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Birthschaftsspionage.Mit Schneepflug und Schaufel.

Die Zeichnungen

Norma- Werke.

In Stuttgart wurde an zwei Tagen gegen zwei ehemalige An­gestellte des Norma- Wertes in Stuttgart - Cannstadt , den Lichtpauser Paul Hahn und den Ingenieur Jakob Kohl, verhandelt.

Dieser Prozeß ist ein Seitenstück zu der auffehenerregenden Durchsuchung der Riebe- Werte A.-G. in Berlin - Weißenfee, die am 20. September vorgenommen wurde. Die Riebe- Werke in Weißensee standen in schärfstem Wettbewerb mit den Norma­Werfen. Zahlreiche Bermutungen, die sich zu ganz bestimmten Ver­dachtsmomenten verdichteten, ließen darauf schließen, daß ehemalige Angestellte der Norma- Werke, die vom Riebe- Wert übernommen worden waren, 3eichnungen von neuen Maschinen und Maschinenteilen des Norma- Werkes gestohlen und an ihre Konkurrenzfirma verfauft hätten. Bei der Untersuchung wurden tatsächlich Zeichnungen und Berechnungen der Norma- Werte sowie Korrespondenzen, die darauf Bezug hatten, gefunden. Ferner mur­den Materialproben und Werkzeugmaschinen be­fchlagnahmt, die mit Hilfe von Lastwagen zum Berliner Polizeipräsidium gebracht und dort fichergestellt wurden. Die Riebe­Werte, deren Direftor Uhlig am 20. September plöglich verhaftet wurde, ließen erklären, daß sie völlig einwandfrei gehandelt hätten; vor allem wandten sie sich dagegen, daß außer Kriminalbeamten auch technische Angestellte ihrer Konkurrenzfirma, der Norma- Werke, unter dem Schuhe der Polizei Gelegenheit gehabt hätten, zwölf Stunden lang interne Geschäftsvorgänge studieren zu können. In der Stuttgarter Gerichtsverhandlung gegen die beiden An­gestellten Hahn und Kohl wurde festgestellt, daß Hahn an Kohl für

Berlins Kampf gegen Schnee und Zauwetter.

Für die Berliner Straßenreinigung beginnen jeßt Großkampf.| Glatteis bildet oder wenn Taumetter eintritt. Auch hier tage. Während in gewöhnlichen Zeiten die Sauberhaltung der Straßen und Plätze nach vom Straßenreinigungsamt aufgestellten Richtlinien von den 15 Fuhrhöfen der einzelnen Bezirksämter durchgeführt wird( nur 4 Großfuhrhöfe der Innenstadt unterstehen direkt dem Straßenreinigungsamt), hat bei Schnee- und Lau­

wetter dieses Amt die direkte Oberleitung.

Es stehen für Groß- Berlin 250 Schneepflüge zur Ber­fügung, davon find allerdings nur 40 kraftschneepflüge. Die Modernisierung dieses Spezialwagenparts, der ja nur zu gewissen Zeiten im Jahre gebraucht wird, verlangt zuviel Anlage­fapital, als daß man die alten Schneepflüge schneller ausmustern tönnte. Zwölf Fahrzeuge sind ganz moderne Großkraft- Reinigungs­maschinen, die innerhalb weniger Minuten in Kraftschneepflüge ver­wandelt werden können. Die Stammbe'egschaft der Straßenreini gung besteht aus 3200 Mann. Bei Schneefall werden bis zu 6000 Erwerbslose aushilfsweise eingestellt. Die Ber­3wed geeignete Arbeitsfräfte engagiert werden. Entlohnt werden liner Arbeitsnachweise forgen dafür, daß nur für den besonderen diese Aushilfen nach dem Tarif für ungelernte Arbeiter, ein Ber­fahren, das sich als äußerst praktisch erwiesen hat. Für diese Schnee­fippe liegt in 60 Gerätehöfen alles notwendige Ausrüstungsmaterial, wie Schneeschaufeln, Karren, Stoßeisen, Hacken usw. bereit. Die Be­freiung Berlins vom Schnee wird nach einem bis ins einzelne gehenden Organisationsplan des Straßenreinigungs­amtes durchgeführt Das geht so weit, daß nicht allein den Schnees Pflügen genaue Fahrtrouten angewiesen sind, sondern daß sogar den Straßenabschnitte schriftlich mitgegeben wird. Selbstverständlich einzelnen Hilfsarbeitern genau die Reihenfo ge der zu reinigenden werden zuerst die Hauptverkehrsstraßen gesäubert. Innerhalb eines Arbeitstages ist diese Arbeit im ganzen Stadt gebiet bei Einsatz aller Fahrzeuge und Arbeitskräfte durchführbar. Dabei werden zunächst nur die Fahrdämme gereinigt, der Schnee an den Kanten des Bürgersteigs aufgeschichtet und Sand auf die Fahr­Der Staatsanwalt beantragte gegen Hahn wegen Attenbahn gestreut. Der Abtransport des Schnees zu der nächstgelegenen beseitigung, Diebstahl und Urkundenfälschung 1 Jahr 8 Monate Abflüffen, zur Spree, zu.n Landwehrkanal ( bei Eisgang fallen beide Gefängnis, gegen Rohl wegen gewerbsmäßiger Hehlerei und Stellen fort), zu den Abflußstellen der unterirdischen Entwässerungs­unlauteren Bettbewerbs 3 Jahre 10 Monate 3uchthaus anlagen( Gullns fommen nicht in Betracht) erfolgt erst später. Ber­und 5 Jahre Ehrverlust. suche, mit besonderen Apparaten an Ort und Stelle die Schneemassen zu schmelzen, haben bisher wegen zu ge­raschende Schneefälle über Nacht besteht ein beson­ringer Leistungsfähigkeit feine großen Erfolge gehabt. Für über­deres Alarmsystem. Die Stamm- Mannschaften fönnen in fürzester Zeit zusammengerufen werden, zumal die Hausschlüssel mit genauer Wohnungsangabe des Fuhrpersonals sich auf den einzelnen Höfen befinden. Ab 6 Uhr morgens arbeiten alle Schneepflüge. noch größer sind die zu überwindenden Schwierigkeiten, wenn sich

eine geringe Geldsumme, etwa 250 bis 300 3einungen Don neuen Maschinen und Maschinenteilen geliefert hatte. Kohl hat diese Zeichnungen an den Ingenieur einer italie nischen Konfurrenzfirma weitergegeben. Dafür erhielt er 6000 M., nach einer anderen Meldung 25 000 m. Die beiden Ange­flagten erklärten, daß sie ihre Handlungen aus Not heraus begangen hätten, denn sie seien von den Norma- Werfen außerordentlich schlecht bezahlt worden. So betam 5. nur ein Gehalt von etwa 140 Mart, von dem ihm nach Abzug für Ausgaben für Wohnung und sonstige Pflichtausgaben nur noch 40 mart für sich und feine Familie zum Leben verblieben.

Bir haben es hier mit einem Ausschnitt aus den Prozessen, die in Verbindung mit der Wirtschaftsspionage bei den Norma­Werfen entstanden find, zu tun. Es ist außerordentlich zu begrüßen, daß die Gerichte Gelegenheit haben, sich mit der Kartellpolitit der Kugellagerfabrikanten zu befassen. Gerade die späteren Brozesse werden hoffentlich einen tieferen Einblick in die hier vorliegenden Zusammenhänge geben.

Der Tod zu gleicher Zeit.

Ein unheilvolles Geschick waltete über der Familie Rotar in Leitomisch el. Im Krankenhaus war eben die eine Tochter nerstorben. Am Totenbett hatte auch die 13jährige Schülerin Olga Kolar, die Schwefter der Toten, geweilt. Als sie sich auf den Heim­meg begab, wurde sie von einer 3ugmaschine überfahren und getötet.

Kunstausstellung Lichtenberg .

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gibt es einen genauen Streuplan, nach dem innerhalb anderthalb bis zwei Stunden die Hauptverkehrsstraßen fahrbar ge­macht werden. An solchen Tagen muß immer wieder mit Sand und Kies gestreut werden. Die Straßenreinigungsmaschinen werden bei Taumetter sofort in Betrieb genommen. Sowie die Tem peratur um 0 Grad schwanft, fann bald gereinigt, dann wieder gestreut werden. Dabei läßt sich die Bildung von Schneefruften und Schmuz nicht vermeiden, da, um die Gätte der Dämme zu beheben, in erster Linie gestreut werden muß. Für die Säuberung der Bürgersteige ist die Straßenreinigung nur dort zuständig, wa feine Gebäude stehen, insbesondere bei Brücken und Schuzinseln. Sonst ist der Hauseigentümer verantwortlich. Deffentliche, einschließlich städtische Gebäude machen davon feine Ausnahme.

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Nicht

Im Laufe der gestrigen Nachmittags- und Abendstunden fam es infolge des Glatteises in den verschiedenen Stadtteilen zu weiteren empfindlichen Verkehrsstörungen, was zu langen Fahrzeugansammlungen führte. zuletzt lag der Grund darin, daß sowohl die Führer der Straßen­bahn und der Aboag wie auch der Automobile auf den vereisten Schienen und Fahrdammen mit größter Borsicht fahren mußten, um Unfälle zu verhüten. Soweit bekannt geworden ist, ist es auch nirgends zu nennenswerten Zuſammenſtößen gekommen. Eine längere Verkehrsstodung, die den gesamten Verkehr fast eine halbe Stunde lang lahmlegte, entstond um 16,40 Uhr am Halleschen Tor. Eine Zugmaschine mit Anhänger blieb auf dem vereisten Fahrdamm steden und sperrte den Verkehr. Erst um 17.10 Uhr gelang es, die Maschine wieder flott zu machen. In Alt Stralau 36 perlor der 31jährige Schornsteinfeger Walter W. aus der Soldiner Straße 17 auf dem vereisten Dach den Halt und stürzte topfüber in die Tiefe. W. mußte mit schweren Verlegungen in bewußt­losem Zustande in das Lichtenberger Hubertus Rrantena haus übergeführt werden. 3wei tödliche Unfälle, die vermutlich ebenfalls auf das Glatteis zurückzuführen sind, ereignetent fich auf dem Potsdamer Güterbahnhof und in der Hohenstaufenstraße. Auf dem Güterbahnhof fam der Ara beiter Michalski aus Nauen beim Ueberschreiten der Gleise zu Fall und geriet unter die Räder einer herannahenden Lokomotive. des Fahrdamms in der Hohenstaufenstraße glitt der 17jährige Er wurde auf der Stelle getötet. Beini Ueberschreiter Lehrling Paul H. aus der Wriezener Straße aus und wurde von einem Privatauto, dessen Führer nicht mehr rechtzeitig abſtoppen fonnte, überfahren. 5. hatte so schwere Verletzungen erlitten, daß er bereits auf dem Wege zur nächsten Rettungsstelle st arb.

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Versammlung aller am Micferschutz ber wird auf dem Grundstück Berlin- Wilmersdorf, Pfalzburger interessierten Parteimitglieder

am Freitag, dem 25. November, 191, Uhr in den Sophienfälen", Sophienftr. 17/18

Thema:

,, Der Kampf um den Mieterschutz im Wohnungsausschuß des Reichstages"

Referent: Miniffer a. D. Cipinsti- Leipzig, M. d. R. um bei der Wichtigkeit der Angelegenheiten alle Bartelgenoffen über die Vorgänge im Reichstage und die Stellung unserer Reichstagsfrattion zu informieren, ist zahlreiches Erscheinen tämt­licher Perleifunitionäre und fonftigen Parteim tglieder, insbesondere der im Wohnungsweien tätigen Genoffen dringend erforderlich Parteimitgliedsbuch legitimiert.

Held Korodi.

Das Boltsbildungsamt Lichtenberg hat seine tul­turellen Bestrebungen, Kunst und Bolt einander nahe zu bringen, diesmal in der Veranstaltung einer Runstausstellung sehr wirksam zum Ausdruck gebracht. Wie Stadtrat Genosse Wei in seiner An sprache anläßlich der Ausstellungseröffnung im Festsaal des Reform Realgymnasiums Bartaue hervorhob, find es ja gerade die Bewohner der äußeren Bezirke Berlins , die am wenig ften Zeit und Gelegenheit haben, gute Kunstwerke zu sehen und so das Auge auch ein wenig nach des Lebens idealistischer Seite hin zu erfreuen. Mit dem voltsbildnerischen Moment ist aber auch Das soziale eng verknüpft und man will den Künstlern, die ja heute mirtschaftlich auch nicht gerade auf Rosen gebettet sind, Gelegenheit geben, ein Abfaßgebiet für ihre Werte zu finden. Während die vorjährige Ausstellung ausschließlich von Lichtenberger Künstlern beschickt war, haben sich diesmal anerkannte Größen wie Büttner, Lünstroth, Oppenheimer, Zille, Baluschef usm. in den Dienst der guten Sache gestellt, und es ist eine Bilderschau zustande gekom­men, die für den Osten Berlins gewiß eine fleine Senfation be­deutet. Es ist ja auch ungemein wichtig, einfach empfindenden Na­ turen nur wirklich ausgeglichene Kunst vor Augen zu führen, denn alles Problematische würde verwirren, statt zu erfreuen. Die Bu­fammenstellung der Ausstellung ist sehr lebendig, denn aus allen Lagern und Richtungen malerischer Weltanschauung sind Stücke vorhanden. Die graziöse Kunst Joseph Oppenheimers in der Wie- lich während des Krieges als Frontsoldat dem Bater­bergabe schöner Frauen, daneben Sie blutvolle Urwüchsigfeit eines Meister Zille, graueftes Elend auf grausamſter Straße die Bettlerallee" von Baluschef oder die Arbeitslosen" von Sand tuhl, dann wiederum zartes Blühen und liebliche Landschaften in Bildern von Bredow, Büttner, Buls, sehr fein im Ausdrud Otto Marcus Beisehungsfeier für Rathenau" und noch eine bunte Fülle verschiedenartigfter Kunstprodukte. Der Eröffnungsabend wurde mit Musikvorträgen sehr stimmungsvoll eingeleitet. Bürgermeister Ge. noffe Dr. Siggel begrüßte die zahlreich erschienenen Gäſte, dar­

unter Bertreter der Reichs- und Staatsbehörden und anderer interessierter Körperschaften. Die Ausstellung ist vom 22. November bis 12. Dezember täglich von 15 bis 21 Uhr, Sonntag von 10 bis 21 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Ab 12. Dezember Weihnachtsverkauf.

Der diesjährige Weihnachtsmarkt für den früheren Stadtfreis Berlin findet in der Hauptsache auf der Weberwiese, in der Petersburger und Warschauer Straße, zwischen Romintener Straße und Revaler Straße statt, jedoch fönnen auch außerhalb dieses Bezirks mit Genehmigung des zuständigen Polizeis reviers Berkaufsvorrichtungen auf geeigneten Pläßen ausgestellt werden. Der Markt beginnt am 12. Dezember und dauert bis zum 27. Dezember einschließlich. Am 28. Dezember, morgens 8 Uhr, müssen sämtliche Buden und Verkaufsvorrichtungen von den Straßen und Plägen fortgeschafft sein

Händler, die Weihnachtsbäume in das Gebiet der neuen Stadt­gemeinde Berlin einbringen oder in diesem Gebiet feilhalten wollen, haben sich, wenn sie sich nicht strafbar machen wollen, mit den durch die Polizeiverordnung vom 12. Dezember 1923 vorgeschriebenen Bescheinigungen über den redlichen Erwerb zu versehen.

Geschäftserweiterung bei Baer Gohn A.-G.

Einen fürchterlichen Reinfall, der einer Entlarvung gleichfam, erlebte der Stahlhelmredner Korodi in Fürstenwalde an der Spree . Reichsbanner begehe Landesverrat. Der Fürstenwalder Stahlhelm Auch dort ging er mit seiner frechen Beschuldigung frebjen, das hatte das Reichsbanner eingeladen und die Folge war, daß von etma tausend Erschienenen neunhundert dem Reichsbanner und den Linksorganisationen angehörten. Man ließ den Korodi zunächst seinen hanebüchenen Unsinn reden. Dann aber rechnete Genoffe Erich Fraenkel in einer Weise mit dem Herrlein ab, daß den Stahlhelmern die Haare zu Berge standen. Die Herrschaften hätten sich wahrscheinlich am liebsten in die Mauselöcher vertrochen, als Korodi auf die Frage Fränkels, wann und wo er denn eigent. lande seine Dienfte zur Verfügung gestellt hätte, fleinlaut unter challendem Gelächter der Versaminlung zugeben mußte, daß er bamals leider noch nicht alt genug mar, um seinen militärischen Pflichten nachkommen zu können. Also gar kein Held fich heute aufspielt und in seiner Torheit getreulich die Rolle mimt, Korodi, fondern eben nur ein Korodichen, ein Kriegsgymnafiaft, der die die schlauen Herren ehemaligen Offiziere im Stahlhelm ihm zu

Neue Fernsprechvermittlungsstelle Brabant". Am 3. Dezem Str. 42, eine neue Fernsprechvermittlungsstelle unter dem Namen Brabant" eröffnet, die der Entlastung der Aemter Pfalzburg und Uhland dient und an die neue Teil­nehmeranschlüsse aus dem Anschlußbereich der genannten Aemter herangeführt werden. Der Betrieb der neuen Bermittlungsstelle wird von dem Fernſprechami West, Berlin- Wilmersdorf, Pfalze burger Str. 42, geleitet.

Rofe- Theater: Einer von unsere Leut." Der ewig getretene immer schon so ein bisserl philosophische Weltanschauung betrich. arme Jud mit dem g'scheiten Röpperle und bem guten Herzen, der ist der Held der Geschichte; der Altmeister Berliner Humors, Davis Kalisch, hat hier in Gemeinschaft mit dem eigentlichen Autor, dem Wiener D. F. Berg, ein Stüd Alt- Berlin gezeichnet, das in seiner Urwüchsigkeit des Humors, der scharfen Selbstperfiflage, die der Berliner nun einmal liebt, und allerlei föftliche Typen aus dem Alltag, zum Inventar zeitloser. Theaterkunft gehört. Die Geißelung politischer oder sozialer Uebelstände, in liebenswürdig- sarkastischer Form serviert, ist das Hauptmoment, das diese Alt- Berliner Theater literatur vor dem Vermodern bewahrt; es ist eben nicht bloß Der­logene Bühnensprache, sondern fiefste Lebenswahrheit, verbrâmt mit scharfzüngigem Humor, ein wenig Sentimentalität, die Charakte Schwächen. Wie herzerquickend ist die Figur des unbeschwert- fröh riftit des Alltags und seiner Menschen mit all ihren Vorzügen und lichen Walzbruders hier ist es die unsterbliche Berliner Possen figur des Edenstehers Nante, die der Dritte im Bunde der Pollen­autoren, Adolf Glaßbrenner , schuf das Enfant terrible sämtlicher Budifer und Gefängniszellen; oder der spießige Bürgersmann Frühauf mit seinem hold- naiven Töchterlein Erneftine und ihrer ewig- schnatternden und gadernden weiblichen Gefolafchaft; dann der abgewiesene und darob bös intrigierende ältliche Freiersmann, ber Herr Gerichtsbeamte Duder, der aus verschmähter Liebe allerlei Unheil anstiftet, und der gute Engel, der arme Jfaat Stern, der alles­so schön wieder ins Lot bringt. Köstlich, wie er sich in allen Lebens­lagen zurechtfindet, sich durch nichts verblüffen läßt, auch nicht pom schnarrenden St. Bureautratio mit dem Feldwebelton. Gespielt wurde flott und lebendig, in der Karrikatur der einzelnen Inpen oft etwas zu groblinig, aber dafür hatten diese fleinen Entgleisun­gen die Lacher auf ihrer Seite.

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Eine Führung durch die Marienfirche. Neuer Markt, macht Dr. Franz

schoben haben. Trozdem, Korodi dürfte nach dieſem traurigen 2e berer Gonnabend, 26. November, uur

Geständnis wohl erledigt sein. Mögen seine eigenen Mannen ihn weiterhin ernst nehmen!

Funkwinkel.z

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als

Arnold Bronnens Rheinische Rebellen" Sendeſpiel boten eine in technischer Hinsicht gelungene Leistung. Das Spiel war gestrafft, der Dialog blieb ohne Lücken, Becces musikalische Illustrationen schufen die innere Bindung. Wertvolle Schauspieler fezten sich für das Werk ein. Lohnte es die Mühe? Rein. Politische Schlagworte zwischen hüben und drüben formen tein Drama. Auf politische Schlagworte aber sind die Rheinischen Rebellen" aufgebaut. Das Innere Problem der Separa­tiftenbestrebungen wird in ihnen nicht berüh t. Ein Werk solcher Art kann, durch seine scheinbare Aktualität, von einem befähigten Regisseur durch das Bühnenbild für einige Theaterabende gerettet werden. Der strengen Nachprüfung durch das Dhr, die die Sende­bühne vermittelt, hält es nicht stand. Erfreulich war die Unter­haltungsstunde für die Jugend. Tiergeschichten las Emmy Reye Am Freitag, dem 25. November 1927, 9 Uhr vormittags, er- Rowohlt. Manfred Kyber , der die Welt der Tiere mit brü öffnet die Firma Baer Sohn A. G., Kleiderwerke, Berlin , derlichen Gefühlen zu durchstreifen versteht, tam neben Otto Bier­Chauffe eftraße 29/30, neue erweiterte Räume, deren Zwed- baum zu Gehör. Stadfschularzt Dr. Hans Franzmeyer be­mäßigkeit in architektonisch vollendeter Weise dem laufenden handelte in einem Vortrag die Frage: Wer muß auf Leibesübun Bublikum vor Augen geführt werden soll. Der Erweiterungsbau gen verzichten?" Er fam zu der Antwort, möglichst niemand", in hat viele Monate in Anspruch genommen. Es war dies darauf dem er auf die gesundheitliche Bedeutung der Leibesübungen, vor zurückzuführen, daß die neu hinzugekommenen Räumlichkeiten mit allem auch des Schwimmens, für die Großstädter hinwies. Böllige den alten seit etwa 40 Jahren bestehenden Geschäftsräumen eine Befreiungen vom Schwimm- und Turnunterricht der Schule, führte Verbindung erhalten. Die erweiterten Abteilungen haben sich als Dr. Franzmeyer aus, werden nur selten notwendig sein. Eine notwendig erwiesen, weil bei dem sehr oft vorkommenden Andrang so unbedingte Befürwortung des Schulturnens scheint zu weit zu häng eine glatte und rafche Abfertigung nicht möglich gewesen ist. gehen. Der Aufenthalt im Freien dürfte manchem schwächlichen Beachtenswert ist die in Angriff genommene Kühlanlage. durch die Kind weitaus dienlicher sein als der leider noch immer viel zu die Konservierung von Belzen eine erhöhte Sicherheit erfahren wird. I häufig in staubigen Hallen erteilte Turnunterricht. Tes.

M

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Billige Fi'chlage. Der Fisch der Eailon ist der Karpfen und jetzt am beften im Geidmad. Donnerstag und folgende Tage tommen zum Vers fauf: Rebende Schurpen- und Spiegelfapien pro Pfund von 1,20 M. an. Die Bet' aufsiteden sind durch Piafate fenntlich gemacht

3lle und he fol wh Tas Polfsbildungsamt Prenzlauer Berg veranstaltet am ritan, bem 25 November, abends 8 Ubr, in den Pracht­flen am Märchenbrunnen, Am Friedrid shain 29-32( Am Köninstor) einen Vortag mit Lichtbildern von Fried ich Wendel: Das Wert von Heinrich Bille und State Rollwig verbunden mit einer Ausstellung graphischer Werke der beiden genannten Künstler.

Bezirksbildungsausschus Groß- Berlin. Nächste Theatervorstellung am Sonntag, dem 4. Dezember, nachmittags 3 Uhr, im Staatlichen Schiller. theater, Charlottenburg . Das Lustspiel Ein besserer Herr", fann megen technischer Schwierigkeiten leider nicht aufgeführt werden. Es gibt da ür das Lustspiel Web dem der lügt von Shakespeare . Rasten zu 1.20 m, find zu haben in den Vorwärtsspedit onen, in der Buchhandlung Vorwärts, Lindenstr. 2, Bigarrenaeschäft Forsch, Engelufer 24/25, Tobal. vertrieb E., Infelitr. 6, Verband der graphischen Hilfsarbeiter, Ritterstr. 1. bei den Bildungsobleuten der Kreise und Abteilungen, im Buneau des Bezhtsbildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. Hof II, Zummer 8.

Aleingärten und Bot enwucher am tommenden Sonntag, dem 27. d. Mis., Die Profeftfurdgebung gegen Enfrechtung der Mieler, Bernichtung her vormittags 10%, Uhr im Lehrervereins aus, Allegander ftr. 41( am Alexander­blaz) zu Berlin ist einberufen vom Attionsfomitee für Boden-, organisationen der Miet r, Kriegsbeschädi ten, Kleingärtner, Siedler und der Siedlungs- und Wohnungspolitif, dem Bewertschaften, Groß­Bund Deutscher Bodenreformer angeschlossen find. Als Redner sind gewonnen außer dem 1. Vorsigenden des Bundes Deutscher Bodenreformer, Tr. Adolf Damaschte, bekanntlich einer der glänzendften deutschen Redner der Gegenwart- der 1. Voifigende des Bundes Deutscher Wiet rvereine E. B. ( Ei Dresden ) Herrmann, vom Deutichen Bewertschaftsbund Sta trat Treffert und der 1. Vorsitzende des Provinzialverbandes Groß- Berlin des Reichsverbandes der Klein artenvereine Deutschlands Reinhold.

gegen Schnupfen

Forman Wirkung frappant!