine feiner legten Taten war es, daß er den Fatir Rahman- Ben übertrumpfte. Dieser hatte erklärt, er werde sich in einem Sarg 1% Stunden lang in die Wasser des Hudsonflusses versenken lassen; aber kaum war er auf dem Boden des Flusses mit dem Sarge an­gelangt, da ließ er die Alarmglode ertönen und mußte herauf­gezogen werden. Houdini aber erklärte, daß er dieses Kunststück chne die übernatürlichen Kräfte" ausführen werde, die sich die Fakire zumessen, und er blieb wirklich Stunden in einem Sarg eingeschlossen auf dem Boden des Hudson. Diese Leistung war natürlich nur möglich durch die Mitnahme eines fleinen Sauerstoff­apparates, den Houdini so geschickt zu verbergen wußte, wie dies augenscheinlich auch die Fakire tun, die sich in einem Sarg be­graben" lassen.

Auf den Spuren Houdinis wandelt der französische Gelehrte Baul Heuze, der seit Jahren wissenschaftliche Versuche zur Auf­flärung der Faliririds unternimmt und joeben ein Buch Fafire, Schwindler und Genoffen" veröffentlicht hat. Er hat sich besonders eingehend mit dem Falir beschäftigt, der unter dem Namen Tarah­Ben" so großes Aufsehen in der Pariser Gesellschaft hervorrief, und fich auch bei uns in Berlin produziert hat. Heuzé untersuchte den Lufttubus, den ein in einem Sarg begrabener Mensch für die At­graben ließ, daß man eine kurze Zeit sehr gut mit dieser Luftmenge mung zur Verfügung hat, und stellte feft, indem er sich selbst be= auskommen fann. Läht man fich längere Zeit begraben", so muß man sich freilich mit Sauerstoff versorgen, und er glaubt, daß die Fatire in ihrem Turban oder Gürtel fleine Sauerstoffmengen mit fich führen. Auch die kataleptische Starre", in der sich der Fatir auf einem mit Nägeln beschlagenen Brett befestigen läßt oder auf ganz natürliche Beise hervorrufen. Ein einfacher Willensaft Nadeln und Dolche durch die Backen oder die Haut stößt, läßt sich genügt. Heuze hat selbst alle diese Tricks ausgeführt und gezeigt, daß beim Herausziehen der Nägel und Nadeln fein Blut fließt Wenn der Fatir jelbsttätig die Bunden dann zum Bluten bringt,

Die Ergebnisse der Werbewoche.

In der Zusammenstellung der Ergebnisse der Berbearbeit während der Werbewoche( vgl. legtes Morgenblatt) sind irrtümlich die Resultate des Bezirks Berlin mit denen des Bezirks Brandenburg zusammen­gezählt worden. Im Bezirk Groß- Berlin allein wurden 2093 Mitglieder neu gewonnen, davon 1591 Männer und 502 Frauen; die Resultate von acht Abteilungen stehen freilich noch aus.

Der Zusammenschluß Afiens. Die japanische Regierung hat Berhandlungen über die Errichtung einer Botschaft in Teheran mit der persischen Regierung eröffnet. Die Botschaft wird voraus­sichtlich im kommenden Frühjahr errichtet.

Der Präsident von Nicaragua , Diaz, hat ein Hilfsgesuch nach Washington gerichtet und beschuldigt darin Mexiko , die Rebellen zu unterstützen.

so ist dies nur durch einen Betrug zu erklären. Heuzé glaubt, daß bei Tarah- Ben der Dolch, den er immer in der Hand hält, in seinem Griff eine rote Flüssigkeit enthält, die er durch einen Mechanismus fließen lassen tann. Auf dieselbe ganz natürliche Weise werden in dem Buch die anderen Tricks erflärt, und nach Heuze gibt es feine Erscheinung im Repertoire der Fatire, die nicht auch von einem ge­fchickten Jongleur oder Bauberfünstler" ausgeführt werden könnte.

Bernhard Shaw und der Nobelpreis. Nach den legten Nach­richten hat jetzt Bernhard Shaw die Nobelpreissumme doch ent­diese Summe zu dem bereits von ihm erwähnten 3wed, nämlich zur gegengenommen, jedoch unter der Bedingung, daß er selbst frgleich Förderung der literarischen Verständigung zwischen Schweden und Großbritannien , verwenden dürfe.

Es ist anerkennenswert, daß Sham fich durch den Nobelpreis nicht persönlich bereichern will. Aber die von ihm geplante Ber­wendung des Geldes scheint seiner nicht ganz würdig. Es ist ein Berlegenheitseinfall; bei all diesen Förderungen" springt ja in der er, der in seinem Sozialismus für Millionäre" die Kapitalisten fo Regel nichts heraus. Es wäre eine echte Shawsche Ironie, went zufangen wußte. artig hernimmt, nun selber mit dem Mammon nichts Gescheites an­

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Erstaufführungen der Woche. Montag. Städt. Oper: Der Zwerg". Derlegte Faun". Mittwoch. Kammerspiele:" Sa russell".- Freitag. Theater i. d. Klofferfiraße: Evchen Humbricht". Conn­Ninon am Scheideweg". abend. Neues Theater am Zoo: Urania- Borträge. Täglich: Geist und Maschine", Sm Rande der unbegrenzten Möglich feiten.- Dienstag, Donnerstag( 7): Das deutsche Museum in München ". Mittwoch, Freitag( 7): Fordwerte". ( 9) Dichter, Regisseur und kameramann

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Sonnabend( 7): Japan ".

Schüleraufführungen. Als zweites Stud der vom Magistrat Berlin, Verband Berliner Bühnenleiter und Bühnengenossenschaft gemeinsam ver anstalteten Echüleraufführungen geht ab 20. November im Berliner Theater nachmittags an zwölf aufeinanderfolgenden Tagen Barnheim" in der Inszenierung des Staatstheaters in Szene.

Minna

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Ludwig hardt spricht in der Berliner Sezession am Totensonntag u. a. Bekenntnisse von Börne, Bettina von Amin, Edermann, Kleift, Strindberg, Sola, Dstar Wilde, Verse von Goethe, Hölderlein, Georg Hehn.

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Das Thealer der Künstlichen Menfchen" bringt Montag im Theater des Bestens die Dper, Der Barbier von Sevilla Don Rossini Richard Leopold wird auf Einladung der Boltsbühne E. V. am alten und neuen Berliner Humors zum Vortrag bringen. Einlagfarten 26, abends 8 Uhr im Bürgersaaldes Rathauses Denkmäler zum Preise von 60 Pig. sind in den Verlaufsstellen der Boltsbühne er­hältlich.

Zum Vorsitzenden der Dichter- Akademie wurde Wilhelm v. Scholz, der seinen Wohnfit vom Bedensee nach Berlin verlegt hat, gewählt, und zu seinem Stellvertreter Ludwig Fulda .

fenfationell aufgemachten Artikel, worin behauptet wird, daß das bekannte Eine falsche Mona Lisa ? Das Pariser Deubre beröffentlicht einen Gemälde von Leonardo da Vinci Mona Vija" nicht echt sei. Das Bild, das feinerzeit nach einem Haube wieder in den 2Louvre zurüdgegeben wurde, sei eine Stopie. Das Driginal befinde fich in Privatbeji