zurückführen konnten? Auch der§ 4 bes Borstandsbeschluffes vom| verschönt werden. Die Pflege soll also dem Förster, nicht bem
27. Juni 1924 verrät eine sonderbare Einstellung zur Arbeiterschaft, menn es dort wörtlich heißt: Förderung des Zutrauens der Menge ( dazu fehlt nur noch der Unwissenden. Die Red.) zu den staatlich geprüften und anerkannten Medizinalpersonen". Der wahre Geist der Gesellschaft enthüllt sich aber in der Gesundheitslehre vom 1. März 1927 in der Ausgabe A, die wohlsweislich nur für Aerzte bestimmt ist, wie am Kopf des Blattes steht. Hier schreibt Arzt B. an Arzt A.:„ Die verantwortliche Kurpfuschereizentrale in Berlin steht in Anbetracht der geradezu furchtbaren Gefahr, welche allen Aerzten ohne jegliche Ausnahme( im Original gesperrt) heutzutage von seiten der Kurpfuscher droht, auf dem einzig richtigen Standpunkt der Prophylare, da eine Bekämpfung der Kurpfuscher dann regelmäßig zu spät fommt, wenn fie fich bereits irgendwo eingenistet und festgesetzt haben."
Solange die deutschen Aerzte sich nur als Diener der herrschenden Klasse fühlen, und, wie sich aus dem vorstehenden Zitat ergibt, lediglich im Interesse ihres Geldbeutels die Kurpfuscher befämpfen, so lange fönnen sie von uns feine Unterstützung erwarten. Dr. med. Norbert Marg.
Hochwasserschuß im Spreewald.
7½ Millionen Mark erforderlich.
In seiner gestrigen sechsten Bollfigung beschäftigte sich der Brandenburgische Provinziallandtag mit der Vorlage über den Hochwasserschutz des Spreewaldes. Erforderlich sind für den Ausbau der Spreewaldfließe 1250 000 Mart, für ein Staubeden bei Taschellen 4250 000 Mart und für Hochwasserumflutfanäle bei Burg 2200 000 mark. Im ganzen würden diese Projekte also die Summe von 7 400 000 Mart erfordern. In der Begründung der Vorlage wird darauf hingewiesen, daß das Spreewaldgebiet in den letzten vierzig Jahren 24 mal von Hochmaffern heimgesucht worden ist. Auch in gesundheitlicher Beziehung sind die Verhältnisse für die Spreewaldbevölkerung auf die Dauer unhaltbar. 70 Prozent aller Kinder des Spree waldes find trant oder nicht normal, insonderheit sind die Trinkwasserverhältnisse katastrophal. Nach ausführlichen Referaten der Abgeordneten Freter( Soz.) und von Nazmer( Bürgerliche der Borlage zustimmten, ergriff Oberpräsident Dr. Maier das Wort. Er betonte, die Staatsregierung sei sich ihrer hohen Verant wortung gegenüber den Bewohnern des Spreewaldes durchaus bewußt. Sie habe ihre Bereitwilligteit zur Hilfe bereits grundfäßlich erklärt. Ueber die Finanzierung werde eine Berhandlung stattfinden müssen. Hierauf wurde einstimmig ein entsprechender Beschluß gefaßt, in dem u. a. der Provinziallandtag den Provinzialausschuß ermächtigt, aus bereiten Mitteln des Landesmeliorations. fonds diejenigen Beträge für das Rechnungsjahr 1927 zur Verfügung zu stellen, die notwendig sind, um entsprechend dem endgültig vereinbarten Auftragsverhältnis die Inangriffnahme der Arbeiten zum Ausbau der Spreewaldfließe zu ermöglichen.
Ein gefährdetes Naturdenkmal.
Nahezu 25 Jahre haben wir in Deutschland eine Bewegung, die fich Heimat- und Naturschuß nennt, von der man aber in allen diesen Jahren nur wenig bemerkt hat. Denn das, was von ihr in Berlin für Berlin gearbeitet und geschaffen wurde, fand in der Bevölkerung nur wenig Widerhall. Das scheint jetzt glücklicherweise anders zu werden. Vor etwa drei Jahren bildete sich in Friedrichs hagen eine Arbeitsgemeinschaft für Forstschutz und Naturkunde, die sich mit großem Eifer der Verfolgung prattischer Naturschußarbeiten hingab. Im Verfolg ihrer türzlich eingesetzten Arbeit zum Schutz des gefährdeten Gebietes des Müggelfees ergab sich auch die Notwendigkeit, sich der eigentlich schon seit 1% Jahrzehnten schwer gefährdeten Büttbergebei Wilhelmshagen energisch anzunehmne, eine Aufgabe, die ihre Schwierigkeiten hat, weil das Gebiet der Püttberge fich ausschließlich im Privatbesitz befindet.
Uns Sozialisten aber müssen die Büttberge ganz besonders lieb und wert sein, denn auf dem kleinen Wilhelmshagener Bergfriedhof ruht die proletarische Dichterin Klara Müller- Jahnte, die Berfasserin hinreißender Kampfgedichte.
Wir haben in unserer Sonntagnummer vom 12. Dezember 1926 unter der Ueberschrift Momentbilder aus Moabit . Der umgedrehte Spieß einen Bericht über eine Gerichtsverhandlung veröffentlicht, in der sich der Angeklagte auf eine Anflage wegen versuchter Erpressung zu verantworten hatte.
Auf Grund einer Zuschrift des im Bericht erwähnten Rechtsanwalts Dr. B. haben wir die Ueberzeugung gewonnen, daß die auf diesen bezüglichen Behauptungen im wesentlichen unzutreffend und infolgedessen die daran geknüpften Schlußfolgerungen gegenstandslos sind. Insbesondere ist es unrichtig, daß der Angeklagte, der Mandant des Dr. B. oder ein gemeinschaftlicher Mandant des Dr. B. und des Dr. L. gewesen ist und daß eine Sozietät zwischen diesen beiden Herren bestanden hat. Mit der hier fraglichen Angelegenheit hatte Herr. Dr. B. nichts zu tun; er hatte auch sonst zu dem Angeklagten niemals personliche oder anwaltliche Beziehungen unterhalten, viel mehr war er amtlich mit der Bearbeitung seiner an das Bezirksamt Kreuzberg gerichteten Anträge befaßt. Er war niemals beauftragt, seinen Einfluß bei diesem Amt dahin geltend zu machen, daß der Angeklagte die Genehmigung eines Kaufvertrages erhalte. Er hat einen dahingehenden Einfluß nicht geltend gemacht oder geltend zu machen versicht. Vermögensvorteile hat Herr Dr. B. weder direkt noch indirekt für die Erledigung irgendeiner Angelegenheit des Angeflagten erhalten oder gefordert. Das Ausscheiden des Herrn Dr. B. aus dem städtischen Dienst ist durch die hier fragliche Angelegenheit nicht veranlaßt worden, vielmehr ist es aus freien Stüden erfolgt. Wir bedauern, uns insoweit geirrt zu haben.
Wafferwellenfrisuren.
Die Wellen, die sonst mit dem heißen Eisen auf den Köpfen der Damen hervorgezaubert werden, mußten bei dem jüngsten Wettstreit, den die Fachabteilung der Friseurgehilfen. organisation am Sonntag in Haverlands Festfälen veranstaltet hatte, mit Wasser hergestellt werden. Wasser allein tut's freilich auch hier nicht. Die in Wasser geformten Wellen müssen rasch getrocknet werden. Die nötige Wärme dazu spenden elektrische Heizkörper, die Haartrockenrevolver. Der Wettbewerb, der schon an sich schwierig, war noch durch die Bedingung erschwert, daß ,, Borlegen" und Nachondulieren der Wellen nicht erlaubt wurde. Zu dem Wettstreit maren je zwei Damenfriseurgehilfen aus Dortmund , Frankfurt a. M. und Nürnberg erschienen und je einer aus Barmen, Breslau , Ham burg , Hannover , Köln , Leipzig ( eine Gehilfin) und Stuttgart , wäh rend Berlin mit neun Teilnehmern vertreten war. Die Modelle, d. h. die zu frisierenden Damen mit Bubiföpfen, wurden eine Stunde vor Beginn des Wettstreits ausgelost. Die Bubiföpfe fonnten dann zunächst zurechtgeschnitten werden. Unter den Klängen der Musit begann das Einlegen"( Wässern), Trodnen und Ausfrisieren, wozu 70 Minuten Zeit gelassen war. Dicht umdrängt ron den Reihen der Zuschauer, zum großen Teil Fachgenossen, die teten die Wasserweller ihr Wert, und unter ihren geübten Händen entstanden allmählich die herrlichsten Bubikopfgebilde, meist noch durch Schmuckstücke verziert. Die Preisrichter, selbständige Berliner Fachleute von Ruf, worunter der Weltmeister Böste, prüsten und punktierten die Leistungen, die durchweg als gut bezeichnet wurden. 3um ersten mal ging der Wettbewerb um das schwarzrotgoldene Verbandsschild, das als Wander
lernenden oder kritischen Auges jede Bewegung verfolgten, verrich
Funkwinkel.
Daß aber auch die Stadt Berlin für dieses einzigartige, jetzt in ihrem Gebiet gelegene Naturgebilde ein starkes Intereffe aufbringt, bewies fie dadurch, daß sie zu der am Sonntag in den Büttbergen stattgefundenen Demonstrationsversammlung der Arbeitsgemeinschaft als Bertreter den Stadtrat Herbst vom Bezirksamt Köpenid entfandt hatte. Waffenschmied
Schöneberg.
Am Donnerstag, dem 10. März 1927, abends 7 Uhr, in der Uhlandschule, kolonnenstr. 23
Oeffentliche Frauen- Versammlung
Tagesordnung: Reichsregierung u. Frauen. Referentin: Klara Bohm- Schuch, M. d. R.
preis dreimal von demselben Preisträger errungen werden muß, bevor es ihm zufällt. Den ersten Preis errang Jahnte, Berlin , dem ein filberner Pokal neben dem Verbandsschild zufiel. Der dritte auf zweite Preis entfiel auf Weißlogel, Berlin , der ronstein, Dortmund , während der vierte Preis bei gleicher Punktzahl den Schilfen Weber, Frankfurt a. M., Satler, Nürnberg , und Lüdice, Berlin , zuerkannt wurde. Die Geduid= probe der wassergewellten prämiierten Frisurträgerinnen war damit noch nicht erschöpft; fie mußten noch den Zeichnern und Photographen Modell stehen.
Der Arbeitnehmerverband des Friseur- und haar gewerbes hat mit dieser Veranstaltung erneut den Beweis erbracht, daß seine Fachabteilungen in Deutschland erfolgreich bemüht sind, ihre Mitglieder zu den höchsten fachlichen Leistun gen zu befähigen.
Ein Pfälzer Bolts- und Trachtenfest veranstaltete das Berliner Messeamt in Gemeinschaft mit den Berliner Pfälzer Vereinen am Sonnabend im Funkhaus. Was man sonst nur bei den Wandervögeln und Jugendwanderern zu sehen bekam, konnte man hier gewissermaßen an der Quelle schauen, die hübschen alten Boltstänze, die gerade die Rheinpfalz in großer Zahl aufweist, darunter den reizvollen Bändertanz. Aber nicht nur die Mädchen- und Frauenwelt, auch die Männer waren in heimatlicher Tracht erschienen; man trug sie natürlich und selbstverständlich und also war fie auch fleidsam. Im übrigen wollte man tanzen, und das geschah denn auch mit erstaunlicher Hingabe. Zwei Orchester der Kapelle Meinhardt spielten ununterbrochen. Wiewohl die Pfalz bayerisch ist, hörte man glücklicherweise nichts von den angeblich so edten banerischen ewigen Juhugeschrei. Wollte man seinem Herzen Luft machen, dann stimmte stets zur rechten Zeit die Kapelle die rheinische Nationalhymne an, die richtiger eine fölnische ist und die in dem wunderschönen Refrain endet: Et het noch immer immer immer jot jejange". Das ist entschieden schöner als: ,, Es braust ein Ruf wie Donnertnall". Die vielgerühmte rheinische Gemütlichkeit zeigte sich im übrigen von ihrer schönsten Seite. Kein Radau, teine gezwungene und schließlich überschnappende Luftigkeit. Jeder und jede strahlte jeden und jede mit freundlichem Lächeln an. Es herrschte von Ur zu End eine ungemein wohlige Stimmung. Bon den Rängen grüßten die heimatlichen Fahnen und Farben, mal blauweiß bayerisch, mal schwarz- gelb pfälzisch Schade nur, daß nicht über allen deutsch schwarzrotgold einigend und verbindend wehte. Wann werden wir in Deutschland so weit sein.
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Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin.
im Jugendheim Lindenstr. 3.
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An
Arbeitsgemeinschaft Alwin Großmann: Beginn heute, Dienstag, 7½ Uhr, Thema: Margistische Wirtschaftslehre". meldungen werden noch angenommen. Heute, Dienstag, 8. März, abends 7½ Uhr: Brunnenplag: Schule Wiesen. Ede Pantstraße. Fahrtenbericht. Gefund brunnen: Schule Gotenburger Str. 2. Wir und die Gewerkschaften". Wedding- Nord: Jugendheim Turiner Ede Geestraße. Biele der Arbeiterjugend und ihre Berwirklichung". Sumannplay: Schule Scherenbergstr. 7. 3wed und Wesen der weltlichen Schule". Rosenthaler Borstadt: Jugendheim Gormann. Ede Zehdenicker Straße Ein Blid in die Reichswehr Schönhauser Vorstadt : Schule Driesener Str. 22. Das Mädel in der SAJ." Senefelder Biertel: Schule Danziger Str. 23 Fröhliches Wandern". Safenheide: Bade anstalt Bärwaldstr. 64. Wie und wen werben wir?" Südwesten: Jugendheim Belle- Alliance- Plaz 1. Warum Körperkultur?" Schöneberg I : Jugendheim Hauptstr. 15. Der Cozialismus in der Familie". Steglig I: Jugendheim Albrechtstr. 47. Volkslied und tanz". Reinidendorf- Dft:„ Geebad", Residenzstr. 46. Was ist Sozialismus?" Buchholz: Echule Berliner Straße . Rörperpflege und Naditultur". Pankow : Jugendheim Görschstr. 14.„ Ge werkschaften und ihre Bedeutung für die arbeitende Jugend". Werbebezirk Renkölln: Jugendheim Steinmetstr. 114. Werbebezirksmitglieder. Dersammlung. Vortrag: Wesen und Inhalt der SAJ."
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Nach Begrüßungsworten des Vorsitzenden Herrn plößlich auf den Gedanken, Wotan mit einem Vorträge, Vereine und Versammlungen.
Erich Griebel sprach der Abteilungsdirektor des Märkischen Museums Dr. Mar Hilzheimer über die wissenschaftliche Bedeutung der Püttberge. Der Bergzug, dem der Bütt berg angehört, beginnt bereits bei Woltersdorf mit dem sogenannten Eichberg, zieht sich quer durch die Köpenicker Forst, die hier das alte Urstromtal bedeckt, über den Grenzberg, wird dann von der schlesi schen Bahn durchschnitten und erhebt sich im Büttberg bei Wilhelmshagen zu einer Höhe von 69 Meter über dem Meer und 30 Meter über dem Tal Damit ist sie die höchste Düne der Mart. Der Charakter des Berges als einer Binnendüne, das heißt als einer Stauung und Anwehung von Sand, ist einwandfrei festgestellt. Die typische Schichtung ist in einer Kiesgrube bei Woltersdorf zu beob. achten. Sodann gedachte der Redner der großen Verdienste, die Professor Wahnschaffe sich um die Erforschung der Büttberge er morben hat, einem geradezu klassischen Studienobjekt. Bereits im Jahre 1909 forderte Wahnschaffe die Erklärung der Pütt. berge als unzerstörbares Naturbenfmal. Auch Dr. Hilzheimer erhob diese Forderung mit Nachdruck. Nach ihm sprach Redatteur Teisler- Friedrichshagen und wies auf die schweren Gefahren hin, die dem Berg durch die fortschreitende Bebauung drohen. Nicht allein von Süden, von Wilhelmshagen aus, sondern auch von Norden und Osten, wo leider große Waldbestände tahl geschlagen worden sind, droht die Gefahr der Besiedlung und damit der Bernichtung der Büttberge. Der Redner betonte, daß neuerdings das Bezirksamt Röpenid und der preußische Wohl. fahrtsminister sich schützend für die Büttberge betätigt haben und mies auf die Schwierigkeiten hin, die aus der Tatsache erstehen, daß die Berge fich in Privathänden befinden. Die Behörden dürfen sicher sein, die öffentliche Meinung hinter lich zu haben. Als legter Redner sprach Studienrat Dr. Stacho. miz Friedrichshagen und bezeichnete die Büttberge als undergleichliche Studien- und Anschauungsobjekte für die lernende Jugend. Heimat und Baterlandsliebe erwachsen aus der Liebe zur Natur und zur Geschichte eines Landes. Das seht natürlich voraus, daß eine freie Natur auch noch vorhanden ist. Die Püttberge sind, auch mit ihrem bemerkenswerten Pflanzenbestand, unerfeßlich. Herr Griebel faßte dann das Ergebnis der Aussprache zusammen in den Wunsch, daß es gelingen möge, den wirfiamen Schuß der Büttberge, um den bald zwei Jahrzehnte bereits gefämpft wird, jezt endlich durchzuführen. Und zwar sollen die Büttberge, jo wie sie sind, auch bleiben, und nicht etwa durch befestigte Wege usw.
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Der Funtsonntag brachte Wagners Walküre" auf der Sendebühne. In der richtigen Erfenntnis daß ein wirkliches Hör. spiel sich aus einer Wagner- Oper nicht machen läßt, hatte man bis zum Schluß von allen Bersuchen abgesehen, ein akustisches Bild der Bühnenvorgänge zu geben. Weshalb aber fam man dann Hammer- Kling- tlang die Flammen beschwören zu la? Und weshalb mußten diese Flammen dann auch noch durch Geräusche der Windmaschinen symbolisiert werden. Abgesehen von diesem Mißgriff und abgesehen davon, daß die Oper für eine Funkübertragung zu lang war, sei bestätigt, daß es ein sehr gelungener Abend war. Schillings ist ein Dirigent, der Wagners Mufit gewiß nicht verfeinert oder vergeistigt, aber er holt allen finnlichen Reiz aus ihr heraus. Er hatte neben dem trefflichen Funtorchefter au3gezeichnete Helfer an der Aufführung. An der Spike Gertrud Bindernagel, die eine stimmlich hervorragende Brünhilde gab, Barbara Remp gesellte sich ihr als Sieglinde würdig bei. Auch die übrigen Rollen waren durchweg guten und besten Sängern anvertraut. Die Stunde der Lebenden gab leider wieder gleichzeitig zwei Schriftstellern das Wort, die nichts Gemeinsames verbindet. Der Eindrud dieser Stunde blieb daher gering, ohne daß ein innerer Grund dafür vorlag. Denn sowohl Ostar Baum wie Kurt Kläber haben etwas zu sagen. Und beide, von Manfred Georg den Funfhörern verständnisvoll vorgestellt, boten interessante Bruchstücke aus diesen Werten. Für eine beffere Regie diefer wesentlichen Funkveranstaltung sei fünftig gesorgt. Der Montag gab eine Reihe guter Vorträge. An der Spize seien die Ausführungen Dr. Cohn- Wieners genannt: Gers manische Runft auf fremden Boden". Die plastische populäre Darstellung, die imftande ist, selbst einen sehr zeitfremden Stoff lebendig und anschaulich zu gestalten, follte von allen Funt rednern erstrebt werden. Die Bortragsreihe„ Mensch und Arbeit vermeidet solchen Fehler bestimmt. Hier spricht der einfache Mensch von seinen Berufserlebnissen, und er wird sicher nie mißverstanden. Anton Dreßler, der diesmal von dem Artiftenberuf erzählte, gab einen Blid hinter die Kulissen, die so viele junge Menschen anlocken. Was er zeigte, war harte Arbeit, Sorge und Enttäuschung. Das ist das Leben der meisten Artisten, meher Gattung fie auch angehören mögen. Nur wenige Glückliche tommen zu Weltberühmtheit und damit zu Einnahmen, die ihnen wenigstens ein sorgenfreies Dasein gewährleisten. Die Abend veranstaltung brachte ein mufitalisches Rapitel Böltertunde". Der Kuban- Rosaten- Chor und das Napolitanische Orchester Aurelio Gabrés ließen sich abwechselnd hören, was nicht nur eine interessante Gegenüberstellung, sondern auch einen wirklichen mufitalischen Genuß bedeutete. Die Kapelle Becce ergänzte die Darbietungen aufs angenehmste.
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tes.
Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin G 14, Sebastianstr. 37/38, Hof 2 Tr. Waffersportabteilung: 8ug Savel Di., b. 8., 8% Uhr, findet ein zwangloses Beisammensein im Cafino- Restaurant Wilmersdorf , Kameradschaft Falte Do., b. 10., 8 Uhr, Versammlung bei Reuge, Wilaftr. 5. Raiferallee 191, statt. Rameraden und Gäste willkommen. Prenzlauer Berg : Ertner: Mitgl.- Beri. Do., b. 10., 8 Uhr, im Gesellschaftshaus( Inh. Rarbe).
Humboldt Hochschule. Regierungsbaumeister Dr. Ewald hält am 9. Mära, 84 Uhr, Georgenstr. 30/31, im Rahmen der Vorlesungsreihe Luftfahrt" einen Vortrag: Das Luftbild und seine Verwendungsmöglichkeiten"( mit Lichtbildern). Karten in den Geschäftsstellen und an der Abendkasse.
Arbeiter Radioklub. Charlottenburg : Jeden Donnerstag Wielandste. 4. Friedrichshain : Jeden Mittwoch Strausberger Str. 3. Der Vortrag am 16. März über Meßinstrumente" fällt aus. Am 23. März Bastelabend. Rottbusser Zor: Jeden Donnerstag, Abalbertſtr. 21. Lichtenberg : Jeden Dienstag Kronprinzenstr. 47. Lichterfelde - Ost: Jeden Freitag Lantwigstr. 10. Am 11. März Bortrag über„ Audion". Reuteln: Jeden Freitag Prinz- Handjern- Str. 70. Am 11. März Vortrag über: Was ist Radio?" Prenzlauer Berg : Jeben Donnerstag Schönhauser Allee 134b. Am 17. März Vortrag Rruppa iber:" Audion mit Rüdtoppelung". Am 24. März Vortrag Leifter über: Dienstag Liegniger Str. 10b bei Thielert. „ Neutrodyne". Schöneberg : Jeben Donnerstag Gedanstr. 53.- Südost: Jeden Webbing: Jeden Donnerstag Bafe walter Str. 3. Wilmersdorf : Jeden Freitag Augustaftr. 18. Am 11. März Bortrag des Funkgenossen Hentschke über: Lautsprecher". Gäste überall
willkommen.
Arbeitsgemeinschaft entschiebener Republikaner . Geschäftsstelle: Berlin R 20, Brinzenallee 69. Donnerstag, 10. März, 8 Uhr, in der Dönhofftonditorei, Kommandantenftr. 84, öffentliche Gigung des Arbeitsausschusses. Thema:„ Die S. Breuß. Republikaner aller Tarteien willkommen. Karlsbader Beschliffe und 1927 ein Bergleich". Referent Herr Rechtsanwalt
Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinter. bliebenen. Ortsgruppe Norden 14: Donnerstag, 10. März, 8 Uhr, Mitgliederbeschädigte im Verhältnis zu Staat und Gesellschaft". Referent Kamerad Nölte. persammlung im Ledigenheim Pappelallee 15. Vortrag über:" Der KriegsArbeiterverein für Biochemie und Lebensreform i. B. B. Allgemeine Funt tionärversammlung Groß- Berlin Freitag, 11. März, 8 Uhr, Lotal Rentwich, rersammlung. Verschiedenes. Funktionärkarte 1927 legitimiert. Linienftr. 195. Ertraeinladungen ergehen nicht. Stellungnahme zur General
Geschäftliche Mitteilungen.
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