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hervorgetreten war. Für die ältesten Teile Berlins läßt sich diese fortschreitende leerung schon hundert und mehr Jahre zurüder: folgen. In den rund 15 Jahren vom 1. Dezember 1910 bis 16. Juni 1925 hatten in dem Berlin heutigen Umfanges die sechs Innenbezirke eine Bevölkerungsabnahme von 105 054, während aus demselben Zeitraum für die( feit 1921 eingemeindeten) vierzehn Außenbezirke eine Bevölkerungszunahme von 394 901 gebucht werden konnte. Die Abnahme im älteren Berlin und die Zunahme in den eingemeindeten Vororten ergeben zusammen für das heutige Berlin wieder den oben mitgeteilten Zuwachs um 289 907.

An der Mühle von Sanssouci. Verbrecheriagd in der Laubenkolonie.

100%

durch das Dazwischenspringen eines Lehrers fonnte weiteres Unheil| Freidenker- Herbstingendweihen. verhütet werden. Da nun auch die anderen Lehrer entrüftet gegen Zahlreiche Anfragen beim Verband für Freidenfertum und solche Einmischung in ihre Amtsbefugnisse und erregt durch solche Feuerbestattung E. V. veranlassen zu folgender Mitteilung: Der Roheit dem Junker entgegentraten, mußten sich die Schulen Name" Freidenfer- Jugend weihen" wird von fommu­natürlich vom Plaze scheren. Als der Abmarsch dem Herrn zu lange nistischen und syndikalistischen Organisationen benutzt, um den Eltern dauerte, ritt er in provozierender Weise an den Kindern entlang, vorzutäuschen, als handele es sich um solche. Wirkliche Freidenker den Lehrern zurufend, sie sollen dafür sorgen, daß der Junge seine Jugendweihen sind jedoch nur solche, welche vom Verband für gestohlenen Aepfel aufeffe. Niemand beachtete ihn. Trogdem blieb Freidenfertum und Feuerbestattung oder von der er so lange auf dem Plaze, bis der letzte Schüler ihn verlassen hatte. Freireligiösen Gemeinde veranstaltet werden, die den Dann trabte er befriedigt heim. Er hatte wieder einmal gezeigt, Namen ihrer Spikenorganisation Reichsarbeitsgemeinschaft frei­daß der preußische Junker noch nicht ausgestorben ist. In der Tat geistiger Verbände" tragen. Vorbereitungsunterrichte finden in fol­ein würdiger Nachkomme jenes Herren von Ribbeck auf Ribbeck genden Schulen statt: im Havelland, zu dessem Lobe Fontane sein bekanntes Gedicht ge= schrieben hatte... Jener Ribbed hatte ein so fühlendes Herz für die Kinder, daß er ihnen sogar über sein Grab hinaus die Be­muzung eines Birnenbaumes erlaubte.

Verband für Freidenkertum und Feuerbestat tung( stets von 4 bis 6 Uhr): Dienstag: N. 65, Lütticher Str. 4; Mittwoch: D. 34, Petersburger Str. 4; Mittwoch: Lichtenberg , Rat­hausstraße; Donnerstag: SW. 29, Bergmannstr. 60/65; Donners tag: N. 20, Gotenburger Str. 2; Donnerstag: N. 58, Kastanien allee 81/82; Donnerstag: Neukölln , Boddinstraße; Freitag: SD. 26

Zu einem nächtlichen Feuerkampf tam es, wie wir seinerzeit berichteten, am 10. dieses Monats an der historischen Mühle" bei Sanssouci zwischen einem Potsdamer Schupobeamten und zwei Berliner Einbrechern. Nach längerer Verfolgung war es damals Sonntag, 18. Sept., vorm. 11 Uhr, im Großen Schauspielhaus Waldemarstr. 77; Freitag: N. 39, Banfftr. 20/22. dem Beamten gelungen, den einen Verbrecher zu ergrei fen, während der andere entkommen zu sein schien. Als der Beamte aber mit seinem Häftling den Weg zur Wache antreten wollte, schlich sich der zweite Einbrecher heimlich von rüdwärts heran und gab nicht weniger als sieben Schüsse auf den Beamten ab. Zum Glück gingen aber alle fehl.

Jugendweihe

der Groß- Berliner Arbeiterschaft Mitwirkende: Der junge Chor, Leitung Heinz Liessen; Cello- Trio: Armin Liebermann, Friz Hoppe, Karl Lenzewili; Weiherede: Dr. Richard Lohmann; An der Orgel: Willi Jaeger; Der Sprechchor der Proletarischen Feierstunde, Leitung Albert Florath Gastfarten nicht mehr zu haben. und Einzelsprecher Heinrich Witte.

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Freireligiöse Gemeinde: Montag: SO. 36, Reichen berger Str. 45, 3%-5% Uhr; Montag: N. 20, Wiesenstr. 66, 3%-5% Uhr; Mittwoch: Tempelhof , Friedrich Wilhelm- Straße, 3-5 Uhr: Donnerstag: NO. 55, Weißenburger Str. 4a, bis 5% Uhr; Freitag: D. 17, Koppenſtr. 84, 3-5 Uhr. Die Jugend weihen finden statt am Sonntag, dem 25. Sep tember d. J., im Stern- Lichtspielhaus, Neukölln , Hermannstr. 49; Sonntag, den 25. September d. J., in der Stadthalle, Berlin , Klosterstraße; Sonntag, den 2. Oktober d. J., in der Volksbühne, Theater am Bülowplay.

Auskünfte erteilen: Geschäftsstelle Verband für Frei denfertum und Feuerbestattung E. B., Berlin NO. 18, Frieden. Pappelallee 16.

Reinickendorfer Krankenhaus lag. Es war anzunehmen, daß Bohm Neue Vergnügungssteuerordnung in Berlin . Straße 60; Geschäftsstelle Freireligiöse Gemeinde, Berlin N. 58,

Der Festgenommene wollte zwar seinen Romplicen nicht kennen, die Kriminalpolizei stellte aber bald fest, daß es sich nur um einen 26 Jahre alten gewerbsmäßigen Einbrecher Erwin Bohm handeln konnte, der in Berlin wohnte. Die Kriminal­polizei richtete nun ihr Augenmert auf Bohms Bekanntenkreis und stellte feft, daß seine Braut seit einiger Zeit als Patientin im fie gelegentlich einmal besuchen würde. Die Beamten hielten daher schon seit mehreren Tagen die Zugangsstraßen zu dem Krankenhaus unter ständiger Beobachtung. Gestern nachmittag gegen 16 Uhr fahen sie Bohm auf seinem Fahrrad daherkommen. Als sie ihm entgegentraten, wich er mit dem Rade aus und fuhr in eiliger Fahrt nach der anderen Seite der Straße, wo ein ausgedehntes Lauben gelände liegt. Hier war aber ebenfalls fein Durchkommen, da dort andere Beamte postiert waren. Bohm sprang nun vom Rade und rannte freuz und quer durch das Gelände, ständig von den Beamten verfolgt. Erst nach viertelstündiger Jagd über mancherlei Hinder­niffe hinweg gelang es, den Berbrecher festzunehmen. Bei der Ber. folgung wurden die Beamten von den Kolonisten erfolgreich unter­stützt. Die Piſtole, die Bohm sonst stets bei sich zu tragen pflegt, muß er auf der Flucht entweder fortgeworfen oder verloren haben. Man fand aber in seinen Taschen noch eine ganze Anzahl icharfer Patronen. Zu der Schießerei bei der historischen Mühle" behauptet der Verhaftete, daß er nicht geschossen habe, das müsse ein Unbekannter gewesen sein. Er gibt aber zu, einen Ein­bruch geplant zu haben. Bohm hat nachweislich allein oder mit Helfershelfern besonders die nördlichen und östlichen Vororte und Laubenkolonien unsicher gemacht. Ihm fallen auch verschiedene Ein­brüche in Reinickendorf und Wittenau zur Last. Weitere Mittei­lungen zur Aufklärung feines Treibens erbittet Kriminalfommissar Dr. Anuschat, Dienststelle B 2, im Polizeipräsidium.

Erholung kommt nicht mehr in Frage. Man schreibt uns:

Es gibt sogenannte ungeschriebene Gesetze. Das sind solche, die feiner offiziellen Niederlegung bedürfen, weil sie eigentlich ein jeder felbst in fich formulieren müßte. Fern von allen Sentiments gibt es aber doch gewisse Dinge, an denen man einfach nicht rütteln darf. Der Bucklige weiß scheinbar nichts vom Höcker, der Todeskandidat nichts vom Sterben. Dieses tieftraurige Nichtwissenwollen muß man respektieren, wenn man auf Kultur Anspruch erhebt. Und einen Arzt müßte man doch eigentlich in die Klasse der Kulturträger einreihen dürfen; dennoch gibt es Bertreter dieses noch dazu edelsten der Berufe überhaupt, die dieses Prädikat nicht verdienen. Im vor liegenden Falle handelt es sich sogar um einen Arzt der städtischen Fürsorge, einer Institution, geschaffen für die Aermsten der Armen, für diejenigen, die infolge Krankheit außerstande find, ihrem Erwerb nachzugehen, deren Krankheit sich noch dazu aber meist in einem schon recht bedenklichen Stadium befindet, wo Krankenkasse und Medikamente nicht mehr helfen können und wo man den Aermiten fast nur noch formell fleine Liebesdienste an ihrem schwer bedrohten Organismus erweist. Es handelt sich hier um eine schwer I ungen­trante Frau, die sich im Stadium der Unheilbarkeit befindet. Die Krankenkasse hatte ihre Schuldigkeit restlos erfüllt und die Frau nunmehr der Fürsorge überwiesen. An einem Tag, an dem sie sich besonders schlecht fühlte, ging fie, so schwer ihrem ermatteten Körper auch der Weg wurde, wieder einmal zur Fürsorge, um wegen Berschidung in ein Erholungsheim zu bitten. Der fie untersuchende Arzt fertigte sie mit folgenden Worten ab: " Erholungsheim tommt für Sie überhaupt nicht mehr in Frage, dazu ist Ihre Rrantheit schon viel zu weit vorgeschritten." Mit diesem tröstlichen Bescheid versehen wantte die Frau mehr tot als lebendig nach Hause und lag daraufhin drei Tage in hohem Fieber.

Darf ein Arzt so zu einer Kranten sprechen? Ist es bloß der Geldbeutel, der ihm im anderen Falle zarte Rücksichtnahme dittieren würde, die er sich hier aufzuerlegen nicht bemüßigt fühlt? Und sollte nicht gerade der Armenarzt doppeltes Menschlichkeitsempfinden befizen?

Spielfeft der Gemeindeschulen. In di

Diesmal hoffentlich die richtige!

Was wir vor wenigen Wochen prophezeiten, ist eingetroffen: die Unmöglichkeit der sog." Mustersteuerordnung" für Ber­ liner Verhältnisse hat sich bereits in den ersten beiden Monaten erwiesen. Sie läßt die spezifisch großstädtischen Betriebe, wie etwa den Lunapart", nahezu steuerfrei und belastet wieder andere, die in Berlin mit lebhafter Konkurrenz zu kämpfen haben, weit über das Maß des Erträglichen hinaus. So blieb der städtischen Finanzdeputation nichts anderes übrig, als sich zu einer neuen Berliner Steuerordnung zu entschließen. Um den Kon­flikt mit den Aufsichtsbehörden nicht wieder heraufzubeschwören, läßt diese Ordnung für die Theater und Konzerte die Säge der Mustersteuerordnung" bestehen. Sämtliche Theater wer­den dabei als künstlerisch hochstehend" angesehen und also gleich mäßig mit dem niedrigsten Sage von 5 Broz. besteuert. Da dieser Saz den Reichsratsbestimmungen entspricht, so werden die Auf­fichtsinstanzen hiergegen teine Einwendungen erheben fönnen, obgleich der eigentliche Ausgangspunkt des Konflikts da durch sicherlich nicht im Sinne des Oberpräsidiums und des Kultus­ministeriums entschieden ist. Es wird bei dieser Gelegenheit endlich auch Klarheit darüber geschaffen werden müssen, ob die Rein. hardt Bühnen auf Grund ihrer geschickten geschäftlichen Trans aftion weiterhin als gemeinnüßige" Theaterunternehmungen an. gesehen werden dürfen oder nicht.

Im übrigen verfolgt die neue Steuerordnung den zweifellos richtigen Grundlag, daß Steuern dazu da sind, um Geld zu bringen, und daß also dort, wo Wirtschaftsbetriebe durch eine zu hohe Steuer erdrosselt werden würden, Ermäßigungen eintreten müssen. Gerade die sozialdemokratischen Vertreter in der Deputation haben immer wieder betont, daß es eine Illufion ist, wenn man meint, unliebfame Erscheinungen im Bergnügungsbetriebe durch eine hohe Steuer unmöglich machen zu können. Leider scheinen neuerdings die Rommunisten im Gegensatz zu ihrer sonstigen raditalen Einstellung sich dieser Illusion. hinzugeben.

Keine Zwangsvollstreckungsvorschüsse.

Man schreibt uns von unterrichteter Seite:

Nach Inkrafttreten des Arbeitsgerichtsgesetzes am 1. Juli 1927 find 3wangsvollstreckungen aus diesen Urteilen vorschußfrei nach§ 12 des Arbeitsgerichtsgesetzes. Es hat sich herausgestellt, daß von einigen Vollstreckungsbeamten Bor­schüsse abgefordert wurden. Es wird ausdrücklich darauf aufmerf= fam gemacht, daß die Vollstreckungsbeamten Borschüsse nicht anfordern dürfen. Die Behandlung des Zwangsvollstreckungss verfahrens aus Arbeitsgerichtsschuldtiteln hat ebenso schnell zu era folgen, wie die Zwangsvollstreckung aus Schuldtiteln anderer

Gerichte.

Berlin - Baris- Madrid . Die feit einiger Zeit zwischen Frant reich und Deutschland schwebenden Berhandlungen zwecks Schaffung einer Luftverbindung zwischen den beiden Ländern haben mit dem Abschluß eines Abkommens ihr Ende gefunden. Danach wird als neue Luftverbindung eine Fluglinie Berlin - Paris Madrid eingerichtet werden.

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Schwerer Deckeneinsturz in Köln .

Plöklich brach der Fußboden durch...

In einem im Umbau befindlichen Haus der Kreuzgaffe in Köln ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Freitags ein schwerer Unfall. Erdgeschoß und erstes Stod wert waren Die im dritten Stockwerk wegen des Umbaues nicht bewohnt. wohnende Familie Bür erwachte gegen fünf Uhr morgens durch ein fnarrendes Geräusch. Zu ihrem Entfehen stellte sie fest, daß sich der Fußboden des Schlafzimmers fenkte. Der Mann holte noch rasch das im Nebenzimmer schlafende Kind aus dem Belt und rettete fich, ehe der Fußboden völlig einbrach, zusammen mit der Frau auf das Fensterbrett. Die im zweiten Stocwerk wohnende Familie des Hausbesitzers Lüdemann wurde jedoch von dem Unglück im Schlaf überrascht. Die mitfamt der Zimmereinrichtung herab­ftürzende Dede durchschlug den Fußboden des zweiten Stodwerks und riß den Ehemann mit in die Tiefe, während sich die Frau durch einen Sprung ans Fenster

Die neue Steuerordnung ermäßigt aus fulturellen Gründen den Steuerfaz für Vorträge und Vorlesungen auf 12 Broz. ( früher 15 Broz.), fie feßt aus wirtschaftlichen Gründen den Sah für Ausstellungen auf 15 Broz.( früher 20 Proz.) herab, fie streicht bei Ronzerten in Bierlotalen 5 Broz. gegenüber den früheren Säßen und ermäßigt endlich die sogenannten fportretten fonnte. Auch die Hausangestellte stürzte mit der durch­lichen Schaufämpfe, die ia in Wirklichkeit mit dem Sport in unserem Sinne nichts gemeinsam haben, auf 20 bzw. 15 Broz. ( statt bisher 30 und 25 Proz.). Maßgebend für diese Ermäßigung war die Tatsache, daß solche Veranstaltungen im leßten Jahre immer mehr in andere Städte( Dortmund , Hamburg , Breslau ) abgewandert sind, weil sie dort nur eine zehnprozentige Steuer zu tragen haben. Es ist zu erwarten, daß die neue Steuerordnung die Ge= nehmigung ber uffichtsbehörden finden wird und daß damit der Konflikt, unter dem die Stadt wie das beteiligte Ge werbe durch das ewige Hin und Her gleichermaßen gelitten haben, endgültig beigelegt ist. Die fozialdemokratischen Bertreter in der Deputation haben der Neuregelung zugestimmt unbeschadet ihrer grundsätzlichen Ablehnung jeglicher Ber­gnügungssteuer da die Stadt bei der jetzigen Rechtslage nicht auf die erheblichen Einfünfte aus dieser Steuer perzichten kann, und da die neue Ordnung den berechtigten Interessen der Stadt wie der betroffenen Gewerbetreibenden gleichermaßen gerecht wird. mu d

300

Für die Jugendweihe im Großen Schauspielhaus am Sonntag, dem 18. dieses Monats, find Eintrittstarten nicht mehr zu haben. Die Ordner der Proletarischen Feierstunden treffen sich zur Jugendweihe im Großen Schauspielhaus am 18. dieses Monats, vor­mittags 9 Uhr, an bekannter Stelle.

brechenden Decke in das darunterliegende Stockwert. Der im Neben-. 3immer schlafende Bruder des Ehemanns gelangte noch rechtzeitig ins Treppenhaus und fonnte die Feuerwehr herbetrufen. Von ihr wurden zunächst die unter den Trümmern begrabenen Hausbervoh­ner gerettet. Die Hausangestellte hat beide Beine gebrochen. Die Berlegungen des Mannes find nicht allzu schwer. Eine im Dachgeschoß wohnende, dreiföpfige Familie mußte von der Feuer­wehr über Leitern in Sicherheit gebracht werden. Merkwürdiger­weise hat die Außenfront des Hauses feinerlei Schaden erlitten, selbst die Fensterscheiben sind heil geblieben.

Zu dem Deckeneinsturz in den Häusern der Kreuzgasse 1-11 wird noch mitgeteilt, daß vor etwa zwei Jahren in diesen Häusern bauliche Veränderungen vorgenommen wurden. Da die Häuser be­reits ein ziemliches Alter aufweisen, sollen schon damals Bedenken aufgetaucht sein, ob die alten Mauern die vorgenommene Auf­stodung aushalten würden. Auch der Baupolizei sollen diese Bedenken zur Kenntnis gebracht worden sein. Es wird daher als ders die Wand zwischen den beiden Grundstücken 7 und 9 die Be­Ursache des jezigen Unglüds angenommen, daß beson laftung nicht mehr aushielt und einstürzte. Vor einigen Tagen sollen sich bei dem Durchbruch einer Tür bereits verdächtige An­zeichen bemerkbar gemacht haben. Man vermutet, daß dieser Tür­190D durchbruch die Veranlassung zu dem Einsturz gegeben hat. 1d jordlog

Die Turnvereinigung Berliner Lehrer hielt vor furzem auf der Treptower Spielwiese das 11. Spielfeft für die Berliner Gemeindeschulen ab. Es lagen Meldungen von 72 Knabenschulen vor. Neben den Wettspielen im Schlagball, Bar­Bolfswochenschau. In den Monopol- Richtspielen, Peters. lauf und der Staffel um den Ehrenwanderpreis der burger Straße 20, läuft zurzeit die neueste Ausgabe der Boltswochenschaue iconol mit Aufnahmen des neuen Präsidenten des Bölkerbundes, Bildern vom Stadt Berlin wurden die Endtämpfe im Schlagballweitwurf Großflugtag in Berlin , von der lekten Regatta ber Arbeiter- Wassersport­und in der Bendelſtaffel aus der Turn- und Sportwoche ausgetragen. Vereine auf der Oberipree, vom Diotorrabrennen auf ber bus, porta di Arbeitersport. Im Verlauf des Festes erschienen Oberbürgermeister Böß und zeigt die Woche in bunter Folge die erneute Feuertätigkeit des Belup, einige Vertreter des Magistrats mit ihren Damen. Bei dem herr- spannende Dreffurversuche mexikanischer Cowboys, Borführungen neuer lichen Sommerwetter entwickelte sich bald ein lebhaftes Bild jugend- Löschvorrichtungen der Feuerwehr und anderes. fräftigen Lebens auf der grünen Riesenwiese. Der Oberbürgermeister 90 in spendete den jungen Wettkämpfern selbst einen fühlen Trunt frischer

Fußballspiele am 18. September:

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Milch. Die Wettspiele, zu benen noch eine 10 x 70- meter Schweres Straßenbahnunglück in Dresden . Spiele vorgefeben: Rathenow gegen Teutonia in Rathenow . Minerva gegen

Staffel fam, wurden als Mannschaftswetttämpfe ge= mertet. Die Ergebnisse sind: 1. Sieger 31. Schule, Charlotten­ burg , 532 Puntte; 2. Sieger 42. Schule, Berlin , 528 Punkte; 3. Sieger 80. Schule, Berlin , 521 Punkte; 4. Sieger 961. Schule, Berlin , 517 Buntte; 5. Sieger 304. Schule, Berlin , 516 Puntte; 6. Sieger 17 Schule, Neukölln , 515 Punkte.

Die Endtämpfe aus der Turn- und Sportwoche, die im Rahmen der Veranstaltung ausgefochten wurden, sahen im Schlagball weitwurf die 300. Gemeindeschule und in der 12 X 75- meter- Pendelstaffel die 231. Gemeinde. Ichule als Sieger.

Der von Ribbeck auf Ribbeck...

Am 6. September trafen sich in Ribbed bei Nauen mehrere Schulen der Umgegend, um hier auf einem brachliegenden Feldstücke dicht bei Ribbed Borübungen zu den Reichsjugendwettkämpfen ab­zuhalten. Da es an diesem Tage sehr heiß war, baten einige Kinder um die Erlaubnis, ins Dorf nach Waffer zu laufen. Dabei soll ein Anabe aus Berge einen Apfel aufgenommen haben. Plötzlich fam der Rittergutsbefizer von Ribbed reitpeitschenschwingend angeritten und trieb vor seinem Pferde den Knaben im Trabe immer vor sich her. Da sich das Kind in seiner Angst unter die anderen Kinder verbarg, ritt er rücksichtslos immer durch die Kinder, bis er den Knaben gestellt hatte. In diesem Augenblicke schlug er sofort mit der schweren Lederpeitsche auf den unglücklichen Knaben los. Nur

Drei Fahrgäste schwer- elf leicht verletzt. Aus Dresden wird ein folgenschweres Straßenbahnunglück ge­meldet, bei dem drei Personen schwer, elf weitere leicht verletzt wurden.

Das Unglüd trug sich in der Hauptverkehrszeit gegen 16.30 Uhr, als die Wagen dicht gefüllt waren, in der Königsbrücker Straße zu. Ein vom Arsenal fommender Straßenbahnwagen der Linie 7 fuhr mit großer Bucht einem die Straße kreuzenden Straßenbahnwagen der Linie 5 in die Flanke. Durch den heftigen Zusammenprall wurden beide Wagen schwer beschädigt und sämtliche Fensterscheiben zertrümmert. Drei Personen wurden schwer verlegt und mußten in das Friedrichstädter Krankenhaus gebracht werden. Elf Fahr. gäfte, die durch herumfliegende Glassplitter verlegt wurden, fonnten nach Anlegung von Notverbänden in ihre Wohnungen entlassen werden. Die Feuerwehr nahm die Aufräumungsarbeiten vor. Nach den bisherigen Feststellungen soll der Unglücksfall auf ein Bersagen der Bremse des Wagens der Linie 7 zurückzuführen sein.

Für 80 000 m. Juwelen gestohlen. Aus einer Billa in der Friedrichstraße in Frankfurt a. M. wurden auf bis jetzt noch unauf geklärte Weise Juwelen, Perlen und Goldwaren im Gesamtwerte von 80 000 m. gestohlen, darunter eine Perlentette, die aus 228 Perlen besteht und allein einen Wert von 66 000 m. hat.

Beiter geht der Kampf um die Punkte. Für viele Bereine ist es der legte Spielfonntag ber Herbstrunde, und für manchen Berein bedeutet er auch bie Gewißheit des Abstieges bzw. des Aufstieges. Aber auch die Frage des voraussichtlichen Meisters wird schon geklärt werden. Im Norden sind folgende Abler 08 in Borsigwalde , Neue Ernst-, Ede Konradstraße. Belten gegen Adler 12 in Belten. Nauen gegen Tegel 24 in Rauen . Borwärts gegen Alemannia in Hennigsdorf . Wader 20 gegen Siemensstadt auf dem Eperzier play, Schönhauser Allee . Arbeiter- Sportverein 24 gegen Bernau in der Chriftianiastraße. Spandau 25 gegen Sowjet in Spandau , Stadion Haken. hagen. Woltersdorf gegen Alt- Glienice in Woltersdorf bei Ertner: Adlers­Bezirk Osten: Friedrichshagen gegen Lichtenberg III in Friedrichs hof gegen Britannia in Adlershof , Köpenicker Chaussee. Brandenburg gegen eißensee in Lichtenberg , Citelstraße. Astania gegen Rudow in Köpenick , Grüne Trift. Stralau gegen Komet in Lichtenberg , Fischerstraße. Sparta gegen Fichte- Südost in Lichtenberg , Sauffstraße. Retschendorf gegen Oberfpree in Retschendorf. Bezirk Südwesten: Woltersdorf gegen Luckenwalde I in Woltersborf bei Luckenwalde . Tempelhof gegen Teltow in Tempelhof , ver. längerte Raiserin- Augusta- Straße. Brandenburg gegen Nowawes in Branden. burg an der Havel . Berolina gegen Neukölln auf dem Tempelhofer Felde. Lichtenrade gegen Wilmersdorf in Lichtenrade . Spiele ber 2. Klasse: Briefe­lang gegen Regin. Fichte- Gesundbrunnen gegen Eltstal. Wacker 24 gegen Schönholz. Buch gegen Fosenthal. Blau- Weiß gegen Union . Gachsenhausen gegen Nord. Birkenwerder gegen Hansa. Bavaria gegen Eisenspalterei. Mertur gegen Borwärts 20. Johannisthal gegen Waltersdorf. 8euthen gegen Bilbau. Senzig gegen Berliner Sportverein 22. Zeesen gegen Rieberlehme. Richterswalde gegen Teutonia 26. Strausberg gegen Eggersdorf . Tasdorf gegen Abler. Müncheberg gegen Gadowa. Neuenhagen gegen Tasmania. Sichte 22 gegen Lichtenberg II. Berliner Sportverein 16 gegen Ertner. Rüftig Borwärts gegen Wannsee . Titania gegen Kirchmöser . Schmargendorf gegen Lindenhof. Beginn der Spiele 16% Uhr. Borher untere Mannschaften.

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( Nachdr. verb.) Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle für Berlin und Umgegend Woltig ohne starke Regenfälle, noch mäßig warm, Wind­drehung von Südoft auf Südwest. Für Deutschland : Im Westen Ab­fühlung mit Regenfällen, im südlichen Reiche noch mäßig warm und größten­teils troden. Im Osten ziemlich heiter.