Alle parteimitglieder besuchen
em Mitego, bem 12. October die Mitgliederversammlungen und Zahlabende
am Mittwoch,
dem älteren Manne auf dessen Bitte ein Quartier eingeräumt. Heimlich war er aufgestanden und hatte dem Gaste, der in einem Raume neben seiner Stube schlief, die Brieftasche mit 500 Mt. gestohlen. Sofort hatte er sich auf den Weg nach Berlin gemacht, wo er uni 4 Uhr morgens eingetroffen war. Nach einem Frühstück in der Gontardstraße traf er dort ein junges Mädchen, das ihn in verschiedene Lokale der Gegend begleitete. Der Bestohlene, der beim Erwachen den Diebstahl sofort gemerkt hatte, war gleichfalls nach Berlin geeilt. Um die Mittagszeit trafen sich die beiden in der Münzstraße, wo sich dann die Prügelszene abspielte. G. hatte von der Beute bereits 200 Mt. durchgebracht. Bis zum Abend wäre er wahrscheinlich auch mit dem Rest noch fertig geworden.
Die Beamten für die Reichsfarben.
Der Beamten Wohnungsverein zu Berlin , die größte Baugenossenschaft Deutschlands , hat beschlossen, für seine fämtlichen 21 ausgruppen in Groß Berlin neue Flaggen zu beschaffen, und zwar die schwarzrotgoldene Nationalflagge, um fünftig in den ver= faffungsmäßigen Farben flaggen zu fönnen. bigaleinsM
=
Kurioser Schnellverkehr. bu
Die Untergrundbahn hört sich mit besonderer Borliebe gern als Schnellbahn schmeicheln. Wie schnell" fie fahren fann dort, wo offenbar ältere und in der guten alten Zeit wurzelnde Betriebsleiter es so wünschen und befehlen, dafür der Beweis: In diesem Jahre hat sich der Berfehr vom Endhaltepunkt Thielplay in Dahlem bedeutend gesteigert: die Reichsinstitute in Dahlem , die fich dort ausdehnende Besiedlung, das vielbesuchte Ostar- Helene- Heim, die neue Gehagsiedlung, von der täglich Hunderte zur Untergrundbahn streben, die vielen Bauarbeiter, Ausflügler ufw. Eine Fahrt vom Thielplay spielt sich trotzdem wie folgt ab: Nur drei Stationen hinter Thielplay, am Breitenbachplay, heißt es bereits wieder: Aussteigen. Drei Minuten warten. Umsteigen. Manchmal geht es auch bis Fehrbelliner Play. Man tönnte auf den ver wegenen Gedanken fommen, diese Bendelzüge, die seit Be stehen der Bahn fahren, endlich einmal aufzuheben und alle Züge ohne Umsteigen durchzuführen. Die Betriebsleitung aber nimmt offenbar aus gesundheitlich- sportlichen Gründen im Interesse des Publikums davon Abstand. Daß die meisten Benutzer der Untergrundbahn sich im Steh Sport trainieren müssen, ist noch nicht genug. Das Stehen muß abwechseln mit Bewegung. Also viel Aussteigen, Umsteigen, Treppensteigen. Denn auch innerhalb der Stadt bietet die Betriebsdirektion den Fahrgästen noch genug Gelegenheit zum Umsteigen. Man fann am Spittelmartt, am Alexanderplat und manchmal auch am Gleisdreied um
Es
fteigen. Man fönnte meinen, das sei für 20 Bf. reichlich viel om ist aber noch nicht genug. Am Halleschen Tor darf man vom Bahnhof Belle- Alliance- Blag zum Bahnhof Hallesches Tor auf fast 100 Stufen emportlettern, auf dem Bahnhof Nollendorf play find es über 100 Stufen, also eine ganz nette Berghöhe. Damit nicht genug, tann man unter der Friedrichstraße einen Spazier gang burch den„ polnischen Korridor genießen. Und trok diesem Sportbetrieb ist das Publitum nicht zufrieden und würde gern darauf verzichten, wenn es dafür mur schneller und bequemer befördert würde.
Ein Siebzigjähriger. Unser Genosse Hermann Behrendt, Wilmersdorf , Berliner Str. 45, wird am Montag, dem 10. Oktober, 70 Jahre alt. Seit 1890 ist er Mitglied der Partei. Sehr oft war er als Funktionär sowohl in der Partei als auch in der Gemertfchaft tätig, noch heute ist er Kaffierer in der Hilfskasse der Maurer. Bon 1919 bis 1921 war er Stadtverordneter in Wilmersdorf . Er ist frog feines Alters noch als Maurer tätig. Auch in der Parteiarbeit ist er noch außerordentlich rührig. Die herzlichsten Glück wünsche der Partei werden ihm an seinem Ehrentage zuteil.
-
2. Kreis. Die Karten für den Kunstabend am 28. Dttober find bon den Funktionären bei ihren Abteilungsleitern, fojort abzuholen. Montag, den 10. Ditober, 7, Uhr, Sigung der Geschäftsleitung mit den ersten Abteilungsleitern und dem Streisobmann und den Obleuten der Abteilung Zeitungskommissionen bei Krüger, Butligstraße 10.
Die Bibliothek der Arbeiter- Bildungsschule ist jeden Dienstag und Freitag von 16-18 Uhr abends geöffnet. Donnerstags geschlossen.
Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Nächste Theatervorstellung Sonntag, 6. November, im Staatlichen Schillertheater, Charlottenburg , Bismard Ede Grolmanstr. Zur Aufführung gelangt Amphitryon", ein Luft fpiel von einr. b. Stleift. Breis der Karte einschließlich Theater zettel und Garderobe 1,20 M. Karten sind bei den Kreiss bildungsausschüssen, in den Vorwärtsspeditionen, bei Horsch, Engelufer 24-25, Linte, Infelitr. 6( Bigarrenladen), Verband der graph. Hissarbeiter, Ritterstraße 1. Buchhandlung„ Vorwärts", Lindenstr. 3, und im Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. Hoj II, Zimmer 8, zu haben. Koennecke in Bender- Abbas.
Karachi , 8. Ottober. Roennede ist, von Basra fommend, in Bender. Abbas gelandet.
*
Liffabon, 8. Oktober.
Betriebsstoffbestände des Flugzeuges D 1230 find beendet. Die Wiederinstandsetzung der Motoren und die Auffüllung der Mit der Gesellschaft Radio Marconi und der Funkstation Mon= fanto sind Vereinbarungen über den Nachrichtenaustausch während des Fluges nach Amerita getroffen worden. Das Flug zeug ist gegenwärtig das Ziel eines zahlreichen Publikums, das fich für die Vorbereitungen zum Start interessiert. Grundsteinlegung des Deutschen Hygienemuseums.
stein des Museumsgebäudes legen, so bedeutet das nicht mehr einen Anfang, sondern die endgültige Sicherung eines Bertes, das mit durchaus selbständigen Methoden und Hilfsmitteln auj gebaut worden ist. In den ersten Kriegs- und Nachkriegsjahren noch fast unbekannt, ist das Deutsche Hygienemuseum heute ein Fattor im öffentlichen Leben und Bildungswesen geworden. Es wurde gleichsam zum Mutterhaus der hygienischen Bolksbildung. Wir hoffen, daß es für die ganze Welt der Mittelpunkt gesundheitlicher Boltsbildungsarbeit bleibt. Nach meiteren Ansprachen Schloß sodann die Feier mit einem musikalischen Vortrag des Orchesters des Mozart- Vereins zu Dresden .
Vorträge, Vereine und Versammlungen.
Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefättstelle: Berlin G 14. Sebastianftr. 87/38, Sof 2 Tr. Gauvorstand: Bir bitten alle radfahrenden Kameraden, sich an der Werbefahrt durch die Straßen Berlins am Sonntag, b. 16., zu beteiligen. Antreten 14 Uhr Friedrichsfelbe, Walderfeeftr. 78, bezw. 13½ Uhr Reutöln, Richardplay. Dienstag, 11. Ditober. Mitte: Die Spieleute üben. jeden Dienstag 20 Uhr bei Gornie, Gartenstr. 6. Pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Bankow: 19% Uhr Kreisvollversammlung bei Maier, Türkisches Zelf, Breife Str. 14. Wahl der Delegierten zur Gaugeneralversammlung. Gazungs
beratungen. Nachrichtendienst labet ein. Ohne Mitgliedsausweis fein Eintritt. Mittwoch, 12. Ottober. Mitte: Die Turnabende finden pon jest ab jeden mittwoch 20 Uhr Turnhalle Gartenstr. 107 statt. Teilnahme der Jugendtameraben und Schuhsportler ift Pflicht. Köpenid( Kameradschaft): 19% Uhr spricht Kamerad Stelling in der Mitgliederversammlung der SPD . im großen Saal des Stadttheaters Röpenid über Partei und Reichsbanner." Wir erfuchen alle Kameraden, sich daran zu beteiligen. Schöneberg - Friedenau : Go., d. 15., feiert der Ortsverein in den Spichernfälen fein Herbstvergnügen. Alle Kameraden mit Angehörigen und befreundeten Pepublifancen find hierzu Eintritt 1 9. Wintersportabt.: Anmeldeschlug für Sti- Trodentursus 14. Oktober. Rurfusgebilhr 4 M. Uebungsstier fostenlos. Anmeldungen find zu richten an 3. Breslauer, Berlin SW 68, Markgrafen. straße 22.
Zu einer denkwürdigen Feier gestaltete sich die Grundsteinlegung faale des neuen Rathauses in Dresden . Vertreter der Regierung des Deutschen Hygienemuseums in dem geschmückten Festund der Behörden hatten sich mit zahlreichen Ehrengästen eingefunden. Oberbürgermeister Dr. Blüher hieß die Gäste herzlich wiltommen und bedauerte vor allem die Abwesenheit des Reichs- Alle Cameraben mit präsidenten, der seine Anteilnahme durch ein Telegramm zum Ausbrud gebracht hat. Dr. Blüher gab sodann einen Glückwunsch des öfterreichischen Bundespräsidenten Dr. Hainisch bekannt. Reichsminister Dr. v. Keubell sprach die Glückwünsche der Reichsregierung aus.
Der Präsident des Reichsgesundheitsamtes Prof. Dr. Hamel hielt die Festrede, in der er ausführte: Wenn wir heute den Grund
unkwinkel
Arbeiterverein für Biochemie und Lebensreform. Bezirk Moabit : Bezirksnerfammlung Mittwoch, 12. Oktober, bei Krüger, Butligstr. 10. Bortrag über Rheumatismus . Referent Genosse Pfarrer. Bezirt Prenzlauer Berg : Beratungsstunde icht Montags 19-20 Uhr Am Faltplas 2, of 1 Tr., bei Fischer. Arbeitsgemeinschaft entschiedener Republikaner . Donnerstag, 18. Ottober, 20 Uhr, Donhofftonditorei, Rommandantenstr. 84, öffentlicher Vortragsaberd mit Aussprache: Die Richtungen im Pazifismus." Referent Pastor France.
Sagen als Kulturguf der Bölker. Nenne mir eine Sage und ich will dir fünden, wes Geistes Kind das Volk der Sage ist; so fönnte man mit Recht einen bekannten Gaz umfornien. Die Sagen der südlichen Bölfer schmücken fich mit glühenden, blendenden Farben der Sinneslust, während die Sagen der mohammedanischen Völker im Morgenland den Kampf, Ueberwindung des wirklichen oder eingebildeten Gegners, Kampf gegen sich selbst und gegen alles, was der Lehre des Propheten entgegensteht. schildern. Und darum ist es auch nicht verwunderlich, daß es der Orient, das Morgenland ist, das die Sagen von der Bekämpfung des Schlafes und den betenden Derwischen schuf. Diese von einem der bekanntesten Künstler Deutschlands illustrierte Sage aus der Entwicklung der edlen Kaffeebohne, die jedoch megen ihres schädlichen Koffeingehaltes noch für unser Klima foffeinfrei gemacht werden muß, ist für unsere Lefer an anderer Stelle unferes Blattes miedergegeben. Serpenträfte ift bas megen feiner unerreichten Sufammenfeßung, feiner einen
Der Titel ,, ftuelle Vergangenheit", den Dr. Anton Mayer seinem Vortrag gibt, ist zum mindesten gut formuliert. Klar und knapp charakterisiert Mayer die einzelnen Kunstepochen als fehlt. Deshalb haben wir seit Mitte des 19. Jahrhunderts keinen einAusdruck einer bestimmten Weltanschauung, die der Gegenwart beitlichen Lebensstil und teine einheitliche Kunstrichtung, und deshalb herrscht die Technik vor. Mayer glaubt den einheitlichen weltanschaulichen Generalnenner der Moderne in der Naturwissen haft gefunden zu haben. Wie es um die weltanschauliche Einheit lichkeit tatsächlich steht, zeigt gleich darauf Dr. Karl Th. Bayer in seinem Vortrag„ Der Problemtreis der Astrologie". Bayer entdeckt den weltanschaulichen Generalnenner für den modernen Menschen in der Astrologie, die sich in seiner Inter- Streifen bekannte ernennähr und Kräftigungsmittel Biocitin, weil ca auber pretation als gefchtoffenes wissenschaftliches Gebilde darstellt. Auf ber einen Seite Naturwissenschaft, auf der anderen Aftrologie! Die Ironie der Rundfunkleitung bietet dem Hörer an einem einzigen Tage ein gut sortiertes weltanschauliches Warenlager, braucht sich nur zu bedienen. Der zweite Teil von Walter Mehrings Hörbild, Sahara " zeigt mit absoluter Deutlichkeit, daß Mehring den Begriff des Hörbildes falsch auffaßt. Das Hörbild soll eine
bestimmte Situation, einen bestimmten Borgang allein akustisch flären, rein bildliche Dinge müssen vermieden werden. Mehring je doch läßt eine Stadt beschreiben, der Konferenzier, in diesem Falle Alfred Braun , erzählt in Berfen( warum in Bersen?), was er fieht. Damit ist aber das Hörbild hinfällig. Sehr gut ist das Nebenbei, die akustische Ausmalung, prachtvoll der Lärm der Straße, das Durcheinander der Stimmen, das Hineinklingen arabischer Mufit, die Theo made ben stellenweise betont auf Foxtrott stilisiert. Das Ganze aber stellt sich als überflüssige llebung dar, Sling beschließt mit Borlesung eigener humoristischer Feuilletons das Programm, und dies bedeutet gleichzeitig deffen Höhepunkt.
190
F. S.
Ein unerschöpfliches Kräfterefervoir für verloren gegangene Rörper und Beschaffenheit und feiner prompten, stets gleichmäßigen Wirkung in weitesten feinem wertvollsten und wirksamsten Bestandteil, dem phyfiologisch, reinen Lecithin nach Prof. Dr. Habermann, alle dem Körper nötigen und dienlichen Nähe und Aufbarstoffe( Vitamine, Rähr und Falffalze usw.) mur in ge fäuterter, idealer und konzentrierter Form enthält. Biocitin ist mir in Originalpadungen in Apotheken und Drogerien erhältlich. Die Biocitin- Fabrit Berlin SW 29/ Bw. stellt Jutereffenten ein Geschmadmuster und eine Broschüre über rationelle Nervenpflege gratis zur Verfügung.
Es ist lein Wunder, daß viele sparsame Damen und Herren fich ftets bea sondere Vorteile sunuge machen, wenn es sich darum handelt, die mit dem mittlich preiswert leisten zu können. Das ist die Sahl der Kunden, welche weiß, daß die Firma S. Joseph u. Co., Neukölln, Berliner Str. 51/55, alljähr
herbstlichen Fallen der Blätter angezeigten Anschaffungen und Ergänzungen
lich im Gelindungsmonat ihres Saufes bie fo beliebte Ottobermesse veranstaltet.
Dieser Berkauf bietet weitesten Kreijen die beste Gelegenheit, ihren Bedarf für Serbst und Winter zu unglaublich billigen Breifen au decken, wobei durch die riesenhafte Auswahl die Erfüllung aller Wünsche verbürgt ist.
Muklausträge
übergibt man nur dem Nachweis des Deutschen Musikerverbandes, Berlin , Rom mandantenstr. 63/64. Dönhoff 3277-78. Geschäftszett 9-5, Gonntags 10-2 Uhr.. Auf Wunsch: Bertreterbefuch.
Extra- Angebote!
eppiche
Brücken, Läuferstoffe Gardinen, Möbelstoffe
Diwandecken 685 1350 bis 150. Tischdecken 175 550 bis 85. Steppdecken 11851750 bis 135tt. Tallbettdecken 365 750 bis 85M. Reisedecken 8251275 bis 125. Schlafdecken 135 585 bis 95M. Deutsches Teppichhaus
Emil efèvre
G. m. b. H.
Berlin S. Seit 1882 mar Oranienstr. 158 Wir haben keine Filialen! Spezialkatalog kostenlos.
Ginem Teil unserer heutigen Auflage Hiegt ein Profpelt ber Firma H. Joseph & Co., Neukölln, betr. Ottobermeffe bei, worauf wie unsere Bejer besonders hinweifen.
bib
SAMAZ
Eine Sage um den Kaffee
berichtet: Es war einmal ein Sirte, der seine Berde
in den Bergen Arabiens weldete. Er klagte einst einem Mönch, daß die Ziegen seiner Berde von einer wunderlichen Krankheit besessen wären und die ganze nacht umhersprängen, ohne Ruhe und Schlaf zu finden.
Der Mönch war ein kluger Mann und hatte bald herausgefunden, daß die Ziegen auf der Weide die Blätter und die dunkelroten Früchte eines bisher unbeachteten Strauches gefressen hatten. Er liek für sich selbst einen Trank brauen und fand, daß er ohne Schlaf blleb, bis um die Morgenröte der Gebetsruf erschallte.
Dem gehetzten Menschen der Gegenwart ist Ruhe und Schlaf unentbehrlich; er kann jedoch Bohnenkaffee jederzeit unbedenklich zu sich nehmen, da es der Wissenschaft gelungen ist, unserem Jahrhundert den coffeinfrelen Kaffee Bag zu schenken. Kaffee Bag Ist das Ergebnis hochwertiger Plantagenzucht und die Köstlichkeit seines Aromas ist unübertroffen.
Kaffee Bag schont Berz und Nerven