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Oer Internationale Kongreß. (Fortsetzung von der I. Seite.) zeichnender und vielleicht bedeutsamer Schritt vorwärts. Aber wir übersehen nicht die ungeheure gewaltige Aufgabe, die noch immer vor uns steht. Nor vier Jahren Hot in Genf die 5. Völkerbundsoersammlung unt#r der Führung der Linksregierungen in zwei großen Ländern ein Dokument entworfen, das als das Genfer Protokoll geschichtliche Bedeutung erlangt hat. Das Protokoll war eine große Scharte. Die V. Völkerbunds- Versammlung gab damals zum ersten Male auf die bis dahin un- gelöst« internationale Frage des Friedens deutliche Antwort. Sie schuf einen vollständigen Mechanismus, ein vollständiges Gesetz für die Einrichtung und Erhaltung des Friedens. Indem sie an dieses Problem des Krieges heranging und die Mittel aufzeigte, durch die es aus der Welt geschafft werden kann, hat die Z. Völkerbundsver- sammUmg den Weg gebahnt, den die Regierungen früher oder später werdcn beschreiten müssen. Denn der Krieg ist heule das wichtigste aller Probleme geworden, die zu lösen Aufgabe der Regierungen ist. Bestimmte uni> nicht ganz unbeträchtliche Ergebnisse sind erzielt worden. Ich er- innere an die Einsetzung der vorbereitenden Abrüstungs- kom Mission, an die Tagung der Schiedsgerichts- und Sicherheitskommission, und nun liegen der Welt die Bor - schlage Kcllozgs über den vollständigen Verzicht auf den Krieg als ein Mittel der nationalen Politik unserer Regierungen vor. Auch das sind konkrete Vorschläge, die den Regierungen in der wichtigen Frage der nationalen-Sicherheit gemacht werden. Wenn diese Vor» schlage angenommen werden, würden sie in weitgehendem Maße d i e Sicherheit herbeiführen, die von so vielen Regierungen verlangt wird. Aber noch viel mehr wäre getan worden, wenn nicht die zögernd« oder offen reaktionär« Haltung der kapitalistischen Regie- rungen gewcsm wäre, die jetzt an der Macht sind. Aber der Zeit- punkt, wo es heißt, Farbe zu bekennen, ist nah«. Niemals zuvor waren die Völker so bereit zum Fortschritt, den ihnen dt« Regie- rungen oevfagen. Niemals zuvor sind die Reglerungm so feige zurückgewichen, während die Völker sie vorwärtsgehen hießen. Auf unseren Schultern liegt die Pflicht, die Arbeiterklasse in das Reich des Friedens und der Freiheit zu führen und den Weg zu bereiten für die sozialistische Gesellschajt."(Stürmischer Beifall.) Es folgt ein ausgezeichneter Gesangsvortrag der Brüsseler Ar- bcitersängcr. Anschließend nimmt Vandervelde -Äelgien für die belgische Arbeiterpartei das Wort. Er zieht zunächst einen Vergleich zwischen den Zuständen vor ungefähr 4» Jahren, als in Brüssel ein Koitgreß der Internationale stattfand, und den heutigen Zuständen. Damals keine Vertretung in den Pari a- menten, keine Rechte, und heute? Heute, im Jahre 1928, bilden die Vertreter der Sozialistischen Arbeikerinternationale eine Macht, mit der jede andere Macht auf Erden rechnet. Die schwachen natio- nalen Gruppen von damals sind fast alle mächtige Parteien ge- worden, die die große Mehrheit der Arbeiterklasse umfassen und manchnial, eben wegen ihrer Machtfülle, nicht mehr in der Oppo- sition bleiben können. Aber gleichviel, ob wir in der Opposition»der in der Regierung sind, unser Kampf muß stet» der gleiche sein: der Kampf für die völlige Verwirklichung des Sozialismus und zu- gleich der Kampf, wie er richtig genannt wird, der Harle Kampf für den Frieden. Aber jähren denn nicht olle verantwortlichen Männer das Wort Frieden auf den Lippen? Sind nicht all« Außenminister Kandidaten für den Nobelpreis? Kellagg wird ihn sicher demnächst erhalten. Vermutlich hält es auch Musiolini nicht für aussichtslos. Ihn«ine» Tages zu bekommen. Werden wir nicht überdies dem prächtigen Schauspiel beiwohnen, daß die wichtigsten Staaten der Welt feierlich die gegenseitige Verpflichtung übernehmen, sich des Krieges nicht mehr als eines Mittels der nationalen Politik zu bedienen? Allerdings fo fuhr Vanderoelde ironisch fort herrscht zwischen den Regierungen Einverständnis darüber, daß Rica- rogua zu Intervenieren nicht Krieg bedeutet, Korfu zu bombardieren, Revolten In Damaskus und Marokko nieder-usästagen, Truppen in Schantung zu landen, die Ordnung in Nanking wiederherzustellen, olles das nicht Krieg ist. Gleichviel, ich bin mit Henderson der Ansicht, daß der feierliche Pakt zwischen den Siegern und den Besiegten des Weltkrieges keine gleichgültige oder belanglose Sache ist. Er bedeutet eine neuerliche Stärkung der Argumente aus den Friedensverträgen selb st für die Ab- ruft un g, die Räumung der besetzten Gebiete und das Selbst- bestimmungsrecht der Völker. Was wird man denn in der Tat Strefemann, dem Unterzeichner der Verträge von Locarno und des Kellogpaktes, antworten können, wenn er morgen den Alli- ierten von gestern sagen wird: Die militärischen Bestimmungen des Verfailler Derirages haben den Zweck,die Vorbereitung einer allge- meinen Beschränkimg der Rüstungen zu ermöglichen�. Ihr habt sestgeslell«, daß wir abgerüstet haben. Wir sind einig im Entschluß, in Zukunft niemals zum Kriege zu schreite». Woraus wartet ihr noch, um abzurüsten und wie Paul Voncour es nannte ein« moralische und juristische Verpslichtung zu erfüllen? Artikel 1 des Völterbundspaktes sagt, daß der Völkerbund sich aus Staaten zusammensetzt,die sich frei regieren". Ihr hobt uns ausgenommen, ihr habt uns einen Rats- s i tz eingeräumt, ihr habt uns mit euch als Hüter des europäischen Friedens eingesetzt. Ihr habt eben mit uns vereinbart, den Krieg zu ächten. Worauf wartet ihr. um eure Besatzung au» dem Rhein­land zurückzuziehen, um un» nach lOjähriger Besatzung! das Recht zurückzugeben, uns frei auf dem ganzen uns gebliebenen Gebiet zu regieren? Artikel 19 des Paktes sieht vor, daß die Völkerbunds- Versammlung von Zeit zu Zeit die Verträge prüfen und in der Folge Ihre einvcrsiändliche Revision in Aussicht nehmen kann. Wir haben eben unsere Verpflichtung erneuert, diese Revision nicht mit Gewalt zu versuchen. Schafft das nicht für Euch die moralisch« Verpslichtung, mit uns.zusammen zu prüfen, ob in den Rachkriegsverlrägen es Ungerechtigkeiten gibt, die im Interesse des Friedens eine Gutmachung erfordern? Di« logische Folge des Kelloggpaktes ist geradezu die Räumung des Rheinlondes. Ich weiß, daß man versuchen wird, gegen diese Argu- mentation eine andere vorzubringen und man sich bemühen wird, gewisse Zugeständnisse nur gegen die Bewilligung anderer zu machen. In Wirklichkeit werden in all diesen Fragen, ob es sich nun um die Abrüstung, die Aufhebung der militärischen Besetzungen, das Selbst- bestimmungsrecht der Völker handelt, die künftigen Lösungen in weitem Auemaß von dem Einfluß abhängen, den die Parteien des demokratischen Sozialismus in den verschiedensten Ländern und in den verschiedensten Regierungen auszuüben imstande sein werden.

Wir fordern nach wie vor die Annullierung der internationalen Schulden. Wir sind der Meinung, daß militärische Besetzungen sowohl drückend als auch unwirksam sind. Und überdies bilden sie ständigen Grund zur Erregung und zu Konflikten. Wir fordern, daß die Abrüstung nicht allein einigen Staaten aufgezwungen, sondern von allen verwirklicht wird. Wir bekräftigen das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Wenn die großen Parteien der Internationale an der Macht sein werden, wird dieses Programm verwirklicht werden. Aber auch schon bevor das der Fall sein wird, wird sich unter dem wachsenden Druck der sozialistischen Parteien wenigstens eine gewisse Annäherung der Wirklichkeit an dieses Programm durchsetzen lassen. Deutschland hat sich eben zum ersten Male irr ruhigen Zeiten eine Regierung gebildet, deren Pfeiler der demokratische Sozialismus ist, die mit Recht fordern kann, daß man ihr Vertrauen schenkt. Vanderoelde wendet sich dann noch mit aller Schärfe gegen die Taktik der Kom- munisten und gegen das Regiment der Diktatur. - Als er geendet hatte, wurde er minutenlang stünnisch gefeiert. Auf Antrag Vandeweldes beschloß der Kongreß unter lebhaftem Beifall, an den erkrankten und deshalb abwesenden Genossen Otto Wels ein Sympathietelegramm abzuschicken, ebenso an den Ge- nosien Eduard Bernstein und Karl K a u t s k y. Der Kongreß vertagte sich kurz nach 1 Uhr nachmittags, um an einer Demonstrativ» der belgischen Arbeiterorganisationen teilzu- nehmen. Weiterberatung Montag 9 Uhr. Als die Kongreßteilizchmer in der 2. Nachmittagsstunde i das Volkshaus verließen, waren auf der Straße Hundert» tausende von Männern, Frauen und Kindern!

auf den Beinen, die an der Kundgebung der belgischen pro« letarischen Oraanisationen, insbesondere der Arbeiterturner: und der Arbeitermilizen, teilnehmen wollten. Die größten Straßen Brüssels waren fast drei Stunden lang ab-e g e s p e r r t, um den vorzüglich organisierten D:mollstrations« zug durchzulassen. Für die Delegierten des Kongresses wari ein Podium auf einem Platz im Regierungsviertel aufgebaut worden. Von diesem Platz aus hatte man eine großartige Aussicht auf eine kilometerlange Anmarschstraße des Fest- zuges. Man sah eine endlose Schlange von Menschen, die sich auf der ansteigenden Straße dem Platz näherte. H u n- d e r t e von Musikkapellen, die bei der Ankunft auf dem Platz die Internationale spielten, Tausende von roten, kostbar bestickten Fahnen, die vor den Kongreßdelegier- ten geschwenkt wurden, gaben dem Zug ein buntes und fest- liches Gepräge. Auch kleine ausländische Delegationen� darunter deutsche, französische, österreichische und tschechische Arbeiterturner, Wandervögel und Studenten waren im Zuge und wurden besonders lebhaft auf dem ganzen Wege und von den Kongreßteilnehmern mit Beifall und Tücherschwenken begrüßt. Der rote Fahnenwald machte einen über- wältigendcn Eindruck, aber fast noch größer war die Begeiste- rung, als die A r b e i t e r m i l i z e n, das sozialistische Reichsbanner der belgischen Arbeiterschaft, in vorzüglich auf- tretenden Hundertschaften eine ganze Stunde lang defilierten. Selbst die deutschen und die österreichischen Genossen, die schon manchen erhebenden Massenumzua erlebt haben, gaben einmütig zum Ausdruck, daß dieser Aufmarsch eines ihrer schönsten Erlebnisse war.

Oie Teilnehmer haben angehängt! Moskau kommt zu spät für Kriegsverzichtsverhaudlungen.

Woskau, 6. August. In einer Unterredung mit Pressevertretern erklärte Außen- minister Tschitfcherin über den Kellogg-Pakt und die Stellungnahme der Sowjetunion dazu, daß die Mächte nicht daran gedacht hätten, die Sowjetunion zur Teilnahme an diesen Berhandlungen aufzufordern. Die Verhandlungen seien ein Bestandteil der PoNiik der Einkreisung der Sowjetunion , welche gegenwärtig im Mittelpunkt der internationalen Beziehungen der ganzen Welt stehe. Litwinofs habe glänzend nachgewiejen, daß das Verbot des Krieges als Werkzeug der Nationalpolitik nur ein« Umschreibung sei für die Borbereitung des Krieges als Wertzeug der inter - nationalen Konterrevolution.(!) Die französijch« Rc- gisrung hob« betont, daß der Kellogg-Pakt zum Schutz der be- stehenden internationalen Vertragsbeziehungen gedacht sei; Staaten dürfen zur Sicherung bestchender Dertragsbezichungen Krieg führen. Die Verträge Frankreichs mit Polen und Rumänien er- scheinen als solche, so daß ein aus ihnen hervorgehender Krieg kein Krieg als Werkzeug nationaler Politik, sondern ein Krieg zur Ve r- ewigung der bestehenden friedlichen und freund- schaftlichen Beziehungen zwischen den Teilnehmern des Patte» wäre. Aus letzter Zeit feien einige neu« Tatsachen zu oerzeichnen. Ein bedeutender Teil der deutschen Presse befürworte die Heranziehung der Sowjetunion zur Teilnahme am Patt, einige liberale englische Blätter, wieDaily News", und einige französische Linfsblätter, auch ein Teil der amerikanischen Presse äußerten sich in demselben Sinne. Der Pakt ist noch nicht unter- zeichnet, noch kann mit der Sowjetunion über den Inhalt des Paktes verhandelt werden. Ich kann erklären, daß unsere Regierung bereit ist, an diesen Verhandlungen teilzunehmen. Von dem Inhalt dieser Verhandlungen wird ihr Ausgang abhängen: aber die Sowjettogierung meint, daß die Möglichkeit, den Kellogg-Pakt zu unterschreiben, für sie nicht ausgeschlossen ist. Den Kriegen ein Ende zu machen, ist«in Hauptzweck der Politik der Sowjetunion . Unsere Regierung ist bestrebt, aus ihrer Politik die Möglichkeit jeglichen Kriege» zu beseitigen. Wir wollen auch die Kriege beseitigen, welche als Werkzeug der Rationalpolitik dienen. Aber wir betrachten dieses Verbot als einen ungenügenden Akt. Unsere Presse hat vieles geleistet, um den wahren Sinn des Kellogg -Paktes klarzustellen, gm Falle unserer Teilnahm« an den Verhandlungen würden wir die von unserem Standpunkt aus notwendigen Aenderungen des Paktes vorschlagen. Unsere Regierung hebt hervor, daß der Kellogg- Pakt am meisten durch den Umstand entweriet wird, daß er nicht von einer Verpflichtung in der Abrüstungsfrage begleitet ist. Die von dem einflußreichsten Teile der Presse Englands, Frank» reichs und der Vereinigten Staaten eingenommene Stellung

Christliche Revolution.

Kapitalismus und Christentum stehen einander gegenüber wie Feuer und Waffer." (X>er Deutsche" vom 5. Juli.)

Soweit hast du das eingesehen. Aber nun versuche ein- mal, ob du den Geldschrank durch Gebet öffnen kannst."

läßt uns wenig Hoffnung für unsere Teilnahme an diesen Verhandlungen. Unsere Regierung würde es für äußerst abnorm halten, wenn ohne ihre Teilnahm« verhandelt würde. Wenn sie dennoch herangezogen wird, so wiederhole ich, daß die Möglichkeit einer Teilnahme unserer Regierung an der Unterzeichnung des Kellogg -Pakies nicht ausgeschlossen ist. Die Moskauer angeblichenVoltsbeauftragten" sind etwas spät ausgewacht. Die Verhandlungen über den Kriegs- verzichtspakt haben vor neun Monaten begonnen, sie sind vor vier Wochen abgeschlossen worden; die Einladungen zur Unterzeichnung in Paris in drei Wochen sind vor acht Tagen sämtlich ergangen. Jetzt will Moskau mit einem Male an den Berhandlungen teilnehmen. Das sieht so aus, als od man sich dümmer stellt, als man ist. Es war im I a n u a r zu bedauern, daß Moskau zu den diplomatischen Gesprächen nicht eingeladen war. Das lag daran, daß sie von Washington begonnen wurden, von wo der Draht nach Moskau noch nicht wieder gelegt ist. Aber über Paris haben Prag und Warschau , und via London haben Ottawa , Kapstadt , Eanäerra, Wellington , Delhi die Verbindung mit Washington bekommen; über Berlin hätte Moskau ober ebenso leicht mit Washington sprechen können. Diese Ver- bindung hätte London nicht gestört, darauf wurde Cbamber- lain erst vor einigen Tagen von der Arbeiterpartei festgelegt. Jetzt sind die Gespräche beendet, die 15 Teilnehmer haben die Hörer wieder aus die Gabel gelegt. Und jetzt e r st will Moskau mitreden! Und warum? Um auf die Telephon - zentrale der Demokratien zu schimpfen! Unfähig, richtig zu verstehen, was in der Welt außerhalb Moskaus vorgeht, haben die Sowjetmachthaber versäumt, rechtzeitig das richtige zu tun und sich zur Teilnahme zu melden. Weil man das Ferngespräch nicht angemeldet hat, sollen die anderen Teilnehmer schuld sein! Moskau wird also jetzt fürchterlich über die anderen Mächte schimpfen, eine neue Einkreisung und ihren ewigen Kriegswillen konstatieren. Da der Beitritt der Sowjetunion aber später offensteht, sollten sie lieber in ihren Ausdrücken vorsichtig sein, damit sie sich den Weg zur Vernunft nicht verbauen.

Kroate erschießt Gerben. Ein politisches Racheottentat in Südslowien. Belgard , S. August. Heule früh um 2 Uhr wurde in Agram der Redakteur des in Belgrad erscheinenden BlattesIedinstvo", Vlada Ristooic, von dem Bohnarbeiter Iojip Sunic durch sieben Revolverjchüsje getötet. Dabei wurden auch ein Polizist und ein Passant verletzt. Ristovic begab sich Sonnabend früh nach Agram, wo er abends in dem GasthausKalo" speiste. Dort geriet er in einem Wort- Wechsel mit Kroaten , die ihn einen Meuchelmörder nannten, weil er vor dem Abgeordnetenmord in der Kammer zum Morden gehetzt hatte. Ristovic erwiderte in gleichem Tone. Dem Wortwechsel folgte eine Schlägerei. Einer der Kroaten schlug Ristovic mit einem Stock auf den Kops, so daß er blutüberströmt zusammenbrach. Auf Einschreiten de» Gastwirtes verließ dann Ristovic das Lokal und er- griff die Flucht, da er Verfolgung befürchtete. Vor dem Kaffeehaus .Korso" wurde er von einem Kriminalpolizisten angehalten und ging mit ihm nach der Polizei. Von hier wurde er zu einer Rettungsstelle gebracht. Auf der Straße schloß sich ihnen ein unbekannter junger Mann an, der vor dem Krankenhaus auf Ristooic wartete und ihn mit der Frage empfing:Wie hat der Ehefredakteur desJedinstoo" es gewagt, nach Agram zu kommen, nachdem er doch geschrieben hatte, daß Raditsch getötet werden sollt e?" Ristovic er- widerte:I a, das hat dieIcdinfwo" geschrieben und Raditsch mußte getötet werden." Aus diese Erklärung hin feuerte der junge Mann sieben Schüsse auf Ristovic ab, der sofort getötet wurde. Aus der Polizei erklärte der Attentäter, Iosip Sunic, er kenne schon seit langem Ristovic und habe beschlossen/ gegen ihn ein Alten- tat zu verüben. Kabelhaste polizeileistung. -1200 Kommunisten in Paris verhaftet. Patts, ß. August.(Eigenbericht.) Die Regierung hatte für die am Sonntag in Ivry geplant« kommunistische Demonstration ein Massenaufgebot von Polizeikräften zusammengezogen. Im Laufe der Polizeiaktton wurden 11?9 Ver- Haftungen vorgenommen. Der größte Teil jedoch wurde am Abend wieder freigelassen. Es wurden eine große Anzahl komm»- nistischer Führer, darunter der Bürgermeister von Lory und allein 98 Ausländer, zurückgehalten. In der Provinz lam es nicht zu Ruhestörungen.