Der
daß in der ausländischen Presse Notizen über den Mißbrauch der Arbeitslosenversicherung durch die Arbeiterschaft erschienen. 3wed solcher Denunziationen an das treditgebende Ausland ist klar. Der Vorftoß der Gegner zielt in erster Linie auf eine Berschlechterung der Wartezeit.
Der Borfizende des Baugewertsbundes Bernhardt brachte| Schwierigkeiten macht. Die Hezze der Landwirtschaft ging so weit, die Beratungen über die Regelung der Wartezeit für solche Arbeit nehmer, die jahreszeitlich verminderte Arbeitsgelegenheit haben, zur Sprache. Er legte Verwahrung dagegen ein, daß die Bau arbeiter schlechter behandelt werden sollen als andere Arbeiter. Die Einschränkung des Arbeitsmarktes für Bauarbeiter im Winter fei weniger verursacht durch die Einwirkung der Kälte als durch den allgemein verringerten Auftragsbestand. Die Arbeitstosigkeit fei also weniger durch die Saison als durch die allgemeine Lage, die das Bauen erschwere, verursacht. Er verlangte, daß alle Anschläge auf das Arbeitslosenversicherungs gefeg mit aller Rraft zurüdgewiesen werden.
Spliedt führte hierzu aus: Das Gesetz schreibt eine Wartezeit von sieben Tagen vor und gibt die Mcglichkeit, sie auf drei Tage zu verkürzen, aber auch zu verlängern. Die Verlängerung ift hauptsächlich gedacht für Berufe mit jahreszeitlicher Arbeitslosigkeit. Die Festsetzung der Wartezeit liegt in der Hand der Reichsanstalt. Bisher ist die allgemeine Wartezeit weiter eruf drei Tage belaffen und eine Verlängerung der Wartezeit für Saisonarbeiter über sieben Tage hinaus im wesentlichen verhindert. Diefe Regeling gilt bis zum 1. April. Inzwischen hat eine
Bahlreiche Saisonarbeiter würden davon betroffen werden. Die verficherungstechnischen Schwierigkeiten, die aus der Zugehörigkeit gewisser Saisonarbeiter zur Arbeitslosenversicherung entstehen, sollen nicht verkannt werden. Aber sie dürfen nicht zum Vorwand genommen werden, um, ohne Rücksicht auf fachliche Erwägungen, lediglich aus politischen Gründen den Sinn der Arbeitslosenversicherung in fein Gegenteil zu verdrehen. Spliedt berichtete über die bisherigen Verhandlungen und legte die Möglichkeiten dar, die zu einem befriedigenden Ergebnis führen tönnen. Eine Schmälerung der Leistungen der Versicherung für die Saisonarbeiter ist jetzt schon deshalb auf keinen Fall möglich, weil wir am Ende der saisonmäßigen Arbeitslosigkeit stehen.
In der Diskussion wurde mit großer Entschiedenheit die Auffaffung vertreten, daß die Anordnungen über die Wartezeit unter teinen Umständen Ausnahmegeseze gegen die Arbeiterschichten darstellen, die unter jahreszeitlicher Arbeitslosigkeit leiden. Die AusEinführung des Gefeßes dürfe nicht zu einer Gefahr für die von den Gewerkschaften errungenen Löhne werden, wie es, wenn man die in der Reichsanstalt erörterten Pläne ansieht, den Anschein hat.
fyftematische Hehe gegen die Arbeitslosenversicherung eingesetzt, die sich in erster Linie zwar gegen die beziehung der Landarbeiter richtet, aber dem Wirken unferer Bertreter in der Reichsanstalt ganz allgemein die größten
Großschiffahrt, der es nach Feststellungen des Unternehmerblattes Hansa" in der letzten Zeit durchaus nicht schlecht gegangen ist. Also die Kleinen tonnen zahlen, die Großen wollen nicht.
Lohnerhöhung in der chemischen Industrie.
Schiedsspruch für Hessen , Hessen - Naffau.
Wie uns aus Frankfurt a. M. gemeldet wird, ist ein Schiedsspruch einstimmig für den wirtschaftlich sehr wichtigen Bezirk der chemischen Industrie von Heffen und Heffen- Naffau gefällt worden. Die Wirkung dieses Echiedsspruches ist, daß der Lohn des Fabritarbeiters über 21 Jahre im Wirtschaftsgebiet Frankfurt a. M. von 75 auf 82 Pf. erhöht wird, der der Handmerter von 88 auf 96 Pfder der Arbeiterinnen von 50 auf 55 Pf. Die Kopf. zulage von 2 Pf. pro Stunde für die Frau und jedes Kind bleibt bestehen. In Auswirkung des Schiedsspruches müssen fämtliche bestehenden Attord- und Leistungsprämien jāze um 9,33 Proz. erhöht werden.
Buchdruckerstreif in Effland.
In Estland sind die Buchdrucker wegen der Ablehnung von Lohnforderungen in den Streit eingetreten. Nur 25 Proz. der Belegschaften traten am Mittwoch die Arbeit an. Es erscheinen teine Zeitungen. Man rechnet mit einer Ausdehnung des Streits auf andere Arbeitergruppen. Die Transportarbeiter haben bereits für die nächsten Tage einen Sympathiest reif an gekündigt.
Die Differenzen bei Wertheim beigelegt. Wie uns der Zentraf verband der Hotel, Restaurant- und Café- Angestellten mitteilt, sind die Differenzen mit der Firma A. Wertheim G. m. b. H. wegen der Anerkennung der tariflichen Bestimmlungen für das in den der Schanferlaubnis unterliegenden Räumen beschäftigte Personal bei gelegt. Die Firma wird die fraglichen Arbeitnehmer nach den handeln.
Der Lohnfampf im Buchdruckgewerbe. Berhalten der Bringipale und lehnt ben am 9. März vom Zentral Bestimmungen des Tarifvertrages für das Gastwirtsgewerbe bee
Riefenversammlung der graphischen Hilfsarbeiter.
Die Hilfsarbeiter nahmen am Donnerstag abend in. ben Rammerfalen zu der Situation im Buchdrudgewerbe Stellung. Die Bersammlung war derart besucht daß Hunderte feinen Einlaß mehr fanden.
Der Gauvorfigende Otto Gloth berichtete über die Vorgänge ten Gewerbe und geißelte bie ablehnende Haltung ber Unternehmer zu den mehr als berechtigten Forderungen der graphischen Arbeiter chaft. Als Beweis dafür, daß die Forderungen durchaus nicht über. trieben sind, wies er darauf hin, daß die Organisationen bereits im vorigen Jahre zwischentarifliche Forderungen stellen mußten, weil bies im Interesse der Lebenshaltung der Arbeiter norwendig war. Die Unternehmer zeigten bereits damals völlige Verständnislofinfeit für die Lage der Arbeiterschaft und beriefen sich auf ihren Schein, b. h. auf die Laufzeit des Lohnabkommens bis 31. März 1928.
Aus der von glänzender Kampfesstimmung befeelten Bersammtung wurde mit allem Nachdruck betont, daß mit diesem Unternehmertum mit feinen geradezu glänzenden Konjunkturgewinnen einmal Fraftur geredet werden muß. Die Hilfsarbeiterschaft werde durch die Tat beweisen, daß fie fich nicht mit ungenügenden Lohnaulagen ablpeifen laffen wird.
Mit einstimmiger Annahme nachstehender Resolution fand die imposante Bersammlung ihren Abschluß:
Die außerordentliche Mitgliederversammlung der graphischen Hiffsarbeiter und arbeiterinnen Berlins verurteilt aufs schärffte das
schlichtungsamt gefällten Schiedsspruch ab. Sie ersucht die Organisationen, mit allen gewerkschaftlich zu Gebote stehenden Mitteln für die Durchführung der Lohnforderung Sorge zu tragen. Der Berfammlung verpflichtet alle Mitglieder, am Freitag, dem 23. März, restlos die Kündigungen einzureichen.
Lohnerhöhung in der Elbeschiffahrt.
Für die Binnenschiffahrt des Elbegebietes ist diefer Lage über ein neues Lohnabkommen verhandelt worden. Das äußerste Angebot der Unternehmer ging dahin, ab 1. April eine Erhöhung der Löhne von 2 M. und ab 1. Oktober um eine weitere Mart für den Bootsmann eintreten zu lassen; für die übrigen Gruppen foll der Lohn entsprechend prozentual erhöht werden. Die Lohnerhöhung würde also für ein Jahr 7,3 Broz. betragen. Der Summe nach hätte der Bootsmann, der ein volles Jahr beschäftigt wird, eine Mehreinnahme von 130.; dazu täme die Erhöhung für Ueberstundenvergütung usw., so daß tatsächlich mindestens eine Mehreinnahme von 150 m. zu verzeichnen wäre. Der Deutsche Verkehrsbund hat sich für die Annahme des Vorschlages erflärt.
Das Elbeabkommen reizt unwillkürlich zu Vergleichen mit den Löhnen in der Rheinschiffahrt. 3m Elbegebiet, wo hauptfächlich die Kleinichiffahrt dominiert, ist also eine Lohnerhöhung um 3 M., das heißt von 41 auf 44 Mart möglich, während im Rheingebiet die Unternehmer einen Abbau auf 35 Mart verlangen. Dabei herrscht auf dem Rhein die
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Fettbücklinge Pfund 2028 pt.
Flundern Pfund von 24 P an Fleckheringe ger, Pid. 40 Pt. Spickaal stark, Im
Apfelsinen
Die Mitglieder des Deutschen Baugewerksbundes, und zwar alle Maurer und Hilfsarbeiter sowie die am Tarifvertrag beteiligten Fachgruppen der Bauwerkmeister, Betonbau, Tiefbau, Buzer, Feue rungsmaurer und Steinholzleger werden ersucht, ihre Bezirksves sammlungen zu besuchen, die zu dem Schiedsspruch des Tarifamts Dom 19. März für das Hochbaugewerbe Stellung nehmen. Die Obleute der Fachgruppe Maurer und Hilfsarbeiter müssen sofort nach Schluß der Bersammlung dem Vereinsvorstand des Ergebnis der Abstimmung per Post mitteilen.
Ingendgruppe bes gb. Sente, Freitag, 19% Uhr, finden folgende Beranstaltungen statt: Lichtenberg 1: Gesangsraum des Realgymnasiums Bart aue 12. Vortrag: Unser Reichsjugendtag, Referent Eugen Ernst . Südwest: Sugendheim Belle- Alliance- Str. 7/10. Vortrag: Die gegnerischen Angestellte
verbände." Referent Otto Lammt.
Freie Gewerkschaftsjugend Groß- Berlin. Conntag vormittag 11 Uhr Jahrfünftfeier im Mercedes - Palast, Neukölln , Hermannstr. 214. Unkostenbeitrag 50 Bf. Heute, Freitag, 19% Uhr, tagen die Gruppen: Hermannplek: Gruppenheim Eanderstt. 11. Ede Sobrechtstraße. Bortrag:„ Eine Stunde Staatsbürgerkunde." Webbing: Gruppenheim Stadtbad Wedding, Gericht Straße 65/69. Fortrag:„ Der neue Echulgefeßentwurf und die arbeitende Sugend." Zeppelinglag: Jugendheim des Bezirksamts Wedding, Turiner Ede Seestraße. Reihenvortrag: Cinführung in die Totswirtfdaft." Die Abe rechnungen der Jahrfünfifeiertarten heute in der Jugendzentrale erledigen,
Berantwortlich für Tontit: Dr. Curt Gener; Wirtschaft: G.. Klingelhafer; Gemertidhaftsbewegung: 3. Sterner; Feuilleton : R. S. Döicher: Lokales und Sonstiges: Frig Karstadt : Anzeigen: h. Glode. fämtlich in Berlin . Berlag: Vorwärts- Berlag Gm b S.. Berlin Drud: Vorwärts- Buchbrucetet und Verlaasanstalt Paul Ginger □ Co., Berlin GB 68. Lindenstraße 3. Hierzu 3 Beilagen, Stadtbeilage" unb„ Unterhaltung und Wiffen".
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