Jahren zwischen Biesdorf und Friebrichsfefde bezw. Marzahn ge bildet haben. Von hier waren bis zum nächsten Bahnhof Wege bis zu Stunde zurückzulegen. 4 Auch besteht auf dem Bahn.
zurückzulegen.
hof Maradon nod) immer Jernverkehr. Die Autobusverbindung
schafft also eine bedeutend verbesserte Verkehrsmöglichkeit.
Die Anträge im Einsponprozeß.
68 Jahre Gefängnis, 28 Verteidiger.
Gestern nachmittag begründete Staatsanwaltschaftsrat von Steineder die Strafanträge im EinfponProzeß der 88 Angeklagten, über den wir berichteten, und hielt bei den Hauptbeschuldigten ganz besonders empfindliche Strafen für notwendig. Er beantragte gegen Leopold Balson wegen Betruges in 25 Fällen 4 Jahre Gefängnis, 100 000 21. Geldstraße oder für 1000 m. einen m. weiteren Tag Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust, gegen Gustav Bar any 3 Jahre Gefängnis 100 000 M. Geldstrafe und fünf Jahre Ehrverlust. Insgesamt find annähernd 70 Jahre Gefängnis, 500 000 m. Geldstrafe und 27 Jahre Ehrverlust beantragt.
Bei der Begründung seiner Strafanträge hob Staatsanwalt fchaftsrat v. Steinecker hervor, daß es sich um ein System handele, durch das die Deffentlichkeit auf das schwerste geschädigt worden sei. Gegenüber diesem raffinierten System ſei die Abschreckungstheorie mit hohen Strafen das beste Schutzmittel. Der Staatsanwalt verglich die Hauptangeklagten mit den Häuptern der Hydra und hob noch hervor, daß sich unter den Angeklagten eine auffallend große Zahl von Ausländern befinde, Letten, Polen , Russen, Desterreicher, Tschechoslowaten, Dänen, Schweden und Engländer. Im ganzen wurden vom Staatsanwalt Strafen von 68 Jahren und drei Monaten Gefängnis, 500 000 m. und 27 Jahre Ehrverlust beantragt. Von den 88 Angeklagten waren elf ausgeschieden, so daß nur noch 77 gegenwärtig zur Aburteilung des Schöffengerichts Charlottenburg stehen. Am Dienstag beginnen die Blädoyers ber 28 Berteidiger. stehen. Am Dienstag beginnen die Plädoyers der 28 Berteidiger.
Eifersuchtstragödie in Schöneberg .
Eine blutige Eifersuchtstragödie spielte sich geffern abend furz vot 20 Uhr im Haufe Grunewaldstraße 56 in Schöneberg ab. In ihrer Wohnung wurde die 52jährige Elifabeth U. von ihrem Geliebten, einem angeblichen Baron von Arnim, mit dem 25jährigen Seemann H. überrascht. Nach einem furzen heftigen Wortwechsel zog Arnim eine Pistole hervor und feuerte auf feine Geliebte und den Nebenbuhler mehrere Schüsse ab. Beide tourden schwerverlet Nach vollbrachter Tat flüchtete der Täter und entfam. Frau Uhl und Hain wurden mit lebensgefähr lichen Berlegungen ins& rantenhaus gebracht.
Bum Thema: Nächtliche Buddelei.
Bor wenigen Tagen veröffentlichten wir eine Zuschrift über die ganz unhaltbaren Zustände der nächtlichen Bauarbeiten. Aber
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nicht nur die gesunden Menschen retten sich in ihrer Berzweiflung mit ihrer Bitte in die Deffentlichkeit, auch die Kranken, deren geschwächtem Körperzustand die gestörte Nachtruhe doppelt schabet, melden fich jetzt. Hier wird Nacht für Nacht mit nachdrüdlichster Behemenz gebuddelt, gehämmert, schwere Eisenstüde fallen dröhnend zur Erde usw. Außerdem ist unglücklicherweise auch noch ein Lotal in allernächster Umgebung und das Geräusch der Straßenarbeiten nereinigt sich mit dem Gegröl angetrunkener Gäste zu einem für die schwerkranken einfach unhaltbaren Zustand. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Bolizeirevier in der Albrechtstraße- es handelt sich um das Maria Vittoria Krantenhaus in der Karlstraße 29 versprach man, die polizeiliche Streife dahin zu informieren, daß die Arbeit etwas ruhiger vor sich gehen müsse. Damit ist der Sache wenig oder gar nicht gedient, da ja die diensthabenden Beamten auf ihrem Rundgang, wenn das Glüc gut ist, vielleicht ein bis zweimal hier vorüberkommen. Ein Aufheben der nächtlichen Arbeiten wäre aus baupolizeilichen Gründen nicht möglich, da während des ziemlich lebhaften Tagesverkehres meder der aufgeworfene Schutt auf den Damm geworfen werden dürfte, noch andere verkehrshindernde Arbeiten vorgenommen wer ben tönnten. Dies das Resultat auf der einen Seite. Der Kneipen mirt, dessen Gäfte an zweiter Stelle zur Unruhe beitragen, erklärte furz und bündig: ,, Ach wat, ich hab mein Jeschäft, det besteht jetzt 80 Jahre, mun werd id vielleicht, weil sich auf eenmal een Krankenhaus hersent, etwa meine Bude schließen? Solln se mit ihre Krantenhäuser doch außerhalb der Stadt ziehen!", Man tann ja gerabe nicht sagen, daß seine Beurteilung der Angelegenheit von allzu viel Gemüt trieft, aber etwas Wahres ist an seinen Worten. Krankenhäuser gehören natürlich nicht in die Stadt und noch dazu in berart belebte Berkehrszentren. Wie also den armen Kranten zu helfen ist, das bleibt jetzt dem Menschlichkeitsgefühl und der Energie der maßgebenden Stellen vorbehalten.
Selbstmordversuch im Wohlfahrtsamt.
Anfangskämpfe der Olympiade.
Amerikaner in Front.- Nurmis großer Sieg. Plauener Helbig.
Das Olympische Stadion in Amsterdam war von etwa 35 000 Zuschauern fast aller Nationen besetzt, als am Sonntag die ersten Kämpfe auf der Aschenbahn, am Sprungsfänder und an der Wurfanlage ihren Anfang nahmen.
Sehr verheißungsvoll hatten die Spiele für die Deutschen schon am Vorabend im Saale der Gewichtsheber begonnen. 3m Febergewicht langte es für Bölpert- München zwar nur zu einem dritten Platz bei einer gleichen Leistung mit dem Italiener Gabetti, im Kampf der Leichtgewichte aber erzielte der Blauener§. Helbig die erste goldene Medaille für Deutschland . Er und der Desterreicher W. Haas erzielten gleichgute Leistungen, auch das Körpergewicht der beiden stimmte überein. Die Wettkämpfe des ersten Haupttages im Stadion begannen mit dem Rugelstoßen. zwar mit der achtbaren Leistung von 15,72 meter auf, die Der deutsche Weltrekordmann Emil Hirschfeld Allenstein wartete Beltreforbleistung von 15,87 Meter vor feinem Lands Amerikaner waren aber besser. Johnny Kud siegte mit der mann Brig mit 15,75 Meter, Hirschfeld wurde britter, der süd deutsche Uebler fam mit 14,69 Meter auf den fünften Rang.
Mit großer Spannung fab man den Borläufen über 100 meter entgegen. Hier qualifizierten sich alle vier Deutschen für die zweite Serie, so der deutsche Meister Corts, ber allerdings Lammers, die ihre Läufe faft verhalten gewannen. Auch in der dem Canadier Fitzpatric den Vortritt ließ, sodann Houben und zweiten Serie, also den Borzwischenläufen, fezten sich die Deutschen burch, indem sie sämtlich ben zweiten Platz behaupteten, ohne sich ernstlich auszugeben und auf Sieg zu laufen.
Die Borläufe über 800 meter faben deutscherseits Dr. Pelzer, Engelhardt, Tarnogrodi und Müller in Wettbewerb. Dr. Belger lief ein ganz großes Rennen und gemann in 1: 57,4 leicht, Engelhardt strengte sich gegen den Amerikaner Alody Hahn nicht sonderlich an und begnügte sich damit, hinter dem 1: 56,8 siegenden Hahn den zweiten Blaz zu halten. Das schwerste Los hatte der Dredener Tarnogrodi, der in dem von Keller- Frankreich vor dem Schweizer B. Martin gewonnenen Vorlauf nur vierter werden fonnte und damit ausschied. Der Zehlendorfer Müller dagegen setzte sich durch, indem er hinter den Franzosen Martin( 1,58,8) und Barfi- Ungarn ben dritten Plazz besetzte. Nach dem sechsten Lauf der 100- Meter- Strede murde zum ersten Male die deutsche Flagge am Siegesmaft emporgezogen, der Sieg Helbigs im Gewichtheben murde der Welt verkündet.
Am 400 Meter Hürdenlaufen waren feine Deutschen beteiligt. Für die Entscheidung haben sich Taylor- Amerita in 53,4 Stafien qualifiziert. Don Cuhel- Amerifa und Livingstone- England in 54 Gef. von Facelli
3m 10 000 meter auf stellte turmi feine große laffe neuerlich unter Beweis. Er verwies seinen Bandsmann Ritola, den vorjährigen Sieger, in der olympischen Reforbzeit von 30: 18,4 fnapp auf den zweiten Play, dritter wurde der Schwede Wide. Die Amerikaner feierten ihren zweiten Erfolg im Hochfprung. King fiegte mit der beachtlichen Leistung von 1,94 Meter Köpfe( 1,87 Meter), Bonneder( 1,84 meter) und Huhn( 1,85 Meter) vor seinem Landsmann Hedges mit 1,91 meter. Die Deutschen fonnten sich nicht placieren. Im Gewichtheben der Mittelgewichtsklasse tam der Deutsche Zinner nur auf den vierten Rang, Hoffmann- Magdeburg wurde sechster. In der Vorrunde zum Mannschaftsfechten tämpften Deutschland
Die Kirche fordert!
Klagen über unberechtigte Forderung von kirchensteuern sind uns neuerdings wieder in größerer Zahl zugegangen. Eine besondere Ueberraschung ist es für einen mit einer solchen Forderung belästigten Diffidenten,
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Goldene Medaille für den
Rumänien unentschieden 8: 8, die Deutschen unterlagen bar gegen Dänemart mit 7: 9 und gegen Frankreich mit 6:10.
3weiter Kampftag.
Bon den so start umstrittenen 3mischenläufen und dem Endlauf ber 100- meter- Meisterschaft und den drei Zwischenläufen des 800- Meter- Laufens ging der Glanz des zweiten Kampftages in dent bei prachtvollem Better wieder ausgezeichnet besetzten Diympischen Stadion aus. Daneben interessierten dem deutschen Beobachter ins besondere die 100- Meter- Bor- und Zwischenläufe der Damen, in benent untere Bertreterinnen zunächst eine jp, Dominierende Rolle spielten. Leider blieben den Deutschen teine Enttäuschungen erfpart, aber auch den Ameritanern erging es nicht viel beffer. Gerade die Strecken über 100 Meter und 400 Meter( Hürden) betrachteten die Dantees als eine gelaufene scheidung zu sehen. In allen Fällen tam es jedoch anders, als er Sache", andererseits hofften wir wenigstens zwei unserer Sprinter im Endlauf der 100- meter und Dr. Pelzer in der 800- Meter- Ents mußten in der 400- meter- Hürdenstrecke dem Engländer Lord wartet. Die Amerianer famen im Sprinterlauf als Letzte ein und Burghlen den Sieg überlassen, von den Deutschen blieben Corts und Houben in den Zwischenläufen der Sprinterftrede hängen und Dr. Pelzer scheiterte in seinem 800- meter- 3wischenlauf. Im ersten 3mischenlauf über 100 meter siegte der Amerikaner Mc. Allister in 10,6 vor Williams- Kanada , Legg- Südafrika fomie Houben und Bracey, im zweiten Zwischenlauf tam Lammers hinter dem in 10,6 fiegenden Engländer London als Zweiter ein vor Wytoff- Amerita, während Coris nur fünfter zwei Fehlstarts in Linie ab und lagen auch bei 50 meter fast nody werden fonnte. Im Endlauf tamen die sechs Teilnehmer nach auf gleicher Höhe. In den letzten 30 Metern zog der Kanadier
Williams davon, der dann sicher in 10,8 mit einem Meter Bor sprung vor London - England gemann, einen halben Meter zurüc folgte der Turnermeister Lammers flar vor Legg- Südafrita, während die beiden Amerikaner Wytoff und Mc. Allister 800 Meter jah Dr. Pelzer nach etwa 200 meter an der den Beschluß bildeten. Der erste 3 wischenlauf über Spige und eine Runde lang das Feld anführen. Om ent scheidenden Moment war er jedoch mit seinen Kräften zu Ende und mußte einen Läufer nach dem anderen passieren lassen. Fuller. Amerita siegte in 1: 55,6 vor 2owe- England( 1 Meter) und Keller Frankreich . Meister Engelhardt fonnte sich als einziger Deutscher für das Finale qualifizieren, denn er besepte im 3 mei ten 3risenlauf den dritten Plak mit nur einem Meter Rüdstand hinter Bylehn Schweden( 1: 55,6) und WatsonAmerita( Brustbreite zur.). Der Zehlendorfer F. Müller stand im britten Lauf auf verlorenem Posten. Hier lief der Ameritaner 21oyd Hahn mit 1: 52,6 die beste 3eit aller Konfurrenten heraus. Edwards- Kanada wurde 3weiter vor dem Fran zofen S. Martin. Im 100 Meter Lauf der Damen gemannen die deutschen Bertreterinnen sämtlich ihre Borläufe, Stein berg - Berlin , Schmidt- Bremen und Junker- Kassel in je 12,8 Sef., Holdmann- Hamburg 13 Set. den 3wlichenfäufen Holdmann Hamburg in 13 Set. schieden Fr Holdmann( Vierte hinter Rosenfeld Kanada int 12,4, Smith- Kanada und Washburn- Amerita) und die Turners meisterin unter( Dritte hinter Robinson Australien in 12,4 und Coot - Kanada ) aus, im dritten Zwischenlauf siegte dann Fr Schmidt in 12,4 Dor Fr. Steinberg. Diese beiden dentschen Damen fomnen somit in den Endlauf. Hammerwerfen und 400 Meter Hurdenlaufen gingen ohne deutsche Beteili gung vor sich. Im Hürdenlauf triumphierte der Engländer Lord Burghlen in 53,4 Set. über die Amerikaner Cuhel( 1 meter). und Taylor( 4 meter), das Hammerwerfen gemann der Ire O'Callaghan mit 51,39 Meter vor Stöld- Schweden mit 51,29 Meter und Blad- Amerita mit 49,03 meter.
mit
Aus den Wettkämpfen im Florett Mannschaftsfech ten sind die Deutschen nach dem Unentschieden Rumänien und den Niederlagen durch Dänemart und Frankreich ausgeschieden
wenn dem Schreiben auch noch das Flugblatt„ Ein Wort zur Kirchenstein Berlin- Lichterfelde wurde ihm noch für 1918
Kirchensteuer" beigefügt ist, mit dem in diesem Jahre der Kirchenfteuererhöhung von 8 Proz. auf 10 Proz. die Kirche fich an ihre zahlungsunluftigen Gläubigen wendet. Wird man nicht endlich wirksame Maßregeln treffen, die Beläftigungen von längst nicht mehr zur Kirche gehörenden Personen zu verhüten?
Nach einer der vielen von uns gebrachten Beröffentlichungen geantwortet, wir möchten unsere Leser lieber ermahnen, bei der allüber Beschwerden dieser Art wurde uns einmal von firchlicher Seite jährlich im Herbst zu Besteuerungszwecken ausgeführten Bersonenstandsaufnahmen genau ihre Konfeffion oder Konfef= fionslosigteit anzugeben. Ach, es bedurfte nicht erst der Anregung, denn wir hatten diesen Rat, dessen Befolgung angeblich mehrfach in unserem Blatt erörtert. Aber auch die größte Borsicht vor unberechtigten Kirchensteuerforderungen schüßt, schon längst und und Gewissenhaftigkeit bei der Ausfüllung des Personenstandsauf=
Im Wohlfahrtsamt Prenzlauer Berg erschien geften der Händler Richard Jotel, Kniprodeft. 17 wohnhaft, mit dem Antrage, ihm zum Antauf eines Pferdes sofort den Betrag von hundert Mark zu bewilligen und zu zahlen. Er wurde zum Aufnahmebureau verwiesen, um einen entsprechenden Antrag aufnehmen zu laffen, da ohne eine Prüfung seiner Verhältnisse natür lich ein so hoher Betrag nicht ohne weiteres gegeben werden fömme. Im Aufnahmezimmer erlift Jofel einen Anfall von Herzfrämpfen, und während ein im Sanitätsdienst ausgebildeter Angestellter sich mit ihm beschäftigte, zog Jofel plöklich unbemerkt einen Revolver aus der Tasche und schoß sich mit dem Ausruf Alles verloren" eine Kugel in die Brust. Der herbeigerufene Arzi stellte eine anscheinend leichtere Berlegungnahmebogens hat nicht immer davor geschüßt, nach lange fest und ließ den Verwundeten in das Krankenhaus Friedrichshain überführen.
Bergmanns Haftentlassungsantrag abgelehnt. Der Haftprüfungstermin über den Antrag des Rechts= anwaltes Dr. S. Feblowicz, den bekannten Angeklagten in Der Sombarbaffäre Bergmann für hast unfähig zu erklären und aus der Untersuchungshaft zu entlassen, fand gestern um 12 Uhr statt. Bergmann wurde dem Gericht aus dem Lazarett po geführt. Es wurde der Leiter des Lazaretts im Untersuchungs gefängnis, Medizinalrat Dr. Wofer, gehört, der sich eingehend über den Gesundheitszustand Bergmanns äußerte. Bei feiner Einlieferung wog Bergmann zwei 3entner. Er hatte bis zum 4. Juli 16 fund abgenommen, aber von diesem Tage bis heute um weitere 14 Bfund. Diese Gewichtsabnahme führte der Sachverständige auf den starken psychischen Drud zurüd, der durch die
Er bar jeboch ber anſight, daß dieje Gewichtsabnahme teine
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Rebensgefahr bebeute. Bedentlich sei dagegen das Bruchleiden Bergmanns, das auch seine Aufnahme in das Lazarett ber anlaßt habe. Hier tönnte möglicherweise eine Darmverschlin. gung oder Einflemmung eintreten. Bei der modernen Einrichtung des Lazarettes jei man aber in der Lage, binnen einer Stunde ärztliche Hilfe eintreten zu lassen. Aus diesem Grunde bestehe bei der Fortdauer der Untersuchungshaft auch nach dieser Richtung hin feine Lebensgefahr. Auf Grund dieses Gutachtens ist von der Straffammer der Antrag auf aftentlaffung Berg manns abgelehnt worden.
8uvor pollzogenem Austritt aus der Kirche noch mit einer unberech tigten Kirchensteuerforderung bedrängt zu werden. Wir müssen bei diesen immer wiederkehrenden Beschwerden es uns leider versagen, die Aeußerungen der Beschwerdeführer wiederzugeben, aus denen die Kirche ersehen fönnte, wie man über solche Mißgriffe der Kirchensteuereinforderung denkt. Den Freunden der Kirche, ſtänden die Haare zu Berge, wenn sie hörten, welche Ansichten da im Volke verbreitet sind. Für die Kirche wird ein Dissident mit einer unberechtigten Forderung heimgesucht, und dann wird ihm auch noch die Pflicht auferlegt, unter Aufwendung von Zeit und Gelb den Nachweis zu führen, daß er nicht zahlungspflichtig ist! Lut er das nicht, dann hat er das wird ihm angekündigt Zwangs beitreibung zu erwarten. Für welche andere Körperschaft darf so oorgegangen werden? Nur die Kirche hat das Borrecht, bag für ihre Steueriorderung nicht sie den Nachweis der Berech
tigung zu führen braut
Aus den die Kirchensteuer betreffenden Zuschriften, die in letzter Seit an uns gelangt find, sei eine besonders herausgegriffen Sie
Achtung! Leserinnen der Frauenwelt!
Freitag, den 3. Auguft, große gemeinsame Dampferfahrt nach Boilersdorfer Schleuse. Abfahrt morgens 9 Uhr ab Oberbaum oder Baisenbrüde. Starten zum Preise von 1,30 M für Erwachsene, Kinder, 50 Bfg. find noch im Sefretariat der Arbeiterwohlfahrt, Lindenstraße 3 2. Bof, 2 Treppen, Bimmer 1, aut haben.
betrifft eine unberechtigte Kirchensteuerforderung, die schon recht meit zurüd liegt. Der Fall verdient aber noch jest Erwähnung, weil er zeigt, was im Kirchensteuerwesen möglich ist. Unser Gewährsmann, ein hochbetagter Parteigenosse, hat schon im Jahre 1878, vor jetzt einem Halbjahrhundert, in Weimar seinen Austritt aus der Kirche vollzogen. Aber abgefordert, fozusagen zur Feier der damals vierzigsten Wiedertehr seines Kirchenaustrittes. Das war doch ein Reford, der wohl nicht so leicht zu übertreffen ist. Aehnliche Belästigungen hatte unser Genosse schon feit 1909, wo er nach Berlin übersiedelte, non Zeit zu Zeit immer wieder über sich ergehen laffen müssen. Lehrreich ist übrigens, zu hören, warum der jetzt hochbetagte Genosse damals der Kirche den Rücken tehrte. Er tat es, nachdem in Weimar im Jahre 1878 bei ber Ginweihung eines Striegerdenkmals für 1870/71 ein Bastor in seiner Weiherede sich eine Berherrlichung des Krieges geleistet hatte. Das war die rechte Antwort, zu der aber in jener Zeit noch Mut gehörte.co
Zwei jugendliche Retter.
Das Spiel an der Uferböschung.
Beim Spielen an der Uferböschung stürzten gestern nachmittag der sechsjährige Ulbrich Schmolta aus der Böhmischenstraße 42 in Reutolln und sein fünfjähriger Bruder Arnold in der Grenz- Allee in den Neutöllner SchiffahristanaL Auf die Hilfeschreie der Kinder sprangen furg entschlossen eine noch unbetannte etwa 14jährige Schülerin und der 12jährige Schüler Berner Ruben aus der Brufendorfer Straße 20 ins Wasser. Es gelang den mutigen jungen Rettern, die verunglückten Kinder zu erfalſen und an Land zu bringen. Da die kleinen das Bewußtsein verloren hatten, mußte die Feuerwehr alarmiert werden.
teinen Erfolg mehr. Sein Bruder wurde ins Leben zurückgerufen Die Wiederbelebungsversuche hatten bei Arnold Sch. jedoch und ins Briger Krankenhaus übergeführt.
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Bauhüttenfeft. Auf für die Arbeiterschaft historischem Boden in Treptom feierte die ,, Deutsche Bauhütte" am Sonnabend mit all ihren Mitarbeitern das Bauhüttenfeft. Auf der Spreeinfel btet war der größte Teil des Gartens mit rot und schwarzrotgolbenen Fahnen ausgeschmüdt. Ein Riefentransparent aus rotem Luch mit der Maurertelle, dem Betchen der Bauhütte, entbietet den Willkommengruß. Bis faft auf den letzten Blaz füllte fich der Garten. Außer den Arbeitern und Angestellten der Bauhütten
Laxin
führt ab, es wirkt sehr milde, versuch es, und Du bist im Bilde