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Ein Kinderhaus im Bezirk Kreuzberg .

In Anwesenheit von Vertretern des Bezirksamts, der Schul­deputation, des Landesjugendamtes und zahlreicher Gäfte wurde am geftrigen Nachmittag im Rahmen einer schlichten Feier der erste städtische Kinderhort des Berwaltungsbezirts Kreuzberg er­öffnet. Der Hort ist in dem in der Waldemarstraße 77 ge= legenen Gebäude der 20. Gemeindeschule untergebracht. Bürgermeister Genosse Dr. Her z hob in seiner Ansprache die durch die allgemeine Raumnot verursachten Schwierigkeiten hervor, die die Verwirklichung eines schon lange gehegten Planes immer wieder hinausgeschoben hatten. Die für den Kinderhort notwendigen und nach den Entwürfen des Stadtbaumeisters Blüm el ausgeführtea Umbauten hatten einen Rostenaufwand von 10 000 m. nötig ge­macht. Neben drei Aufenthaltsräumen, einer Küche und einer Garderobenablage, die Waschbecken und Schul­mappenschränke enthält, besißt der Hort zwei Aborte, die von denen der Schule getrennt sind. Die mit Linoleum belegten Räume, deren Fenster nach dem Schulhof hinausliegen, erwecken durch ihre helle Farbenhaltung und die luftigen Wandmalereien eine fröhliche Stim­mung. Aeußerst praktisch sind die dunkelgrün gestrichenen Kinder­möbel. Ein Mangel ist es, daß die Räume vorläufig mit Gas­licht erleuchtet werden müssen. Jedoch sind die Leitungen für das elektrische Licht bereits eingebaut. Der Hort, in dem die Aufsicht von einer Jugendleiterin und einer Hortnerin ausgeübt wird, ist für die Aufnahme von 60 Kindern Knaben und Mädchen be ftimmt. Er ist geöffnet wochentags von 12 bis 6 Uhr nachmittags. Die Preise sind geftaffelt, so daß der niedrigste Beitrag 90 Bf. und der höchste 5 m. für die Woche beträgt. Bei Ge schwistern treten entsprechende Ermäßigungen ein. Die Kinder er­halten ein von der städtischen Boltsspetsung geliefertes Mittagbrot und am Nachmittag Tee oder Katao mit Gebäd. Die Einrichtung eines zweiten Hortes, der sich wahrscheinlich in der Dieffenbachstraße

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befinden wird, ist bereits geplant. Hoffentlich unterstützen insbe sondere die Arbeitereltern durch starte Inanspruchnahme das neu­geschaffene soziale Wert.

180 000 Kilometer Landstraßen in Deutschland .

125 Erwerbslose und 12 Stammarbeiter beschäftigt. Bis zur Fertigsteilung der zurzeit in der Ausführung befindlichen Straßenbauten werden voraussichtlich noch an Tagewerfen zu leisten sein: Berbreiterung der befestigten Fahrbahn der Fürstenwalder Chauffee rund 700, Begradigung der Regattaftrede in Berlin Grünau rund 900, zusammen rund 1600 Erwerbslosentagewerte. Die Fertig­stellung der vorgenannten Bauvorhaben in voraussichtlich im Sep­tember 1927 zu erwarten.

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Reichsbanner in Wildau . Zum zweiten Male fann die Orts­Gold das Fest ihrer Gründung feiern. Trotzdem Wilday an und gruppe Wildau , Kr. Teltow, des Reichsbanners Schwarz- Rot­für sich eine Domäne der Sozialdemokratie ist vertretern gehören acht der Partei an, gab es doch viele Hemmun­Don elf Gemeinde­gen gegen die Bildung einer Reichsbannerortsgruppe zu über­winden. Jeht bei der Feier des zweijährigen Bestehens fann fest­gestellt werden, daß sich die Ortsgruppe in das öffentliche Leben eingereiht hat und sich trotz aller Schikane, wie Lokalsperre und bergl., in ständigem Wachstum befindet. Die Veranstaltung Fackelzug eingeleitet. Der eigentliche Festzug setzt sich am Sonntag wird am Sonnabend, dem 3. September, 20 Uhr, durch einen vom Lokal zum Günen Baum" aus in Bewegung. Alle Partei­Renntnis zu nehmen und die Ortsgruppe zu unterstützen. genoffen und Kameraden werden gebeten, von dieser Veranstaltung

Auf der Straßenbautagung in Leipzig , die vom Leipziger Meffe­Messe veranstaltet wird und am Mittwoch ihren Anfang nahm, amt und dem Straßenbauverein Leipzig anläßlich der Technischen wurden auch intereffante Angaben über den Umfang des deutschen Landstraßenneges gemacht. Vortrage über Wirtschaftliche und steuerliche Notwendigkeiten für die In feinem Zukunft der Straße" teilte Kommerzienrat Dr. Ing. e. h. Dei desheimer mit, daß Deutschland gegenwärtig 180 000 kilo ganzen Reiche würden nach seinen Berechnungen einen Betrag von meter befestigte Landstraßen befize. Die Straßenherstellungen im über milliarden Mark erfordern. Auf zehn Jahre verteilt, find also jährlich rund 250 Millionen Mart aufzubringen. Der Vortragende forderte die Einführung einer Gewichts- und Be­Um dies zu ermöglichen, müffe die Automobilsteuer geändert werden. reifungssteuer als gerechteste Lösung. Diese Steuer würde einen jährlichen Ertrag von etwa 155 Millionen Mart bringen, wozu müßten. Der Bollgummireifen müßte als schlimmster Feind der 120 Millionen Mart aus allgemeinen Haushaltsmitteln fommen Straßen gefeßlich verboten werden. Weitere Vorträge behandelten wissenschaftliche Prüfungsmethoden der für den Straßenbau verwiesen, daß die Kommandantur am Sonntag, dem 4. September, Plahkonzert in Tempelhof . Es wird schon jetzt darauf hinge­wendeten Gesteine, die Materialprüfung der Asphalte und Teere und andere Straßenbau- und Automobilfragen. An die Vorträge schloß Trompeterforps der Fuhrabteilung 3 Lankwiz veranstaltet. Die von 12-13 Uhr auf der Dorfaue in Tempelhof ein Plazkonzert des ich eine Besichtigung der Straßenbaumaschinen auf der Technischen Spielfolge wird noch bekanntgegeben. Messe an.

Nofffandsarbeiten im Bezirk Köpenid. Im Juli d. 3. find beim Straßenbau rund 1400 Erwerbslojenta gemerte geleistet worden. Es wurden in der letzten Zeit durchschnittlich täglich

Die Nebenstelle des Berufsamis Berlin- West, die sich im süd­lichen Teil des Bezirks Tiergarten befindet, ist von der Eichhorn­straße 1 nach der Schellingstr. 2 perlegt worden. Sprech­stunden wie bisher: Mittwochs von 10%-12% Uhr.

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