Einzelbild herunterladen
 

Loebellsche Behauptungen.

Sie haben kurze Beine.

Herr von Loebell sezt die Stimmungsmache für den bürgerbloc fort und die Hugenberg- Bresse unterstützt ihn. Loebell erklärt, es gebe teine Differenzen und Schwierig­feiten mehr in der Frage der äußeren Politit: Rein Mensch denke mehr daran, die Verträge von Locarno umzu­stoßen."

Kein Mensch? Wir lesen gleichzeitig in der Deutschen Zeitung" einen Auffag von Graf v. d. Schulenburg, in dem es heißt:

-

Die Reichsfarben schutzlos?

gericht, der schon früher angewiesen wurde, die Frage der Amts. suspendierung Rußmanns dauernd im Auge zu behalten,

Ein Beamter beschimpft sie sein Vorgesetzter will das wird diese sofort beantragen, sobald die Ergebnisse der Ermittlungen Disziplinarverfahren einstellen!

Aus Lauenburg ( Elbe) wird uns geschrieben:

Am 1. Mai des Jahres 1926 erdreistete sich der hiesige Wege­meister Hant, ein Beamter des Lauenburgischen Landestommu­nalverbandes, eine schwarz rotgoldene Fahne, die aus dem Filialgebäude der Kreisbant flatterte, in dem er selber wohnt, ein zuziehen und zu beschädigen. Der Borfall rief in der gut republi. fanischen Bevölkerung unserer alten Elbstadt eine große Erregung hervor, die sich in einer Demonstration des Reichsbanners Luft machte.

,, Im Bölkerbund fönnen wir den neuen Rurs nicht ein­schlagen; das ist ein seichtes, schmales Gemässer, in dem sich über­In einem gerichtlichen Nachspiel erkannte der Einzel. haupt nicht manöverieren läßt, in dem wir eingeteilt so fahren müssen, richter, milde geftimmt, wie gewöhnlich, wenn es sich um Gegner wie es dem Bölterbund in erster Linie Frankreich - paßt. Also der Republik handelt, auf eine Geldbuße von ganzen 100 m., heraus aus dieser Enge ins freie Meer deutschen Helden- und die Hank auch bezahlte. Dem Strafverfahren schloß sich ein Wagemuts! Disziplinarperfahren an. Zum Vertreter der Antlage. Und haben wir nicht schon jetzt oder gerade jetzt beffere Ausbehörde wurde der lauenburgische Landsynditus, ein typischer fichten außerhalb des Bölterbunues? Dann würde Auchrepublikaner, gemacht. Dieser tüchtige Gehaltsempfänger der Frankreich im Gegensatz zu seinem jezigen Verfahren uns vielleicht Republit hat jegt in einem wehleidigen Schriftfaz, der sich wie ein nicht als gleichberechtigt ansehen, aber uns als Gleichberechtigte zu Plädoyer für den Angeschuldigten lieft, die Einstellung des behandeln sehr bald gezwungen sein. Verfahrens beantragt. Da er aber von dem Erfolg dieser Anregung offenbar nicht hinreichend überzeugt war, so hat er treu­herzig darum gebeten, für den Fall einer Weiterverfolgung der An­gelegenheit einen anderen Staatsanwalt zu ernennen, da er sich zur Führung der Anklage außerstande sehe.

Und da sollten wir fortfahren, uns an unseren bösen Dämon Frankreich , den einzigen, der uns wirklich ans Leder will, selbst mörderisch wegzuwerfen?"

Immer noch ist die Erklärung der Kreuz- 3eitung", des Organs des Grafen West ar p, vom 28. November 1925 unwiderrufen:

Wir erkennen nach wie vor die rechtlich bindende Kraft der Borlage nicht an. Mit uns dürfte ein recht großer Teil des deut schen Volkes derselben Meinung sein. Nicht nur die Deutschnatio nalen und die Böllischen, sondern auch alle vaterländischen Verbände und die hinter ihnen stehenden Kreise halten diesen Standpunkt feft. Das fann für spätere 3eiten von großer Wichtig: feit sein.... Je mehr die Zahl derer anschwillt, die die Freiheit des deutschen Volkes nicht aufs neue verkaufen wollen, desto mehr gewinnt es an Bedeutung, daß die nationale Opposition im Reichs­tage als die parteipolitische Vertretung der nationalen Kreise die rechtlich bindende Kraft der Vorlage nicht an­erfennt."

Im Gegenteil! Nach dem deutschnationalen Parteitag in Köln hat Graf West arp ausdrücklich dementieren lassen, daß er gesagt habe, seine Partei stehe auf dem Boden der Verträge.

Herr von Loebell weiß auch nichts pon sozial­reaftionären Tendenzen. Man liest im Lokal­Anzeiger":

,, Auch die Gegensätze unter den bürgerlichen Parteien auf dem Gebiete der Wirtschafts- und der Sozialpolitit find nach Ueberzeugung des Herrn von Loebell nicht so sehr groß. wie man dies gefliffentlich in der Deffentlichkeit darstelle."

Gleichzeitig schreibt der deutschnationale Handlungsge­hilfenführer Glazel in der ,, DA3.":

,, Ueberall haben sich überdies die sozialen Spannungen zwischen Arbeitnehmergruppen und Unternehmer naturgemäß ver­stärkt. Die letzteren machen erneute Anstrengungen, die fogenannten sozialen Errungenschaften" abzubauen. Sie haben dadurch erreicht, daß in allen sozialen Fragen die Ge­werkschaften aller politischen Richtungen vielfach in gemeinsame Verteidigungsfront gedrängt worden sind. Auf parlamentari schem Boden führte die wachsende Macht der Industrie zu einem verstärtten Drud auf die Rechtsparteien oder sogar zu Drohungen, wie sie in der Gründung der sogenannten Staatspolitischen Bereinigung" als einem Instrument zur besseren Beeinflussung der Politik der nichtsozialistischen Parteien ihren Aus­bruck fanden."

Darüber sieht Herr von Loebell hinweg. Wenn wir erst im Befizbürgerblock sind, wird sich schon alles finden das ist seine Parole.

Der Tanz ums goldene Kalb.

wird!

-

Von H. Heffe, New York .

-

GO

Die Geschichte unserer Zeit ist um eine Komödie menschlicher Irrungen reicher. Der Tanz ums goldene Kalb in Amerita schon mehr ein Mammut, das von den Dantees rasend umjazzt hat wieder einmal ein Opfer gefordert. Amerita schwärmte von jeher für die Kunst des Geldmachens! Sichbereichern, Sichbereichern um jeden Preis das ist noch heute die Losung. Das Geld fauft alles: Ehre und Ansehen, Freuden und Genüsse. Alles entschuldigt das Geld: Unwissenheit und Mangel an Bildung. Und alles deckt es zu: alle dunklen Punkte der Ber­gangenheit. Wie es jemand an sich gebracht, danach fragt niemand.

Lebte da in Los Angeles , der Stadt der Engel, eine gewisse Frau McPherson. Dit einer Theologie und mit Methoden, die denen der Heilsarmee glichen, hatte diese sechsundsechzigjährige, recht ansehnliche Person cine große Gemeinde um sich gesammelt, der fie im Angelustempei predigte. Wie eine Heilige wurde sie von ihren Schäfchen inbrünstig verehrt.

-

War es da ein Wunder, daß der Teufel ein Auge auf sie warf? Es sollte sich bald eine passende Gelegenheit bieten. Nur wenige Meilen von der Stadt nimmt unsere Evangeliftin ein Bad und ist verschollen. War sie ertrunten? Das Meer gibt ihren Leichnam nicht her, obwohl zwei Taucher den Strand absuchen. Hatte man fie entführt? Ihre Gläubigen fanden eine bessere Erklärung: als Heilige war fie aufgefahren gen Himmel!

Da, erhielt die Mutter der Predigerin einen Brief aus San Franzisko, in dem für die Freigabe ihrer Tochter ein Lösegeld von einer halben Million Dollar verlangt wurde! Man hatte sie ent­führt! In einer abgelegenen Hütte an der Grenze Merifos wurde fie gefangen gehalten! Nun wuchs die Aufregung ins Ungemeffene. Staats- und städtische Beamte, Gläubige und Gottesleugner alle machte sich auf die Suche nach der einsamen Hütte. Wie, wenn ihre Entführer sie gar ums Leben brachten?

-

Allein auch von der Hütte war teine Spur zu entdecken. Obwohl die Komödie nach allen Regeln weiblicher List und Berschlagenheit aufgebaut war, flappte bie Regie an einer Stelle nicht, wie es ja bei den besten Theaterstücken auch vorkommt. Der Erlösungsfonds wollte nicht wachsender Teufel hatte Hand und Pferdefuß im Spiele. Es blieb der Evangeliftin somit nichts anderes übrig, als den strategischen Rückzug anzutreten und zu erklären: die Trauben find mir zu fauer!

So tauchte sie denn nach einigen Wochen plöglich in Douglas im Staate Arizona wieder auf. Angeblich war sie ihren Entführern entflohen, indem sie ihre Fesseln an der scharfen Kante von Ron. servendosen durchrieb und durchs Fenster fletterte. Sie berichtete, daß sie von einem Manne und einer Frau vom Badestrande zu einem wartenden Auto geholt wurde, um für ein sterbendes Kind zu beten.

Der dem Synditus vorgeordnete republikanische" Landrat, der schon des öfteren erbauliche Proben seiner Loyalität" gegen. über dem republikanischen Staate gab, hat diesem Schriftsatz einen Begleitbericht beigegeben, in dem er dringend empfiehlt, dem An­trage auf Einstellung des Verfahrens zu entsprechen. Mit einer Berurteilung durch das Disziplinargericht( dem Kreisaus­schuß, in dem auch zwei Sozialdemokraten und zwei Demokraten figen!) sei nach seiner Meinung nicht zu rechnen, denn mit Ausnahme von ihm selber(!), der sich durch den ihm gewordenen Auftrag gebunden fühle(!), werde ein Mitglied für die Verur­teilung sein!

Zum Glück ist der Regierungspräsident dieſem eigen artigen Standpunkte eines eines Sachwalters des republikanischen Staates nicht beigetreten; er hat vielmehr die Fortführung des Verfahrens nach Ernennung eines nicht ganz so schlapp­stiefeligen Anflagevertreters empfohlen.

Die Entscheidung liegt nunmehr beim preußischen Innen Die Entscheidung liegt nunmehr beim preußischen Innen­minister, der es bei dieser Gelegenheit hoffentlich nicht verab­säumen wird, in die Geschäftsführung des Razeburger Landrats einmal näher hineinzuleuchten. Die Republik darf es nicht dulden, daß ihre erklärten Feinde in politisch wichtigen Aemtern fizzen.

Gnadenbrot der Justiz.

Warum Kußmann Hilfsrichter wurde.

Vor einiger Zeit erregte es peinliches Aufsehen, daß Assessor Rußmann, über dessen mangelnde fachliche und moralische Eig­nung seit seiner Vernehmung vor dem Landtagsausschuß ein 3weifel nicht mehr möglich ist, vom Gericht als Hilfsrichter in Auf­wertungsfachen beschäftigt wird. Die sozialdemokratische Fraktion des Landtags verlangte Aufklärung. Die Antwort des Juftizministeriums liegt jetzt vor. Sie ist bezeichnend genug:

,, Kußmann hatte vor Ablauf seines bis zum 30. November vorigen Jahres gehenden Urlaubs seine Entlassung aus dem Justizdienst beantragt; sie wurde ihm versagt, damit das gegen ihn schwebende Disziplinarverfahren weitergeführt werden konnte. Hier auf bat Rußmann zur Ermöglichung seines Unterhalts um entgeltliche Beschäftigung bei Gericht. Da er nach Ab­lauf seines Urlaubs bei seinem Stammgericht, dem Amtsgericht Berlin- Tempelhof, so erklärt das Justizministerium, ohnehin hätte beschäftigt werden müssen, wurde ihm, um bei dem derzeitigen Mangel an Gerichtsassessoren seine Arbeitskraft voll auszunuzen, ein Beschäftigungsauftrag beim Amtsgericht Berlin­Pankow erteilt. Der Generalstaatsanwalt beim Kammer­

Blöglich hatte man ihr jedoch etwas Nasses wie einen Schwamm| vor das Geficht gehalten und sie in das Auto gestoßen. Sie erwachte an einem fremden Orte im Bett. Dann ging es eine ganze Nacht und einen Tag im Auto zu der einsamen Hütte an der Grenze Meritos, aus der sie nun glücklich entflohen.

Ein prächtiges Wandelbild, nicht wahr? Biel schöner, als sie in Hollywood gefurbelt werden. Aber wie so viele Erzeugnisse des Rinos, hatte auch dieser Film seine Schwächen. Der Evangeliftin spielte ein böser Geist einen Bubenstreich, indem er den Leuten Flöhe ins Ohr sehte. Im ganzen Lande begann es zu rumoren. und über Nacht plagte schließlich die Bombe: die Evangeliftin hatte sich von ihrem Berehrer, dem Radiomage des Tempels, entführen laffen, jedoch nicht in eine Hütte nach Merito, sondern in ein Land­häuschen nach Carmel am Meer, um hier in trauter Zweisamkeit

neue Flitterwochen zu verleben.

Nun erschien auch der Staatsanwalt auf der Bildfläche und werden!" erklärte: Das Gesetz ist verletzt! Die Missetat muß gerochen

Und er flagte die Evangelistin an, sie habe durch diese Komödie eine halbe Million von ihrer Gemeinde erschwindeln wollen, um dann mit ihrem Liebhaber zu verschwinden und das affetische Leben einer Heiligen mit einem weltlichen Lebenswandel zu vertauschen.

Zum Glück war die Evangelistin nicht von allen guten Geistern verlassen. Die himmlischen Heerscharen tamen ihr zu Hilfe, und es geschahen Beichen und Wunder. Die Hütte bei Agua Prieta ist Spurlos vom Erdboden verschwunden. Die Strapazen der langen Wanderung durch die Wüste, ohne Wasser und ohne Schatten, hat auf die Evangeliftin nicht die geringsten physiologischen Birtungen gehabt. Das erklärte sie damit, Kanadierin zu sein, und in Kanada gibt es das Wort unmöglich" nicht.

Natürlich muß im Kampfe des Guten mit dem Bösen die Tugend fiegen, so will es ein ethisches Weltgesetz. Und deshalb führten die guten Geister zuletzt einen Meisterstreich gegen die ganze Satans gesellschaft: aus den Aften des Staatsanwalts verschwand das Schreiben der Entführer, in dem sie von der Mutter der Evangeliftin eine halbe Million verlangten. Da steht er machtlos vis- a- vis,

der Staatsanwalt!

So gewährt auch dieser Prozeß tiefe Einblicke in die sozialen 3ustände Ameritas mit ihrem Tanze ums goldene Ralb.

Der elektrifizierte Bollhaushalt für 90 Pf. täglich. Für diefen Betrag ist es in Norwegen einer fleinen Familie möglich, zwei 3immer mit elektrischen Speicheröfen zu heizen, elektrisch zu fochen, durch einen Boiler ständig heißes Waffer zum Waschen, Baden und für den Haushalt zur Verfügung zu haben, einen Rüchen- und Näh­maschinenmotor sowie ein Bügeleisen anzuschließen und an zehn Brennstellen Glühlampen installiert zu haben. Das flingt beinahe die Erfüllung des Ideals, für welches wir immer fämpfen, daß Licht und Kraft bis in die letzte Hütte dringe". Die außerordentlich günstig ausgebauten norwegischen Wasserkräfte ermöglichen es, den Strom für eine Pauschale von

wie ein Märchen

-

in dem anhängigen Disziplinarverfahren einen Erfolg dieses An­trags versprechen."

und wird von seinen eigenen Kreisen preisgegeben. Das Justiz­leber Kußmann ist kein Wort zu verlieren. Er ist erledigt und wird von seinen eigenen Kreisen preisgegeben. Das Justiz­ministerium bewilligt ihm ein Gnadenbrot. Unverdient. Seine Verwendung ist eine schwere moralische Belastung und eine fachliche Gefahr für die Justiz.

Kuddelmuddel.

Das Ergebnis der völkischen Studentenwirtschaft. Der völlische Vorstand der Rahmenorganisation der deutschen Studentenschaften hat die Studentenschaft Heidelberg ausgeschlossen, weil sie fich zu den demokratischen Grundforderungen der Weimarer Verfassung bekennt. Die Freiburger, die gleichfalls den völki. schen Terror des Gesamtvorstandes ablehnen, sind dem zuvor getommen. Sie haben, wie jetzt bekannt wird, Anfang Dezember ein­stimmig beschlossen, die Beitragszahlung an die deutsche Studentenschaft einzustellen. Ausschluß in Heidelberg , Austritt in Freiburg der völkische Vorstand der deutschen Studentenschaft hat auch unter den Studenten selbst aufgehört, als solcher zu gelten. Es wird Zeit, mit dieser Wirtschaft, die das Chaos schafft, auf­zuräumen.

-

Das Protektorat vollzogen."

Amerika bleibt beim imperialistischen Kurs. New York , 7. Januar. ( Tul.) Die nach Nicaragua entsandten Flottenstreitkräfte sehen sich aus 15 Kriegsschiffen mit 4500 mann Marinetruppen zusammen. Admiral Latimer erhielt aus Washington den Befehl, jedes Mittel zur Unterbindung der merikani­schen Truppentransporte an Sacasa anzuwenden. Latimer soll landen, wann und wo er es für richtig hält.

Im Laufe des gestrigen Tages besprach Coolidge mit Kellogg und Wilbur die gegenwärtige Lage. Als Ergebnis dieser Besprechung ist festzustellen, daß die Bereinigten Staaten auf einen Fall gewillt sind, ihre Politit gegenüber Mittelamerika zu ändern. Diaz soll weitestgehend unterstützt, Sacasa dagegen mit allen Mitteln niederge­tämpft werden. Nach der Besprechung erklärte Rellogg, daß die mittelamerikanische Revolution mit den amerikanischen Interessen im Widerspruch stehe und daher(!) bekämpft werden müsse.

Die Senats opposition hält an ihrem Standpunkt in dieser Frage unverändert fest. Borah hat Kellogg mitgeteilt, daß der Senatsausschuß für Auswärtiges bereit sei, ihn anzuhören. Kellogg gab jedoch eine ausweichende Antwort, indem er erklärte, vor Ende nächster Woche keine Beit zu haben. Die wahren Ziele Amerifas find aus folgender aus Regierungsfreisen stammenden Aeußerung erkennbar: Das Protettorat über Nicaragua ist vellzogen."

Nach Meldungen aus Merito- City hat die merikanische

Regierung sich eingehend mit der Lage beschäftigt. Anschließend fand eine Besprechung zwischen Calles und dem Generalstaats­anwalt Ortega über die Delgefeße statt. Ortega beabsichtigt zunächſt, einzelne Fälle zu überprüfen und dann eine Entscheidung herbeizuführen. Vor der endgültigen Beschlagnahme soll aber den amerikanischen Gesellschaften Zeit zur Einlegung einer Be rufung gelassen werden.

Die Zünfte des Faschismus.

Das Handwerk hat 31 verschiedene Arten. Ram , 7. Januar. ( WTB.) Am Donnerstag erfolgte endgültig die Eingliederung des italienischen Kunsthandwerks und des italie­nischen Handwerks in die faschistischen Gewerkschaften. Das italie nische Kunsthandwert gliedert sich in 32 Arten, deren erste die Antiquare und deren zweiunddreißigste die Zuschneidermeister und Musterzeichner bilden. Das Handwerf gliedert fich in 31 Arten, von denen die letzte das Anstreichergewerbe bildet.

150 m. pro Jahr und Kilowatt Anschlußwert an den Klein. verbraucher zu liefern. Durch geschickte, abwechselnde Ausnügung des Tag und Nachtstromes für die verschiedenen Zwecke tönnen nun alle diese Anlagen mit einem Anschlußwert von nur 2 Kilowatt betrieben werden, so daß die verbrauchte Kilowattstunde auf etwa in Norwegen pro Einwohner auch am größten auf der Erde, 2 Pf. zu stehen tommt. Dementsprechend ist der Stromverbrauch nämlich 815 Kilowattstunden pro Jahr, abgesehen von der Schweiz mit 1100 Kilowattstunden.( Infolge des großen Stromverbrauchs der elettrifizierten Bahnen.)

furzem eine Ausstellung bemalter Frauenbeine eröffnet werden. Eine Ausstellung bemalter Frauenbeine. In Barcelona soll in mit den Beinen werden natürlich auch die dazugehörigen Frauen sich ausstellen laffen. Nach den Ausstellungsvorschriften darf jeda Frau fich ihre beiden Beine nach eigenem Gutdünfen bemalen lassen, das rechte Bein zum Beispiel fubistisch, das linte impressionistisch. das eine rot, das andere grün usw. Die Maler von Barcelona zahlen flingende Münze für geeignete Modelle, die bereit sind, sich ihre Waden, Knöchel und Beine mit mehr oder minder schönen Farbentönen verzieren zu lassen. Die große Nachfrage hat bereits auf dem Modellmarkt zu einer Hausse geführt, so daß Zuzug von Beinmodellen aus anderen Städten sehr erwünscht ist. Die Maler sind auch auf der Suche nach widerstandsfähigen Farben, um zu verhindern, daß die Farben beim ersten Fußbad wieder verschwinden. In der Südsee und wo anders hat man das Problem durch Tätowieren schon besser gelöst; freilich fann man diesen Körper schmuck dann nicht mehr der Mode anpassen.

-

Eine dem Tode geweihte deutsche Mundart. Die ostfriesische Mundart wird nur noch von wenigen 80- bis 90jährigen Frauen und Männern gesprochen und scheint mit Ableben diefer Wenigen auch selbst dem Tode geweiht zu fein. Die letzten oftfriesischen Sprach inseln befinden sich auf Sylt und Wangeroog. An beiden Stellen find jetzt Sprachproben mit einem Lautapparat aufgenommen morden.

gewiesen. Die Film- Oberprüfstelle hatte sich am Mittwoch mit dem Der Bayernproteft gegen den Kreuzzug des Weibes" zurüd­bayerischen Antrage auf Widerruf der Zulaffung des Films Kreuz­zug des Weibes" für das ganze Reich zu beschäftigen. Der Bertreter ber banerischen Staatsregierung versuchte den Widerruf der Zulassung durch Hinweis auf die durch den Film angeblich begründete Ge­fährdung der öffentlichen Ordnung herbeizuführen, weil der Film ge­eignet sei, die Rechtspflege und den Aerztestand herabzuwürdigen. Die Film- Oberprüfftelle wies den Widerrufantrag zurück und hielt die Bulaffung des Films ohne Ausschnitte aufrecht.

Pestalozzi- Vorträge im Sentralinilitut für Erziehung und Unterricht, Botsdamer Str. 126 Brof. Hermann Nobl. Göttingen eröffnet beute, 8 Uhr, bie Meihe der sechs Pestalozzi- bende mit einem öffentlichen Vortrag über Die geistige Belt Bestalozziš.

Das deutsche Bühnenjahrbuch 1927", berausgegeben von der Genossens schaft Deutscher Bühnenangehöriger, ift mit gewohnter Bünktlichkeit er Theater und feine Mitglieder. In der Sabreschronik werden die Urauf chienen und bietet, wie alle Jahre, die Uebe ficht über sämtliche deutsche fübrungen 1925/26 aufgeführt. Weitere Rubriten erhöhen die Brauchbarkeit des Jahrbuches.