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Reichswehr - Skandal.

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Geheime Umtriebe. Gefährdung der Staatssicherheit. Die Enthüllung des Berliner Tageblatts" über illegale Betätigung von Reichswehroffizieren in Breslau hat weitere Enthüllungen nach sich gezogen. Es werden jezt Teile der Dentschrift des Herrn Mahraun , des Hochmeisters des Jungdeutschen Ordens , veröffentlicht, die Herrn Geßler im März 1926 zugegangen ist.

Die Beröffentlichungen lassen erkennen, daß Reichs­webroffiziere im Bunde mit sogenannten Bater­ländischen Verbänden" in den Wehrkreisen neben den amtlichen Reichswehrbehörden illegale Behörden und Formationen gebildet haben. Diese illegalen Dr­ganisationen werden in der Mahraunschen Denkschrift als " getarnte( von Tarnkappe) Reichswehrorganis fationen" bezeichnet. Nach außen erscheinen fie teils als Wehrverbände, teils als Sportverbände.

Die getarnte" Reichswehrbehörde im Wehrkreis wird geleitet von einem Major, dem Kreistommandeur, dem ein Kreisoffizier zur Seite steht. Die Aufgaben dieser Behörde find den Aufgaben der früheren Bezirks tommandos nachgebildet. Zusammengefaßt find sie durch den sogenannten Bund für Freiheit und Recht", von dem es in der Mahraunschen Denkschrift heißt:

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Der Bund für Freiheit und Recht", bis vor kurzem die Tar. nung für gewisse Mobilmachungsarbeiten der Reichswehr , verpflichtet seine Mitglieder... Den Leuten ist gesagt worden, daß sie ihren Eid der Reichswehr ge­leistet hätten und daß sie bei Eidesverlegung mit staat­lichen Mitteln erledigt würden. Es wird darauf hin. gewiesen, daß bereits viele Personen hinter verschlossenen Türen wegen Landesverrats abgeurteilt feien. Außerdem werden die Leute mit der Feme bedroht. Viele Ordens brüder sind dem Bund für Freiheit und Recht beigetreten. Gie nahmen an, daß der Ordensleitung diese Maßnahmen der Reichswehr felbstverständlich bekannt seien, was nicht der Fall war.

Auf entsprechende Borstellung der Ordensleitung bei dem zu­ffändigen Herrn des Reichswehrminifteriums wurde von diesem er­flärt, daß Angaben über den Bund für Freiheit und Recht" Be­lange der Reichswehr verlehen würden

Dieser Bund für Freiheit und Recht" ist jetzt die Maste für die Zusammenfassung der Sportverbände". Ueber den 3wed dieser Verbände sagt die Denkschrift:

... Major von Briesen in Stolp , von der Reichs­mehrangestellter Bezirtsleiter, hat nach seinen eigenen Angaben zur Durchführung der ihm gestellten Aufgaben den Ver­band Pommerntreue" gebildet. Dieser Verband betrachtet fich nicht als vaterländischer Verband, sondern als reiner Behr. verband für besondere 3wede. Ueber den Einsatz des Verbandes entscheidet Major von Briesen . Die Angehörigen seines Berbandes find auf seine Person vereidigt.

Generalmajor Teschner in Küstrin ( der Borgänger von

Gudovius und eigentliche Macher des Femeleutnants Schulz) ist Be airfsleiter östlich der Ober. Ihm unterstehen die ein zelnen Kreistommandeure mit den Kreisoffizieren.

Der Leutnant Preuß sammelt in der Ballei des Herrn von Trescom für eine neue Organisation mit dem Bemerken, daß auf Grund der Lage der Reichspräsident nunmehr genötigt fel, vom Artikel 48 der Betfaffung Gebrauch zu machen. Es sei mit einer Diklatur zu rechnen.

Zur Durchführung dieser Diktatur reiche die Reichswehr nicht aus, es müßten daher nach dem Willen der Reichswehr neue For­mationen aufgestellt werden.

Der Kreis Neumark müsse zum Beispiel zwei Kom pagnien aufstellen. Herr von Tresckom fragte daraufhin bei dem Borgesetzten des Leutnants Preuß, dem Kreisoffizier Major Badide im Schönfeld bei Bärwalde an. Dieser bestätigte die Angaben des Leutnants Preuß...."

Tschechoslowakische Maler.

Bon Dr. Paul F. Schmidt.

In Gegenwart der drei Gesandten ven Frankreich , Polen und der Tschechoslowakei wurde die Ausstellung junger Brager Maler bei Wiltschek eröffnet und die angenehm moderierte Feierlichkeit durch einen Tee mit vielen prominenten Malern, Literaten und schönen Frauen betont. Es gab da so etwas wie französische Luft; nicht bloß, daß man ebensoviel französisch wie deutsch sprechen hörte. Berlin fann solche netten fleinen Gesellschaftsspiele der geiſti­gen Leute schon brauchen; Herr Wiltschet hat das nicht geringe Ber­Dienst, hier einen Ton angeschlagen zu haben, den wir gern des üfteren wieder hören möchten. Uns fehlen solche gesellschaftlichen 3wanglosigkeiten; die Sezession beispielsweise fährt immer gleich das schwere Geschüß seriöser Bälle mit Frad und Langerweile auf.

Unvorbereitete fönnten nun auf den Gedanken kommen, daß hinter einem so schön pelitisch aufgezogenen Salon fünstlerisch nicht viel stecken müsse. Dem ist aber nicht so: die Ausstellung ist flein, aber wahrhaftig gewählt. Wir fahen eine Wanderschau der jungen Brager damals waren es nur teilweise die gleichen- vor fünf oder sechs Jahren hier. Es ist festzustellen, daß eine gewisse Entwicklung und eine Entfaltung in die Breite sich vollzogen haben, die erfreu­lich sind und die berzeitige Kollektion zu einem Fest für die Augen machen. Der bedeutendste und m. E. am meisten national gefärbte Maler 3rza won fehlt leider; daß B. Hofmann auch nicht dabei ist, hat wohl weniger zu befagen. Josef Caped aber hat seine sanfte Sprit weiter gebildet mit einem starteren Einschlag franzö fischer bonne peinture, und Baclav Spala ist träffiger und differenzierter geworden, sein Raumgefühl tann sich nun souverän cusbrüden. Bon der alten Vortrieçsgarde ist Ottatar Ceu bine mit einer zarten Landschaft, Emil Filla mit ein wenig müden und im Fahrwaffer Braques schwimmenden Flächenstilleben

certreten.

Filla bedeutet den einen Bol der jungtschechischen Malerei, das jublimfte Aufgehen im Pariser Kubismus . Daß die Prager über haupt nur im Gefolge der modernen Franzosen zu denken sind, ver. steht sich bei der ganzen fulturellen Einstellung der jungen Nation von selbst. Es ist nicht einmal eine Frage von Talent, wie weit diese Anlehnung geht, und wieviel von nationalflawischer Sonderart hin­zugebracht wird. Filla ist vielleicht nicht unbedeutender als 3rzamy, aber 3rzamy ist der Selbständigere, der in dem Konzert europäischer Malerei ein ganz eigentümliches Solo spielt mit seinem marionetten. haften Sput, ber schlechterdings nur weftslawisch sein fann. Spala ist in der Farbigkeit, Rudelf Kremlida in einer anmutig jubli. mierten, aber volkstümlichen Sinnlichkeit jehr national. Bezaubernd in ihrer farbigen Kultur sind die Landschaften und Stilleben von Alfred Justiz, und die weiblich empfindende Ilona Singer folgt ihm im Schmelz füßefter Farbenharmonie. Hier fönnen die Tschechen tatsächlich mit den besten Franzosen tonfurrieren, ohne ihnen nachzugeben, und die legtgenannten drei bilden die lohnende Ausbeute überraschend neuer Künstler aus dem schönen Lande, denen sich der höchst begabte und einfallsreiche Bildhauer Otto Gut freund anschließt,

Es handet sich nicht etwa um Vorgänge auf dem Jahre 1923; fondern aus der ersten Hälfte des Jahres 1926. An jenem Zeitpunkt, an dem die preußische Regie­rungiting" und" Olympia " auflöste, hat also die Reichswehr mit dem Gedanken eines Staatsstreichs gespielt und dafür organisatorische Vorbereitungen getroffen. Auf weitere Zusammenhänge weist die ,, Frantfurter Seitung" hin. Sie berichtet aus Gießen :

In den rechts stehenden Berbänden unserer Gegend, in Oberhessen und vor allem im naffauischen Lahnteil, treibt ein Oberst a. D. Reinhard Kod seit einiger Zeit mit vermehrter Intensität Propaganda. Dies fällt um so mehr auf, als diesem Obersten, der früher für die Orgesch und dann bei der i nanzierung der Zeitfreiwilligen tätig war, in der hie fiegen Reichswehrtaferne ein eigenes Bureau einge räumt ist. In der gleichen neuen Kaserne" hat übrigens auch ein ehemaliger Oberleutnant Haßloff fein eigenes Bureau, der ebenfalls aus seiner rechtsradikalen Einstellung fein Hehl macht. Jedem der beiden Herren steht eine besondere Schreibtraft zur Verfügung. Die Motive dieser amt­lichen Gastfreundschaft entziehen sich öffentlicher Kenntnis. Bei den Mannschaften der Reichswehr herrscht dar­über jedenfalls eine ziemliche Mißstimmung, um so mehr als das Auftreten der Herren gegenüber Soldaten und Unteroffizieren zu meilen weniger ihrer Zivilkleidung als ihren miltiärischen Titel ent­spricht."

Die Motive dieser Gastfreundschaft sind leicht zu erklären. Herr Oberst Rod hat im Jahre 1924 unter Berufung auf die Heeresleitung vom Arbeitgeberverband für Zahn­gau und Oberhessen Mittel für die Ausbildung von Beitfreiwilligen gefordert und zugesagt erhalten. Seine Ausführungen zur Begründung dieser Forderung sind überaus belastend für die Reichswehr . Da­mals wurde ein Ausschuß des Arbeitgeberverbandes eingesetzt, der für seinen Bezirk 800 000 m. bewilligt hat. Die Mitteilung der Frankfurter Beitung" läßt erkennen, daß Oberst Rod seine Tätigkeit aus dem Jahre 1924 wieder aufgenommen hat; die Enthüllung des Ber= liner Tageblatts" zeigt, daß wie zu Beginn des Jahres 1926 weiter an der Aufstellung getarnter" Organisationen gearbeitet wird.

Herr Geßler wird im Reichstage über diese Dinge fchonungslos zur Rede gestellt werden. Die Veröffentlichungen enthalten bei weitem noch nicht alles Material über illegale Betätigung der Reichswehr . Diese illegale Betätigung ge= fährdet die Staatssicherheit. Was jagt das Kabinett, was fagt der Außenminister dazu?

Die sozialistische Pressekonferenz. Besichtigung der Partei- Institute.

Die am Sonntag fortgesetzten Berhandlungen der Internationalen sozialistischen Pressekonferenz galten dem Ausbau und der Berbesse­rung der Einrichtungen, die sich die sozialistische Presse zum Zwecke eigenen Nachrichtendienstes geschaffen hat und führte zu prat­tischen Ergebnissen. Fachtechnische Einzelheiten wurden im follegialen Geifte erörtert. Es tam die einmütige Entrüftung freiheit, unter der das arbeitende Bolt in verschiedenen Ländern zum Ausdruck über die Unterdrüdung der Bresse leidet und die Ueberzeugung, daß durch die Förderung der sozia liftischen Arbeiterpresse dem Umsichgreifen diftatorischer Bestrebungen am besten Einhalt geboten merden kann.

Die Konferenzteilnehmer besichtigten am Sonntag die Einrich­tungen des So3. Pressedienstes", am Montag vormittag zum Schluß die Borwärts" Druderet.

find mit Erlaubnis der belgischen Regierung in Brüffel ein Die aus Frankreich ausgewiesenen 12 fatalonischen Verschwörer getroffen. Bermutlich kommt auch der Führer der Verschwörer, Oberst Macis, dorthin.

Sonderbare Theaterkultur". Sonnabend nacht brachte die Junge Generation" im neuen Theater am 300 die Tragödie Der Stall des Augias" heraus. Die Borstellung war nad) Form und Inhalt so minderwertig, wie man es für Berlin nicht für möglich halten sollte. Es würde sich erübrigen, mehr Worte an diese Tatsache zu verschmenden, wenn die besonderen Um Stände nicht eine grundsägliche Stellungnahme erforderten. Der Berfasser hat gegen die Aufführung seines Stüdes Einspruch erhoben. Er wandte fich mit folgendem Protest an die Deffentlichkeit:

Ich erfahre soeben durch eine Zeitungsnetiz, daß am Sonn­abend eine Nachtvorstellung meines Stückes Der Stall des Augias" im Theater am 300 stattfinden soll. Ich bin weder durch die Beranstalter noch durch meinen Berlag davon in Rentnis gefegt worden. Wohl aber müssen diese aber müssen diefe wissen, daß ich dieses Stück schon seit vorigem Jahr aus dem Bertehr gezegen habe und mich gegen eine Borstellung desselben auf das entschiedenste verwehre."

bas ift

Troßdem haben sie das Drama aufgeführt und behaupten, mit dem Bühnenvertrieb einen ordnungsmäßigen Bertrag abgeschlossen Es ist Das mag sein. aber eine Roheit, zu haben. das Stüd eines Mannes er durch preiszugeben, glaubt. Es fompromittieren sich selbst eine zu Unverfrorenheit, es in einer dilettantenhaften Aufmachung her­auszubringen, die auch ein Drama von dichterischen Qualitäten um­gebracht hätte, und die Presse in der Nacht zu einer Beranstaltung au locken, die unter dem Niveau einer Bereinsvorstellung steht. Für ben Autor bedeutet die gegen feinen Willen erfolgte Aufführung eine Tragödie. Die Gerechtigkeit verbietet mir daher, seinen Namen zu nennen. Die Theatergemeinschaft Junge Generation", die ihre Einladungen anonym zu verfchiden pflegt, wird hiermit aufgefordert, ihr Infognito zu lüften und zu dieser Dichtertragödie Stellung zu nehmen.

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Dgr.

Die Arbeit des Ostdeutschen Landestheaters, der Wanderbühne des Verbandes der deutschen Boltsbühnenvereine für die theaterlofen Städte Brandenburgs und Bommerns, fann ohne Einschränkung gelobt werden. In dem für den Winter 1926/27 angefündigten Spielplan spricht sich ein ernsthafter und einheitlicher fultureller Wille aus. Neben Shakespeare und Schiller sechs lebende Autoren bei zehn Aufführungen! Das bedeutet: die geistigen Auseinandersegungen unserer Zeit, wie sie sich in der Dichtung offen. baren, bringen durch die Pionierarbeit dieser Bühne in die Breite. Paul Haag, der fünstlerische Leiter, wird in seinem Spielfreis um seiner zielbewußten Arbeit willen außerordentlich geschätzt. Ist es nicht lohnendste Pionierarbeit, wenn zehntausend Menschen mehr Das Grabmal des unbetannten Soldaten" in einer von hoher Künstlerschaft getragenen Aufführung erleben können, menn an zehntausend Menschen mehr die Frage des Dichters ge. richtet ist: Gibt es denn Kriege, die keine Bruderkriege find?" Dem franzöfifchen Kammerspiel folgte im Spielplanablauf die Kaisersche Komödie David und Goliath

Hugo

au- Hamm, der Oberspielleiter, hat seine Spielschar im feften Zuge. Er selbst leiht dem Helden des Stückes, jenem kleinen Spar faffenbeamten, der den Kapitalsriesen Goliath umzulegen weiß, die lächelnde, fieghafie Menschlichkeit. In Werner Eberhardt und Willy Krüger findet er jedem Großstadtensemble gleich

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Stadt in Not.

Unbeschreibliche Zustände in Hindenburg .

Die über 110 000 Einwohner zählende Stadt Hindenburg

in Oberschleften befindet sich in einer außerordent Itchen Notlage. Alle vorhandenen Schulen sind über< füllt; infolge der weiten Wege unterbleibt vielfach der Schul­besuch bei schlechtem Wetter. 3wei zwanzigklassige Volksschulen, eine zehnklassige Hilfsschule, eine Mittelschule, eine Oberrealschule und eine gewerbliche Berufsschule, in Berbindung mit einer Haus­haltungsschule für schulentlassene Mädchen müssen so schnell wie möglich gebaut werden. Hindenburg befigt tein Theater, teine Boltsbücherei und für 11.000 Boltsschüler nicht ein mal eine Turnhalle. Ebenso verfügt die Stadt nicht über ein Boltsbad. Der Deutsche Städtetag, der die Errichtung eines folchen Bades für dringend notwendig erklärt hat, sammelte bereits solchen Bades für dringend notwendig erklärt hat, sammelte bereits 350 000 Mart. Erforderlich sind im ganzen etwas über 500 000 Mart. Notwendig ist ferner der Bau eines Waisenhauses und zweier Siechenhäuser. Die Stadt ist nur zu einem kleinen Teil fanalisiert. Das bedeutet, besonders im Sommer, bei der großen Bevölkerungsdichte eine Gefahr für die ganze Provinz.

Das schnelle Wachstum der Stadt, die mangelnde Fürsorge in früherer Zeit und der Flüchtlingsstrom durch die Grenzziehung haben unbeschreibliche Zustände entstehen lassen. Die fozial­demokratische Fraktion des Preußischen Landtags fordert daher in einem Antrag vom Staatsministerium, daß entweder in Form einer außerordentlichen Maßnahme ober im Wege des Etats größere Mittel zur Beseitigung des unerträglichen Notſtandes in Hindenburg bereitgestellt werden.

Bezirks- und Kreisratswahlen in Baden .

Karlsruhe , 22. November. ( TU.) Fünf Bezirksämter, deren amtliche Wahlergebnisse vorliegen, zählen an Bezirksrats- bzw. Kreisratsabgeordneten: Zentrum 47. Sozialdemokraten 37, Deutschnationale 18, Volkspartei 10, Demokraten 9, Kommunisten 8, Wirtschaftliche Vereinigung 2, Aufwerter 1.

Kirchenstreit in Warschau .

Blutiger Zusammenstoß.

Warschau , 22. November. ( WTB.) Bei einer Vortragsveran­ftaltung von Anhängern der Polnischen Nationalen Kirche in Warschau fam es zu Demonftrationen katholischer Elemente, bei denen mehrere Geistliche und eine Anzahl von Zuhörern schwer verlegt wurden. Unter den von der Polizei verhafteten Tätern befinden sich auch einige Studenten.

Garibaldis Attentatsmache.

Auftifter des Zaniboni- Attentats.

Paris , 22. November. ( Eigener Drahtbericht.) Bei einer neuen Hausfuchung in der Nizzaer Wohnung Garibaldis wurden in einem Bersted drei Briefe gefunden, die an Garibaldi gerichtet waren und aus denen hervorgeht, daß diefer in Beziehungen zu Zaniboni gestanden hat, der seinerzeit ein Attentat gegen Mussolini vorbereitet hat. Man nimmt daher an, daß Garibaldi den Zaniboni angeſtiftet und der italienischen Polizei ausgeliefert hat. Die Schriftstücke sind nach Paris gebracht worden.

DAZ. Folgen.

Paris , 22. November. ( Eigener Drahtbericht.) Ein Artikel der Deutschen Allgemeinen Zeitung" über die französische Politit in Elsaß Lothringen hat in Paris viel Staub auf­gewirbelt. Man meist darauf hin, daß zum erstenmal feit dem Striege ein offiziöses Organ der Wilhelmstraße Frant reich auffordere, den elsaß - lothringischen Autonomisten entgegen Journal" meint, derartige Artikel am Vorabend des Zusammen. zukommen und sich in die französische Innenpolitik einmische. Das tritts des Böllerbundsrats würden die Besprechungen zwischen Briand und Stresemann nicht erleichtern.

wertige Helfer. Wenn schließlich das sentimentale Liebespaar aus den Klaffen oben und unten es ist bei dem talentvollen jungen Heinz Glahn und der sympathischen Annemarie Hörl gut aufgehoben in die Mondnacht fährt, ist der Beifall des Bublifums ehrlich verbient. Starten Anteil daran hat der Bühnen­maler Leo Dahl. Man wird die weitere Arbeit des Ostdeutschen F. R. S. Landestheaters aufmertfam verfolgen müffen.

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Enthüllung einer Ehrentafel am Geburtshaus von Robert Seidel, In feierlicher Weise wurde eine vom Rate der Stadt Kirchberg( Sa.) geftiftete Ehrentafel am Geburtshause des 76jährigen Züricher Hoch Schulprofeffors Genossen Robert Seidel enthüllt. Die Ehrentafel zeigt das Reliefporträt Seidels und trägt eine Inschrift, in der Seidel als Bater der Arbeitsschule und als Dichter und Kämpfer für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden bezeichnet wird. In zahlreichen Ansprachen wurde auf den ungewöhnlichen Werdegang Seidels hingewiesen, der sich vom Webstuhl zum Universitätslehrstuhl emporgearbeitet habe und in weiten Kreisen der pädagogischen, politischen und dichterischen Welt rühmlich bekannt geworden sei.

Defterreichische Borschläge zur Bekämpfung der Geschlechtstrant­heiten. Auf der Tagung der Defterreichischen Gesellschaft für Volks gesundheit in Wien sprach Prof. Dr. Finger über den Kampf gegen die Geschlechtskrankheiten" und stellte folgende Normen zur Diskussion: 1. Die Ueberwachung der Prostitution hat als eine gesundheitlich wertloje, sozial nicht zu rechtfertigende Maßregel tun­lichst rasch zu verschwinden. 2. An deren Stelle hat ein Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtsfrankheiten zu treten, das, für beibe Ge­schlechter gleicherweise gültig, bei Bekämpfung der Geschlechtstrant­hetten jene Grundsäge aufstellt, d'e fich, wie die Behandlungs­verpflichtung, Untersuchungsverpflichtung, Beobachtung Krankheits­verdächtiger, bei Bekämpfung aller anderen ansteckenden Krankheiten als zweckmäßig erwiesen haben. 3. Die Erlassung dieses Gesetzes ist um so dringender, als die eben genannten Grundsäge durch das Bundesgefeß über die Arbeiterversicherung indirekt zur Durch führung fommen sollen. 4. Es wird die Errichtung von Beratungs­ftellen, die Sicherung strengster Verschwiegenheit und absoluter Roftenlosigkeit der Behandlung von Patienten mit frischer Gonorrhöe gefordert.

Der Männerchor Fichte- Georginia" gibt am 23., abends 8 Ubr, im Saalbau Friedrichsbain ein populares Stonzert unter Mitwirkung des Ebert- Manz- Quartetts. Karten au 0,60. einschließlich Ziebertegt an der Kasse erhältlich.

treten. Sie gibt an diesem Zage abends 81, Uhr, im Sturm

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25 Jahre Kale Hyan. Am 26. feiert State Shan ihr 25 jähriges Auf­Potsdamer Straße 134 a, einen Stabarett Bortragsabend mit einem reich baltigen Lieber und Chanson Programm und plaudert über persönliche Erlebnisse aus dieser Beit.

Wilhelm v. Scholz lieft am 25., abends 8 ust. für den Stünstler. bant in der Gesellion, Kurfürstendamm 282, aus seinem foeben er schienenen Roman Berpetua".

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Die Galerie J. Cafper, Kurfürstendamm 233, bringt, als Beihnachts. ausitellung vom 26. November bis 1. Januar eine Kunstschau von Bronzen, bie die Firma Albert Rosenhain veranstaltet.

Unna Pawlowa beginnt am 1. Dezember ein Gaftfpiel im beater bes Bestens. Sie bringt ein Ensemble von 40 ruffischen Tänzern und Tangerinnen mit.