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18 000 neue Erwerbslose.

Die erste starte Verschlechterung des Berliner Arbeits __marties.- Beginn der Schacht Krise?

Die Lage auf dem Berliner Arbeitsmarkt hat in ber Woche zum 3. Dezember den ersten wirklich starten Stoß zur Ber­schlechterung erfahren. Es find rund 18 400 Ermerbstoje gegenüber der Vorwoche mehr gezählt worden. Die Zahl der Arbeit suchenden hat sich auf 167 000 erhöht. Seit dem 1. Oktober haben sich die Berhältnisse in Berlin folgendermaßen

entwidelt:

22. Oftober

29. Oktober

1. Oftober 8. Oktober

5

2999

141 202 Arbeitsuchende

5 760

135 642

15. Ottober

+2440

138 082

323

137 759

156

137 603

5. November 12. November 19. November 26. November

705

136 898

1056

137 954

+5 033

142 987

3. Dezember

+5833 +18 401

148 820 167 221

Danach hat nach einer furzen Unterbrechung in ber zweiten Oktoberwoche( verschiedene Lohnbewegungen, ungünstige Ronjunttur prognosen) die Besserung des Arbeitsmartts bis zum 5. No. vember angehalten, wo dann die sintende Temperatur und das Ende der landwirtschaftlichen Arbeiten einen Umschmung her­beiführten. Diefer Umschwung braucht an sich nicht zu beunruhigen, meil er mit Saisongründen zusammenhängt. Anders dürfte es schon mit der schnellen Abnahme der Beschäftigung in her vergangenen Woche sein, die die Beschäftigungsverlufte der legten vier Wochen rudartig auf über 30 000 Personen gesteigert hat. So sehr wir die Saisonmomente beachten, haben wir doch feinen Zweifel daran, daß die von Schacht am 18. november in Bochum gehaltene Rebe die Industrie zur zu. rudhaltung bei Einstellungen mitveranlaßt hat. Die ersten Anzeichen einer Schacht- Krise auf dem Arbeitsmarkt dürften alfo bereits vorliegen. Auch aus dem Reich wird eine Verschlechte rung der Lage gemeldet. Das Landesarbeitsamt Berlin schreibt gur Lage:

Auf dem Berliner Arbeitsmartt wirten fich die durch Froft. metter verursachten Zugänge in der Berichtswoche recht erheb lich aus. Die Arbeitslosigkeit ist un rund 18 000 Berfonen ge­tiegen, so daß sie zurzeit einen Stand von 167 221 aufweist. Diese Steigerung überholt die Zugänge in den letzten Wochen um ein Mehrfaches. Von der Verschlechterung der Arbeitsmöglichkeiten find zum größten Teil die männlichen Kräfte betroffen, während die weiblichen an der Gesamtzunahme nur mit rund 12 Broz. beteiligt find. Immerhin ist auch diese Zunahme zahlen­mäßig im Verhältnis zu den Vorwochen recht hoch und deutet darauf hin, daß die Verschlechterung des Arbeitsmarktes zu einem Teil auch auf solche Berufsgruppen ausgedehnt ist, die an Außen- und Bauarbeiten nicht beteiligt sind. Das zeigt sich unter anderem in dem erheblichen Rudgang der Bedarfsmeldungen im Befleidungsgewerbe und in ge­ringerem Grade in der Zunahme der Arbeitslosigkeit in der Metallindustrie. Andererseits fann trotzdem eine Be­lebung in anderen Gruppen festgestellt werden, die zu einem nicht unwesentlichen Teil auf das Weihnachtsgeschäft zu rüdgeführt werden dürfte. Das ist z. B. der Fall im Verviel. fältigungsgewerbe, auf dem Stellenmarkt für Angestellte, in der

ZIEHUNG

Seliftoff- und Baterberffeffung und verarbething, ta ber Beber induftrie und teilweise im Nahrungs- und Genußmittelgewerbe.

Es waren 167 221 Bersonen bei den Arbeitsnatymeisen ein­getragen gegen 148 820 der Borwoche. Darunter befand n fich 113 499( 97 353) männliche und 53 722( 51 467) weibliche Personen. Unterstügung bezogen 83 981( 75 353), davon Arbeits­losenunterstügung. 43 547( 39 703) männliche und 23 299 ( 19 286) weibliche, zusammen 66 846( 58 989), risenunter. ft ützung 12 201( 11 633) männliche und 4934( 4731) weibliche, zusammen 17 135( 16 364) Personen. Außerdem wurden noch 23 632( 23 355) Bersonen durch die Erwerbslosenhilfe der wurden 2651( 4232) Personen beschäftigt. Stadtgemeinde Berlin unterstützt. Bei Notstandsarbeiten

Prebite gewinnen. Das in mefendicen Me Folge er gen lich längst entbehrlich gewordenen Existenz der Goldbistontbont, worüber wir in den nächsten Tagen noch einiges zu fagen haben werden

Monat

Juni Jult. Auguft.

E

8

Gute Reichsbanklage Ende Rovember. September

3mmer größere undurchsichtigkeit der Beanspruchung.

Die Beanspruchung der Reichsbant in der Withmowoche bes Monats November ist verhältnismäßig gering Die ge famte Rapitalanlage für Wechsel, Strebite und Lombarddarlehen hat um nur 425,9 auf 2621,2 Millionen zugenommen. Diese geringe Beanspruchung ergibt sich wahrscheinlich, weil die Entlastung in den drei vorhergehenden Novemberwochen, wie unsere zweite Tabelle ertennen läßt, im Vergleich zu den vorhergehenden Monaten schon verhältnismäßig start war. Die auf Wechsel gegebenen Kredite find um 366,7 auf 2482,8 Millionen angestiegen, die Lombarddar­lehen um 59,2 auf 86,3 Millionen Mart. Relatio start war der Abzug von Rundengeldern auf Girofonto, die um 282,6 auf 484,6 Millionen zurüdgingen, eine Biffer, die von ähnlicher Niedrigkeit für das Monatsende in diesem Jahre noch nicht zu ver­zeichnen war und wahrscheinlich auch auf den Abzug öffentlicher Gelder zurüdzuführen sein wird.

Sul

Tug Sept. D. ( Ex Milftonex Mart)

06. 27

1008 648 553 724 630 608

781

485

46

84 64 67 184

88

Oftober November

Zu oder Abnahme( um Mill M.) Ende der

1. Boche 2. Woche 3. Woche 4. Boche Bech Lom Bech- Som- Beth Som Bech Lom fel bard fel barb fel bard fel bard

83-17-221-26) 99 7+ 477+ 125 -177-75 81+ 45+52-91+224+ 42

-155

-34

-163+17

-163 40

-208+ 37

-101-21+ 569+ 42

55-28510+ 118

-142-90-171+ 31+ 3-63+367+14 414-14-221+ 10 52-15+367 59 1) Disfonterhöhung auf 6 Broz.- Diskonterhöhung auf 7 Broz- 3) Davon 190 Min. M. an Goldbistontbant.

Der Geldumlauf der Reichsbant zeigt ebenfalls eine außergewöhnliche Entwidlung. Natürlich ist die Vermehrung des Umlaufs an Reichsbantnoten und Rentenbank­scheinen. Sie ist durch den erheblichen Abzug fremder Gelder mit 622,1 Millionen relativ start. Der Umlauf an Reichs banknoten hat sich um 598 auf 4181,3, derjenige an Rentenbank scheinen um 24,1 auf 780,7 Millionen erhöht. Ungewöhnlich ist der niedrige Stand des Umlaufs an Rentenbankscheinen; er er flärt sich aber aus der Vernichtung von Rentenbankscheinen nach dem Rentenbankgesetz, nach dem im Jahre 1927 rund 300 Millionen Rentenbankscheine aus dem Verkehr zu ziehen sind. So wurden denn auch in der letzten Novemberwoche 125,3 millionen Rentenbandscheine vernichtet, während nur noch 53,2 Millionen zu tilgen bleiben. Die Bestände der Reichsbant an Rentenbankscheinen hatten Ende November auf 17,3 millionen Mart abgenommen. Die Erhöhung des Notenumlaufs, der nicht außer

Ende Dez. 1928 Roten und Schulden: Banknotenumlauf.. 3735 3928 3935 4182 4231 4181 gewöhnlich groß ist, erklärt sich also auch aus diesem Grunde. ( Rentenbankicheine) 1164 1007 989 896 Girocinlag. d. Wirtsch. Kredite an die Birtschaft: Lombardkredite. Wechselkredite Rotenbedung: durch Gold 1851 1801 1853 1852 1851 1857 durch Devisen 519 179 157 154 161 282 durch Goldu. Devif. auf. 2350 1980 2010 2006 2012 2139 Dedungsverhältnis: ( ta Brozenten) für Noten durch Gold

Die Goldbestände sind mit 1857 Millionen, die Devisen­bestände mit 282,4 millionen relativ unverändert. Die Dedung der Noten durch Gold hat sich gegenüber der Borwoche von 51,8 auf 44,4, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen zu­1829 3512 2662 2 992 2 802 2 483 sammen von 59,8 auf 51,2 Prozent verringert. Aus dem Vergleich mit früheren Monaten ergibt sich aber, daß das Dedungsverhältnis des Notenumlaufs sich erheblich verbessert hat.

0

und Devisen... 62,9 50,4, 51,1 48,0 47,6 51,2 Eine sehr unerfreuliche Entwidlang vollzieht sich auf dem Konto der Wechselkredite. Schon das Bild der ersten Novemberwoche war dadurch verfälscht worden, daß die Reichsbant 190 Millionen ihrer Wechsel bei der Golddistontbant, die nichts anderes ist als die Reichsbant felbft, redistontiert hatte, Der Status vom Novemberende verfälscht das Bild meiter, well von und weil gleichzeitig bei der Reichsbant, mie gemeldet wurde, rund der Golddiskontbant ein Teil dieser Wechsel zurüdgegeben wurde 75 Millionen Mart zur Tilgung der Rentenbant.Abwid. tungstredite auf Bechseltonto in Anspruch genommen worden find. So läßt sich aus dem Wechseltonto bei der Reichsbant immer weniger ein flares Bild für tatsächlich gewährte Wirtschafts.

Der Großhandeisindex. Der Großhandelsinder vom 30. No vember ist gegenüber der Borwoche um 0,6 Proz. auf 140,1 zu. rüdgegangen. Von den Hauptgruppen hat die Inderziffer für Agrar stoffe um 1,4 Proz., die für Kolonial waren 2 Broz. nachgegeben. Die Jnderziffer für industrielle Roha stoffe und Halbwaren hat sich gegenüber der Vorwoche um 0,1 Proz gefenft, während diejenige der industriellen Fertig waren sid um 0,2 Proz. erhöht.

25 bis 50 Prozent Umsatzsteigerung in der Farbenchemie. In der Generalversammlung der Farbwerte Franz Rasquin A.-G., lungen sei, den Umfah in den fünf Monaten des deuer Köln- Mülheim, wurde über die Geschäftslage mitgeteilt, daß es ge Geschäftsjahres durchschnittlich um 25 Broz zu teigern. Im letzten Monat fei sogar eine Steigerung um erweitert worden. Der Auftragsbestand sichere dem Wert für drei 50 Proz. zu verzeichnen gewesen; auch das Auslandsgeschäft sei bis vier Monate volle Beschäftigung.

29 UND 30 DEZEMBER

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