Nr. 282+44. Jahrgang
2. Beilage des Vorwärts
Bilanz der Arbeitsbeschaffung.
Das Fiasko zugestanden.- Bewegliche Anpassung an die Konjunktur! Die Uebersicht des Reichsfinanzminifteriums über die Gestal| Beitpunkt gleich dringlich und zweckmäßig. Was wir jetzt brauchen, tung der Reichseinnahmen und ausgaben im Rechnungsjahr 1926 das ist die gibt jegt genaue 3ahlen über die Durchführung des Arbeitsbeschaffungsprogramms, das die Reichsregierung im Sommer 1926 angekündigt hatte und das im ganzen zu einem Fiasto geführt hat. An Ausgaben für 3wede der Arbeits. beschaffung waren befanntlich vorgesehen:
200 Mig. M. Kredit für den Kleinwohnungsbau
50
30
100
15
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100
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Bus. 495 Min. M.
Landwirtschaftliches Siedlungswert zur Förderung des Baus von 2andarbeiter wohnungen
für die produktive Erwerbslosenfürsorge über den ursprünglich vorgesehenen Betrag hinaus Wohnungsfürsorgefonds
Darlehen an die Deutsche Reichsbahngesellschaft
Tatsächlich ausgegeben wurden:
138 Mill. M. Kredit für den Kleinwohnungsbau
27
18,5 80
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Zus. 258,5 Min. M.
Landwirtschaftliches Siedlungswerk Wohnungsfürsorgefonds
Darlehen an die Deutsche Reichsbahngesellschaft.
Die Ausgaben blieben also hinter den Versprechungen der Reichsregierung um fast eine Biertelmilliarde zurüd. Die Maßnahmen, die man zur Arbeitsbeschaffung treffen wollte, wurden also zu einem großen Teil überhaupt nicht durchgeführt. Das Reichsfinanzministerium erwedt nun den Eindruck, als be. abfichtige man ernsthaft, die Versäumniſſe des vergangenen Jahres in diesem Jahre nach zuholen. Das scheint ganz gut zu fein; aber es gibt Beranlassung, über das Problem der Arbeitsbeschaffung
aus öffentlichen Mitteln, wie es sich in diesem Jahre darstellt, ernsthafte Betrachtungen anzustellen.
Eine veränderte Lage.
Der deutsche Arbeitsmarkt steht im Zeichen starter Verbesserung. Die Zahl der unterstüßten Erwerbslosen ist jetzt wohl auf rund 900 000 zurückgegangen, und die Besserung scheint zunächst noch weitere Fortschritte zu machen. Schon ist die Finanzlage der Er. merbslosenfürsorge so günstig geworden, daß das Reich keine Zuschüsse mehr zu leisten braucht, daß vielmehr bei der jetzigen Beitragshöhe eine Rücklage für die ungünstigen Wintermonate, die zweifellos wieder eine starke Vermehrung der Erwerbslosigkeit mit sich bringen werden, gebildet werden kann. An manchen Stellen der Wirtschaft zeigt sich ein Mangel besonders geschulter Arbeitsfräfte, und auf einzelnen Märkten zeigt sich eine ungesunde Steigerung der Preise. Im ganzen ist die deutsche Konjunkturlage nicht mehr allzu weit von einem Zustand entfernt, den man als och tonjunttur bezeichnen fann. 1911099 Selbstverständlich fehlen auch ernste 3eichen für mögliche jädüdschläge nicht; die gespannte Kreditlage mahnt zweifellos etwas zur Vorsicht. Aber im jezigen Augenblick braucht die deutsche Wirt schaft feine fünftliche Belebung mehr. Die Tatsache, daß die Regierungsstellen in den Zeiten der schwersten Krise die Arbeitsbeschaffung vernachlässigt haben, diese Tatsache darf nicht dazu führen, daß man jetzt Arbeitsbeschaffung treibt, als sei sie in jedem
Die Lage in der Braunkohlenindustrie. Das Rheinische Brauntohlensynbitat hat ebenfo wte der Deutsche Braunkohlen- Industrieverein, in dem die ostelbische Braunkohlenindustrie organisiert ist, seinen Geschäftsbericht für 1926/1927 peröffentlicht. Die Entwicklung, die der rheinische Braun. fohlenbergbau genommen hat, geht aus folgender Tabelle hervor: 1913/14 1924/25 1925/26 1926/27
Rohbrauntoblenförderung Rohbraunkohlenabsazz. Brifettherstellung.
•
.
21,2 1,6 5,9
in Millionen Tonnen 85,7 39,5
9,3
10,0
8,1
9,0
41,0 9,6 9,7
Borsorge für den Winter und Zeiten schlechterer Konjunktur, wo die Arbeiterschaft wieder in steigendem Maße von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit betroffen wird. Im gegenwärtigen Augenblick fann es durchaus eine bessere Arbeitsbeschaffungspolitif sein, in der öffentlichen Auftragsvergebung zurückzuhalten und dafür die Intensität der öffentlichen Betriebsleistung zu steigern und die Tarife zu senken.
Schon bei der Besprechung der vorgeschlagenen Gebühren. erhöhung der Reichspoft haben wir darauf hingewiesen, daß wir sowohl im Interesse der Reichspost selbst wie im Interesse rationeller Arbeitsmarktpolitik eine allzu großzügige Materialbe. schaffung durch die Post im gegenwärtigen Zeitpunkt für schädlich halten. Inzwischen werden aus der Schwachstrominduſtrie, die vor allem Aufträge der Reichspost erwartet, Preisvereinbarungen und glänzende Beschäftigung gemeldet. Die Bost sollte ihre Aufträge verschieben, bis die Geschäftslage dieser Industrie sich zum Schlechteren neigt. Sie wird dann billiger faufen tönnen und außerdem im Sinne eines Konjunkturausgleichs wirken. Die Reichsbahn sollte zwar ihre Lokomotiv- und Waggonbauauf träge mit Rücksicht auf die besonders ungünstige Lage der be treffenden Industriezweige herausgeben. Dagegen könnte sie ihr Oberbauprogramm, d. h. ihre Schienen-, Weichen-, Schwellen- und fonstigen Käufe für diesen 3wed beschränken. Bei dem Sicherheitszustand der deutschen Bahnen ist vielleicht keine unbedingte Notwendigkeit, das Gesamt programm der Oberbauerneuerung durch zuführen. Es ist sicher nützlicher, wenn man in diesem Jahr der guten Beschäftigung der Schwerindustrie und anziehender Preise auf vielen Gebieten sich mit 3000 km und weniger begnügt, um dafür bei schwierigerer Wirtschaftslage 4000 km bittiger erneuern zu
fönnen.
Aehnliches gilt für faft sämtliche öffentliche Stellen. Der Gesamtumfang der aus öffentlichen Mitteln durchgeführten Bauten beträgt jährlich viele Hundert Millionen. Ihre Verschiebung vermag im Augenblid das wichtigste Mittel rationeller Arbeitsbeschaffungspolitik zu sein.
Bewußte staff plantofer Arbeitsmarktpolitif.
Das Arbeitsbeschaffungsprogramm von 1926 tranfte daran, daß man auf einmal vor der Frage stand, welche Arbeiten man denn in Angriff nehmen könne. In der nächsten Krise des Arbeitsmarktes dürfen die öffentlichen Stellen nicht wieder unvorbereitet nach Augenblicksmaßnahmen und gefünftelten Möglichfeiten der Arbeitsbeschaffung suchen, die sich dann doch nicht verwirklichen lassen. Sie müssen schon heute Borbereitungen für die Beit der Not treffen. Damit die Sache einen gelehrten Namen habe, möge man sie Arbeitsverschiebung nennen; denn unter diesem Namen sind die Maßnahmen, die jetzt notwendig find, längst bekannt. Aber man begnüge sich nicht mit dem Wort, sondern man freibe bewußte Arbeitsmartipolitit. Die Verbindung unterstützenber und produktiver Erwerbslosenfürsorge ist wohl in feinem Lande der Welt auf einen so hohen Stand gebracht worden wie in Deutsch land . Darüber hinaus brauchen wir aber eine Konjunktur politit auch der öffentlichen Hand, von der leider heute noch wenig zu merken ist.
seinen zweiten Inlandsmartt", aber es steht im Begriffe, seine Zölle zu erhöhen und damit die belgische Einfuhr nach Frankreich zu erschweren. Im Jahre 1925 führte Frankreich Waren im Werte Don 7 601 232 000 Franfen aus; im Jahre 1926 für 9 391 376 000 Franken. Die Ausfuhr stieg also um 1790 144 000 Franfen. In derselben Zeit ging der belgische Export dagegen um 2072 514 000 Franken zurü d. Belgien steht als Ausfuhrland für Frankreich an zweiter Stelle; dagegen fauft Frankreich in Belgien nicht mehr als etwa in Holland . Dieses Mißverhältnis zwischen der franzöfifchen Einfuhr nach Belgien und der belgischen Ausfuhr nach Frankreich wurde durch die Annahme der französischen Zolltarifnovelle zuungunsten Belgiens verschoben.
Belgien scheint entschlossen, alle Maßnahmen zu ergreifen, um Die Förderziffer ist danach im letzten Jahre um weitere diesem Zustand ein Ende zu machen: d. h. wir stehen, falls Frank diesem Zustand ein Ende zu machen: d. h. wir stehen, falls Frant3,7 Broz. gestiegen und hat sich gegenüber der Borkriegszeit na hereich nicht einlentt, vor einem belgisch - französischen Wirtschaftsfrieg. zu verdoppelt. Die Brikettproduktion und der Absatz ist nach dem Bericht gleichfalls wesentlich angewachsen.
Die Veröffentlichungen des Deutschen Braunkohlen- Industrievereins in Halle geben für die oft elbischen Betriebe einige Anhaltspunkte auch über die Belegschaften und ihre Leistung. Da nach ist der Förderanteil je Mann und Schicht von 3,93 Tonnen 1925 auf 4,18 Tonnen im Jahre 1926 gestiegen. Im Vergleich zu 1913/1914 hat der Förderanteil des Mannes im Berichtsjahr eine Steigerung um 13 Pro& erfahren. Dagegen ist eine Steigerung um 13 Broz erfahren. Dagegen ist der Dutchschnittslohn im Laufe des letzten Jahres von 5,98 M. im April 1926 auf 6,27 im März 1927, also nur wenig gestiegen. Die nackten Zahlen lassen also die Klagen der Unternehmer über die„ untragbaren" Lasten der Lohnerhöhungen in sich selbit zusammenfallen, denn die gesteigerte Leistung der Arbeiter hat die Lohnerhöhungen zu einem recht wesentlichen Teil wettgemacht.
Belgisch - französischer Wirtschaftskrieg.
Gegen die französische Hochschutzzollpolitik. Die Debatten über die Zolltarifnovelle in der franzöfifchen Rammer gaben der belgischen Industrie und dem belgischen Handel Gelegenheit, das längst afute Problem der belgisch - französischen Wirtschaftsbeziehungen gründlich zu überprüfen. Jegt haben die belgischen Industrie- und Handelsverbände eine Denkschrift an die belgische Regierung gerichtet und geeignete Maßnahmen zur Unterbrechung der gegenwärtigen Handelsbeziehungen zwischen Belgien und Frankreich verlangt. Daneben beschäftigt man sich in Belgien mit der Prüfung der Frage, den französischen Import nach Belgien einzuschränken.
Belgien beflagt sich darüber, daß seine Industrie von allen öffentlichen Ausschreibungen und Lieferungen nach Frankreich aus. geschlossen ist, wogegen die französische Industrie an allen der artigen Ausschreibungen Belgiens teilnimmt. Die belgische Industrie ist deshalb an den Staat herangetreten mit dem Ersuchen, die Provinzen und Kommunen anzuweisen, daß nur belgische Firmen, die in Belgien erzeugtes Material verarbeiten, bei öffentlichen Ausschreibungen aller Art zugelassen find.
Bekanntlich bezeichnet Frankreich das belgische Absatzgebiet als
Freitag, 17. Juni 1927
Der Abschluß des Maschinentrusts.
Die Umgruppierung im Maschinenbau.
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Die Deutsche Maschinenbau A.-G., Duisburg , die im vergangenen Sommer aus den Maschinenbetrieben des Ruhrmontan Trusts und den Werken der Deutschen schluß für das Zwischengeschäftsjahr vom 1. Oftober bis 31. Dezember Maschinenfabrit A. G. gebildet wurde, legt jetzt ihren Ab1926 vor. Die Bilanz ist naturgemäß noch durch die hohen Kosten für die Gründung und die Anfurbelung der vereinten Produktion belastet und läßt daher noch fein abschließendes Urteil zu. Dagegen lassen sich heute bereits auf Grund des produktionstechni fchen und organisatorischen Fundaments, das die Gesellschaft als Konzentrationsbeden des deutschen Maschinenbaus besitzt, weitere Schlüsse für die volkswirtschaftliche Bedeutung dieses horizontal aufgebauten Trusts ziehen. Das Wesentliche an diesem ersten deutschen Maschinentrust ist, daß die von diesem Unternehmen ausgehende Vertruſtungsidee innerhalb der Maschinenindustrie, die bisher für derartige Zusammenschlüsse wegen der überaus großen Berschiedenheit ihrer Produktion wenig Verständnis zeigte, weitere Kreise zieht, so daß in absehbarer Zeit mit der Angliederung neuer Unternehmungen zu rechnen ist. Auf diesem Wege wird auch eine weitgehende Typisierung und Normung von Maschinen und ihren Einzelteilen durchzuführen sein, die bisher von der deutschen Maschinenindustrie in einem für die notwendige Rostensentung erforderlichen Maße noch nicht erreicht ist. Von den vorhandenen Betrieben hat die Gesellschaft im Laufe des Zwischengeschäftsjahres die Teile an die Siemensgruppe abgestoßen, die, wie der Elettromotoren und Generatorenbau, nicht zum engeren Arbeitsgebiet gehören, so daß die Produktion auf den schweren Maschinen- und Kranbau, sowie Bergwerks, Werftund Fabrikeinrichtungen konzentriert ist. In der Bilanz wird bei einem Aktienkapital von 38 Millionen für die drei Monate ein Roh gewinn von 2,9 millionen ausgewiesen, von dem nach Abzug aller Gründungs- und anderer Unkosten, fowie Abschreibungen in Höhe von 0,42 Millionen Mart ein Reingewinn von rund 54 000 m. verbleibt, der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Die Anlagewerte haben sich gegenüber der Eröffnungsbilanz wenig verändert und werden mit 38 Millionen ausgewiesen. Den Forderungen in Höhe von 5,7 Millionen Mark stehen rund 20 Millionen Schulden gegenüber, von denen jedoch 10,2 Millionen auf Uebernahme von Vorräten der Gründergesellschaften und 7 Millionen auf Anzahlungen entfallen. Die Vorräte erscheinen in Höhe von 17,9 Millionen Mart und bieten genügend Dedung. Da außerdem durch den Verkauf von Betrieben an Siemens etwa 10 Millionen flüssige Mittel eingekommen sein sollen, hat sich die Finanzlage des Unternehmens so günstig gestaltet, daß sie in der Lage ist, die übernommenen Vorräte in bar zu bezahlen und von der Aufnahme eines langfristigen Kredits absehen kann. Nach dem Be richt des Vorstands ist der Auftragsbestand, der bei Beginn der Tätigkeit etwa 30 Millionen betrug, erheblich angewachsen und gewährleistet bis zum Jahresende eine volle Beschäftigung. Man kann daher dem Abschluß des laufenden Jahres, in dem sich die Leistungsfähigkeit der zusammengefaßten Betriebe zum erstenmal voll auswirken wird, mit Interesse entgegensehen.
Wohnungsbau in Deutschland und England. In Deuts Iand fehlen nach der Schäzung des Preußischen statistischen Landesamtes noch 1700 000 Wohnungen, wenn man gleichwertige Vers hältnisse wie vor dem Kriege schaffen will. Bei einem jährlichen Reubedarf von ungefähr 150 000 Wohnungen wurden 1925 nur Das Bauprogramm für 1927 fieht weitere 250 000 Wohnungen vor. 106 500 hergestellt, 1925 erst 179 000 und 1926 waren es 250 000. Wird dieses Tempo nicht wesentlich beschleunigt, dann müssssen wir noch gut 10 Jahre bis zur leberwindung der empfindlichsten Woh nungsnot rechnen. England ist uns durch ein großzügig aufgestelltes und durchgeführtes Bauprogramm ein gutes Stüd Dorous. Wie Der deutsche Volks wirt" berichtet, wurden bei einem Jahresbedarf von 100 000 Häusern für Bevölkerungszuwachs und Ersay alter Wohnungen in den 12 Monaten bis März 1927 nicht weniger als 217 600 fertiggestellt, wobei nach englischer Wohnfitte ein Haus ungefähr gleich einer Wohnung zu sehen ist. Da schon in den beiden vorangegangenen Jahren der Zuwachs um 37 000 und 73 000 über den notwendigen Jahresbedarf hinausging, dürfte das Defizit der Kriegsjahre ausgeglichen sein. Dieses Ergebnis ist zum überwiegenden Teil mit Staatshilfe erzielt worden. Von den 217 600 Häusern des letzten Jahres sind mit Staatszuschuß 74 100 von Gemeiden und 79 700 von Privaten gebaut worden. Der Rest von 63 800 ftammt ganz aus privaten Mitteln. Das englische MieterSchußgefeß, das mit diesem Jahre abläuft, dürfte trotzdem um ein weiteres Jahr verlängert werden.
Wie gut es der Reichsbahn geht. Die Deutsche Reichsbahn ver öffentlicht jetzt eine Uebersicht über ihre Betriebs- und Geschäftsergebnisse im ersten Vierteljahr 1927. Danach ist eine ganz bedeutende Besserung der Geschäftslage festzustellen. Es wurden im Januar 1927 3 215 670 Wagen gestellt( Januar 1926 2 646 207), im Februar 1927 3 245 236( Februar 1926 2 693 696), im März 1927 3 888 334( März 1926 3 153 855). Gegenüber der Gesamteinahme des ersten Vierteljahres 1926 mit 956 736 000 m. ist die des gleichen Abschnittes des Jahres 1927 mit 1082 625 000 um 125 889 000 m. gestiegen. Die Steigerung beträgt 13,2 Proz.
Die Th. Goldschmidt A.-G. fauft auf. In der Generalversamm lung der Chemischen Fabrik Th. Goldschmidt A- G. in Essen gab der Vorstand befannt, daß die Fabrikbetriebe in Mannheim , Rheinau und Gernsheim 3 weds Rationalisierung mit dem Betriebe der Chemischen Fabrit Budau A.-G. in Ammendorf zusammengefaßt werden sollen gegen Hingabe von 2 500 000 m. neuen Chemischen Buckau- Attien.
Die
Neue Kohleveredelungsverfahren bei der Grube Leopold. Der Abschluß der Grube Leopold A.-G., Köthen , eines der führenden Großunternehmungen im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau, fällt insofern aus dem Rahmen der bisherigen Montanabschlüsse für 1926, als das Unternehmen gegenüber einer sechs prozentigen Dividende im Vorjahr, diesesmal feine Dividende zur Auszahlung bringt. Die Verwaltung begründet dieses Ergebnis damit, daß einmal der verringerte Umsatz und zum anderen fich für die Betriebe ungünstig ausgewirkt hätten. Die Begründung die Schwimmjandeinbrüche und hochwasserschäden erscheint jedoch sehr schwach, denn der mit 2,48 Millionen Mart ausgewiesene Rohgewinn hält sich fast auf der Höhe des Vorjahres mit 2,72 Millionen Mart. Auch die Schäden durch Natureinflüsse, die einen Teil der Belegschaften zeitweise zu unproduktiven Aufräumungsarbeiten zwangen, werden nur auf einige Hundert tausend Mark beziffert und können also das Gewinnergebnis nicht entscheidend beeinflußt haben. Der Grund ist vielmehr in der Festlegung bedeutender Summen für Neubauten und Neuerwerbungen zu suchen. Die gesamten Anlagen für Gruben, Brikettfabriken und Schwelereibetriebe, die mit 17,3 millionen Mart bewertet find, haben im Laufe des Jahres einen Wertzuwachs von 1,2 Millionen Mark erfahren. Durch die Aufnahme einer langfristigen 8- Millionen- Anleihe hat die Finanzlage der Gesellschaft sich fehr flüffig gestaltet, wie aus den Verschiebungen in den laufenden noch 3,0 Millionen betrugen, weist die jetzige Bilanz 1,2 Millionen Bantguthaben aus. Die Gesamtschulden von 4,2 Mil- besteht in der Ueberwindung der Ursache des Leidens lionen Mart sind bis auf 1,3 Millionen zurüd gezahlt, das überschusses durch den die empfindliche innere Magenwand gegen haben sich die Forderungen mit 6,7 millionen mehr angegriffen und schmerzlose, normale Verdauung behindert wird. als verdoppelt. In den Kohleveredelungsver. Es gibt zu diesem Zwed nichts Besseres als die Anwendung von fahren hat die Gesellschaft bedeuende Fortschritte erzielt. Nach einem halben Teelöffel voll Biferirte Magnesia, burch welche die dem im Vorjahre mehrere Monate nur ein Ofen für ein neuartiges Säure unschädlich gemacht wird, die Schmerzen und Beschwerden Schwelverfahren in Betrieb war, find nach leberwindung der befeitigt werden, die Entzündung der Gewebe gemildert und der Rinderkrankheiten drei weitere Defen in Tätigkeit, die große betriebs Magen instand gefeßt wird, in schmerzlofer, normaler Weise zu technische Erfolge versprechen. Eine weitere günstige Entwicklung funktionieren. Probieren Sie es einmal! Beobachten Sie, wie der erwartet die Verwaltung, von der Ausführung noch schwebender Schmerz beriwindet- als ob er weggezaubert wäre! Staufen Projekte, die Del gewinnung aus Braunkohle betreffen Sie noch heute Biferirte Magnesia von Ihrem Apotheker. und gemeinschaftlich mit dem AEG.- Konzern bearbeitet werden follen
richtige Behandlung der
Konten hervorgeht. Während die Bankschulden im Vorjahr Verdauungsbeschwerden
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des Säure
In jeder Apothefe in Pulver- und Tablettenform zu M. 1.50 und M. 3.00 die Flasche.