Morgen, Mittwoch, 1. Juni:
42. Abt. 20 Uhr Abrechnung der Bezirksführer bei Höhlke, Bergmannstr. 69. 47. Abt. 19% Uhr bei Nomad, Manteuffelstr. 9, Witgliederversammlung. Bericht vom Parteitag in Riel. Berichterstatter Hermann Schweikardi. Diskussion. Verschiedenes.
74. Abt. Zehlendorf . 20 Uhr bei Midlen, Potsdamer Str . 25, wichtige Funktionärsigung. Erscheinen dringend erforderlich.
78. Abt. Schöneberg . 20 Uhr bei Rosenthal, Ebersstr. 66, Abteilungsver. sammlung. Vortrag:„ Konkordat und Kulturreaktion." Referent Dr. Kurt Lömenstein, M. d. R. Achtung! Die Funktionäre der Abteilung treffen fich bereits um 19 Uhr bei Rosenthal zu einer Besprechung. Die turnusmäßige am 2. Juni stattfindende Funktionärsigung fällt somit aus. 82. Abt. Steglig. 20 Uhr im Lokal Seelig, Bismarckstr. 65, Funktionärsigung.
Mitgliedsbücher sind mitzubringen.
83. Ab. Lichterfelde . 20 Uhr im Lokal Kattum, Bäkestr. 7, Mitgliederver fammlung. Vortrag:" Arbeitslosigkeit und Rationaliſierung." Referent
Kurt Heinig , M. d. N. Parteiangelegenheiten.
84. Abt. Zankwig. 20 Uhr bei Lehmann, Kaiser- Wilhelm- Str. 29-31, Funk tionärtigung. Achtung! Die Vorstandsmitglieder treffen sich bereits um 19 Uhr im gleichen Lokal. Um vollzähliges Erscheinen wird gebeten. 104. Abt. Niederschöneweide . 19% Uhr bei Shiele, Berliner Str. 38, Gigung fämtlicher Funktionäre. Niemand darf fehlen. 108. Abt. Röpenid. 19% Uhr bei Fiebach, Müggelheimer Str. 1, Vorstandsjigung mit fämtlichen Bezirksführern.
139. Abt. Tegel , Heiligensee , Siedlung am Bahnhof Heiligensee , Schulzendorf. 20 Uhr im Lotal Hühnert in Schulzendorf Mitgliederversammlung. Vortrag: Die Hauszinssteuer." Referent Ernst Ruben. Alle Gerossinnen und Genossen müssen wegen der wichtigen Tagesord= nung unbedingt erscheinen. ,, Vorwärts"-Leser und Sympathisierende sind herzlichst eingeladen.
16. Abt.
Frauenveranstaltungen.
19% Uhr im Lokal Krüger, Hussitenstr. 34, Ecke Scheringstraße, Vortrag: Heinrich Heine und unsere Zeit." Vortragender Erich Fraenkel. Gäste find herzlichst widfommen.
Jungjozialisten. Heute, Dienstag, 31. mai: Gruppe Tiergarten : 20 Uhr bei Trümper, Flensburger Str. 3. Diskussions.
er
ebend. Alle Genoffinnen und Genossen werden gebeten, bestimmt zu fcheinen. Gruppe Lichtenberg : 20 Uhr im Jugendheim Barkaue 7-10 Vortrag: Der Rieler Parteitag". Referent Franz Lepinsti.
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Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Groß- Berlin. Selferversammlung für Groß- Berlin am Mittwoch, 1. Juni, 19% Uhr, im Sugendheim Lindenstr. 3. Tagesordnung: 1. Ist sozialistische Erziehung in den Gruppen der heutigen Gesellschaft nötig( als Arbeitsgemeinschaft)? 2. Bericht non der Sieler Sigung der Reichsarbeitsgemeinschaft. 3. Verschiedenes. Er. fcheinen aller Helfer ift Pflicht.
Rreis Pantow. Gruppe Pankow : Mittwoch, 1. Juni, Spiel in der Heide." Freffpunkt 5 Uhr Banfbrüde, Schönholzer Etraße, oder 5 Uhr Sandberge. Freitag. 3. Juni. Rusammenkunft der Pfingstfahrtteilnehmer im Jugendheim Kissingenstraße, pünktlich 6 Uhr. Connabend, 4. Juni, Beginn der Pfingstwanderung nach Fürstenwalde. Gruppe Riederschönhausen: Mittwoch, 1. Junt, 6-8 Uhr, Spielen auf dem Sportplah Kaiserweg. Tonnerstag, 2. Juni, 6 bis 8 Uhr, fingftfahrtbesprechung in der Gemeinschaftsschule.( Nur für Teil. nehmer.) Connabend, 4. Juni, Pfingstfahrt nach Brieselang . Abfahrt 13% Uhr vom Bismardplay.
Sport.
Zwei Renntage der Rütt- Arena.
1
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Nachdem Walter Rütt seine letzte Veranstaltung dreimal abbrechen mußte, fonnte er am Sonnabendabend den sechsten Renntag wirklich abwickeln. Das Rationale Omnimum" ( dessen Vorläufe bekanntlich Lorenz und Hahn am Himmelfahrtstag als Sieger jahen) brachte noch folgende Resultate: Endlauf der Zweiten: 1. Mühlbach vor Ehmer, Endlauf der Ersten: 1. Lorenz vor Hahn. Das ebenfalls zum Omnium gehörende 20 Runden Bunftefahren ergab für 20renz 13, für Mühlbach 9, für Hahn 8 und für Ehmer 4 Punkte. Mit 26 Punkten ging Lorenz im Gesamtklassement als Sie ger hervor. 2. Hahn 18, 3. Mühlbach 15 und 4. Ehmer 5 Punkte. Der Breslauer Krollmann sicherte sich das 75 Kilometer= Einzelfahren. Die„ Deutsche Meile", die die Amateure cuszufahren hatten, gewann übi Am Sonntag hatte der Bund Deutscher Radfahrer die Rütt- Arena mit Beschlag belegt. Als Berbetag war die Veranstaltung gedacht. Das Om nium" brachte drei Wettbewerbe: ein Malfahren, ein Rundenzeitfahren und schließlich ein 20- Runden- Punktefahren. Alle drei Rennen wurden mit Punktwertung ausgefahren. Im Endlauf des Malfahrens siegte Engel Köln vor Einsiedel- Dresden, Steffes- Köln und Graue- Berlin . Mit 16 Sefunden fuhr Kühl die beste Rundenzeit im zweiten Wettbewerb, um auch im 20- Runden Bunfiefahren die meisten Punkte zu ergattern. Im Ge= famtflassement belegte Stühl den Siegerplatz vor Engel, Steffes und Braue. Im 3 weistundenmannschafts. fahren dominierten Völz Carpus( Stettin ), die kurz vor Beendigung das ganze Feld erschütterten. Die Stettiner bedeckten in zwei Stunden 80,750 Kilometer. Erwähnt sei noch das Vorgabefahren, das mit einem Siege Spielmanns( 200 Meter Borgabe) endete.
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Sozialistischer Erziehertag in Kiel .
Richtlinien für den Kampf um die weltliche Schule.
Am Freitag fand im Kieler Gewerkschaftshaus im Anschluß an den den Parteitag der Sozialistische Erziehertag der Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Lehrer statt. Die Tagung stand wesentlich unter dem Eindruck der Parteitagsbeschlüsse zur Frage des Kampfes um die Schulgesetzgebung. Als Thema war den beiden Rednern, Kurt Löwenstein und Hilde Wegscheider, ge= stellt:„ Der Erziehungsgedanke des Sozialismus im Kampf gegen
die Kulturreaktion".
Vor Eintritt in die beiden Referate begrüßte Heinrich Schulz im Namen des Parteivorstandes den Erziehertag. Dann führte Genosse Kurt Löwenstein
etwa folgendes aus: Wir als Sozialisten haben nicht nur den Willen zur Macht im Staat, sondern auch zur Macht in der Gesell schaft. Darum erhebt sich für uns die Forderung nach einem sozialistischen Erziehungsgedanken, und wir müssen uns daran festklammern, daß dieser Erziehungsgedanke ein allgemein gültiger zu sein hat. Den Anspruch wird auch die aus diesem Gedanken entspringende Schule erheben können. Der weltliche Schulgedanke verfolgt nichts anderes als Vorbereitung des Kindes auf das gesellschaftliche Leben. Das ist ein tonstruierter oder erfundener Gedanke, sondern einer, der sich aus der Wirklichkeit ergibt.
Aus sozialen Gedanken heraus ist es uns unerträglich, daß ein Bildungsprivileg besteht. Wir sind uns darüber klar, daß dies Bildungsprivileg erst beseitigt sein kann, wenn die Klassenscheidung aufgehört hat zu existieren. Darum muß beides nebeneinander beseitigt werden. Unjer demokratisches sozialistisches, unser weltliches Wollen ist mesensverwandt mit der Quelle des religiösen Denkens. Die Urquelle beider Bewegungen ist gleich, aber wesensfremd dem religiösen Gedanken ist unser aktiver Gedanke der Veränderung der Welt. Wenn wir darum den Ruf nach der Weltlichkeit des Schulwesens erheben, dann bedeutet diese Forderung mehr als eine Toleranzform.
Mit den schon bestehenden weltlichen Schulen haben wir uns einen starken Wirklichkeitsbau geschaffen. Diese Schulen find Kraftzentren für den Gedanken der Weltlichkeit geworden. Darum bringen wir auch in diesen Kampf um die Schulgesetzgebung mehr als ein Traumbild, wir bringen lebendige Gestaltung hinein.
Die Simultanschulen, haben außer in den Simultanschulländern keinen Wachstumsboden. Der Gedanke der weltlichen Schule geht viel tiefer, denn er fordert Erziehung zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wirklichkeit und das findet nicht nur bei den Sozialisten Zustimmung. Wir sind Demokraten und sind es mit aller Konsequenz, auch mit der, daß unsere Kinder befähigt werden sollen, wirtschaftliche Selbstrerwaltung auszuüben und sich zu mehren gegen wirtschaftliche Unterdrückung. Die heutige Volksschule reicht nicht mehr aus. Daraus ergibt sich, daß wir den Kampf der Reaktion mehr positiv mie negativ abwehren
Der erste Berufsfahrerffart von Kühl- Wette erfolgt am fommenden Donnerstagabend beim internationalen 3- Stunden- Rennen auf der Rütt Arena. Auf das Abschneiden der jungen Er- Amateure gegen die starken Berufsfahrermannschaften fann man, besonders nach dem Siege Kühls am Sonntag über Engel, Steffes, Graue, Ginsiedel, stießlich usw. sehr gespannt sein. Eine weitere Eenfation bringt das lange Rennen mit dem Start des populären Italieners Tonani, der mit Lorenz bekannt lich die beiden letzten Sechstagerennen am Kaiserdamm und in Dortmund gewann. Als Partner hatt Rütt ibm den famosen Breslauer Strollmann gegeben, der am Sonnabend den Sieg im 10- Meilen- Rennen auf der RüttArena gegen erstklassige Gegnerschaft errang. Weitere aussichtsreiche Paare find Dewolf Koch und die beliebten Ehmer troshel
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Wendenschloß“- Köpenid.
In unmittelbarer Nähe. der traditionellen Grünauer Regattastrede präsentiert sich jetzt die herrlich gelegene alte Gaststätte Wendenschloß" Köpenick im neuen Gewande. Die Stadt Berlin , der das Anwesen gehört, hat die Baulichkeiten, die start heruntergewirtschaftet waren, renovieren lassen. Eine hübsche Veranda mit Ausblick auf die Dahme ermöglicht bei schlechtem Wetter angenehmen Aufenthalt. Der Saal, in ruhigen Farben gehalten, ist mit einer eingebauten gut abgetönten Deckenbeleuchtung versehen. Alles in allem dürfte die Gaststätte unter der Leitung ihres neuen Pächters Hand 1hde bald wieder zu einem der besuchtesten Plätze merden.
müssen.
Unser Kampf führt zur sozialen Demokratie der Wirtschaft und der Gesellschaft, zur Demokratie für uns alle.
Genoffin Hilde Wegscheider:
Zum ersten Male haben auf einem Parteitag in so entscheidendem Maße Schulfragen zur Beratung gestanden. Wir verdanken das einem gewissen Gegensatz innerhalb der sozialistischen Lehrerschaft. Aber der Kampf wurde nach einer falschen Seite geführt. Sicherlich ist es kein Gegenstand des Streites, daß wir ein gesamtes Schulwesen neu hinstellen wollen. Wir wollen die alte Dressur- und Autoritätsschule nicht mehr. Wenn nun doch ein Gegensatz auf: getaucht ist, dann ist es der, daß die eine Seite als wesentliche Aufgabe eine große Entzündung des allgemeinen Volksbewußtseins im Kampfe um das Schulgefeß ansieht. Man greift in diesem Kampf zit dem Gegensah von der weltlichen und der Konfessionsfchule. In dem in Schuldingen musterhaften Wien wird der Schulkampf aber nicht um die Religionsfrage geführt, sondern von unserer Seite unter dem Zeichen der Einheitlichkeit des Schulwesens.
Auch unser Kampf muß um ein einheitliches Schulwesen gehen. Wenn wir nicht energisch für die Schule der Reichsverfassung fämpfen, dann wird es eine noch größere Zersplitterung geben, als fie mit der konfessionellen Schule ohnehin schon da ist. Die beiden auf dem Parteitag gefaßten Resolutionen haben kein flares Gesicht. Die erste Resolution verlangt und betont die weltliche Schule, die zweite verlangt Berufung auf die Reichsverfassung mit ihren Baragraphen von der Simultanschule. Es ist unsere Aufgabe, diese beiden Gedanken zusammenzubringen. Wir erschweren die Ver wirklichung aller unserer Forderungen, wenn sie nicht unter dem Gedanken der Einheitlichkeit des Schulwesens geführt werden. Nach einer lebhaften Aussprache und Schlußworten Referenten wurden darauf folgende
angenommen:
Resolutionen
der
1. Der sozialistische Erziehertag in Kiel hält es für seine Pflicht, nochmals nachdrücklich vor dem Abschluß von Konkordaten zu warnen, da jedes Konkordat dem Sinne der Reichsverfassung zu widerläuft, und in jedem Falle eine unserem Kampfe gefährliche Stärkung der Kirche bedeutet.
2. Der sozialistische Erziehertag in Kiel begrüßt das klare Eintreten des Parteitages für die weltliche Schule. Er erwartet von allen parteigenössischen Lehrern, daß sie sich mit aller Kraft in den Dienst des Kampfes um die weltliche Schule stellen.
In einem ebenfalls angenommenen Zusatz Hilde Wegscheiders mird weiter gefordert, daß die Lehrer in diesem Kampfe die Schuls hoheit des modernen demokratischen Staates und die einheitliche Schulaufsicht dieses Staates im Auge behalten.
Nach einer Aufforderung zu stärkerer Mitarbeit und nach dem Gesang der Internationale wurde der Kieler Erziehertag geschlossen.
Unter dem Motto: Nicht was du faust, was du verdaust, gibt dem Körper Kraft, und was an Nährstoff ihm entgeht, hast du zu viel bezahlt!" empfiehlt die Kakao- Rompagnie Theodor Reichardt, Wandsbek bei Hamburg " ihre neuen
Feinfabrikate. Bir verweisen unsere Leser auf das heutige ganzseitige Inserat
der Firma Reichardt.
Eine Reichs- Fußpflegewoche findet vom 30. Mai bis 4. Juni statt. Im ganzen Reiche werben sich die meisten Apotheken und Drogerien in den Dienst diefer gefunden Idee stellen. Auch hiesige Geschäfte beteiligen fich daran. Die Fußpflege hat große Fortschritte gemacht, besonders infolge der Propaganda der Kutirol- Fabrit. Die Propaganda der Kutirol- Fabrit hat mehr erreicht als alle ärztlichen Mahnungen. Deshalb ist die Reichs- Fußpflegewoche in Wirklich. teit eine Rufirol- Woche. Jeder, der über schnelles Ermilden, Schwißen, Brennen, Schmerzen und Wundlaufen der Füße au flagen hat, follte einen Versuch mit planmäßiger Fußpflege machen. Die gute Wirkung auf den ganzen Körper ift geradezu erstaunlich.
Perfil jezt auch als Doppelpaket! Ein langgehegter Wunsch der Hausfrau ist damit in Erfüllung gegangen. Das schon in der Vorkriegszeit so beliebt gewesene Perfil- Doppelpatet( mit dem doppelten Inhalt der normalen Badung) ist überall mieber zu haben und koftet nur 85 Bf. Es bietet dem Verbraucher 2 Bafeten der bisherigen Backungsgröße. Keine rechnende Hausfrau sollte sich
vor allem die beachtenswerte Ersparnis von 5 Bf. gegenüber dem Kauf von
die Annehmlichkeit und den Borteil des Doppelpatets entgehen lassen und vor allem für die große Wäsche immer das neue Doppelpaket verlangen! Die alte Badungsgröße bleibt neben dem Doppelpatet auch weiterhin bestehen. In jedem Falle ist aber darauf zu achten, daß die Pakete die Bezeichnung Berfil und den Namen Senkel tragen; alle Angebote von angeblichem lofen" Perfil find 3rreführungen. Perfil wird nur in der bekannten Originalpadung geliefert.
Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle für Berlin und Umgegenh. ( Nachdr. verb.) Teils beiter, teils mollig bei weiterer Erwärmung, schwache Südostwinde. Für Deutschland : Im Weiten vereinzelte Regensmauer. Sonst troden und ziemlich heiter. Mit Ausnahme des äußersten Ostens mild.
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