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Dide Luft in der Grube. Bestätigung eines alten Bergmannswortes.

and and Bodhum, 24. Dezember.( Eigenbericht. Die Grubenkatastrophe auf Zeche Neu- Iserlohu II hat ihr fechstes Tode sopfer gefordert. Der Bergmann Ceifel  mann ist am Heiligen Abend im Bochumer   Bergmannsheim feinen schweren Verletzungen erlegen. Cesselmann war ledig. Bisher haben die Untersuchungsarbeiten des Oberbergamtes Dortmund   noch feiner­lei Aufschlüsse über die Ursachen der Explosion ergeben.pd

Das Unglück auf Zeche Neu- Iserlohn II bestätigt das alte Berg­mannswort, daß vor den Feiertagen in der Grube dicke Luft ist. Die schmere Grubenkatastrophe vergrößert die Zahl der großen Un fälle in Ruhrbergbau, die sich am Borabend der hohen Feiertage er­eignet haben. Zu der Explosionstatastrophe erfährt unser Mit­arbeiter an Ort und Stelle:

Die Entstehung der Grubenexplosion liegt voll tommen im Dunkeln. Entgegen anderslautenden Meldungen ist festzustellen, daß nicht geschossen worden ist. Die Gesteins taubsicherungen haben hervorragend funttioniert. Die Explosion ist lokaler Art. Der entstandene Schaden ist unbe deutend, die Förderung erleidet keine Beeinträchtigung. Die Rettungs­folonne der Zeche griff sofort nach Bekanntwerden des Unglücks ein. Nach unermüdlicher angestrengtester Arbeit gelang es, einen Leichtverletzten sofort zu bergen. Fünf Tote wurden bis 8 1hr Dormittags geborgen, davon ist einer verheiratet, vier sind ledig. Der Leichtverletzte fonnte sich nach Hause begeben. Die sechs Toten liegen in der Leichenkammer auf dem Zechenplatz auf­

gebahrt.

Schwarzrotgold im Deutschen Auto- Club".

Der vor furzem neugegründete Deutsche Auto- Club", der be­reits eine stattliche Mitgliederzahl und zahlreiche prominenten Ber­fönlichkeiten aufweist, hat seine vorläufige Geschäftsstelle am Kron­prinzenufer 19( Telephonanschluß: Moabit   684) eingerichtet. Die Organisationsarbeiten sind soweit fortgeschritten, daß zu Beginn des erste

Jan Weihnachten an der Gee.mi

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Der Reichtum will sich eine neue Verbindung mit der Natur| Eine große Zahl von Hotels und Pensionen hat dann auch Winters über auf. schaffen, und zwar zu jener Jahreszeit, die man als die rauhe" be­zeichnet. Sie hat freilich diesen Schreckenstitel schon bei denen ein­gebüßt, die hoch oben in den Bergen, inmitten von Eis- und Schnee, ein paar Tage verbringen, die oft der Gesundheit dienlicher sind als die sommerliche Ferienzeit. Die neueste Parole ist aber: Weih­nachten an der Nordsee  , wo die Bogen anders als im Sommer auf den feinsandigen Strand schlagen.

Wenn man an das Meer, die See", denkt, so steigen vor unseren Augen die Sommerszenen auf, die lustigen Kämpfe, die jung und alt mit den bald vordringenden, bald zurückweichenden Wellen ausfechten, wir sehen die mehr oder minder nackten Jüngsten ihre Sandburgen bauen, während die Frau Mama in dem Strand­forb den Romanband malträtiert und der Gatte seine Zeit zwischen flanieren und frühstücken teilt. Und so etwas sollte im Winter mög­lich sein? Undenkbar. Diesem Vernunftprediger wird man recht geben müssen: die Wiederholung des sommerlichen Paradieses ist ausgeschlossen, selbst wenn, wie üblich, es" grüne Weihnachten gibt. Aber es läßt sich nicht leugnen, daß der Winter an un­ferer Nordseeküste meist einen milderen Cha­rafter aufweist, als im Festlande, zumal in unserem norddeutschen Flachgebiet, wo der Ostwind, alles Leben vernichtend, daherbraust. Man hat daher schon Kinderheilstätten an der See errichtet, die das ganze Jahr geöffnet sind und man hat gute Re­sultate mit solchen Winterfuren erzielt.

Daß der Golfstrom unserer Küste ein flein wenig Wärme zuführt, kann wohl mit in Rechnung gestellt werden, wenn wir auch nicht so glücklich daran sind, wie die Engländer, die in ihren Kanal­inseln und der Südküste ein Wintersanatorium ersten Ranges haben. Es ist denn auch schon seit langem Sitte, die Weihnachtstage an der See zuzubringen, um dort ohne Mantel spazieren gehen zu können.

Unseren Weihnachtsfolumbussen, die ausziehen, um zum ersten mal ein Weihnachts- Neujahrs- Wochenende am Meeresstrande zu etablieren, steht eine schwere Aufgabe bevor. In den Schnee- und Eisregionen forgen Naturereignisse und Sportleben für Amusement; anders am fahlen Meeresstrande, wo Gelegenheit zu Spiel und Sport im Freien sich nur bei sehr günstigem Wetter einstellen wird und dauernde Promenaden auch bald ihren Reiz verlieren. Also her mit dem Vergnügungsanzeiger! Da liegt die Gefahr nahe, daß Berliner   oder Hamburger Kultur auf den Inselboden übertragen wird, daß die Späße des Kabaretts auf die Gäste losgelassen werden mit einem Wort: Betrieb.

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Die Entfernung unserer Küste von den Jentren, wo die am meisten lufthungrige Bevölkerung sich vorfindet, ist zu groß, als daß andere denn reiche Wochenendler dem Gedanken Weihnachten am Meere" Leben verleihen fönnen; in England ist die kurze, billige Bahnfahrt ein Hauptreiz, das Ungewohnte einmal fennen­zulernen. Eine Wintersaison, selbst eine turze, einfach zu treditieren, dürfte vergeblich sein, andererseits wäre es gut, wenn die anfangs genannten Heilfaktoren der Seeluft größeren Kreisen auch im Winter zugute kommen könnten.

Aber das bedarf einer sorgsamen Grundlage, einer sachgemäßen Leitung und systematischen Entwicklung, soll es nicht ein Eintags­bluff sein. Nicht der Vergnügungsrat, sondern der Sanitätsrat muß das Szepter schwingen, daß seine Herrschaft sich auf frohe Herzen und frische Geister erstrecke, wäre natürlich zu wünschen. Aber wer tönnte sich dem Zauber der See entziehen? Gilt doch für sie auch das, was Storm von seiner Stadt gesungen hat:

,, Doch hängt mein ganzes Herz an dir...."

Sondervorstellungen.

tommenden Jahres die er lige Brailoium gewählt werden Bezirksausschuß für sozialistische Bildungsarbeiten. Selain haft tub bes Steld stagspräsidenten Robe als Boifigenber

wird, bei endgültige Präsidium

joll Das von Künstlerhand geschaffene Wappen des neuen Klubs ist nach einem Entwurf des Reichskunstwarts Redslob von dem Architekten 3 weigenthal angefertigt worden. Es stellt einen neuartig geformten Adler( schwarzrot gerahmter Adler auf goldenem Grund, dar. Der Deutsche   Auto- Club" bietet in einem Rundschreiben seinen Mitgliedern bedeutende wirtschaftliche Vor­teile, so vor allem eine kostenlose Unfallversicherung in Höhe von 5000 m., billigen Betriebsstoffbezug, Fahr­unterricht in eigener Fahrschule zu halbem Preis des üblichen Tarifs, Triptifbeschaffung zu niedrigsten Säßen und kostenlose Beratungen in allen mit dem Automobil, dem Sport und der Reise zusammenhängenden Fragen usw. Dem Klub find von führenden Persönlichkeiten Zustimmungserklärungen zugegangen, jo 11. a. vom preußischen Innenminister Grzesinsti, Dom Polizei­präsidenten von Berlin   3örgiebel und vom Oberbürgermeister

Dr. B.

Winterverkehr in die österreichischen Alpen.

Bereits vom 15. Dezember ab besteht eine tadellose direkte Bug­nerbindung von Berlin   über Nürnberg  , Augsburg   nach Borarlberg. Durch diese Berbindung ist es möglich, die Bin­tersportpläge in den herrlichen Alpen, wie das Bödele bei Dorn­ birn  , das Rhätifon- und Silvrettagebiet mit den Orten Bazora, Tschengla, Schruns  , Gargellen und Gaschurn  , den stillen Bregenzer mold( Egg  , Hittisau  , Bezau   und Schröcken  ) oder gar das Winter Sportdarado am Arlberg( Stuben, Zürs   und Lech  ) in leichter Weise zu erreichen. Der Zug, der in seinem ganzen Lauf Dirette Wagen bis Bregenz   führt, verläßt Berlin   um 20.17 Uhr, Nürnberg   um 5 Uhr, Augsburg   um 8 Uhr und trifft in Bregenz  um 12.35 Uhr ein, wo er günstigen Anschluß nach allen Richtungen erhält. Man erreicht die meisten der vorgenannten Wintersport plätze schon in den ersten Nachmittagstunden und fann mithin noch am Ankunftstage die vielgepriesenen Winterfreuden genießen. Der Gegenrichtung fährt der Zug um 16.30 Uhr von Bregenz   ab, ist in Augsburg   um 20.55 Uhr, in Nürnberg   um 0.35 Uhr und er­reicht Berlin   um 9.27 Uhr. Nähere Auskunft und Projekte durch den Landesverband für Fremdenverkehr in Vorarlberg  , Bregenz  .

In

Männerchor Fichte- Georginia". Der Parteivorstand hat uns den Auftrag übermittelt, den Trauergejang bei der Bestattung des Genossen Moltenbuhr zu übernehmen. Es ist Ehren­pflicht eines jeden Mitgliedes, diesem Rufe Folge zu leisten und am Dienstag, dem 27. Dezember. 15 Uhr( 3 Uhr nachmittags) auf dem Zentralfriedhof in Friedrichsfelde  , Plaz   vor der großen Halle, zur Stelle zu sein. Näheres wird bei der Morgenfeier des 8. Bezirks am zweiten Feiertag bekanntgegeben. Der Borstand. Genoffe Ferdinand Rühl, Berlin- Köpenick  , Gartenstr. 17, begeht mit seiner Frau, die ebenso wie er selbst seit langen Jahren Mitglied der Partei ist, am zweiten Feiertag das Fest der Goldenen Hochzeit. Rühl, der Maurer von Beruf ist, tam schon in jungen Jahren nach Berlin   und war hier bald in der Arbeiterbewegung tätig. 1889 ging er auf die Walze, tam aber schon nach furzer Zeit wieder nach Berlin   zurüd. Genosse und Genoffin Rühl waren stets in der Klein­arbeit für die Partei zu finden. Noch heute fehlen sie selten in den Veranstaltungen der Partei.

Die Ziehung der Arbeiterwohlfahrts- Weihnachts- Cotterie findet canz bestimmt am 29. und 30. Dezember 1927 in Berlin   W9, Röthener Straße 38, im Meister- Saal" statt.

Das Reichsbanner bei der Beerdigung Molfenbuhrs. Zur Be erdigung Molfenbuhrs treten alle arbeitsfreien Kameraden Dienstag, Den 27. Dezember, um 14,30 Uhr am Bahnhof Lichtenberg- Friedrichs­ felde   an. Musik und Fahnen müffen zur Stelle fein. Rückmarsch erfolgt geschlossen bis zur Weberwiese.

Der Arbeiter- Samariterbund teilt mit: Die Geschäftsstelle be­findet sich ab heute R 24, Große Hamburger Straße 20, 2. Quergebäude, parferre. Geöffnet ist Montag, Mittwoch, Donners­fag von 9 bis 5 Uhr; Dienstag, Freitag von 9 bis 1 Uhr und 4 bis 8 Uhr; Sonnabend von 9 bis 1 Uhr und 6 bis 9 Uhr. Telephon: Norden 3340. Bei Dienstanforderungen usw. bitten wir, sich an die oben angegebene Adresse zu wenden.

"

Die nächste Nummer des Vorwärts" erscheint am Dienstagmorgen.

Am 2. Weihnachtsfeiertag, Montag, den 26. Dezember 1927, vormittage 11 Uhr, im Großen Schauspielhaus, Karlstraße

Proletarische Feierstunde

Aus dem Guckfasten der Jahrhunderte" Kulturpolitis satirische Szenen, dargestellt von Mitgliedern des Staatstheaters- Stadtmusikanten Ansprache Eintritt 1 M.

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Die juristische Sprechstunde fällt am Dienstag, dem 27. De­gember, aus.

Der Weihnachtsreiseverkehr ist am Freitag sowohl wie am Sonn­abend sehr lebhaft gewesen. Am 23. Dezember wurder. 44 Bor­züge abgelaffen, und zwar von Berlin  , Stettiner Bahnhof 6 Vor­

züge, von der Stadtbahn nach dem Osten 12, von der Stadtbahn nach

Sem Westen 4; vom Görliger Bahnhof 4; vom Lehrter Bahnhof   4; Dom Potsdamer Bahnhof 4 und vom Anhalter Bahnhof   10 Borzüge. Außer den Borzügen wurde von der Stadtbahn nach Königs= berg ein Sonderzug mit ermäßigten Fahrpreisen abgelassen,

der voll besetzt war. Die Vorzüge wiesen eine Besetzung von 80 to auf, die planmäßigen Züge dagegen eine solche von 90 bis 100 Pro3. Der Berkehr ist daher als sehr lebhaft zu bezeichnen, wenn er auch nicht ganz den gestellten Erwartungen entspricht. Der Weihnachts­verkehr am Sonnabend entwickelte sich gut und dürfte bis zu den Abendstunden lebhaft bleiben.

Frische Milch auf den Bahnhöfen Wie wir hören, werden demnächst in den Bahnwirtschaften und auf Bahnsteigen der größeren Bahnhöfe, auf denen Milch zum Berzehr an das reisende Bublikum bereitgehalten wird, Plakate mit der Aufschrift: Frische Milch hier zu haben", angebracht werden. Es liegt jetzt einzig und allein an der reisenden Bevölkerung, besonders an den Frauen und der Jugend, diese dankenswerte Einrichtung durch Benuzung zu fördern.

Die Gesangsgemeinschaft Rosebery d'Argufo veranstaltet am ersten Feiertag im Spreegarten, Treptow  , 19 Uhr, eine fünstlerische und Gemeinschaftsfeier. Uraufführung proletarischer Gesänge. Bro fessor Rosebery d'Arguto wird trog des Unfalls den fünstlerischen Teil dirigieren. Karten an der Abendkaffe.

Gesandschaft und Vorsitzender des Desterreichisch- Deutschen Volksbundes, werden im Neuen Theater am 3oo allmonatlich an einem Sonnabend Nachtvorstellungen veran staltet, bei denen in der Hauptsache österreichische Autoren zu Worte fommen follen. Es mirten mit: Franziska Stinz, Maria Paudler  , Karl Ettlinger  , Rudolf Forster  , Dstar Homolia, Paul Hörbiger   und Oskar Starlweis. Regie: Rudolf Eger. Die erste Vorstellung findet am 25. Dezember um 11 Uhr abends statt. Zur Ausführung gelangt Neftroy's Posse Der Talisman", mit Musik von Franz Rehar. Den Titus Feuerfuchs spielt Baul Hörbiger. Die Vorstellungen enden um 0,45 Uhr, fo daß die Be­nugung der allgemeinen Verkehrsmittel nach Theaterschluß gewährleistet ist. Bestellungen auf Billette, sowie auf Abonnements für alle sechs Borstellungen, nimmt die Kasse des Neuen Theater am 800 entgegen.

ihre geschlossenen und geheisten Salonbdampfer der Winter­Die Reederei Nobiling läßt an den drei Weihnachtsfeiertagen märchentlasse nach dem Müggelsee verfehren. Die Abfahrt erfolgt vor­mittags um 10 libr, nachmittags um 1, 1, 2 und 2 Uhr von der Bannowizbrüde aus.

Vorträge, Vereine und Versammlungen.

Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin   S. 14. Sebastianstr. 37/38. Sof 2 Tr. Reukölln- Brig, 1. Rameradschaft: Montag, 26. Dezember, 9 Uhr, Reuter, Ede Raiser- Friedrich- Straße, Weihnachtsausflug nach Röpc. radichaft Andreas: Bersammlung mit Weihnachtsfeier 19 Uhr bei Heinrich, nid, Wassersportabteilung. Dienstag, 27. Dezember. Friedrichshain  , Same­gange, Ede Krautstraße. Steglig, Kameradschaft Lichterfelde  - Vantwig: 19 Uhr

Weihnachtsfeier in Lehmanns Festsälen, Lantwig, Kaiser- Wilhelm- Str. 30-31. Rarten a 50 Bf. am Gaaleingang. Lichtenberg  , Kameradschaft Boghagen: 19 Uhr Weihnachtsfeier mit Angehörigen bei Lohann, Jung-, Ede Oderstraße. ten Fahnen ohne Tambourkorps pünktlich 14% Uhr am Eingang Zentralfried­hof Friedrichsfelde. Ordnerdienst für die Beisehungsfeier des Kameraden Moltenbuhr.

ichtenberg nebit Kameradschaften: Der gesamte Ortsverein ſteht mit umflor.

Georg Oslar Schumann, hat eine Aenderung feines Namens vorgenommen. Er heißt jest" Berliner endvai Chor", genannt nach dem Rom  .

Der 200 Sänger zählende Arbeiter- Gesangverein Ramenlos", Chormeifler

ponisten Erwin Lendvai   in Koblenz  .

Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin  , 1892. Dienstag, 27. Dezember, 18 Uhr, im Dresdener   Kasino, Dresdener Str. 96, Weihnachts.  feier. Landsleute und Gäste sind sehr willfommen.

Gemischter Chor Norden. Die Uebungsstunde Donnerstag, 29. Dezember ,. fällt aus. Nächste Uebungsstunde Donnerstag, 5. Januar, im Erfrischungs. raum, Grünthaler Str. 5. Neue Mitglieder und Gäste herzlich willkommen.

26.

Generalversammlung Sonnabend, 7. Januar, 20 Uhr, bei Sachse, Lindower Bereinigung chemaliger Kriegsgefangener Groß- Berlin, e. B.   2. Feiertag, 17 Uhr, Beihnachtsfeier im Saalbau Friedrichshain, Gartensaal. Kinder. bescherung. Gäste willkommen.

Der Weihnachtsmann bringt warme Sachen. die Firma Grumach A.-G. 100 bedürftige Kinder mit Im Primus- Palast, Potsdamer Straße  , bescherte einer netten Weihnachtsgabe. Jedes der Kinder bekam einen Karton, darin lag, unter einer Dede von füßen Leckerbissen, ein warmes Klei

Weihnachtsfeier der Schwerhörigen. Die Ortsgruppe Berlin   des Reichsschuhverbandes der Schwerhörigen hält am Dienstag, den 27. Dezember, beginnend 18 Uhr, ihre diesjährige Weihnachtsfeier im Dresdener   Garten, Dresdener Straße 45, ab. Alle Schwer­hörigen mit ihren Familienangehörigen und Freunden sind zu dieser Feier herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Der elektrische große Vielhörer zur Uebermittlung der musikalischen Darbietungen und Rezitationen wird aufgestellt. Jeder Schwerhörige ist mill- Im Anschluß an die Bescherung lief ein Film Das Recht der

tommen.

Ein gemütliches Gefängnis. Im Gefängnis in Troyes   in Frankreich   hatte ein gewisser Charles Hubert, ein 50jähriger Mann, der megen Betruges ein Jahr Gefängnis abzufigen hat, das Ge­fängnisleben aber zu langweilig fand, mit zwei Gefängniswärtern ein Abkommen getroffen, daß er sich abends um 9 Uhr nach Hause begeben dürfe, um gegen Mitternacht wieder in das Gefängnis zurückzukehren. Alles ging gut, bis die Präfektur Wind von der Sache bekam, dem Idyll ein Ende bereitete und die beiden Gefängnis­märter verhaften ließ.

Funkwinkel.

Von Weihnachtsbaum und Weihnachtsbrauch" erzählte Ober­studiendirektor Dr. Lefffon in einem recht für den Weihnachtsabend geeigneten Vortrag. Er berichtete von seltsamen Weihnachtsfitten und gebräuchen in den verschiedenen Gegenden Deutschlands  , und gab auch eine furze Geschichte des Weihnachtsbaumes, der seit 1605 betannt ist. In diesem Jahre wurde in Straßburg   ein Tannen­baum geschmückt. Die Welt aber hat er sich erst in den letzten Am Abend wurde eine stimmungsvolle hundert Jahren erobert. tes. Weihnachtsfeier übermittelt.

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dungsstück, ein Bullover, Handschuhe, Mühen, warme Unterwäsche.

Mutter, der den seelischen Kampf einer armen Mutter gegen die verlockende Pracht des Reichtums schildert. Die Vernunft rät ihr zur Trennung von ihrem Kinde, das bei der kinderlosen Reichen ein weit schöneres Heim finden würde; die Mutterliebe aber trägt zum Schluß den Sieg über sie und die andere davon, die, bezwungen von diesem edelsten aller Gefühle, selbst das Kind in die Arme seiner Mutter zurückführt. Das Ganze ist ein bißchen start von Sentimen­talität durchtränkt und nicht naturgemäß wie immer, wenn des Guten zuviel getan wird, oft etwas fitschig. Aber Weihnachten mag ent chuldigen.

Im Gaalban Friedrichshain veranstaltet der Arbeiter- Turnverein Fichte" am ersten Weihnachtsfeiertag wieder seine diesjährige Vereinsfeier, verbunden mit turnerischen Vorführungen der Musterklassen des Sportvereins. Das be­fannte Fichte- Trio mit feinen humoristisch- satirischen Vorträgen forgt für Humor und Stimmung. An das forgfältig gewählte Programm schließt sich ein Festball an. Am zweiten Feiertag werden vom Neuköllner Artistenverein " Einigkeit" Spezialitäten erster Kräfte hiesiger Bühnen und Varietés vorgeführt, von denen die Besucher sagen werden, das hat Berlin   noch nie gesehen. Also auf zum Gaalbau Friedrichshain  !

Behaglichkeit, Frende und Zufriedenheit herrscht gewiß überall dort, wo der Weihnachtsmann ein Paar Stiller- Schuhe unter den Baum gelegt hat. Troß der gewaltigen Bresche, die der Weihnachtsbedarf in die Riesenvorräte der, Firma, Stiller gerissen hat, sind die Bestände in allen Artikeln noch sehr groß, und in allen den Fällen, wo irgendein Beihnachtswunsch noch übersehen worden ist, kann das Bersäumte zwischen den Feiertagen bequem nachgeholt

werden.

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