Einzelbild herunterladen
 
  

Abänderung des Grundschulgesetzes.

angaben des Berichterstatters und der Regierung erfare, murde nicht geantwortet. Dr. Hertz lehnte im Namen feiner Fraftion die Berantwortung dafür ab, daß bei der Junkers- Angelegenheit piele Millionen Steuergelder ohne poltswirtschaft­Die von dem lichen Nutzen ausgegeben worden seien.

Mit einfacher Mehrheit beschlossen.- Mieterschutzfeindliche Anträge im Reichstag Berichterstatter gegebene Darstellung über das rufliche Geschäft

Auf der Tagesordnung des Reichstags stand gestern die dritte Beratung des von den Rechtsparteien und pom Sentrum einge­brachten Gefeßentwurfs zur enderung des Grundschul­gefeges, wonach die Borschulen erst nach Regelung der Ent fchädigungsfrage aufgehoben werden sollen.

Abg. Schred( Soz.)

weist darauf hin, daß bei den bisherigen Beratungen dieser Materie eine verantwortliche Regierung nicht zur Stelle gewesen sei. Benn cuch dem derzeitigen Reichsinnenminister das Vertrauen nur unter Barbehalt ausgesprochen worden sei, so müsse man doch verlangen, daß er hier erscheine, und sich zu dieser Borlage äußere. Der Redner beantragt die Beratung solange auszusehen, wie der Reichsinnenminister nicht anwesend ist.

Der Antrag wird abgelehnt, ebenso ein anderer sozial­demokratischer Antrag, die Redezeit nicht wie vorgesehen auf eine halbe Stunde, sondern auf eine Stunde festzusetzen.

Abg. Löwenstein( Soz.)

Geschäftsleute und die Gewerbetreibenden schwer geschädigt hat. Der neue Antrag der Wirtschaftlichen Bereinigung muß als gemein gefährlich und gemeinschädlich abgelehnt werden.( Bravo ! bei den Sozialdemokraten.)

Abg. Trommel( 3.) wendet sich gleichfalls gegen die neuen An­träge der Wirtschaftlichen Vereinigung. Schon die Lockerung eine schwere Schädigung weiter Kreise des Mittelstandes ge­bracht.

fejen in jeder Beziehung ungenügend. Die sozialdemokratische Fraktion werde bei der Beratung des Behretats darauf bestehen, daß völlige Klarheit geschaffen werde. Es sei un­erträglich, daß ein Ressort ohne Kenntnis des Reichstages hobe Beträge selbstherrlich verausgabe.

der Zwangswirtschaft für gewerbliche Räume habe Parteinachrichten

Abg. Benthien( D. Bp.) wünscht, daß in der Wohnungsbaupolitif eine freiere Auffassung Plaz greife. Vor allem sollte man die Woh nungsämter von einer Reihe von Aufgaben befreien, für die sie nicht geschaffen seien.

Die Regierungsparteien müßten fich zum Ziele feßen, zu einem bestimmten Termin die Wohnungswirtschaft zu beenden.

Abg. Frau Arendsee ( Komm.) erwidert, daß es besser sei, fich die Beseitigung des Wohnungselends zum Ziele zu setzen. Der vorliegende Antrag bezwecke nur, sich aus diesem Elend zu bereichern.

Abg. Luce( Wirtsch. Bg.) verlangt, daß die Länder endlich ver­anlagt werden, mit dem Abbau der Wohnungszwangswirtschaft zu beginnen, das bezwecken die dazu eingebrachten Anträge. Man müffe doch endlich den Mut zum Abbau haben. Wo die Gemeinden selbst die Beseitigung der Wohnungsämter für möglich halten, dann sollten sie dazu nicht erst die Zustimmung des Reichsarbeitsministers einholen müssen.

Abg. Bartschot( Dem.) wendet sich gegen die Forderungen der Wirtschaftlichen Bereinigung. Die Abgeordneten seien im Reichstag nicht Bertreter der Hausbefizer, sondern des Volkes.

Die vorliegenden Anträge werden schließlich abgelehnt. Abänderung des Grundschulgesetes beschlossen.

wendet sich gegen einen neuen Antrag der Deutschnationalen und der Volkspartei, monach die reichsgefegliche Regelung der Entschädigungsfrage die Voraussetzung für die Aufhebung sein solle. Bisher war nur von der gelen lichen Regelung die Rede. Ein solcher Antrag ist bereits bei den Ausschußverhandlungen gestellt, dann aber wieder zurückgenommen worden. Sollte er jetzt angenommen werden, so würde das eine Strafe für Hamburg bedeuten, wo durch Landesgesetzgebung die Entschädigungsfrage in vorbildlicher Weise geregelt worden ist. Auf jeden Fall muß festgestellt werden, daß ein flag bares Recht auf Entschädigung durch diese Regelung nicht eintritt. Der Redper meist noch einmal im einzelnen nach, daß der Gesetz­entwurf im Widerspruch mit der Reichsnerfassung Treht, Herr Guérard hat in feiner Rede zur Regierungserklärung das Hoheitsrecht des Staates über die Schule einschränken wollen. Es soll nunmehr die Schluß abstimmung über den Geseh­ist dabei von falschen Vorausseßungen ausgegangen. In der entwurf zur Abänderung des Grundschulgefeges porce Berfügung wird ausdrücklich die alleinige Aufsicht des Staates über nommen werden. die Schule festgestellt. Nur der Staat hat für die Bildung der Abg. Schred( S03.) weist darauf hin, daß nach der Barlage Jugend durch öffentliche Anstalten zu sorgen, niemand sonst. Herr das Gefeß am 1. Februar in Kraft treten solle. Dieser Stegerwald hat ausgeführt, man fönne es gläubigen Eltern nicht Termin sei längst überschritten. Es müsse bei der Ab­zumuten, ihre Kinder von ungläubigen Lehrern unterrichten zustimmung festgestellt werden, ob sich die verfassungsmäßige laffen. Die Sozialdemokratie ist durchaus für Toleranz auf allen Mehrheit dafür erklärt habe. Gebieten, fie muß aber von beiden Seiten geübt werden. Wie stimmt es mit der Toleranzauffassung des Zentrums überein, daß mian z. B. in Oberhausen die Gründung einer Schule abgelehnt hat? Dieser Fall steht nicht vereinzelt da. Wir wollen dem Toleranzgedanken durchaus entgegenkommen, wie ja auch innerhalb der Sozialdemokratischen Partei die Toleranz praktisch geübt wird. Wir geben quch den religiösen Sozialisten in unserer Mitte die Möglichkeit, für ihre Auffassung zu werben. Wir ver­langen lediglich, daß an den Schulen nur noch Lehrer wirken, die nach ihrem pädagogischen Gewissen aus den Kindern das machen, was wir wollen. Und wir wollen, daß unsere Kinder aur auf bauenden Kritik erzogen werden, ohne die ein Fortschritt nicht möglich ist. Wenn wir unser Staatswesen ausbauen wollen, dann brauchen wir fritische Menschen.( Beifall bei den Soz.)

Abg. Rosenbaum( Komm.) lehnt ebenfalls die Borlage ab. Gegen Sozialdemokraten, Kommunisten und Demokraten wird der Abänderungsantrag der Deutschen Volkspartei und der Deutschnationalen angenommen.

Auf Antrag der Sozialdemokraten wird die Schlußabstimmung über die Bartage folange ausgefeßt, bis die heutigen Beschlüffe im Drud vorliegen.

Es tommt dann zu einer Aussprache über mehrere von den Böttischen, Kommunisten und Bayerischen Volkspartei gestellten Anträge, den Termin für die Erhöhung der Steuer für Bier hinauszuschieben. Die Anträge sind gegenstandslos geworden, da die Erhöhung am 1. Januar bereits in Kraft getreten ift. Die Rebner der antragstellenden Barteien versichern, daß sie an der Biersteuererhöhung unschuldig seien.

Staatssekretär Popil hält es für unmöglich, einen Schritt rüd. märts zu machen, der am 1. Januar vorwärts gemacht worden ist. Auch die Biersteuer ganz abzuschaffen, möge ein frommer Wunsch sein, aber das sei bei der Finanzlage des Reiches un mög­lich. Allein die jeẞt verlangte Sentung würde für das Reich 100 millionen Mart im Jahr weniger Einfünfte be­deuten.

Abg. Simon- Schwaben( S03.) wirft der Bayerischen Bolts­partei vor, sie habe durch ihre Politik den Interessenten große Ge minne in ben Schoß geschüttet.

Die Anträge werden schießlich abgelehnt.

Mieterschuhdebatte.

Es folgt die zweite Beratung von Abänderungs­anträgen zum Mieterichungeles. Das Mieterschutz­flären können, daß die gefegliche Miete gelten soll. Die Deutche Boltspartei und die Wirtschaftliche Bereinigung haben beantragt, daß, want diese Erklärung von dem Mieter nach dem 15. Juli 1926 abgegeben ist, der Vermicber erflären fann, daß der Mietvertrag als auf umbestimmte Zeit gefchloffen gelten fann. Die Deutsch nationalen haben die Borlegung eines Gesetz­entwurfs zur Beseitigung der Wohnungsämter und Neuregelung des Mieterschutzes beantragt. Der Ausschuß für Woh mungswesen beantragt, die volksparteilichen Anträge abzulehnen und den deutschnationalen Antrag dadurch für erledigt zu erklären. Die Wirtschaftliche Bereinigung beantragt nunmehr die Borlegung eines Geseges, monach, wenn die er­mähnte Erklärung von dem Mieter nach dem 1. Januar 1927 ab­gegeben ist, der Bermieter binnen vier Wochen nach der Erflärung verlangen fann, daß der Vertrag als auf unbestimmte Zeit ge schlossen gilt. Die Birtschaftliche Bereinigung beantragt ferner, daß die Reichsregierung auf die Länder einwirten soll, daß fie den Abbau der 3mangsmirtschaft fördern, und zmar besonders durch Aufhebung der Wohnungsämter, mo sie nicht mehr nötig sind, somie dadurch, daß alle größeren Wohnungen bei Freimerden aus der 3wangswirt. schaft herausgenommen werden.

Abg. Silberschmidt( Soz.)

menbet fich gegen einen Antrag der Wirtschaftlichen Bereinigung, der einen Teil der bereits abgelehnten Anträge pon neuem auf­nimmt. Es dürfte nicht häufig porgekommen sein, daß ein Gesez, das am 1. Juli abläuft, und das von der Hausbefizerpartei selbst veranlaßt morden ist, jetzt von neuem abgeändert werden soll. Dieser Borstoß soll freilich nichts anderes sein, als ein Versuch, den Mieterschuß schleunigst zu beseitigen. Die von der Wirtschaftlichen Bereinigung verlangte Aufhebung der Wohnungsämter, mo teine Betätigung für sie vorhanden sei, habe die Reichsregierung schon Rechnung getragen, indem fie den Bändern darin schon meit gebenbe Bewegungsfreiheit gegeben habe. Es müsse demgegenüber vielmehr dafür gesorgt werden, daß die Aufsicht über das Wohnungsmejen verstärkt wird. Das Ber­langen, alle größeren Wohnungen aus der 3mangswirtschaft her auszunehmen, dient nur zur ungerechten Bereicherung eines Telles der Hausbesizer auf Kosten der Mieter. Schon jest ist in den Bändern eine bedentliche oderung der Wohnungs 3wangswirtschaft eingetreten, die vor allem bie tleinen

Die Auszählung des Hauses ergibt die Anwesenheit von 337 Ab­geordneten. Der Gesetzentwurf ist mit 207 gegen 130, also mit ein­facher Mehrheit, angenommen worden

Um Uhr vertagt sich das Haus auf Donnerstag nach mittag 2 Uhr. Auf der Tagesordnung steht ein Antrag auf Erlaß einer Ammestie sowie die zweite Beratung des Gefeßentwurfs über den Schuß der Jugend bei Luftbarkeiten.

*

Berichtigung: Im Reichstagsbericht vom 8. Februar war der deutschnationale Abg. Lambach fälschlich als Gegner des Genfer Systems bezeichnet worden. Tatsächlich hatte Genoffe Bren in seiner Rede Lambach und seine deutschnationalen Freunde als Be­fürmorter des Genfer Systems bezeichnet, während die Sozial. demokratische Partei das Genfer System ablehnt,

Kendell- Debatte am Freitag?

Der Aeltestenrat des Reichstags beschloß in seiner geftris gen Sigung, die fommunistische Interpellation über die Angelegenheit des Reichsministers des Innern Dr. n. Keudell und das kommunistische Mißtrauensvotum gegen diesen Minister auf die Tagesordnung der Freitagiigung zu setzen, unter der Vorausfegung, daß der Reichstanzler dann in der Lage fein wird, die Interpellation zu beantworten. Heute foll, mie üblich an diesem Wochentag, nur eine furze Sigung von zwei Stunden abgehalten werden. Bom Sonnabend ab bleibt es bei der vorgesehenen furzen Bause in den Plenarsizungen bis zum nächsten Mittwoch. Dann wird die erste Lesung des Reichs­

Einsendungen für diese Rubrik find Berlin SW 68, Lindenstraße 3,

für Groß- Berlin

flets an das Bezirkssekretariat, 2. Sof, 2 Trep. rechts, zu richten.

1. und 2. Kreis Mitte und Tiergarten. Arbeiterwahlfahrt: Freitag, 11. Fe bruar, nachmittags 2 Uhr, Besichtigung des Dodachlosenafyls. Die in der Wohlfahrt tätigen Genoffinnen und Genossen, ferner alle, bie fich dafür intereffieren, tönnen daran teilnehmen. Treffpunkt 2 Uhr Fröbel- Ede Danziger Straße. 6. Kreis Kreuzberg . Arbeiterwohlfahrt: Freitag, 11. februar, 7 Uhr, bei Wolf, Gräfeftz. 26, Gigung der Abteilungsvertreter, Jugendvertreter afw. Jede Abteilung muß unbedingt vertreten sein.

4

11. Kreis Schöneberg Friebenau. Freitag, 11. Februar, 8 Uhr, Schloßbrauerei, Sauptstr. 123, Bunter Abend: Die gute alte Beit" Mit wirkende: Schöneberger Männerchor Freundschaft( Mitgl. d. AGB.), Erich Weinert Kißlich, Walter Mehring , Bolajewa, Spielgemeinschaft der Jung­fozialisten. Eintrittstarten 50 Bf. Erwerbslose Mitglieder frei! Der Ueberschuß findet zugunsten unserer Erwerbslosen Berwendung. Zahl­reicher Besuch ist dringend erwünscht.

18. Kreis Beißenfee. Freitag, 11. Februar, pünktlig 8 Uhr, im Jugendheim Parkste. 36 fpricht der Genosse Lehrer D. Fauft über: Barum fämpfen wir für die weltliche Schule?" Infolge der bevor­ftehenden Einschulung wird um rege Beteiligung gebeten.

20. Kreis Reinidenborf. Elternbeiräte! Am Sonntag, 13. Februar, vormittags 914 Uhr, im Gigungsfaat Rathaus Tegel Elternbeirats fizung. 1. Vortrag über Brügelstrafe in Haus und Schule", 2. Be sirtsangelegenheiten, Berschiedenes. Butritt haben sämtliche Partei. Elternbeiräte und beren Vertreter, Schulbeputationsmitglieder und Leh zet. Die Anwesenheit der Bezirksvorstands und Fraktionsmitglieder ift erwünscht.

Heute, Donnerstag, 10. Februar:

14. bt. Die Genossen treffen sich um 5 Uhr bei Laufiger, Butbuffer Str. 11, zum Abmarsch für die Veranstaltung im Sportpalaft. 58. bt. Charlottenburg . Bur Demonstration im Sportpalaft treffen sich die Teilnehmer 6 Uhr Wittenbergplaz Ede Bayreuther Straße. Morgen, Freitag, 11. Februar:

62. Abt. Siemensstadt . Abteilungsversammlung 7% Uhr Lokal Sommer, Ronnendammallee. Bortrag: Die politische Lage". Referent Hermann Lempert. 124a. Abt. Mahlsdorf - Süb. 8 Uhr bei Dish, Uhlandstr. 18, Funktionärsgung. Frauenveranstaltungen.

30. Abt. Freitag, 11. Februar, 7% Uhr, im Lotal Bum Burgfrieden", Wichert Straße 69, zweiter Kursusabend:" Das Heidelberger Programm"( Genosse Willige),

31. Abt. Die Genosinnen treffen fich Freitag 8 Uhr zu einer kurzen Aus­Sprache bei Goldschmidt, Stolpische Str. 36. Bernau , Donnerstag, 10. Februar, 8 Uhr, im Restaurant Bellevue Frauen­abend. Die Frauen unserer Arbeitsgemeinschaft sind besonders hierzu ein geladen, da wichtige lokale Angelegenheiten zur Sprache tommen.

*

Kinderfreunde Kreis Schöneberg. Freitag, 11. Februar, Jugendheim Haupt straße 15: Gruppe I Borlesungen aus Löns Der amedmäßige Mener", Gruppe II Tanz und Gesellschaftsspiele.

Jungfozialisten.

Alle Gruppen beteiligen fich an der Rundgebung im Sportpalast Treff puntt 7 Uhr am Hochbahnhof Billowstraße,

Die Gesamtveranstaltung findet am 19. b. W., 168 Uhr, in der Aula der Schule Ede Mittenwalder und Gneisenaustraße statt. Engelbert Graf( pricht über Kriegsgefahren rund um den Stillen Ozean

Gruppe Brenzlauer Berg: Gruppenabend fällt heute aus. Beteiligung an der Kundgebung im Sportpalaft. Steffpunt 7 Uhr Hochbahnhof Bülowfiraße. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation

108. Abt. Ripenid. Genoffe Mar Fehrmann. Rrantenlaffenangestellter, ist im Alter von 51 Jahren verstorben. Cinäicherung erfolgt am Freitag, 11. februar, abends 7 Uhr im Krematorium Gerichtstr. 37/38.

118. st. Lichtenberg . Am 6. Februar ift Genoffe Gustav Gut! ned in ter van 61 Jahren verstorben. Die Cinäferung findet am Freitag, 11 Fe bruar, nachmittags 4 Uhr, im Arematorium Baumschulen meg statt. Um rege Beteiligung wird gebeten.

haushaltsplan mit dem Finanzausgleich beginnen. Die Berhand. Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin. lungen werden eingeleitet durch die Etatsrede des neuen Reichs­finanzministers Dr. Köhler.

Reichsregierung und Junkerswerke. Sozialdemokratische Fragen im Haushaltsausschus. Die Regierung schweigt.

Die Führeraussprache am Sonntag, 18. Februar, muß umständehalber ause fallen. Zur Hauptversammlung des Jugendherbergsverbandes, Bezirksamt Rreuzberg. Nordstr. 11, am Sonnabend, 12. Februar, 7 Uhr, müssen alle Mitgtteder des SHB. vollzählig erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert.

Treffpunkt zur heutigen Kundgebung im Sportpalasi: Fallplay: 47 Uhr Sochbahnhof Danziger Straße, Rottbuffer Tor:% 7 Uhr Röpenider Viertel: 47 Uhr Hochbahnhof Görliger Bahnhof. Neukölln VI: 17 Uhr Unter­Rottbusser or. Nachzügler 7 Uhr Hochbahnhof Bülowstraße. grundbahnhof Rathaus. Werbebezirk Reukölln: 7 Uhr Rollkrug. Fahnen und Wimpel nicht vergessen!

-

Vorträge, Vereine und Versammlungen.

Deutsche Landsmannschaft der Provinz Bofen, Groß- Berlin. Sauptverfamm Neukölln, Hermannstr. 214/219.

Berliner Arbeiter- Schachklub. Mannschaftsfchachwettkämpfe am Eommenben

Sonntag, 13. Februar, vormittags 10 Uhr: A- Gruppe: Often I gegen Gefund. burg gegen Webbing I Kaifer Friedrich- Str. 57; fpielfrei: Bebbing II und brunnen Weberstr. 6; Gildmeft I gegen Sichtenberg I Cantwigftr. 5; Charlotten Besten 1. E- Gruppe: Oftkap II gegen Beißensee' n Rigaer Str. 67; Schiller part II gegen Reinidendorf Dit Müllerstr. 70; Often III gegen Rönigstadt abenb, 12, Februar, findet die Obleutésigung bei Ewald, Staliger Str. 126, Beberftr. 6; Süben III gegen Sumboldthain III Mustauer Str. 10. Am Gonn ftatt. Beginn 8 Uhr.

Im Berlauf der vorjährigen Etatsberatung im Reichstage waren die beiden Berichterstatter aum Etat des Reichsverkehrsministeriums, die Abgeordneten Dr. Quaaz( Dnat.) und Dr. Wieland( Dem.) be: zwischen dem Reich und der Junters A.-G. zu prüfen. Am auftragt worden, die tatsächlichen und Rechtsverhältnisse Mittwoch erstattete der Abg. Quaas im Haushaltsausfculung am Donnerstag, 10. februar, Uhr, in der Rindl.Brauerei Berlin­des Reichstags den Bericht über die Berhandlungen mit Junters und dem Reich. Ihr Ziel sei gemesen, alle zwischen der Reichsregierung und Junkers bestehenden Differenzen zu bereinigen. Die Zuschüsse der Reichstasse haben nach amtlichen An­gaben insgesamt 23 millionen betragen. Die in der Bilanz des Werkes steckenden Berte schienen verloren und der Ronfurs unabwendbar. Deshalb entschloß sich das Reich auf Bor­fchlag der beiden Berichterstatter, eine Beteiligungen und Kredite abzufchreiben und das Wert mit allen Antipen und Passiven an Professor Junkers zurückzuübereignen. hierbei wurden jedoch Werte von einigen Millionen für das Reich gerettet, darunter die Beteiligung an der Lufthansa, fowie ein Betrag von rund 4 Millionen in bar und Gerät; Junkers verzichtete dagegen auf alle Ansprüche aus dem sogenannten Russen gefchäft und für die Zukunft auf die Inanspruchnahme jeglicher öffentlicher Mittel. Der Gesamtverlust des Reiches be­trage trotzdem et ma 18 millionen. Staatssekretär Dr. Gut­brod gab eine Erfiärung ab, die die Darstellung des Abg. Quoat bestätigte. Dagegen bezifferte er die Darlehen und Borschüsse des Reiches an Junters wesentlich höher, und zwar auf 33,5 mil lionen. Auch ist der Verlust des Reiches nach seinen Angaben nicht 18, sondern 28,7 millionen Mart

In der Aussprache widersprach zunächst Abg. Stüdlen( Soz.) der Ansicht des Staatssekretärs, daß der Haushaltsausschuß des Reichstages mit dem Berhalten des Reichsverkehrsministeriums ein perftanden gewesen sei. Er richtete ferner folgende vier Fragen an die Regierung:

1. Aus welchen Mitteln die ersten 10 Millionen an Junkers gegeben worden seien,

2. weshalb Junters verboten worden sei, den Rechtsweg für die Auseinandersetzungen zu beschreiten, 3. meshalb die Reichsregierung sich der Einsegung eines Schiedsgerichts widerfest babe, und

4. weshalb die Regierung, nachdem sie ursprünglich den Reichsgerichtspräsidenten Dr. Simons mit der Erstattung eines Gutachtens betraut hatte, diesen Auftrag zurüdzog, nach dem das Gutachten erstattet war.

Eine Antwort auf diese vier Fragen wurde nicht erteilt. Der Staatssekretär Dr. Gutbrod erklärte im Gegenteil ganz brüst, er fönne teine Erklärungen abgeben, da diese Fragen nicht zum Auf­gabenbereich des Reichsverkehrsminifteriums gehören. Auch auf die Frage des Abg. Herh( Eng.). mie sich der Widerspruch in den Zahlen

Verband für Freidenfertum und Feuerbestattung E. B. Unterbezirk Pantow: Deffentlicher Lichtbildervortrag am Dienstag, 15. februar, im Gesellschaftshaus Bankow , Berliner Str. 102. Anfang pünktlich 7 Uhr. Thema: Erd- oder Feuerbestattung?" Eintritt fret. Berbaud Bollsgesundheit, Ortsverein Berlin . Borttag am 10. Februar in der Schule Sfflandſte. o iber Physiologie der Berbauung". Referent Geroffe Eintritt frei. Freitag, 11. Februar, Jugendgruppe Often Dr. med. Baer. Goßlerstraße. Jugendgruppe Süden Schierkeftr. 44. Die Geschichte der Ar beiterbewegung Filehner Landsmannschaft zu Berlin . Heute abend 8 Uhr Joels Bezeins

baus, pranienſtr. 36. Gäſte milltommen.

Der Reichsburb der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinter bliebenen, Gau Berlin , veranstaltet am Donnerstag, 10. Februar, 8 Uhr, in der Schultheiß- Pogenhofer- Brauerei, Chauffeeftr. 64, eine öffentliche Runbgebung. Referent Kamerab Somars. Kriegsopfer, erscheint in Massen!

Reutöllner Sängerchor( Mitgl. d. AGB.), Uebungsftunde jeben Donnerstag von 8-10 Uhr Gesangsfaal der Albrecht Dürer - Oberrealschule, Neukölln,

Freie Bereinigung von Sternfreunden, Berlin . Versammlung am 13. Fe bruar, 9 Uhr, beim Vorsitzenden Herrn Schuldirektor G. Freund, Salenfee, Weft­fälische Str. 27a, 1 Tr. Bortrag: Das Fernrohr. Bei günstigen Witterung Sternbeobachtungen. Gäste willkommen,

Emfer Straße. Säfte und Gänger herzlich willkommen.

Geschäftliche Mitteilungen.

Sente, Donnerstag, 10. Februar, wird der alte beliebte Franziskaner" am Bahnhof Friedrichstraße in neuem Gewande erstehen. Es ist zu begrüßen, daß der City eine Gaststätte wiedergegeben wird, bie fich jahrzehntelang allseitiger Beliebtheit bei den Berlinern erfreute.

Für das leibliche Bohlergehen der ganzen Familie fühlt sich bic Hausfrau verantwortlich, und wenn es ihr oft nicht leicht wird, mit dem Gelbe auszus tommen, so wird doch jede Abwechslung im Rüdenzettel freudig begrüßt merden, Ein Detter Budding zum Beispiel wird fiets allieltige Buftimmung finden, meil ez nabrhaft, mobifchmeckend und sehr preiswert ift. Gin Bädden ist für 3-6 Personen ausreichend, so daß leicht an anderer Stelle gefpart werden lann. minifterium befagt, burch ein mikroskopisch feines Lebewesen hervorgerufen Sie Die Grippe wird, wie eine amtliche Belehrung aus bem Bollswohlfahrts ist außerordentlich leicht übertragbar und befällt oft in turzer Zeit Sundert­taufenbe. Die Auftedung erfolgt durch die Atemluft. Darum ist es wichtig, Mund und Fachen ständig antiseptisch zu halten durch Formamint, bas be tannte zuverlässige Desinfektionsmittel für Mund und Rachen. Formamint Tabletten kann man jederzeit und überall anwenden, im Gegenfah zu Munde ( pillungen, die obendrein nur oberflächlich wirken. Formamint to fi im Speichel und bringt, fo auch in bic fleinsten Falten und Winkel des Rachens. man follte Formamint immer bei fich führen,