Weihnachtskuchen im Obdachlosenasyl.
1923-1926.
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Die Stadtverordnetenversammlung hat in diefer Woche teine Sigung. Nach den im Aelteftenausschuß getroffenen Bereinbarungen soll auch in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr feine Sigung mehr stattfinden.
ber Bersammlung festgestellt werden, daß die übergroße Mehrheit forderte, daß die Berordnung aufgehoben werden soll. Bemerkens mert mar, daß der Borsigende des Reichsverbandes des deutschen Schmiede handwerks Behm mit Energie für die dauernde Beibehaltung eines sozialen Mieterschuẞes eintrat. Das Großkraftwerk Rummelsburg hat am Sonnabendabend zum stalqxtio ledersten Male Girom erzeugt unb bie seit langem überlasteten Berliner Kraftwerke wirksam unterſtüßt.
Die meltliche Schule in Charlottenburg Der Einzelhandel gegen unbillige Mietsfündigungen. In einer brachte an zwei Abenden dieser Woche ihren Kindern und den gestern abgehaltenen Delegiertenversammlung der Einzelhan Eltern eine Weihnachtsfeier. Zum ersten Male seit dem Bestehen ist delsgemeinschaft Groß- Berlin fand eine Aussprache über das Lehrpersonal mit der Schülerschar vor Eltern und Erzieher Auswirkungen der Berordnung betreffend oderung der getreten, nicht um auf landläufige Art zu zeigen, was die Kinder Mietzwangswirtschaft statt, in der beschlossen wurde, alles gelernt haben, sondern um den Gemeinschaftsgeist zu pflegen. Material über unbillige Kündigungen und Mietsforderungen alsbald Es gehört zum Wesen der weltlichen Schule, daß sie Eltern, zu sammeln, um dies zu Anfang des fommenden Jahres dem preußiKinder, Schule und Lehrer einander näher bringt, ste zusammen schen Wohlfahrtsminister zu unterbreiten. Die Einrichtung einer arbeiten läßt und dadurch das Verantwortungsgefühl und fakultativen Ausgleichsstelle zur Beseitigung entstehender Miets Freude zum Schaffen im Dienst der Allgemeinheit wedt und fördert. ftreitigkeiten wird vom Einzelhandel begrüßt, der sich in Berlin aktiv Die Feiern haben den Beweis erbracht, daß die weltliche Schule daran beteiligen wird. auf dem rechten Weg ist. Alles wetteiferte, um zum Gelingen der zu einer schweren Schlägetel tam es gestern abend gegen Feierstunden beizutragen. Kein Hervortreten des Einzelnen, sondern 48 Uhr in einem Restaurant in der Beuffelstraße. Der 35jährige liebevollste, dabei disziplinierteste Einordnung jedes Schülers und jeder Schülerin in das Ganze. Lehrerin Fri. 3 immer und Ge Invalide Klama ref aus der Wilhelmshavener Str. 41 und der fanglehrer Schulz studierten in liebevoller Arbeit die Vorträge 49jährige Schlosser Roman Milpaso aus der Beuſſelſtr. 29 ein, zu denen Frl 3. teilweise den lustigen und manchmal auchlich in Tätlichkeiten ausartete. Im Berlauf der Schlägerei zog M. gerieten wegen einer Meinungsverschiedenheit in Streit, der schließ= nachdenklichen Tegt dichtete. Genoffe Rettor Sch müder fonnte eine freudige Zuhörerschaft begrüßen. Q10 einen Hammer hervor, brang damit auf R. ein und verlegte ihm mehrere schwere Schläge auf den Kopf. R. ergriff eine Stich. ( age und st ach seinem Gegner das linte Auge aus. Bolizeibeamte wurden herbeigerufen, die für die Ueberführung beider Berletzten in das Moabiter Krankenhaus sorgten.
Es war am dritten Weihnachtsfeiertag 1923, zur Zeit der höchsten Inflation. Im Asyl für Obdachlose war es so trostlos mie immer: ausgehungerte, frierende, zerlumpte Menschen. Einer von ihnen, ein alter Asylift, hatte aber an diesem Tage ungewöhnliches Aus der weltlichen Schule. Glüd: an irgendeiner Tür war ihm vom Ueberfluß der Weihnachtsfuchen ein tüchtiges Stück zugeteilt worden. Boll freudiger Er wartung des fommenden Genusjes begab er sich auf seinen harten Plaz im großen Schlaffaal. Holla, Kuchen im Schlaffaal. Du, Alter, gib uns auch ein Stückchen ab." Der Glückliche pacte aber schnell eine Kostbarkeiten in das Papier und verstedte fie unter feinen schmutzigen Rod. Willst alles für dich behalten, du alter..." Gierige Augen fladerten auf, hungrige Hände streckten sich nach dem Alten, Fäuste ballten sich über seinen schwachen Körper und schon lag er verprügelt und ausgeplündert da. Die Kuchen waren weg, aber auch sein Paß war verschwunden. Und 70 Milliarden Papier mart das waren damals gerade 70 Pf. waren auch weg. Aufseher und Polizei tamen Es fanden peinliche Untersuchungen Einer wurde abgeführt. Ein anderer, ein einarmiger Kriegstruppel, prahlte aber hinterher in der Asylkneipe, daß der Festgenommene es gar nicht gewesen sei, sondern er selbst. Er wurde verhaftet, saß vier Monate in Untersuchungshaft, wurde entLassen und verzog unbekannt. Da, im Oktober dieses Jahres, also nach bald drei Jahren. erfolgt eine erneute Berhaf tung und Anflage wegen Raubes. Vor wenigen Tagen fand die Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht Schöne berg statt. Der Beraubte befindet sich augenblidlich in Arbeit und fann fich taum noch an die Einzelheiten aus dem Jahre 1923 er. innern. Ein Zeuge wird aus dem Gefängnis vorgeführt und ent finnt sich auch nur ganz dunkel der Ereignisse. Die ganze Sache ist überhaupt längst vergessen. Reiner von den Beteiligten hat über. haupt noch ein Interesse an der Sache. Reiner ist auch ernstlich geschädigt werden. Aber die Justiz! Der Fall muß erledigt werden. Das Gericht läßt Milde walten und verurteilt den Angeklagten nur zu drei Monaten Gefängnis wegen einfachen Diebstahls; der. Herr Staatsanwalt aber hatte sechs Monate beantragt. Die Justiz hat zweifellos nach dem geltenden Recht einwandfrei gehandelt und hat das Urteil gefällt im Namen des Aber das Volk versteht diese Rechtsprechung nicht mehr.
Balfes
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Wie die Reichsbahndirettion Berlin mitteilt, find alle inter fonderzüge mit Ausnahme des Zuges nach dem Harz ausbertauft. Der Zug nach dem Harz verkehrt am 25. De zember ab Potsdamer Bahnhof 9.15 Uhr vormittags, an Thale 1.43, an Wernigerobe 2.10, an Schierte 3.20, an Braunlage 4.00. Die ermäßigten Fahrpreise 3. Klasse betragen nach Wernigerode bzw. Iffenburg 15,60 m., nach Bad Harzburg bzw. Goslar 17,20 m., nach Thale 15,20 m., nach Blankenburg 15,30 m., nach Alerisbab 16,80 Mart, nach Elend bzw. Schierte 17,50 m, nach Sorge bam. Bennedenstein 18,50 m. und nach Braunlage 19,80 M. Fahrkartenverkauf bei der Fahrtartenausgabe des Boisbamer Bahnhofs.
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Wie der Reichszentrale für deutsche Verkehrswerbung aus St. Andreasberg telegraphisch gemeldet wird, hält die Rälte im Harz auch weiter an. Bei ein Grad Kälte ift erneut starter Schneefall eingetreten, so daß die Schneehöhe jetzt 30 Zentimeter beträgt und frische Stibahn vorhanden ist. Gegenwärtig finden bie akademischen Stikurse der Göttinger Universität statt. Nach einer telegraphischen Meldung aus Karlsruhe herrscht im Schwarzwald an bauerna starter Schneefall. Die Schneehöhe beträgt 40-50 Zentimeter. Lügen über das Reichsbanner.
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Falch verbunden..
Ein raffiniert vorbereiteter und ungemein dreifter Einbruch Storvettentapitän a. D., der jetzt Flieger und zurzeit nicht in Berlin wurde in der Nettelbedstraße verübt. Hier wohnt im 4. Stod ein abständen wiederholt angerufen. Es melbete fich stets ein Mann, ist. Bei der Frau, die allein da war, wurde min in gewissen Zeit Am nächsten Nachmittag ging die Frau ahnungslos um 4 Uhr weg, der immer unwilliger sagte, daß er falsch verbunden lei. um einen Besuch zu machen. Mit ihrer Nachbarin, deren Behausung von der ihrigen mur durch eine dünne Wand getrennt ist, hatte fie schon lange verabredet, daß man gegenseitig auf die Boh nung aufpassen wollte. Diese Frau hörte nun um 5% Uhr auf dem Flur und später auch in der Behnung der Nachbarin mehrere Männer und eine Frauenstimme und nahm an, daß die Frau Tapezierer eingeladen habe und sich mit ihnen unterhalte, denn es war ihr befannt, daß solche Ausbefferungen ge macht werden sollten Sie hegte um so weniger Verdacht, als sie wiederholt hörte, daß fogar telephoniert wurde. Als nun aber die Wohnungsinhaberin um 11 Uhr zurüdtam, stellte sich heraus, daß die vermeintlichen Handwerker Einbrecher gewesen waren, die eine Frau mitgebracht und dadurch die Nachbarin getäuscht hatten. Das Sicherheitsschloß der Tür war mit Bleistreifen geöffnet. Sie hatten für 8000 m. Wertsachen gestohlen. Mitteilungen zur Aufflärung find an die Dienststelle B. 1, Kriminalkommissar Geißel, im Polizeipräsidium zu richten.
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700 Baar Tanzschuhe gestohlen! Eine ungewöhnliche Beute Stod eines Quergebäudes in der Weberstraße. Sie stablen 700 Baar machten Einbrecher in einer Schuhwarenfabrit im ersten Tanzschuhe, und noch einen Boften unverarbeitetes Leber. Die Damenschuhe aus Lad, Gold. und Silberleber, lauter Stridleiter und zwei fleinere Säde mit Schuhen ließen sie im Haus. flur liegen, weil sie nicht alles auf einmal megschaffen tonnten.
Ein folgenschwerer Straßenunfall ereignete fich gestern nach mittag an der Ede Blücher und Brachvogelstraße. Der 16jährige Radfahrer Franz F. aus der Hagelberger Straße 45 versuchte einen Autobus der Linie 29 zu überholen. Hierbei überfuhr er eine Bassantin, die 31jährige Ehefrau Helene Sch. aus der Berliner Straße 19 zu Bantom. Beide famen zu Fall und wurden von dem nachfolgenden Autobus überfahren. In schwerver. leßtem Zustande wurden die Berunglüdten in das Urban- Krantenhaus geschafft.
Todesurteil gegen einen dreifachen Mörder.
durch Ertränken, die Mutter des Kindes. Den Tag über arbeitete er in gewohnter Weise. Am folgenden Morgen erträntte er auf gleiche Beise das dreijährige Mädchen. Dann flüchtete er und erst nach Jahr und Lag war es gelungen, ihn in Spandau festzunehmen.
Das Schymurgericht Schwerin verurteilte am Sonnabend den Schnitter Anton Narloch wegen zweifachen Mordes zweimal zum Lobe unb megen Tötung auf Verlangen zu vier Jahren Gefängnis. Der Unmenfch hatte feine Geliebte, deren dreijährige Tochter und feine eigene eheliche Tochter in einem Wasserloch in der Am 19. Dezember( Sonntag) fowie an den beiben Weihnachts Gegend Don Boizenburg erträntt. Unter 3uftimmung und Beihilfe feiertagen und am Neujahrstage sind die Bostschalter wie sonst der Frau hatte er zunächst das halbjahre alte kind in einen mit an Sonntagen offen, jedoch können am 19. von 8 Uhr vormittags Feldsteinen beschwerten Sad geſtedt und in der Morgenfrühe ins bis 6 Uhr nachmittags bei Jämtlichen Batetannahmestellen geBasser verfenft. Darauf tötete er auf ihren eigenen Wunsch, ebenfalls wöhnliche und Bertpatete aufgeliefert werden. Am 25. fönnen in der Beit von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags bei allen Bafet a usgabe ämtern Patete abgeholt werden. Am 19. und 25. Dezember sowie am 1. Januar werden auch nach Landorten Bafete zugestellt, am 26. Dezember indessen nicht. Am 2. Weihnachtsfeiertage ruht auch die Zustellung der Brief[ enbungen und Beitungen, die an den oben genannten Sonn- und Feiertagen nach den gewöhnlichen Vorschriften für den Sonntags dienst erfolgt. Am Neujahrstage findet auch eine Gelbzustellung statt. Am 24.( Seiligabend) werden alle Bostannahmestellen um 4 Uhr nachmittags geschloffen; die Annahme von Tele Bateten findet dagegen wie sonst statt. Die Brieftasten werden an diesem Tage im wesentlichen unverändert geleert, die abendliche Briefzustellung fällt jedoch aus.
Die Bundesleitung des Reichsbanners schreibt uns: Seit einigen Monaten reift ein gewisser Walter Rorodi im Reiche umber und spricht in meist vom Stahlhelm arrangierten Berjamintungen fiber den angeblichen Entwaffnungsverrat des Reichsbanners. Dieser Ber leumbungsfeldzug gegen das Reichsbanner, zu dem die Deutsche Zeitung" den Ton angegeben hat, soll nach Berichten der Rechts- grammen und Ferngesprächen, sowie die Zustellung von Geldern und preffe in Pforzheim den Erfolg gehabt haben, daß sämtliche in ber dortigen Reichsbannerleitung fizenden De motraten ihre Aemter niedergelegt haben und aus dem Reichsbanner ausgeschieden find. Wie wir von der Bundesleitung des Reichsbanners Schwarz Rot- Gold in Magdeburg erfahren, entbehren diese Mel. dungen jeder Grundlage. Bon einem Austritt demofratischer Mitglieder aus dem Reichsbanner ist in Pforzheim nichts bekannt, wohl aber haben nach der Bannerweihe eine Anzahl Angehöriger der Demokratischen Partei ihren Beitritt zum Reichsbanner vollzogen
Die Junungen regen fich.
Der Mittelst and beginnt allmählich immer mehr den Schuß zu spüren, den die Wirtschaftspartei ihr so oft versprochen hat. Die Verordnung des Wohlfahrtsministers über die Freigabe der Geschäftsräume läßt sie erfennen, wie sie bisher sich zum willigen Werkzeug politischer Bestrebungen haben machen lassen, die letzten Endes nur im Interesse der Hausbesißer und ihrer natürlichen Bundesgenossen liegen. So bestellte die Schmiedeinnung in Der letzten großen Beranstaltung in der Bögowbrauerei auf Drängen großen Mehrheit der Innungsmitglieder gegen den Willen der führenden Wirtschaftspolitiker den Genossen Landgerichtsrat Ernst Ruben zum Referenten. Genosse Ruben behandelte in etwa zweistündiger Rede die wirtschaftlichen, politischen und juristischen Fragen. In der Diskussion tam es zu sehr lebhaften Auseinandersegun gen der Mehrheit der Innungsmitglieder mit der kleinen Minderheit, die bisher führte, und im Anschluß an das Schlußwort, wo Genosse Ruben die Innungen aufforderte, sich von der bisherigen politischen Leitung freizumachen und wirklich politisch neutral ihre eigentlichen Intereffen zu vertreten, fonnte an dem großen Beifall in
Die Berliner Oper im Schwarzwald zu hören.
Der neue Freiburger resp. Stuttgarter Sender, ber gerade in leßter Beit burch technische Berbesserungen wesentlich an Laut ftärte zugenommen hat, wird nunmehr auch auf den Schwarz waldhöhen, teilweise sehr gut, gehört. Kleinere und größere Röhrenapparate find bereits an vielen Orten aufgestellt; für die Bewohner besonders abgelegener Gegenden ist es eine Freude, etwas von dem großen Weltgeschehen zu vernehmen. So brachte am vergangenen Sonnabend die Aufführung der Oper in Berlin viel Abwechslung. Die Uebertragung war vollfommen einwandfrei. Vorgeschichtlicher Fund in Neukölln.
Beim Bau der Untergrundbahn am Hermannplatz wurde gestern nachmittag ein vorgeschichtlicher Fund von einiger Bedeutung gemacht. In einigen Metern Tiefe stießen die Arbeiter auf einen Gegenstand, der sich nach völliger Bloßlegung als ein gemaltiger Mammutzahn darstellte. Die Geologische Landesanstalt, die als. bald ihren Mitarbeiter Dr. Seit nach dem Hermannplay fandte, beftätigte nach furzer Untersuchung den Fund. Es handelt sich um einen Badenzahn aus dem Obertiefer eines Mammuts, dessen Kau fläche 25 mal 8 Zentimeter groß ist. Es sind sofort Schritte ein geleitet worden, ben wertvollen Fund dem Museum in der Invalibenstraße zu sichern. Bei dieser Gelegenheit erinnert man sich der vorgeschichtlichen Funde, die seinerzeit bei der Anlage des Körner. plazes in Neukölln gemacht wurden. Es handelte sich damals um die Bloßlegung eines altgermanischen Reitergrabes.
Schweres Bauunglück bei Kanalarbeiten.
Hannover , 18. Dezember. ( BTB.) Bei den kanalisierungs arbeiten an der Befer in der Nähe von Stolzenau stürzte heute vormittag ein ausgefchachteter Kanal in etwa vier Meter Höhe und 20 Meter Länge ein. Bier Arbeiter wurden von den Erdmassen begraben. Drei von ihnen wurden getötet, ber vierte konnte lebend geborgen werden.
Ein Postinspektor mit 350 000 Mart flüchtig.
Bochum , 18. Dezember. ( TU) Nach Unterschlagung von 350 000 m. ift der Postinspettor Rattmintel oem hiesigen Boftamt flüchtig geworden. Man vermutet, daß sich der Defrau bant ins Ausland begeber hat.
as Reidsgericht
Abermals ein Todesurteil bestätigt. Das Reichsgericht verwarf den Revisionsantrag des ehemaligen Befreiten der Reichswehr , Schönborn, der am 29. September 1926 vom Schwurgericht Breslau wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war. Schön born hatte am 5. April 1925 in den Feftungsanlagen Schottwik bei Breslau ſeine Braut durch zwei Schüsse schwer verlegt in der Absicht, sie zu töten. Am 13. Mai 1925 ist diese infolge Blutver giftung, oie, auf die Verlegungen zurüdzuführen ist, gestorben, nachdem sie tags zuvor von einem Kinde entbunden worden war.
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