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STADT
DES
BEILAGE
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Die Anschlagsäule der Berliner nemt fie immer noch Litfaßsäule beherrscht heute das Straßenbild der großen Städte. Neben dem Zeitungsinferat benutzen die Industrie und Bergnügungsunternehmen den Säulenanschlag, um ihre Waren anzupreifen, um zum Besuch von Veranstaltungen aufzufordern.
Die erste Litfaßfäule.
Im Boffsmunde hat die Kleine, dickbauchige Litfaßsäule, fo ge. nannt nach ihrem Erfinder, viel Spott und Hohn über sich ergehen laisen müssen. Waren doch die ersten Litfaßfäulen freche Eindring finge in die Straßen Berlins . Bis zum Jahre 1848 tannte man feine Retamefäulen. Was der Berfiner Bergnügungsunternehmer feinen Gästen fund tun wollte, platatierte er an den nächsten Straßeneden und Zälinen. Im Jahre 1848 wurden auch politische Aufrufe und Rundgebungen durch derartige Blatatierung befannt gegeben. Mit dieser Reklame war den Staatsbehörden eine Rontrolle über das, was der Berliner zu erfahren bekam, nicht möglich. Staat und Kommunalbehörde erließen darum im Jahre 1851 ein Gefeß, nach dem der Anschlag nur an bestimmten Säulen erfolgen durfte. Der Buchdruder Bitfaß übernahm den Bau dieser Säulen, die nach ihm ihren Namen Litfaßsäule erhielten. Litfaß machte sich die Arbeit leicht. Er benutzte die Berkleidung der Straßenbrunnen, die er mit einem Holzbelag verfah, als Anschlag fäule. Alle Pferdetrantbrunnen in den Berliner Straßen wurden in fleine, bidbauchige Säulen verwandelt, aus denen nur noch ber Bumpenfchwengel und die Waffertülle herausragten. Heber 200 folcher Säulen entstanden nach und nach in Berlin . Das Berliner Anschlagwefen nahm in den Gründerjahren nach 1871 einen wirt schaftlichen Auffchung. Die Industrialisierung und bauliche Ents wicklung Berlins brachte eine Ausgestaltung der gesamten Propaganda, vor allem des Säulenanschlages. 1880 übernahm das AnSchlagmesen eine andere Brivatfirma, die dann die Litfaßfäule umbauen ließ und ihr die heutige Form gab. Im Jahre 1880 standen 300 Anschlagfäufen. Fünf Jahre später hatte fich die Zahl auf 700, 1891 auf 1100, 1912 auf 1500 erhöht. Heute stehen in Berlin über 3000 Anschlagsäulen.
Das Anschlagwesen in städtischer Berwaltung.
Bis zur Zufammenlegung der Vorortstädte um Berlin verpachteten diese die in ihren Straßen liegenden Anschlagfäulen an Brivatunternehmer. Mit der Schaffung der Einheitsgemeinde GroßBerlin wurde auch für das Berliner Anschlagwesen eine Zentrale errichtet, eine städtische Gesellschaft geschaffen. Die Beret"( Berliner Anschlag- und Reflamewesen B. m. b. 5.) wurde als gemeinwirt. fchaftliches Unternehmen zur Bewirtschaftung der Anschlagsäulen gegründet. Alle Bachtverträge mit Privatunternehmern wurden ge Findigt, und nach Ablauf der Kündigungsfrist übernahm die Beret in den Groß- Berliner Bezirken die Bewirtschaftung der Säulen. In zwölf Bezirken hat die Beret" die Verwaltung bereits feit Jahren übernommen, jo in den Berfiner Innenbezirfen mit 1582, in Charlottenburg mit 305, in Schoneberg mit 142, in Neukölln Brig mit 120, in 2ttenberg mit 100, in openid mit 25, in Grünau mit 10, in Friedrichsbagen mit 25, in Rahnsdorf mit 18, in Treptow mit 80, in 3ehlendorf mit 43 unb in Spandau mit 60, zufammen mit 2510 Säulen. In den nächsten Monaten übernimmt Die Beret die Verwaltung der Anschlagfäulen in Panfom und Wilmersdorf . In den Berwaltungsbezirken Steglig, Friedenau , Reinidendorf und Weißenfee wird das Anschlagmesen zurzeit noch von drei Privatfirmen bewirtschaftet. Außer bem Anschlagwesen hat die Beret" die Bewirtschaftung der Dauerfäulen, der Uhrensäulen, der Anschlagfäulentöpfe, der Reflame auf dem Zentralflughafen, auf den städtischen Sport- und Spielplägen und in den städtischen Markthallen übernommen. An die Beret" angeschlossen ist eine eigene Druckerei, in der die Plakate drucktechnisch hergestellt werden fönnen. In der Platatdruckerei find fieben Buchdrud und Hilfsmaschinen aufgestellt. Eine besondere
Förderung im Blatatorudwefen erfuhr die Berwendung von Linoleumichnitten, die eine wirtjame Ausstattung der Blafate mit geringen Kosten ermöglichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Die Beret eine Steigerung ihres Umfages auf 2,7 Millionen Mart gegenüber dem Borjahr von 2.5 Millionen buchen tönnen. Im legten Berichtsjahr beschäftigte sie 146 Arbeiter und 20 ngestellte. Nach einer Bereinbarung mit den Berliner Bezirten wurde die Neuköllner städtische Druderei der Beret angefchloffen. Durch Zusammenlegung der Druckereien waren die Bureau- und Fabrit. räume zu eng geworden, so daß in der Grünstraße neue Räume geschaffen werden mußten, die auf das modernste ausgestattet worden sind.
Die Organisation des Gäulenanschlages.
Das Anschlagwefen erfordert infolge feiner vielgestaltigen Ar beitsgebiete die forgfältige Borbereitung jedes Auftrages. Bird von einer Firma ein Platat angeliefert oder das Manufript zu einem folchen, so muß jeder Auftrag in der Expedition genou registriert werden. In einem fogenannten Säulenbuch werden die Art des Auftrages, die Größe des Blafats und die Tage, an denen der Aushang erfolgen soll, vermerkt. Die Berliner Anschlagfäulen find in Reviere eingeteilt. Jedes Revier hat 24 Säulen, und jedes wird von einem leber bearbeitet. Die Kleber treten abends um 11 Uhr
ihren Dienst an. In großen Regalen finden fie fchon genau fortiert die Anschlagplafate, die in der Nacht berfiebt werden müssen. Auf einer großen Stizze wird mit allen Rebern die Nachtarbeit durch gesprochen, d. h. festgestellt, welche Blatate noch weiterlaufen und melche mit neuen überlebt werden. Sehr häufig belegen die Auftraggeber nur die ameite oder dritte Säule. Formate und Auflagen wechseln täglich. Nachdem die Meber fich das Material für jede ihrer 24 Säulen zurechtgelegt haben, beginnt der aufopfernde Dienst, der meist bis in die frühen Morgenstunden andauert. Bon jedem Rieber wird eine feltene Auffassungsgabe und eine robuſte Gefundheit verlangt, ohne die eine derartig fomplizierte Arbeit nicht zu bewältigen wäre.
Die Beret hat in ber furzen Zeit ihres Bestehens 1921 wurde sie gegründet den Beweis erbracht, daß die Berwaltung des städtischen Anschlagwefens eine nicht geringe Einnahmequelle für den Stadtfädel fein fann. Früher floß privaten Firmen der Berdienst zu, heute erhält die Stadt aus diesem Betriebe Mittel, um Sozialeinrichtungen und dergleichen auszubauen.
Rein Zuschlag für Untervermietung.
Nach uns zugegangenen Mitteilungen häufen sich in lezter Zeit die Fälle, in denen Hausbesitzer durch Rundschreiben oder auf anderem Bege ihren Mietern mitteilen, daß fie die Erlaubnis zur weiteren Untervermietung von der Zahlung eines 3uflages zur Miete abhängig machen Sie begründen diese Forderung in der Regel damit, baß ihnen durch die Untervermietung Mehr toften entſtunden, B. durch Mehrverbrauch von Waffer, startere Abnugung der Mieträume und der Treppen, Mehrverbrauch an Treppenbeleuchtung u. dergl.
Demgegenüber wird hiermit erneut darauf hingewiesen, daß der Hausbefizer feinen Anspruch auf Zahlung eines solchen Miet zuschlages hat, wenn der Mieter gefegliche Miete zahlt. Der Hausbefizer hat auch dann, wenn der Mieter untervermietet hat, nur die gefeßlichen Mietbeträge zu beanspruchen, alfo 120 Broz. der Friedensmiete, wenn der Ber mieter die Schönheitsreparaturen ausführt, und 116 Broz, wenn dies der Mieter tut. Daneben tann der Vermieter 100 Broz. Gemeindezuschlag zur staatlichen Grundvermögenssteuer( nach dem Verhältnis der Friedensmiete!) auf die Mieter umlegen; das sind ungünstigenfalls roz. der Friedens miete. Berlangt also der Hausbefizer von einem Mieter, der gefeßliche Miete zahlt und untervermietet
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RK
VORWARTS
Гошноти
bat, einen Zuschlag für Untervermietung, so fann der Mieter, ohne Nachteile befürchten zu müssen, diese Forderung als unberechtigt zurüdweilen Verweigert der Hausbefizer daraufhin die Erlaubnis zur weiteren Untervermietung, so tann sich der Mieter unter Bea rufung auf§ 29 des Mieterschußgefeßes an das Mieteinigungsamt feines Bezirtes mit dem Antrage wenden, die fehlende Erlaubnis des Bermieters zur Untervermietung zu erfeßen. Diese Ersegung der Erlaubnis zur Untervermietung spricht das Mieteinigungsamt regelmäßig aus, falls nicht der Vermieter einen wichtigen Grund für seine Beigerung nachweisen fann. Die Nichtzahlung eines Zufchlags für Untervermietung ist fein wichtiger Grund.
Berweigert der Bermieter die Erlaubnis zur Untervermietung und unterläßt es der Mieter, sich die fehlende Genehmigung Dom Mieteinigungsamt ersetzen zu lassen, so läuft der Mieter Gefahr, auf Grund des§ 2 des Mieterschußgefeßes wegen ,, unbefugter Ueberlaffung des Mietraums an einen Dritten" im Wege der Mietaufhebungsflage aus seinen Räumen entfernt zu werden. Borsicht!
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Alfo
Renten für abgefundene Kriegsbeschädigte.
In der Zeit der stärksten Inflation hat das Reich weit über 500 000 riegsbeschädigte mit einem geringen Betrage abgefunden und endgültig aus der Versorgung ausgeschlossen. Dem fteten Drängen der Kriegsopferverbände, dem der Reichsverband Deutscher Kriegsbeschädigter noch fürzlich in seinem dem Reichstage. unterbreiteten Gesezentwurf besonders Na hdruck verliehen hatte, hat die Regierung teilweise nachgegeben. Während der Beratungen im Kriegsbeschädigtenausschuß des Reichstages hat der Regierungs pertreter folgende Erklärung abgegeben:
Die Reichsregierung ist bereit, in erweiterte: Auslegung des § 71 des Gefeges über das Verfahren in Versorgungsfachen zu ermöglichen, daß Kriegsbeschädigte, die wegen einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 20 Broz abgefunden worden sind, wieder Versorgung
wenn die Minderung der Erwerbsahina erbaiten tönnen,
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jeẞt auch ohne daß eine Verschlimmerung nachweisbar ist mindestens 25 Broz. be trägt. Die Regierung rechnet dabei bestimmt darauf, daß die Berbände der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen durch entsprechende Aufklärung ihren Mitgliedern von der Einreichung gänzlih unbegründeter Anträge auf diefem Gebiete dringendst abraten. Sie wäre fonft, falls die Versorgungsbehörden mit zmedlosen Anträgen überflutet werden, gezwungen, im Interesse Ser Aufrechterhaltung eines geordneten Dienstbetriebs bei den Berforgungsbehörden diesen Erlaß wieder außer Wirksamkeit zu feßen."
Beiter geht die im Reichspersorgungsblatt Nr. 19 Dom 24. De zember 1927 Deröffentlichte, Durchführungsbestimmung zu§ 25 Abf. 3, die mit Birtung vom 1. Oftober 1927 die Wiedergemährung Don Kente für nachstehende unter die Abfindung gefallene Leiden fichert. Es heißt dort u. a.:
Ber in feiner förperlichen Unversehrtheit schwer beein trächtigt ist, erhält ohne Rücksicht auf den Grab der tatsächlichen Minderung feiner Erwerbsfähigteit eine Mindestrente auf der Grundlage nachstehender Säge:
Berluft von drei oder mehr Fingern ausschließlich des Daumens an der Gebrau hshand
fonft
Berlust des Daumens allein an der Gebrauchshand Berlust der ganzen Kopfhaut( Stalpierung) oder vollständige Erblindung des Auges
Berlust Ses Gaumens
Bertuft aller Zähne
Berlust beider Ohrmuscheln
எம்.
30 Proz
25
25
25
25
25
25
25
25-50
30
30
Abstoßend wirtende Entstellung des Gesichts, die den Umgang mit Menschen erschweren Verlust der Milz oder einer Niere.
Bibernatürlicher After, Urin oder Darmfiftet
3333333 528
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Andere Körperschäden, die den hier aufgezählten gleichzur adyten find, find entsprechend zu berücksichtigen."
02 19706M- asms0
Es hat sich rasch herumgesprochen!
1912U- 9719
Auch die älteren Schwestern der Massary- Privat sind reifer als gestern, sind vollkommene Tat:
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2018- nm60
Der Vater sagt's dem Sohne, der Freund dem Freunde: " Die Marke ist richtig!" Und so muß es auch sein. Die Reklame allein macht's nämlich nicht. In dieser überkultivierten Zeit gesteigerter Genüsse will der Raucher für sein Geld etwas haben.
Überzeugen Sie sich von dem ungewöhnlich hohen Qualitätsniveau der Massary- Zigaretten. Sie dürfen auch an unsere 4- Pfg.- Preislage den Maßstab eines verwöhnten Geschmacks anlegen. 1916M 90
Massary- Prival 4 d
sunnoiesis
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bnu dia!
ohne Mundstück- und mit Goldmundstück
Das ist Tabak!
Aller Lander Fahnen liegen den Massary- Marken bei Wer sie nicht selber sammelt, erfreue ein Kinderherz damit!